Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 179: viṣṇumāhātmyapraśnaḥ Die Frage der Munis nach Viṣṇus Größe und Menschwerdung

Nach den Kaṇḍu- und Puruṣottama-Kṣetra-Erzählungen fragen die Munis Vyāsa nach dem Ursprung von Baladeva, Kṛṣṇa und Subhadrā im Haus Nandas. In einer sehr umfangreichen, hymnenartigen Frage (V.13-62) zählen sie Viṣṇus kosmische Taten und Wesenszüge auf: die Avatāras (Varāha, Narasiṃha, Vāmana/Trivikrama, Kūrma, Kālanemi-Bezwingung), seine Rolle als Urheber und Erhalter des Opferwesens, der Zeiteinheiten, der vier Stände und Lebensstufen, sowie eine detaillierte embryologisch-physiologische Kosmogonie (Entstehung von Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Mark, Samen aus dem Nahrungssaft; die fünf Prāṇas; die fünf Elemente). Die Frage gipfelt in der zentralen Verwunderung: wie und warum der ewige, eigenschaftslose, unveränderliche Viṣṇu — dessen ,Hari-Sein' im Kṛta-Zeitalter, ,Vaikuṇṭha-Sein' unter den Göttern und ,Kṛṣṇa-Sein' unter den Menschen gerühmt wird — als Nārāyaṇa Brahmā erschuf und schließlich in der Familie der Yadus Menschengestalt annahm.

{lomaharṣaṇa uvāca:} vyāsasya vacanaṃ śrutvā munayaḥ saṃyatendriyāḥ / prītā babhūvuḥ saṃhṛṣṭā vismitāś ca punaḥ punaḥ //

Lomaharṣaṇa sprach: Nachdem sie Vyāsas Wort gehört hatten, wurden die Munis, mit gebändigten Sinnen, erfreut, hocherfreut und immer wieder staunend.

Wort für Wort
vyāsasya vacanaṃ śrutvā munayaḥ saṃyatendriyāḥ
nachdem sie Vyāsas Wort gehört hatten, wurden die Munis, mit gebändigten Sinnen
prītā babhūvuḥ saṃhṛṣṭā vismitāś ca punaḥ punaḥ
erfreut, hocherfreut und immer wieder staunend

{munaya ūcuḥ:} aho bhāratavarṣasya tvayā saṃkīrtitā guṇāḥ / tadvac chrīpuruṣākhyasya kṣetrasya puruṣottama //

Die Munis sprachen: Ach, die Vorzüge von Bhāratavarṣa wurden von dir gerühmt, ebenso die des glückhaften, ,Puruṣa' genannten Kṣetra, o Bester der Männer.

Wort für Wort
aho bhāratavarṣasya tvayā saṃkīrtitā guṇāḥ
ach, die Vorzüge von Bhāratavarṣa wurden von dir gerühmt
tadvac chrīpuruṣākhyasya kṣetrasya puruṣottama
ebenso die des glückhaften, ,Puruṣa' genannten Kṣetra, o Bester der Männer

[Anm.: 'puruṣottama' adressiert hier Vyāsa als ehrende Anrede (,bester der Männer'), nicht die gleichnamige Gottheit.]

vismayo hi na caikasya śrutvā māhātmyam uttamam / puruṣākhyasya kṣetrasya prītiś ca vadatāṃ vara //

Denn Staunen ergreift nicht nur einen einzigen, der die höchste Größe des ,Puruṣa' genannten Kṣetra vernimmt, sowie Freude, o Bester der Redner.

Wort für Wort
vismayo hi na caikasya śrutvā māhātmyam uttamam
denn Staunen ergreift nicht nur einen einzigen, der die höchste Größe vernimmt
puruṣākhyasya kṣetrasya prītiś ca vadatāṃ vara
des ,Puruṣa' genannten Kṣetra, sowie Freude, o Bester der Redner

cirāt prabhṛti cāsmākaṃ saṃśayo hṛdi vartate / tvadṛte saṃśayasyāsya cchettā nānyo 'sti bhūtale //

Und seit langer Zeit besteht in unserem Herzen ein Zweifel; außer dir gibt es keinen anderen auf Erden, der diesen Zweifel zerschneiden könnte.

Wort für Wort
cirāt prabhṛti cāsmākaṃ saṃśayo hṛdi vartate
und seit langer Zeit besteht in unserem Herzen ein Zweifel
tvadṛte saṃśayasyāsya cchettā nānyo 'sti bhūtale
außer dir gibt es keinen anderen auf Erden, der diesen Zweifel zerschneiden könnte

utpattiṃ baladevasya kṛṣṇasya ca mahītale / bhadrāyāś caiva kārtsnyena pṛcchāmas tvāṃ mahāmune //

Nach der Geburt des Baladeva und des Kṛṣṇa auf Erden, sowie der Bhadrā [Subhadrā], fragen wir dich vollständig, o großer Muni:

Wort für Wort
utpattiṃ baladevasya kṛṣṇasya ca mahītale
nach der Geburt des Baladeva und des Kṛṣṇa auf Erden
bhadrāyāś caiva kārtsnyena pṛcchāmas tvāṃ mahāmune
sowie der Bhadrā, fragen wir dich vollständig, o großer Muni

kimarthaṃ tau samutpannau kṛṣṇasaṃkarṣaṇāv ubhau / vasudevasutau vīrau sthitau nandagṛhe mune //

Wozu wurden jene beiden, Kṛṣṇa und Saṃkarṣaṇa, geboren, die Söhne des Vasudeva, die Helden, die im Haus des Nanda weilten, o Muni?

Wort für Wort
kimarthaṃ tau samutpannau kṛṣṇasaṃkarṣaṇāv ubhau
wozu wurden jene beiden, Kṛṣṇa und Saṃkarṣaṇa, geboren
vasudevasutau vīrau sthitau nandagṛhe mune
die Söhne des Vasudeva, die Helden, die im Haus des Nanda weilten, o Muni

niḥsāre mṛtyuloke 'smin duḥkhaprāye 'ticañcale / jalabudbudasaṃkāśe bhairave lomaharṣaṇe //

Warum gefiel ihm in dieser wesenlosen Todeswelt, meist voller Leid, überaus flüchtig, einer Wasserblase gleich, furchtbar, haarsträubend,

Wort für Wort
niḥsāre mṛtyuloke 'smin duḥkhaprāye 'ticañcale
in dieser wesenlosen Todeswelt, meist voller Leid, überaus flüchtig
jalabudbudasaṃkāśe bhairave lomaharṣaṇe
einer Wasserblase gleich, furchtbar, haarsträubend

viṇmūtrapicchalaṃ kaṣṭaṃ saṃkaṭaṃ duḥkhadāyakam / kathaṃ ghorataraṃ teṣāṃ garbhavāsam arocata //

schlüpfrig von Kot und Urin, mühselig, beengt, Leid bringend — wie nur gefiel ihnen der noch furchtbarere Aufenthalt im Mutterleib?

Wort für Wort
viṇmūtrapicchalaṃ kaṣṭaṃ saṃkaṭaṃ duḥkhadāyakam
schlüpfrig von Kot und Urin, mühselig, beengt, Leid bringend
kathaṃ ghorataraṃ teṣāṃ garbhavāsam arocata
wie nur gefiel ihnen der noch furchtbarere Aufenthalt im Mutterleib

yāni karmāṇi cakrus te samutpannā mahītale / vistareṇa mune tāni brūhi no vadatāṃ vara //

Welche Taten sie vollbrachten, nachdem sie auf Erden geboren waren, das erzähle uns ausführlich, o Muni, du Bester der Redner.

Wort für Wort
yāni karmāṇi cakrus te samutpannā mahītale
welche Taten sie vollbrachten, nachdem sie auf Erden geboren waren
vistareṇa mune tāni brūhi no vadatāṃ vara
das erzähle uns ausführlich, o Muni, du Bester der Redner

samagraṃ caritaṃ teṣām adbhutaṃ cātimānuṣam / kathaṃ sa bhagavān devaḥ sureśaḥ surasattamaḥ //

Erzähl uns ihre gesamte, wunderbare, übermenschliche Geschichte: wie nur konnte jener erhabene Gott, der Herr der Götter, der Beste der Götter,

Wort für Wort
samagraṃ caritaṃ teṣām adbhutaṃ cātimānuṣam
ihre gesamte, wunderbare, übermenschliche Geschichte
kathaṃ sa bhagavān devaḥ sureśaḥ surasattamaḥ
wie nur konnte jener erhabene Gott, der Herr der Götter, der Beste der Götter

vasudevakule dhīmān vāsudevatvam āgataḥ / amaraiś cāvṛtaṃ puṇyaṃ puṇyakṛdbhir alaṃkṛtam //

weise, in der Familie des Vasudeva zum Zustand des Vāsudeva gelangen, und die von den Unsterblichen umgebene, heilige, von den Verdienstvollen geschmückte

Wort für Wort
vasudevakule dhīmān vāsudevatvam āgataḥ
weise, in der Familie des Vasudeva zum Zustand des Vāsudeva gelangen
amaraiś cāvṛtaṃ puṇyaṃ puṇyakṛdbhir alaṃkṛtam
und die von den Unsterblichen umgebene, heilige, von den Verdienstvollen geschmückte

devalokaṃ kim utsṛjya martyaloka ihāgataḥ / devamānuṣayor netā dyor bhuvaḥ prabhavo 'vyayaḥ //

Götterwelt verlassend, warum in diese Welt der Sterblichen kommen — er, der Führer von Göttern und Menschen, der unvergängliche Ursprung von Himmel und Erde?

Wort für Wort
devalokaṃ kim utsṛjya martyaloka ihāgataḥ
Götterwelt verlassend, warum in diese Welt der Sterblichen kommen
devamānuṣayor netā dyor bhuvaḥ prabhavo 'vyayaḥ
er, der Führer von Göttern und Menschen, der unvergängliche Ursprung von Himmel und Erde

kimarthaṃ divyam ātmānaṃ mānuṣeṣu nyayojayat / yaś cakraṃ vartayaty eko mānuṣāṇām anāmayam //

Wozu setzte er sein göttliches Selbst unter die Menschen ein — er, der allein das Rad in Gang hält, das den Menschen Gesundheit bringt?

Wort für Wort
kimarthaṃ divyam ātmānaṃ mānuṣeṣu nyayojayat
wozu setzte er sein göttliches Selbst unter die Menschen ein
yaś cakraṃ vartayaty eko mānuṣāṇām anāmayam
er, der allein das Rad in Gang hält, das den Menschen Gesundheit bringt

sa mānuṣye kathaṃ buddhiṃ cakre cakragadādharaḥ / gopāyanaṃ yaḥ kurute jagataḥ sārvabhautikam //

Wie nur richtete er, der Träger von Diskus und Keule, seinen Sinn auf das Menschsein — er, der den Schutz der Welt bewirkt, den Schutz für alle Wesen?

Wort für Wort
sa mānuṣye kathaṃ buddhiṃ cakre cakragadādharaḥ
wie nur richtete er, der Träger von Diskus und Keule, seinen Sinn auf das Menschsein
gopāyanaṃ yaḥ kurute jagataḥ sārvabhautikam
er, der den Schutz der Welt bewirkt, den Schutz für alle Wesen

sa kathaṃ gāṃ gato viṣṇur gopatvam akarot prabhuḥ / mahābhūtāni bhūtātmā yo dadhāra cakāra ca //

Wie nur ging Viṣṇu zur Erde und übte das Hirtenamt aus, er, der Herr, das Selbst der Wesen, der die großen Elemente trägt und erschafft?

Wort für Wort
sa kathaṃ gāṃ gato viṣṇur gopatvam akarot prabhuḥ
wie nur ging Viṣṇu zur Erde und übte das Hirtenamt aus, er, der Herr
mahābhūtāni bhūtātmā yo dadhāra cakāra ca
das Selbst der Wesen, der die großen Elemente trägt und erschafft

śrīgarbhaḥ sa kathaṃ garbhe striyā bhūcarayā dhṛtaḥ / yena lokān kramair jitvā tribhir vai tridaśepsayā //

Wie nur wurde er, dessen Schoß die Śrī ist, im Schoß einer irdisch wandelnden Frau getragen — er, durch den die Welten mit den drei Schritten erobert wurden, auf Wunsch der Götter,

Wort für Wort
śrīgarbhaḥ sa kathaṃ garbhe striyā bhūcarayā dhṛtaḥ
wie nur wurde er, dessen Schoß die Śrī ist, im Schoß einer irdisch wandelnden Frau getragen
yena lokān kramair jitvā tribhir vai tridaśepsayā
er, durch den die Welten mit den drei Schritten erobert wurden, auf Wunsch der Götter

sthāpitā jagato mārgās trivargāś cābhavaṃs trayaḥ / yo 'ntakāle jagat pītvā kṛtvā toyamayaṃ vapuḥ //

durch den die Pfade der Welt eingerichtet wurden und die drei Lebensziel-Gruppen entstanden, er, der am Ende der Zeit die Welt verschlingt, seinen Leib zu Wasser machend,

Wort für Wort
sthāpitā jagato mārgās trivargāś cābhavaṃs trayaḥ
durch den die Pfade der Welt eingerichtet wurden und die drei Lebensziel-Gruppen entstanden
yo 'ntakāle jagat pītvā kṛtvā toyamayaṃ vapuḥ
er, der am Ende der Zeit die Welt verschlingt, seinen Leib zu Wasser machend

lokam ekārṇavaṃ cakre dṛśyādṛśyena cātmanā / yaḥ purāṇaḥ purāṇātmā vārāhaṃ rūpam āsthitaḥ //

die Welt zu einem einzigen Ozean machte, mit sichtbarem und unsichtbarem Selbst zugleich — er, der Uralte, mit uraltem Selbst, der die Eber-Gestalt annahm,

Wort für Wort
lokam ekārṇavaṃ cakre dṛśyādṛśyena cātmanā
die Welt zu einem einzigen Ozean machte, mit sichtbarem und unsichtbarem Selbst zugleich
yaḥ purāṇaḥ purāṇātmā vārāhaṃ rūpam āsthitaḥ
er, der Uralte, mit uraltem Selbst, der die Eber-Gestalt annahm

viṣāṇāgreṇa vasudhām ujjahārārisūdanaḥ / yaḥ purā puruhūtārthe trailokyam idam avyayam //

mit der Spitze seines Hauers die Erde emporhob, der Vernichter der Feinde — er, der einst um Indras willen diese unvergängliche dreifache Welt

Wort für Wort
viṣāṇāgreṇa vasudhām ujjahārārisūdanaḥ
mit der Spitze seines Hauers die Erde emporhob, der Vernichter der Feinde
yaḥ purā puruhūtārthe trailokyam idam avyayam
er, der einst um Indras willen diese unvergängliche dreifache Welt

dadau jitvā vasumatīṃ surāṇāṃ surasattamaḥ / yena saiṃhavapuḥ kṛtvā dvidhā kṛtvā ca tat punaḥ //

den Göttern gab, nachdem er die Erde erobert hatte, der Beste der Götter — durch den, nachdem er eine Löwengestalt angenommen und diese wiederum zweigeteilt hatte,

Wort für Wort
dadau jitvā vasumatīṃ surāṇāṃ surasattamaḥ
den Göttern gab, nachdem er die Erde erobert hatte, der Beste der Götter
yena saiṃhavapuḥ kṛtvā dvidhā kṛtvā ca tat punaḥ
durch den, nachdem er eine Löwengestalt angenommen und diese wiederum zweigeteilt hatte

pūrvadaityo mahāvīryo hiraṇyakaśipur hataḥ / yaḥ purā hy analo bhūtvā aurvaḥ saṃvartako vibhuḥ //

der uralte Daitya von großer Kraft, Hiraṇyakaśipu, getötet wurde — er, der einst, zum Feuer geworden, als Aurva, der Weltenzerstörer, der Herr,

Wort für Wort
pūrvadaityo mahāvīryo hiraṇyakaśipur hataḥ
der uralte Daitya von großer Kraft, Hiraṇyakaśipu, getötet wurde
yaḥ purā hy analo bhūtvā aurvaḥ saṃvartako vibhuḥ
er, der einst, zum Feuer geworden, als Aurva, der Weltenzerstörer, der Herr

pātālastho 'rṇavarasaṃ papau toyamayaṃ hariḥ / sahasracaraṇaṃ brahma sahasrāṃśusahasradam //

in der Unterwelt weilend, die Essenz des Ozeans, das aus Wasser bestehende Element, trank, Hari — das Brahman mit tausend Füßen, das tausendfach die Strahlen gewährt,

Wort für Wort
pātālastho 'rṇavarasaṃ papau toyamayaṃ hariḥ
in der Unterwelt weilend, die Essenz des Ozeans, das aus Wasser bestehende Element, trank Hari
sahasracaraṇaṃ brahma sahasrāṃśusahasradam
das Brahman mit tausend Füßen, das tausendfach die Strahlen gewährt

sahasraśirasaṃ devaṃ yam āhur vai yuge yuge / nābhyāṃ padmaṃ samudbhūtaṃ yasya paitāmahaṃ gṛham //

der Gott mit tausend Häuptern, den man Zeitalter für Zeitalter so nennt, aus dessen Nabel der Lotus entsprang, dessen Haus das des Großvaters [Brahmā] ist,

Wort für Wort
sahasraśirasaṃ devaṃ yam āhur vai yuge yuge
der Gott mit tausend Häuptern, den man Zeitalter für Zeitalter so nennt
nābhyāṃ padmaṃ samudbhūtaṃ yasya paitāmahaṃ gṛham
aus dessen Nabel der Lotus entsprang, dessen Haus das des Großvaters ist

ekārṇave nāgaloke saddhiraṇmayapaṅkajam / yena te nihatā daityāḥ saṃgrāme tārakāmaye //

im Einheits-Ozean, in der Schlangenwelt, der goldene Lotus der Wahrheit — durch den jene Daityas im Tāraka-Krieg erschlagen wurden,

Wort für Wort
ekārṇave nāgaloke saddhiraṇmayapaṅkajam
im Einheits-Ozean, in der Schlangenwelt, der goldene Lotus der Wahrheit
yena te nihatā daityāḥ saṃgrāme tārakāmaye
durch den jene Daityas im Tāraka-Krieg erschlagen wurden

yena devamayaṃ kṛtvā sarvāyudhadharaṃ vapuḥ / guhāsaṃsthena cotsiktaḥ kālanemir nipātitaḥ //

durch den, nachdem er einen aus allen Göttern bestehenden, alle Waffen tragenden Leib geschaffen hatte, Kālanemi, der in einer Höhle wohnend übermütig geworden war, zu Fall gebracht wurde,

Wort für Wort
yena devamayaṃ kṛtvā sarvāyudhadharaṃ vapuḥ
durch den, nachdem er einen aus allen Göttern bestehenden, alle Waffen tragenden Leib geschaffen hatte
guhāsaṃsthena cotsiktaḥ kālanemir nipātitaḥ
Kālanemi, der in einer Höhle wohnend übermütig geworden war, zu Fall gebracht wurde

uttarānte samudrasya kṣīrodasyāmṛtodadhau / yaḥ śete śāśvataṃ yogam āsthāya timiraṃ mahat //

am nördlichen Ende des Ozeans, des Milchozeans, des Nektarmeeres — er, der, den ewigen Yoga übend, in großer Finsternis ruht,

Wort für Wort
uttarānte samudrasya kṣīrodasyāmṛtodadhau
am nördlichen Ende des Ozeans, des Milchozeans, des Nektarmeeres
yaḥ śete śāśvataṃ yogam āsthāya timiraṃ mahat
er, der, den ewigen Yoga übend, in großer Finsternis ruht

surāraṇī garbham adhatta divyaṃ tapaḥprakarṣād aditiḥ purāṇam śakraṃ ca yo daityagaṇāvaruddhaṃ garbhāvadhānena kṛtaṃ cakāra

Durch die Vortrefflichkeit ihrer Askese empfing die uralte Aditi, die Göttermutter, einen göttlichen Keim; und er machte Śakra, der von der Daitya-Schar bedrängt war, durch sein Weilen als jener Keim wieder wohlbehalten.

Wort für Wort
surāraṇī garbham adhatta divyaṃ
die Göttermutter empfing einen göttlichen Keim
tapaḥprakarṣād aditiḥ purāṇam
durch die Vortrefflichkeit ihrer Askese, die uralte Aditi
śakraṃ ca yo daityagaṇāvaruddhaṃ
und er machte Śakra, der von der Daitya-Schar bedrängt war
garbhāvadhānena kṛtaṃ cakāra
durch sein Weilen als jener Keim wieder wohlbehalten

[Anm.: 4-pada Vers, pādaweise gezählt (BrP_179.27a-d); Anspielung auf die Vāmana-Avatāra-Erzählung (Geburt aus Aditi zur Wiederherstellung Indras).]

padāni yo yogamayāni kṛtvā cakāra daityān salileśayasthān kṛtvā ca devāṃs tridaśeśvarāṃs tu cakre sureśaṃ puruhūtam eva

Er, der, nachdem er die aus Yoga bestehenden Schritte [die drei Schritte des Vāmana] getan hatte, die Daityas dazu machte, im Wasser zu liegen, und die Götter zu Herrschern der Götter machte, wodurch er eben den Puruhūta [Indra] zum Herrn der Götter machte.

Wort für Wort
padāni yo yogamayāni kṛtvā
er, der, nachdem er die aus Yoga bestehenden Schritte getan hatte
cakāra daityān salileśayasthān
die Daityas dazu machte, im Wasser zu liegen
kṛtvā ca devāṃs tridaśeśvarāṃs tu
und die Götter zu Herrschern der Götter machte
cakre sureśaṃ puruhūtam eva
wodurch er eben den Puruhūta zum Herrn der Götter machte

[Anm.: 4-pada Vers, pādaweise gezählt (BrP_179.28a-d); Fortsetzung der Vāmana-Anspielung — Verbannung Balis/der Daityas in die Unterwelt und Wiedereinsetzung Indras.]

gārhapatyena vidhinā anvāhāryeṇa karmaṇā / agnim āhavanīyaṃ ca vedaṃ dīkṣāṃ samid dhruvam //

durch die Vorschrift des Gārhapatya-Feuers, durch den Anvāhārya-Ritus, das Āhavanīya-Feuer, den Veda, die Dīkṣā, das Brennholz, den festen Dhruva,

Wort für Wort
gārhapatyena vidhinā anvāhāryeṇa karmaṇā
durch die Vorschrift des Gārhapatya-Feuers, durch den Anvāhārya-Ritus
agnim āhavanīyaṃ ca vedaṃ dīkṣāṃ samid dhruvam
das Āhavanīya-Feuer, den Veda, die Dīkṣā, das Brennholz, den festen Dhruva

prokṣaṇīyaṃ sruvaṃ caiva āvabhṛthyaṃ tathaiva ca / avākpāṇis tu yaś cakre havyabhāgabhujas tathā //

das Besprengungswasser, den Opferlöffel, ebenso das Abschlussbad — er, der mit gesenkter Hand die Opfergaben darbringt und die Opferanteile genießt,

Wort für Wort
prokṣaṇīyaṃ sruvaṃ caiva āvabhṛthyaṃ tathaiva ca
das Besprengungswasser, den Opferlöffel, ebenso das Abschlussbad
avākpāṇis tu yaś cakre havyabhāgabhujas tathā
er, der mit gesenkter Hand die Opfergaben darbringt und die Opferanteile genießt

havyādāṃś ca surāṃś cakre kavyādāṃś ca pitṝn atha / bhogārthe yajñavidhinā 'yojayad yajñakarmaṇi //

er machte die Götter zu Genießern der Havya-Opfer und die Ahnen zu Genießern der Kavya-Opfer; zum Zweck des Genusses setzte er sie durch die Opfervorschrift in das Opferwerk ein.

Wort für Wort
havyādāṃś ca surāṃś cakre kavyādāṃś ca pitṝn atha
er machte die Götter zu Genießern der Havya-Opfer und die Ahnen zu Genießern der Kavya-Opfer
bhogārthe yajñavidhinā 'yojayad yajñakarmaṇi
zum Zweck des Genusses setzte er sie durch die Opfervorschrift in das Opferwerk ein

pātrāṇi dakṣiṇāṃ dīkṣāṃ carūṃś colūkhalāni ca / yūpaṃ samit sruvaṃ somaṃ pavitrān paridhīn api //

die Opfergefäße, die Dakṣiṇā, die Weihe, die Reisbrei-Opfer und die Mörser, den Opferpfahl, das Brennholz, den Opferlöffel, den Soma, die reinigenden Umzäunungen,

Wort für Wort
pātrāṇi dakṣiṇāṃ dīkṣāṃ carūṃś colūkhalāni ca
die Opfergefäße, die Dakṣiṇā, die Weihe, die Reisbrei-Opfer und die Mörser
yūpaṃ samit sruvaṃ somaṃ pavitrān paridhīn api
den Opferpfahl, das Brennholz, den Opferlöffel, den Soma, die reinigenden Umzäunungen

yajñiyāni ca dravyāṇi camasāṃś ca tathāparān / sadasyān yajamānāṃś ca medhādīṃś ca kratūttamān //

die Opferstoffe, und ebenso die anderen Trinkschalen, die Opferpriester-Beisitzer und die Opferveranstalter, sowie die Medha-Opfer und andere vortreffliche Riten,

Wort für Wort
yajñiyāni ca dravyāṇi camasāṃś ca tathāparān
die Opferstoffe, und ebenso die anderen Trinkschalen
sadasyān yajamānāṃś ca medhādīṃś ca kratūttamān
die Opferpriester-Beisitzer und die Opferveranstalter, sowie die Medha-Opfer und andere vortreffliche Riten

vibabhāja purā yas tu pārameṣṭhyena karmaṇā / yugānurūpaṃ yaḥ kṛtvā lokān anuparākramāt //

er, der einst durch das Werk des Höchsten all dies einteilte, der, den Zeitaltern entsprechend, die Welten nach seiner eigenen Kraft gestaltete,

Wort für Wort
vibabhāja purā yas tu pārameṣṭhyena karmaṇā
er, der einst durch das Werk des Höchsten all dies einteilte
yugānurūpaṃ yaḥ kṛtvā lokān anuparākramāt
der, den Zeitaltern entsprechend, die Welten nach seiner eigenen Kraft gestaltete

kṣaṇā nimeṣāḥ kāṣṭhāś ca kalās traikālyam eva ca / muhūrtās tithayo māsā dinaṃ saṃvatsaras tathā //

Augenblicke, Wimpernschläge, Kāṣṭhās und Kalās, sowie die Dreizeitigkeit, Muhūrtas, Tithis, Monate, Tag, ebenso das Jahr,

Wort für Wort
kṣaṇā nimeṣāḥ kāṣṭhāś ca kalās traikālyam eva ca
Augenblicke, Wimpernschläge, Kāṣṭhās und Kalās, sowie die Dreizeitigkeit
muhūrtās tithayo māsā dinaṃ saṃvatsaras tathā
Muhūrtas, Tithis, Monate, Tag, ebenso das Jahr

ṛtavaḥ kālayogāś ca pramāṇaṃ trividhaṃ triṣu / āyuḥkṣetrāṇy upacayo lakṣaṇaṃ rūpasauṣṭhavam //

die Jahreszeiten und die Zeitverbindungen, das dreifache Maß in den drei [Zeiten], die Lebensspannen-Felder, das Wachstum, die Merkmale, die Schönheit der Gestalt —

Wort für Wort
ṛtavaḥ kālayogāś ca pramāṇaṃ trividhaṃ triṣu
die Jahreszeiten und die Zeitverbindungen, das dreifache Maß in den drei Zeiten
āyuḥkṣetrāṇy upacayo lakṣaṇaṃ rūpasauṣṭhavam
die Lebensspannen-Felder, das Wachstum, die Merkmale, die Schönheit der Gestalt

trayo lokās trayo devās traividyaṃ pāvakās trayaḥ / traikālyaṃ trīṇi karmāṇi trayo varṇās trayo guṇāḥ //

die drei Welten, die drei Götter, das dreifache Wissen, die drei Feuer, die Dreizeitigkeit, die drei Handlungsarten, die drei Farben/Stände, die drei Guṇas,

Wort für Wort
trayo lokās trayo devās traividyaṃ pāvakās trayaḥ
die drei Welten, die drei Götter, das dreifache Wissen, die drei Feuer
traikālyaṃ trīṇi karmāṇi trayo varṇās trayo guṇāḥ
die Dreizeitigkeit, die drei Handlungsarten, die drei Stände, die drei Guṇas

sṛṣṭā lokāḥ purā sarve yenānantena karmaṇā / sarvabhūtagataḥ sraṣṭā sarvabhūtaguṇātmakaḥ //

durch dessen endloses Wirken einst alle Welten geschaffen wurden — er, der in alle Wesen Eingegangene, der Schöpfer, dessen Wesen die Eigenschaften aller Geschöpfe umfasst,

Wort für Wort
sṛṣṭā lokāḥ purā sarve yenānantena karmaṇā
durch dessen endloses Wirken einst alle Welten geschaffen wurden
sarvabhūtagataḥ sraṣṭā sarvabhūtaguṇātmakaḥ
er, der in alle Wesen Eingegangene, der Schöpfer, dessen Wesen die Eigenschaften aller Geschöpfe umfasst

nṛṇām indriyapūrveṇa yogena ramate ca yaḥ / gatāgatābhyāṃ yogena ya eva vidhir īśvaraḥ //

der sich durch das den Sinnen vorausgehende Yoga an den Menschen erfreut, der durch das Yoga von Kommen und Gehen eben die Ordnung selbst ist, der Gebieter,

Wort für Wort
nṛṇām indriyapūrveṇa yogena ramate ca yaḥ
der sich durch das den Sinnen vorausgehende Yoga an den Menschen erfreut
gatāgatābhyāṃ yogena ya eva vidhir īśvaraḥ
der durch das Yoga von Kommen und Gehen eben die Ordnung selbst ist, der Gebieter

yo gatir dharmayuktānām agatiḥ pāpakarmaṇām / cāturvarṇyasya prabhavaś cāturvarṇyasya rakṣitā //

der das Ziel der Dharma-Verbundenen und die Nicht-Zuflucht der Sünder ist, der Ursprung der vier Stände und der Beschützer der vier Stände,

Wort für Wort
yo gatir dharmayuktānām agatiḥ pāpakarmaṇām
der das Ziel der Dharma-Verbundenen und die Nicht-Zuflucht der Sünder ist
cāturvarṇyasya prabhavaś cāturvarṇyasya rakṣitā
der Ursprung der vier Stände und der Beschützer der vier Stände

cāturvidyasya yo vettā cāturāśramyasaṃśrayaḥ / digantaraṃ nabho bhūmir vāyur vāpi vibhāvasuḥ //

der Kenner der vier Wissenschaften, die Zuflucht der vier Lebensstufen, der Zwischenraum der Himmelsrichtungen, der Himmel, die Erde, der Wind, sowie das Feuer,

Wort für Wort
cāturvidyasya yo vettā cāturāśramyasaṃśrayaḥ
der Kenner der vier Wissenschaften, die Zuflucht der vier Lebensstufen
digantaraṃ nabho bhūmir vāyur vāpi vibhāvasuḥ
der Zwischenraum der Himmelsrichtungen, der Himmel, die Erde, der Wind, sowie das Feuer

candrasūryamayaṃ jyotir yugeśaḥ kṣaṇadācaraḥ / yaḥ paraṃ śrūyate jyotir yaḥ paraṃ śrūyate tapaḥ //

das aus Mond und Sonne bestehende Licht, der Herr der Zeitalter, der in der Nacht Wandelnde — er, der als das höchste Licht gehört wird, er, der als die höchste Askese gehört wird,

Wort für Wort
candrasūryamayaṃ jyotir yugeśaḥ kṣaṇadācaraḥ
das aus Mond und Sonne bestehende Licht, der Herr der Zeitalter, der in der Nacht Wandelnde
yaḥ paraṃ śrūyate jyotir yaḥ paraṃ śrūyate tapaḥ
er, der als das höchste Licht gehört wird, er, der als die höchste Askese gehört wird

yaṃ paraṃ prāhur aparaṃ yaḥ paraḥ paramātmavān / ādityānāṃ tu yo devo yaś ca daityāntako vibhuḥ //

den man das Höchste und zugleich das Nicht-Höchste nennt, der als der Höchste das höchste Selbst besitzt, der Gott unter den Ādityas, und der Herr, der Vernichter der Daityas,

Wort für Wort
yaṃ paraṃ prāhur aparaṃ yaḥ paraḥ paramātmavān
den man das Höchste und zugleich das Nicht-Höchste nennt, der als der Höchste das höchste Selbst besitzt
ādityānāṃ tu yo devo yaś ca daityāntako vibhuḥ
der Gott unter den Ādityas, und der Herr, der Vernichter der Daityas

yugānteṣv antako yaś ca yaś ca lokāntakāntakaḥ / setur yo lokasetūnāṃ medhyo yo medhyakarmaṇām //

der Vernichter an den Enden der Zeitalter, und der Vernichter des Weltenvernichters, der Damm der Weltendämme, der Reine der reinen Werke,

Wort für Wort
yugānteṣv antako yaś ca yaś ca lokāntakāntakaḥ
der Vernichter an den Enden der Zeitalter, und der Vernichter des Weltenvernichters
setur yo lokasetūnāṃ medhyo yo medhyakarmaṇām
der Damm der Weltendämme, der Reine der reinen Werke

vedyo yo vedaviduṣāṃ prabhur yaḥ prabhavātmanām / somabhūtaś ca saumyānām agnibhūto 'gnivarcasām //

der Erkennbare der Veda-Kenner, der Herr der Machtvollen, der Soma-hafte unter den Sanften, der Feuer-hafte unter den Feuerglanzvollen,

Wort für Wort
vedyo yo vedaviduṣāṃ prabhur yaḥ prabhavātmanām
der Erkennbare der Veda-Kenner, der Herr der Machtvollen
somabhūtaś ca saumyānām agnibhūto 'gnivarcasām
der Soma-hafte unter den Sanften, der Feuer-hafte unter den Feuerglanzvollen

yaḥ śakrāṇām īśabhūtas tapobhūtas tapasvinām / vinayo nayavṛttīnāṃ tejas tejasvinām api //

der zum Herrn der Śakras Gewordene, der zur Askese der Asketen Gewordene, die Disziplin der auf rechtem Wandel Beruhenden, der Glanz auch der Glanzvollen,

Wort für Wort
yaḥ śakrāṇām īśabhūtas tapobhūtas tapasvinām
der zum Herrn der Śakras Gewordene, der zur Askese der Asketen Gewordene
vinayo nayavṛttīnāṃ tejas tejasvinām api
die Disziplin der auf rechtem Wandel Beruhenden, der Glanz auch der Glanzvollen

vigraho vigrahārhāṇāṃ gatir gatimatām api / ākāśaprabhavo vāyur vāyoḥ prāṇād dhutāśanaḥ //

die Gestalt derer, die eine Gestalt verdienen, das Ziel auch der Zielstrebigen, der aus dem Äther entstandene Wind, aus dem Lebenshauch des Windes das Feuer,

Wort für Wort
vigraho vigrahārhāṇāṃ gatir gatimatām api
die Gestalt derer, die eine Gestalt verdienen, das Ziel auch der Zielstrebigen
ākāśaprabhavo vāyur vāyoḥ prāṇād dhutāśanaḥ
der aus dem Äther entstandene Wind, aus dem Lebenshauch des Windes das Feuer

divo hutāśanaḥ prāṇaḥ prāṇo 'gnir madhusūdanaḥ / rasāc choṇitasaṃbhūtiḥ śoṇitān māṃsam ucyate //

aus dem Himmel das Feuer der Lebenshauch, aus dem Lebenshauch das Feuer, er ist der Bezwinger von Madhu; aus dem Nahrungssaft entsteht das Blut, aus dem Blut entsteht, wie man sagt, das Fleisch,

Wort für Wort
divo hutāśanaḥ prāṇaḥ prāṇo 'gnir madhusūdanaḥ
aus dem Himmel das Feuer der Lebenshauch, aus dem Lebenshauch das Feuer, er ist der Bezwinger von Madhu
rasāc choṇitasaṃbhūtiḥ śoṇitān māṃsam ucyate
aus dem Nahrungssaft entsteht das Blut, aus dem Blut entsteht, wie man sagt, das Fleisch

māṃsāt tu medaso janma medaso 'sthi nirucyate / asthno majjā samabhavan majjātaḥ śukrasaṃbhavaḥ //

aus dem Fleisch aber entsteht das Fett, aus dem Fett entsteht, wie erklärt wird, der Knochen; aus dem Knochen entstand das Mark, aus dem Mark entsteht der Same,

Wort für Wort
māṃsāt tu medaso janma medaso 'sthi nirucyate
aus dem Fleisch aber entsteht das Fett, aus dem Fett entsteht, wie erklärt wird, der Knochen
asthno majjā samabhavan majjātaḥ śukrasaṃbhavaḥ
aus dem Knochen entstand das Mark, aus dem Mark entsteht der Same

śukrād garbhaḥ samabhavad rasamūlena karmaṇā / tatrāpāṃ prathamo bhāgaḥ sa saumyo rāśir ucyate //

aus dem Samen entstand der Keim, durch das im Nahrungssaft wurzelnde Wirken; dort ist der erste Anteil der Wasser-Elemente, jener wird der ,Mond-Haufen' genannt,

Wort für Wort
śukrād garbhaḥ samabhavad rasamūlena karmaṇā
aus dem Samen entstand der Keim, durch das im Nahrungssaft wurzelnde Wirken
tatrāpāṃ prathamo bhāgaḥ sa saumyo rāśir ucyate
dort ist der erste Anteil der Wasser-Elemente, jener wird der ,Mond-Haufen' genannt

garbhoṣmasaṃbhavo jñeyo dvitīyo rāśir ucyate / śukraṃ somātmakaṃ vidyād ārtavaṃ pāvakātmakam //

der aus der Wärme des Keims entstandene Anteil wird als zweiter Haufen bezeichnet; man wisse, dass der Same aus Soma-Wesen besteht, das Menstrualblut aus Feuer-Wesen,

Wort für Wort
garbhoṣmasaṃbhavo jñeyo dvitīyo rāśir ucyate
der aus der Wärme des Keims entstandene Anteil wird als zweiter Haufen bezeichnet
śukraṃ somātmakaṃ vidyād ārtavaṃ pāvakātmakam
man wisse, dass der Same aus Soma-Wesen besteht, das Menstrualblut aus Feuer-Wesen

bhāvā rasānugāś caiṣāṃ bīje ca śaśipāvakau / kaphavarge bhavec chukraṃ pittavarge ca śoṇitam //

und die Körperzustände folgen dem Nahrungssaft; im Samen wirken Mond und Feuer; in der Schleim-Gruppe entsteht der Same, in der Gallen-Gruppe das Blut,

Wort für Wort
bhāvā rasānugāś caiṣāṃ bīje ca śaśipāvakau
die Körperzustände folgen dem Nahrungssaft; im Samen wirken Mond und Feuer
kaphavarge bhavec chukraṃ pittavarge ca śoṇitam
in der Schleim-Gruppe entsteht der Same, in der Gallen-Gruppe das Blut

kaphasya hṛdayaṃ sthānaṃ nābhyāṃ pittaṃ pratiṣṭhitam / dehasya madhye hṛdayaṃ sthānaṃ tan manasaḥ smṛtam //

des Schleims Sitz ist das Herz, im Nabel ist die Galle gegründet; in der Mitte des Körpers ist das Herz der Sitz — dieser gilt als Sitz des Geistes,

Wort für Wort
kaphasya hṛdayaṃ sthānaṃ nābhyāṃ pittaṃ pratiṣṭhitam
des Schleims Sitz ist das Herz, im Nabel ist die Galle gegründet
dehasya madhye hṛdayaṃ sthānaṃ tan manasaḥ smṛtam
in der Mitte des Körpers ist das Herz der Sitz — dieser gilt als Sitz des Geistes

nābhikoṣṭhāntaraṃ yat tu tatra devo hutāśanaḥ / manaḥ prajāpatir jñeyaḥ kaphaḥ somo vibhāvyate //

was aber der Zwischenraum der Nabel-Höhle ist, dort weilt der Gott Feuer; der Geist ist als Prajāpati zu erkennen, der Schleim wird als Soma erkannt,

Wort für Wort
nābhikoṣṭhāntaraṃ yat tu tatra devo hutāśanaḥ
was aber der Zwischenraum der Nabel-Höhle ist, dort weilt der Gott Feuer
manaḥ prajāpatir jñeyaḥ kaphaḥ somo vibhāvyate
der Geist ist als Prajāpati zu erkennen, der Schleim wird als Soma erkannt

pittam agniḥ smṛtaṃ tv evam agnisomātmakaṃ jagat / evaṃ pravartite garbhe vardhite 'rbudasaṃnibhe //

die Galle gilt als Feuer — so besteht die Welt aus dem Wesen von Feuer und Soma. So, wenn der Keim in Gang gesetzt und, einer Fleischblase gleich, herangewachsen ist,

Wort für Wort
pittam agniḥ smṛtaṃ tv evam agnisomātmakaṃ jagat
die Galle gilt als Feuer — so besteht die Welt aus dem Wesen von Feuer und Soma
evaṃ pravartite garbhe vardhite 'rbudasaṃnibhe
so, wenn der Keim in Gang gesetzt und, einer Fleischblase gleich, herangewachsen ist

vāyuḥ praveśaṃ saṃcakre saṃgataḥ paramātmanaḥ / sa pañcadhā śarīrastho bhidyate vartate punaḥ //

vollzog der Wind, mit dem höchsten Selbst vereint, seinen Eintritt; er, im Körper weilend, teilt sich fünffach und wirkt wiederum in dieser Form,

Wort für Wort
vāyuḥ praveśaṃ saṃcakre saṃgataḥ paramātmanaḥ
vollzog der Wind, mit dem höchsten Selbst vereint, seinen Eintritt
sa pañcadhā śarīrastho bhidyate vartate punaḥ
er, im Körper weilend, teilt sich fünffach und wirkt wiederum in dieser Form

prāṇāpānau samānaś ca udāno vyāna eva ca / prāṇo 'sya paramātmānaṃ vardhayan parivartate //

als Prāṇa, Apāna, Samāna, Udāna, sowie Vyāna; der Prāṇa davon bewegt sich, indem er das höchste Selbst des Körpers stärkt, umher,

Wort für Wort
prāṇāpānau samānaś ca udāno vyāna eva ca
als Prāṇa, Apāna, Samāna, Udāna, sowie Vyāna
prāṇo 'sya paramātmānaṃ vardhayan parivartate
der Prāṇa davon bewegt sich, indem er das höchste Selbst des Körpers stärkt, umher

apānaḥ paścimaṃ kāyam udāno 'rdhaṃ śarīriṇaḥ / vyānas tu vyāpyate yena samānaḥ saṃnivartate //

der Apāna durchdringt den hinteren Körperteil, der Udāna die obere Hälfte des Verkörperten; der Vyāna aber durchdringt den ganzen Körper, durch den der Samāna in Bewegung zurückgehalten wird,

Wort für Wort
apānaḥ paścimaṃ kāyam udāno 'rdhaṃ śarīriṇaḥ
der Apāna durchdringt den hinteren Körperteil, der Udāna die obere Hälfte des Verkörperten
vyānas tu vyāpyate yena samānaḥ saṃnivartate
der Vyāna aber durchdringt den ganzen Körper, durch den der Samāna zurückgehalten wird

bhūtāvāptis tatas tasya jāyetendriyagocarā / pṛthivī vāyur ākāśam āpo jyotiś ca pañcamam //

danach entsteht für ihn die Erlangung der Elemente, zugänglich durch den Bereich der Sinne: Erde, Wind, Äther, Wasser und als fünftes das Feuer,

Wort für Wort
bhūtāvāptis tatas tasya jāyetendriyagocarā
danach entsteht für ihn die Erlangung der Elemente, zugänglich durch den Bereich der Sinne
pṛthivī vāyur ākāśam āpo jyotiś ca pañcamam
Erde, Wind, Äther, Wasser und als fünftes das Feuer

tasyendriyaniviṣṭāni svaṃ svaṃ bhāgaṃ pracakrire / pārthivaṃ deham āhus tu prāṇātmānaṃ ca mārutam //

seine in den Sinnen niedergelegten Elemente bewirkten je ihren eigenen Anteil; den irdischen Anteil nennt man den Körper, und den Lebenshauch-Anteil den des Windes,

Wort für Wort
tasyendriyaniviṣṭāni svaṃ svaṃ bhāgaṃ pracakrire
seine in den Sinnen niedergelegten Elemente bewirkten je ihren eigenen Anteil
pārthivaṃ deham āhus tu prāṇātmānaṃ ca mārutam
den irdischen Anteil nennt man den Körper, und den Lebenshauch-Anteil den des Windes

chidrāṇy ākāśayonīni jalāt srāvaḥ pravartate / jyotiś cakṣūṃṣi tejaś ca ātmā teṣāṃ manaḥ smṛtam //

die Öffnungen haben den Äther zum Ursprung, aus dem Wasser entsteht das Fließen; das Licht zeigt sich in den Augen und im Glanz — der Geist gilt als deren aller Selbst,

Wort für Wort
chidrāṇy ākāśayonīni jalāt srāvaḥ pravartate
die Öffnungen haben den Äther zum Ursprung, aus dem Wasser entsteht das Fließen
jyotiś cakṣūṃṣi tejaś ca ātmā teṣāṃ manaḥ smṛtam
das Licht zeigt sich in den Augen und im Glanz — der Geist gilt als deren aller Selbst

grāmāś ca viṣayāś caiva yasya vīryāt pravartitāḥ / ity etān puruṣaḥ sarvān sṛjaṃl lokān sanātanaḥ //

und die Sinnesbereiche und -objekte, die durch seine Kraft in Gang gesetzt wurden — so schuf der ewige Puruṣa alle diese Welten,

Wort für Wort
grāmāś ca viṣayāś caiva yasya vīryāt pravartitāḥ
und die Sinnesbereiche und -objekte, die durch seine Kraft in Gang gesetzt wurden
ity etān puruṣaḥ sarvān sṛjaṃl lokān sanātanaḥ
so schuf der ewige Puruṣa alle diese Welten

naidhane 'smin kathaṃ loke naratvaṃ viṣṇur āgataḥ / eṣa naḥ saṃśayo brahmann eṣa no vismayo mahān //

wie nur kam Viṣṇu in dieser dem Untergang geweihten Welt zum Menschsein? Dies ist unser Zweifel, o Brahmane, dies ist unser großes Staunen.

Wort für Wort
naidhane 'smin kathaṃ loke naratvaṃ viṣṇur āgataḥ
wie nur kam Viṣṇu in dieser dem Untergang geweihten Welt zum Menschsein
eṣa naḥ saṃśayo brahmann eṣa no vismayo mahān
dies ist unser Zweifel, o Brahmane, dies ist unser großes Staunen

kathaṃ gatir gatimatām āpanno mānuṣīṃ tanum / āścaryaṃ paramaṃ viṣṇur devair daityaiś ca kathyate //

Wie nur nahm er, das Ziel der Zielstrebigen, einen menschlichen Leib an? Als höchstes Wunder wird Viṣṇu von Göttern und Daityas bezeichnet.

Wort für Wort
kathaṃ gatir gatimatām āpanno mānuṣīṃ tanum
wie nur nahm er, das Ziel der Zielstrebigen, einen menschlichen Leib an
āścaryaṃ paramaṃ viṣṇur devair daityaiś ca kathyate
als höchstes Wunder wird Viṣṇu von Göttern und Daityas bezeichnet

viṣṇor utpattim āścaryaṃ kathayasva mahāmune / prakhyātabalavīryasya viṣṇor amitatejasaḥ //

Erzähle das wunderbare Entstehen des Viṣṇu, o großer Muni, des Viṣṇu von berühmter Kraft und Stärke, von unermesslichem Glanz,

Wort für Wort
viṣṇor utpattim āścaryaṃ kathayasva mahāmune
erzähle das wunderbare Entstehen des Viṣṇu, o großer Muni
prakhyātabalavīryasya viṣṇor amitatejasaḥ
des Viṣṇu von berühmter Kraft und Stärke, von unermesslichem Glanz

karmaṇāścaryabhūtasya viṣṇos tattvam ihocyatām / kathaṃ sa devo devānām ārtihā puruṣottamaḥ //

dessen Taten wunderbar sind — die Wahrheit über Viṣṇu soll hier verkündet werden: wie nur konnte jener Gott, der Leid-Vernichter der Götter, der Puruṣottama,

Wort für Wort
karmaṇāścaryabhūtasya viṣṇos tattvam ihocyatām
dessen Taten wunderbar sind — die Wahrheit über Viṣṇu soll hier verkündet werden
kathaṃ sa devo devānām ārtihā puruṣottamaḥ
wie nur konnte jener Gott, der Leid-Vernichter der Götter, der Puruṣottama

sarvavyāpī jagannāthaḥ sarvalokamaheśvaraḥ / sargasthityantakṛd devaḥ sarvalokasukhāvahaḥ //

der alldurchdringende Herr der Welt, der große Gebieter aller Welten, der Gott, der Schöpfung, Erhaltung und Untergang bewirkt, der allen Welten Glück bringt,

Wort für Wort
sarvavyāpī jagannāthaḥ sarvalokamaheśvaraḥ
der alldurchdringende Herr der Welt, der große Gebieter aller Welten
sargasthityantakṛd devaḥ sarvalokasukhāvahaḥ
der Gott, der Schöpfung, Erhaltung und Untergang bewirkt, der allen Welten Glück bringt

akṣayaḥ śāśvato 'nantaḥ kṣayavṛddhivivarjitaḥ / nirlepo nirguṇaḥ sūkṣmo nirvikāro nirañjanaḥ //

der Unvergängliche, Ewige, Endlose, frei von Abnahme und Zunahme, unbefleckt, ohne Eigenschaften, fein, unveränderlich, makellos,

Wort für Wort
akṣayaḥ śāśvato 'nantaḥ kṣayavṛddhivivarjitaḥ
der Unvergängliche, Ewige, Endlose, frei von Abnahme und Zunahme
nirlepo nirguṇaḥ sūkṣmo nirvikāro nirañjanaḥ
unbefleckt, ohne Eigenschaften, fein, unveränderlich, makellos

sarvopādhivinirmuktaḥ sattāmātravyavasthitaḥ / avikārī vibhur nityaḥ paramātmā sanātanaḥ //

frei von allen Kennzeichnungen, im bloßen Sein gegründet, unveränderlich, alldurchdringend, ewig, das höchste, immerwährende Selbst,

Wort für Wort
sarvopādhivinirmuktaḥ sattāmātravyavasthitaḥ
frei von allen Kennzeichnungen, im bloßen Sein gegründet
avikārī vibhur nityaḥ paramātmā sanātanaḥ
unveränderlich, alldurchdringend, ewig, das höchste, immerwährende Selbst

acalo nirmalo vyāpī nityatṛpto nirāśrayaḥ / viśuddhaṃ śrūyate yasya haritvaṃ ca kṛte yuge //

unbewegt, makellos, alldurchdringend, stets zufrieden, ohne Stütze — dessen reines ,Hari-Sein' im Kṛta-Zeitalter gehört wird,

Wort für Wort
acalo nirmalo vyāpī nityatṛpto nirāśrayaḥ
unbewegt, makellos, alldurchdringend, stets zufrieden, ohne Stütze
viśuddhaṃ śrūyate yasya haritvaṃ ca kṛte yuge
dessen reines ,Hari-Sein' im Kṛta-Zeitalter gehört wird

vaikuṇṭhatvaṃ ca deveṣu kṛṣṇatvaṃ mānuṣeṣu ca / īśvarasya hi tasyemāṃ gahanāṃ karmaṇo gatim //

und dessen ,Vaikuṇṭha-Sein' unter den Göttern, und dessen ,Kṛṣṇa-Sein' unter den Menschen — diesen tiefgründigen Gang des Wirkens jenes Gebieters

Wort für Wort
vaikuṇṭhatvaṃ ca deveṣu kṛṣṇatvaṃ mānuṣeṣu ca
und dessen ,Vaikuṇṭha-Sein' unter den Göttern, und dessen ,Kṛṣṇa-Sein' unter den Menschen
īśvarasya hi tasyemāṃ gahanāṃ karmaṇo gatim
diesen tiefgründigen Gang des Wirkens jenes Gebieters

samatītāṃ bhaviṣyaṃ ca śrotum icchā pravartate / avyakto vyaktaliṅgastho ya eṣa bhagavān prabhuḥ //

sowohl den vergangenen als auch den zukünftigen, entsteht in uns der Wunsch zu hören — er, der Unentfaltete, der in entfaltetem Kennzeichen weilt, jener erhabene Herr,

Wort für Wort
samatītāṃ bhaviṣyaṃ ca śrotum icchā pravartate
sowohl den vergangenen als auch den zukünftigen, entsteht in uns der Wunsch zu hören
avyakto vyaktaliṅgastho ya eṣa bhagavān prabhuḥ
er, der Unentfaltete, der in entfaltetem Kennzeichen weilt, jener erhabene Herr

nārāyaṇo hy anantātmā prabhavo 'vyaya eva ca / eṣa nārāyaṇo bhūtvā harir āsīt sanātanaḥ //

Nārāyaṇa, von endlosem Selbst, der Ursprung und zugleich der Unvergängliche — dieser wurde, zu Nārāyaṇa geworden, der ewige Hari,

Wort für Wort
nārāyaṇo hy anantātmā prabhavo 'vyaya eva ca
Nārāyaṇa, von endlosem Selbst, der Ursprung und zugleich der Unvergängliche
eṣa nārāyaṇo bhūtvā harir āsīt sanātanaḥ
dieser wurde, zu Nārāyaṇa geworden, der ewige Hari

brahmā śakraś ca rudraś ca dharmaḥ śukro bṛhaspatiḥ / pradhānātmā purā hy eṣa brahmāṇam asṛjat prabhuḥ //

Brahmā, Śakra, Rudra, Dharma, Śukra, Bṛhaspati — dieser Herr, dessen Wesen die Urmaterie ist, schuf einst den Brahmā,

Wort für Wort
brahmā śakraś ca rudraś ca dharmaḥ śukro bṛhaspatiḥ
Brahmā, Śakra, Rudra, Dharma, Śukra, Bṛhaspati
pradhānātmā purā hy eṣa brahmāṇam asṛjat prabhuḥ
dieser Herr, dessen Wesen die Urmaterie ist, schuf einst den Brahmā

so 'sṛjat pūrvapuruṣaḥ purā kalpe prajāpatīn / evaṃ sa bhagavān viṣṇuḥ sarvalokamaheśvaraḥ / kimarthaṃ martyaloke 'smin yāto yadukule hariḥ //

er, der uranfängliche Puruṣa, schuf einst im Kalpa die Prajāpatis. So [fragen wir]: warum ging jener erhabene Viṣṇu, der große Gebieter aller Welten, Hari, in dieser Welt der Sterblichen in die Familie der Yadus ein?

Wort für Wort
so 'sṛjat pūrvapuruṣaḥ purā kalpe prajāpatīn
er, der uranfängliche Puruṣa, schuf einst im Kalpa die Prajāpatis
evaṃ sa bhagavān viṣṇuḥ sarvalokamaheśvaraḥ
so [fragen wir]: jener erhabene Viṣṇu, der große Gebieter aller Welten
kimarthaṃ martyaloke 'smin yāto yadukule hariḥ
warum ging Hari in dieser Welt der Sterblichen in die Familie der Yadus ein

[Anm.: Vers mit drei Zeilen im Quelltext; schließt die lange Frage der Munis ab.]

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