Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 205: uṣāsvapnasaṃgamaś citralekhācitrapaṭadarśanaṃ ca Uṣās Traumvereinigung und die Bildertafel der Citralekhā

Genealogie der zahlreichen Söhne Kṛṣṇas aus seinen vielen Gattinnen bis zu Aniruddha und Vajra; Ankündigung der Uṣā-Aniruddha-Episode. Uṣā, Bāṇas Tochter, begehrt nach dem Anblick von Śiva und Pārvatī selbst einen Gatten; durch Pārvatīs Vorhersage und einen Traumbesuch entbrennt sie in Liebe zu einem Unbekannten; ihre Freundin Citralekhā, Tochter von Bāṇas Minister Kumbhāṇḍa, identifiziert ihn mittels einer gezeichneten Bildertafel als Aniruddha und macht sich auf, ihn aus Dvārakā zu holen.

pradyumnādyā hareḥ putrā rukmiṇyāṃ kathitā dvijāḥ / bhānvādikāṃś ca vai putrān satyabhāmā vyajāyata //

Pradyumna und andere wurden als Haris Söhne von Rukmiṇī genannt, o Zweifachgeborene; und Bhānu und andere Söhne gebar Satyabhāmā.

Wort für Wort
pradyumnādyā hareḥ putrā rukmiṇyāṃ kathitā dvijāḥ /
Pradyumna und andere wurden als Haris Söhne von Rukmiṇī genannt, o Zweifachgeborene;
bhānvādikāṃś ca vai putrān satyabhāmā vyajāyata //
und Bhānu und andere Söhne gebar Satyabhāmā.

dīptimantaḥ prapakṣādyā rohiṇyās tanayā hareḥ / babhūvur jāmbavatyāś ca sāmbādyā bāhuśālinaḥ //

Dīptimant, Prapakṣa und andere waren Haris Söhne von Rohiṇī; und Sāmba und andere, starkarmig, waren [Söhne] der Jāmbavatī.

Wort für Wort
dīptimantaḥ prapakṣādyā rohiṇyās tanayā hareḥ /
Dīptimant, Prapakṣa und andere waren Haris Söhne von Rohiṇī;
babhūvur jāmbavatyāś ca sāmbādyā bāhuśālinaḥ //
und Sāmba und andere, starkarmig, waren [Söhne] der Jāmbavatī.

tanayā bhadravindādyā nāgnajityāṃ mahābalāḥ / saṃgrāmajitpradhānās tu śaibyāyāṃ cābhavan sutāḥ //

Die Söhne Bhadravinda und andere, von großer Kraft, [wurden geboren] von Nāgnajitī; und mit Saṃgrāmajit an der Spitze waren die Söhne, die von Śaibyā geboren wurden.

Wort für Wort
tanayā bhadravindādyā nāgnajityāṃ mahābalāḥ /
Die Söhne Bhadravinda und andere, von großer Kraft, [wurden geboren] von Nāgnajitī;
saṃgrāmajitpradhānās tu śaibyāyāṃ cābhavan sutāḥ //
und mit Saṃgrāmajit an der Spitze waren die Söhne, die von Śaibyā geboren wurden.

vṛkādyās tu sutā mādrī gātravatpramukhān sutān / avāpa lakṣmaṇā putrān kālindyāś ca śrutādayaḥ //

Vṛka und andere waren die Söhne der Mādrī; Lakṣmaṇā erhielt Söhne mit Gātravat an der Spitze; und von Kālindī [stammten] Śruta und andere.

Wort für Wort
vṛkādyās tu sutā mādrī gātravatpramukhān sutān /
Vṛka und andere waren die Söhne der Mādrī; [Söhne] mit Gātravat an der Spitze
avāpa lakṣmaṇā putrān kālindyāś ca śrutādayaḥ //
erhielt Lakṣmaṇā, und von Kālindī [stammten] Śruta und andere.

anyāsāṃ caiva bhāryāṇāṃ samutpannāni cakriṇaḥ / aṣṭāyutāni putrāṇāṃ sahasrāṇi śataṃ tathā //

Und von den übrigen Gattinnen des Diskusträgers [Kṛṣṇa] entstanden achtzigtausend Söhne, und ebenso [weitere] hunderttausend [?].

Wort für Wort
anyāsāṃ caiva bhāryāṇāṃ samutpannāni cakriṇaḥ /
Und von den übrigen Gattinnen entstanden dem Diskusträger [Kṛṣṇa]
aṣṭāyutāni putrāṇāṃ sahasrāṇi śataṃ tathā //
achtzigtausend Söhne, und ebenso [weitere] hunderttausend [?].

[?: 'aṣṭāyutāni ... sahasrāṇi śataṃ' – die genaue Zusammensetzung der Zahlwörter (8 Ayutas = 80.000, dazu 'śataṃ sahasrāṇi' = 100.000) bleibt unsicher; hier als hyperbolische Gesamtzahl der Söhne aus den zahllosen Gattinnen wiedergegeben, ohne die exakte Summe (80.000 + 100.000?) sicher rekonstruieren zu können.]

pradyumnaḥ pramukhas teṣāṃ rukmiṇyās tu sutas tataḥ / pradyumnād aniruddho 'bhūd vajras tasmād ajāyata //

Pradyumna war der Erste unter ihnen, der Sohn der Rukmiṇī; von Pradyumna [stammte] Aniruddha, und von diesem wurde Vajra geboren.

Wort für Wort
pradyumnaḥ pramukhas teṣāṃ rukmiṇyās tu sutas tataḥ /
Pradyumna war der Erste unter ihnen, der Sohn der Rukmiṇī;
pradyumnād aniruddho 'bhūd vajras tasmād ajāyata //
von Pradyumna [stammte] Aniruddha, und von diesem wurde Vajra geboren.

aniruddho raṇe ruddho baleḥ pautrīṃ mahābalaḥ / bāṇasya tanayām ūṣām upayeme dvijottamāḥ //

Aniruddha, [einst] im Kampf 'aufgehalten' [ruddha], der Starkarmige, heiratete die Enkelin Balis, Bāṇas Tochter Uṣā, o beste der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
aniruddho raṇe ruddho baleḥ pautrīṃ mahābalaḥ /
Aniruddha, [einst] im Kampf 'aufgehalten', der Starkarmige, [heiratete] Balis Enkelin,
bāṇasya tanayām ūṣām upayeme dvijottamāḥ //
Bāṇas Tochter Uṣā, o beste der Zweifachgeborenen.

[Anm.: Wortspiel 'aniruddho ... ruddhaḥ' – der 'Unaufhaltsame' wird 'aufgehalten'; vgl. das ähnliche Wortspiel bei Kap.201 V.7.]

yatra yuddham abhūd ghoraṃ hariśaṃkarayor mahat / chinnaṃ sahasraṃ bāhūnāṃ yatra bāṇasya cakriṇā //

[Bei welcher Gelegenheit] eine schreckliche, große Schlacht zwischen Hari und Śaṃkara entstand, worin dem Bāṇa vom Diskusträger tausend Arme abgeschlagen wurden.

Wort für Wort
yatra yuddham abhūd ghoraṃ hariśaṃkarayor mahat /
[Bei welcher Gelegenheit] eine schreckliche, große Schlacht zwischen Hari und Śaṃkara entstand,
chinnaṃ sahasraṃ bāhūnāṃ yatra bāṇasya cakriṇā //
worin dem Bāṇa vom Diskusträger tausend Arme abgeschlagen wurden.

kathaṃ yuddham abhūd brahmann uṣārthe harakṛṣṇayoḥ / kathaṃ kṣayaṃ ca bāṇasya bāhūnāṃ kṛtavān hariḥ //

Die Weisen sprachen: „Wie entstand, o Brahmane, um Uṣās willen die Schlacht zwischen Hara [Śiva] und Kṛṣṇa? Und wie bewirkte Hari die Vernichtung von Bāṇas Armen?

Wort für Wort
kathaṃ yuddham abhūd brahmann uṣārthe harakṛṣṇayoḥ /
Wie entstand, o Brahmane, um Uṣās willen die Schlacht zwischen Hara und Kṛṣṇa?
kathaṃ kṣayaṃ ca bāṇasya bāhūnāṃ kṛtavān hariḥ //
Und wie bewirkte Hari die Vernichtung von Bāṇas Armen?

etat sarvaṃ mahābhāga vaktum arhasi no 'khilam / mahat kautūhalaṃ jātaṃ śrotum etāṃ kathāṃ śubhām //

Dies alles, o Hochbeglückter, sollst du uns vollständig erzählen – große Neugier ist [in uns] entstanden, diese heilvolle Erzählung zu hören.”

Wort für Wort
etat sarvaṃ mahābhāga vaktum arhasi no 'khilam /
Dies alles, o Hochbeglückter, sollst du uns vollständig erzählen –
mahat kautūhalaṃ jātaṃ śrotum etāṃ kathāṃ śubhām //
große Neugier ist [in uns] entstanden, diese heilvolle Erzählung zu hören.”

uṣā bāṇasutā viprāḥ pārvatīṃ śaṃbhunā saha / krīḍantīm upalakṣyoccaiḥ spṛhāṃ cakre tadā svayam / tataḥ sakalacittajñā gaurī tām āha bhāminīm //

Vyāsa sprach: Uṣā, Bāṇas Tochter, o Brahmanen, erblickte Pārvatī, wie sie mit Śambhu innig zusammen spielte, und empfand da selbst heftiges Verlangen; da sprach Gaurī, die alle Herzen kennt, zu jener schönen Frau:

Wort für Wort
uṣā bāṇasutā viprāḥ pārvatīṃ śaṃbhunā saha /
Uṣā, Bāṇas Tochter, o Brahmanen, [erblickte] Pārvatī zusammen mit Śambhu,
krīḍantīm upalakṣyoccaiḥ spṛhāṃ cakre tadā svayam /
wie sie innig spielte, und empfand da selbst heftiges Verlangen;
tataḥ sakalacittajñā gaurī tām āha bhāminīm //
da sprach Gaurī, die alle Herzen kennt, zu jener schönen Frau:

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

alam ity anutāpena bhartrā tvam api raṃsyase //

Gaurī sprach: „Genug mit [diesem] Sehnen – auch du wirst [dereinst] mit einem Gatten Freude finden.”

Wort für Wort
alam ity anutāpena bhartrā tvam api raṃsyase //
„Genug mit [diesem] Sehnen – auch du wirst [dereinst] mit einem Gatten Freude finden.”

[Anm.: Einzeiliger Vers mit Asterisk-Markierung im Quelltext (//* BrP_205.12 //), offenbar ein im GRETIL-Text fehlendes zweites Pāda; nicht ergänzt, sondern so wörtlich übernommen.]

ity uktā sā tadā cakre kadeti matim ātmanaḥ / ko vā bhartā mamety enāṃ punar apy āha pārvatī //

So angesprochen, bildete sie sich da den Gedanken: „Wann?” und „Wer wohl wird mein Gatte sein?” – und Pārvatī sprach abermals zu ihr:

Wort für Wort
ity uktā sā tadā cakre kadeti matim ātmanaḥ /
So angesprochen, bildete sie sich da den Gedanken: „Wann?” –
ko vā bhartā mamety enāṃ punar apy āha pārvatī //
und „Wer wohl wird mein Gatte sein?” – und Pārvatī sprach abermals zu ihr:

vaiśākhe śukladvādaśyāṃ svapne yo 'bhibhavaṃ tava / kariṣyati sa te bhartā rājaputri bhaviṣyati //

Pārvatī sprach: „Im [Monat] Vaiśākha, am zwölften [Tag] der hellen Monatshälfte – wer immer dich im Traum umfangen wird, der wird dein Gatte sein, o Königstochter.”

Wort für Wort
vaiśākhe śukladvādaśyāṃ svapne yo 'bhibhavaṃ tava /
Im [Monat] Vaiśākha, am zwölften [Tag] der hellen Monatshälfte – wer immer dich im Traum umfangen wird,
kariṣyati sa te bhartā rājaputri bhaviṣyati //
der wird dein Gatte sein, o Königstochter.”

tasyāṃ tithau pumān svapne yathā devyā udīritaḥ / tathaivābhibhavaṃ cakre rāgaṃ cakre ca tatra sā / tataḥ prabuddhā puruṣam apaśyantī tam utsukā //

Vyāsa sprach: An jenem Tag umfing sie im Traum, genau wie von der Göttin vorhergesagt, ein Mann, und sie empfand dabei Leidenschaft; dann, erwacht, sah sie jenen Mann nicht mehr und wurde [voll] Sehnsucht.

Wort für Wort
tasyāṃ tithau pumān svapne yathā devyā udīritaḥ /
An jenem Tag umfing sie im Traum, genau wie von der Göttin vorhergesagt, ein Mann,
tathaivābhibhavaṃ cakre rāgaṃ cakre ca tatra sā /
und sie empfand dabei Leidenschaft;
tataḥ prabuddhā puruṣam apaśyantī tam utsukā //
dann, erwacht, sah sie jenen Mann nicht mehr und wurde [voll] Sehnsucht.

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

kva gato 'sīti nirlajjā dvijāś coktavatī sakhīm / bāṇasya mantrī kumbhāṇḍaś citralekhā tu tatsutā //

Uṣā sprach: „Wohin bist du gegangen?” – so, ohne Scham, o Zweifachgeborene, sprach sie zu ihrer Freundin. Bāṇas Minister war Kumbhāṇḍa, und Citralekhā war dessen Tochter.

Wort für Wort
kva gato 'sīti nirlajjā dvijāś coktavatī sakhīm /
„Wohin bist du gegangen?” – so, ohne Scham, o Zweifachgeborene, sprach sie zu ihrer Freundin.
bāṇasya mantrī kumbhāṇḍaś citralekhā tu tatsutā //
Bāṇas Minister war Kumbhāṇḍa, und Citralekhā war dessen Tochter.

tasyāḥ sakhy abhavat sā ca prāha ko 'yaṃ tvayocyate / yadā lajjākulā nāsya kathayām āsa sā sakhī //

Sie [Citralekhā] war ihre [Uṣās] Freundin, und sie fragte: „Wer ist dieser, von dem du sprichst?” Da sie, von Scham überwältigt, [seinen Namen] nicht [kannte, um] von ihm zu erzählen, [drängte] jene Freundin,

Wort für Wort
tasyāḥ sakhy abhavat sā ca prāha ko 'yaṃ tvayocyate /
Sie [Citralekhā] war ihre Freundin, und sie fragte: „Wer ist dieser, von dem du sprichst?”
yadā lajjākulā nāsya kathayām āsa sā sakhī //
Da sie [Uṣā], von Scham überwältigt, nicht von ihm erzählte, [drängte] jene Freundin.

tadā viśvāsam ānīya sarvam evānvavedayat / viditāyāṃ tu tām āha punar ūṣā yathoditam / devyā tathaiva tatprāptau yo 'bhyupāyaḥ kuruṣva tam //

da gewann sie [schließlich Uṣās] Vertrauen und teilte alles mit; und als es bekannt war, sprach Uṣā abermals zu ihr, wie [von der Göttin] gesagt worden war: „Ersinne du eben jenes Mittel, um ihn – ganz so wie [von] der Göttin [vorhergesagt] – zu erlangen.”

Wort für Wort
tadā viśvāsam ānīya sarvam evānvavedayat /
da gewann sie [schließlich Uṣās] Vertrauen und teilte alles mit;
viditāyāṃ tu tām āha punar ūṣā yathoditam /
und als es bekannt war, sprach Uṣā abermals zu ihr, wie [von der Göttin] gesagt worden war:
devyā tathaiva tatprāptau yo 'bhyupāyaḥ kuruṣva tam //
„Ersinne du eben jenes Mittel, um ihn – ganz so wie [von] der Göttin [vorhergesagt] – zu erlangen.”

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

tataḥ paṭe surān daityān gandharvāṃś ca pradhānataḥ / manuṣyāṃś cābhilikhyāsau citralekhāpy adarśayat //

Da zeichnete Citralekhā auf eine Bildertafel die Götter, Daityas und Gandharvas, allen voran, sowie die Menschen, und zeigte [sie ihr].

Wort für Wort
tataḥ paṭe surān daityān gandharvāṃś ca pradhānataḥ /
Da zeichnete Citralekhā auf eine Bildertafel die Götter, Daityas und Gandharvas, allen voran,
manuṣyāṃś cābhilikhyāsau citralekhāpy adarśayat //
sowie die Menschen, und zeigte [sie ihr].

apāsya sā tu gandharvāṃs tathoragasurāsurān / manuṣyeṣu dadau dṛṣṭiṃ teṣv apy andhakavṛṣṇiṣu //

Sie [Uṣā] aber wies die Gandharvas sowie die Schlangenwesen, Suras und Asuras zurück und richtete ihren Blick auf die Menschen, und unter diesen auf die Andhaka-Vṛṣṇis.

Wort für Wort
apāsya sā tu gandharvāṃs tathoragasurāsurān /
Sie aber wies die Gandharvas sowie die Schlangenwesen, Suras und Asuras zurück
manuṣyeṣu dadau dṛṣṭiṃ teṣv apy andhakavṛṣṇiṣu //
und richtete ihren Blick auf die Menschen, und unter diesen auf die Andhaka-Vṛṣṇis.

kṛṣṇarāmau vilokyāsīt subhrūr lajjāyatekṣaṇā / pradyumnadarśane vrīḍā-dṛṣṭiṃ ninye tato dvijāḥ //

Als sie Kṛṣṇa und Rāma erblickte, wurde die Schönbrauige langäugig vor Scham; auch beim Anblick Pradyumnas [ergriff sie] Scheu – so wandte sie, o Zweifachgeborene, dann [weiter] den Blick.

Wort für Wort
kṛṣṇarāmau vilokyāsīt subhrūr lajjāyatekṣaṇā /
Als sie Kṛṣṇa und Rāma erblickte, wurde die Schönbrauige langäugig vor Scham;
pradyumnadarśane vrīḍā-dṛṣṭiṃ ninye tato dvijāḥ //
auch beim Anblick Pradyumnas [ergriff sie] Scheu – so wandte sie, o Zweifachgeborene, dann [weiter] den Blick.

dṛṣṭvāniruddhaṃ ca tato lajjā kvāpi nirākṛtā / so 'yaṃ so 'yaṃ mamety ukte tayā sā yogagāminī / yayau dvāravatīm ūṣāṃ samāśvāsya tataḥ sakhī //

Doch als sie Aniruddha erblickte, war die Scham auf einmal wie verflogen; als sie gesagt hatte: „Dieser ist es, dieser ist es – mein!”, da ging jene durch Yoga-Kraft wandelnde Freundin, nachdem sie Uṣā getröstet hatte, nach Dvāravatī.

Wort für Wort
dṛṣṭvāniruddhaṃ ca tato lajjā kvāpi nirākṛtā /
Doch als sie Aniruddha erblickte, war die Scham auf einmal wie verflogen;
so 'yaṃ so 'yaṃ mamety ukte tayā sā yogagāminī /
als sie gesagt hatte: „Dieser ist es, dieser ist es – mein!”, da [machte sich] jene durch Yoga-Kraft wandelnde Freundin
yayau dvāravatīm ūṣāṃ samāśvāsya tataḥ sakhī //
nach Dvāravatī auf, nachdem sie Uṣā getröstet hatte.

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

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