Kapitel 15: Āstīka-parva (Fortsetzung): Uccaiḥśravas und der Anfang der Samudra-Manthana-Erzählung
Āstīka-parva (Fortsetzung): das Pferd Uccaiḥśravas, der Berg Meru und der Beschluss zum Quirlen des Milchozeans — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)
Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,015.001“ bis „01,015.013“). Kadrū und Vinatā erblicken das wunderbare Pferd Uccaiḥśravas, das beim Quirlen des Amṛta (Unsterblichkeitstranks) entstanden ist; auf Śaunakas Nachfrage schildert Sūta ausführlich den Berg Meru als Schauplatz und berichtet, wie Nārāyaṇa den versammelten Göttern vorschlägt, den Milchozean zu quirlen, um das Amṛta zu gewinnen — der Auftakt zur berühmten Samudra-Manthana-Episode, die in Adhyāya 16 fortgesetzt wird und aus der später auch die Uccaiḥśravas-Wette zwischen Kadrū und Vinatā ihren Ausgangspunkt nimmt. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.
das, als es beim Quirlen des Amṛta entstand, von allen Götterscharen, mit frohen Gesichtern, verehrt wurde – das unvergleichliche Kleinod unter den Pferden,
das, als es beim Quirlen des Amṛta entstand, von allen Götterscharen, mit frohen Gesichtern, verehrt wurde – das unvergleichliche Kleinod unter den Pferden,
von gewaltiger Kraftfülle, das vortrefflichste unter den Pferden, das Beste unter den Schnellen, glanzvoll, alterslos, göttlich, mit allen günstigen Kennzeichen versehen.
von gewaltiger Kraftfülle, das vortrefflichste unter den Pferden, das Beste unter den Schnellen, glanzvoll, alterslos, göttlich, mit allen günstigen Kennzeichen versehen.
śaunaka uvāca | kathaṃ tad amṛtaṃ devair mathitaṃ kva ca śaṃsa me | yatra jajñe mahāvīryaḥ so 'śvarājo mahādyutiḥ
Śaunaka sprach: „Wie wurde jenes Amṛta von den Göttern gequirlt, und wo? Sage mir dies, wo jener hochglänzende König der Pferde von großer Kraft entstand.“
Wort für Wort
śaunaka uvāca | kathaṃ tad amṛtaṃ devair mathitaṃ kva ca śaṃsa me | yatra jajñe mahāvīryaḥ so 'śvarājo mahādyutiḥ
Śaunaka sprach: „Wie wurde jenes Amṛta von den Göttern gequirlt, und wo? Sage mir dies, wo jener hochglänzende König der Pferde von großer Kraft entstand.“
Sūta sprach: Den lodernden, unbeweglichen Berg Meru, einen unvergleichlichen Glanzhaufen, der mit seinen goldglänzenden Gipfeln sogar den Schein der Sonne überstrahlt,
Sūta sprach: Den lodernden, unbeweglichen Berg Meru, einen unvergleichlichen Glanzhaufen, der mit seinen goldglänzenden Gipfeln sogar den Schein der Sonne überstrahlt,
Nachdem ihr alle Kräuter und auch alle Juwelen zusammengebracht habt, quirlt den Ozean, ihr Götter; dann werdet ihr das Amṛta erlangen.“
[Anm.: Adhyāya 15 endet hier gemäß der lokalen Quelldatei, unmittelbar vor der eigentlichen Schilderung des Quirlens (Samudra-Manthana), die in Adhyāya 16 folgt. Diese eingeschobene Erzählung erklärt die Herkunft des Pferdes Uccaiḥśravas, dessen Schweif-Farbe Gegenstand der noch folgenden Wette zwischen Kadrū und Vinatā sein wird.]