Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 88: janasthānatīrthamāhātmyavarṇanam Die Größe des Janasthāna-Tīrtha (Janakas Frage nach Genuss und Erlösung)

König Janaka fragt seinen Hauspriester Yājñavalkya, wie Erlösung (mukti) – die, anders als vergänglicher Genuss (bhukti), unvergänglich ist – auf einem leichteren Weg als durch die harte vollständige Weltentsagung erreicht werden könne. Auf Yājñavalkyas Rat befragen beide Janakas Schwiegervater Varuṇa, den Herrn der Wasser, der lehrt, dass rechtes vedisches Handeln (karma) – insbesondere im Hausvaterstand (Gārhasthya) – dem bloßen Nichthandeln überlegen sei und sowohl Genuss als auch Erlösung gewähre; als besten Ort dafür nennt er den Daṇḍaka-Wald in Bhārata und als beste Pilgerstätte die Gautamī-Gaṅgā. Janaka vollzieht daraufhin, von Yājñavalkya geleitet, ein Pferdeopfer am Gaṅgā-Ufer und erlangt Erlösung; ebenso viele weitere Könige aus der Janaka-Dynastie. Seitdem heißt die Stätte 'Janasthāna', der Opfersitz der Janakas.

{brahmovāca:} tasmād apy aparaṃ tīrthaṃ janasthānam iti śrutam / caturyojanavistīrṇaṃ smaraṇān muktidaṃ nṛṇām //

{Brahmā sprach:} Davon weiter gibt es noch ein weiteres Tīrtha, als 'Janasthāna' bekannt, vier Yojanas ausgedehnt, das durch bloße Erinnerung den Menschen Erlösung gewährt.

Wort für Wort
tasmāt api aparam tīrtham janasthānam iti śrutam
davon weiter gibt es noch ein weiteres Tīrtha, als 'Janasthāna' bekannt
catur-yojana-vistīrṇam smaraṇāt muktidam nṛṇām
vier Yojanas ausgedehnt, das durch bloße Erinnerung den Menschen Erlösung gewährt

vaivasvatānvaye jāto rājābhūj janakaḥ purā / so 'pāṃpates tu tanujām upayeme guṇārṇavām //

In der Nachkommenschaft des Vaivasvata geboren, war einst König Janaka; er vermählte sich mit der Tochter des Herrn der Wasser (Varuṇa), die einem Ozean der Tugenden glich.

Wort für Wort
vaivasvata-anvaye jātaḥ rājā abhūt janakaḥ purā
in der Nachkommenschaft des Vaivasvata geboren, war einst König Janaka
saḥ apāṃpateḥ tu tanujām upayeme guṇārṇavām
er vermählte sich mit der Tochter des Herrn der Wasser, einem Ozean der Tugenden

dharmārthakāmamokṣāṇāṃ janakāṃ janako nṛpaḥ / anurūpaguṇatvāc ca tasya bhāryā guṇārṇavā //

König Janaka war der Erzeuger von Dharma, Artha, Kāma und Mokṣa; und wegen ihrer ihm entsprechenden Tugend war seine Gattin ein Ozean der Tugenden.

Wort für Wort
dharma-artha-kāma-mokṣāṇām janakām janakaḥ nṛpaḥ
König Janaka war der Erzeuger von Dharma, Artha, Kāma und Mokṣa
anurūpa-guṇatvāt ca tasya bhāryā guṇārṇavā
und wegen ihrer ihm entsprechenden Tugend war seine Gattin ein Ozean der Tugenden

[Anm.: Wortspiel mit dem Königsnamen 'Janaka' ('Erzeuger') und 'janakām' ('Erzeugerin/Begründerin') der vier Lebensziele.]

yājñavalkyaś ca viprendras tasya rājñaḥ purohitaḥ / tam apṛcchan nṛpaśreṣṭho yājñavalkyaṃ purohitam //

Und Yājñavalkya, der Fürst der Brahmanen, war jenes Königs Hauspriester; der beste der Könige befragte den Hauspriester Yājñavalkya:

Wort für Wort
yājñavalkyaḥ ca vipra-indraḥ tasya rājñaḥ purohitaḥ
und Yājñavalkya, der Fürst der Brahmanen, war jenes Königs Hauspriester
tam apṛcchat nṛpa-śreṣṭhaḥ yājñavalkyam purohitam
der beste der Könige befragte den Hauspriester Yājñavalkya

{janaka uvāca:} bhuktimuktī ubhe śreṣṭhe nirṇīte munisattamaiḥ / dāsīdāsebhaturagarathādyair bhuktir uttamā //

{Janaka sprach:} Genuss und Erlösung, beide als die vortrefflichsten Güter sind von den besten Weisen bestimmt worden; der Genuss besteht in Dienerinnen, Dienern, Elefanten, Pferden, Wagen und dergleichen, als der höchste,

Wort für Wort
bhukti-muktī ubhe śreṣṭhe nirṇīte muni-sattamaiḥ
Genuss und Erlösung, beide als die vortrefflichsten Güter sind von den besten Weisen bestimmt worden
dāsī-dāsa-ibha-turaga-rathādyaiḥ bhuktiḥ uttamā
der Genuss besteht in Dienerinnen, Dienern, Elefanten, Pferden, Wagen und dergleichen, als der höchste

kiṃtv antavirasā bhuktir muktir ekā niratyayā / bhukter muktiḥ śreṣṭhatamā bhuktyā muktiṃ kathaṃ vrajet //

'doch der Genuss endet schal; die Erlösung allein ist ohne Untergang. Vor dem Genuss ist die Erlösung die allervortrefflichste – wie könnte man durch Genuss zur Erlösung gelangen?'

Wort für Wort
kiṃtu anta-virasā bhuktiḥ muktiḥ ekā niratyayā
doch der Genuss endet schal; die Erlösung allein ist ohne Untergang
bhukteḥ muktiḥ śreṣṭhatamā bhuktyā muktim katham vrajet
vor dem Genuss ist die Erlösung die allervortrefflichste - wie könnte man durch Genuss zur Erlösung gelangen

sarvasaṅgaparityāgān muktiprāptiḥ suduḥkhataḥ / tad brūhi dvijaśārdūla sukhān muktiḥ kathaṃ bhavet //

'Durch die Aufgabe aller Bindungen erlangt man die Erlösung, doch das ist überaus schwierig; sage mir das, o Tiger der Zweifachgeborenen: wie könnte die Erlösung auch auf leichtem Weg erreicht werden?'

Wort für Wort
sarva-saṅga-parityāgāt mukti-prāptiḥ suduḥkhataḥ
durch die Aufgabe aller Bindungen erlangt man die Erlösung, doch das ist überaus schwierig
tat brūhi dvija-śārdūla sukhāt muktiḥ katham bhavet
sage mir das, o Tiger der Zweifachgeborenen: wie könnte die Erlösung auch leicht erreicht werden

{yājñavalkya uvāca:} apāṃpatis tava guruḥ śvaśuraḥ priyakṛt tathā / taṃ gatvā pṛccha nṛpate upadekṣyati te hitam //

{Yājñavalkya sprach:} Der Herr der Wasser (Varuṇa) ist dein Lehrer, dein Schwiegervater, und dir zugetan; geh zu ihm und frage, o König – er wird dir Heilsames lehren.

Wort für Wort
apāṃpatiḥ tava guruḥ śvaśuraḥ priyakṛt tathā
der Herr der Wasser ist dein Lehrer, dein Schwiegervater, und dir zugetan
tam gatvā pṛccha nṛpate upadekṣyati te hitam
geh zu ihm und frage, o König - er wird dir Heilsames lehren

yājñavalkyaś ca janako rājānaṃ varuṇaṃ tadā / gatvā cocatur avyagrau muktimārgaṃ yathākramam //

Yājñavalkya und Janaka gingen da beide, ungestört, zum König Varuṇa und fragten der Reihe nach nach dem Weg der Erlösung.

Wort für Wort
yājñavalkyaḥ ca janakaḥ rājānam varuṇam tadā
Yājñavalkya und Janaka gingen da beide zum König Varuṇa
gatvā ca ūcatuḥ avyagrau mukti-mārgam yathākramam
und fragten, ungestört, der Reihe nach nach dem Weg der Erlösung

{varuṇa uvāca:} dvidhā tu saṃsthitā muktiḥ karmadvāre 'py akarmaṇi / vede ca niścito mārgaḥ karma jyāyo hy akarmaṇaḥ //

{Varuṇa sprach:} Zweifach besteht die Erlösung – durch die Pforte des Handelns oder auch im Nichthandeln; und im Veda ist der Weg bestimmt: das Handeln ist ja besser als das Nichthandeln.

Wort für Wort
dvidhā tu saṃsthitā muktiḥ karma-dvāre api akarmaṇi
zweifach besteht die Erlösung - durch die Pforte des Handelns oder auch im Nichthandeln
vede ca niścitaḥ mārgaḥ karma jyāyaḥ hi akarmaṇaḥ
und im Veda ist der Weg bestimmt: das Handeln ist ja besser als das Nichthandeln

sarvaṃ ca karmaṇā baddhaṃ puruṣārthacatuṣṭayam / akarmaṇaivāpyata iti muktimārgo mṛṣocyate //

'Alle vier Menschenziele sind an das Handeln gebunden; die Behauptung, dass der Weg der Erlösung allein durch Nichthandeln erlangt werde, ist eine Lüge.'

Wort für Wort
sarvam ca karmaṇā baddham puruṣārtha-catuṣṭayam
alle vier Menschenziele sind an das Handeln gebunden
akarmaṇā eva āpyate iti mukti-mārgaḥ mṛṣā ucyate
die Behauptung, der Weg der Erlösung werde allein durch Nichthandeln erlangt, ist eine Lüge

karmaṇā sarvadhānyāni setsyanti nṛpasattama / tasmāt sarvātmanā karma kartavyaṃ vaidikaṃ nṛbhiḥ //

'Durch das Handeln werden alle Ziele gelingen, bester der Könige; deshalb soll das vedische Handeln mit ganzer Seele von den Menschen vollzogen werden.'

Wort für Wort
karmaṇā sarva-dhānyāni setsyanti nṛpa-sattama
durch das Handeln werden alle Ziele gelingen, bester der Könige
tasmāt sarvātmanā karma kartavyam vaidikam nṛbhiḥ
deshalb soll das vedische Handeln mit ganzer Seele von den Menschen vollzogen werden

[Anm.: 'sarvadhānyāni' (wörtl. 'alle Getreidearten') ergibt hier wenig Sinn; vermutlich ist übertragen 'alle Anliegen/Ziele' gemeint, oder es liegt eine Textverderbnis vor.]

tena bhuktiṃ ca muktiṃ ca prāpnuvantīha mānavāḥ / akarmaṇaḥ karma puṇyaṃ karma cāpy āśrameṣu ca //

'Dadurch erlangen die Menschen hier sowohl Genuss als auch Erlösung; besser als Nichthandeln ist verdienstvolles Handeln, und verdienstvolles Handeln geschieht auch in den Lebensstadien,'

Wort für Wort
tena bhuktim ca muktim ca prāpnuvanti iha mānavāḥ
dadurch erlangen die Menschen hier sowohl Genuss als auch Erlösung
akarmaṇaḥ karma puṇyam karma ca api āśrameṣu ca
besser als Nichthandeln ist verdienstvolles Handeln, und Handeln auch in den Lebensstadien

jātyāśritaṃ ca rājendra tatrāpi śṛṇu dharmavit / āśramāṇi ca catvāri karmadvārāṇi mānada //

'sowie auf der Geburt beruhend, o Fürst der Könige – auch darüber höre, o Dharmakundiger; die vier Lebensstadien sind die Pforten des Handelns, o Ehrenspender.'

Wort für Wort
jāti-āśritam ca rājendra tatra api śṛṇu dharmavit
sowie auf der Geburt beruhend, o Fürst der Könige - auch darüber höre, o Dharmakundiger
āśramāṇi ca catvāri karma-dvārāṇi mānada
die vier Lebensstadien sind die Pforten des Handelns, o Ehrenspender

caturṇām āśramāṇāṃ ca gārhasthyaṃ puṇyadaṃ smṛtam / tasmād bhuktiś ca muktiś ca bhavatīti matir mama //

'Von den vier Lebensstadien gilt das Hausvaterstadium als verdienstspendend; daher entstehen in ihm sowohl Genuss als auch Erlösung – das ist meine Ansicht.'

Wort für Wort
caturṇām āśramāṇām ca gārhasthyam puṇyadam smṛtam
von den vier Lebensstadien gilt das Hausvaterstadium als verdienstspendend
tasmāt bhuktiḥ ca muktiḥ ca bhavati iti matiḥ mama
daher entstehen in ihm sowohl Genuss als auch Erlösung - das ist meine Ansicht

{brahmovāca:} etac chrutvā tu janako yājñavalkyaś ca buddhimān / varuṇaṃ pūjayitvā tu punar vacanam ūcatuḥ //

{Brahmā sprach:} Dies vernehmend, verehrten Janaka und der kluge Yājñavalkya den Varuṇa, und sprachen wiederum diese Worte:

Wort für Wort
etat śrutvā tu janakaḥ yājñavalkyaḥ ca buddhimān
dies vernehmend, Janaka und der kluge Yājñavalkya
varuṇam pūjayitvā tu punaḥ vacanam ūcatuḥ
verehrten den Varuṇa und sprachen wiederum diese Worte

ko deśaḥ kiṃ ca tīrthaṃ syād bhuktimuktipradāyakam / tad vadasva suraśreṣṭha sarvajño 'si namo 'stu te //

'Welcher Ort und welches Tīrtha wäre es, das Genuss und Erlösung verleiht? Das verkünde uns, bester der Götter; du bist allwissend, Verehrung sei dir.'

Wort für Wort
kaḥ deśaḥ kim ca tīrtham syāt bhukti-mukti-pradāyakam
welcher Ort und welches Tīrtha wäre es, das Genuss und Erlösung verleiht
tat vadasva sura-śreṣṭha sarvajñaḥ asi namaḥ astu te
das verkünde uns, bester der Götter; du bist allwissend, Verehrung sei dir

{varuṇa uvāca:} pṛthivyāṃ bhārataṃ varṣaṃ daṇḍakaṃ tatra puṇyadam / tasmin kṣetre kṛtaṃ karma bhuktimuktipradaṃ nṛṇām //

{Varuṇa sprach:} Auf Erden gibt es das Bhārata-Land, dort den verdienstspendenden Daṇḍaka(-Wald); die in diesem heiligen Gebiet vollzogene Handlung gewährt den Menschen Genuss und Erlösung.

Wort für Wort
pṛthivyām bhāratam varṣam daṇḍakam tatra puṇyadam
auf Erden gibt es das Bhārata-Land, dort den verdienstspendenden Daṇḍaka-Wald
tasmin kṣetre kṛtam karma bhukti-mukti-pradam nṛṇām
die in diesem heiligen Gebiet vollzogene Handlung gewährt den Menschen Genuss und Erlösung

tīrthānāṃ gautamī gaṅgā śreṣṭhā muktipradā nṛṇām / tatra yajñena dānena bhogān muktim avāpsyati //

Unter den Pilgerstätten ist die Gautamī-Gaṅgā die vortrefflichste, den Menschen Erlösung gewährend; dort wird man durch Opfer und Gabe Genüsse und Erlösung erlangen.

Wort für Wort
tīrthānām gautamī gaṅgā śreṣṭhā muktipradā nṛṇām
unter den Pilgerstätten ist die Gautamī-Gaṅgā die vortrefflichste, den Menschen Erlösung gewährend
tatra yajñena dānena bhogān muktim avāpsyati
dort wird man durch Opfer und Gabe Genüsse und Erlösung erlangen

{brahmovāca:} yājñavalkyaś ca janako vācaṃ śrutvā hy apāṃpateḥ / varuṇena hy anujñātau svapurīṃ jagmatus tadā //

{Brahmā sprach:} Yājñavalkya und Janaka, die Worte des Herrn der Wasser vernehmend, von Varuṇa verabschiedet, gingen da in ihre eigene Stadt zurück.

Wort für Wort
yājñavalkyaḥ ca janakaḥ vācam śrutvā hi apāṃpateḥ
Yājñavalkya und Janaka, die Worte des Herrn der Wasser vernehmend
varuṇena hi anujñātau svapurīm jagmatuḥ tadā
von Varuṇa verabschiedet, gingen da in ihre eigene Stadt zurück

aśvamedhādikaṃ karma cakāra janako nṛpaḥ / yājayām āsa viprendro yājñavalkyaś ca taṃ nṛpam //

König Janaka vollzog das Pferdeopfer und andere Riten; der Fürst der Brahmanen, Yājñavalkya, leitete für jenen König das Opfer.

Wort für Wort
aśvamedha-ādikam karma cakāra janakaḥ nṛpaḥ
König Janaka vollzog das Pferdeopfer und andere Riten
yājayām āsa vipra-indraḥ yājñavalkyaḥ ca tam nṛpam
der Fürst der Brahmanen, Yājñavalkya, leitete für jenen König das Opfer

gaṅgātīraṃ samāśritya yajñān muktim avāpa rāṭ / tathā janakarājāno bahavas tatra karmaṇā //

Am Ufer der Gaṅgā weilend, erlangte der König durch die Opfer die Erlösung; ebenso erlangten dort viele Könige aus der Janaka-Dynastie durch rechtes Handeln

Wort für Wort
gaṅgā-tīram samāśritya yajñāt muktim avāpa rāṭ
am Ufer der Gaṅgā weilend, erlangte der König durch die Opfer die Erlösung
tathā janaka-rājānaḥ bahavaḥ tatra karmaṇā
ebenso erlangten dort viele Könige aus der Janaka-Dynastie durch Handeln

muktiṃ prāpur mahābhāgā gautamyāś ca prasādataḥ / tataḥ prabhṛti tat tīrthaṃ janasthāneti viśrutam //

die Erlösung, die hochgesegneten, durch die Gnade der Gautamī; seitdem ist jenes Tīrtha als 'Janasthāna' bekannt.

Wort für Wort
muktim prāpuḥ mahābhāgāḥ gautamyāḥ ca prasādataḥ
die Erlösung, die hochgesegneten, durch die Gnade der Gautamī
tataḥ prabhṛti tat tīrtham janasthāna iti viśrutam
seitdem ist jenes Tīrtha als 'Janasthāna' bekannt

janakānāṃ yajñasado janasthānaṃ prakīrtitam / caturyojanavistīrṇaṃ smaraṇāt sarvapāpanut //

Als der Opfersitz der Janakas wird es 'Janasthāna' genannt; vier Yojanas ausgedehnt, tilgt es durch bloße Erinnerung alle Sünde.

Wort für Wort
janakānām yajñasadaḥ janasthānam prakīrtitam
als der Opfersitz der Janakas wird es 'Janasthāna' genannt
catur-yojana-vistīrṇam smaraṇāt sarva-pāpanut
vier Yojanas ausgedehnt, tilgt es durch bloße Erinnerung alle Sünde

tatra snānena dānena pitṝṇāṃ tarpaṇena tu / tīrthasya smaraṇād vāpi gamanād bhaktisevanāt //

Dort, durch Baden, durch Geben, durch die Wasserspende an die Ahnen, oder auch durch die Erinnerung an das Tīrtha, durch das Hingehen, durch hingebungsvollen Dienst,

Wort für Wort
tatra snānena dānena pitṝṇām tarpaṇena tu
dort, durch Baden, durch Geben, durch die Wasserspende an die Ahnen
tīrthasya smaraṇāt vā api gamanāt bhakti-sevanāt
oder auch durch die Erinnerung an das Tīrtha, durch das Hingehen, durch hingebungsvollen Dienst

sarvān kāmān avāpnoti muktiṃ ca samavāpnuyāt //

erlangt man alle Wünsche und erreicht zugleich auch die Erlösung.

Wort für Wort
sarvān kāmān avāpnoti muktim ca samavāpnuyāt
erlangt man alle Wünsche und erreicht zugleich auch die Erlösung

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert; schließt die Erzählung vom Janasthāna-Tīrtha ab.]

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