Kapitel 224: kāyavāṅmanaskarmaphalavarṇanam (umāśivasaṃvādaḥ)
Die Darlegung der Früchte von Körper-, Rede- und Geistestat (Fortsetzung des Dialogs von Umā und Śiva)
Fortsetzung des Umā-Śiva-Dialogs: Śiva legt dar, durch welche Taten des Körpers (Gewaltlosigkeit, Ehebruchsvermeidung, Nicht-Diebstahl), der Rede (Wahrhaftigkeit, sanfte statt grobe/verleumderische Rede) und des Geistes (Gleichmut gegenüber Freund/Feind, Begierdelosigkeit gegenüber fremdem Besitz) der Mensch zum Himmel gelangt. Es folgt eine zweite Fragerunde Umās nach den Ursachen von langem/kurzem Leben, Schönheit/Hässlichkeit und Weisheit/Dummheit, die Śiva mit der Lehre beantwortet, dass Gewaltlosigkeit gegenüber allen Wesen langes Leben und göttliche Wiedergeburt verleiht, während Gewalttätigkeit zu Hölle und kurzem Leben führt.
{umovāca:} bhagavan sarvabhūteśa surāsuranamaskṛta / dharmādharme nṛṇāṃ deva brūhi me saṃśayaṃ vibho //
Umā sprach: O Herr, Gebieter aller Wesen, von Göttern und Dämonen Verehrter, über Dharma und Adharma der Menschen, o Gott, verkünde mir meinen Zweifel, o Herr.
Durch die drei [Wege] Tat, Gedanke und Rede werden die verkörperten Wesen stets gebunden – durch welche Fesseln, oder wie werden sie befreit? Sag es mir.
Wort für Wort
karmaṇā manasā vācā trividhair dehinaḥ sadā /
Durch die drei [Wege] Tat, Gedanke und Rede (karmaṇā manasā vācā trividhaiḥ) werden die verkörperten Wesen (dehinaḥ) stets (sadā)
badhyante bandhanaiḥ kair vā mucyante vā kathaṃ vada //
gebunden (badhyante) – durch welche Fesseln (bandhanaiḥ kaiḥ vā), oder wie (kathaṃ vā) werden sie befreit (mucyante)? Sag es (vada).
kena śīlena vai deva karmaṇā kīdṛśena vā / samācārair guṇaiḥ kair vā svargaṃ yāntīha mānavāḥ //
Durch welchen Charakter, o Gott, oder durch welche Art von Handlung, durch welche Verhaltensweisen oder Tugenden gelangen die Menschen hier zum Himmel?
Wort für Wort
kena śīlena vai deva karmaṇā kīdṛśena vā /
Durch welchen Charakter (kena śīlena) wahrlich, o Gott (vai deva), oder durch welche Art von Handlung (karmaṇā kīdṛśena vā),
Śiva sprach: O Göttin, die du das Wesen von Dharma und Artha kennst, stets im Dharma beständige Umā, [diese] Frage, allen Wesen zuträglich, den Verstand mehrend, sei gehört.
Śiva sprach: O Göttin (devi), die du das Wesen von Dharma und Artha kennst (dharmārthatattvajñe), stets im Dharma beständige Umā (dharmanitye ume sadā),
satyadharmaratāḥ śāntāḥ sarvaliṅgavivarjitāḥ / nādharmeṇa na dharmeṇa badhyante chinnasaṃśayāḥ //
Die Wahrheit und Dharma Zugetanen, Friedvollen, von allen [äußerlichen] Kennzeichen Freien werden weder durch Adharma noch durch Dharma gebunden, ihre Zweifel durchtrennt.
Wort für Wort
satyadharmaratāḥ śāntāḥ sarvaliṅgavivarjitāḥ /
Die Wahrheit und Dharma Zugetanen (satyadharmaratāḥ), Friedvollen (śāntāḥ), von allen [äußerlichen] Kennzeichen Freien (sarvaliṅgavivarjitāḥ),
nādharmeṇa na dharmeṇa badhyante chinnasaṃśayāḥ //
werden weder durch Adharma noch durch Dharma (na adharmeṇa na dharmeṇa) gebunden (badhyante), ihre Zweifel durchtrennt (chinnasaṃśayāḥ).
Die das Wesen von Weltuntergang und Weltentstehung Kennenden, Allwissenden, Alles-Sehenden, von Leidenschaft Freien Menschen werden von den Fesseln der Tat befreit.
Wort für Wort
pralayotpattitattvajñāḥ sarvajñāḥ sarvadarśinaḥ /
Die das Wesen von Weltuntergang und Weltentstehung Kennenden (pralayotpattitattvajñāḥ), Allwissenden (sarvajñāḥ), Alles-Sehenden (sarvadarśinaḥ),
vītarāgā vimucyante puruṣāḥ karmabandhanaiḥ //
von Leidenschaft Freien (vītarāgāḥ) Menschen (puruṣāḥ) werden befreit (vimucyante) von den Fesseln der Tat (karmabandhanaiḥ).
Die vom Töten von Lebewesen Abgewandten, Charaktervollen, Mitleidvollen, denen Freund und Feind gleich sind, Gezügelten, werden von den Fesseln der Tat befreit.
Wort für Wort
prāṇātipātād viratāḥ śīlavanto dayānvitāḥ /
Die vom Töten von Lebewesen Abgewandten (prāṇātipātāt viratāḥ), Charaktervollen (śīlavantaḥ), Mitleidvollen (dayānvitāḥ),
sarvabhūtadayāvanto viśvāsyāḥ sarvajantuṣu / tyaktahiṃsrasamācārās te narāḥ svargagāminaḥ //
Die allen Wesen gegenüber Mitleidvollen, allen Lebewesen gegenüber Vertrauenswürdigen, die die gewalttätige Verhaltensweise Aufgegebenen – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
sarvabhūtadayāvanto viśvāsyāḥ sarvajantuṣu /
Die allen Wesen gegenüber Mitleidvollen (sarvabhūtadayāvantaḥ), allen Lebewesen gegenüber Vertrauenswürdigen (viśvāsyāḥ sarvajantuṣu),
tyaktahiṃsrasamācārās te narāḥ svargagāminaḥ //
die die gewalttätige Verhaltensweise Aufgegebenen (tyaktahiṃsrasamācārāḥ) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
parasvanirmamā nityaṃ paradāravivarjikāḥ / dharmalabdhārthabhoktāras te narāḥ svargagāminaḥ //
Die stets ohne Ich-Bezogenheit gegenüber fremdem Gut, die fremde Ehefrauen Meidenden, die den auf Dharma-Weise erworbenen Besitz Genießenden – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
parasvanirmamā nityaṃ paradāravivarjikāḥ /
Die stets (nityam) ohne Ich-Bezogenheit gegenüber fremdem Gut (parasvanirmamāḥ), die fremde Ehefrauen Meidenden (paradāravivarjikāḥ),
dharmalabdhārthabhoktāras te narāḥ svargagāminaḥ //
die den auf Dharma-Weise erworbenen Besitz Genießenden (dharmalabdhārthabhoktāraḥ) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
svadāraniratā ye ca ṛtukālābhigāminaḥ / agrāmyasukhabhogāś ca te narāḥ svargagāminaḥ //
Wer der eigenen Ehefrau zugetan ist und nur zur rechten Zeit [zu ihr] geht, und wer keine plumpen [sinnlichen] Genüsse [sucht] – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
svadāraniratā ye ca ṛtukālābhigāminaḥ /
Wer der eigenen Ehefrau zugetan ist (svadāraniratāḥ ye ca) und nur zur rechten Zeit [zu ihr] geht (ṛtukālābhigāminaḥ),
agrāmyasukhabhogāś ca te narāḥ svargagāminaḥ //
und wer keine plumpen [sinnlichen] Genüsse [sucht] (agrāmyasukhabhogāḥ ca) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
stainyān nivṛttāḥ satataṃ saṃtuṣṭāḥ svadhanena ca / svabhāgyāny upajīvanti te narāḥ svargagāminaḥ //
Vom Diebstahl stets Abgewandte, mit dem eigenen Vermögen Zufriedene, die von ihrem eigenen [rechtmäßigen] Anteil leben – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
stainyān nivṛttāḥ satataṃ saṃtuṣṭāḥ svadhanena ca /
Vom Diebstahl (stainyāt) stets (satatam) Abgewandte (nivṛttāḥ), mit dem eigenen Vermögen (svadhanena) Zufriedene (saṃtuṣṭāḥ ca),
svabhāgyāny upajīvanti te narāḥ svargagāminaḥ //
die von ihrem eigenen [rechtmäßigen] Anteil leben (svabhāgyāni upajīvanti) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
paradāreṣu ye nityaṃ cāritrāvṛtalocanāḥ / jitendriyāḥ śīlaparās te narāḥ svargagāminaḥ //
Wer gegenüber fremden Ehefrauen stets die Augen durch guten Wandel verschlossen hält, mit gezügelten Sinnen, dem Charakter zugetan – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
paradāreṣu ye nityaṃ cāritrāvṛtalocanāḥ /
Wer (ye) gegenüber fremden Ehefrauen (paradāreṣu) stets (nityam) die Augen durch guten Wandel verschlossen hält (cāritrāvṛtalocanāḥ),
jitendriyāḥ śīlaparās te narāḥ svargagāminaḥ //
mit gezügelten Sinnen (jitendriyāḥ), dem Charakter zugetan (śīlaparāḥ) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
Dies ist der von den Göttern geschaffene Weg, der stets von den Menschen begangen werden soll; und der von Leidenschaftslosigkeit geschaffene Weg soll stets von den Klugen begangen werden.
Wort für Wort
eṣa daivakṛto mārgaḥ sevitavyaḥ sadā naraiḥ /
Dies (eṣaḥ) ist der von den Göttern geschaffene Weg (daivakṛtaḥ mārgaḥ), der stets von den Menschen begangen werden soll (sevitavyaḥ sadā naraiḥ);
akaṣāyakṛtaś caiva mārgaḥ sevyaḥ sadā budhaiḥ //
und der von Leidenschaftslosigkeit geschaffene Weg (akaṣāyakṛtaḥ ca eva mārgaḥ) soll stets von den Klugen begangen werden (sevyaḥ sadā budhaiḥ).
avṛthāpakṛtaś caiva mārgaḥ sevyaḥ sadā budhaiḥ / dānakarmatapoyuktaḥ śīlaśaucadayātmakaḥ / svargamārgam abhīpsadbhir na sevyas tv ata uttaraḥ //
Und der nicht durch Vergebliches/Unrechtes geschaffene Weg soll stets von den Klugen begangen werden, mit Gabe, [rechter] Tätigkeit und Askese verbunden, von Charakter, Reinheit und Mitleid geprägt; ein darüber hinausgehender [Weg] soll von denen, die den Himmelsweg begehren, nicht begangen werden.
Wort für Wort
avṛthāpakṛtaś caiva mārgaḥ sevyaḥ sadā budhaiḥ /
Und der nicht durch Vergebliches/Unrechtes geschaffene Weg (avṛthāpakṛtaḥ ca eva mārgaḥ) soll stets von den Klugen begangen werden (sevyaḥ sadā budhaiḥ),
dānakarmatapoyuktaḥ śīlaśaucadayātmakaḥ /
mit Gabe, [rechter] Tätigkeit und Askese verbunden (dānakarmatapoyuktaḥ), von Charakter, Reinheit und Mitleid geprägt (śīlaśaucadayātmakaḥ);
svargamārgam abhīpsadbhir na sevyas tv ata uttaraḥ //
ein darüber hinausgehender [Weg] (ataḥ uttaraḥ) soll von denen, die den Himmelsweg begehren (svargamārgam abhīpsadbhiḥ), nicht begangen werden (na sevyaḥ tu).
{umovāca:} vācā tu badhyate yena mucyate hy athavā punaḥ / tāni karmāṇi me deva vada bhūtapate 'nagha //
Umā sprach: Durch was aber wird man durch Rede gebunden, oder wiederum wahrlich befreit? Jene Handlungen, o Gott, sage mir, o Herr der Wesen, Sündloser.
Wort für Wort
{umovāca:} vācā tu badhyate yena mucyate hy athavā punaḥ /
Umā sprach: Durch was (yena) aber (tu) wird man durch Rede (vācā) gebunden (badhyate), oder wiederum wahrlich befreit (mucyate hi athavā punaḥ)?
tāni karmāṇi me deva vada bhūtapate 'nagha //
Jene Handlungen (tāni karmāṇi), mir (me), o Gott (deva), sage (vada), o Herr der Wesen (bhūtapate), Sündloser (anagha).
{śiva uvāca:} ātmahetoḥ parārthe vā adharmāśritam eva ca / ye mṛṣā na vadantīha te narāḥ svargagāminaḥ //
Śiva sprach: Wer weder um des eigenen [Vorteils] willen, noch für einen anderen, noch aus Adharma-Grund hier Falsches spricht – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
{śiva uvāca:} ātmahetoḥ parārthe vā adharmāśritam eva ca /
Śiva sprach: Um des eigenen [Vorteils] willen (ātmahetoḥ), oder für einen anderen (parārthe vā), oder aus Adharma-Grund (adharmāśritam eva ca) –
ye mṛṣā na vadantīha te narāḥ svargagāminaḥ //
wer (ye) hier (iha) [in solchen Fällen] nicht Falsches spricht (mṛṣā na vadanti) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
Dies, o Göttin, ist der durch die Rede geschaffene Dharma, der stets von den Menschen befolgt werden soll; mit guten, wahren Tugenden [ausgestattet] soll die Unwahrheit von den Klugen stets gemieden werden.
Wort für Wort
eṣa vāṇīkṛto devi dharmaḥ sevyaḥ sadā naraiḥ /
Dies (eṣaḥ), o Göttin (devi), ist der durch die Rede geschaffene Dharma (vāṇīkṛtaḥ dharmaḥ), der stets von den Menschen befolgt werden soll (sevyaḥ sadā naraiḥ);
śubhasatyaguṇair nityaṃ varjanīyā mṛṣā budhaiḥ //
mit guten, wahren Tugenden [ausgestattet] (śubhasatyaguṇaiḥ) soll die Unwahrheit (mṛṣā) von den Klugen stets gemieden werden (nityam varjanīyā budhaiḥ).
{umovāca:} manasā badhyate yena karmaṇā puruṣaḥ sadā / tan me brūhi mahābhāga devadeva pinākadhṛk //
Umā sprach: Wodurch der Mensch stets durch die Tätigkeit des Geistes gebunden wird – das sage mir, o Hochgesegneter, Gott der Götter, Träger des Pināka[-Bogens].
Durch welche schlecht geleitete Geistesverfassung, mit schlecht geleitetem inneren Wesen, der Mensch hier gebunden würde – höre auch dies, o Schönantlitzige.
Wort für Wort
duṣpraṇītena manasā duṣpraṇītāntarākṛtiḥ /
Durch schlecht geleiteten Geist (duṣpraṇītena manasā), mit schlecht geleitetem inneren Wesen (duṣpraṇītāntarākṛtiḥ),
naro badhyeta yeneha śṛṇu vā taṃ śubhānane //
wodurch (yena) der Mensch (naraḥ) hier gebunden würde (badhyeta iha) – höre auch dies (śṛṇu vā tam), o Schönantlitzige (śubhānane).
avairā ye tv anāyāsā maitracittaratāḥ sadā / sarvabhūtadayāvantas te narāḥ svargagāminaḥ //
Wer aber frei von Feindschaft, ohne [böse] Anstrengung, stets freundlichem Sinn zugetan ist, allen Wesen gegenüber mitleidvoll – diese Menschen gehen zum Himmel.
Wort für Wort
avairā ye tv anāyāsā maitracittaratāḥ sadā /
Wer (ye) aber frei von Feindschaft (avairāḥ tu), ohne [böse] Anstrengung (anāyāsāḥ), stets (sadā) freundlichem Sinn zugetan ist (maitracittaratāḥ),
sarvabhūtadayāvantas te narāḥ svargagāminaḥ //
allen Wesen gegenüber mitleidvoll (sarvabhūtadayāvantaḥ) – diese Menschen (te narāḥ) gehen zum Himmel (svargagāminaḥ).
Śiva sprach: Wohlan, ich will dir, o Göttin, den Ursprung der Handlungsfrüchte verkünden, durch den jeder Mensch in der sterblichen Welt seine eigene Frucht genießt.
Wort für Wort
{śiva uvāca:} hanta te 'haṃ pravakṣyāmi devi karmaphalodayam /
Śiva sprach: Wohlan (hanta), ich will dir (te aham), o Göttin (devi), den Ursprung der Handlungsfrüchte verkünden (pravakṣyāmi karmaphalodayam),
martyaloke naraḥ sarvo yena svaṃ phalam aśnute //
durch den (yena) jeder Mensch (naraḥ sarvaḥ) in der sterblichen Welt (martyaloke) seine eigene Frucht genießt (svam phalam aśnute).
Ein Mensch, der Lebewesen tötet, den Stab stets in der Hand [gewaltbereit], stets die Waffe erhoben, und der Scharen von Wesen tötet,
Wort für Wort
prāṇātipātī yogīndro daṇḍahasto naraḥ sadā /
Ein Mensch (naraḥ), der Lebewesen tötet (prāṇātipātī), ein 'Meister' [im schlechten Sinn] (yogīndraḥ) [?], den Stab stets in der Hand (daṇḍahastaḥ sadā),
nityam udyataśastraś ca hanti bhūtagaṇān naraḥ //
stets die Waffe erhoben (nityam udyataśastraḥ ca), und der Mensch (naraḥ) Scharen von Wesen tötet (hanti bhūtagaṇān),
[Anm.] 'yogīndro' hier ungewöhnlich im Kontext eines Gewalttäters; möglicherweise ironisch oder textlich unsicher gemeint als 'Meister' im negativen Sinn.
Falls er nun irgendwann in der Menschenwelt geboren wird, [so gilt]: dies ist der Weg der Langlebigen, der wohl Gewandelten, der Guttätigen, der durch Verzicht auf die Tötung von Lebewesen von Brahmā verkündet wurde.
Wort für Wort
atha cen mānuṣe loke kadācid upapadyate /
Falls er nun (atha cet) irgendwann (kadācit) in der Menschenwelt (mānuṣe loke) geboren wird (upapadyate),
eṣa dīrghāyuṣāṃ mārgaḥ suvṛttānāṃ sukarmaṇām /
[so gilt:] dies (eṣaḥ) ist der Weg (mārgaḥ) der Langlebigen (dīrghāyuṣām), der wohl Gewandelten (suvṛttānām), der Guttätigen (sukarmaṇām),
prāṇihiṃsāvimokṣeṇa brahmaṇā samudīritaḥ //
der durch Verzicht auf die Tötung von Lebewesen (prāṇihiṃsāvimokṣeṇa) von Brahmā verkündet wurde (brahmaṇā samudīritaḥ).