Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 210: yādavakulakṣayo baladevaniryāṇaṃ ca Der Untergang des Yadu-Geschlechts und Baladevas Hinscheiden

Ein Fluch der von den jungen Yadu-Prinzen genarrten Weisen führt zur Geburt einer verhängnisvollen Keule aus Sāmbas Leib; ihre Zerstoßung erzeugt sowohl das Schilfgras von Prabhāsa als auch den Pfeilsplitter des Jägers Jara. Kṛṣṇa erklärt einem Götterboten, die Zeit seiner Erdenmission sei erfüllt und die Vernichtung des eigenen Geschlechts bereits im Gange; nach unheilvollen Vorzeichen zieht er mit den Yādavas nach Prabhāsa, wo ein Trinkgelage in gegenseitiges Gemetzel mit dem verwandelten Schilfgras umschlägt, dem fast das gesamte Geschlecht zum Opfer fällt. Uddhava wird zur Badarī-Einsiedelei entsandt; Balarāma verlässt in Schlangengestalt (als Śeṣa) seinen Körper; Kṛṣṇa entsendet Dāruka mit Anweisungen für Vasudeva, Ugrasena und Arjuna zur Rettung des Restvolkes und zur Einsetzung Vajras als neuem König der Yadus.

evaṃ daityavadhaṃ kṛṣṇo baladevasahāyavān / cakre duṣṭakṣitīśānāṃ tathaiva jagataḥ kṛte //

Vyāsa sprach: So brachte Kṛṣṇa, mit Baladevas Hilfe, die Tötung der Daityas und ebenso der bösen Herrscher zustande, um der Welt willen.

Wort für Wort
evaṃ daityavadhaṃ kṛṣṇo baladevasahāyavān /
So brachte Kṛṣṇa, mit Baladevas Hilfe, die Tötung der Daityas zustande
cakre duṣṭakṣitīśānāṃ tathaiva jagataḥ kṛte //
und ebenso der bösen Herrscher, um der Welt willen.

kṣiteś ca bhāraṃ bhagavān phālgunena samaṃ vibhuḥ / avatārayām āsa hariḥ samastākṣauhiṇīvadhāt //

Und der Erhabene, alldurchdringende Hari erleichterte, zusammen mit Phālguna [Arjuna], die Last der Erde durch die Vernichtung ganzer Heeresabteilungen.

Wort für Wort
kṣiteś ca bhāraṃ bhagavān phālgunena samaṃ vibhuḥ /
Und der Erhabene, alldurchdringende Hari, zusammen mit Phālguna [Arjuna],
avatārayām āsa hariḥ samastākṣauhiṇīvadhāt //
erleichterte die Last der Erde durch die Vernichtung ganzer Heeresabteilungen.

kṛtvā bhārāvataraṇaṃ bhuvo hatvākhilān nṛpān / śāpavyājena viprāṇām upasaṃhṛtavān kulam //

Nachdem er die Erdlast-Erleichterung vollbracht und alle [bösen] Könige getötet hatte, brachte er unter dem Vorwand eines Brahmanenfluchs die Vernichtung seines eigenen Geschlechts zustande.

Wort für Wort
kṛtvā bhārāvataraṇaṃ bhuvo hatvākhilān nṛpān /
Nachdem er die Erdlast-Erleichterung vollbracht und alle [bösen] Könige getötet hatte,
śāpavyājena viprāṇām upasaṃhṛtavān kulam //
brachte er unter dem Vorwand eines Brahmanenfluchs die Vernichtung seines eigenen Geschlechts zustande.

utsṛjya dvārakāṃ kṛṣṇas tyaktvā mānuṣyam ātmabhūḥ / svāṃśo viṣṇumayaṃ sthānaṃ praviveśa punar nijam //

Kṛṣṇa, Dvārakā verlassend, die menschliche Gestalt ablegend, der Selbstentstandene, [nur] ein Teil [Viṣṇus], trat wieder in seinen eigenen, aus Viṣṇu bestehenden Ort ein.

Wort für Wort
utsṛjya dvārakāṃ kṛṣṇas tyaktvā mānuṣyam ātmabhūḥ /
Kṛṣṇa, Dvārakā verlassend, die menschliche Gestalt ablegend, der Selbstentstandene,
svāṃśo viṣṇumayaṃ sthānaṃ praviveśa punar nijam //
[nur] ein Teil [Viṣṇus], trat wieder in seinen eigenen, aus Viṣṇu bestehenden Ort ein.

sa vipraśāpavyājena saṃjahre svakulaṃ katham / kathaṃ ca mānuṣaṃ deham utsasarja janārdanaḥ //

Die Weisen sprachen: „Wie brachte er unter dem Vorwand eines Brahmanenfluchs sein eigenes Geschlecht zur Vernichtung? Und wie legte Janārdana den menschlichen Leib ab?”

Wort für Wort
sa vipraśāpavyājena saṃjahre svakulaṃ katham /
„Wie brachte er unter dem Vorwand eines Brahmanenfluchs sein eigenes Geschlecht zur Vernichtung?
kathaṃ ca mānuṣaṃ deham utsasarja janārdanaḥ //
Und wie legte Janārdana den menschlichen Leib ab?”

viśvāmitras tathā kaṇvo nāradaś ca mahāmuniḥ / piṇḍārake mahātīrthe dṛṣṭā yadukumārakaiḥ //

Vyāsa sprach: Viśvāmitra, sowie Kaṇva und der große Weise Nārada wurden an der großen heiligen Badestätte Piṇḍāraka von den jungen Yadu-Prinzen erblickt.

Wort für Wort
viśvāmitras tathā kaṇvo nāradaś ca mahāmuniḥ /
Viśvāmitra, sowie Kaṇva und der große Weise Nārada
piṇḍārake mahātīrthe dṛṣṭā yadukumārakaiḥ //
wurden an der großen heiligen Badestätte Piṇḍāraka von den jungen Yadu-Prinzen erblickt.

tatas te yauvanonmattā bhāvikāryapracoditāḥ / sāmbaṃ jāmbavatīputraṃ bhūṣayitvā striyaṃ yathā / prasṛtās tān munīn ūcuḥ praṇipātapuraḥsaram //

Da, von Jugend berauscht, [unwissentlich] von dem, was geschehen sollte, angetrieben, schmückten sie Sāmba, den Sohn der Jāmbavatī, wie eine Frau, traten hervor und sprachen, sich zunächst ehrfürchtig verneigend, zu jenen Weisen:

Wort für Wort
tatas te yauvanonmattā bhāvikāryapracoditāḥ /
Da, von Jugend berauscht, [unwissentlich] von dem, was geschehen sollte, angetrieben,
sāmbaṃ jāmbavatīputraṃ bhūṣayitvā striyaṃ yathā /
schmückten sie Sāmba, den Sohn der Jāmbavatī, wie eine Frau,
prasṛtās tān munīn ūcuḥ praṇipātapuraḥsaram //
traten hervor und sprachen, sich zunächst ehrfürchtig verneigend, zu jenen Weisen:

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

iyaṃ strī putrakāmā tu prabho kiṃ janayiṣyati //

Die Prinzen sprachen: „Diese Frau, die sich einen Sohn wünscht, o Herr – was wird sie [wohl] gebären?”

Wort für Wort
iyaṃ strī putrakāmā tu prabho kiṃ janayiṣyati //
„Diese Frau, die sich einen Sohn wünscht, o Herr – was wird sie [wohl] gebären?”

[Anm.: Einzeiliger Vers mit Asterisk-Markierung im Quelltext (//* BrP_210.8 //), offenbar fehlendes zweites Pāda.]

divyajñānopapannās te vipralabdhā kumārakaiḥ / śāpaṃ dadus tadā viprās teṣāṃ nāśāya suvratāḥ //

Vyāsa sprach: Sie, mit göttlichem Wissen begabt, [sich] von den jungen Prinzen getäuscht [sehend], jene tugendhaften Brahmanen sprachen da einen Fluch zu deren Vernichtung aus.

Wort für Wort
divyajñānopapannās te vipralabdhā kumārakaiḥ /
Sie, mit göttlichem Wissen begabt, [sich] von den jungen Prinzen getäuscht [sehend],
śāpaṃ dadus tadā viprās teṣāṃ nāśāya suvratāḥ //
jene tugendhaften Brahmanen sprachen da einen Fluch zu deren Vernichtung aus.

munayaḥ kupitāḥ procur muśalaṃ janayiṣyati / yenākhilakulotsādo yādavānāṃ bhaviṣyati //

Die erzürnten Weisen erklärten: ‚Sie wird eine Keule (muśala) gebären, durch die der gänzliche Untergang des Geschlechts der Yādavas geschehen wird.'

Wort für Wort
munayaḥ kupitāḥ procur muśalaṃ janayiṣyati /
Die erzürnten Weisen erklärten: ‚Sie wird eine Keule gebären,
yenākhilakulotsādo yādavānāṃ bhaviṣyati //
durch die der gänzliche Untergang des Geschlechts der Yādavas geschehen wird.'

ity uktās taiḥ kumārās ta ācacakṣur yathātatham / ugrasenāya muśalaṃ jajñe sāmbasya codarāt //

So von ihnen angesprochen, berichteten jene Prinzen [es] genau, wie es geschehen war; und [tatsächlich] war aus Sāmbas Bauch eine Keule entstanden, [wie] Ugrasena [kundgetan wurde].

Wort für Wort
ity uktās taiḥ kumārās ta ācacakṣur yathātatham /
So von ihnen angesprochen, berichteten jene Prinzen [es] genau, wie es geschehen war;
ugrasenāya muśalaṃ jajñe sāmbasya codarāt //
und [tatsächlich] war aus Sāmbas Bauch eine Keule entstanden, [wie] Ugrasena [kundgetan wurde].

tad ugraseno muśalam ayaścūrṇam akārayat / jajñe tac cairakā cūrṇaṃ prakṣiptaṃ vai mahodadhau //

Diese Keule ließ Ugrasena zu Eisenstaub zermahlen; jener Staub, ins große Meer geworfen, wurde zu Schilfgras (erakā).

Wort für Wort
tad ugraseno muśalam ayaścūrṇam akārayat /
Diese Keule ließ Ugrasena zu Eisenstaub zermahlen;
jajñe tac cairakā cūrṇaṃ prakṣiptaṃ vai mahodadhau //
jener Staub, ins große Meer geworfen, wurde zu Schilfgras.

musalasyātha lauhasya cūrṇitasyāndhakair dvijāḥ / khaṇḍaṃ cūrṇayituṃ śekur naiva te tomarākṛti //

Doch von der zermahlenen eisernen Keule vermochten die Andhakas, o Zweifachgeborene, ein Bruchstück, das die Gestalt einer Lanzenspitze hatte, nicht [weiter] zu zermahlen.

Wort für Wort
musalasyātha lauhasya cūrṇitasyāndhakair dvijāḥ /
Doch von der zermahlenen eisernen Keule vermochten die Andhakas, o Zweifachgeborene,
khaṇḍaṃ cūrṇayituṃ śekur naiva te tomarākṛti //
ein Bruchstück, das die Gestalt einer Lanzenspitze hatte, nicht [weiter] zu zermahlen.

tad apy ambunidhau kṣiptaṃ matsyo jagrāha jālibhiḥ / ghātitasyodarāt tasya lubdho jagrāha taj jarā //

Auch dieses [Bruchstück], ins Meer geworfen, verschluckte ein Fisch; aus dessen Bauch, als er von den Netzfischern erlegt wurde, nahm es sich der Jäger [Jara] heraus.

Wort für Wort
tad apy ambunidhau kṣiptaṃ matsyo jagrāha jālibhiḥ /
Auch dieses [Bruchstück], ins Meer geworfen, verschluckte ein Fisch, [der] von Netzfischern [gefangen wurde];
ghātitasyodarāt tasya lubdho jagrāha taj jarā //
aus dessen Bauch, als er erlegt wurde, nahm es sich der Jäger [Jara] heraus.

[?: 'lubdho ... taj jarā' – die genaue grammatische Rolle von 'jarā' bleibt unsicher; nach der bekannten Überlieferung (in anderen Purāṇas ausgeführt) ist mit dem 'Jäger' hier Jara gemeint, der später mit einem aus diesem Splitter gefertigten Pfeil Kṛṣṇas Tod verursacht.]

vijñātaparamārtho 'pi bhagavān madhusūdanaḥ / naicchat tad anyathā kartuṃ vidhinā yat samāhṛtam //

Obwohl er die höchste Wahrheit [all dessen] kannte, wollte der Erhabene Madhusūdana das, was vom Schicksal (vidhi) so gefügt worden war, nicht anders gestalten.

Wort für Wort
vijñātaparamārtho 'pi bhagavān madhusūdanaḥ /
Obwohl er die höchste Wahrheit [all dessen] kannte, [wollte] der Erhabene Madhusūdana
naicchat tad anyathā kartuṃ vidhinā yat samāhṛtam //
das, was vom Schicksal so gefügt worden war, nicht anders gestalten.

devaiś ca prahito dūtaḥ praṇipatyāha keśavam / rahasy evam ahaṃ dūtaḥ prahito bhagavan suraiḥ //

Und ein von den Göttern gesandter Bote sprach, sich verneigend, zu Keśava: ‚Im Vertrauen, o Erhabener, bin ich als Bote von den Göttern gesandt,

Wort für Wort
devaiś ca prahito dūtaḥ praṇipatyāha keśavam /
Und ein von den Göttern gesandter Bote sprach, sich verneigend, zu Keśava:
rahasy evam ahaṃ dūtaḥ prahito bhagavan suraiḥ //
‚Im Vertrauen, o Erhabener, bin ich als Bote von den Göttern gesandt,

vasvaśvimarudāditya-rudrasādhyādibhiḥ saha / vijñāpayati vaḥ śakras tad idaṃ śrūyatāṃ prabho //

zusammen mit den Vasus, Aśvins, Maruts, Ādityas, Rudras, Sādhyas und anderen – Śakra [Indra] teilt euch dies mit; dies möge gehört werden, o Herr.'

Wort für Wort
vasvaśvimarudāditya-rudrasādhyādibhiḥ saha /
zusammen mit den Vasus, Aśvins, Maruts, Ādityas, Rudras, Sādhyas und anderen –
vijñāpayati vaḥ śakras tad idaṃ śrūyatāṃ prabho //
Śakra teilt euch dies mit; dies möge gehört werden, o Herr.'

bhārāvataraṇārthāya varṣāṇām adhikaṃ śatam / bhagavān avatīrṇo 'tra tridaśaiḥ saṃprasāditaḥ //

Die Götter sprachen: ‚Zur Erleichterung der [Erd-]Last, seit mehr als hundert Jahren, ist der Erhabene hier inkarniert, von den Dreißig [Göttern] darum gebeten.

Wort für Wort
bhārāvataraṇārthāya varṣāṇām adhikaṃ śatam /
Zur Erleichterung der [Erd-]Last, seit mehr als hundert Jahren,
bhagavān avatīrṇo 'tra tridaśaiḥ saṃprasāditaḥ //
ist der Erhabene hier inkarniert, von den Dreißig [Göttern] darum gebeten.

durvṛttā nihatā daityā bhuvo bhāro 'vatāritaḥ / tvayā sanāthās tridaśā vrajantu tridiveśatām //

Die bösen Daityas sind getötet, die Last der Erde ist erleichtert; mögen die Dreißig, durch dich [wieder] unter einem Herrn, zur Herrschaft des dritten Himmels gelangen.

Wort für Wort
durvṛttā nihatā daityā bhuvo bhāro 'vatāritaḥ /
Die bösen Daityas sind getötet, die Last der Erde ist erleichtert;
tvayā sanāthās tridaśā vrajantu tridiveśatām //
mögen die Dreißig, durch dich [wieder] unter einem Herrn, zur Herrschaft des dritten Himmels gelangen.

tad atītaṃ jagannātha varṣāṇām adhikaṃ śatam / idānīṃ gamyatāṃ svargo bhavatā yadi rocate //

Jene Zeit von mehr als hundert Jahren, o Herr der Welt, ist nun verstrichen – nun möge der Himmel von dir aufgesucht werden, wenn es dir gefällt.

Wort für Wort
tad atītaṃ jagannātha varṣāṇām adhikaṃ śatam /
Jene Zeit von mehr als hundert Jahren, o Herr der Welt, ist nun verstrichen –
idānīṃ gamyatāṃ svargo bhavatā yadi rocate //
nun möge der Himmel von dir aufgesucht werden, wenn es dir gefällt.

devair vijñāpito devo 'py athātraiva ratis tava / tat sthīyatāṃ yathākālam ākhyeyam anujīvibhiḥ //

[Obwohl] von den Göttern [dies] mitgeteilt, o Gott, [ist] deine Freude noch hier – so bleibe, solange es dir beliebt; [wenn die Zeit kommt,] soll es deinen Angehörigen mitgeteilt werden.'

Wort für Wort
devair vijñāpito devo 'py athātraiva ratis tava /
[Obwohl] von den Göttern [dies] mitgeteilt, o Gott, [ist] deine Freude noch hier –
tat sthīyatāṃ yathākālam ākhyeyam anujīvibhiḥ //
so bleibe, solange es dir beliebt; [wenn die Zeit kommt,] soll es deinen Angehörigen mitgeteilt werden.'

yat tvam ātthākhilaṃ dūta vedmi caitad ahaṃ punaḥ / prārabdha eva hi mayā yādavānām api kṣayaḥ //

Der Erhabene Herr sprach: ‚Alles, was du sagst, o Bote, das weiß ich ebenfalls; ja, die Vernichtung selbst der Yādavas ist bereits von mir in Gang gesetzt worden.

Wort für Wort
yat tvam ātthākhilaṃ dūta vedmi caitad ahaṃ punaḥ /
Alles, was du sagst, o Bote, das weiß ich ebenfalls;
prārabdha eva hi mayā yādavānām api kṣayaḥ //
ja, die Vernichtung selbst der Yādavas ist bereits von mir in Gang gesetzt worden.

bhuvo nāmātibhāro 'yaṃ yādavair anibarhitaiḥ / avatāraṃ karomy asya saptarātreṇa satvaraḥ //

Dies ist wahrhaftig die übermäßige Last der Erde durch die [noch] nicht beseitigten Yādavas; ich werde deren Erleichterung binnen sieben Nächten rasch bewirken.

Wort für Wort
bhuvo nāmātibhāro 'yaṃ yādavair anibarhitaiḥ /
Dies ist wahrhaftig die übermäßige Last der Erde durch die [noch] nicht beseitigten Yādavas;
avatāraṃ karomy asya saptarātreṇa satvaraḥ //
ich werde deren Erleichterung binnen sieben Nächten rasch bewirken.

yathāgṛhītaṃ cāmbhodhau hṛtvāhaṃ dvārakāṃ punaḥ / yādavān upasaṃhṛtya yāsyāmi tridaśālayam //

So, wie [sie einst dem Meer] entnommen wurde, werde ich Dvārakā wieder ins Meer zurückführen; nachdem ich die Yādavas [zu mir] zurückgenommen habe, werde ich zur Wohnstatt der Dreißig gehen.

Wort für Wort
yathāgṛhītaṃ cāmbhodhau hṛtvāhaṃ dvārakāṃ punaḥ /
So, wie [sie einst dem Meer] entnommen wurde, werde ich Dvārakā wieder ins Meer zurückführen;
yādavān upasaṃhṛtya yāsyāmi tridaśālayam //
nachdem ich die Yādavas [zu mir] zurückgenommen habe, werde ich zur Wohnstatt der Dreißig gehen.

manuṣyadeham utsṛjya saṃkarṣaṇasahāyavān / prāpta evāsmi mantavyo devendreṇa tathā suraiḥ //

Nachdem ich den menschlichen Leib abgelegt habe, zusammen mit Saṃkarṣaṇa [Balarāma], bin ich [dann] als angekommen zu betrachten, vom Götterkönig sowie von den [übrigen] Göttern.

Wort für Wort
manuṣyadeham utsṛjya saṃkarṣaṇasahāyavān /
Nachdem ich den menschlichen Leib abgelegt habe, zusammen mit Saṃkarṣaṇa [Balarāma],
prāpta evāsmi mantavyo devendreṇa tathā suraiḥ //
bin ich [dann] als angekommen zu betrachten, vom Götterkönig sowie von den [übrigen] Göttern.

jarāsaṃdhādayo ye 'nye nihatā bhārahetavaḥ / kṣites tebhyaḥ sa bhāro hi yadūnāṃ samadhīyata //

Jarāsaṃdha und die anderen, die Ursachen der [Erd-]Last, wurden getötet; [doch] jene Last der Erde ging von ihnen auf die Yādavas selbst über.

Wort für Wort
jarāsaṃdhādayo ye 'nye nihatā bhārahetavaḥ /
Jarāsaṃdha und die anderen, die Ursachen der [Erd-]Last, wurden getötet;
kṣites tebhyaḥ sa bhāro hi yadūnāṃ samadhīyata //
[doch] jene Last der Erde ging von ihnen auf die Yādavas selbst über.

tad etat sumahābhāram avatārya kṣiter aham / yāsyāmy amaralokasya pālanāya bravīhi tān //

Nachdem ich also diese überaus große Last der Erde erleichtert habe, werde ich zum Schutz der Welt der Unsterblichen gehen – sag ihnen dies.'

Wort für Wort
tad etat sumahābhāram avatārya kṣiter aham /
Nachdem ich also diese überaus große Last der Erde erleichtert habe,
yāsyāmy amaralokasya pālanāya bravīhi tān //
werde ich zum Schutz der Welt der Unsterblichen gehen – sag ihnen dies.'

ity ukto vāsudevena devadūtaḥ praṇamya tam / dvijāḥ sa divyayā gatyā devarājāntikaṃ yayau //

Vyāsa sprach: So von Vāsudeva angesprochen, verneigte sich der Götterbote vor ihm, o Zweifachgeborene, und ging auf göttlichem Wege zur Gegenwart des Götterkönigs.

Wort für Wort
ity ukto vāsudevena devadūtaḥ praṇamya tam /
So von Vāsudeva angesprochen, verneigte sich der Götterbote vor ihm, o Zweifachgeborene,
dvijāḥ sa divyayā gatyā devarājāntikaṃ yayau //
und ging auf göttlichem Wege zur Gegenwart des Götterkönigs.

bhagavān apy athotpātān divyān bhaumāntarikṣagān / dadarśa dvārakāpuryāṃ vināśāya divāniśam //

Der Erhabene erblickte dann auch himmlische, irdische und luftige Vorzeichen, die Tag und Nacht in der Stadt Dvārakā auf Vernichtung [hin]wiesen.

Wort für Wort
bhagavān apy athotpātān divyān bhaumāntarikṣagān /
Der Erhabene erblickte dann auch himmlische, irdische und luftige Vorzeichen,
dadarśa dvārakāpuryāṃ vināśāya divāniśam //
die Tag und Nacht in der Stadt Dvārakā auf Vernichtung [hin]wiesen.

tān dṛṣṭvā yādavān āha paśyadhvam atidāruṇān / mahotpātāñ śamāyaiṣāṃ prabhāsaṃ yāma mā ciram //

Als er diese sah, sprach er zu den Yādavas: ‚Sehet diese überaus furchtbaren, großen Vorzeichen – lasst uns zu deren Besänftigung ohne Verzug nach Prabhāsa gehen.'

Wort für Wort
tān dṛṣṭvā yādavān āha paśyadhvam atidāruṇān /
Als er diese sah, sprach er zu den Yādavas: ‚Sehet diese überaus furchtbaren, großen Vorzeichen –
mahotpātāñ śamāyaiṣāṃ prabhāsaṃ yāma mā ciram //
lasst uns zu deren Besänftigung ohne Verzug nach Prabhāsa gehen.'

mahābhāgavataḥ prāha praṇipatyoddhavo harim //

Vyāsa sprach: Der große Bhāgavata Uddhava sprach, sich verneigend, zu Hari:

Wort für Wort
mahābhāgavataḥ prāha praṇipatyoddhavo harim //
Der große Bhāgavata Uddhava sprach, sich verneigend, zu Hari:

[Anm.: Einzeiliger Vers mit Asterisk-Markierung im Quelltext (//* BrP_210.31 //), offenbar fehlendes zweites Pāda.]

bhagavan yan mayā kāryaṃ tad ājñāpaya sāṃpratam / manye kulam idaṃ sarvaṃ bhagavān saṃhariṣyati / nāśāyāsya nimittāni kulasyācyuta lakṣaye //

Uddhava sprach: „O Erhabener, was auch immer von mir zu tun ist, das befiehl jetzt; ich glaube, der Erhabene wird dieses ganze Geschlecht vernichten – ich erkenne, o Acyuta, die Vorzeichen des Untergangs dieses Geschlechts.”

Wort für Wort
bhagavan yan mayā kāryaṃ tad ājñāpaya sāṃpratam /
„O Erhabener, was auch immer von mir zu tun ist, das befiehl jetzt;
manye kulam idaṃ sarvaṃ bhagavān saṃhariṣyati /
ich glaube, der Erhabene wird dieses ganze Geschlecht vernichten –
nāśāyāsya nimittāni kulasyācyuta lakṣaye //
ich erkenne, o Acyuta, die Vorzeichen des Untergangs dieses Geschlechts.”

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

gaccha tvaṃ divyayā gatyā matprasādasamutthayā / badarīm āśramaṃ puṇyaṃ gandhamādanaparvate //

Der Erhabene Herr sprach: „Geh du, auf göttlichem, aus meiner Gnade entstandenem Wege, zur heiligen Einsiedelei Badarī auf dem Berg Gandhamādana,

Wort für Wort
gaccha tvaṃ divyayā gatyā matprasādasamutthayā /
Geh du, auf göttlichem, aus meiner Gnade entstandenem Wege,
badarīm āśramaṃ puṇyaṃ gandhamādanaparvate //
zur heiligen Einsiedelei Badarī auf dem Berg Gandhamādana,

naranārāyaṇasthāne pavitritamahītale / manmanā matprasādena tatra siddhim avāpsyasi //

an die Stätte von Nara-Nārāyaṇa, auf jenem geheiligten Erdreich; dort wirst du, deinen Sinn auf mich gerichtet, durch meine Gnade Vollendung (siddhi) erlangen.

Wort für Wort
naranārāyaṇasthāne pavitritamahītale /
an die Stätte von Nara-Nārāyaṇa, auf jenem geheiligten Erdreich;
manmanā matprasādena tatra siddhim avāpsyasi //
dort wirst du, deinen Sinn auf mich gerichtet, durch meine Gnade Vollendung erlangen.

ahaṃ svargaṃ gamiṣyāmi upasaṃhṛtya vai kulam / dvārakāṃ ca mayā tyaktāṃ samudraḥ plāvayiṣyati //

Ich werde zum Himmel gehen, nachdem ich das Geschlecht zurückgenommen habe; und Dvārakā, von mir verlassen, wird der Ozean überfluten.”

Wort für Wort
ahaṃ svargaṃ gamiṣyāmi upasaṃhṛtya vai kulam /
Ich werde zum Himmel gehen, nachdem ich das Geschlecht zurückgenommen habe;
dvārakāṃ ca mayā tyaktāṃ samudraḥ plāvayiṣyati //
und Dvārakā, von mir verlassen, wird der Ozean überfluten.”

ity uktaḥ praṇipatyainaṃ jagāma sa tadoddhavaḥ / naranārāyaṇasthānaṃ keśavenānumoditaḥ //

Vyāsa sprach: So angesprochen, sich vor ihm verneigend, ging Uddhava dann zur Stätte von Nara-Nārāyaṇa, von Keśava dazu ermächtigt.

Wort für Wort
ity uktaḥ praṇipatyainaṃ jagāma sa tadoddhavaḥ /
So angesprochen, sich vor ihm verneigend, ging Uddhava dann
naranārāyaṇasthānaṃ keśavenānumoditaḥ //
zur Stätte von Nara-Nārāyaṇa, von Keśava dazu ermächtigt.

tatas te yādavāḥ sarve rathān āruhya śīghragān / prabhāsaṃ prayayuḥ sārdhaṃ kṛṣṇarāmādibhir dvijāḥ //

Dann bestiegen alle jene Yādavas schnelle Wagen und zogen zusammen mit Kṛṣṇa, Rāma und den anderen nach Prabhāsa, o Zweifachgeborene.

Wort für Wort
tatas te yādavāḥ sarve rathān āruhya śīghragān /
Dann bestiegen alle jene Yādavas schnelle Wagen
prabhāsaṃ prayayuḥ sārdhaṃ kṛṣṇarāmādibhir dvijāḥ //
und zogen zusammen mit Kṛṣṇa, Rāma und den anderen nach Prabhāsa, o Zweifachgeborene.

prāpya prabhāsaṃ prayatā prītās te kukkurāndhakāḥ / cakrus tatra surāpānaṃ vāsudevānumoditāḥ //

Als sie Prabhāsa erreicht hatten, gereinigt und erfreut, betrieben jene Kukkuras und Andhakas dort das Weintrinken, von Vāsudeva dazu ermächtigt.

Wort für Wort
prāpya prabhāsaṃ prayatā prītās te kukkurāndhakāḥ /
Als sie Prabhāsa erreicht hatten, gereinigt und erfreut,
cakrus tatra surāpānaṃ vāsudevānumoditāḥ //
betrieben jene Kukkuras und Andhakas dort das Weintrinken, von Vāsudeva dazu ermächtigt.

pibatāṃ tatra vai teṣāṃ saṃgharṣeṇa parasparam / yādavānāṃ tato jajñe kalahāgniḥ kṣayāvahaḥ //

Während sie dort tranken, entstand unter ihnen durch gegenseitige Reibung ein Streitfeuer, das den Yādavas Vernichtung brachte.

Wort für Wort
pibatāṃ tatra vai teṣāṃ saṃgharṣeṇa parasparam /
Während sie dort tranken, entstand unter ihnen durch gegenseitige Reibung
yādavānāṃ tato jajñe kalahāgniḥ kṣayāvahaḥ //
ein Streitfeuer, das den Yādavas Vernichtung brachte.

jaghnuḥ parasparaṃ te tu śastrair daivabalāt kṛtāḥ / kṣīṇaśastrās tu jagṛhuḥ pratyāsannām athairakām //

Sie, von der Macht des Schicksals getrieben, schlugen einander mit Waffen; und als ihre Waffen aufgebraucht waren, griffen sie zu dem in der Nähe [wachsenden] Schilfgras.

Wort für Wort
jaghnuḥ parasparaṃ te tu śastrair daivabalāt kṛtāḥ /
Sie, von der Macht des Schicksals getrieben, schlugen einander mit Waffen;
kṣīṇaśastrās tu jagṛhuḥ pratyāsannām athairakām //
und als ihre Waffen aufgebraucht waren, griffen sie zu dem in der Nähe [wachsenden] Schilfgras.

erakā tu gṛhītā tair vajrabhūteva lakṣyate / tayā parasparaṃ jaghnuḥ saṃprahāraiḥ sudāruṇaiḥ //

Das von ihnen ergriffene Schilfgras erschien wie zu Blitzkeilen geworden; damit schlugen sie einander mit überaus furchtbaren Hieben.

Wort für Wort
erakā tu gṛhītā tair vajrabhūteva lakṣyate /
Das von ihnen ergriffene Schilfgras erschien wie zu Blitzkeilen geworden;
tayā parasparaṃ jaghnuḥ saṃprahāraiḥ sudāruṇaiḥ //
damit schlugen sie einander mit überaus furchtbaren Hieben.

pradyumnasāmbapramukhāḥ kṛtavarmātha sātyakiḥ / aniruddhādayaś cānye pṛthur vipṛthur eva ca //

Pradyumna, Sāmba und die Vordersten, Kṛtavarman und Sātyaki, Aniruddha und die anderen sowie Pṛthu und Vipṛthu,

Wort für Wort
pradyumnasāmbapramukhāḥ kṛtavarmātha sātyakiḥ /
Pradyumna, Sāmba und die Vordersten, Kṛtavarman und Sātyaki,
aniruddhādayaś cānye pṛthur vipṛthur eva ca //
Aniruddha und die anderen sowie Pṛthu und Vipṛthu,

cāruvarmā sucāruś ca tathākrūrādayo dvijāḥ / erakārūpibhir vajrais te nijaghnuḥ parasparam //

Cāruvarman und Sucāru, und ebenso Akrūra und die anderen, o Zweifachgeborene – sie erschlugen einander mit den Schilfgras-gestaltigen Blitzkeilen.

Wort für Wort
cāruvarmā sucāruś ca tathākrūrādayo dvijāḥ /
Cāruvarman und Sucāru, und ebenso Akrūra und die anderen, o Zweifachgeborene –
erakārūpibhir vajrais te nijaghnuḥ parasparam //
sie erschlugen einander mit den Schilfgras-gestaltigen Blitzkeilen.

nivārayām āsa harir yādavās te ca keśavam / sahāyaṃ menire prāptaṃ te nijaghnuḥ parasparam //

Hari versuchte sie zurückzuhalten; doch jene Yādavas, die glaubten, Keśava sei [ihnen] als Verbündeter zur Seite getreten, erschlugen einander weiter.

Wort für Wort
nivārayām āsa harir yādavās te ca keśavam /
Hari versuchte sie zurückzuhalten; doch jene Yādavas,
sahāyaṃ menire prāptaṃ te nijaghnuḥ parasparam //
die glaubten, Keśava sei [ihnen] als Verbündeter zur Seite getreten, erschlugen einander weiter.

kṛṣṇo 'pi kupitas teṣām erakāmuṣṭim ādade / vadhāya teṣāṃ muśalaṃ muṣṭiloham abhūt tadā //

Auch Kṛṣṇa, erzürnt, ergriff eine Handvoll von jenem Schilfgras; zu ihrer Tötung wurde jene Handvoll Eisen[-Gras] da zu einer Keule.

Wort für Wort
kṛṣṇo 'pi kupitas teṣām erakāmuṣṭim ādade /
Auch Kṛṣṇa, erzürnt, ergriff eine Handvoll von jenem Schilfgras;
vadhāya teṣāṃ muśalaṃ muṣṭiloham abhūt tadā //
zu ihrer Tötung wurde jene Handvoll Eisen[-Gras] da zu einer Keule.

jaghāna tena niḥśeṣān ātatāyī sa yādavān / jaghnuś ca sahasābhyetya tathānye tu parasparam //

Damit erschlug er, wie ein [gegen sie gerichteter] Angreifer, die Yādavas restlos; und auch die anderen, plötzlich zusammenkommend, erschlugen einander ebenso.

Wort für Wort
jaghāna tena niḥśeṣān ātatāyī sa yādavān /
Damit erschlug er, wie ein [gegen sie gerichteter] Angreifer, die Yādavas restlos;
jaghnuś ca sahasābhyetya tathānye tu parasparam //
und auch die anderen, plötzlich zusammenkommend, erschlugen einander ebenso.

tataś cārṇavamadhyena jaitro 'sau cakriṇo rathaḥ / paśyato dārukasyāśu hṛto 'śvair dvijasattamāḥ //

Dann wurde, durch die Mitte des Ozeans, jener siegreiche Wagen des Diskusträgers, samt seinen Pferden, rasch fortgetragen, während Dāruka [nur] zusah, o beste der Zweifachgeborenen,

Wort für Wort
tataś cārṇavamadhyena jaitro 'sau cakriṇo rathaḥ /
Dann wurde, durch die Mitte des Ozeans, jener siegreiche Wagen des Diskusträgers,
paśyato dārukasyāśu hṛto 'śvair dvijasattamāḥ //
samt seinen Pferden, rasch fortgetragen, während Dāruka [nur] zusah, o beste der Zweifachgeborenen,

cakraṃ gadā tathā śārṅgaṃ tūṇau śaṅkho 'sir eva ca / pradakṣiṇaṃ tataḥ kṛtvā jagmur ādityavartmanā //

und der Diskus, die Keule, sowie der Śārṅga-Bogen, die beiden Köcher, die Muschel und das Schwert – [sie alle], nachdem sie [ihn ehrfürchtig] umkreist hatten, zogen dann auf dem Pfad der Sonne davon.

Wort für Wort
cakraṃ gadā tathā śārṅgaṃ tūṇau śaṅkho 'sir eva ca /
und der Diskus, die Keule, sowie der Śārṅga-Bogen, die beiden Köcher, die Muschel und das Schwert –
pradakṣiṇaṃ tataḥ kṛtvā jagmur ādityavartmanā //
[sie alle], nachdem sie [ihn ehrfürchtig] umkreist hatten, zogen dann auf dem Pfad der Sonne davon.

kṣaṇamātreṇa vai tatra yādavānām abhūt kṣayaḥ / ṛte kṛṣṇaṃ mahābāhuṃ dārukaṃ ca dvijottamāḥ //

In nur einem Augenblick geschah dort die Vernichtung der Yādavas, ausgenommen der starkarmige Kṛṣṇa und Dāruka, o beste der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
kṣaṇamātreṇa vai tatra yādavānām abhūt kṣayaḥ /
In nur einem Augenblick geschah dort die Vernichtung der Yādavas,
ṛte kṛṣṇaṃ mahābāhuṃ dārukaṃ ca dvijottamāḥ //
ausgenommen der starkarmige Kṛṣṇa und Dāruka, o beste der Zweifachgeborenen.

caṅkramyamāṇau tau rāmaṃ vṛkṣamūlakṛtāsanam / dadṛśāte mukhāc cāsya niṣkrāmantaṃ mahoragam //

Die beiden, umherwandelnd, erblickten Rāma, der am Fuß eines Baumes Sitz genommen hatte, und [sahen], wie aus seinem Mund eine große Schlange hervortrat.

Wort für Wort
caṅkramyamāṇau tau rāmaṃ vṛkṣamūlakṛtāsanam /
Die beiden, umherwandelnd, erblickten Rāma, der am Fuß eines Baumes Sitz genommen hatte,
dadṛśāte mukhāc cāsya niṣkrāmantaṃ mahoragam //
und [sahen], wie aus seinem Mund eine große Schlange hervortrat.

niṣkramya sa mukhāt tasya mahābhogo bhujaṃgamaḥ / prayātaś cārṇavaṃ siddhaiḥ pūjyamānas tathoragaiḥ //

Jene großleibige Schlange, aus seinem Mund hervorgetreten, zog zum Ozean, verehrt von Siddhas sowie von Schlangenwesen.

Wort für Wort
niṣkramya sa mukhāt tasya mahābhogo bhujaṃgamaḥ /
Jene großleibige Schlange, aus seinem Mund hervorgetreten,
prayātaś cārṇavaṃ siddhaiḥ pūjyamānas tathoragaiḥ //
zog zum Ozean, verehrt von Siddhas sowie von Schlangenwesen.

tam arghyam ādāya tadā jaladhiḥ saṃmukhaṃ yayau / praviveśa ca tattoyaṃ pūjitaḥ pannagottamaiḥ / dṛṣṭvā balasya niryāṇaṃ dārukaṃ prāha keśavaḥ //

Der Ozean, ein Ehrenwasser (arghya) darbringend, trat ihm da entgegen; und, von den vorzüglichsten Schlangen verehrt, ging er in jene Gewässer ein. Nachdem er Balas Hinscheiden mit angesehen hatte, sprach Keśava zu Dāruka:

Wort für Wort
tam arghyam ādāya tadā jaladhiḥ saṃmukhaṃ yayau /
Der Ozean, ein Ehrenwasser darbringend, trat ihm da entgegen;
praviveśa ca tattoyaṃ pūjitaḥ pannagottamaiḥ /
und, von den vorzüglichsten Schlangen verehrt, ging er in jene Gewässer ein.
dṛṣṭvā balasya niryāṇaṃ dārukaṃ prāha keśavaḥ //
Nachdem er Balas Hinscheiden mit angesehen hatte, sprach Keśava zu Dāruka:

[Anm.: 3-zeiliger Vers.]

idaṃ sarvaṃ tvam ācakṣva vasudevograsenayoḥ / niryāṇaṃ baladevasya yādavānāṃ tathā kṣayam //

Der Erhabene Herr sprach: „Dies alles sollst du Vasudeva und Ugrasena berichten – das Hinscheiden Baladevas und ebenso die Vernichtung der Yādavas.

Wort für Wort
idaṃ sarvaṃ tvam ācakṣva vasudevograsenayoḥ /
Dies alles sollst du Vasudeva und Ugrasena berichten –
niryāṇaṃ baladevasya yādavānāṃ tathā kṣayam //
das Hinscheiden Baladevas und ebenso die Vernichtung der Yādavas.

yoge sthitvāham apy etat parityajya kalevaram / vācyaś ca dvārakāvāsī janaḥ sarvas tathāhukaḥ //

Auch ich werde, im Yoga verharrend, diesen Leib ablegen; und dies soll allen Bewohnern Dvārakās sowie [besonders] Āhuka [Ugrasena] gesagt werden:

Wort für Wort
yoge sthitvāham apy etat parityajya kalevaram /
Auch ich werde, im Yoga verharrend, diesen Leib ablegen;
vācyaś ca dvārakāvāsī janaḥ sarvas tathāhukaḥ //
und dies soll allen Bewohnern Dvārakās sowie [besonders] Āhuka [Ugrasena] gesagt werden:

yathemāṃ nagarīṃ sarvāṃ samudraḥ plāvayiṣyati / tasmād rathaiḥ susajjais tu pratīkṣyo hy arjunāgamaḥ //

dass der Ozean diese ganze Stadt überfluten wird; darum soll, mit wohlgerüsteten Wagen, Arjunas Ankunft erwartet werden.

Wort für Wort
yathemāṃ nagarīṃ sarvāṃ samudraḥ plāvayiṣyati /
dass der Ozean diese ganze Stadt überfluten wird;
tasmād rathaiḥ susajjais tu pratīkṣyo hy arjunāgamaḥ //
darum soll, mit wohlgerüsteten Wagen, Arjunas Ankunft erwartet werden.

na stheyaṃ dvārakāmadhye niṣkrānte tatra pāṇḍave / tenaiva saha gantavyaṃ yatra yāti sa kauravaḥ //

Man soll nicht in Dvārakā verweilen, sobald der Pāṇḍava von dort aufgebrochen ist; man muss mit eben ihm dorthin ziehen, wohin jener Kaurava zieht.

Wort für Wort
na stheyaṃ dvārakāmadhye niṣkrānte tatra pāṇḍave /
Man soll nicht in Dvārakā verweilen, sobald der Pāṇḍava von dort aufgebrochen ist;
tenaiva saha gantavyaṃ yatra yāti sa kauravaḥ //
man muss mit eben ihm dorthin ziehen, wohin jener Kaurava zieht.

gatvā ca brūhi kaunteyam arjunaṃ vacanaṃ mama / pālanīyas tvayā śaktyā jano 'yaṃ matparigrahaḥ //

Und geh und sag Arjuna, dem Sohn der Kuntī, dieses mein Wort: ‚Dieses Volk, mein eigener Anhang, soll von dir, nach Kräften, beschützt werden.'

Wort für Wort
gatvā ca brūhi kaunteyam arjunaṃ vacanaṃ mama /
Und geh und sag Arjuna, dem Sohn der Kuntī, dieses mein Wort:
pālanīyas tvayā śaktyā jano 'yaṃ matparigrahaḥ //
‚Dieses Volk, mein eigener Anhang, soll von dir, nach Kräften, beschützt werden.'

ity arjunena sahito dvāravatyāṃ bhavāñ janam / gṛhītvā yātu vajraś ca yadurājo bhaviṣyati //

So möge er, zusammen mit Arjuna, das in Dvāravatī befindliche Volk mitnehmen und fortziehen; und Vajra soll [dann] der König der Yadus werden.”

Wort für Wort
ity arjunena sahito dvāravatyāṃ bhavāñ janam /
So möge er, zusammen mit Arjuna, das in Dvāravatī befindliche Volk
gṛhītvā yātu vajraś ca yadurājo bhaviṣyati //
mitnehmen und fortziehen; und Vajra soll [dann] der König der Yadus werden.”

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks