Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 96: indratīrthapuṇyāsaṃgamamāhātmyavarṇanam Die Größe des Indra-Tīrtha und Puṇyā-Saṅgama (Indras Reinigung von der Brahmanenmord-Sünde)

Nach der Tötung Vṛtras (der als Brahmane galt) wird Indra von der personifizierten Brahmanenmord-Sünde (Brahmahatyā) verfolgt und versteckt sich, winzig geworden, in einem Lotos-Stängel; die Götter bleiben tausend Jahre ohne Indra. Auf Brahmās Rat soll Indra zur Reinigung an der Gautamī geweiht werden, doch Gautama verflucht die Zeremonie zornig – eine unverkennbare Anspielung auf Indras frühere Verführung von Gautamas Gattin Ahalyā (Kap.87). Die Götter weichen zur Narmadā aus, wo der Weise Māṇḍavya ebenfalls zunächst Einspruch erhebt, sich aber durch das Versprechen umfassenden Segens für das Land besänftigen lässt – Ursprung des Landesnamens 'Mālava' (von 'mala-niryātana', Makel-Austreibung). Schließlich wird Indra doch mit herbeigeholtem Gautamī-Wasser endgültig geweiht und gereinigt; der dabei entstandene Fluss 'Siktā' mündet in die Gaṅgā – Ursprung der Tīrtha-Namen Puṇyā-Saṅgama und Aindra.

{brahmovāca: } indratīrtham iti khyātaṃ brahmahatyāvināśanam / smaraṇād api pāpaugha-kleśasaṃghavināśanam //

Brahmā sprach: Als Indra-Tīrtha bekannt, das die Brahmanentötungs-Sünde vernichtet; schon durch bloßes Erinnern vernichtet es die Flut der Sünden und die Ansammlung der Leiden.

Wort für Wort
indratīrtham iti khyātaṃ
als Indra-Tīrtha bekannt,
brahmahatyāvināśanam
das die Brahmanentötungs-Sünde vernichtet,
smaraṇād api pāpaugha-
schon durch bloßes Erinnern die Flut der Sünden,
kleśasaṃghavināśanam
und die Ansammlung der Leiden vernichtet

purā vṛtravadhe vṛtte brahmahatyā tu nārada / śacīpatiṃ cānugatā tāṃ dṛṣṭvā bhītavad dhariḥ //

Einst, nachdem Vṛtra getötet worden war, verfolgte die Brahmanenmord-Sünde, Nārada, den Gemahl der Śacī (Indra); als er sie sah, wurde Hari wie erschrocken.

Wort für Wort
purā vṛtravadhe vṛtte
einst, nachdem Vṛtra getötet worden war,
brahmahatyā tu nārada
die Brahmanenmord-Sünde, Nārada,
śacīpatiṃ cānugatā
verfolgte den Gemahl der Śacī,
tāṃ dṛṣṭvā bhītavad dhariḥ
sie sehend, wurde Hari wie erschrocken

indras tato vṛtrahantā itaś cetaś ca dhāvati / yatra yatra tv asau yāti hatyā sāpīndragāminī //

Indra, der Vṛtra-Töter, lief darauf hierhin und dorthin; wohin er auch ging, dorthin folgte ihm auch jene Mordsünde, Indra verfolgend.

Wort für Wort
indras tato vṛtrahantā
Indra, der Vṛtra-Töter, darauf,
itaś cetaś ca dhāvati
lief hierhin und dorthin,
yatra yatra tv asau yāti
wohin er auch ging,
hatyā sāpīndragāminī
dorthin folgte auch jene Mordsünde, Indra verfolgend

sa mahat sara āviśya padmanālam upāgamat / tatrāsau tantuvad bhūtvā vāsaṃ cakre śacīpatiḥ //

Er betrat einen großen See und gelangte zum Lotos-Stängel; dort, faden-dünn geworden, nahm der Gemahl der Śacī Wohnung.

Wort für Wort
sa mahat sara āviśya
er, einen großen See betretend,
padmanālam upāgamat
gelangte zum Lotos-Stängel,
tatrāsau tantuvad bhūtvā
dort, faden-dünn geworden,
vāsaṃ cakre śacīpatiḥ
nahm der Gemahl der Śacī Wohnung

sarastīre 'pi hatyāsīd divyaṃ varṣasahasrakam / etasminn antare devā nirindrā hy abhavan mune //

Auch am Ufer des Sees weilte die Mordsünde, tausend göttliche Jahre lang; in dieser Zwischenzeit wurden die Götter, o Weiser, ohne Indra.

Wort für Wort
sarastīre 'pi hatyāsīd
auch am Ufer des Sees weilte die Mordsünde,
divyaṃ varṣasahasrakam
tausend göttliche Jahre lang,
etasminn antare devā
in dieser Zwischenzeit die Götter,
nirindrā hy abhavan mune
wurden ohne Indra, o Weiser

mantrayām āsur avyagrāḥ katham indro bhaved iti / tatrāham avadaṃ devān hatyāsthānaṃ prakalpya ca //

Sie berieten sich, ungestört: 'Wie könnte wieder ein Indra sein?' Da sprach ich zu den Göttern, nachdem ich einen Ort für die Mordsünde bestimmt hatte:

Wort für Wort
mantrayām āsur avyagrāḥ
sie berieten sich, ungestört:
katham indro bhaved iti
'wie könnte (wieder) ein Indra sein?'
tatrāham avadaṃ devān
da sprach ich zu den Göttern,
hatyāsthānaṃ prakalpya ca
einen Ort für die Mordsünde bestimmt habend

indrasya pāvanārthāya gautamyām abhiṣicyatām / yatrābhiṣiktaḥ pūtātmā punar indro bhaviṣyati //

'Zum Zweck der Reinigung Indras soll er an der Gautamī geweiht werden; wo geweiht, wird er, geläuterten Herzens, wieder Indra sein.'

Wort für Wort
indrasya pāvanārthāya
zum Zweck der Reinigung Indras,
gautamyām abhiṣicyatām
soll er an der Gautamī geweiht werden,
yatrābhiṣiktaḥ pūtātmā
wo geweiht, geläuterten Herzens,
punar indro bhaviṣyati
wird er wieder Indra sein

tathā te niścayaṃ kṛtvā gautamīṃ śīghram āgaman / tatra snātaṃ surapatiṃ devāś ca ṛṣayas tathā //

So fassten sie den Entschluss und kamen rasch zur Gautamī; dort, den gebadeten Götterfürsten, wollten die Götter und ebenso die Weisen –

Wort für Wort
tathā te niścayaṃ kṛtvā
so den Entschluss fassend,
gautamīṃ śīghram āgaman
kamen sie rasch zur Gautamī,
tatra snātaṃ surapatiṃ
dort den gebadeten Götterfürsten,
devāś ca ṛṣayas tathā
die Götter und ebenso die Weisen

abhiṣektukāmās te sarve śacīkāntaṃ ca tasthire / abhiṣicyamānam indraṃ taṃ prakopād gautamo 'bravīt //

– sie alle, begierig, den Gemahl der Śacī zu weihen, standen bereit; als Indra gerade geweiht wurde, sprach Gautama aus Zorn.

Wort für Wort
abhiṣektukāmās te sarve
sie alle, begierig zu weihen,
śacīkāntaṃ ca tasthire
den Gemahl der Śacī, standen bereit,
abhiṣicyamānam indraṃ
als Indra gerade geweiht wurde,
taṃ prakopād gautamo 'bravīt
sprach Gautama darüber aus Zorn

{gautama uvāca: } abhiṣekṣyanti pāpiṣṭhaṃ mahendraṃ gurutalpagam / tān sarvān bhasmasāt kuryāṃ śīghraṃ yāntv asurārayaḥ //

Gautama sprach: 'Sie wollen den überaus sündigen Mahendra weihen, den Guru-Betten-Schänder; sie alle werde ich rasch zu Asche machen – fort sollen die Feinde der Asuras gehen!'

Wort für Wort
abhiṣekṣyanti pāpiṣṭhaṃ
sie wollen den überaus sündigen,
mahendraṃ gurutalpagam
Mahendra weihen, den Guru-Betten-Schänder,
tān sarvān bhasmasāt kuryāṃ
sie alle werde ich zu Asche machen,
śīghraṃ yāntv asurārayaḥ
rasch sollen die Feinde der Asuras fortgehen

[Anm.: 'gurutalpaga' ('der zum Bett des Lehrers geht') ist ein klassisches Epitheton für einen schweren Sünder; hier spielt Gautama unverkennbar auf Indras Verführung seiner eigenen Gattin Ahalyā an (vgl. Kap.87).]

{brahmovāca: } tad ṛṣer vacanaṃ śrutvā parihṛtya ca gautamīm / narmadām agaman sarva indram ādāya satvarāḥ //

Brahmā sprach: Nachdem sie dieses Wort des Weisen gehört hatten, verließen sie die Gautamī, und alle gingen eilends zur Narmadā, Indra mit sich nehmend.

Wort für Wort
tad ṛṣer vacanaṃ śrutvā
dieses Wort des Weisen gehört habend,
parihṛtya ca gautamīm
und die Gautamī verlassend,
narmadām agaman sarva
gingen alle zur Narmadā,
indram ādāya satvarāḥ
Indra mit sich nehmend, eilends

uttare narmadātīre abhiṣekāya tasthire / abhiṣekṣyamāṇam indraṃ taṃ māṇḍavyo bhagavān ṛṣiḥ //

Am Nordufer der Narmadā standen sie bereit zur Weihe; als Indra gerade geweiht werden sollte, sprach der erhabene Weise Māṇḍavya.

Wort für Wort
uttare narmadātīre
am Nordufer der Narmadā,
abhiṣekāya tasthire
standen sie bereit zur Weihe,
abhiṣekṣyamāṇam indraṃ
als Indra gerade geweiht werden sollte,
taṃ māṇḍavyo bhagavān ṛṣiḥ
(sprach) der erhabene Weise Māṇḍavya

abravīd bhasmasāt kuryāṃ yadi syād abhiṣecanam / pūjayām āsur amarā māṇḍavyaṃ yuktibhiḥ stavaiḥ //

Er sprach: 'Ich werde euch zu Asche machen, falls die Weihe stattfände.' Die Unsterblichen verehrten Māṇḍavya mit klugen Worten und Lobpreisungen.

Wort für Wort
abravīd bhasmasāt kuryāṃ
er sprach: 'ich werde zu Asche machen,
yadi syād abhiṣecanam
falls die Weihe stattfände'
pūjayām āsur amarā
die Unsterblichen verehrten,
māṇḍavyaṃ yuktibhiḥ stavaiḥ
Māṇḍavya mit klugen Worten und Lobpreisungen

{devā ūcuḥ: } ayam indraḥ sahasrākṣo yasmin deśe 'bhiṣicyate / tatrātidāruṇaṃ vighnaṃ mune samupajāyate //

Die Götter sprachen: 'Dieser Indra, der Tausendäugige, in welchem Land auch immer er geweiht wird, dort entsteht ein überaus schreckliches Hindernis, o Weiser.'

Wort für Wort
ayam indraḥ sahasrākṣo
dieser Indra, der Tausendäugige,
yasmin deśe 'bhiṣicyate
in welchem Land er geweiht wird,
tatrātidāruṇaṃ vighnaṃ
dort ein überaus schreckliches Hindernis,
mune samupajāyate
entsteht, o Weiser

tacchāntiṃ kuru kalyāṇa prasīda varado bhava / malaniryātanaṃ yasmin kurmas tasmin varān bahūn //

'Schaffe Abhilfe dafür, Gütiger; sei gnädig, gewähre uns einen Segen; in dem Land, in dem wir die Makel-Austreibung vollziehen, dort werden wir viele Segnungen –'

Wort für Wort
tacchāntiṃ kuru kalyāṇa
schaffe Abhilfe dafür, Gütiger,
prasīda varado bhava
sei gnädig, gewähre einen Segen,
malaniryātanaṃ yasmin
in dem, in dem wir die Makel-Austreibung,
kurmas tasmin varān bahūn
vollziehen, dort viele Segnungen

deśe dāsyāmahe sarve tad anujñātum arhasi / yasmin deśe surendrasya abhiṣeko bhaviṣyati //

'– in jenem Land allen gewähren; du sollst dies erlauben. In welchem Land auch die Weihe des Götterfürsten stattfinden wird,'

Wort für Wort
deśe dāsyāmahe sarve
in jenem Land werden wir allen gewähren,
tad anujñātum arhasi
du sollst dies erlauben,
yasmin deśe surendrasya
in welchem Land des Götterfürsten,
abhiṣeko bhaviṣyati
die Weihe stattfinden wird

sa sarvakāmadaḥ puṃsāṃ dhānyavṛkṣaphalair yutaḥ / nānāvṛṣṭir na durbhikṣaṃ bhaved atra kadācana //

'– jenes wird den Menschen alle Wünsche gewähren, reich an Getreide, Bäumen und Früchten sein; weder Unwetter noch Hungersnot soll dort jemals entstehen.'

Wort für Wort
sa sarvakāmadaḥ puṃsāṃ
jenes wird den Menschen alle Wünsche gewähren,
dhānyavṛkṣaphalair yutaḥ
reich an Getreide, Bäumen und Früchten,
nānāvṛṣṭir na durbhikṣaṃ
weder Unwetter noch Hungersnot,
bhaved atra kadācana
soll dort jemals entstehen

{brahmovāca: } mene tato muniśreṣṭho māṇḍavyo lokapūjitaḥ / abhiṣekaḥ kṛtas tatra malaniryātanaṃ tathā //

Brahmā sprach: Da stimmte der beste der Weisen, Māṇḍavya, von der Welt verehrt, zu; die Weihe wurde dort vollzogen, ebenso die Makel-Austreibung.

Wort für Wort
mene tato muniśreṣṭho
da stimmte der beste der Weisen zu,
māṇḍavyo lokapūjitaḥ
Māṇḍavya, von der Welt verehrt,
abhiṣekaḥ kṛtas tatra
die Weihe wurde dort vollzogen,
malaniryātanaṃ tathā
ebenso die Makel-Austreibung

devais tadokto munibhiḥ sa deśo mālavas tataḥ / abhiṣikte surapatau jāte ca vimale tadā //

Von den Göttern und Weisen wurde jenes Land seitdem 'Mālava' genannt; als der Götterfürst geweiht und rein geworden war, damals –

Wort für Wort
devais tadokto munibhiḥ
von den Göttern und Weisen genannt,
sa deśo mālavas tataḥ
jenes Land seitdem 'Mālava',
abhiṣikte surapatau
als der Götterfürst geweiht,
jāte ca vimale tadā
und rein geworden war, damals

[Anm.: volksetymologische Herleitung des Landesnamens Mālava (Malwa) von 'mala' (Makel) + 'niryātana' (Austreibung).]

ānīya gautamīṃ gaṅgāṃ taṃ puṇyāyābhiṣecire / surāś ca ṛṣayaś caiva ahaṃ viṣṇus tathaiva ca //

– brachten sie die Gautamī-Gaṅgā herbei und weihten ihn zur Heiligung damit; die Götter und die Weisen, ich, und ebenso Viṣṇu,

Wort für Wort
ānīya gautamīṃ gaṅgāṃ
die Gautamī-Gaṅgā herbeigebracht,
taṃ puṇyāyābhiṣecire
weihten sie ihn zur Heiligung,
surāś ca ṛṣayaś caiva
die Götter und die Weisen,
ahaṃ viṣṇus tathaiva ca
ich und ebenso Viṣṇu

vasiṣṭho gautamaś cāpi agastyo 'triś ca kaśyapaḥ / ete cānye ca ṛṣayo devā yakṣāḥ sapannagāḥ //

Vasiṣṭha und auch Gautama, Agastya, Atri und Kaśyapa, diese und andere Weise, Götter, Yakṣas samt den Schlangenwesen –

Wort für Wort
vasiṣṭho gautamaś cāpi
Vasiṣṭha und auch Gautama,
agastyo 'triś ca kaśyapaḥ
Agastya, Atri und Kaśyapa,
ete cānye ca ṛṣayo
diese und andere Weise,
devā yakṣāḥ sapannagāḥ
Götter, Yakṣas samt Schlangenwesen

snānaṃ tatpuṇyatoyena akurvann abhiṣecanam / mayā punaḥ śacībhartā kamaṇḍalubhavena ca //

– vollzogen mit jenem heiligen Wasser das Bad, die Weihe; und ich weihte wiederum den Gemahl der Śacī mit dem aus dem Wasserkrug stammenden Wasser.

Wort für Wort
snānaṃ tatpuṇyatoyena
mit jenem heiligen Wasser das Bad,
akurvann abhiṣecanam
vollzogen sie, die Weihe,
mayā punaḥ śacībhartā
von mir wiederum der Gemahl der Śacī,
kamaṇḍalubhavena ca
mit dem aus dem Wasserkrug stammenden (Wasser)

vāriṇāpy abhiṣiktaś ca tatra puṇyābhavan nadī / siktā ceti ca tatrāsīt te gaṅgāyāṃ ca saṃgate //

Und durch dieses Wasser geweiht, entstand dort der heilige Fluss; 'Siktā' war er dort genannt, und diese beiden vereinigten sich mit der Gaṅgā.

Wort für Wort
vāriṇāpy abhiṣiktaś ca
und durch dieses Wasser geweiht,
tatra puṇyābhavan nadī
entstand dort der heilige Fluss,
siktā ceti ca tatrāsīt
'Siktā' war er dort (genannt),
te gaṅgāyāṃ ca saṃgate
und diese beiden vereinigten sich mit der Gaṅgā

saṃgamau tatra vikhyātau sarvadā munisevitau / tataḥ prabhṛti tat tīrthaṃ puṇyāsaṃgamam ucyate //

Die beiden Zusammenflüsse dort sind berühmt, stets von Weisen aufgesucht; seitdem heißt jenes Tīrtha 'Puṇyā-Saṅgama'.

Wort für Wort
saṃgamau tatra vikhyātau
die beiden Zusammenflüsse dort sind berühmt,
sarvadā munisevitau
stets von Weisen aufgesucht,
tataḥ prabhṛti tat tīrthaṃ
seitdem heißt jenes Tīrtha
puṇyāsaṃgamam ucyate
'Puṇyā-Saṅgama'

siktāyāḥ saṃgame puṇyam aindraṃ tad abhidhīyate / tatra sapta sahasrāṇi tīrthāny āsañ śubhāni ca //

Am Zusammenfluss der Siktā wird jenes heilige Tīrtha 'Aindra' genannt; dort gab es siebentausend heilvolle Tīrthas.

Wort für Wort
siktāyāḥ saṃgame puṇyam
am Zusammenfluss der Siktā, das heilige,
aindraṃ tad abhidhīyate
wird 'Aindra' genannt,
tatra sapta sahasrāṇi
dort siebentausend,
tīrthāny āsañ śubhāni ca
heilvolle Tīrthas gab es

teṣu snānaṃ ca dānaṃ ca viśeṣeṇa tu saṃgame / sarvaṃ tad akṣayaṃ vidyān nātra kāryā vicāraṇā //

Baden und Spenden bei ihnen, besonders aber am Zusammenfluss, all dies, wisse, ist unvergänglich; darüber braucht kein Zweifel zu bestehen.

Wort für Wort
teṣu snānaṃ ca dānaṃ ca
Baden und Spenden bei ihnen,
viśeṣeṇa tu saṃgame
besonders aber am Zusammenfluss,
sarvaṃ tad akṣayaṃ vidyān
all dies, wisse, ist unvergänglich,
nātra kāryā vicāraṇā
darüber braucht kein Zweifel zu bestehen

yad etat puṇyam ākhyānaṃ yaḥ paṭhec ca śṛṇoti vā / sarvapāpaiḥ sa mucyeta manovākkāyakarmajaiḥ //

Wer diese heilige Erzählung rezitiert oder hört, wird von allen Sünden befreit, die durch Gedanken, Wort und Körperhandeln entstanden sind.

Wort für Wort
yad etat puṇyam ākhyānaṃ
diese heilige Erzählung,
yaḥ paṭhec ca śṛṇoti vā
wer rezitiert oder hört,
sarvapāpaiḥ sa mucyeta
wird von allen Sünden befreit,
manovākkāyakarmajaiḥ
die durch Gedanken, Wort und Körperhandeln entstanden sind

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