Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 150: paiśācatīrthamāhātmyavarṇanam Die Größe des Paiśāca-Tīrtha (Der Brahmane Jīgarti, sein verkaufter Sohn Śunaḥśepa und die Erlösung aus der Piśāca-Existenz)

Der von Hungersnot geplagte Brahmane Jīgarti verkauft seinen mittleren Sohn Śunaḥśepa zur Opfertötung an einen Kṣatriya. Für diese Sünde durchläuft Jīgarti nach dem Tod die Höllen und wird zu einem leidenden Piśāca. Sein Sohn Śunaḥśepa, der später als Adoptivsohn Viśvāmitras zum großen Weisen wird, hört den klagenden Vater, badet an der Gautamī, spendet Wasser für ihn und erlöst ihn dadurch aus der Piśāca-Gestalt zu einem himmlischen, an Glanz strahlenden Körper im Wohnort Viṣṇus. Ursprung des Paiśāca-Tīrtha, das Piśāca-Existenz und Krankheit vernichtet, mit 300 weiteren Tīrthas.

{brahmovāca:} paiśācaṃ tīrtham ākhyātaṃ gaṅgāyā uttare taṭe / piśācatvāt purā vipro muktim āpa mahāmate //

Brahmā sprach: Es gibt eine Paiśāca genannte Tīrtha am Nordufer der Gaṅgā; von der Piśāca-Existenz erlangte einst ein Brahmane dort Erlösung, o Hochgesinnter.

Wort für Wort
paiśācaṃ tīrtham ākhyātaṃ gaṅgāyā uttare taṭe
Paiśāca genannt (ist) die Tīrtha am Nordufer der Gaṅgā
piśācatvāt purā vipro muktim āpa mahāmate
von der Piśāca-Existenz erlangte einst ein Brahmane Erlösung, o Hochgesinnter

suyavasyātmajo loke jīgartir iti viśrutaḥ / kuṭumbabhāraduḥkhārto durbhikṣeṇa tu pīḍitaḥ //

Suyavas Sohn war in der Welt als Jīgarti bekannt; von der Last der Familie leidgeplagt und von Hungersnot bedrängt,

Wort für Wort
suyavasyātmajo loke jīgartir iti viśrutaḥ
Suyavas Sohn war in der Welt als Jīgarti bekannt
kuṭumbabhāraduḥkhārto durbhikṣeṇa tu pīḍitaḥ
von der Last der Familie leidgeplagt und von Hungersnot bedrängt

madhyamaṃ tu śunaḥśepaṃ putraṃ brahmavidāṃ varam / vikrītavān kṣatriyāya vadhāya bahulair dhanaiḥ //

verkaufte er seinen mittleren Sohn Śunaḥśepa, den Besten der Brahmakundigen, für reichen Lohn an einen Kṣatriya zur Tötung.

Wort für Wort
madhyamaṃ tu śunaḥśepaṃ putraṃ brahmavidāṃ varam
seinen mittleren Sohn Śunaḥśepa, den Besten der Brahmakundigen
vikrītavān kṣatriyāya vadhāya bahulair dhanaiḥ
verkaufte er einem Kṣatriya zur Tötung, für reichen Lohn

kiṃ nāmāpadgataḥ pāpaṃ nācaraty api paṇḍitaḥ / śamitṛtve dhanaṃ cāpi jagṛhe bahulaṃ muniḥ //

Was für eine Sünde begeht der Gelehrte nicht, wenn er in Not gerät? Auch als Opferpriester nahm der Weise reichlich Geld an.

Wort für Wort
kiṃ nāmāpadgataḥ pāpaṃ nācaraty api paṇḍitaḥ
was für eine Sünde begeht der Gelehrte nicht, wenn er in Not gerät?
śamitṛtve dhanaṃ cāpi jagṛhe bahulaṃ muniḥ
auch als Opferpriester nahm der Weise reichlich Geld an

[Anm.: sinngemäß - der Vers scheint eine allgemeine Sentenz einzuschieben und zugleich anzudeuten, dass Jīgarti selbst als Priester bei der geplanten Opferung fungierte.]

vidāraṇārthaṃ ca dhanaṃ jagṛhe brāhmaṇādhamaḥ / tato 'pratisamādheya-mahāroganipīḍitaḥ //

Und für das Zerreißen (des Opfertieres) nahm der niedrigste der Brahmanen Geld an. Darauf, von einer unheilbaren, schweren Krankheit geplagt,

Wort für Wort
vidāraṇārthaṃ ca dhanaṃ jagṛhe brāhmaṇādhamaḥ
und für das Zerreißen (des Opfertieres) nahm der niedrigste der Brahmanen Geld an
tato 'pratisamādheyamahāroganipīḍitaḥ
darauf, von einer unheilbaren, schweren Krankheit geplagt

sa mṛtaḥ kālaparyāye narakeṣv atha pātitaḥ / bhogād ṛte na kṣayo 'sti prāktanānām ihāṃhasām //

starb er im Wandel der Zeit und wurde in die Höllen gestürzt. Ohne deren Erleiden gibt es kein Ende der früher hier begangenen Sünden.

Wort für Wort
sa mṛtaḥ kālaparyāye narakeṣv atha pātitaḥ
er starb im Wandel der Zeit und wurde in die Höllen gestürzt
bhogād ṛte na kṣayo 'sti prāktanānām ihāṃhasām
ohne (deren) Erleiden gibt es kein Ende der früher hier begangenen Sünden

kiṃkarair yamavākyena bahuyonyantaraṃ gataḥ / tataḥ piśāco hy abhavad dāruṇo dāruṇākṛtiḥ //

Durch das Wort Yamas, von dessen Dienern getrieben, durchlief er viele andere Existenzen; darauf wurde er zu einem schrecklichen Piśāca von schrecklicher Gestalt.

Wort für Wort
kiṃkarair yamavākyena bahuyonyantaraṃ gataḥ
durch das Wort Yamas, von dessen Dienern (getrieben), durchlief er viele andere Existenzen
tataḥ piśāco hy abhavad dāruṇo dāruṇākṛtiḥ
darauf wurde er zu einem schrecklichen Piśāca von schrecklicher Gestalt

śuṣkakāṣṭheṣv athāraṇye nirjale nirjane tathā / grīṣme grīṣmadavavyāpte kṣipyate yamakiṃkaraiḥ //

In dürrem Holz, in der Wildnis, im wasserlosen, menschenleeren Land, im Sommer, von der Sommer-Waldbrandglut erfasst, wird er von Yamas Dienern hineingeworfen.

Wort für Wort
śuṣkakāṣṭheṣv athāraṇye nirjale nirjane tathā
in dürrem Holz, in der Wildnis, im wasserlosen, menschenleeren Land
grīṣme grīṣmadavavyāpte kṣipyate yamakiṃkaraiḥ
im Sommer, von der Sommer-Waldbrandglut erfasst, wird er von Yamas Dienern hineingeworfen

kanyāputramahīvāji-gavāṃ vikrayakāriṇaḥ / narakān na nivartante yāvad ābhūtasaṃplavam //

Diejenigen, die Töchter, Söhne, Land, Pferde oder Kühe verkaufen, kehren aus den Höllen nicht zurück, bis zur nächsten Weltauflösung.

Wort für Wort
kanyāputramahīvājigavāṃ vikrayakāriṇaḥ
diejenigen, die Töchter, Söhne, Land, Pferde oder Kühe verkaufen
narakān na nivartante yāvad ābhūtasaṃplavam
kehren aus den Höllen nicht zurück, bis zur nächsten Weltauflösung

svakṛtāghavipākena dāruṇair yamakiṃkaraiḥ / saṃghāte pacyamāno 'sau rurodoccaiḥ kṛtaṃ smaran //

Durch die Reifung seiner eigenen Sünden, von den schrecklichen Dienern Yamas in der Versammlung der Gequälten gekocht, weinte er laut, sich an seine Tat erinnernd.

Wort für Wort
svakṛtāghavipākena dāruṇair yamakiṃkaraiḥ
durch die Reifung seiner eigenen Sünden, von den schrecklichen Dienern Yamas
saṃghāte pacyamāno 'sau rurodoccaiḥ kṛtaṃ smaran
in der Versammlung gekocht, weinte er laut, sich an seine Tat erinnernd

pathi gacchan kadācit sa jīgarter madhyamaḥ sutaḥ / śuśrāva rudato vāṇīṃ piśācasya muhur muhuḥ //

Einst, auf dem Weg dahingehend, hörte Jīgartis mittlerer Sohn immer wieder die Stimme des weinenden Piśāca.

Wort für Wort
pathi gacchan kadācit sa jīgarter madhyamaḥ sutaḥ
einst, auf dem Weg dahingehend, Jīgartis mittlerer Sohn
śuśrāva rudato vāṇīṃ piśācasya muhur muhuḥ
hörte er immer wieder die Stimme des weinenden Piśāca

putrakretur brahmahantur jīgartes tu pitus tadā / pāpinaḥ putravikretur brahmahantuḥ pituś ca tām //

Es war die Stimme seines Vaters Jīgarti, des Sohnverkäufers, des Brahmanentöters - jenes sündigen, seinen Sohn verkaufenden, Brahmanen tötenden Vaters.

Wort für Wort
putrakretur brahmahantur jīgartes tu pitus tadā
seines Vaters Jīgarti, des Sohnverkäufers, des Brahmanentöters
pāpinaḥ putravikretur brahmahantuḥ pituś ca tām
jenes sündigen, seinen Sohn verkaufenden, Brahmanen tötenden Vaters (Stimme)

[Anm.: 'brahmahantuḥ' hier wohl im übertragenen Sinn - Jīgarti hat durch den Verkauf seines brahmanischen Sohnes zur Opferung gleichsam Brahmanenmord begangen.]

śunaḥśepas tadovāca ko bhavān atiduḥkhitaḥ / jīgartir abravīd duḥkhāc chunaḥśepapitā hy aham //

Śunaḥśepa sprach da: 'Wer bist du, überaus Betrübter?' Jīgarti sprach aus Schmerz: 'Ich bin ja Śunaḥśepas Vater.'

Wort für Wort
śunaḥśepas tadovāca ko bhavān atiduḥkhitaḥ
Śunaḥśepa sprach da: 'wer bist du, überaus Betrübter?'
jīgartir abravīd duḥkhāc chunaḥśepapitā hy aham
Jīgarti sprach aus Schmerz: 'ich bin ja Śunaḥśepas Vater'

pāpīyasīṃ kriyāṃ kṛtvā yoniṃ prāpto 'smi dāruṇām / narakeṣv atha pakvaś ca punaḥ prāpto 'ntarālakam / ye ye duṣkṛtakarmāṇas teṣāṃ teṣām iyaṃ gatiḥ //

'Nachdem ich eine überaus sündige Tat begangen habe, bin ich in eine schreckliche Existenz geraten; in den Höllen gekocht, bin ich wiederum in diesen Zwischenzustand geraten. Wer immer üble Taten begeht, dessen Los ist eben dies.'

Wort für Wort
pāpīyasīṃ kriyāṃ kṛtvā yoniṃ prāpto 'smi dāruṇām
nachdem ich eine überaus sündige Tat begangen habe, bin ich in eine schreckliche Existenz geraten
narakeṣv atha pakvaś ca punaḥ prāpto 'ntarālakam
in den Höllen gekocht, bin ich wiederum in diesen Zwischenzustand geraten
ye ye duṣkṛtakarmāṇas teṣāṃ teṣām iyaṃ gatiḥ
wer immer üble Taten begeht, dessen Los ist eben dies

[Anm.: Dreizeiliger Vers im Original.]

jīgartiputras tam uvāca duḥkhāt so 'haṃ sutas te mama doṣeṇa tāta vikrītvā māṃ narakān evam āptas tataḥ kariṣye svargataṃ tvām idānīm //

Jīgartis Sohn sprach voller Schmerz zu ihm: 'Ich bin jener dein Sohn; durch meine Schuld, Vater, hast du, weil du mich verkauft hast, so die Höllen erlangt. Nun werde ich dich sogleich zum Himmel bringen.'

Wort für Wort
jīgartiputras tam uvāca duḥkhāt
Jīgartis Sohn sprach voller Schmerz zu ihm
so 'haṃ sutas te mama doṣeṇa tāta
ich bin jener dein Sohn; durch meine Schuld, Vater
vikrītvā māṃ narakān evam āptas
hast du, weil du mich verkauft hast, so die Höllen erlangt
tataḥ kariṣye svargataṃ tvām idānīm
nun werde ich dich sogleich zum Himmel bringen

[Anm.: Ab hier V.15-22 in einem Erzählmetrum mit vierzeiligen, pādaweise gezählten Versen. Śunaḥśepa nimmt die Schuld gleichsam auf sich, da sein Verkauf/Opfer die Ursache für das Leid des Vaters war.]

evaṃ pratijñāya sa gādhiputra putratvam āpto 'tha munipravīraḥ gaṅgām abhidhyāya pituś ca lokān anuttamān īhamāno jagāma //

So gelobend, ging jener - der zur Sohnschaft des Sohnes des Gādhi (Viśvāmitra) gelangte beste der Weisen - fort, an die Gaṅgā denkend und nach den unübertrefflichen Welten für seinen Vater trachtend.

Wort für Wort
evaṃ pratijñāya sa gādhiputra
so gelobend, jener, (zur Sohnschaft) des Sohnes des Gādhi
putratvam āpto 'tha munipravīraḥ
gelangt, der beste der Weisen
gaṅgām abhidhyāya pituś ca lokān
an die Gaṅgā denkend und an die Welten für den Vater
anuttamān īhamāno jagāma
nach den unübertrefflichen (Welten) trachtend, ging er

[Anm.: Anspielung auf die bekannte Erzähltradition, wonach Śunaḥśepa von Viśvāmitra adoptiert wurde; hier knapp vorausgesetzt, nicht eigens erzählt.]

aśeṣaduḥkhānaladhūpitānāṃ nimajjatāṃ mohamahāsamudre śarīriṇāṃ nānyad aho trilokyām ālambanaṃ viṣṇupadīṃ vihāya //

Für die verkörperten Wesen, die vom Feuer allen Leids durchräuchert sind und in den großen Ozean der Verblendung versinken, gibt es, ach, in den drei Welten keine andere Stütze als die Gaṅgā (Viṣṇupadī).

Wort für Wort
aśeṣaduḥkhānaladhūpitānāṃ
für die vom Feuer allen Leids durchräucherten
nimajjatāṃ mohamahāsamudre
die im großen Ozean der Verblendung versinken
śarīriṇāṃ nānyad aho trilokyām
für die verkörperten Wesen gibt es, ach, in den drei Welten keine andere
ālambanaṃ viṣṇupadīṃ vihāya
Stütze außer der Gaṅgā (Viṣṇupadī)

evaṃ viniścitya munir mahātmā samuddidhīrṣuḥ pitaraṃ sa durgateḥ śucis tato gautamīm āśu gatvā tatra snātvā saṃsmarañ chaṃbhuviṣṇū //

So entschlossen, ging der großmütige Weise, seinen Vater aus dem schlimmen Los erretten wollend, rein, rasch zur Gautamī; dort badete er, an Śambhu und Viṣṇu gedenkend,

Wort für Wort
evaṃ viniścitya munir mahātmā
so entschlossen, der großmütige Weise
samuddidhīrṣuḥ pitaraṃ sa durgateḥ
seinen Vater aus dem schlimmen Los erretten wollend
śucis tato gautamīm āśu gatvā
rein, ging er rasch zur Gautamī
tatra snātvā saṃsmarañ chaṃbhuviṣṇū
dort badete er, an Śambhu und Viṣṇu gedenkend

dadau jalaṃ pretarūpāya pitre piśācarūpāya suduḥkhitāya taddānamātreṇa tadaiva pūto jīgartir āvāpa vapuḥ supuṇyam //

und spendete Wasser für seinen Vater, der in Pretagestalt, in Piśāca-Gestalt, überaus leidend war. Durch dieses bloße Spenden allein ward Jīgarti sogleich geläutert und erlangte einen hochheiligen Körper.

Wort für Wort
dadau jalaṃ pretarūpāya pitre
und spendete Wasser für den Vater in Pretagestalt
piśācarūpāya suduḥkhitāya
der in Piśāca-Gestalt, überaus leidend war
taddānamātreṇa tadaiva pūto
durch dieses bloße Spenden allein, sogleich geläutert
jīgartir āvāpa vapuḥ supuṇyam
erlangte Jīgarti einen hochheiligen Körper

vimānayuktaḥ surasaṃghajuṣṭaṃ viṣṇoḥ padaṃ prāpa sutaprabhāvāt gaṅgāprabhāvāc ca hareś ca śaṃbhor vidhātur arkāyutatulyatejāḥ //

Mit einem Himmelswagen ausgestattet, erlangte er, durch die Kraft seines Sohnes, durch die Kraft der Gaṅgā, Haris, Śambhus und des Schöpfers, den von Scharen der Götter bewohnten Wohnort Viṣṇus, an Glanz zehntausend Sonnen gleich.

Wort für Wort
vimānayuktaḥ surasaṃghajuṣṭaṃ
mit einem Himmelswagen ausgestattet, den von Scharen der Götter bewohnten
viṣṇoḥ padaṃ prāpa sutaprabhāvāt
Wohnort Viṣṇus erlangte er durch die Kraft seines Sohnes
gaṅgāprabhāvāc ca hareś ca śaṃbhor
und durch die Kraft der Gaṅgā, Haris und Śambhus
vidhātur arkāyutatulyatejāḥ
und des Schöpfers, an Glanz zehntausend Sonnen gleich

tataḥ prabhṛty etad atiprasiddhaṃ paiśācanāśaṃ ca mahāgadaṃ ca mahānti pāpāni ca nāśam āśu prayānti yasya smaraṇena puṃsām //

Seitdem ist diese Tīrtha höchst berühmt, sie vernichtet die Piśāca-Existenz und schwere Krankheit; auch große Sünden der Menschen vergehen rasch durch bloßes Gedenken an sie.

Wort für Wort
tataḥ prabhṛty etad atiprasiddhaṃ
seitdem (ist) diese höchst berühmt
paiśācanāśaṃ ca mahāgadaṃ ca
die Piśāca-Existenz vernichtend und schwere Krankheit
mahānti pāpāni ca nāśam āśu
auch große Sünden vergehen rasch
prayānti yasya smaraṇena puṃsām
durch bloßes Gedenken der Menschen an sie

tīrthasya cedaṃ gaditaṃ tavādya māhātmyam etat triśatāni yatra tīrthāny athānyāni bhavanti bhukti- muktipradāyīni kim anyad atra //

Dies ist die dir heute verkündete Größe dieser Tīrtha, wo es dreihundert weitere Tīrthas gibt, die Genuss und Erlösung gewähren - was gäbe es hier sonst noch zu sagen?

Wort für Wort
tīrthasya cedaṃ gaditaṃ tavādya
dies ist die dir heute verkündete
māhātmyam etat triśatāni yatra
Größe dieser Tīrtha, wo dreihundert
tīrthāny athānyāni bhavanti bhukti-
weitere Tīrthas sind, die Genuss
muktipradāyīni kim anyad atra
und Erlösung gewähren - was (gäbe es) hier sonst?

sarvasiddhidam ākhyātam ityādy atra śatatrayam / tīrthānāṃ munijuṣṭānāṃ smaraṇād apy abhīṣṭadam //

So wird verkündet: Es gibt hier dreihundert solcher Tīrthas, die alle Vollkommenheit gewähren, von Weisen aufgesucht, und die schon durch bloßes Gedenken das Erwünschte gewähren.

Wort für Wort
sarvasiddhidam ākhyātam ityādy atra śatatrayam
so wird verkündet: es gibt hier dreihundert solcher (Tīrthas), die alle Vollkommenheit gewähren
tīrthānāṃ munijuṣṭānāṃ smaraṇād apy abhīṣṭadam
von Weisen aufgesuchte Tīrthas, die schon durch Gedenken das Erwünschte gewähren

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