Kapitel 234: tāpatrayavarṇanaṃ garbhajanmajarāmaraṇanarakaduḥkhavarṇanaṃ jñānasvarūpavarṇanaṃ ca
Die Darlegung der dreifachen Pein und der Leiden von Mutterleib, Geburt, Alter, Tod und Hölle, sowie des Wesens der wahren Erkenntnis
Vyāsa sprach: 'Nachdem er die dreifache Pein (Tāpatraya) — die Ādhyātmika und die übrigen, o Brahmanen — erkannt hat, erlangt der Weise, in dem Erkenntnis und Entsagung entstanden sind, die Ātyantika-(Auflösung), die endgültige.'
'und ebenso durch Augenkrankheit, Ruhr, Lepra und die sogenannten Körperleiden — so gliedert sich die körperentstandene Pein. Ihr sollt (nun) die geistige hören.'
Wort für Wort
tathākṣirogātīsāra-kuṣṭhāṅgāmayasaṃjñakaiḥ /
'und ebenso durch Augenkrankheit, Ruhr, Lepra und die sogenannten Körperleiden —'
bhidyate dehajas tāpo mānasaṃ śrotum arhatha //
'so gliedert sich die körperentstandene Pein. Ihr sollt nun die geistige hören.'
'Entstanden aus Begierde, Zorn, Furcht, Hass, Gier, Verblendung, Verzweiflung; und ebenso überwältigt von Kummer, Missgunst, Kränkung, Eifersucht und Neid —'
Wort für Wort
kāmakrodhabhayadveṣa-lobhamohaviṣādajaḥ /
'Entstanden aus Begierde, Zorn, Furcht, Hass, Gier, Verblendung, Verzweiflung;'
śokāsūyāvamānerṣyā-mātsaryābhibhavas tathā //
'und ebenso überwältigt von Kummer, Missgunst, Kränkung, Eifersucht und Neid —'
'auch die geistige Pein, o Beste der Zweifachgeborenen, tritt nicht nur auf eine Weise auf. So wird durch diese und ähnliche Unterteilungen die Ādhyātmika-Pein überliefert.'
Wort für Wort
mānaso 'pi dvijaśreṣṭhās tāpo bhavati naikadhā /
'auch die geistige Pein, o Beste der Zweifachgeborenen, tritt nicht nur auf eine Weise auf.'
ity evamādibhir bhedais tāpo hy ādhyātmikaḥ smṛtaḥ //
'So wird durch diese und ähnliche Unterteilungen die Ādhyātmika-Pein überliefert.'
mṛgapakṣimanuṣyādyaiḥ piśācoragarākṣasaiḥ /
sarīsṛpādyaiś ca nṛṇāṃ janyate cādhibhautikaḥ //
'Durch Wildtiere, Vögel, Menschen und dergleichen, durch Piśācas, Schlangen und Rākṣasas, und durch Kriechtiere und dergleichen wird für die Menschen die Ādhibhautika-(Pein, durch andere Wesen verursacht) erzeugt.'
Wort für Wort
mṛgapakṣimanuṣyādyaiḥ piśācoragarākṣasaiḥ /
'Durch Wildtiere, Vögel, Menschen und dergleichen, durch Piśācas, Schlangen und Rākṣasas,'
sarīsṛpādyaiś ca nṛṇāṃ janyate cādhibhautikaḥ //
'und durch Kriechtiere und dergleichen wird für die Menschen die Ādhibhautika-Pein erzeugt.'
'Die Pein, die durch Kälte, Hitze, Wind, Regen, Wasser, Blitz und dergleichen entsteht, o Beste der Zweifachgeborenen, wird als die Ādhidaivika-(Pein, durch göttliche Mächte verursacht) bezeichnet.'
Wort für Wort
śītoṣṇavātavarṣāmbu-vaidyutādisamudbhavaḥ /
'Die Pein, die durch Kälte, Hitze, Wind, Regen, Wasser, Blitz und dergleichen entsteht,'
tāpo dvijavaraśreṣṭhāḥ kathyate cādhidaivikaḥ //
'o Beste der Zweifachgeborenen, wird als die Ādhidaivika-Pein bezeichnet.'
'Ebenso gliedert sich das aus Mutterleib, Geburt, Alter, Unwissenheit, Tod und Hölle entstandene Leid in tausendfache Unterteilungen, o Beste der Munis.'
Wort für Wort
garbhajanmajarājñāna-mṛtyunārakajaṃ tathā /
'Ebenso gliedert sich das aus Mutterleib, Geburt, Alter, Unwissenheit, Tod und Hölle entstandene Leid'
'überaus gequält durch die überaus sauren, scharfen, beißenden, heißen und salzigen, überaus hitzeerzeugenden Speisen der Mutter, in äußerstem Schmerz,'
Wort für Wort
atyamlakaṭutīkṣṇoṣṇa-lavaṇair mātṛbhojanaiḥ /
'überaus gequält durch die überaus sauren, scharfen, beißenden, heißen und salzigen,'
atitāpibhir atyarthaṃ bādhyamāno 'tivedanaḥ //
'überaus hitzeerzeugenden Speisen der Mutter, in äußerstem Schmerz,'
'ohne freien Atem, doch bei Bewusstsein, sich an hunderte (frühere) Geburten erinnernd, verweilt es im Mutterleib in überaus großem Leid, gebunden durch seine eigenen Taten.'
'wird es durch jene gewaltigen Geburtswinde mit dem Gesicht nach unten gewandt; durch Qualen erlangt es, leidend, den Austritt aus dem Leib der Mutter.'
Wort für Wort
adhomukhas taiḥ kriyate prabalaiḥ sūtimārutaiḥ /
'wird es durch jene gewaltigen Geburtswinde mit dem Gesicht nach unten gewandt;'
'Nachdem es in eine tiefe Ohnmacht gefallen ist, von der äußeren Luft berührt, erleidet das Neugeborene den Verlust seines (früheren) Wissens, o Beste der Munis.'
Wort für Wort
mūrchām avāpya mahatīṃ saṃspṛṣṭo bāhyavāyunā /
'Nachdem es in eine tiefe Ohnmacht gefallen ist, von der äußeren Luft berührt,'
vijñānabhraṃśam āpnoti jātas tu munisattamāḥ //
'erleidet das Neugeborene den Verlust seines früheren Wissens, o Beste der Munis.'
'nicht fähig, auch nur einen Juckreiz zu kratzen, nicht Herr seiner selbst auch nur beim Umdrehen, erhält es die Nahrung, das Trinken an der Brust und dergleichen, nur durch den Willen eines anderen.'
Wort für Wort
kaṇḍūyane 'pi cāśaktaḥ parivarte 'py anīśvaraḥ /
'nicht fähig, auch nur einen Juckreiz zu kratzen, nicht Herr seiner selbst auch nur beim Umdrehen,'
stanapānādikāhāram avāpnoti parecchayā //
'erhält es die Nahrung, das Trinken an der Brust und dergleichen, nur durch den Willen eines anderen.'
janmaduḥkhāny anekāni janmano 'nantarāṇi ca /
bālabhāve yadāpnoti ādhibhūtādikāni ca //
'Die vielfachen Leiden der Geburt, und ebenso jene unmittelbar auf die Geburt folgenden, sowie die Ādhibhautika-(Leiden) und andere, die es im Kindesalter erhält,'
Wort für Wort
janmaduḥkhāny anekāni janmano 'nantarāṇi ca /
'Die vielfachen Leiden der Geburt, und ebenso jene unmittelbar auf die Geburt folgenden,'
bālabhāve yadāpnoti ādhibhūtādikāni ca //
'sowie die Ādhibhautika-Leiden und andere, die es im Kindesalter erhält,'
ajñānatamasā channo mūḍhāntaḥkaraṇo naraḥ /
na jānāti kutaḥ ko 'haṃ kutra gantā kimātmakaḥ //
'(all dies erträgt) der Mensch, von der Finsternis der Unwissenheit umhüllt, sein inneres Organ verwirrt; er weiß nicht: 'Woher (komme ich)? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was ist mein wahres Wesen?''
Wort für Wort
ajñānatamasā channo mūḍhāntaḥkaraṇo naraḥ /
'der Mensch, von der Finsternis der Unwissenheit umhüllt, sein inneres Organ verwirrt,'
na jānāti kutaḥ ko 'haṃ kutra gantā kimātmakaḥ //
'er weiß nicht: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was ist mein wahres Wesen?'
kena bandhena baddho 'haṃ kāraṇaṃ kim akāraṇam /
kiṃ kāryaṃ kim akāryaṃ vā kiṃ vācyaṃ kiṃ na cocyate //
''Durch welche Fessel bin ich gebunden? Was ist Ursache, was ist keine Ursache? Was ist zu tun, was ist nicht zu tun, oder was ist zu sagen und was nicht zu sagen?''
Wort für Wort
kena bandhena baddho 'haṃ kāraṇaṃ kim akāraṇam /
''Durch welche Fessel bin ich gebunden? Was ist Ursache, was ist keine Ursache?'
kiṃ kāryaṃ kim akāryaṃ vā kiṃ vācyaṃ kiṃ na cocyate //
'Was ist zu tun, was ist nicht zu tun, oder was ist zu sagen und was nicht zu sagen?''
'So erhalten von dem Vieh gleichende, törichte Menschen, die nur auf Geschlechtsteil und Bauch bedacht sind, das große, aus Unwissenheit entstandene Leid.'
Wort für Wort
evaṃ paśusamair mūḍhair ajñānaprabhavaṃ mahat /
'So erhalten von dem Vieh gleichende, törichte Menschen'
avāpyate narair duḥkhaṃ śiśnodaraparāyaṇaiḥ //
'das große, aus Unwissenheit entstandene Leid, nur auf Geschlechtsteil und Bauch bedacht.'
'Unwissenheit ist ein Zustand des Tamas; die Unternehmungen und Handlungsantriebe der Unwissenden verlaufen (blind); daraus, o Zweifachgeborene, entsteht die Vernachlässigung der (rechten) Handlung.'
Wort für Wort
ajñānaṃ tāmaso bhāvaḥ kāryārambhapravṛttayaḥ /
'Unwissenheit ist ein Zustand des Tamas; die Unternehmungen und Handlungsantriebe der Unwissenden verlaufen blind;'
ajñānināṃ pravartante karmalopas tato dvijāḥ //
'daraus, o Zweifachgeborene, entsteht die Vernachlässigung der rechten Handlung.'
'Als Frucht der Vernachlässigung der (vorgeschriebenen) Handlungen bezeichnen die großen Weisen die Hölle; deshalb ist für die Unwissenden das Leid, hier wie im Jenseits, das höchste.'
Wort für Wort
narakaṃ karmaṇāṃ lopāt phalam āhur maharṣayaḥ /
'Als Frucht der Vernachlässigung der vorgeschriebenen Handlungen bezeichnen die großen Weisen die Hölle;'
tasmād ajñānināṃ duḥkham iha cāmutra cottamam //
'deshalb ist für die Unwissenden das Leid, hier wie im Jenseits, das höchste.'
jarājarjaradehaś ca śithilāvayavaḥ pumān /
vicalacchīrṇadaśano valisnāyuśirāvṛtaḥ //
'Der Mensch, sein Körper altersschwach und hinfällig, seine Glieder erschlafft, seine Zähne wackelnd und verfallen, von Runzeln, Sehnen und Adern bedeckt,'
Wort für Wort
jarājarjaradehaś ca śithilāvayavaḥ pumān /
'Der Mensch, sein Körper altersschwach und hinfällig, seine Glieder erschlafft,'
vicalacchīrṇadaśano valisnāyuśirāvṛtaḥ //
'seine Zähne wackelnd und verfallen, von Runzeln, Sehnen und Adern bedeckt,'
'sein Augenlicht längst erloschen, seine Pupillen wie in die Leere des Himmels versunken, Haarbüschel aus seinen Nasenlöchern hervortretend, sein Körper zitternd,'
Wort für Wort
dūrapranaṣṭanayano vyomāntargatatārakaḥ /
'sein Augenlicht längst erloschen, seine Pupillen wie in die Leere des Himmels versunken,'
nāsāvivaraniryāta- romapuñjaś caladvapuḥ //
'Haarbüschel aus seinen Nasenlöchern hervortretend, sein Körper zitternd,'
'alle seine Knochen hervortretend, sein Rückenknochengefüge gebeugt, wegen seines geschwächten Verdauungsfeuers nur wenig Nahrung zu sich nehmend, nur wenig tätig,'
Wort für Wort
prakaṭībhūtasarvāsthir natapṛṣṭhāsthisaṃhatiḥ /
'alle seine Knochen hervortretend, sein Rückenknochengefüge gebeugt,'
utsannajaṭharāgnitvād alpāhāro 'lpaceṣṭitaḥ //
'wegen seines geschwächten Verdauungsfeuers nur wenig Nahrung zu sich nehmend, nur wenig tätig,'
'nur mit Mühe gehend, aufstehend, sich hinlegend und sitzend, sein Gehör und Augenlicht schwächer werdend, sein Gesicht mit dem Speichel aus seiner Kehle besudelt,'
Wort für Wort
kṛcchracaṅkramaṇotthāna- śayanāsanaceṣṭitaḥ /
'nur mit Mühe gehend, aufstehend, sich hinlegend und sitzend,'
mandībhavacchrotranetra- galallālāvilānanaḥ //
'sein Gehör und Augenlicht schwächer werdend, sein Gesicht mit dem Speichel aus seiner Kehle besudelt,'
'alle seine Sinnesorgane nicht mehr unter seiner Herrschaft, dem Tod zugewandt, selbst der eben in diesem Augenblick erfahrenen Dinge sich in keiner Weise (mehr) erinnernd,'
Wort für Wort
anāyattaiḥ samastaiś ca karaṇair maraṇonmukhaḥ /
'alle seine Sinnesorgane nicht mehr unter seiner Herrschaft, dem Tod zugewandt,'
tatkṣaṇe 'py anubhūtānām asmartākhilavastunām //
'selbst der eben in diesem Augenblick erfahrenen Dinge sich in keiner Weise mehr erinnernd,'
'schon vom einmaligen Aussprechen eines Satzes große Erschöpfung erleidend, durch die Anstrengung der Krankheit von Atemnot und Husten zur Schlaflosigkeit gezwungen,'
Wort für Wort
sakṛd uccārite vākye samudbhūtamahāśramaḥ /
'schon vom einmaligen Aussprechen eines Satzes große Erschöpfung erleidend,'
śvāsakāsāmayāyāsa- samudbhūtaprajāgaraḥ //
'durch die Anstrengung der Krankheit von Atemnot und Husten zur Schlaflosigkeit gezwungen,'
'wird der Greis von einem aufgerichtet und von einem anderen ebenso hingelegt, mit Geringschätzung behandelt von Dienern, sogar von sich selbst, von Söhnen und Ehefrau,'
Wort für Wort
anyenotthāpyate 'nyena tathā saṃveśyate jarī /
'wird der Greis von einem aufgerichtet und von einem anderen ebenso hingelegt,'
bhṛtyātmaputradārāṇām apamānaparākṛtaḥ //
'mit Geringschätzung behandelt von Dienern, sogar von sich selbst, von Söhnen und Ehefrau,'
prakṣīṇākhilaśaucaś ca vihārāhārasaṃspṛhaḥ /
hāsyaḥ parijanasyāpi nirviṇṇāśeṣabāndhavaḥ //
'seine gesamte Reinlichkeit geschwunden, doch (noch immer) nach Zerstreuung und Nahrung verlangend, selbst dem eigenen Hausgesinde zum Gespött geworden, all seiner Verwandten überdrüssig,'
Wort für Wort
prakṣīṇākhilaśaucaś ca vihārāhārasaṃspṛhaḥ /
'seine gesamte Reinlichkeit geschwunden, doch noch immer nach Zerstreuung und Nahrung verlangend,'
hāsyaḥ parijanasyāpi nirviṇṇāśeṣabāndhavaḥ //
'selbst dem eigenen Hausgesinde zum Gespött geworden, all seiner Verwandten überdrüssig,'
'Der Mensch, sein Hals, seine Füße und Hände erschlafft, vom Zittern befallen, bald von Mattigkeit überwältigt, bald wieder mit der Kraft des Bewusstseins ausgestattet,'
'überaus verwirrt von der Anhaftung (an den Gedanken): 'Wie wird es diesen ergehen — meinem Gold, Getreide, meinen Söhnen, meiner Ehefrau, meinen Dienern, meinem Haus und so fort?''
Wort für Wort
hiraṇyadhānyatanaya-bhāryābhṛtyagṛhādiṣu /
'in Bezug auf Gold, Getreide, Söhne, Ehefrau, Diener, Haus und so fort,'
ete kathaṃ bhaviṣyantīty atīva mamatākulaḥ //
'überaus verwirrt von der Anhaftung: Wie wird es diesen ergehen?'
'sein Knochengefüge zerschnitten wie von schrecklichen Sägen — (das heißt) von die Lebenspunkte treffenden schweren Krankheiten —, wie von den furchtbaren Pfeilen des Todes (Antaka),'
Wort für Wort
marmavidbhir mahārogaiḥ krakacair iva dāruṇaiḥ /
'sein Knochengefüge zerschnitten wie von schrecklichen Sägen — von die Lebenspunkte treffenden schweren Krankheiten —,'
'seine Pupillen sich verdrehend, seine Hände und Füße immer wieder zuckend, sein Gaumen, seine Lippen und seine Kehle austrocknend, gibt er ein röchelndes Geräusch von sich,'
Wort für Wort
parivartamānatārākṣi hastapādaṃ muhuḥ kṣipan /
'seine Pupillen sich verdrehend, seine Hände und Füße immer wieder zuckend,'
saṃśuṣyamāṇatālvoṣṭha- kaṇṭho ghuraghurāyate //
'sein Gaumen, seine Lippen und seine Kehle austrocknend, gibt er ein röchelndes Geräusch von sich,'
'erlangt er, von Yamas Dienern bedrängt, durch Qual den (letzten) Austritt (des Lebensatems); und dann nimmt er, durch (weitere) Qual, einen Marterkörper an.'
Wort für Wort
kleśād utkrāntim āpnoti yāmyakiṃkarapīḍitaḥ /
'erlangt er, von Yamas Dienern bedrängt, durch Qual den letzten Austritt des Lebensatems;'
tataś ca yātanādehaṃ kleśena pratipadyate //
'und dann nimmt er, durch weitere Qual, einen Marterkörper an.'
'Dies und andere schreckliche Leiden (widerfahren) den Menschen im Sterben; höret nun auch jene, die von den gestorbenen Menschen in der Hölle erlangt werden.'
Wort für Wort
etāny anyāni cogrāṇi duḥkhāni maraṇe nṛṇām /
'Dies und andere schreckliche Leiden widerfahren den Menschen im Sterben;'
'Ergreifung durch die Schlinge und dergleichen der Diener Yamas, Schläge mit dem Stab, der furchtbare Anblick Yamas, das Erblicken schrecklicher Pfade,'
Wort für Wort
yāmyakiṃkarapāśādi- grahaṇaṃ daṇḍatāḍanam /
'Ergreifung durch die Schlinge und dergleichen der Diener Yamas, Schläge mit dem Stab,'
yamasya darśanaṃ cogram ugramārgavilokanam //
'der furchtbare Anblick Yamas, das Erblicken schrecklicher Pfade,'
karambhavālukāvahni- yantraśastrādibhīṣaṇe /
pratyekaṃ yātanāyāś ca yātanādi dvijottamāḥ //
'in den schrecklichen (Höllen) von Brei, Sand, Feuer, Pressen, Waffen und dergleichen gibt es für jede einzelne Marter (noch weitere) Marter über Marter, o Beste der Zweifachgeborenen,'
Wort für Wort
karambhavālukāvahni- yantraśastrādibhīṣaṇe /
'in den schrecklichen Höllen von Brei, Sand, Feuer, Pressen, Waffen und dergleichen'
pratyekaṃ yātanāyāś ca yātanādi dvijottamāḥ //
'gibt es für jede einzelne Marter noch weitere Marter über Marter, o Beste der Zweifachgeborenen,'
'derer, die von Sägen zerschnitten werden, und die auch in der Pfanne aufgebläht werden, derer, die von Äxten gespalten werden, und die auch in der Erde vergraben werden,'
Wort für Wort
krakacaiḥ pīḍyamānānāṃ mṛṣāyāṃ cāpi dhmāpyatām /
'derer, die von Sägen zerschnitten werden, und die auch in der Pfanne aufgebläht werden,'
kuṭhāraiḥ pāṭyamānānāṃ bhūmau cāpi nikhanyatām //
'derer, die von Äxten gespalten werden, und die auch in der Erde vergraben werden,'
'derer, die auf Pfähle gespießt werden, und die in den Rachen des Tigers gesteckt werden, derer, die von Geiern gefressen werden, und die von Panthern verzehrt werden,'
Wort für Wort
śūleṣv āropyamāṇānāṃ vyāghravaktre praveśyatām /
'derer, die auf Pfähle gespießt werden, und die in den Rachen des Tigers gesteckt werden,'
'derer, die in siedendem Öl gekocht werden, und die in ätzendem Schlamm verwesen, derer, die von hohen (Klippen) gestürzt werden, und die mit Schleudermaschinen geschleudert werden —'
Wort für Wort
kvathyatāṃ tailamadhye ca klidyatāṃ kṣārakardame /
'derer, die in siedendem Öl gekocht werden, und die in ätzendem Schlamm verwesen,'
uccān nipātyamānānāṃ kṣipyatāṃ kṣepayantrakaiḥ //
'derer, die von hohen Klippen gestürzt werden, und die mit Schleudermaschinen geschleudert werden —'
narake yāni duḥkhāni pāpahetūdbhavāni vai /
prāpyante nārakair viprās teṣāṃ saṃkhyā na vidyate //
'die Leiden, die, durch Sünde verursacht, in der Hölle entstehen und von den Höllenbewohnern erlitten werden, o Brahmanen — deren Zahl gibt es nicht (d.h. sie ist unzählbar).'
Wort für Wort
narake yāni duḥkhāni pāpahetūdbhavāni vai /
'die Leiden, die, durch Sünde verursacht, in der Hölle entstehen'
prāpyante nārakair viprās teṣāṃ saṃkhyā na vidyate //
'und von den Höllenbewohnern erlitten werden, o Brahmanen — deren Zahl gibt es nicht.'
'Nicht nur in der Hölle, o Beste der Zweifachgeborenen, gibt es eine Kette von Leiden; selbst im Himmel gibt es für den, der vor dem Fall (aus dem vergänglichen Himmel) sich fürchtet, keine wahre Ruhe.'
Wort für Wort
na kevalaṃ dvijaśreṣṭhā narake duḥkhapaddhatiḥ /
'Nicht nur in der Hölle, o Beste der Zweifachgeborenen, gibt es eine Kette von Leiden;'
'wird für die Menschen kein so reichliches Glück bewirkt, wie sie es sich als angenehm erhoffen. So gibt es für die, deren Geist von der Sengglut der Sonne des Saṃsāra-Leids verbrannt ist,'
Wort für Wort
kriyate na tathā bhūri sukhaṃ puṃsāṃ yathāsukham /
'wird für die Menschen kein so reichliches Glück bewirkt, wie sie es sich als angenehm erhoffen.'
iti saṃsāraduḥkhārka- tāpatāpitacetasām //
'So gibt es für die, deren Geist von der Sengglut der Sonne des Saṃsāra-Leids verbrannt ist,'
vimuktipādapacchāyām ṛte kutra sukhaṃ nṛṇām /
tad asya trividhasyāpi duḥkhajātasya paṇḍitaiḥ //
'wo, außer im Schatten des Baumes der Erlösung, sollte für die Menschen Glück sein? Für diese ganze dreifache Gattung des Leides (gilt) von den Weisen (Folgendes):'
Wort für Wort
vimuktipādapacchāyām ṛte kutra sukhaṃ nṛṇām /
'wo, außer im Schatten des Baumes der Erlösung, sollte für die Menschen Glück sein?'
tad asya trividhasyāpi duḥkhajātasya paṇḍitaiḥ //
'Für diese ganze dreifache Gattung des Leides gilt von den Weisen Folgendes:'
'(dieses Leid,) das in den Zuständen des Mutterleibs, der Geburt, des Alters und der übrigen (Stadien) wirksam sein wird, hat alle höchste Freude verdrängt und als einziges Kennzeichen (nur noch) einen (schwachen) Anschein von Glück.'
Wort für Wort
garbhajanmajarādyeṣu sthāneṣu prabhaviṣyataḥ /
'dieses Leid, das in den Zuständen des Mutterleibs, der Geburt, des Alters und der übrigen Stadien wirksam sein wird,'
nirastātiśayāhlādaṃ sukhabhāvaikalakṣaṇam //
'hat alle höchste Freude verdrängt und als einziges Kennzeichen nur noch einen schwachen Anschein von Glück.'
[Anm.] Vers syntaktisch mit V.57 verbunden; sinngemäß übersetzt.
'Das (einzige) Heilmittel ist die Erlangung des Erhabenen (Bhagavān), und dieses allein gilt als das endgültige (Heilmittel); deshalb sollen die weisen Menschen sich um dessen Erlangung bemühen.'
Wort für Wort
bheṣajaṃ bhagavatprāptir ekā cātyantikī matā /
'Das einzige Heilmittel ist die Erlangung des Erhabenen, und dieses allein gilt als das endgültige Heilmittel;'
tatprāptihetur jñānaṃ ca karma coktaṃ dvijottamāḥ /
āgamotthaṃ vivekāc ca dvidhā jñānaṃ tathocyate //
'Als Grund für dessen Erlangung werden sowohl Erkenntnis als auch Handeln genannt, o Beste der Zweifachgeborenen; und die Erkenntnis wird ebenso als zweifach bezeichnet: aus der Schrift entstanden und aus der Unterscheidungskraft (entstanden).'
Wort für Wort
tatprāptihetur jñānaṃ ca karma coktaṃ dvijottamāḥ /
'Als Grund für dessen Erlangung werden sowohl Erkenntnis als auch Handeln genannt, o Beste der Zweifachgeborenen;'
āgamotthaṃ vivekāc ca dvidhā jñānaṃ tathocyate //
'und die Erkenntnis wird ebenso als zweifach bezeichnet: aus der Schrift entstanden und aus der Unterscheidungskraft entstanden.'
'Die aus der (heiligen) Überlieferung bestehende (Erkenntnis) ist das 'Wort-Brahman'; die aus der Unterscheidungskraft entstandene ist das höchste Brahman. Die Unwissenheit gleicht blinder Finsternis, die aus den Sinnen entstandene (Erkenntnis) gleicht einer Lampe.'
Wort für Wort
śabdabrahmāgamamayaṃ paraṃ brahma vivekajam /
'Die aus der heiligen Überlieferung bestehende Erkenntnis ist das Wort-Brahman; die aus der Unterscheidungskraft entstandene ist das höchste Brahman.'
andhaṃ tama ivājñānaṃ dīpavac cendriyodbhavam //
'Die Unwissenheit gleicht blinder Finsternis, die aus den Sinnen entstandene Erkenntnis gleicht einer Lampe.'
yathā sūryas tathā jñānaṃ yad vai viprā vivekajam /
manur apy āha vedārthaṃ smṛtvā yan munisattamāḥ //
'Wie die Sonne, so ist jene Erkenntnis, o Brahmanen, die aus der Unterscheidungskraft entstanden ist; auch Manu hat dies gesagt, nachdem er sich des Sinnes des Veda erinnert hatte, o Beste der Munis.'
Wort für Wort
yathā sūryas tathā jñānaṃ yad vai viprā vivekajam /
'Wie die Sonne, so ist jene Erkenntnis, o Brahmanen, die aus der Unterscheidungskraft entstanden ist;'
manur apy āha vedārthaṃ smṛtvā yan munisattamāḥ //
'auch Manu hat dies gesagt, nachdem er sich des Sinnes des Veda erinnert hatte, o Beste der Munis.'
tad etac chrūyatām atra saṃbandhe gadato mama /
dve brahmaṇī veditavye śabdabrahma paraṃ ca yat //
'So höret dies nun, während ich in diesem Zusammenhang spreche: Zwei (Formen des) Brahman sind zu erkennen — das Wort-Brahman, und jenes, das das Höchste ist.'
Wort für Wort
tad etac chrūyatām atra saṃbandhe gadato mama /
'So höret dies nun, während ich in diesem Zusammenhang spreche:'
dve brahmaṇī veditavye śabdabrahma paraṃ ca yat //
'Zwei Formen des Brahman sind zu erkennen — das Wort-Brahman, und jenes, das das Höchste ist.'
parayā hy akṣaraprāptir ṛgvedādimayāparā /
yat tad avyaktam ajaram acintyam ajam avyayam //
'Denn durch die höhere (Erkenntnis erlangt man) das Unvergängliche; die niedere besteht aus Ṛgveda und den übrigen (Veden). Jenes (Unvergängliche), das unmanifest, alterslos, unbegreiflich, ungeboren, unvergänglich ist,'
Wort für Wort
parayā hy akṣaraprāptir ṛgvedādimayāparā /
'Denn durch die höhere Erkenntnis erlangt man das Unvergängliche; die niedere besteht aus Ṛgveda und den übrigen Veden.'
yat tad avyaktam ajaram acintyam ajam avyayam //
'Jenes Unvergängliche, das unmanifest, alterslos, unbegreiflich, ungeboren, unvergänglich ist,'
vyāpyaṃ vyāptaṃ yataḥ sarvaṃ tad vai paśyanti sūrayaḥ /
tad brahma paramaṃ dhāma tad dheyaṃ mokṣakāṅkṣibhiḥ //
'als zu durchdringen (und doch selbst) alles durchdringend, von wo alles (ausgeht) — das sehen die Erleuchteten wahrhaftig; das ist Brahman, die höchste Stätte, das soll von den nach Erlösung Strebenden bedacht werden.'
Wort für Wort
vyāpyaṃ vyāptaṃ yataḥ sarvaṃ tad vai paśyanti sūrayaḥ /
'als zu durchdringen und doch selbst alles durchdringend, von wo alles ausgeht — das sehen die Erleuchteten wahrhaftig;'
tad brahma paramaṃ dhāma tad dheyaṃ mokṣakāṅkṣibhiḥ //
'das ist Brahman, die höchste Stätte, das soll von den nach Erlösung Strebenden bedacht werden.'
'Jenes durch die Worte der Offenbarung verkündete, subtile (Wesen) ist Viṣṇus höchster Zustand; die Entstehung und die Auflösung der Wesen, und ebenso ihr Kommen und Gehen (in der Wiedergeburt),'
Wort für Wort
śrutivākyoditaṃ sūkṣmaṃ tad viṣṇoḥ paramaṃ padam /
'Jenes durch die Worte der Offenbarung verkündete, subtile Wesen ist Viṣṇus höchster Zustand;'
utpattiṃ pralayaṃ caiva bhūtānām āgatiṃ gatim //
'die Entstehung und die Auflösung der Wesen, und ebenso ihr Kommen und Gehen in der Wiedergeburt,'
vetti vidyām avidyāṃ ca sa vācyo bhagavān iti /
jñānaśaktibalaiśvarya- vīryatejāṃsy aśeṣataḥ //
'sowie Wissen und Unwissenheit kennt er; er wird 'Bhagavān' (der Erhabene) genannt — (er, der) Erkenntnis, Macht, Kraft, Herrschaft, Tatkraft und Glanz vollständig (besitzt),'
Wort für Wort
vetti vidyām avidyāṃ ca sa vācyo bhagavān iti /
'sowie Wissen und Unwissenheit kennt er; er wird Bhagavān genannt —'
jñānaśaktibalaiśvarya- vīryatejāṃsy aśeṣataḥ //
'er, der Erkenntnis, Macht, Kraft, Herrschaft, Tatkraft und Glanz vollständig besitzt,'
'diese (Eigenschaften), frei von tadelnswerten Fehlern und dergleichen, werden durch das Wort 'Bhagavat' bezeichnet; alle Wesen wohnen dort, in jenem Höchsten Selbst.'
Wort für Wort
bhagavacchabdavācyāni vinā heyair guṇādibhiḥ /
'diese Eigenschaften, frei von tadelnswerten Fehlern und dergleichen, werden durch das Wort Bhagavat bezeichnet;'
sarvāṇi tatra bhūtāni nivasanti parātmani //
'alle Wesen wohnen dort, in jenem Höchsten Selbst.'
bhūteṣu ca sa sarvātmā vāsudevas tataḥ smṛtaḥ /
uvācedaṃ maharṣibhyaḥ purā pṛṣṭaḥ prajāpatiḥ //
'Und er, das Selbst von allem, (wohnt) in den Wesen; deshalb wird er 'Vāsudeva' genannt. Dies sprach vormals Prajāpati zu den großen Weisen, von ihnen befragt:'
Wort für Wort
bhūteṣu ca sa sarvātmā vāsudevas tataḥ smṛtaḥ /
'Und er, das Selbst von allem, wohnt in den Wesen; deshalb wird er Vāsudeva genannt.'
uvācedaṃ maharṣibhyaḥ purā pṛṣṭaḥ prajāpatiḥ //
'Dies sprach vormals Prajāpati zu den großen Weisen, von ihnen befragt:'
[Anm.] Klassische Namensdeutung (Nirvacana) von 'Vāsudeva' von der Wurzel √vas ('wohnen') — er, der in allen Wesen wohnt und in dem alle Wesen wohnen.
die Erklärung des Namens des unendlichen Vāsudeva, der Wahrheit gemäß: 'Er, der innerlich in den Wesen wohnt, und in dem diese (Wesen) hier wohnen — er ist der Ordner und Lenker der Welten; deshalb (heißt er) Vāsudeva, der Gebieter.'
Wort für Wort
nāmavyākhyām anantasya vāsudevasya tattvataḥ /
die Erklärung des Namens des unendlichen Vāsudeva, der Wahrheit gemäß:
bhūteṣu vasate yo 'ntar vasanty atra ca tāni yat /
'Er, der innerlich in den Wesen wohnt, und in dem diese Wesen hier wohnen —'
dhātā vidhātā jagatāṃ vāsudevas tataḥ prabhuḥ //
'er ist der Ordner und Lenker der Welten; deshalb heißt er Vāsudeva, der Gebieter.'
sa sarvabhūtaprakṛtir guṇāṃś ca
doṣāṃś ca sarvān saguṇo hy atītaḥ /
atītasarvāvaraṇo 'khilātmā
tenāvṛtaṃ yad bhuvanāntarālam //
'Er ist die Urnatur aller Wesen, und, obwohl mit Eigenschaften versehen, hat er doch alle Eigenschaften und Mängel gänzlich überschritten; jenseits aller Hüllen, das Selbst von allem — von ihm ist das Innere des Universums umhüllt.'
Wort für Wort
sa sarvabhūtaprakṛtir guṇāṃś ca doṣāṃś ca sarvān saguṇo hy atītaḥ /
'Er ist die Urnatur aller Wesen, und, obwohl mit Eigenschaften versehen, hat er doch alle Eigenschaften und Mängel gänzlich überschritten;'
atītasarvāvaraṇo 'khilātmā tenāvṛtaṃ yad bhuvanāntarālam //
'jenseits aller Hüllen, das Selbst von allem — von ihm ist das Innere des Universums umhüllt.'
[Anm.] Vierzeiliger Hymnenvers (ab hier bis V.75), im Original ohne '/' bzw. '//'-Satzzeichen; hier zur Einheitlichkeit ergänzt.
samastakalyāṇaguṇātmako hi
svaśaktileśādṛtabhūtasargaḥ /
icchāgṛhītābhimatorudehaḥ
saṃsādhitāśeṣajagaddhito 'sau //
'Denn sein Wesen besteht aus allen heilvollen Eigenschaften; durch einen bloßen Bruchteil seiner eigenen Kraft wird die Schöpfung der Wesen begünstigt; nach Belieben nimmt er die gewaltige Gestalt an, die er begehrt, und er, der das Wohl des gesamten Universums vollbracht hat —'
Wort für Wort
samastakalyāṇaguṇātmako hi svaśaktileśādṛtabhūtasargaḥ /
'Denn sein Wesen besteht aus allen heilvollen Eigenschaften; durch einen bloßen Bruchteil seiner eigenen Kraft wird die Schöpfung der Wesen begünstigt;'
'das große Behältnis von Glanz, Kraft und Herrschaft; die alleinige Fülle von Eigenschaften wie eigener Tatkraft und Macht; der Höchste der Hohen, in dem, dem Herrn des Höheren und Niederen, überhaupt keinerlei Bedrängnisse und dergleichen bestehen —'
'Er ist der Herr, von der Gestalt sowohl des Einzelnen als auch der Gesamtheit, unmanifester Wesensart und (zugleich) manifester Wesensart, der Herr von allem, der Seher von allem, der Kenner von allem, im Besitz aller Macht, mit dem Namen 'Höchster Herr' (Parameśvara).'
Wort für Wort
sa īśvaro vyaṣṭisamaṣṭirūpo 'vyaktasvarūpaḥ prakaṭasvarūpaḥ /
'Er ist der Herr, von der Gestalt sowohl des Einzelnen als auch der Gesamtheit, unmanifester Wesensart und zugleich manifester Wesensart,'
saṃjñāyate yena tad astadoṣaṃ
śuddhaṃ paraṃ nirmalam ekarūpam /
saṃdṛśyate vāpy atha gamyate vā
taj jñānam ajñānam ato 'nyad uktam //
'Wodurch er — fehlerlos, rein, höchst, makellos, von einziger Gestalt — erkannt, oder erschaut, oder (spirituell) erreicht wird — das ist die (wahre) Erkenntnis; alles andere außer diesem wird als Unwissenheit bezeichnet.'
Wort für Wort
saṃjñāyate yena tad astadoṣaṃ śuddhaṃ paraṃ nirmalam ekarūpam /
'Wodurch er — fehlerlos, rein, höchst, makellos, von einziger Gestalt —'
saṃdṛśyate vāpy atha gamyate vā taj jñānam ajñānam ato 'nyad uktam //
'erkannt, oder erschaut, oder spirituell erreicht wird — das ist die wahre Erkenntnis; alles andere außer diesem wird als Unwissenheit bezeichnet.'