Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 42: virajātīrthapuruṣottamakṣetramāhātmyavarṇanam Die Größe des Tīrtha Viraja und die Beschreibung des Puruṣottama-Feldes (Utkala)

Brahmā setzt seine Rede fort mit dem Preis der Göttin Virajā (Brahmāṇī) und des Flusses Vaitaraṇī am Ort Viraja, sowie einer Liste von acht dortigen Tīrthas. Ab V.13 folgt die berühmte Māhātmya-Beschreibung des Puruṣottama-Kṣetra am Nordufer des Ozeans im Land Utkala - traditionell mit dem Jagannātha-Tempel in Purī (Orissa) identifiziert -, mit ausführlicher Naturschilderung (Bäume, Blüten, Vögel, Gewässer) im Stil von Kap.41, gefolgt von der Aussage, dass alle Götter dort ständig weilen, und einer abschließenden Beschreibung des Antlitzes Kṛṣṇas als Puruṣottama.

viraje virajā mātā brahmāṇī saṃpratiṣṭhitā / yasyāḥ saṃdarśanān martyaḥ punāty āsaptamaṃ kulam //

{Brahmā sprach [Fortsetzung]:} In Viraja ist die Mutter Virajā, [die Göttin] Brahmāṇī, wohlgegründet, durch deren Anblick der Sterbliche seine Familie bis zum siebten Glied reinigt.

Wort für Wort
viraje
in Viraja
virajā mātā
die Mutter Virajā
brahmāṇī
Brahmāṇī (die Śakti Brahmās)
saṃpratiṣṭhitā
wohlgegründet
yasyāḥ saṃdarśanāt
durch deren Anblick
martyaḥ
der Sterbliche
punāti
er reinigt
āsaptamam kulam
seine Familie bis zum siebten Glied

sakṛd dṛṣṭvā tu tāṃ devīṃ bhaktyāpūjya praṇamya ca / naraḥ svavaṃśam uddhṛtya mama lokaṃ sa gacchati //

Wer aber diese Göttin auch nur einmal erblickt, mit Hingabe verehrt und sich verneigt hat, der Mann, seine eigene Sippe emporhebend, geht zu meiner Welt ein.

Wort für Wort
sakṛt dṛṣṭvā tu
auch nur einmal erblickt aber
tām devīm
diese Göttin
bhaktyā apūjya praṇamya ca
mit Hingabe verehrt und sich verneigt habend
naraḥ
der Mann
svavaṃśam uddhṛtya
seine eigene Sippe emporhebend
mama lokam sa gacchati
er geht zu meiner Welt ein

anyāś ca tatra tiṣṭhanti viraje lokamātaraḥ / sarvapāpaharā devyo varadā bhaktivatsalāḥ //

Und andere Weltenmütter weilen dort in Viraja - Göttinnen, alle Sünde hinwegnehmend, Gnade gewährend, ihren Verehrern liebevoll zugetan.

Wort für Wort
anyāḥ ca tatra tiṣṭhanti
und andere weilen dort
viraje
in Viraja
lokamātaraḥ
Weltenmütter
sarvapāpaharāḥ devyaḥ
Göttinnen, alle Sünde hinwegnehmend
varadāḥ
Gnade gewährend
bhaktivatsalāḥ
ihren Verehrern liebevoll zugetan

āste vaitaraṇī tatra sarvapāpaharā nadī / yasyāṃ snātvā naraśreṣṭhaḥ sarvapāpaiḥ pramucyate //

Dort ist der Fluss Vaitaraṇī, aller Sünde hinwegnehmend, in dem gebadet der beste der Männer von aller Sünde befreit wird.

Wort für Wort
āste
dort ist
vaitaraṇī
der Fluss Vaitaraṇī
tatra
dort
sarvapāpaharā nadī
aller Sünde hinwegnehmend, der Fluss
yasyām snātvā
in dem gebadet
naraśreṣṭhaḥ
der beste der Männer
sarvapāpaiḥ pramucyate
wird von aller Sünde befreit

[Anm.: Vaitaraṇī ist in der Mythologie üblicherweise der Grenzfluss der Unterwelt; hier wird ein gleichnamiger irdischer, sündentilgender Fluss am Ort Viraja beschrieben - vermutlich der reale Fluss dieses Namens in Orissa.]

āste svayaṃbhūs tatraiva kroḍarūpī hariḥ svayam / dṛṣṭvā praṇamya taṃ bhaktyā paraṃ viṣṇuṃ vrajanti te //

Dort eben weilt der Selbstentstandene, Hari selbst in Eberform (Varāha); die ihn erblickt und mit Hingabe verneigt haben, gehen zum höchsten Viṣṇu ein.

Wort für Wort
āste svayaṃbhūḥ
dort weilt der Selbstentstandene
tatra eva
eben dort
kroḍarūpī hariḥ svayam
Hari selbst in Eberform
dṛṣṭvā praṇamya tam bhaktyā
ihn erblickt und mit Hingabe verneigt habend
param viṣṇum vrajanti te
gehen sie zum höchsten Viṣṇu ein

kāpile gograhe some tīrthe cālābusaṃjñite / mṛtyuṃjaye kroḍatīrthe vāsuke siddhakeśvare //

In den Tīrthas Kāpila, Gograha, Soma, und dem als Alābu benannten [Tīrtha], in Mṛtyuñjaya, im Kroḍa-Tīrtha, in Vāsuka und Siddhakeśvara,

Wort für Wort
kāpile gograhe some
in Kāpila, Gograha, Soma
tīrthe ca alābusaṃjñite
und im als Alābu benannten Tīrtha
mṛtyuṃjaye
in Mṛtyuñjaya
kroḍatīrthe
im Kroḍa-Tīrtha
vāsuke siddhakeśvare
in Vāsuka, Siddhakeśvara

tīrtheṣv eteṣu matimān viraje saṃyatendriyaḥ / gatvāṣṭatīrthaṃ vidhivat snātvā devān praṇamya ca //

in diesen Tīrthas - der Kluge, mit gebändigten Sinnen, zu den acht Tīrthas in Viraja gegangen, vorschriftsgemäß gebadet und die Götter verneigt habend,

Wort für Wort
tīrtheṣu eteṣu
in diesen Tīrthas
matimān
der Kluge
viraje
in Viraja
saṃyatendriyaḥ
mit gebändigten Sinnen
gatvā aṣṭatīrtham vidhivat
zu den acht Tīrthas vorschriftsgemäß gegangen
snātvā devān praṇamya ca
gebadet und die Götter verneigt habend

sarvapāpavinirmukto vimānavaram āsthitaḥ / upagīyamāno gandharvair mama loke mahīyate //

von aller Sünde befreit, auf einem vorzüglichen Flugwagen weilend, von Gandharvas besungen, wird er in meiner Welt hoch geehrt.

Wort für Wort
sarvapāpavinirmuktaḥ
von aller Sünde befreit
vimānavaram āsthitaḥ
auf einem vorzüglichen Flugwagen weilend
upagīyamānaḥ gandharvaiḥ
von Gandharvas besungen
mama loke mahīyate
wird er in meiner Welt hoch geehrt

viraje yo mama kṣetre piṇḍadānaṃ karoti vai / sa karoty akṣayāṃ tṛptiṃ pitṝṇāṃ nātra saṃśayaḥ //

Wer in Viraja, meinem Feld, das Reisklößeopfer darbringt, der bewirkt wahrlich unvergängliche Sättigung der Ahnen - hierin ist kein Zweifel.

Wort für Wort
viraje
in Viraja
yaḥ mama kṣetre
wer in meinem Feld
piṇḍadānam karoti vai
wahrlich das Reisklößeopfer darbringt
saḥ karoti akṣayām tṛptim
der bewirkt unvergängliche Sättigung
pitṝṇām
der Ahnen
na atra saṃśayaḥ
hierin ist kein Zweifel

mama kṣetre muniśreṣṭhā viraje ye kalevaram / parityajanti puruṣās te mokṣaṃ prāpnuvanti vai //

In meinem Feld, o beste der Weisen, in Viraja, welche Menschen den Körper verlassen, die erlangen wahrlich die Erlösung.

Wort für Wort
mama kṣetre
in meinem Feld
muniśreṣṭhāḥ
o beste der Weisen
viraje
in Viraja
ye kalevaram parityajanti
welche den Körper verlassen
puruṣāḥ
die Menschen
te mokṣam prāpnuvanti vai
die erlangen wahrlich die Erlösung

snātvā yaḥ sāgare martyo dṛṣṭvā ca kapilaṃ harim / paśyed devīṃ ca vārāhīṃ sa yāti tridaśālayam //

Welcher Sterbliche, im Ozean gebadet und den Kapila-Hari erblickt habend, [auch] die Göttin Vārāhī erblickt, der geht zur Wohnstatt der Dreißig [Götter] ein.

Wort für Wort
snātvā yaḥ sāgare martyaḥ
welcher Sterbliche, im Ozean gebadet
dṛṣṭvā ca kapilam harim
und den Kapila-Hari erblickt habend
paśyet devīm ca vārāhīm
[auch] die Göttin Vārāhī erblickt
sa yāti tridaśālayam
der geht zur Wohnstatt der Dreißig [Götter] ein

santi cānyāni tīrthāni puṇyāny āyatanāni ca / tatkāle tu muniśreṣṭhā veditavyāni tāni vai //

Und es gibt andere heilige Tīrthas und Heiligtümer; zu ihrer [rechten] Zeit aber, o beste der Weisen, sind diese wahrlich zu erkennen [aufzusuchen].

Wort für Wort
santi ca anyāni tīrthāni
und es gibt andere Tīrthas
puṇyāni āyatanāni ca
und heilige Heiligtümer
tatkāle tu
zu ihrer [rechten] Zeit aber
muniśreṣṭhāḥ
o beste der Weisen
veditavyāni tāni vai
diese sind wahrlich zu erkennen

samudrasyottare tīre tasmin deśe dvijottamāḥ / āste guhyaṃ paraṃ kṣetraṃ muktidaṃ pāpanāśanam //

Am nördlichen Ufer des Ozeans, in jenem Land, o beste der Zweifachgeborenen, liegt ein geheimes, höchstes Feld, Erlösung gewährend, Sünde vernichtend,

Wort für Wort
samudrasya uttare tīre
am nördlichen Ufer des Ozeans
tasmin deśe
in jenem Land
dvijottamāḥ
o beste der Zweifachgeborenen
āste guhyam param kṣetram
liegt ein geheimes, höchstes Feld
muktidam pāpanāśanam
Erlösung gewährend, Sünde vernichtend

[Anm.: Ab hier beginnt die Beschreibung des Feldes von Puruṣottama (Utkala), das mit dem berühmten Jagannātha-Kṣetra (Purī, Orissa) identifiziert wird.]

sarvatra vālukākīrṇaṃ pavitraṃ sarvakāmadam / daśayojanavistīrṇaṃ kṣetraṃ paramadurlabham //

überall von Sand bedeckt, rein, alle Wünsche gewährend, zehn Yojanas ausgedehnt, ein Feld, überaus schwer zu erlangen.

Wort für Wort
sarvatra vālukākīrṇam
überall von Sand bedeckt
pavitram
rein
sarvakāmadam
alle Wünsche gewährend
daśayojanavistīrṇam
zehn Yojanas ausgedehnt
kṣetram paramadurlabham
ein Feld, überaus schwer zu erlangen

aśokārjunapuṃnāgair bakulaiḥ saraladrumaiḥ / panasair nārikelaiś ca śālais tālaiḥ kapitthakaiḥ //

mit Aśoka-, Arjuna- und Puṃnāga-Bäumen, mit Bakula- und Sarala-Bäumen, mit Jackfrucht- und Kokosbäumen, mit Śāla-, Palmyra- und Kapittha-Bäumen,

Wort für Wort
aśokārjunapuṃnāgaiḥ
mit Aśoka-, Arjuna- und Puṃnāga-Bäumen
bakulaiḥ saraladrumaiḥ
mit Bakula- und Sarala-Bäumen
panasaiḥ nārikelaiḥ ca
mit Jackfrucht- und Kokosbäumen
śālaiḥ tālaiḥ kapitthakaiḥ
mit Śāla-, Palmyra- und Kapittha-Bäumen

campakaiḥ karṇikāraiś ca cūtabilvaiḥ sapāṭalaiḥ / kadambaiḥ kovidāraiś ca lakucair nāgakesaraiḥ //

mit Campaka- und Karṇikāra-Bäumen, mit Mango- und Bilva-Bäumen samt Pāṭala-Bäumen, mit Kadamba- und Kovidāra-Bäumen, mit Lakuca- und Nāgakesara-Bäumen,

Wort für Wort
campakaiḥ karṇikāraiḥ ca
mit Campaka- und Karṇikāra-Bäumen
cūtabilvaiḥ sapāṭalaiḥ
mit Mango- und Bilva-Bäumen samt Pāṭala-Bäumen
kadambaiḥ kovidāraiḥ ca
mit Kadamba- und Kovidāra-Bäumen
lakucaiḥ nāgakesaraiḥ
mit Lakuca- und Nāgakesara-Bäumen

prācīnāmalakair lodhrair nāraṅgair dhavakhādiraiḥ / sarjabhūrjāśvakarṇaiś ca tamālair devadārubhiḥ //

mit Prācīnāmalaka- und Lodhra-Bäumen, mit Orangenbäumen, mit Dhava- und Khadira-Bäumen, mit Sarja-, Birken- und Aśvakarṇa-Bäumen, mit Tamāla- und Devadāru-Bäumen,

Wort für Wort
prācīnāmalakaiḥ lodhraiḥ
mit Prācīnāmalaka- und Lodhra-Bäumen
nāraṅgaiḥ dhavakhādiraiḥ
mit Orangen-, Dhava- und Khadira-Bäumen
sarjabhūrjāśvakarṇaiḥ ca
mit Sarja-, Birken- und Aśvakarṇa-Bäumen
tamālaiḥ devadārubhiḥ
mit Tamāla- und Devadāru-Bäumen

mandāraiḥ pārijātaiś ca nyagrodhāgurucandanaiḥ / kharjūrāmrātakaiḥ siddhair mucukundaiḥ sakiṃśukaiḥ //

mit Mandāra- und Pārijāta-Bäumen, mit Banyan-, Aguru- und Sandelbäumen, mit reifen Dattel- und Amrātaka-Bäumen, mit Mucukunda- und Kiṃśuka-Bäumen,

Wort für Wort
mandāraiḥ pārijātaiḥ ca
mit Mandāra- und Pārijāta-Bäumen
nyagrodhāgurucandanaiḥ
mit Banyan-, Aguru- und Sandelbäumen
kharjūrāmrātakaiḥ siddhaiḥ
mit reifen Dattel- und Amrātaka-Bäumen
mucukundaiḥ sakiṃśukaiḥ
mit Mucukunda- und Kiṃśuka-Bäumen

aśvatthaiḥ saptaparṇaiś ca madhudhāraśubhāñjanaiḥ / śiṃśapāmalakair nīpair nimbatinduvibhītakaiḥ //

mit Aśvattha- und Saptaparṇa-Bäumen, mit Madhudhāra- und schönen Añjana-Bäumen, mit Śiṃśapā- und Āmalaka-Bäumen, mit Nīpa-, Nimba-, Tindu- und Vibhītaka-Bäumen,

Wort für Wort
aśvatthaiḥ saptaparṇaiḥ ca
mit Aśvattha- und Saptaparṇa-Bäumen
madhudhāraśubhāñjanaiḥ
mit Madhudhāra- und schönen Añjana-Bäumen
śiṃśapāmalakaiḥ nīpaiḥ
mit Śiṃśapā-, Āmalaka- und Nīpa-Bäumen
nimbatinduvibhītakaiḥ
mit Nimba-, Tindu- und Vibhītaka-Bäumen

sarvartuphalagandhāḍhyaiḥ sarvartukusumojjvalaiḥ / manohlādakaraiḥ śubhrair nānāvihaganāditaiḥ //

reich an Duft der Früchte aller Jahreszeiten, strahlend von Blüten aller Jahreszeiten, das Gemüt erfreuend, glänzend, von vielerlei Vogelrufen erfüllt,

Wort für Wort
sarvartuphalagandhāḍhyaiḥ
reich an Duft der Früchte aller Jahreszeiten
sarvartukusumojjvalaiḥ
strahlend von Blüten aller Jahreszeiten
manohlādakaraiḥ śubhraiḥ
das Gemüt erfreuend, glänzend
nānāvihaganāditaiḥ
von vielerlei Vogelrufen erfüllt

śrotraramyaiḥ sumadhurair balanirmadaneritaiḥ / manasaḥ prītijanakaiḥ śabdaiḥ khagamukheritaiḥ //

mit dem Ohr erfreuenden, überaus süßen, aus jugendlicher Erregung [?] hervorgebrachten, dem Geist Freude erzeugenden Lauten, aus den Schnäbeln der Vögel ertönend,

Wort für Wort
śrotraramyaiḥ sumadhuraiḥ
mit dem Ohr erfreuenden, überaus süßen [Lauten]
balanirmadaneritaiḥ
aus jugendlicher Erregung hervorgebracht [?]
manasaḥ prītijanakaiḥ śabdaiḥ
dem Geist Freude erzeugenden Lauten
khagamukheritaiḥ
aus den Schnäbeln der Vögel ertönend

[?] "balanirmadaneritaiḥ" ist kompositionell unsicher (bala = Kraft/Jugend, nirmadana = Erregung/Vertreibung von Trägheit); Sinn sinngemäß auf die lebhafte Vogelstimmung bezogen.

cakoraiḥ śatapattraiś ca bhṛṅgarājais tathā śukaiḥ / kokilaiḥ kalaviṅkaiś ca hārītair jīvajīvakaiḥ //

mit Cakora- und śatapattra-Vögeln, mit Bhṛṅgarāja-Vögeln, ebenso mit Papageien, mit Kuckucken und Sperlingen, mit Hārīta- und Jīvaṃjīvaka-Vögeln,

Wort für Wort
cakoraiḥ śatapattraiḥ ca
mit Cakora- und śatapattra-Vögeln
bhṛṅgarājaiḥ tathā śukaiḥ
mit Bhṛṅgarāja-Vögeln, ebenso mit Papageien
kokilaiḥ kalaviṅkaiḥ ca
mit Kuckucken und Sperlingen
hārītaiḥ jīvajīvakaiḥ
mit Hārīta- und Jīvaṃjīvaka-Vögeln

priyaputraiś cātakaiś ca tathānyair madhurasvaraiḥ / śrotraramyaiḥ priyakaraiḥ kūjadbhiś cārvadhiṣṭhitaiḥ //

mit Priyaputra- und Cātaka-Vögeln, und ebenso mit anderen süßstimmigen, dem Ohr erfreuenden, lieblichen, schön zwitschernden, dort weilenden [Vögeln],

Wort für Wort
priyaputraiḥ cātakaiḥ ca
mit Priyaputra- und Cātaka-Vögeln
tathā anyaiḥ madhurasvaraiḥ
und ebenso mit anderen süßstimmigen
śrotraramyaiḥ priyakaraiḥ
dem Ohr erfreuenden, lieblichen
kūjadbhiḥ cāru adhiṣṭhitaiḥ
schön zwitschernden, dort weilenden

ketakīvanakhaṇḍaiś ca atimuktaiḥ sakubjakaiḥ / mālatīkundabāṇaiś ca karavīraiḥ sitetaraiḥ //

mit Ketakī-Waldstücken, mit Atimukta- und Kubjaka-Ranken, mit Mālatī-, Kunda- und Bāṇa-Blüten, mit weißen und andersfarbigen Karavīra-Blüten,

Wort für Wort
ketakīvanakhaṇḍaiḥ ca
mit Ketakī-Waldstücken
atimuktaiḥ sakubjakaiḥ
mit Atimukta- und Kubjaka-Ranken
mālatīkundabāṇaiḥ ca
mit Mālatī-, Kunda- und Bāṇa-Blüten
karavīraiḥ sitetaraiḥ
mit weißen und andersfarbigen Karavīra-Blüten

jambīrakaruṇāṅkolair dāḍimair bījapūrakaiḥ / mātuluṅgaiḥ pūgaphalair hintālaiḥ kadalīvanaiḥ //

mit Jambīra-, Karuṇa- und Aṅkola-Bäumen, mit Granatapfel- und Bījapūraka-Bäumen, mit Zitronenbäumen, Areka-Früchten, Hintāla-Bäumen und Bananenwäldern,

Wort für Wort
jambīrakaruṇāṅkolaiḥ
mit Jambīra-, Karuṇa- und Aṅkola-Bäumen
dāḍimaiḥ bījapūrakaiḥ
mit Granatapfel- und Bījapūraka-Bäumen
mātuluṅgaiḥ pūgaphalaiḥ
mit Zitronenbäumen, Areka-Früchten
hintālaiḥ kadalīvanaiḥ
mit Hintāla-Bäumen und Bananenwäldern

anyaiś ca vividhair vṛkṣaiḥ puṣpaiś cānyair manoharaiḥ / latāvitānagulmaiś ca vividhaiś ca jalāśayaiḥ //

und mit anderen mannigfaltigen Bäumen und anderen bezaubernden Blüten, mit Schlingpflanzen-Baldachinen und Sträuchern, und mit mancherlei Wasserbecken,

Wort für Wort
anyaiḥ ca vividhaiḥ vṛkṣaiḥ
und mit anderen mannigfaltigen Bäumen
puṣpaiḥ ca anyaiḥ manoharaiḥ
und mit anderen bezaubernden Blüten
latāvitānagulmaiḥ ca
mit Schlingpflanzen-Baldachinen und Sträuchern
vividhaiḥ ca jalāśayaiḥ
und mit mancherlei Wasserbecken

dīrghikābhis taḍāgaiś ca puṣkariṇībhiś ca vāpibhiḥ / nānājalāśayaiḥ puṇyaiḥ padminīkhaṇḍamaṇḍitaiḥ //

mit Langteichen und Teichen, mit Lotosteichen und Zisternen, mit vielerlei heiligen Wasserbecken, mit Lotosbeeten geschmückt,

Wort für Wort
dīrghikābhiḥ taḍāgaiḥ ca
mit Langteichen und Teichen
puṣkariṇībhiḥ ca vāpibhiḥ
mit Lotosteichen und Zisternen
nānājalāśayaiḥ puṇyaiḥ
mit vielerlei heiligen Wasserbecken
padminīkhaṇḍamaṇḍitaiḥ
mit Lotosbeeten geschmückt

sarāṃsi ca manojñāni prasannasalilāni ca / kumudaiḥ puṇḍarīkaiś ca tathā nīlotpalaiḥ śubhaiḥ //

und liebliche Seen mit klarem Wasser, mit weißen Nachtlotos- und Tageslotos-Blüten, ebenso mit schönen blauen Lotosblüten,

Wort für Wort
sarāṃsi ca manojñāni
und liebliche Seen
prasannasalilāni ca
mit klarem Wasser
kumudaiḥ puṇḍarīkaiḥ ca
mit weißen Nachtlotos- und Tageslotos-Blüten
tathā nīlotpalaiḥ śubhaiḥ
ebenso mit schönen blauen Lotosblüten

kahlāraiḥ kamalaiś cāpi ācitāni samantataḥ / kādambaiś cakravākaiś ca tathaiva jalakukkuṭaiḥ //

mit Kahlāra- und Lotosblüten auch ringsum bedeckt, mit Kādamba-Gänsen und Cakravāka-Vögeln, und ebenso mit Wasserhühnern,

Wort für Wort
kahlāraiḥ kamalaiḥ ca api
mit Kahlāra- und Lotosblüten auch
ācitāni samantataḥ
ringsum bedeckt
kādambaiḥ cakravākaiḥ ca
mit Kādamba-Gänsen und Cakravāka-Vögeln
tathaiva jalakukkuṭaiḥ
und ebenso mit Wasserhühnern

kāraṇḍavaiḥ plavair haṃsaiḥ kūrmair matsyaiś ca madgubhiḥ / dātyūhasārasākīrṇaiḥ koyaṣṭibakaśobhitaiḥ //

mit Kāraṇḍava-Enten, Tauchvögeln, Schwänen, Schildkröten, Fischen und Madgu-Vögeln, von Dātyūha- und Kranich-Vögeln wimmelnd, mit Koyaṣṭi- und Reihervögeln geschmückt,

Wort für Wort
kāraṇḍavaiḥ plavaiḥ haṃsaiḥ
mit Kāraṇḍava-Enten, Tauchvögeln, Schwänen
kūrmaiḥ matsyaiḥ ca madgubhiḥ
mit Schildkröten, Fischen und Madgu-Vögeln
dātyūhasārasākīrṇaiḥ
von Dātyūha- und Kranich-Vögeln wimmelnd
koyaṣṭibakaśobhitaiḥ
mit Koyaṣṭi- und Reihervögeln geschmückt

etaiś cānyaiś ca kūjadbhiḥ samantāj jalacāribhiḥ / khagair jalacaraiś cānyaiḥ kusumaiś ca jalodbhavaiḥ //

mit diesen und anderen ringsum zwitschernden, im Wasser lebenden [Tieren], mit Vögeln und anderen Wasserlebewesen, und mit im Wasser entstandenen Blüten,

Wort für Wort
etaiḥ ca anyaiḥ ca kūjadbhiḥ
mit diesen und anderen zwitschernden
samantāt jalacāribhiḥ
ringsum, im Wasser lebenden [Tieren]
khagaiḥ jalacaraiḥ ca anyaiḥ
mit Vögeln und anderen Wasserlebewesen
kusumaiḥ ca jalodbhavaiḥ
und mit im Wasser entstandenen Blüten

evaṃ nānāvidhair vṛkṣaiḥ puṣpaiḥ sthalajalodbhavaiḥ / brahmacārigṛhasthaiś ca vānaprasthaiś ca bhikṣubhiḥ //

so mit vielerlei Bäumen und auf Land und im Wasser entstandenen Blüten - mit Brahmacārins und Haushältern, mit Waldeinsiedlern und Bettelmönchen,

Wort für Wort
evam nānāvidhaiḥ vṛkṣaiḥ
so mit vielerlei Bäumen
puṣpaiḥ sthalajalodbhavaiḥ
mit auf Land und im Wasser entstandenen Blüten
brahmacārigṛhasthaiḥ ca
mit Brahmacārins und Haushältern
vānaprasthaiḥ ca bhikṣubhiḥ
mit Waldeinsiedlern und Bettelmönchen

svadharmaniratair varṇais tathānyaiḥ samalaṃkṛtam / hṛṣṭapuṣṭajanākīrṇaṃ naranārīsamākulam //

mit in ihrer eigenen Pflicht beharrenden Kasten und ebenso mit anderen [Bewohnern] geschmückt, von frohen, wohlgenährten Leuten wimmelnd, von Männern und Frauen erfüllt,

Wort für Wort
svadharmanirataiḥ varṇaiḥ
mit in ihrer eigenen Pflicht beharrenden Kasten
tathā anyaiḥ samalaṃkṛtam
und ebenso mit anderen geschmückt
hṛṣṭapuṣṭajanākīrṇam
von frohen, wohlgenährten Leuten wimmelnd
naranārīsamākulam
von Männern und Frauen erfüllt

aśeṣavidyānilayaṃ sarvadharmaguṇākaram / evaṃ sarvaguṇopetaṃ kṣetraṃ paramadurlabham //

eine Wohnstatt allen Wissens ohne Rest, eine Fundgrube aller Dharma-Tugenden - so mit allen [guten] Eigenschaften versehen ist das Feld, überaus schwer zu erlangen.

Wort für Wort
aśeṣavidyānilayam
eine Wohnstatt allen Wissens ohne Rest
sarvadharmaguṇākaram
eine Fundgrube aller Dharma-Tugenden
evam sarvaguṇopetam
so mit allen [guten] Eigenschaften versehen
kṣetram paramadurlabham
das Feld, überaus schwer zu erlangen

āste tatra muniśreṣṭhā vikhyātaḥ puruṣottamaḥ / yāvad utkalamaryādā dik krameṇa prakīrtitā //

Dort weilt, o beste der Weisen, der berühmte Puruṣottama; soweit die Grenze von Utkala der Himmelsrichtung nach der Reihe verkündet ist,

Wort für Wort
āste tatra
dort weilt
muniśreṣṭhāḥ
o beste der Weisen
vikhyātaḥ puruṣottamaḥ
der berühmte Puruṣottama
yāvat utkalamaryādā
soweit die Grenze von Utkala
dik krameṇa prakīrtitā
der Himmelsrichtung nach der Reihe verkündet

tāvat kṛṣṇaprasādena deśaḥ puṇyatamo hi saḥ / yatra tiṣṭhati viśvātmā deśe sa puruṣottamaḥ //

so weit ist durch Kṛṣṇas Gnade jenes Land das allerheiligste, denn dort, wo die Weltseele weilt, in jenem Lande, dort ist der Puruṣottama.

Wort für Wort
tāvat kṛṣṇaprasādena
so weit durch Kṛṣṇas Gnade
deśaḥ puṇyatamaḥ hi saḥ
jenes Land ist das allerheiligste
yatra tiṣṭhati viśvātmā
wo die Weltseele weilt
deśe sa puruṣottamaḥ
in jenem Lande [ist] der Puruṣottama

jagadvyāpī jagannāthas tatra sarvaṃ pratiṣṭhitam / ahaṃ rudraś ca śakraś ca devāś cāgnipurogamāḥ //

Der die Welt durchdringende Herr der Welt (Jagannātha) - dort ist alles gegründet. Ich und Rudra und Śakra [Indra] und die Götter mit Agni an der Spitze,

Wort für Wort
jagadvyāpī jagannāthaḥ
der die Welt durchdringende Herr der Welt
tatra sarvam pratiṣṭhitam
dort ist alles gegründet
aham rudraḥ ca śakraḥ ca
ich und Rudra und Śakra
devāḥ ca agnipurogamāḥ
und die Götter mit Agni an der Spitze

nivasāmo muniśreṣṭhās tasmin deśe sadā vayam / gandharvāpsarasaḥ sarvāḥ pitaro devamānuṣāḥ //

wir wohnen, o beste der Weisen, stets in jenem Lande - alle Gandharvas und Apsaras, die Ahnen, Götter und Menschen,

Wort für Wort
nivasāmaḥ
wir wohnen
muniśreṣṭhāḥ
o beste der Weisen
tasmin deśe sadā vayam
stets in jenem Lande wir
gandharvāpsarasaḥ sarvāḥ
alle Gandharvas und Apsaras
pitaraḥ devamānuṣāḥ
die Ahnen, Götter und Menschen

yakṣā vidyādharāḥ siddhā munayaḥ saṃśitavratāḥ / ṛṣayo vālakhilyāś ca kaśyapādyāḥ prajeśvarāḥ //

die Yakṣas, Vidyādharas, Siddhas, die Weisen von strengen Gelübden, die Ṛṣis und die Vālakhilyas, und die Herren der Geschöpfe mit Kaśyapa an der Spitze,

Wort für Wort
yakṣāḥ vidyādharāḥ siddhāḥ
die Yakṣas, Vidyādharas, Siddhas
munayaḥ saṃśitavratāḥ
die Weisen von strengen Gelübden
ṛṣayaḥ vālakhilyāḥ ca
die Ṛṣis und die Vālakhilyas
kaśyapādyāḥ prajeśvarāḥ
die Herren der Geschöpfe mit Kaśyapa an der Spitze

suparṇāḥ kiṃnarā nāgās tathānye svargavāsinaḥ / sāṅgāś ca caturo vedāḥ śāstrāṇi vividhāni ca //

die Suparṇas, Kiṃnaras, Nāgas, und ebenso andere Himmelsbewohner; die vier Veden samt ihren Anhangswissenschaften und die mannigfaltigen Lehrschriften,

Wort für Wort
suparṇāḥ kiṃnarāḥ nāgāḥ
die Suparṇas, Kiṃnaras, Nāgas
tathā anye svargavāsinaḥ
und ebenso andere Himmelsbewohner
sāṅgāḥ ca caturaḥ vedāḥ
die vier Veden samt ihren Anhangswissenschaften
śāstrāṇi vividhāni ca
und die mannigfaltigen Lehrschriften

itihāsapurāṇāni yajñāś ca varadakṣiṇāḥ / nadyaś ca vividhāḥ puṇyās tīrthāny āyatanāni ca //

die Itihāsas und Purāṇas, die Opfer mit vorzüglichen Priestergaben, die mannigfaltigen heiligen Flüsse, die Tīrthas und Heiligtümer,

Wort für Wort
itihāsapurāṇāni
die Itihāsas und Purāṇas
yajñāḥ ca varadakṣiṇāḥ
die Opfer mit vorzüglichen Priestergaben
nadyaḥ ca vividhāḥ puṇyāḥ
die mannigfaltigen heiligen Flüsse
tīrthāni āyatanāni ca
die Tīrthas und Heiligtümer

sāgarāś ca tathā śailās tasmin deśe vyavasthitāḥ / evaṃ puṇyatame deśe devarṣipitṛsevite //

und die Ozeane und ebenso die Berge sind in jenem Lande gegründet. In solch einem allerheiligsten Land, das von Göttern, Weisen und Ahnen aufgesucht wird,

Wort für Wort
sāgarāḥ ca tathā śailāḥ
und die Ozeane und ebenso die Berge
tasmin deśe vyavasthitāḥ
sind in jenem Lande gegründet
evam puṇyatame deśe
in solch einem allerheiligsten Land
devarṣipitṛsevite
das von Göttern, Weisen und Ahnen aufgesucht wird

sarvopabhogasahite vāsaḥ kasya na rocate / śreṣṭhatvaṃ kasya deśasya kiṃ cānyad adhikaṃ tataḥ //

das mit allem Genuss versehen ist - wem gefiele nicht der Aufenthalt [dort]? Welches Landes Vortrefflichkeit, was anderes gäbe es Höheres als dieses?

Wort für Wort
sarvopabhogasahite
das mit allem Genuss versehen ist
vāsaḥ kasya na rocate
wem gefiele nicht der Aufenthalt
śreṣṭhatvam kasya deśasya
welches Landes Vortrefflichkeit
kim ca anyat adhikam tataḥ
was anderes gäbe es Höheres als dieses

āste yatra svayaṃ devo muktidaḥ puruṣottamaḥ / dhanyās te vibudhaprakhyā ye vasanty utkale narāḥ //

wo der Gott selbst weilt, der erlösunggewährende Puruṣottama - glückselig sind jene, den Göttern gleich, die Menschen, die in Utkala wohnen.

Wort für Wort
āste yatra svayam devaḥ
wo der Gott selbst weilt
muktidaḥ puruṣottamaḥ
der erlösunggewährende Puruṣottama
dhanyāḥ te vibudhaprakhyāḥ
glückselig sind jene, den Göttern gleich
ye vasanti utkale narāḥ
die Menschen, die in Utkala wohnen

tīrtharājajale snātvā paśyanti puruṣottamam / svarge vasanti te martyā na te yānti yamālaye //

Im Wasser des Königs der Tīrthas gebadet, erblicken sie den Puruṣottama; jene Sterblichen wohnen im Himmel, sie gehen nicht zur Wohnstatt Yamas.

Wort für Wort
tīrtharājajale snātvā
im Wasser des Königs der Tīrthas gebadet
paśyanti puruṣottamam
sie erblicken den Puruṣottama
svarge vasanti te martyāḥ
jene Sterblichen wohnen im Himmel
na te yānti yamālaye
sie gehen nicht zur Wohnstatt Yamas

ye vasanty utkale kṣetre puṇye śrīpuruṣottame / saphalaṃ jīvitaṃ teṣām utkalānāṃ sumedhasām //

Die im Feld Utkala wohnen, im heiligen Śrī-Puruṣottama, deren Leben ist fruchtbringend - der klugen Bewohner Utkalas.

Wort für Wort
ye vasanti utkale kṣetre
die im Feld Utkala wohnen
puṇye śrīpuruṣottame
im heiligen Śrī-Puruṣottama
saphalam jīvitam teṣām
deren Leben ist fruchtbringend
utkalānām sumedhasām
der klugen Bewohner Utkalas

ye paśyanti suraśreṣṭhaṃ prasannāyatalocanam / cārubhrūkeśamukuṭaṃ cārukarṇāvataṃsakam //

Die den besten der Götter erblicken, mit heiteren, langgezogenen Augen, mit schönen Brauen, Haaren und Diadem, mit schönem Ohrschmuck,

Wort für Wort
ye paśyanti suraśreṣṭham
die den besten der Götter erblicken
prasannāyatalocanam
mit heiteren, langgezogenen Augen
cārubhrūkeśamukuṭam
mit schönen Brauen, Haaren und Diadem
cārukarṇāvataṃsakam
mit schönem Ohrschmuck

cārusmitaṃ cārudantaṃ cārukuṇḍalamaṇḍitam / sunāsaṃ sukapolaṃ ca sulalāṭaṃ sulakṣaṇam //

mit schönem Lächeln, schönen Zähnen, mit schönen Ohrringen geziert, mit schöner Nase und schönen Wangen, mit schöner Stirn, wohlgestaltet,

Wort für Wort
cārusmitam cārudantam
mit schönem Lächeln, schönen Zähnen
cārukuṇḍalamaṇḍitam
mit schönen Ohrringen geziert
sunāsam sukapolam ca
mit schöner Nase und schönen Wangen
sulalāṭam sulakṣaṇam
mit schöner Stirn, wohlgestaltet

trailokyānandajananaṃ kṛṣṇasya mukhapaṅkajam //*

[erblicken sie] das den drei Welten Wonne erzeugende Lotosgesicht Kṛṣṇas.

Wort für Wort
trailokyānandajananam
das den drei Welten Wonne erzeugende
kṛṣṇasya mukhapaṅkajam
Lotosgesicht Kṛṣṇas

[Anm.: V.49 besteht im Quelltext nur aus einer einzelnen Zeile (mit Asteriskmarkierung "//*" wie an anderen Stellen des Textes) und bildet den Abschluss der langen Beschreibung des Gottesantlitzes (V.47-49), die grammatisch von "ye paśyanti" in V.47 abhängt.]

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