Kapitel 206: bāṇayuddhaṃ hariharayor saṃvādaś ca
Der Kampf mit Bāṇa und das Gespräch zwischen Hari und Hara
Bāṇas Ungeduld nach Kampf und Śivas Prophezeiung; Citralekhā entführt Aniruddha zu Uṣā, seine Entdeckung und Fesselung durch Bāṇas Schlangenwaffe; Kṛṣṇas, Balarāmas und Pradyumnas Feldzug nach Śoṇitapura; Kämpfe mit Śivas Fieber-Dämon Jvara, mit Śiva selbst (mittels der Gähn-Waffe außer Gefecht gesetzt) und mit Kārttikeya; Bāṇas tausend Arme werden bis auf vier vom Diskus Sudarśana abgeschlagen; Śivas Fürbitte und Anerkennung Kṛṣṇas als den Höchsten; Kṛṣṇas Antwort über die Wesensgleichheit beider; Rückkehr nach Dvārakā mit Aniruddha und Uṣā.
deva bāhusahasreṇa nirviṇṇo 'haṃ vināhavam / kaccin mamaiṣāṃ bāhūnāṃ sāphalyakaraṇo raṇaḥ / bhaviṣyati vinā yuddhaṃ bhārāya mama kiṃ bhujaiḥ //
Bāṇa sprach: „O Gott, mit [meinen] tausend Armen bin ich, ohne Kampf, überdrüssig; wird mir wohl ein Kampf zuteilwerden, der diese meine Arme zur Erfüllung bringt? Ohne Krieg sind [sie mir] nur eine Last – was nützen mir [dann] die Arme?”
Wort für Wort
deva bāhusahasreṇa nirviṇṇo 'haṃ vināhavam /
„O Gott, mit [meinen] tausend Armen bin ich, ohne Kampf, überdrüssig;
kaccin mamaiṣāṃ bāhūnāṃ sāphalyakaraṇo raṇaḥ /
wird mir wohl ein Kampf zuteilwerden, der diese meine Arme zur Erfüllung bringt?
bhaviṣyati vinā yuddhaṃ bhārāya mama kiṃ bhujaiḥ //
Ohne Krieg sind [sie mir] nur eine Last – was nützen mir [dann] die Arme?”
Da, nachdem er sich verneigt hatte, kehrte er, erfreut, von Śambhu nach Hause zurück; und als er dann das zerbrochene Banner erblickte, geriet er, hocherfreut, in höchste Wonne.
Wort für Wort
tataḥ praṇamya muditaḥ śaṃbhum abhyāgato gṛhāt /
Da, nachdem er sich verneigt hatte, kehrte er, erfreut, von Śambhu nach Hause zurück;
vyādiṣṭaṃ kiṃkarāṇāṃ tu sainyaṃ tena mahātmanā / jaghāna parighaṃ lauham ādāya paravīrahā //
Doch das Heer der [zu seiner Ergreifung] beauftragten Diener erschlug jener Großmütige, der Feindeshelden-Vernichter, indem er einen eisernen Prügel ergriff.
Wort für Wort
vyādiṣṭaṃ kiṃkarāṇāṃ tu sainyaṃ tena mahātmanā /
Doch das Heer der [zu seiner Ergreifung] beauftragten Diener erschlug jener Großmütige,
jaghāna parighaṃ lauham ādāya paravīrahā //
der Feindeshelden-Vernichter, indem er einen eisernen Prügel ergriff.
Als jene erschlagen waren, wurde auch Bāṇa, auf dem Wagen stehend, [selbst] zu seiner [Aniruddhas] Tötung bereit, kämpfend nach Kräften, [doch] von dem Helden bezwungen.
Wort für Wort
hateṣu teṣu bāṇo 'pi rathasthas tadvadhodyataḥ /
Als jene erschlagen waren, wurde auch Bāṇa, auf dem Wagen stehend, zu seiner Tötung bereit,
yudhyamāno yathāśakti yadā vīreṇa nirjitaḥ //
kämpfend nach Kräften, [doch] von dem Helden bezwungen.
māyayā yuyudhe tena sa tadā mantracoditaḥ / tataś ca pannagāstreṇa babandha yadunandanam //
Da kämpfte er, von Zaubersprüchen angetrieben, mittels Zauberkraft (māyā) gegen ihn, und fesselte darauf den Liebling der Yadus mit der Schlangenwaffe.
Wort für Wort
māyayā yuyudhe tena sa tadā mantracoditaḥ /
Da kämpfte er, von Zaubersprüchen angetrieben, mittels Zauberkraft gegen ihn,
tataś ca pannagāstreṇa babandha yadunandanam //
und fesselte darauf den Liebling der Yadus mit der Schlangenwaffe.
Beim Eintritt in die Stadt kam es zum Kampf mit den überaus starken Pramathas [Śivas Geisterscharen]; Hari gelangte in die Nähe von Bāṇas Stadt, nachdem er sie zugrunde gerichtet hatte.
Wort für Wort
purīpraveśe pramathair yuddham āsīn mahābalaiḥ /
Beim Eintritt in die Stadt kam es zum Kampf mit den überaus starken Pramathas,
Die aus der Berührung mit dessen Asche entstandene Glut erlangte, durch die Berührung mit Kṛṣṇas Leib, auch Baladeva gleichermaßen, wobei sich seine Augen [vor Schmerz] schlossen.
Wort für Wort
tadbhasmasparśasaṃbhūta-tāpaṃ kṛṣṇāṅgasaṃgamāt /
Die aus der Berührung mit dessen Asche entstandene Glut, durch die Berührung mit Kṛṣṇas Leib,
avāpa baladevo 'pi samaṃ saṃmīlitekṣaṇaḥ //
erlangte auch Baladeva gleichermaßen, wobei sich seine Augen [vor Schmerz] schlossen.
Als der Gott, der Großvater [Brahmā], ihn erblickte, betäubt von den Schlägen der Bedrängnis durch Nārāyaṇas Arm, sprach er: „Möge ihm vergeben werden.”
Wort für Wort
nārāyaṇabhujāghāta-paripīḍanavihvalam /
Ihn, betäubt von den Schlägen der Bedrängnis durch Nārāyaṇas Arm,
Dann, nachdem der Erhabene die fünf [heiligen] Feuer besiegt und ebenso zur Vernichtung gebracht hatte, zermalmte Viṣṇu wie im Spiel das Heer der Dānavas.
Wort für Wort
tato 'gnīn bhagavān pañca jitvā nītvā kṣayaṃ tathā /
Dann, nachdem der Erhabene die fünf [heiligen] Feuer besiegt und ebenso zur Vernichtung gebracht hatte,
dānavānāṃ balaṃ viṣṇuś cūrṇayām āsa līlayā //
zermalmte Viṣṇu wie im Spiel das Heer der Dānavas.
„Dies ist gewiss die Auflösung des gesamten Universums, die [nun] gekommen ist” – so dachten die dreißig [Götter], während jene große Schlacht im Gange war.
Wort für Wort
pralayo 'yam aśeṣasya jagato nūnam āgataḥ /
„Dies ist gewiss die Auflösung des gesamten Universums, die [nun] gekommen ist”
menire tridaśā yatra vartamāne mahāhave //
so dachten die dreißig [Götter], während jene große Schlacht im Gange war.
jṛmbhābhibhūtaś ca haro rathopastham upāviśat / na śaśāka tadā yoddhuṃ kṛṣṇenākliṣṭakarmaṇā //
Und Hara, vom Gähnen überwältigt, sank auf den Boden seines Wagens; er vermochte da nicht [mehr] gegen Kṛṣṇa zu kämpfen, dessen Werk nie behindert wird.
Wort für Wort
jṛmbhābhibhūtaś ca haro rathopastham upāviśat /
Und Hara, vom Gähnen überwältigt, sank auf den Boden seines Wagens;
na śaśāka tadā yoddhuṃ kṛṣṇenākliṣṭakarmaṇā //
er vermochte da nicht [mehr] gegen Kṛṣṇa zu kämpfen, dessen Werk nie behindert wird.
Als Śaṃkara zum Gähnen gebracht, das Daitya-Heer vernichtet, Guha besiegt und auch das Pramatha-Heer vom Träger des Śārṅga-Bogens zugrunde gerichtet worden war,
Wort für Wort
jṛmbhite śaṃkare naṣṭe daityasainye guhe jite /
Als Śaṃkara zum Gähnen gebracht, das Daitya-Heer vernichtet, Guha besiegt worden war,
nīte pramathasainye ca saṃkṣayaṃ śārṅgadhanvanā //
und auch das Pramatha-Heer vom Träger des Śārṅga-Bogens zugrunde gerichtet worden war,
nandīśasaṃgṛhītāśvam adhirūḍho mahāratham / bāṇas tatrāyayau yoddhuṃ kṛṣṇakārṣṇibalaiḥ saha //
bestieg Bāṇa einen großen Wagen, dessen Pferde von Nandīśa [Nandin] beigebracht worden waren, und kam dort herbei, um gegen Kṛṣṇas und Kārṣṇis [Pradyumnas] Streitkräfte zu kämpfen.
Wort für Wort
nandīśasaṃgṛhītāśvam adhirūḍho mahāratham /
bestieg Bāṇa einen großen Wagen, dessen Pferde von Nandīśa beigebracht worden waren,
bāṇas tatrāyayau yoddhuṃ kṛṣṇakārṣṇibalaiḥ saha //
und kam dort herbei, um gegen Kṛṣṇas und Kārṣṇis Streitkräfte zu kämpfen.
Balabhadra von großer Kraft durchbohrte Bāṇas Heer auf vielfache Weise mit Pfeilen; und Pradyumna durchbohrte [mit Pfeilen] jene, die pflichtgemäß nicht flohen.
Wort für Wort
balabhadro mahāvīryo bāṇasainyam anekadhā /
Balabhadra von großer Kraft durchbohrte Bāṇas Heer auf vielfache Weise mit Pfeilen;
ākṛṣya lāṅgalāgreṇa muśalena ca pothitam / balaṃ balena dadṛśe bāṇo bāṇaiś ca cakriṇaḥ //
Mit der Pflugspitze herangezogen und mit der Keule zerschmettert, sah man das [feindliche] Heer durch Balas [Balarāmas] Kraft [bezwungen], und Bāṇa durch die Pfeile des Diskusträgers.
Wort für Wort
ākṛṣya lāṅgalāgreṇa muśalena ca pothitam /
Mit der Pflugspitze herangezogen und mit der Keule zerschmettert,
balaṃ balena dadṛśe bāṇo bāṇaiś ca cakriṇaḥ //
sah man das [feindliche] Heer durch Balas Kraft [bezwungen], und Bāṇa durch die Pfeile des Diskusträgers.
[Anm.: Wortspiel im Sanskrit zwischen 'balam/balena' (Heer/Kraft-Bala) und 'bāṇo/bāṇaiḥ' (Bāṇa/Pfeile), das im Deutschen nicht nachgebildet werden kann.]
chidyamāneṣv aśeṣeṣu śastreṣv astre ca sīdati / prācuryeṇa harir bāṇaṃ hantuṃ cakre tato manaḥ //
Als alle [ihre] Waffen zerschlagen wurden und [selbst göttliche] Geschosse durch die schiere Menge [der Gegenwaffen] versagten, richtete Hari da seinen Sinn darauf, Bāṇa zu töten.
Wort für Wort
chidyamāneṣv aśeṣeṣu śastreṣv astre ca sīdati /
Als alle [ihre] Waffen zerschlagen wurden und [selbst göttliche] Geschosse durch die schiere Menge [der Gegenwaffen] versagten,
prācuryeṇa harir bāṇaṃ hantuṃ cakre tato manaḥ //
richtete Hari da seinen Sinn darauf, Bāṇa zu töten.
Als der Feind Madhus [Kṛṣṇa] jenen Diskus zu Bāṇas Vernichtung entließ, erschien vor Hari, durch Daitya-Zauberkunst [heraufbeschworen], die nackte [Dämonin] Koṭarī.
Wort für Wort
muñcato bāṇanāśāya tac cakraṃ madhuvidviṣaḥ /
Als der Feind Madhus jenen Diskus zu Bāṇas Vernichtung entließ,
nagnā daiteyavidyābhūt koṭarī purato hareḥ //
erschien vor Hari, durch Daitya-Zauberkunst [heraufbeschworen], die nackte [Dämonin] Koṭarī.
chinne bāhuvane tat tu karasthaṃ madhusūdanaḥ / mumukṣur bāṇanāśāya vijñātas tripuradviṣā //
Als der Arm-Wald abgeschnitten war, wurde jener [Diskus], wieder in seiner Hand ruhend, von Madhusūdana, der ihn zu Bāṇas [endgültiger] Vernichtung erneut schleudern wollte, [in diesem Vorhaben] von dem Feind Tripuras [Śiva] erkannt.
Wort für Wort
chinne bāhuvane tat tu karasthaṃ madhusūdanaḥ /
Als der Arm-Wald abgeschnitten war, [ruhte jener Diskus] wieder in Madhusūdanas Hand,
mumukṣur bāṇanāśāya vijñātas tripuradviṣā //
und er, der ihn zu Bāṇas [endgültiger] Vernichtung erneut schleudern wollte, wurde von dem Feind Tripuras [Śiva] erkannt.
sa utpatyāha govindaṃ sāmapūrvam umāpatiḥ / vilokya bāṇaṃ dordaṇḍa-cchedāsṛksrāvavarṣiṇam //
Er, der Gemahl Umās, sprang auf und sprach mit versöhnlichen Worten zu Govinda, als er Bāṇa erblickte, wie er, [aus den] abgeschnittenen Armstümpfen, Ströme von Blut vergoss.
Wort für Wort
sa utpatyāha govindaṃ sāmapūrvam umāpatiḥ /
Er, der Gemahl Umās, sprang auf und sprach mit versöhnlichen Worten zu Govinda,
vilokya bāṇaṃ dordaṇḍa-cchedāsṛksrāvavarṣiṇam //
als er Bāṇa erblickte, wie er aus den abgeschnittenen Armstümpfen Ströme von Blut vergoss.
Rudra sprach: „Kṛṣṇa, Kṛṣṇa, o Herr der Welt! Ich kenne dich als den höchsten Puruṣa, den höchsten Herrn, das höchste Selbst, ohne Anfang und Ende, transzendent.
Wort für Wort
kṛṣṇa kṛṣṇa jagannātha jāne tvāṃ puruṣottamam /
„Kṛṣṇa, Kṛṣṇa, o Herr der Welt! Ich kenne dich als den höchsten Puruṣa,
pareśaṃ paramātmānam anādinidhanaṃ param //
den höchsten Herrn, das höchste Selbst, ohne Anfang und Ende, transzendent.
devatiryaṅmanuṣyeṣu śarīragrahaṇātmikā / līleyaṃ tava ceṣṭā hi daityānāṃ vadhalakṣaṇā //
Dieses dein Tun, das in der Annahme von Körpern unter Göttern, Tieren und Menschen besteht, ist ja [nur dein] Spiel (līlā), gekennzeichnet durch die Tötung der Daityas.
Wort für Wort
devatiryaṅmanuṣyeṣu śarīragrahaṇātmikā /
Dieses dein Tun, das in der Annahme von Körpern unter Göttern, Tieren und Menschen besteht,
līleyaṃ tava ceṣṭā hi daityānāṃ vadhalakṣaṇā //
ist ja [nur dein] Spiel, gekennzeichnet durch die Tötung der Daityas.
tat prasīdābhayaṃ dattaṃ bāṇasyāsya mayā prabho / tat tvayā nānṛtaṃ kāryaṃ yan mayā vyāhṛtaṃ vacaḥ //
Darum sei gnädig: Freiheit von Furcht wurde diesem Bāṇa von mir gewährt, o Herr – jenes Wort, das von mir gesprochen wurde, möge von dir nicht zunichte gemacht werden.
Wort für Wort
tat prasīdābhayaṃ dattaṃ bāṇasyāsya mayā prabho /
Darum sei gnädig: Freiheit von Furcht wurde diesem Bāṇa von mir gewährt, o Herr –
tat tvayā nānṛtaṃ kāryaṃ yan mayā vyāhṛtaṃ vacaḥ //
jenes Wort, das von mir gesprochen wurde, möge von dir nicht zunichte gemacht werden.
Dieser, unter unserem Schutz aufgewachsen, hat kein Vergehen [begangen] gegen dich, o Unvergänglicher; dieser Daitya hat von mir einen Segen erhalten – darum bitte ich dich um Nachsicht [für ihn].”
Wort für Wort
asmatsaṃśrayavṛddho 'yaṃ nāparādhas tavāvyaya /
Dieser, unter unserem Schutz aufgewachsen, hat kein Vergehen [begangen] gegen dich, o Unvergänglicher;
Vyāsa sprach: So angesprochen, sprach Govinda, sein Antlitz gnädig geworden, sein Zorn gegen den Asura gewichen, zu dem Dreizackträger, dem Gemahl Umās:
Wort für Wort
ity uktaḥ prāha govindaḥ śūlapāṇim umāpatim /
So angesprochen, sprach Govinda zu dem Dreizackträger, dem Gemahl Umās,
prasannavadano bhūtvā gatāmarṣo 'suraṃ prati //
sein Antlitz gnädig geworden, sein Zorn gegen den Asura gewichen:
Der Erhabene Herr sprach: „Dieser Bāṇa, der von dir einen Segen empfangen hat, o Śaṃkara, soll leben; aus Achtung vor deinem Wort wurde dieser Diskus von mir zurückgezogen.
Wort für Wort
yuṣmaddattavaro bāṇo jīvatād eṣa śaṃkara /
„Dieser Bāṇa, der von dir einen Segen empfangen hat, o Śaṃkara, soll leben;
tvadvākyagauravād etan mayā cakraṃ nivartitam //
aus Achtung vor deinem Wort wurde dieser Diskus von mir zurückgezogen.
tvayā yad abhayaṃ dattaṃ tad dattam abhayaṃ mayā / matto 'vibhinnam ātmānaṃ draṣṭum arhasi śaṃkara //
Was von dir an Furchtlosigkeit gewährt wurde, ebendas ist auch von mir gewährt – du sollst erkennen, o Śaṃkara, dass dein Selbst von mir nicht verschieden ist.
Wort für Wort
tvayā yad abhayaṃ dattaṃ tad dattam abhayaṃ mayā /
Was von dir an Furchtlosigkeit gewährt wurde, ebendas ist auch von mir gewährt –
yo 'haṃ sa tvaṃ jagac cedaṃ sadevāsuramānuṣam / avidyāmohitātmānaḥ puruṣā bhinnadarśinaḥ //
Der ich bin, der bist du, und [ebenso] diese Welt mit ihren Göttern, Asuras und Menschen – nur Menschen, deren Sinn von Unwissenheit umnebelt ist, sehen [uns als] verschieden.”
Wort für Wort
yo 'haṃ sa tvaṃ jagac cedaṃ sadevāsuramānuṣam /
Der ich bin, der bist du, und [ebenso] diese Welt mit ihren Göttern, Asuras und Menschen –
avidyāmohitātmānaḥ puruṣā bhinnadarśinaḥ //
nur Menschen, deren Sinn von Unwissenheit umnebelt ist, sehen [uns als] verschieden.”
Vyāsa sprach: Dies gesagt habend, ging Kṛṣṇa dorthin, wo der Sohn Pradyumnas [Aniruddha] stand; die ihn fesselnden Schlangen kamen um, ausgedörrt vom Windhauch Garuḍas.