Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 214: yamamārgavarṇanam Die Schilderung des Weges zu Yama

Auf die Bitte der Weisen um Belehrung über den Weg zur Welt Yamas hin schildert Vyāsa ausführlich: den Sterbeprozess (Verlassen des groben Leibes, Annahme eines feinstofflichen Qual-Leibes), die 22 Höllen mit Namen, den fürchterlichen, 86.000 Yojanas langen Yamamārga ohne jede Rast, die schreckenerregenden, vielarmigen und tiergestaltigen Yamadūtas mit ihren Reittieren und Waffen, die grausame Ergreifung und Fesselung der Sterbenden, den von Dornen, Glut und wilden Tieren erfüllten Weg (Raurava), sowie schließlich die viereckige Stadt Yamas mit ihren vier Toren: das Osttor für Götter/Weise/Yogins, das Nordtor für Wohltäter und Fromme, das Westtor für im Kampf und in Askese Gefallene, und das Südtor – ausführlich mit einem langen Sündenkatalog (Mord, Raub, Ehebruch, Kastenverrat, Betrug u.v.m.) – für alle Übeltäter. Textquelle enthält den gesamten Kapitelinhalt (Verse 1-128) im Manuskript unmittelbar danach ein weiteres Mal wortidentisch mit einer zweiten, mit Sternchen versehenen Verszählung (BrP_214*.1-128) – ein offensichtliches Duplikat im Quellkorpus, das hier nur einmal übersetzt wurde. Durchgehend [?]/[Anm.] bei unsicheren Einzelausdrücken; ein dreizeiliger Vers (V.8) und ein Halbvers mit editorischem Sternchen (V.85).

na tṛptim adhigacchāmaḥ puṇyadharmāmṛtasya ca / mune tvanmukhagītasya tathā kautūhalaṃ hi naḥ //

Die Weisen sprachen: Wir gelangen nicht zur Sättigung an dem Nektar deines heiligen Dharma, und ebenso nicht an der Neugier auf das, was aus deinem Mund gesungen wird, o Weiser.

Wort für Wort
na tṛptim adhigacchāmaḥ puṇyadharmāmṛtasya ca /
Wir gelangen nicht zur Sättigung an dem Nektar deines heiligen Dharma,
mune tvanmukhagītasya tathā kautūhalaṃ hi naḥ //
und ebenso nicht an der Neugier auf das, was aus deinem Mund gesungen wird, o Weiser.

utpattiṃ pralayaṃ caiva bhūtānāṃ karmaṇo gatim / vetsi sarvaṃ mune tena pṛcchāmas tvāṃ mahāmatim //

Entstehung und Untergang der Wesen, sowie den Gang des Karma kennst du alles, o Weiser; darum fragen wir dich, den Hochweisen.

Wort für Wort
utpattiṃ pralayaṃ caiva bhūtānāṃ karmaṇo gatim /
Entstehung und Untergang der Wesen, sowie den Gang des Karma
vetsi sarvaṃ mune tena pṛcchāmas tvāṃ mahāmatim //
kennst du alles, o Weiser; darum fragen wir dich, den Hochweisen.

śrūyate yamalokasya mārgaḥ paramadurgamaḥ / duḥkhakleśakaraḥ śaśvat sarvabhūtabhayāvahaḥ //

Man hört, der Weg zur Welt des Yama sei überaus schwer zu durchqueren, ständig Leid und Mühsal bereitend, allen Wesen Furcht einflößend.

Wort für Wort
śrūyate yamalokasya mārgaḥ paramadurgamaḥ /
Man hört, der Weg zur Welt des Yama sei überaus schwer zu durchqueren,
duḥkhakleśakaraḥ śaśvat sarvabhūtabhayāvahaḥ //
ständig Leid und Mühsal bereitend, allen Wesen Furcht einflößend.

kathaṃ tena narā yānti mārgeṇa yamasādanam / pramāṇaṃ caiva mārgasya brūhi no vadatāṃ vara //

Wie gehen die Menschen auf jenem Weg zur Wohnstatt Yamas? Auch das Maß des Weges verkünde uns, o Bester der Redner.

Wort für Wort
kathaṃ tena narā yānti mārgeṇa yamasādanam /
Wie gehen die Menschen auf jenem Weg zur Wohnstatt Yamas?
pramāṇaṃ caiva mārgasya brūhi no vadatāṃ vara //
Auch das Maß des Weges verkünde uns, o Bester der Redner.

mune pṛcchāma sarvajña brūhi sarvam aśeṣataḥ / kathaṃ narakaduḥkhāni nāpnuvanti narān mune //

Wir fragen, o allwissender Weiser; sprich alles vollständig: wie erlangen die Leiden der Hölle die Menschen nicht, o Weiser?

Wort für Wort
mune pṛcchāma sarvajña brūhi sarvam aśeṣataḥ /
Wir fragen, o allwissender Weiser; sprich alles vollständig:
kathaṃ narakaduḥkhāni nāpnuvanti narān mune //
wie erlangen die Leiden der Hölle die Menschen nicht, o Weiser?

kenopāyena dānena dharmeṇa niyamena ca / mānuṣasya ca yāmyasya lokasya kiyad antaram //

Durch welches Mittel, durch Freigebigkeit, durch Dharma und durch Regelbefolgung? Und wie groß ist der Abstand zwischen der Welt der Menschen und der Yama-Welt?

Wort für Wort
kenopāyena dānena dharmeṇa niyamena ca /
Durch welches Mittel, durch Freigebigkeit, durch Dharma und durch Regelbefolgung?
mānuṣasya ca yāmyasya lokasya kiyad antaram //
Und wie groß ist der Abstand zwischen der Welt der Menschen und der Yama-Welt?

kathaṃ ca svargatiṃ yānti narakaṃ kena karmaṇā / svargasthānāni kiyanti kiyanti narakāṇi ca //

Und wie gelangen sie zum Himmelsgang, durch welche Tat zur Hölle? Wie viele Himmelsstätten gibt es, und wie viele Höllen?

Wort für Wort
kathaṃ ca svargatiṃ yānti narakaṃ kena karmaṇā /
Und wie gelangen sie zum Himmelsgang, durch welche Tat zur Hölle?
svargasthānāni kiyanti kiyanti narakāṇi ca //
Wie viele Himmelsstätten gibt es, und wie viele Höllen?

kathaṃ sukṛtino yānti kathaṃ duṣkṛtakāriṇaḥ / kiṃ rūpaṃ kiṃ pramāṇaṃ vā ko varṇas tūbhayor api / jīvasya nīyamānasya yamalokaṃ bravīhi naḥ //

Wie gehen die Guttätigen, wie die Übeltäter? Welche Gestalt, welches Maß, welche Farbe haben beide, wenn die Seele zur Welt des Yama geführt wird – das verkünde uns.

Wort für Wort
kathaṃ sukṛtino yānti kathaṃ duṣkṛtakāriṇaḥ /
Wie gehen die Guttätigen, wie die Übeltäter?
kiṃ rūpaṃ kiṃ pramāṇaṃ vā ko varṇas tūbhayor api /
Welche Gestalt, welches Maß, welche Farbe haben beide,
jīvasya nīyamānasya yamalokaṃ bravīhi naḥ //
wenn die Seele zur Welt des Yama geführt wird – das verkünde uns.

[Anm.: dreizeiliger Vers in der Quelle.]

śṛṇudhvaṃ muniśārdūlā vadato mama suvratāḥ / saṃsāracakram ajaraṃ sthitir yasya na vidyate //

Vyāsa sprach: Höret, ihr Tiger unter den Weisen, mich sprechen, o ihr Wohlgelobten: das Rad des Saṃsāra, das nicht altert, dessen Stillstand es nicht gibt.

Wort für Wort
śṛṇudhvaṃ muniśārdūlā vadato mama suvratāḥ /
Höret, ihr Tiger unter den Weisen, mich sprechen, o ihr Wohlgelobten:
saṃsāracakram ajaraṃ sthitir yasya na vidyate //
das Rad des Saṃsāra, das nicht altert, dessen Stillstand es nicht gibt.

so 'haṃ vadāmi vaḥ sarvaṃ yamamārgasya nirṇayam / utkrāntikālād ārabhya yathā nānyo vadiṣyati //

Ich selbst will euch alles verkünden, die genaue Bestimmung des Yama-Weges, beginnend vom Zeitpunkt des Seelenausgangs an, so wie es kein anderer verkünden wird.

Wort für Wort
so 'haṃ vadāmi vaḥ sarvaṃ yamamārgasya nirṇayam /
Ich selbst will euch alles verkünden, die genaue Bestimmung des Yama-Weges,
utkrāntikālād ārabhya yathā nānyo vadiṣyati //
beginnend vom Zeitpunkt des Seelenausgangs an, so wie es kein anderer verkünden wird.

svarūpaṃ caiva mārgasya yan māṃ pṛcchatha sattamāḥ / yamalokasya cādhvānam antaraṃ mānuṣasya ca //

Die eigentliche Gestalt des Weges, wonach ihr mich fragt, o Beste, sowie den Weg-Abstand zwischen der Welt des Yama und der der Menschen –

Wort für Wort
svarūpaṃ caiva mārgasya yan māṃ pṛcchatha sattamāḥ /
Die eigentliche Gestalt des Weges, wonach ihr mich fragt, o Beste,
yamalokasya cādhvānam antaraṃ mānuṣasya ca //
sowie den Weg-Abstand zwischen der Welt des Yama und der der Menschen –

yojanānāṃ sahasrāṇi ṣaḍaśītis tad antaram / taptatāmram ivātaptaṃ tad adhvānam udāhṛtam //

Sechsundachtzigtausend Yojanas beträgt jener Abstand; jener Weg wird, obgleich [an sich] unerhitzt, als [glühend] wie erhitztes Kupfer bezeichnet.

Wort für Wort
yojanānāṃ sahasrāṇi ṣaḍaśītis tad antaram /
Sechsundachtzigtausend Yojanas beträgt jener Abstand;
taptatāmram ivātaptaṃ tad adhvānam udāhṛtam //
jener Weg wird, obgleich an sich unerhitzt, als glühend wie erhitztes Kupfer bezeichnet.

[?: 'taptatāmram ivātaptam' wörtl. 'wie erhitztes Kupfer, [doch] unerhitzt' – als paradoxe Kennzeichnung des für die Wandernden gleichwohl glühend erfahrenen Weges verstanden.]

tad avaśyaṃ hi gantavyaṃ prāṇibhir jīvasaṃjñakaiḥ / puṇyān puṇyakṛto yānti pāpān pāpakṛto 'dhamāḥ //

Jenen Weg müssen notwendig alle Lebewesen, die als ‚Seele' bezeichnet werden, gehen; zu den heilvollen Stätten gehen die Guttäter, zu den sündigen die niedrigen Übeltäter.

Wort für Wort
tad avaśyaṃ hi gantavyaṃ prāṇibhir jīvasaṃjñakaiḥ /
Jenen Weg müssen notwendig alle Lebewesen, die als ‚Seele' bezeichnet werden, gehen;
puṇyān puṇyakṛto yānti pāpān pāpakṛto 'dhamāḥ //
zu den heilvollen Stätten gehen die Guttäter, zu den sündigen die niedrigen Übeltäter.

dvāviṃśatiś ca narakā yamasya viṣaye sthitāḥ / yeṣu duṣkṛtakarmāṇo vipacyante pṛthak pṛthak //

Zweiundzwanzig Höllen befinden sich im Herrschaftsbereich Yamas, in denen die Übeltäter, je nach ihrer Tat, gesondert gequält werden.

Wort für Wort
dvāviṃśatiś ca narakā yamasya viṣaye sthitāḥ /
Zweiundzwanzig Höllen befinden sich im Herrschaftsbereich Yamas,
yeṣu duṣkṛtakarmāṇo vipacyante pṛthak pṛthak //
in denen die Übeltäter, je nach ihrer Tat, gesondert gequält werden.

narako rauravo raudraḥ śūkaras tāla eva ca / kumbhīpāko mahāghoraḥ śālmalo 'tha vimohanaḥ //

Naraka, Raurava, Raudra, Śūkara und Tāla, Kumbhīpāka, der überaus Furchtbare, Śālmala und Vimohana,

Wort für Wort
narako rauravo raudraḥ śūkaras tāla eva ca /
Naraka, Raurava, Raudra, Śūkara und Tāla,
kumbhīpāko mahāghoraḥ śālmalo 'tha vimohanaḥ //
Kumbhīpāka, der überaus Furchtbare, Śālmala und Vimohana,

[Anm.: V.15-17 nennen die 22 Höllennamen aus V.14, teils Eigennamen, teils beschreibende Bezeichnungen.]

kīṭādaḥ kṛmibhakṣaś ca nālābhakṣo bhramas tathā / nadyaḥ pūyavahāś cānyā rudhirāmbhas tathaiva ca //

Kīṭāda, Kṛmibhakṣa, Nālābhakṣa und Bhrama, sowie andere Flüsse, die Eiter tragen, und ebenso die mit Blutwasser,

Wort für Wort
kīṭādaḥ kṛmibhakṣaś ca nālābhakṣo bhramas tathā /
Kīṭāda, Kṛmibhakṣa, Nālābhakṣa und Bhrama,
nadyaḥ pūyavahāś cānyā rudhirāmbhas tathaiva ca //
sowie andere Flüsse, die Eiter tragen, und ebenso die mit Blutwasser,

agnijvālo mahāghoraḥ saṃdaṃśaḥ śunabhojanaḥ / ghorā vaitaraṇī caiva asipattravanaṃ tathā //

Agnijvāla, der überaus Furchtbare, Saṃdaṃśa, Śunabhojana, sowie die furchtbare Vaitaraṇī und der Schwertblätter-Wald.

Wort für Wort
agnijvālo mahāghoraḥ saṃdaṃśaḥ śunabhojanaḥ /
Agnijvāla, der überaus Furchtbare, Saṃdaṃśa, Śunabhojana,
ghorā vaitaraṇī caiva asipattravanaṃ tathā //
sowie die furchtbare Vaitaraṇī und der Schwertblätter-Wald.

na tatra vṛkṣacchāyā vā na taḍāgāḥ sarāṃsi ca / na vāpyo dīrghikā vāpi na kūpo na prapā sabhā //

Dort gibt es weder Baumschatten noch Teiche und Seen, weder Ziehbrunnen noch langgestreckte Wasserbecken, weder Brunnen noch Wasserstelle noch Versammlungshalle,

Wort für Wort
na tatra vṛkṣacchāyā vā na taḍāgāḥ sarāṃsi ca /
Dort gibt es weder Baumschatten noch Teiche und Seen,
na vāpyo dīrghikā vāpi na kūpo na prapā sabhā //
weder Ziehbrunnen noch langgestreckte Wasserbecken, weder Brunnen noch Wasserstelle noch Versammlungshalle,

na maṇḍapo nāyatanaṃ na nadyo na ca parvatāḥ / na kiṃcid āśramasthānaṃ vidyate tatra vartmani //

weder Pavillon noch Heiligtum, weder Flüsse noch Berge – nichts an Rastplatz gibt es dort auf jenem Pfad.

Wort für Wort
na maṇḍapo nāyatanaṃ na nadyo na ca parvatāḥ /
weder Pavillon noch Heiligtum, weder Flüsse noch Berge –
na kiṃcid āśramasthānaṃ vidyate tatra vartmani //
nichts an Rastplatz gibt es dort auf jenem Pfad.

yatra viśramate śrāntaḥ puruṣo 'tīvakarṣitaḥ / avaśyam eva gantavyaḥ sa sarvais tu mahāpathaḥ //

wo sich der Erschöpfte, überaus Abgemergelte ausruhen könnte; jenen großen Pfad müssen notwendig alle gehen.

Wort für Wort
yatra viśramate śrāntaḥ puruṣo 'tīvakarṣitaḥ /
wo sich der Erschöpfte, überaus Abgemergelte ausruhen könnte;
avaśyam eva gantavyaḥ sa sarvais tu mahāpathaḥ //
jenen großen Pfad müssen notwendig alle gehen.

prāpte kāle tu saṃtyajya suhṛdbandhudhanādikam / jarāyujāṇḍajāś caiva svedajāś codbhijās tathā //

Wenn die Zeit gekommen ist, Freunde, Verwandte, Besitz und dergleichen aufgebend – sowohl die Lebendgeborenen, die Eigeborenen, die Schweißgeborenen als auch die Keimgeborenen,

Wort für Wort
prāpte kāle tu saṃtyajya suhṛdbandhudhanādikam /
Wenn die Zeit gekommen ist, Freunde, Verwandte, Besitz und dergleichen aufgebend –
jarāyujāṇḍajāś caiva svedajāś codbhijās tathā //
sowohl die Lebendgeborenen, die Eigeborenen, die Schweißgeborenen als auch die Keimgeborenen,

jaṅgamājaṅgamāś caiva gamiṣyanti mahāpatham / devāsuramanuṣyaiś ca vaivasvatavaśānugaiḥ //

die Beweglichen und Unbeweglichen werden den großen Pfad gehen, ebenso Götter, Dämonen und Menschen, dem Willen des Vaivasvata [Yama] unterworfen,

Wort für Wort
jaṅgamājaṅgamāś caiva gamiṣyanti mahāpatham /
die Beweglichen und Unbeweglichen werden den großen Pfad gehen,
devāsuramanuṣyaiś ca vaivasvatavaśānugaiḥ //
ebenso Götter, Dämonen und Menschen, dem Willen des Vaivasvata unterworfen,

strīpuṃnapuṃsakaiś caiva pṛthivyāṃ jīvasaṃjñitaiḥ / pūrvāhṇe cāparāhṇe vā madhyāhne vā tathā punaḥ //

ebenso Frauen, Männer und Zwitter, die auf Erden als ‚Lebewesen' bezeichnet werden – am Vormittag, am Nachmittag, oder auch zur Mittagszeit,

Wort für Wort
strīpuṃnapuṃsakaiś caiva pṛthivyāṃ jīvasaṃjñitaiḥ /
ebenso Frauen, Männer und Zwitter, die auf Erden als ‚Lebewesen' bezeichnet werden –
pūrvāhṇe cāparāhṇe vā madhyāhne vā tathā punaḥ //
am Vormittag, am Nachmittag, oder auch zur Mittagszeit,

saṃdhyākāle 'rdharātre vā pratyūṣe vāpy upasthite / vṛddhair vā madhyamair vāpi yauvanasthais tathaiva ca //

zur Dämmerungszeit, um Mitternacht, oder wenn die Morgendämmerung naht – von Alten, von Mittleren, ebenso von in der Jugend Stehenden,

Wort für Wort
saṃdhyākāle 'rdharātre vā pratyūṣe vāpy upasthite /
zur Dämmerungszeit, um Mitternacht, oder wenn die Morgendämmerung naht –
vṛddhair vā madhyamair vāpi yauvanasthais tathaiva ca //
von Alten, von Mittleren, ebenso von in der Jugend Stehenden,

garbhavāse 'tha bālye vā gantavyaḥ sa mahāpathaḥ / pravāsasthair gṛhasthair vā parvatasthaiḥ sthale 'pi vā //

im Mutterleib oder in der Kindheit – jenen großen Pfad müssen sie gehen; ob in der Fremde weilend, ob im Haus, ob auf einem Berg oder auf ebenem Land,

Wort für Wort
garbhavāse 'tha bālye vā gantavyaḥ sa mahāpathaḥ /
im Mutterleib oder in der Kindheit – jenen großen Pfad müssen sie gehen;
pravāsasthair gṛhasthair vā parvatasthaiḥ sthale 'pi vā //
ob in der Fremde weilend, ob im Haus, ob auf einem Berg oder auf ebenem Land,

kṣetrasthair vā jalasthair vā gṛhamadhyagatais tathā / āsīnaiś cāsthitair vāpi śayanīyagatais tathā //

ob auf dem Feld, ob im Wasser weilend, ebenso im Innern des Hauses befindlich, ob sitzend, ob stehend, oder ebenso im Bett liegend,

Wort für Wort
kṣetrasthair vā jalasthair vā gṛhamadhyagatais tathā /
ob auf dem Feld, ob im Wasser weilend, ebenso im Innern des Hauses befindlich,
āsīnaiś cāsthitair vāpi śayanīyagatais tathā //
ob sitzend, ob stehend, oder ebenso im Bett liegend,

jāgradbhir vā prasuptair vā gantavyaḥ sa mahāpathaḥ / ihānubhūya nirdiṣṭam āyur jantuḥ svayaṃ tadā //

ob wachend, ob schlafend – jenen großen Pfad müssen sie gehen, nachdem das Lebewesen hier die ihm zugewiesene Lebenszeit selbst durchlebt hat.

Wort für Wort
jāgradbhir vā prasuptair vā gantavyaḥ sa mahāpathaḥ /
ob wachend, ob schlafend – jenen großen Pfad müssen sie gehen,
ihānubhūya nirdiṣṭam āyur jantuḥ svayaṃ tadā //
nachdem das Lebewesen hier die ihm zugewiesene Lebenszeit selbst durchlebt hat.

tasyānte ca svayaṃ prāṇair anicchann api mucyate / jalam agnir viṣaṃ śastraṃ kṣud vyādhiḥ patanaṃ gireḥ //

An deren Ende wird es, auch ohne es zu wollen, selbst von seinem Lebensatem getrennt – sei es durch Wasser, Feuer, Gift, Waffe, Hunger, Krankheit, den Sturz von einem Berg,

Wort für Wort
tasyānte ca svayaṃ prāṇair anicchann api mucyate /
An deren Ende wird es, auch ohne es zu wollen, selbst von seinem Lebensatem getrennt –
jalam agnir viṣaṃ śastraṃ kṣud vyādhiḥ patanaṃ gireḥ //
sei es durch Wasser, Feuer, Gift, Waffe, Hunger, Krankheit, den Sturz von einem Berg,

nimittaṃ kiṃcid āsādya dehī prāṇair vimucyate / vihāya sumahat kṛtsnaṃ śarīraṃ pāñcabhautikam //

irgendeine Ursache erreichend, wird der Verkörperte von seinem Lebensatem gelöst, indem er den überaus großen, vollständigen, aus den fünf Elementen bestehenden Leib zurücklässt.

Wort für Wort
nimittaṃ kiṃcid āsādya dehī prāṇair vimucyate /
irgendeine Ursache erreichend, wird der Verkörperte von seinem Lebensatem gelöst,
vihāya sumahat kṛtsnaṃ śarīraṃ pāñcabhautikam //
indem er den überaus großen, vollständigen, aus den fünf Elementen bestehenden Leib zurücklässt.

anyac charīram ādatte yātanīyaṃ svakarmajam / dṛḍhaṃ śarīram āpnoti sukhaduḥkhopabhuktaye //

Einen anderen Leib nimmt er an, einen der Qual dienenden, aus dem eigenen Karma entstandenen; einen festen Leib erlangt er, zum Genuss von Glück und Leid.

Wort für Wort
anyac charīram ādatte yātanīyaṃ svakarmajam /
Einen anderen Leib nimmt er an, einen der Qual dienenden, aus dem eigenen Karma entstandenen;
dṛḍhaṃ śarīram āpnoti sukhaduḥkhopabhuktaye //
einen festen Leib erlangt er, zum Genuss von Glück und Leid.

tena bhuṅkte sa kṛcchrāṇi pāpakartā naro bhṛśam / sukhāni dhārmiko hṛṣṭa iha nīto yamakṣaye //

Mit diesem Leib erleidet der übeltäterische Mensch heftige Nöte, während der Rechtschaffene, freudig, hier in die Wohnstatt Yamas geführt, Glückseligkeiten genießt.

Wort für Wort
tena bhuṅkte sa kṛcchrāṇi pāpakartā naro bhṛśam /
Mit diesem Leib erleidet der übeltäterische Mensch heftige Nöte,
sukhāni dhārmiko hṛṣṭa iha nīto yamakṣaye //
während der Rechtschaffene, freudig, hier in die Wohnstatt Yamas geführt, Glückseligkeiten genießt.

ūṣmā prakupitaḥ kāye tīvravāyusamīritaḥ / bhinatti marmasthānāni dīpyamāno nirandhanaḥ //

Die im Leib erregte Hitze, durch heftigen Wind angefacht, durchbricht die lebenswichtigen Stellen, lodernd, ohne äußeres Brennmaterial.

Wort für Wort
ūṣmā prakupitaḥ kāye tīvravāyusamīritaḥ /
Die im Leib erregte Hitze, durch heftigen Wind angefacht,
bhinatti marmasthānāni dīpyamāno nirandhanaḥ //
durchbricht die lebenswichtigen Stellen, lodernd, ohne äußeres Brennmaterial.

udāno nāma pavanas tataś cordhvaṃ pravartate / bhujyatām ambubhakṣyāṇām adhogatinirodhakṛt //

Der ‚Udāna' genannte Windhauch wirkt dann aufwärts, der den Abwärtsgang derer, die Wasser und Speise genossen haben, verhindert.

Wort für Wort
udāno nāma pavanas tataś cordhvaṃ pravartate /
Der ‚Udāna' genannte Windhauch wirkt dann aufwärts,
bhujyatām ambubhakṣyāṇām adhogatinirodhakṛt //
der den Abwärtsgang derer, die Wasser und Speise genossen haben, verhindert.

[?: dichte physiologische Beschreibung des Sterbeprozesses; wörtlich übernommen.]

tato yenāmbudānāni kṛtāny annarasās tathā / dattāḥ sa tasyām āhlādam āpadi pratipadyate //

Wer daraufhin zu Lebzeiten Wasserspenden vollbracht und Speisesäfte gegeben hat, der erlangt in jener Notlage des Sterbens Erquickung.

Wort für Wort
tato yenāmbudānāni kṛtāny annarasās tathā /
Wer daraufhin zu Lebzeiten Wasserspenden vollbracht und Speisesäfte gegeben hat,
dattāḥ sa tasyām āhlādam āpadi pratipadyate //
der erlangt in jener Notlage des Sterbens Erquickung.

annāni yena dattāni śraddhāpūtena cetasā / so 'pi tṛptim avāpnoti vināpy annena vai tadā //

Wer mit gläubig-reinem Herzen Speisen gegeben hat, auch der erlangt dann Sättigung, selbst ohne dortige Speise.

Wort für Wort
annāni yena dattāni śraddhāpūtena cetasā /
Wer mit gläubig-reinem Herzen Speisen gegeben hat,
so 'pi tṛptim avāpnoti vināpy annena vai tadā //
auch der erlangt dann Sättigung, selbst ohne dortige Speise.

yenānṛtāni noktāni prītibhedaḥ kṛto na ca / āstikaḥ śraddadhānaś ca sukhamṛtyuṃ sa gacchati //

Wer keine Unwahrheiten gesprochen und keine Zwietracht der Zuneigung gestiftet hat, der Gläubige, Vertrauensvolle, erlangt einen sanften Tod.

Wort für Wort
yenānṛtāni noktāni prītibhedaḥ kṛto na ca /
Wer keine Unwahrheiten gesprochen und keine Zwietracht der Zuneigung gestiftet hat,
āstikaḥ śraddadhānaś ca sukhamṛtyuṃ sa gacchati //
der Gläubige, Vertrauensvolle, erlangt einen sanften Tod.

devabrāhmaṇapūjāyāṃ niratāś cānasūyakāḥ / śuklā vadānyā hrīmantas te narāḥ sukhamṛtyavaḥ //

Die der Verehrung von Göttern und Brahmanen ergebenen, Neidlosen, Lauteren, Freigebigen, Schamhaften – jene Menschen erlangen einen sanften Tod.

Wort für Wort
devabrāhmaṇapūjāyāṃ niratāś cānasūyakāḥ /
Die der Verehrung von Göttern und Brahmanen ergebenen, Neidlosen,
śuklā vadānyā hrīmantas te narāḥ sukhamṛtyavaḥ //
Lauteren, Freigebigen, Schamhaften – jene Menschen erlangen einen sanften Tod.

yaḥ kāmān nāpi saṃrambhān na dveṣād dharmam utsṛjet / yathoktakārī saumyaś ca sa sukhaṃ mṛtyum ṛcchati //

Wer weder aus Begierde noch aus Erregung noch aus Hass den Dharma aufgibt, der Tugendgetreue, Sanftmütige, erlangt einen sanften Tod.

Wort für Wort
yaḥ kāmān nāpi saṃrambhān na dveṣād dharmam utsṛjet /
Wer weder aus Begierde noch aus Erregung noch aus Hass den Dharma aufgibt,
yathoktakārī saumyaś ca sa sukhaṃ mṛtyum ṛcchati //
der Tugendgetreue, Sanftmütige, erlangt einen sanften Tod.

vāridās tṛṣitānāṃ ye kṣudhitānnapradāyinaḥ / prāpnuvanti narāḥ kāle mṛtyuṃ sukhasamanvitam //

Die Wassergeber an die Durstigen, die Speisegeber an die Hungrigen – solche Menschen erlangen zur Todeszeit einen von Glück begleiteten Tod.

Wort für Wort
vāridās tṛṣitānāṃ ye kṣudhitānnapradāyinaḥ /
Die Wassergeber an die Durstigen, die Speisegeber an die Hungrigen –
prāpnuvanti narāḥ kāle mṛtyuṃ sukhasamanvitam //
solche Menschen erlangen zur Todeszeit einen von Glück begleiteten Tod.

śītaṃ jayanti dhanadās tāpaṃ candanadāyinaḥ / prāṇaghnīṃ vedanāṃ kaṣṭāṃ ye cānyodvegadhāriṇaḥ //

Die Reichtumsgeber überwinden die Todeskälte, die Sandelholzgeber die Hitze, ebenso überwinden jene, die die Angst anderer ertragen halfen, den lebenszerstörenden, qualvollen Schmerz.

Wort für Wort
śītaṃ jayanti dhanadās tāpaṃ candanadāyinaḥ /
Die Reichtumsgeber überwinden die Todeskälte, die Sandelholzgeber die Hitze,
prāṇaghnīṃ vedanāṃ kaṣṭāṃ ye cānyodvegadhāriṇaḥ //
und jene, die die Angst anderer ertragen halfen, überwinden den lebenszerstörenden, qualvollen Schmerz.

mohaṃ jñānapradātāras tathā dīpapradās tamaḥ / kūṭasākṣī mṛṣāvādī yo gurur nānuśāsti vai //

Die Wissensgeber überwinden die Verblendung, ebenso die Lampengeber die Finsternis; dagegen der falsche Zeuge, der Lügner, und der Lehrer, der seine Schüler nicht unterweist –

Wort für Wort
mohaṃ jñānapradātāras tathā dīpapradās tamaḥ /
Die Wissensgeber überwinden die Verblendung, ebenso die Lampengeber die Finsternis;
kūṭasākṣī mṛṣāvādī yo gurur nānuśāsti vai //
dagegen der falsche Zeuge, der Lügner, und der Lehrer, der seine Schüler nicht unterweist –

te mohamṛtyavaḥ sarve tathā ye vedanindakāḥ / vibhīṣaṇāḥ pūtigandhāḥ kūṭamudgarapāṇayaḥ //

diese alle erleiden einen von Verblendung begleiteten Tod, ebenso die Verächter der Veden; furchterregende, übelriechende Boten Yamas, mit trügerischen Keulen in der Hand,

Wort für Wort
te mohamṛtyavaḥ sarve tathā ye vedanindakāḥ /
diese alle erleiden einen von Verblendung begleiteten Tod, ebenso die Verächter der Veden;
vibhīṣaṇāḥ pūtigandhāḥ kūṭamudgarapāṇayaḥ //
furchterregende, übelriechende Boten Yamas, mit trügerischen Keulen in der Hand,

āgacchanti durātmāno yamasya puruṣās tathā / prāpteṣu dṛkpathaṃ teṣu jāyate tasya vepathuḥ //

kommen, die bösgesinnten Männer Yamas; sobald diese in sein Blickfeld gelangen, entsteht in ihm ein Zittern.

Wort für Wort
āgacchanti durātmāno yamasya puruṣās tathā /
kommen, die bösgesinnten Männer Yamas;
prāpteṣu dṛkpathaṃ teṣu jāyate tasya vepathuḥ //
sobald diese in sein Blickfeld gelangen, entsteht in ihm ein Zittern.

krandaty avirataḥ so 'tha bhrātṛmātṛpitṛṃs tathā / sā tu vāg asphuṭā viprā ekavarṇā vibhāvyate //

Er weint dann unaufhörlich nach Bruder, Mutter und Vater; doch jene Stimme wird, o Brahmanen, undeutlich, einförmig wahrgenommen.

Wort für Wort
krandaty avirataḥ so 'tha bhrātṛmātṛpitṛṃs tathā /
Er weint dann unaufhörlich nach Bruder, Mutter und Vater;
sā tu vāg asphuṭā viprā ekavarṇā vibhāvyate //
doch jene Stimme wird, o Brahmanen, undeutlich, einförmig wahrgenommen.

dṛṣṭir vibhrāmyate trāsāt kāsāvṛṣṭy aty athānanam / tataḥ sa vedanāviṣṭaṃ tac charīraṃ vimuñcati //

Der Blick irrt aus Schrecken umher, Husten und übermäßiges Keuchen erfüllen das Antlitz; dann verlässt er den von Schmerz erfüllten Leib.

Wort für Wort
dṛṣṭir vibhrāmyate trāsāt kāsāvṛṣṭy aty athānanam /
Der Blick irrt aus Schrecken umher, Husten und übermäßiges Keuchen erfüllen das Antlitz;
tataḥ sa vedanāviṣṭaṃ tac charīraṃ vimuñcati //
dann verlässt er den von Schmerz erfüllten Leib.

vāyvagrasārī tadrūpa- deham anyat prapadyate / tatkarmayātanārthe ca na mātṛpitṛsaṃbhavam //

Als vom Wind ergriffenes Wesen nimmt er einen anderen, ihm entsprechenden Leib an, zum Zweck der Qual gemäß seinem Karma, nicht einen aus Mutter und Vater entstandenen.

Wort für Wort
vāyvagrasārī tadrūpa-deham anyat prapadyate /
Als vom Wind ergriffenes Wesen nimmt er einen anderen, ihm entsprechenden Leib an,
tatkarmayātanārthe ca na mātṛpitṛsaṃbhavam //
zum Zweck der Qual gemäß seinem Karma, nicht einen aus Mutter und Vater entstandenen.

tatpramāṇavayovasthā- saṃsthānaiḥ prāpyate vyathā / tato dūto yamasyātha pāśair badhnāti dāruṇaiḥ //

Mit dessen dem alten Leib entsprechendem Maß, Alter, Zustand und Gestalt wird der Schmerz erlangt; dann bindet ihn der Bote Yamas mit furchtbaren Schlingen.

Wort für Wort
tatpramāṇavayovasthā-saṃsthānaiḥ prāpyate vyathā /
Mit dessen dem alten Leib entsprechendem Maß, Alter, Zustand und Gestalt wird der Schmerz erlangt;
tato dūto yamasyātha pāśair badhnāti dāruṇaiḥ //
dann bindet ihn der Bote Yamas mit furchtbaren Schlingen.

jantoḥ saṃprāptakālasya vedanārtasya vai bhṛśam / bhūtaiḥ saṃtyaktadehasya kaṇṭhaprāptānilasya ca //

ihn, das Lebewesen, dessen Zeit gekommen ist, das heftig von Schmerz gequält ist, dessen Leib von den Elementen verlassen ist, und dessen Lebenshauch den Hals erreicht hat,

Wort für Wort
jantoḥ saṃprāptakālasya vedanārtasya vai bhṛśam /
ihn, das Lebewesen, dessen Zeit gekommen ist, das heftig von Schmerz gequält ist,
bhūtaiḥ saṃtyaktadehasya kaṇṭhaprāptānilasya ca //
dessen Leib von den Elementen verlassen ist, und dessen Lebenshauch den Hals erreicht hat,

śarīrāc cyāvito jīvo roravīti tatholbaṇam / nirgato vāyubhūtas tu ṣāṭkauśikakalevare //

ihn, die aus dem Leib gewichene Seele, die heftig aufschreit, herausgetreten, zum Windwesen geworden, in einem [sechs Spannen großen] Leib,

Wort für Wort
śarīrāc cyāvito jīvo roravīti tatholbaṇam /
ihn, die aus dem Leib gewichene Seele, die heftig aufschreit,
nirgato vāyubhūtas tu ṣāṭkauśikakalevare //
herausgetreten, zum Windwesen geworden, in einem sechs Spannen großen Leib,

[?: 'ṣāṭkauśikakalevare' unsicher – 'kauśika' hier probeweise als Maßeinheit (Spanne) verstanden.]

mātṛbhiḥ pitṛbhiś caiva bhrātṛbhir mātulais tathā / dāraiḥ putrair vayasyaiś ca gurubhis tyajyate bhuvi //

wird von Mutter, Vater, Brüdern, Onkeln mütterlicherseits, von Gattin, Söhnen, Altersgenossen und Lehrern auf Erden verlassen.

Wort für Wort
mātṛbhiḥ pitṛbhiś caiva bhrātṛbhir mātulais tathā /
wird von Mutter, Vater, Brüdern, Onkeln mütterlicherseits,
dāraiḥ putrair vayasyaiś ca gurubhis tyajyate bhuvi //
von Gattin, Söhnen, Altersgenossen und Lehrern auf Erden verlassen.

dṛśyamānaś ca tair dīnair aśrupūrṇekṣaṇair bhṛśam / svaśarīraṃ samutsṛjya vāyubhūtas tu gacchati //

Von jenen Elenden, deren Augen heftig von Tränen erfüllt sind, noch gesehen, verlässt er seinen eigenen Leib und geht, zum Windwesen geworden.

Wort für Wort
dṛśyamānaś ca tair dīnair aśrupūrṇekṣaṇair bhṛśam /
Von jenen Elenden, deren Augen heftig von Tränen erfüllt sind, noch gesehen,
svaśarīraṃ samutsṛjya vāyubhūtas tu gacchati //
verlässt er seinen eigenen Leib und geht, zum Windwesen geworden.

andhakāram apāraṃ ca mahāghoraṃ tamovṛtam / sukhaduḥkhapradātāraṃ durgamaṃ pāpakarmaṇām //

Er geht durch grenzenlose Finsternis, überaus furchtbar, von Dunkel umhüllt, den Weg, der Glück und Leid gewährt, schwer zu durchqueren für die Übeltäter,

Wort für Wort
andhakāram apāraṃ ca mahāghoraṃ tamovṛtam /
Er geht durch grenzenlose Finsternis, überaus furchtbar, von Dunkel umhüllt,
sukhaduḥkhapradātāraṃ durgamaṃ pāpakarmaṇām //
den Weg, der Glück und Leid gewährt, schwer zu durchqueren für die Übeltäter,

duḥsahaṃ ca durantaṃ ca durnirīkṣaṃ durāsadam / durāpam atidurgaṃ ca pāpiṣṭhānāṃ sadāhitam //

unerträglich, endlos, unerträglich anzusehen, unzugänglich, unerreichbar, überaus schwer zu durchqueren, für die überaus Sündigen stets unheilvoll.

Wort für Wort
duḥsahaṃ ca durantaṃ ca durnirīkṣaṃ durāsadam /
unerträglich, endlos, unerträglich anzusehen, unzugänglich,
durāpam atidurgaṃ ca pāpiṣṭhānāṃ sadāhitam //
unerreichbar, überaus schwer zu durchqueren, für die überaus Sündigen stets unheilvoll.

kṛṣyamāṇāś ca tair bhūtais tu yāmyaiḥ pāśais tu saṃyatāḥ / mudgarais tāḍyamānāś ca nīyante taṃ mahāpatham //

Von jenen dämonischen Wesen gezerrt, mit den Schlingen Yamas gefesselt, mit Keulen geschlagen, werden sie auf jenem großen Pfad geführt.

Wort für Wort
kṛṣyamāṇāś ca tair bhūtais tu yāmyaiḥ pāśais tu saṃyatāḥ /
Von jenen dämonischen Wesen gezerrt, mit den Schlingen Yamas gefesselt,
mudgarais tāḍyamānāś ca nīyante taṃ mahāpatham //
mit Keulen geschlagen, werden sie auf jenem großen Pfad geführt.

kṣīṇāyuṣaṃ samālokya prāṇinaṃ cāyuṣakṣaye / ninīṣavaḥ samāyānti yamadūtā bhayaṃkarāḥ //

Sobald sie das Lebewesen mit erschöpfter Lebenszeit erblicken, kommen, bei Erschöpfung seiner Lebenszeit, die furchterregenden Boten Yamas herbei, es fortzuführen begehrend.

Wort für Wort
kṣīṇāyuṣaṃ samālokya prāṇinaṃ cāyuṣakṣaye /
Sobald sie das Lebewesen mit erschöpfter Lebenszeit erblicken, bei Erschöpfung seiner Lebenszeit,
ninīṣavaḥ samāyānti yamadūtā bhayaṃkarāḥ //
kommen die furchterregenden Boten Yamas herbei, es fortzuführen begehrend.

ārūḍhā yānakāle tu ṛkṣavyāghrakhareṣu ca / uṣṭreṣu vānareṣv anye vṛścikeṣu vṛkeṣu ca //

Zur Zeit der Fahrt geritten auf Bären, Tigern und Eseln, andere auf Kamelen, Affen, Skorpionen und Wölfen,

Wort für Wort
ārūḍhā yānakāle tu ṛkṣavyāghrakhareṣu ca /
Zur Zeit der Fahrt geritten auf Bären, Tigern und Eseln,
uṣṭreṣu vānareṣv anye vṛścikeṣu vṛkeṣu ca //
andere auf Kamelen, Affen, Skorpionen und Wölfen,

ulūkasarpamārjāraṃ tathānye gṛdhravāhanāḥ / śyenaśṛgālam ārūḍhāḥ saraghākaṅkavāhanāḥ //

auf Eule, Schlange, Katze, andere mit Geier als Reittier, geritten auf Habicht und Schakal, mit Wespe und Reiher als Reittier,

Wort für Wort
ulūkasarpamārjāraṃ tathānye gṛdhravāhanāḥ /
auf Eule, Schlange, Katze, andere mit Geier als Reittier,
śyenaśṛgālam ārūḍhāḥ saraghākaṅkavāhanāḥ //
geritten auf Habicht und Schakal, mit Wespe und Reiher als Reittier,

varāhapaśuvetāla- mahiṣāsyās tathā pare / nānārūpadharā ghorāḥ sarvaprāṇibhayaṃkarāḥ //

mit Eber-, Vieh-, Vetāla- und Büffel-Gesichtern andere, mannigfache furchtbare Gestalten tragend, allen Lebewesen Furcht einflößend,

Wort für Wort
varāhapaśuvetāla-mahiṣāsyās tathā pare /
mit Eber-, Vieh-, Vetāla- und Büffel-Gesichtern andere,
nānārūpadharā ghorāḥ sarvaprāṇibhayaṃkarāḥ //
mannigfache furchtbare Gestalten tragend, allen Lebewesen Furcht einflößend,

dīrghamuṣkāḥ karālāsyā vakranāsās trilocanāḥ / mahāhanukapolāsyāḥ pralambadaśanacchadāḥ //

mit langen Hoden, mit furchtbaren Mäulern, mit gekrümmten Nasen, dreiäugig, mit gewaltigen Kiefern, Wangen und Mäulern, mit herabhängenden Zahnlippen,

Wort für Wort
dīrghamuṣkāḥ karālāsyā vakranāsās trilocanāḥ /
mit langen Hoden, mit furchtbaren Mäulern, mit gekrümmten Nasen, dreiäugig,
mahāhanukapolāsyāḥ pralambadaśanacchadāḥ //
mit gewaltigen Kiefern, Wangen und Mäulern, mit herabhängenden Zahnlippen,

nirgatair vikṛtākārair daśanair aṅkuropamaiḥ / māṃsaśoṇitadigdhāṅgā daṃṣṭrābhir bhṛśam ulbaṇaiḥ //

mit hervortretenden, missgestalteten, hakenähnlichen Zähnen, mit Fleisch und Blut beschmierten Gliedern, mit überaus gewaltigen Stoßzähnen,

Wort für Wort
nirgatair vikṛtākārair daśanair aṅkuropamaiḥ /
mit hervortretenden, missgestalteten, hakenähnlichen Zähnen,
māṃsaśoṇitadigdhāṅgā daṃṣṭrābhir bhṛśam ulbaṇaiḥ //
mit Fleisch und Blut beschmierten Gliedern, mit überaus gewaltigen Stoßzähnen,

mukhaiḥ pātālasadṛśair jvalajjihvair bhayaṃkaraiḥ / netraiḥ suvikṛtākārair jvalatpiṅgalacañcalaiḥ //

mit Mäulern gleich der Unterwelt, mit lodernden, furchterregenden Zungen, mit gänzlich missgestalteten, lodernd-gelbbraunen, unsteten Augen,

Wort für Wort
mukhaiḥ pātālasadṛśair jvalajjihvair bhayaṃkaraiḥ /
mit Mäulern gleich der Unterwelt, mit lodernden, furchterregenden Zungen,
netraiḥ suvikṛtākārair jvalatpiṅgalacañcalaiḥ //
mit gänzlich missgestalteten, lodernd-gelbbraunen, unsteten Augen,

mārjārolūkakhadyota- śakragopavad uddhataiḥ / kekaraiḥ saṃkulais stabdhair locanaiḥ pāvakopamaiḥ //

die wie Katze, Eule, Glühwürmchen und Marienkäfer aufgerissen, schielend, wirr, starr, feuergleich sind,

Wort für Wort
mārjārolūkakhadyota-śakragopavad uddhataiḥ /
die wie Katze, Eule, Glühwürmchen und Marienkäfer aufgerissen sind,
kekaraiḥ saṃkulais stabdhair locanaiḥ pāvakopamaiḥ //
schielend, wirr, starr, mit feuergleichen Augen,

bhṛśam ābharaṇair bhīmair ābaddhair bhujagopamaiḥ / śoṇāsaralagātraiś ca muṇḍamālāvibhūṣitaiḥ //

mit überaus furchtbarem Schmuck geschmückt, mit Schlangen umgürtet, mit rötlich-schlanken Gliedern, mit Schädelgirlanden geschmückt,

Wort für Wort
bhṛśam ābharaṇair bhīmair ābaddhair bhujagopamaiḥ /
mit überaus furchtbarem Schmuck geschmückt, mit Schlangen umgürtet,
śoṇāsaralagātraiś ca muṇḍamālāvibhūṣitaiḥ //
mit rötlich-schlanken Gliedern, mit Schädelgirlanden geschmückt,

kaṇṭhasthakṛṣṇasarpaiś ca phūtkāraravabhīṣaṇaiḥ / vahnijvālopamaiḥ keśaiḥ stabdharukṣair bhayaṃkaraiḥ //

mit schwarzen Schlangen am Hals, die durch ihr Zischen erschreckend sind, mit feuerflammengleichem, starrem, rauhem, furchterregendem Haar,

Wort für Wort
kaṇṭhasthakṛṣṇasarpaiś ca phūtkāraravabhīṣaṇaiḥ /
mit schwarzen Schlangen am Hals, die durch ihr Zischen erschreckend sind,
vahnijvālopamaiḥ keśaiḥ stabdharukṣair bhayaṃkaraiḥ //
mit feuerflammengleichem, starrem, rauhem, furchterregendem Haar,

babhrupiṅgalalolaiś ca kadruśmaśrubhir āvṛtāḥ / bhujadaṇḍair mahāghoraiḥ pralambaiḥ parighopamaiḥ //

mit braun-gelblich lohem, unstetem, rötlichem Bart bedeckt, mit überaus furchtbaren, herabhängenden, eisenstangen-gleichen Armstäben,

Wort für Wort
babhrupiṅgalalolaiś ca kadruśmaśrubhir āvṛtāḥ /
mit braun-gelblich lohem, unstetem, rötlichem Bart bedeckt,
bhujadaṇḍair mahāghoraiḥ pralambaiḥ parighopamaiḥ //
mit überaus furchtbaren, herabhängenden, eisenstangen-gleichen Armstäben,

kecid dvibāhavas tatra tathānye ca caturbhujāḥ / dviraṣṭabāhavaś cānye daśaviṃśabhujās tathā //

manche zweiarmig dort, andere ebenso vierarmig, andere sechzehnarmig, ebenso zehn- oder zwanzigarmig,

Wort für Wort
kecid dvibāhavas tatra tathānye ca caturbhujāḥ /
manche zweiarmig dort, andere ebenso vierarmig,
dviraṣṭabāhavaś cānye daśaviṃśabhujās tathā //
andere sechzehnarmig, ebenso zehn- oder zwanzigarmig,

asaṃkhyātabhujāś cānye kecid bāhusahasriṇaḥ / āyudhair vikṛtākāraiḥ prajvaladbhir bhayānakaiḥ //

andere unzählig-armig, manche mit tausend Armen, mit missgestalteten, lodernden, schreckenerregenden Waffen,

Wort für Wort
asaṃkhyātabhujāś cānye kecid bāhusahasriṇaḥ /
andere unzählig-armig, manche mit tausend Armen,
āyudhair vikṛtākāraiḥ prajvaladbhir bhayānakaiḥ //
mit missgestalteten, lodernden, schreckenerregenden Waffen,

śaktitomaracakrādyaiḥ sudīptair vividhāyudhaiḥ / pāśaśṛṅkhaladaṇḍaiś ca bhīṣayanto mahābalāḥ //

mit Speer, Wurfspieß, Diskus und dergleichen, mit überaus glühenden, mannigfachen Waffen, mit Schlinge, Kette und Stock schreckend, die überaus Starken,

Wort für Wort
śaktitomaracakrādyaiḥ sudīptair vividhāyudhaiḥ /
mit Speer, Wurfspieß, Diskus und dergleichen, mit überaus glühenden, mannigfachen Waffen,
pāśaśṛṅkhaladaṇḍaiś ca bhīṣayanto mahābalāḥ //
mit Schlinge, Kette und Stock schreckend, die überaus Starken,

āgacchanti mahāraudrā martyānām āyuṣaḥ kṣaye / grahītuṃ prāṇinaḥ sarve yamasyājñākarās tathā //

kommen die überaus Furchtbaren, bei Erschöpfung der Lebenszeit der Sterblichen, um die Lebewesen zu ergreifen, alle Vollstrecker des Befehls Yamas.

Wort für Wort
āgacchanti mahāraudrā martyānām āyuṣaḥ kṣaye /
kommen die überaus Furchtbaren, bei Erschöpfung der Lebenszeit der Sterblichen,
grahītuṃ prāṇinaḥ sarve yamasyājñākarās tathā //
um die Lebewesen zu ergreifen, alle Vollstrecker des Befehls Yamas.

yat tac charīram ādatte yātanīyaṃ svakarmajam / tad asya nīyate jantor yamasya sadanaṃ prati //

Jener Qual-Leib, den er, aus dem eigenen Karma entstanden, annimmt – der wird von diesem Lebewesen zur Wohnstatt Yamas geführt.

Wort für Wort
yat tac charīram ādatte yātanīyaṃ svakarmajam /
Jener Qual-Leib, den er, aus dem eigenen Karma entstanden, annimmt –
tad asya nīyate jantor yamasya sadanaṃ prati //
der wird von diesem Lebewesen zur Wohnstatt Yamas geführt.

baddhvā tat kālapāśaiś ca nigaḍair vajraśṛṅkhalaiḥ / tāḍayitvā bhṛśaṃ kruddhair nīyate yamakiṃkaraiḥ //

Nachdem sie ihn mit den Schlingen der Zeit, mit Fußfesseln und Vajra-Ketten gebunden und heftig geschlagen haben, wird er von den zornigen Dienern Yamas geführt,

Wort für Wort
baddhvā tat kālapāśaiś ca nigaḍair vajraśṛṅkhalaiḥ /
Nachdem sie ihn mit den Schlingen der Zeit, mit Fußfesseln und Vajra-Ketten gebunden,
tāḍayitvā bhṛśaṃ kruddhair nīyate yamakiṃkaraiḥ //
und heftig geschlagen haben, wird er von den zornigen Dienern Yamas geführt,

praskhalantaṃ rudantaṃ ca ākrośantaṃ muhur muhuḥ / hā tāta mātaḥ putreti vadantaṃ karmadūṣitam //

straucheln, weinen, immer wieder aufschreien lassend, ihn, der ‚Ach Vater! Mutter! Sohn!' ruft, vom eigenen Karma befleckt.

Wort für Wort
praskhalantaṃ rudantaṃ ca ākrośantaṃ muhur muhuḥ /
straucheln, weinen, immer wieder aufschreien lassend,
hā tāta mātaḥ putreti vadantaṃ karmadūṣitam //
ihn, der ‚Ach Vater! Mutter! Sohn!' ruft, vom eigenen Karma befleckt.

āhatya niśitaiḥ śūlair mudgarair niśitair ghanaiḥ / khaḍgaśaktiprahāraiś ca vajradaṇḍaiḥ sudāruṇaiḥ //

Ihn schlagend mit scharfen Dreizacken, mit scharfen, schweren Keulen, mit Schwert- und Speerhieben, mit überaus furchtbaren Vajra-Stäben,

Wort für Wort
āhatya niśitaiḥ śūlair mudgarair niśitair ghanaiḥ /
Ihn schlagend mit scharfen Dreizacken, mit scharfen, schweren Keulen,
khaḍgaśaktiprahāraiś ca vajradaṇḍaiḥ sudāruṇaiḥ //
mit Schwert- und Speerhieben, mit überaus furchtbaren Vajra-Stäben,

bhartsyamāno mahārāvair vajraśaktisamanvitaiḥ / ekaikaśo bhṛśaṃ kruddhais tāḍayadbhiḥ samantataḥ //

bedroht mit gewaltigem Gebrüll, [von Stäben,] die dem Vajra und dem Speer gleichkommen, von einem nach dem anderen, den heftig Zornigen, die ihn von allen Seiten schlagen,

Wort für Wort
bhartsyamāno mahārāvair vajraśaktisamanvitaiḥ /
bedroht mit gewaltigem Gebrüll, von Stäben, die dem Vajra und dem Speer gleichkommen,
ekaikaśo bhṛśaṃ kruddhais tāḍayadbhiḥ samantataḥ //
von einem nach dem anderen, den heftig Zornigen, die ihn von allen Seiten schlagen,

sa muhyamāno duḥkhārtaḥ pratapaṃś ca itas tataḥ / ākṛṣya nīyate jantur adhvānaṃ subhayaṃkaraiḥ //

er, verwirrt, von Schmerz gequält, hierhin und dorthin brennend vor Qual, wird gezerrt, geführt, das Lebewesen, auf den überaus furchterregenden Weg,

Wort für Wort
sa muhyamāno duḥkhārtaḥ pratapaṃś ca itas tataḥ /
er, verwirrt, von Schmerz gequält, hierhin und dorthin brennend vor Qual,
ākṛṣya nīyate jantur adhvānaṃ subhayaṃkaraiḥ //
wird gezerrt, geführt, das Lebewesen, auf den überaus furchterregenden Weg,

kuśakaṇṭakavalmīka- śaṅkupāṣāṇaśarkare / tathā pradīptajvalane kṣāravajraśatotkaṭe //

voller Kuśa-Gras-Dornen, Ameisenhügel, Pflöcke, Steine und Kies, ebenso voll lodernder Flammen, von hundertfach scharfer Lauge und Blitzen erschreckend,

Wort für Wort
kuśakaṇṭakavalmīka-śaṅkupāṣāṇaśarkare /
voller Kuśa-Gras-Dornen, Ameisenhügel, Pflöcke, Steine und Kies,
tathā pradīptajvalane kṣāravajraśatotkaṭe //
ebenso voll lodernder Flammen, von hundertfach scharfer Lauge und Blitzen erschreckend,

pradīptādityataptena dahyamānas tadaṃśubhiḥ / kṛṣyate yamadūtaiś ca śivāsaṃnādabhīṣaṇaiḥ //

von der lodernden, glühenden Sonne, von deren Strahlen verbrannt, wird er gezerrt von den Boten Yamas, die durch das Geheul der Schakale erschreckend sind,

Wort für Wort
pradīptādityataptena dahyamānas tadaṃśubhiḥ /
von der lodernden, glühenden Sonne, von deren Strahlen verbrannt,
kṛṣyate yamadūtaiś ca śivāsaṃnādabhīṣaṇaiḥ //
wird er gezerrt von den Boten Yamas, die durch das Geheul der Schakale erschreckend sind,

vikṛṣyamāṇas tair ghorais tu bhakṣyamāṇaḥ śivāśataiḥ / prayāti dāruṇe mārge pāpakarmā yamālayam //

von jenen Furchtbaren gezerrt, von hundert Schakalen angefressen, geht der Übeltäter auf dem grausamen Weg zur Wohnstatt Yamas.

Wort für Wort
vikṛṣyamāṇas tair ghorais tu bhakṣyamāṇaḥ śivāśataiḥ /
von jenen Furchtbaren gezerrt, von hundert Schakalen angefressen,
prayāti dāruṇe mārge pāpakarmā yamālayam //
geht der Übeltäter auf dem grausamen Weg zur Wohnstatt Yamas.

kvacid bhītaiḥ kvacit trastaiḥ praskhaladbhiḥ kvacit kvacit / duḥkhenākrandamānaiś ca gantavyaḥ sa mahāpathaḥ //

Bald von den Furchtsamen, bald von den Erschreckten, bald hier, bald dort Strauchelnden, unter Schmerz Aufschreienden – von ihnen muss jener große Pfad gegangen werden.

Wort für Wort
kvacid bhītaiḥ kvacit trastaiḥ praskhaladbhiḥ kvacit kvacit /
Bald von den Furchtsamen, bald von den Erschreckten, bald hier, bald dort Strauchelnden,
duḥkhenākrandamānaiś ca gantavyaḥ sa mahāpathaḥ //
unter Schmerz Aufschreienden – von ihnen muss jener große Pfad gegangen werden.

nirbhartsyamānair udvignair vidrutair bhayavihvalaiḥ / kampamānaśarīrais tu gantavyaṃ jīvasaṃjñakaiḥ //

Von den Bedrohten, Beunruhigten, Fliehenden, von Furcht Überwältigten, mit zitterndem Leib – von den ‚Seelen' genannten Wesen muss jener Weg gegangen werden,

Wort für Wort
nirbhartsyamānair udvignair vidrutair bhayavihvalaiḥ /
Von den Bedrohten, Beunruhigten, Fliehenden, von Furcht Überwältigten,
kampamānaśarīrais tu gantavyaṃ jīvasaṃjñakaiḥ //
mit zitterndem Leib – von den ‚Seelen' genannten Wesen muss jener Weg gegangen werden,

kaṇṭakākīrṇamārgeṇa saṃtaptasikatena ca / dahyamānais tu gantavyaṃ narair dānavivarjitaiḥ //

auf dem mit Dornen übersäten Weg, mit glühendem Sand, muss er von den Brennenden gegangen werden, von den Menschen, die keine Gaben gegeben haben,

Wort für Wort
kaṇṭakākīrṇamārgeṇa saṃtaptasikatena ca /
auf dem mit Dornen übersäten Weg, mit glühendem Sand,
dahyamānais tu gantavyaṃ narair dānavivarjitaiḥ //
muss er von den Brennenden gegangen werden, von den Menschen, die keine Gaben gegeben haben,

medaḥśoṇitadurgandhair bastagātraiś ca pūgaśaḥ / dagdhasphuṭatvacākīrṇair gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //

von denen mit Fett und Blut übel riechend, mit ledernen zerfetzten Gliedern in Scharen, mit verbrannter, aufgeplatzter Haut übersät, muss er von den Lebewesentötern gegangen werden,

Wort für Wort
medaḥśoṇitadurgandhair bastagātraiś ca pūgaśaḥ /
von denen mit Fett und Blut übel riechend, mit ledernen zerfetzten Gliedern in Scharen,
dagdhasphuṭatvacākīrṇair gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //
mit verbrannter, aufgeplatzter Haut übersät, muss er von den Lebewesentötern gegangen werden,

kūjadbhiḥ krandamānaiś ca vikrośadbhiś ca visvaram / vedanārtaiś ca sadbhiś ca gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //

von den Wimmernden, Weinenden, mit unnatürlicher Stimme Aufschreienden, von Schmerz Gequälten – von diesen, den Lebewesentötern, muss er gegangen werden,

Wort für Wort
kūjadbhiḥ krandamānaiś ca vikrośadbhiś ca visvaram /
von den Wimmernden, Weinenden, mit unnatürlicher Stimme Aufschreienden,
vedanārtaiś ca sadbhiś ca gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //
von Schmerz Gequälten – von diesen, den Lebewesentötern, muss er gegangen werden,

śaktibhir bhindipālaiś ca khaḍgatomarasāyakaiḥ / bhidyadbhis tīkṣṇaśūlāgrair gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //

von Speeren, Wurfspießen, Schwertern, Lanzen und Pfeilen, von scharfen Dreizackspitzen durchbohrt, muss er von den Lebewesentötern gegangen werden,

Wort für Wort
śaktibhir bhindipālaiś ca khaḍgatomarasāyakaiḥ /
von Speeren, Wurfspießen, Schwertern, Lanzen und Pfeilen,
bhidyadbhis tīkṣṇaśūlāgrair gantavyaṃ jīvaghātakaiḥ //
von scharfen Dreizackspitzen durchbohrt, muss er von den Lebewesentötern gegangen werden,

śvānair vyāghrair vṛkaiḥ kaṅkair bhakṣyamāṇaiś ca pāpibhiḥ //* BrP_214.85 //

von Hunden, Tigern, Wölfen und Reihern gefressen, von den Sündigen [selbst] –

Wort für Wort
śvānair vyāghrair vṛkaiḥ kaṅkair bhakṣyamāṇaiś ca pāpibhiḥ //
von Hunden, Tigern, Wölfen und Reihern gefressen, von den Sündigen selbst –

[Anm.: Halbvers mit editorischem Sternchen in der Quelle; inhaltlich unmittelbar mit V.86 verbunden.]

kṛntadbhiḥ krakacāghātair gantavyaṃ māṃsakhādibhiḥ / mahiṣarṣabhaśṛṅgāgrair bhidyamānaiḥ samantataḥ //

von den mit Sägehieben Zerschneidenden, den Fleischfressern, muss er gegangen werden, von Büffel- und Stierhorn-Spitzen von allen Seiten durchbohrt,

Wort für Wort
kṛntadbhiḥ krakacāghātair gantavyaṃ māṃsakhādibhiḥ /
von den mit Sägehieben Zerschneidenden, den Fleischfressern, muss er gegangen werden,
mahiṣarṣabhaśṛṅgāgrair bhidyamānaiḥ samantataḥ //
von Büffel- und Stierhorn-Spitzen von allen Seiten durchbohrt,

ullikhadbhiḥ śūkaraiś ca gantavyaṃ māṃsakhādakaiḥ / sūcībhramarakākola- makṣikābhiś ca saṃghaśaḥ //

von aufwühlenden Ebern, den Fleischfressern, muss er gegangen werden, von Nadeln, Bienen, Krähen und Fliegen in Scharen,

Wort für Wort
ullikhadbhiḥ śūkaraiś ca gantavyaṃ māṃsakhādakaiḥ /
von aufwühlenden Ebern, den Fleischfressern, muss er gegangen werden,
sūcībhramarakākola-makṣikābhiś ca saṃghaśaḥ //
von Nadeln, Bienen, Krähen und Fliegen in Scharen,

bhujyamānaiś ca gantavyaṃ pāpiṣṭhair madhughātakaiḥ / viśvastaṃ svāminaṃ mitraṃ striyaṃ vā yas tu ghātayet //

von den überaus sündigen [Peinigern] gefressen werdend muss er gehen [?]; wer den vertrauenden Herrn, Freund oder eine Frau tötet,

Wort für Wort
bhujyamānaiś ca gantavyaṃ pāpiṣṭhair madhughātakaiḥ /
von den überaus sündigen Peinigern gefressen werdend muss er gehen;
viśvastaṃ svāminaṃ mitraṃ striyaṃ vā yas tu ghātayet //
wer den vertrauenden Herrn, Freund oder eine Frau tötet,

[?: 'madhughātakaiḥ' unsicher – wörtl. 'Honig-Töter', hier probeweise als Beiwort der Peiniger verstanden, ohne gesicherte Deutung.]

śastrair nikṛtyamānaiś ca gantavyaṃ cāturair naraiḥ / ghātayanti ca ye jantūṃs tāḍayanti nirāgasaḥ //

von Waffen zerschnitten muss er gehen, von den Listigen unter den Menschen, die Lebewesen töten und die Unschuldigen schlagen,

Wort für Wort
śastrair nikṛtyamānaiś ca gantavyaṃ cāturair naraiḥ /
von Waffen zerschnitten muss er gehen, von den Listigen unter den Menschen,
ghātayanti ca ye jantūṃs tāḍayanti nirāgasaḥ //
die Lebewesen töten und die Unschuldigen schlagen,

rākṣasair bhakṣyamāṇās te yānti yāmyapathaṃ narāḥ / ye haranti parastrīṇāṃ varaprāvaraṇāni ca //

von Rākṣasas gefressen, gehen jene Menschen den Weg zu Yama, die die Gewänder und Schmuckstücke fremder Frauen rauben.

Wort für Wort
rākṣasair bhakṣyamāṇās te yānti yāmyapathaṃ narāḥ /
von Rākṣasas gefressen, gehen jene Menschen den Weg zu Yama,
ye haranti parastrīṇāṃ varaprāvaraṇāni ca //
die die Gewänder und Schmuckstücke fremder Frauen rauben.

te yānti vidrutā nagnāḥ pretībhūtā yamālayam / vāso dhānyaṃ hiraṇyaṃ vā gṛhakṣetram athāpi vā //

Sie gehen, geflohen, nackt, zu Gespenstern geworden, zur Wohnstatt Yamas – ebenso Kleidung, Korn, Gold, Haus oder Feld,

Wort für Wort
te yānti vidrutā nagnāḥ pretībhūtā yamālayam /
Sie gehen, geflohen, nackt, zu Gespenstern geworden, zur Wohnstatt Yamas –
vāso dhānyaṃ hiraṇyaṃ vā gṛhakṣetram athāpi vā //
ebenso Kleidung, Korn, Gold, Haus oder Feld,

ye haranti durātmānaḥ pāpiṣṭhāḥ pāpakarmiṇaḥ / pāṣāṇair laguḍair daṇḍais tāḍyamānais tu jarjaraiḥ //

wer solches raubt, die bösgesinnten, überaus sündigen Übeltäter – mit Steinen, Knüppeln und Stöcken geschlagen, mit zermürbten Gliedern,

Wort für Wort
ye haranti durātmānaḥ pāpiṣṭhāḥ pāpakarmiṇaḥ /
wer solches raubt, die bösgesinnten, überaus sündigen Übeltäter –
pāṣāṇair laguḍair daṇḍais tāḍyamānais tu jarjaraiḥ //
mit Steinen, Knüppeln und Stöcken geschlagen, mit zermürbten Gliedern,

vahadbhiḥ śoṇitaṃ bhūri gantavyaṃ tu yamālayam / brahmasvaṃ ye harantīha narā narakanirbhayāḥ //

reichlich Blut vergießend, müssen sie zur Wohnstatt Yamas gehen; die Menschen, die hier Brahmanen-Eigentum rauben, ohne Furcht vor der Hölle,

Wort für Wort
vahadbhiḥ śoṇitaṃ bhūri gantavyaṃ tu yamālayam /
reichlich Blut vergießend, müssen sie zur Wohnstatt Yamas gehen;
brahmasvaṃ ye harantīha narā narakanirbhayāḥ //
die Menschen, die hier Brahmanen-Eigentum rauben, ohne Furcht vor der Hölle,

tāḍayanti tathā viprān ākrośanti narādhamāḥ / śuṣkakāṣṭhanibaddhās te chinnakarṇākṣināsikāḥ //

die ebenso Brahmanen schlagen und beschimpfen, die niedrigsten der Menschen – sie werden an trockenes Holz gebunden, mit abgeschnittenen Ohren, Augen und Nase,

Wort für Wort
tāḍayanti tathā viprān ākrośanti narādhamāḥ /
die ebenso Brahmanen schlagen und beschimpfen, die niedrigsten der Menschen –
śuṣkakāṣṭhanibaddhās te chinnakarṇākṣināsikāḥ //
sie werden an trockenes Holz gebunden, mit abgeschnittenen Ohren, Augen und Nase,

pūyaśoṇitadigdhās te kālagṛdhraiś ca jambukaiḥ / kiṃkarair bhīṣaṇaiś caṇḍais tāḍyamānāś ca dāruṇaiḥ //

mit Eiter und Blut beschmiert, von den schwarzen Geiern und Schakalen, von furchtbaren, wilden, grausamen Dienern Yamas geschlagen,

Wort für Wort
pūyaśoṇitadigdhās te kālagṛdhraiś ca jambukaiḥ /
mit Eiter und Blut beschmiert, von den schwarzen Geiern und Schakalen,
kiṃkarair bhīṣaṇaiś caṇḍais tāḍyamānāś ca dāruṇaiḥ //
von furchtbaren, wilden, grausamen Dienern Yamas geschlagen,

vikrośamānā gacchanti pāpinas te yamālayam / evaṃ paramadurdharṣam adhvānaṃ jvalanaprabham //

gehen jene Sünder, aufschreiend, zur Wohnstatt Yamas – so wird jener überaus unbezwingbare, feuerglänzende Weg,

Wort für Wort
vikrośamānā gacchanti pāpinas te yamālayam /
gehen jene Sünder, aufschreiend, zur Wohnstatt Yamas –
evaṃ paramadurdharṣam adhvānaṃ jvalanaprabham //
so wird jener überaus unbezwingbare, feuerglänzende Weg,

rauravaṃ durgaviṣamaṃ nirdiṣṭaṃ mānuṣasya ca / prataptatāmravarṇābhaṃ vahnijvālāsphuliṅgavat //

der ‚Raurava' genannte, schwer zugängliche, unebene, den Menschen zugewiesene Weg, von der Farbe erhitzten Kupfers, wie mit Feuerflammen-Funken übersät,

Wort für Wort
rauravaṃ durgaviṣamaṃ nirdiṣṭaṃ mānuṣasya ca /
der ‚Raurava' genannte, schwer zugängliche, unebene, den Menschen zugewiesene Weg,
prataptatāmravarṇābhaṃ vahnijvālāsphuliṅgavat //
von der Farbe erhitzten Kupfers, wie mit Feuerflammen-Funken übersät,

kuraṇṭakaṇṭakākīrṇaṃ pṛthuvikaṭatāḍanaiḥ / śaktivajraiś ca saṃkīrṇam ujjvalaṃ tīvrakaṇṭakam //

übersät mit Kuraṇṭa-Dornen, mit breiten, furchtbaren Schlägen, durchsetzt mit Speeren und Blitzen, lodernd, mit scharfen Dornen,

Wort für Wort
kuraṇṭakaṇṭakākīrṇaṃ pṛthuvikaṭatāḍanaiḥ /
übersät mit Kuraṇṭa-Dornen, mit breiten, furchtbaren Schlägen,
śaktivajraiś ca saṃkīrṇam ujjvalaṃ tīvrakaṇṭakam //
durchsetzt mit Speeren und Blitzen, lodernd, mit scharfen Dornen,

aṅgāravālukāmiśraṃ vahnikīṭakadurgamam / jvālāmālākulaṃ raudraṃ sūryaraśmipratāpitam //

mit glühender Kohle und Sand vermischt, von Feuerwürmern schwer zugänglich gemacht, von Flammenkränzen erfüllt, furchtbar, von Sonnenstrahlen erhitzt –

Wort für Wort
aṅgāravālukāmiśraṃ vahnikīṭakadurgamam /
mit glühender Kohle und Sand vermischt, von Feuerwürmern schwer zugänglich gemacht,
jvālāmālākulaṃ raudraṃ sūryaraśmipratāpitam //
von Flammenkränzen erfüllt, furchtbar, von Sonnenstrahlen erhitzt –

adhvānaṃ nīyate dehī kṛṣyamāṇaḥ suniṣṭhuraiḥ / yadaiva krandate jantur duḥkhārtaḥ patitaḥ kvacit //

auf jenem Weg wird der Verkörperte geführt, gezerrt von den überaus Grausamen; sobald das Lebewesen, von Schmerz gequält, irgendwo gefallen, aufschreit,

Wort für Wort
adhvānaṃ nīyate dehī kṛṣyamāṇaḥ suniṣṭhuraiḥ /
auf jenem Weg wird der Verkörperte geführt, gezerrt von den überaus Grausamen;
yadaiva krandate jantur duḥkhārtaḥ patitaḥ kvacit //
sobald das Lebewesen, von Schmerz gequält, irgendwo gefallen, aufschreit,

tadaivāhanyate sarvair āyudhair yamakiṃkaraiḥ / evaṃ saṃtāḍyamānaś ca lubdhaḥ pāpeṣu yo 'nayaḥ //

eben dann wird es mit allen Waffen von den Dienern Yamas geschlagen. So wird der, der in Sünden gierig und ungerecht war, heftig geschlagen –

Wort für Wort
tadaivāhanyate sarvair āyudhair yamakiṃkaraiḥ /
eben dann wird es mit allen Waffen von den Dienern Yamas geschlagen.
evaṃ saṃtāḍyamānaś ca lubdhaḥ pāpeṣu yo 'nayaḥ //
So wird der, der in Sünden gierig und ungerecht war, heftig geschlagen –

avaśo nīyate jantur durdharair yamakiṃkaraiḥ / sarvair eva hi gantavyam adhvānaṃ tat sudurgamam //

wird das Lebewesen, machtlos, von den unbezwingbaren Dienern Yamas geführt; von allen fürwahr muss jener überaus schwer zugängliche Weg gegangen werden,

Wort für Wort
avaśo nīyate jantur durdharair yamakiṃkaraiḥ /
wird das Lebewesen, machtlos, von den unbezwingbaren Dienern Yamas geführt;
sarvair eva hi gantavyam adhvānaṃ tat sudurgamam //
von allen fürwahr muss jener überaus schwer zugängliche Weg gegangen werden,

nīyate vividhair ghorair yamadūtair avajñayā / nītvā sudāruṇaṃ mārgaṃ prāṇinaṃ yamakiṃkaraiḥ //

geführt von den mannigfachen, furchtbaren Boten Yamas, mit Verachtung; nachdem die Diener Yamas das Lebewesen auf dem überaus grausamen Weg geführt haben,

Wort für Wort
nīyate vividhair ghorair yamadūtair avajñayā /
geführt von den mannigfachen, furchtbaren Boten Yamas, mit Verachtung;
nītvā sudāruṇaṃ mārgaṃ prāṇinaṃ yamakiṃkaraiḥ //
nachdem die Diener Yamas das Lebewesen auf dem überaus grausamen Weg geführt haben,

praveśyate purīṃ ghorāṃ tāmrāyasamayīṃ dvijāḥ / sā purī vipulākārā lakṣayojanam āyatā //

wird es, o Zweifachgeborene, in die furchtbare, aus Kupfer und Eisen bestehende Stadt geführt; jene Stadt, von gewaltiger Gestalt, erstreckt sich hunderttausend Yojanas weit.

Wort für Wort
praveśyate purīṃ ghorāṃ tāmrāyasamayīṃ dvijāḥ /
wird es, o Zweifachgeborene, in die furchtbare, aus Kupfer und Eisen bestehende Stadt geführt;
sā purī vipulākārā lakṣayojanam āyatā //
jene Stadt, von gewaltiger Gestalt, erstreckt sich hunderttausend Yojanas weit.

caturasrā vinirdiṣṭā caturdvāravatī śubhā / prākārāḥ kāñcanās tasyā yojanāyutam ucchritāḥ //

Sie wird als viereckig beschrieben, mit vier Toren versehen, heilvoll; ihre goldenen Mauern erheben sich zehntausend Yojanas hoch.

Wort für Wort
caturasrā vinirdiṣṭā caturdvāravatī śubhā /
Sie wird als viereckig beschrieben, mit vier Toren versehen, heilvoll;
prākārāḥ kāñcanās tasyā yojanāyutam ucchritāḥ //
ihre goldenen Mauern erheben sich zehntausend Yojanas hoch.

indranīlamahānīla- padmarāgopaśobhitā / sā purī vividhaiḥ saṃghair ghorā ghoraiḥ samākulā //

Mit Indranīla-, Mahānīla- und Padmarāga-Edelsteinen geschmückt, ist jene Stadt, von mannigfachen furchtbaren Scharen bewohnt, furchtbar und von ihnen erfüllt,

Wort für Wort
indranīlamahānīla-padmarāgopaśobhitā /
Mit Indranīla-, Mahānīla- und Padmarāga-Edelsteinen geschmückt,
sā purī vividhaiḥ saṃghair ghorā ghoraiḥ samākulā //
ist jene Stadt, von mannigfachen furchtbaren Scharen bewohnt, furchtbar und von ihnen erfüllt,

devadānavagandharvair yakṣarākṣasapannagaiḥ / pūrvadvāraṃ śubhaṃ tasyāḥ patākāśataśobhitam //

von Göttern, Dānavas, Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangenwesen. Das heilvolle Osttor derselben ist mit hundert Bannern geschmückt,

Wort für Wort
devadānavagandharvair yakṣarākṣasapannagaiḥ /
von Göttern, Dānavas, Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangenwesen.
pūrvadvāraṃ śubhaṃ tasyāḥ patākāśataśobhitam //
Das heilvolle Osttor derselben ist mit hundert Bannern geschmückt,

vajrendranīlavaidūrya- muktāphalavibhūṣitam / gītanṛtyaiḥ samākīrṇaṃ gandharvāpsarasāṃ gaṇaiḥ //

mit Diamant, Indranīla, Vaidūrya und Perlen geschmückt, erfüllt von Gesang und Tanz der Scharen von Gandharven und Apsaras;

Wort für Wort
vajrendranīlavaidūrya-muktāphalavibhūṣitam /
mit Diamant, Indranīla, Vaidūrya und Perlen geschmückt,
gītanṛtyaiḥ samākīrṇaṃ gandharvāpsarasāṃ gaṇaiḥ //
erfüllt von Gesang und Tanz der Scharen von Gandharven und Apsaras;

praveśas tena devānām ṛṣīṇāṃ yogināṃ tathā / gandharvasiddhayakṣāṇāṃ vidyādharavisarpiṇām //

durch dieses Tor erfolgt der Einzug der Götter, der Weisen, ebenso der Yogins, der Gandharven, Siddhas, Yakṣas und der frei umherwandelnden Vidyādharas,

Wort für Wort
praveśas tena devānām ṛṣīṇāṃ yogināṃ tathā /
durch dieses Tor erfolgt der Einzug der Götter, der Weisen, ebenso der Yogins,
gandharvasiddhayakṣāṇāṃ vidyādharavisarpiṇām //
der Gandharven, Siddhas, Yakṣas und der frei umherwandelnden Vidyādharas,

uttaraṃ nagaradvāraṃ ghaṇṭācāmarabhūṣitam / chattracāmaravinyāsaṃ nānāratnair alaṃkṛtam //

[ebenso derer, die solches verdienen]. Das nördliche Stadttor, mit Glocken und Yak-Wedeln geschmückt, mit einer Anordnung von Schirm und Wedel, mit mannigfachen Juwelen geschmückt,

Wort für Wort
uttaraṃ nagaradvāraṃ ghaṇṭācāmarabhūṣitam /
Das nördliche Stadttor, mit Glocken und Yak-Wedeln geschmückt,
chattracāmaravinyāsaṃ nānāratnair alaṃkṛtam //
mit einer Anordnung von Schirm und Wedel, mit mannigfachen Juwelen geschmückt,

vīṇāreṇuravai ramyair gītamaṅgalanāditaiḥ / ṛgyajuḥsāmanirghoṣair munivṛndasamākulam //

mit dem lieblichen Klang von Vīṇā-Saiten, erfüllt von heilvollem Gesang, vom Erschallen der Ṛg-, Yajur- und Sāma-Verse, erfüllt von Scharen von Weisen –

Wort für Wort
vīṇāreṇuravai ramyair gītamaṅgalanāditaiḥ /
mit dem lieblichen Klang von Vīṇā-Saiten, erfüllt von heilvollem Gesang,
ṛgyajuḥsāmanirghoṣair munivṛndasamākulam //
vom Erschallen der Ṛg-, Yajur- und Sāma-Verse, erfüllt von Scharen von Weisen –

viśanti yena dharmajñāḥ satyavrataparāyaṇāḥ / grīṣme vāripradā ye ca śīte cāgnipradā narāḥ //

durch dieses Tor treten die Dharmakundigen ein, die dem Wahrheitsgelübde Ergebenen, und jene Menschen, die im Sommer Wasser, im Winter Feuer gespendet haben,

Wort für Wort
viśanti yena dharmajñāḥ satyavrataparāyaṇāḥ /
durch dieses Tor treten die Dharmakundigen ein, die dem Wahrheitsgelübde Ergebenen,
grīṣme vāripradā ye ca śīte cāgnipradā narāḥ //
und jene Menschen, die im Sommer Wasser, im Winter Feuer gespendet haben,

śrāntasaṃvāhakā ye ca priyavādaratāś ca ye / ye ca dānaratāḥ śūrā mātāpitṛparāś ca ye //

die den Erschöpften Massage gaben, die der freundlichen Rede zugetan waren, die freigebigkeitsliebenden Helden und die den Eltern Ergebenen,

Wort für Wort
śrāntasaṃvāhakā ye ca priyavādaratāś ca ye /
die den Erschöpften Massage gaben, die der freundlichen Rede zugetan waren,
ye ca dānaratāḥ śūrā mātāpitṛparāś ca ye //
die freigebigkeitsliebenden Helden und die den Eltern Ergebenen,

dvijaśuśrūṣaṇe yuktā nityaṃ ye 'tithipūjakāḥ / paścimaṃ tu mahādvāraṃ puryā ratnair vibhūṣitam //

die dem Dienst an den Zweifachgeborenen ergeben, die stets die Gäste verehrten. Das westliche große Tor der Stadt aber, mit Juwelen geschmückt,

Wort für Wort
dvijaśuśrūṣaṇe yuktā nityaṃ ye 'tithipūjakāḥ /
die dem Dienst an den Zweifachgeborenen ergeben, die stets die Gäste verehrten.
paścimaṃ tu mahādvāraṃ puryā ratnair vibhūṣitam //
Das westliche große Tor der Stadt aber, mit Juwelen geschmückt,

vicitramaṇisopānaṃ tomaraiḥ samalaṃkṛtam / bherīmṛdaṅgasaṃnādaiḥ śaṅkhakāhalanāditam //

mit einer aus bunten Juwelen gefertigten Treppe, mit Lanzen geschmückt, erschallend vom Klang der Pauken und Trommeln, vom Klang der Muschelhörner und Trompeten,

Wort für Wort
vicitramaṇisopānaṃ tomaraiḥ samalaṃkṛtam /
mit einer aus bunten Juwelen gefertigten Treppe, mit Lanzen geschmückt,
bherīmṛdaṅgasaṃnādaiḥ śaṅkhakāhalanāditam //
erschallend vom Klang der Pauken und Trommeln, vom Klang der Muschelhörner und Trompeten,

siddhavṛndaiḥ sadā hṛṣṭair maṅgalaiḥ praṇināditam / praveśas tena hṛṣṭānāṃ śivabhaktimatāṃ nṛṇām //

stets von freudigen Scharen der Siddhas erschallend, von Heilsklängen ertönend – durch dieses Tor erfolgt der Einzug der Freudigen, der Śiva-Hingegebenen unter den Menschen,

Wort für Wort
siddhavṛndaiḥ sadā hṛṣṭair maṅgalaiḥ praṇināditam /
stets von freudigen Scharen der Siddhas erschallend, von Heilsklängen ertönend –
praveśas tena hṛṣṭānāṃ śivabhaktimatāṃ nṛṇām //
durch dieses Tor erfolgt der Einzug der Freudigen, der Śiva-Hingegebenen unter den Menschen,

sarvatīrthaplutā ye ca pañcāgner ye ca sevakāḥ / prasthāne ye mṛtā vīrā mṛtāḥ kālañjare girau //

ebenso derer, die in allen heiligen Furten gebadet haben, der Diener des Fünf-Feuer-Rituals, der Helden, die auf der heiligen Wanderung gestorben sind, die auf dem Berg Kālañjara gestorben sind,

Wort für Wort
sarvatīrthaplutā ye ca pañcāgner ye ca sevakāḥ /
ebenso derer, die in allen heiligen Furten gebadet haben, der Diener des Fünf-Feuer-Rituals,
prasthāne ye mṛtā vīrā mṛtāḥ kālañjare girau //
der Helden, die auf der heiligen Wanderung gestorben sind, die auf dem Berg Kālañjara gestorben sind,

agnau vipannā ye vīrāḥ sādhitaṃ yair anāśakam / ye svāmimitralokārthe gograhe saṃkule hatāḥ //

der Helden, die im Feuer umkamen, die den Fasten-Tod vollzogen haben, die um des Herrn, des Freundes oder der Welt willen im Getümmel der Rinderrettung erschlagen wurden –

Wort für Wort
agnau vipannā ye vīrāḥ sādhitaṃ yair anāśakam /
der Helden, die im Feuer umkamen, die den Fasten-Tod vollzogen haben,
ye svāmimitralokārthe gograhe saṃkule hatāḥ //
die um des Herrn, des Freundes oder der Welt willen im Getümmel der Rinderrettung erschlagen wurden –

te viśanti narāḥ śūrāḥ paścimena tapodhanāḥ / puryāṃ tasyā mahāghoraṃ sarvasattvabhayaṃkaram //

jene heldenhaften, askesereichen Menschen treten durch das Westtor ein. – An jener Stadt liegt das überaus furchtbare, alle Wesen mit Furcht erfüllende Südtor –

Wort für Wort
te viśanti narāḥ śūrāḥ paścimena tapodhanāḥ /
jene heldenhaften, askesereichen Menschen treten durch das Westtor ein.
puryāṃ tasyā mahāghoraṃ sarvasattvabhayaṃkaram //
An jener Stadt liegt das überaus furchtbare, alle Wesen mit Furcht erfüllende Südtor –

hāhākārasamākruṣṭaṃ dakṣiṇaṃ dvāram īdṛśam / andhakārasamāyuktaṃ tīkṣṇaśṛṅgaiḥ samanvitam //

von Wehklagen erfüllt, ist das Südtor solcherart: von Finsternis erfüllt, versehen mit scharfen Hörnern,

Wort für Wort
hāhākārasamākruṣṭaṃ dakṣiṇaṃ dvāram īdṛśam /
von Wehklagen erfüllt, ist das Südtor solcherart:
andhakārasamāyuktaṃ tīkṣṇaśṛṅgaiḥ samanvitam //
von Finsternis erfüllt, versehen mit scharfen Hörnern,

kaṇṭakair vṛścikaiḥ sarpair vajrakīṭaiḥ sudurgamaiḥ / vilumpadbhir vṛkair vyāghrair ṛkṣaiḥ siṃhaiḥ sajambukaiḥ //

mit Dornen, Skorpionen, Schlangen, Blitzkäfern, überaus schwer zugänglich, mit raubenden Wölfen, Tigern, Bären, Löwen und Schakalen,

Wort für Wort
kaṇṭakair vṛścikaiḥ sarpair vajrakīṭaiḥ sudurgamaiḥ /
mit Dornen, Skorpionen, Schlangen, Blitzkäfern, überaus schwer zugänglich,
vilumpadbhir vṛkair vyāghrair ṛkṣaiḥ siṃhaiḥ sajambukaiḥ //
mit raubenden Wölfen, Tigern, Bären, Löwen und Schakalen,

śvānamārjāragṛdhraiś ca sajvālakavalair mukhaiḥ / praveśas tena vai nityaṃ sarveṣām apakāriṇām //

mit Hunden, Katzen und Geiern, mit flammenerfüllten Mäulern – durch dieses Tor erfolgt stets der Einzug aller Übeltäter,

Wort für Wort
śvānamārjāragṛdhraiś ca sajvālakavalair mukhaiḥ /
mit Hunden, Katzen und Geiern, mit flammenerfüllten Mäulern –
praveśas tena vai nityaṃ sarveṣām apakāriṇām //
durch dieses Tor erfolgt stets der Einzug aller Übeltäter,

ye ghātayanti viprān gā bālaṃ vṛddhaṃ tathāturam / śaraṇāgataṃ viśvastaṃ striyaṃ mitraṃ nirāyudham //

derer, die Brahmanen, Kühe, ein Kind, einen Alten oder einen Kranken töten, einen Schutzsuchenden, einen Vertrauenden, eine Frau, einen Freund, einen Wehrlosen,

Wort für Wort
ye ghātayanti viprān gā bālaṃ vṛddhaṃ tathāturam /
derer, die Brahmanen, Kühe, ein Kind, einen Alten oder einen Kranken töten,
śaraṇāgataṃ viśvastaṃ striyaṃ mitraṃ nirāyudham //
einen Schutzsuchenden, einen Vertrauenden, eine Frau, einen Freund, einen Wehrlosen,

ye 'gamyāgāmino mūḍhāḥ paradravyāpahāriṇaḥ / nikṣepasyāpahartāro viṣavahnipradāś ca ye //

die Verblendeten, die zu verbotenen Frauen gehen, die Räuber fremden Guts, die Räuber von Anvertrautem, und die Gift oder Feuer anderen zufügen,

Wort für Wort
ye 'gamyāgāmino mūḍhāḥ paradravyāpahāriṇaḥ /
die Verblendeten, die zu verbotenen Frauen gehen, die Räuber fremden Guts,
nikṣepasyāpahartāro viṣavahnipradāś ca ye //
die Räuber von Anvertrautem, und die Gift oder Feuer anderen zufügen,

parabhūmiṃ gṛhaṃ śayyāṃ vastrālaṃkārahāriṇaḥ / pararandhreṣu ye krūrā ye sadānṛtavādinaḥ //

die Räuber fremden Landes, Hauses, Bettes, Kleidung und Schmucks, die Grausamen, die auf fremde Schwächen aus sind, die stets Lügenredner,

Wort für Wort
parabhūmiṃ gṛhaṃ śayyāṃ vastrālaṃkārahāriṇaḥ /
die Räuber fremden Landes, Hauses, Bettes, Kleidung und Schmucks,
pararandhreṣu ye krūrā ye sadānṛtavādinaḥ //
die Grausamen, die auf fremde Schwächen aus sind, die stets Lügenredner,

grāmarāṣṭrapurasthāne mahāduḥkhapradā hi ye / kūṭasākṣipradātāraḥ kanyāvikrayakārakāḥ //

die im Dorf, Reich oder in der Stadt großes Leid bereiten, die falschen Zeugen, die Mädchenverkäufer,

Wort für Wort
grāmarāṣṭrapurasthāne mahāduḥkhapradā hi ye /
die im Dorf, Reich oder in der Stadt großes Leid bereiten,
kūṭasākṣipradātāraḥ kanyāvikrayakārakāḥ //
die falschen Zeugen, die Mädchenverkäufer,

abhakṣyabhakṣaṇaratā ye gacchanti sutāṃ snuṣām / mātaraṃ pitaraṃ caiva ye vadanti ca pauruṣam //

die dem Genuss von Unerlaubtem ergeben sind, die zur eigenen Tochter oder Schwiegertochter gehen, die Mutter und Vater [schmähend] anreden, sowie die ihre Manneskraft prahlerisch rühmen [?],

Wort für Wort
abhakṣyabhakṣaṇaratā ye gacchanti sutāṃ snuṣām /
die dem Genuss von Unerlaubtem ergeben sind, die zur eigenen Tochter oder Schwiegertochter gehen,
mātaraṃ pitaraṃ caiva ye vadanti ca pauruṣam //
die Mutter und Vater schmähend anreden, sowie die ihre Manneskraft prahlerisch rühmen,

[?: 'pauruṣam vadanti' unsicher – evtl. Bezug auf prahlerisches Rühmen der eigenen Kraft/Heldentat als Verfehlung, oder eine andere, hier nicht sicher aufgelöste Bedeutung.]

anye ye caiva nirdiṣṭā mahāpātakakāriṇaḥ / dakṣiṇena tu te sarve dvāreṇa praviśanti vai //

und andere, die als Verüber schwerer Sünden bezeichnet werden – sie alle treten fürwahr durch das Südtor ein.

Wort für Wort
anye ye caiva nirdiṣṭā mahāpātakakāriṇaḥ /
und andere, die als Verüber schwerer Sünden bezeichnet werden –
dakṣiṇena tu te sarve dvāreṇa praviśanti vai //
sie alle treten fürwahr durch das Südtor ein.

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