Kapitel 28: koṇādityakṣetravarṇanam
Die Beschreibung des Oṇḍra-Landes und der Kultstätte des Koṇāditya (Koṇārka)
Brahmā setzt seine Beschreibung der Gebiete Bhāratas fort und schildert das heilige Oṇḍra-Land (Utkala, das heutige Odisha) am südlichen Meer, dessen fromme Bewohner und die berühmte Kultstätte des Sonnengottes Koṇāditya am Meeresufer (der historische Sonnentempel von Koṇārka) samt dem angrenzenden Śiva-Heiligtum Rāmeśvara. Den Hauptteil (V.19-64) bildet eine ausführliche, technische Anleitung zur täglichen und siebten-Tags-Arghya-Verehrung der Sonne (Bad, Reinigung, Lotus-Zeichnung, Maṇḍala-Pūjā mit Handzeichen und Körperglied-Zuordnung, Ehrengabe-Darbringung), verbunden mit der Verheißung mannigfacher Früchte bis hin zur Erlösung.
{Brahmā sprach:} Dort im Land Bhārata liegt, am südlichen Meer gelegen, das als Oṇḍra-Land bekannte [Gebiet], das Himmel und Erlösung verleiht.
Wort für Wort
tatra
dort
āste
liegt/befindet sich
bhārate varṣe
im Land Bhārata (Lok.)
dakṣiṇa-udadhi-saṃsthitaḥ
am südlichen Meer gelegen
oṇḍradeśaḥ
das Oṇḍra-Land
iti khyātaḥ
so genannt/bekannt
svarga-mokṣa-pradāyakaḥ
Himmel und Erlösung verleihend
Oṇḍra-deśa = das antike Odra/Utkala, im Wesentlichen das heutige Odisha (Ostindien); die folgenden Verse beschreiben, wie sich zeigen wird, die Gegend um den berühmten Sonnentempel von Koṇārka.
tatra deśaprasūtā ye brāhmaṇāḥ saṃyatendriyāḥ / tapaḥsvādhyāyaniratā vandyāḥ pūjyāś ca te sadā //
Die dort im Land geborenen Brahmanen, die mit gezügelten Sinnen der Askese und dem [Veda-]Selbststudium hingegeben sind, sie sind stets verehrungs- und anbetungswürdig.
Beim Ahnenritual, bei der Gabe, bei der Hochzeit, beim Opfer und bei der Lehrertätigkeit — bei allen Verrichtungen sind die aus jenem Land stammenden Zweifachgeborenen gepriesen.
ṣaṭkarmaniratās tatra brāhmaṇā vedapāragāḥ / itihāsavidaś caiva purāṇārthaviśāradāḥ //
Dort sind die Brahmanen den sechs [Pflicht-]Handlungen hingegeben, im Veda ganz bewandert, kundig der Geschichtsüberlieferung und erfahren im Sinn der Purāṇas.
Wort für Wort
ṣaṭ-karma-niratāḥ
den sechs [Pflicht-]Handlungen hingegeben
tatra brāhmaṇāḥ
dort die Brahmanen
veda-pāra-gāḥ
zum anderen Ufer des Veda gelangt = ganz bewandert
itihāsa-vidaḥ ca eva
und auch der Geschichtsüberlieferung kundig
purāṇa-artha-viśāradāḥ
im Sinn der Purāṇas erfahren
Die sechs Pflichthandlungen (ṣaṭkarma) eines Brahmanen: Opfern und Opfern-lassen, Studieren und Lehren, Schenken und Annehmen.
Auch die anderen drei Stände, angefangen mit den Kṣatriyas, sind wohlgezügelt; ihrer eigenen Pflicht hingegeben und friedvoll verweilen sie dort rechtschaffen.
In jenem Land befindet sich [die Sonnengottheit], die als Koṇāditya bekannt ist; erblickt der Sterbliche diese Sonne, wird er von allen Sünden befreit.
Wort für Wort
koṇādityaḥ iti khyātaḥ
als 'Koṇāditya' bekannt
tasmin deśe vyavasthitaḥ
in jenem Land befindlich
yam dṛṣṭvā bhāskaram
welche Sonne erblickend
martyaḥ
der Sterbliche
sarva-pāpaiḥ pramucyate
wird von allen Sünden befreit
Koṇāditya ("Sonne der Ecke/des Winkels") ist die im berühmten Sonnentempel von Koṇārka verehrte Form der Sonne; dieser Vers und die folgenden bestätigen die uralte Heiligkeit dieses Ortes.
{Brahmā sprach:} Am Ufer des Salzmeeres, an dem reinen, sehr herzerfreuenden, überall mit Sand bestreuten Ort, im mit allen guten Eigenschaften versehenen Land...
campakāśokabakulaiḥ karavīraiḥ sapāṭalaiḥ / puṃnāgaiḥ karṇikāraiś ca bakulair nāgakesaraiḥ //
...mit Campaka-, Aśoka- und Bakula-Bäumen, Oleander (Karavīra) samt Pāṭalā-Bäumen, mit Puṃnāga-, Karṇikāra- und wiederum Bakula-, mit Nāgakesara-Bäumen...
Wort für Wort
campaka-aśoka-bakulaiḥ
mit Campaka-, Aśoka-, Bakula-Bäumen
karavīraiḥ sa-pāṭalaiḥ
mit Oleander samt Pāṭalā-Bäumen
puṃnāgaiḥ karṇikāraiḥ ca
mit Puṃnāga- und Karṇikāra-Bäumen
bakulaiḥ nāgakesaraiḥ
mit Bakula- und Nāgakesara-Bäumen
Aufzählung von Bäumen und Blumen (V.12-16), die die heilige Gegend schmücken; botanische Namen bleiben, soweit unsicher, transliteriert.
ketakīvanakhaṇḍaiś ca sarvartukusumojjvalaiḥ / kadambair lakucaiḥ śālaiḥ panasair devadārubhiḥ //
...mit Ketakī-Waldstücken, die von den Blüten aller Jahreszeiten erstrahlen, mit Kadamba-, Lakuca-, Śāla-, Jackfrucht(Panasa)- und Deodar(Devadāru)-Bäumen...
saralair mucukundaiś ca candanaiś ca sitetaraiḥ / aśvatthaiḥ saptaparṇaiś ca āmrair āmrātakais tathā //
...mit Kiefern(Sarala)- und Mucukunda-Bäumen, mit weißen und andersfarbigen Sandelbäumen, mit Pipal(Aśvattha)- und Saptaparṇa-Bäumen, ebenso mit Mango- und Āmrātaka-Bäumen...
kṣetraṃ tatra raveḥ puṇyam āste jagati viśrutam / samantād yojanaṃ sāgraṃ bhuktimuktiphalapradam //
Dort ist die heilige, in der Welt berühmte Kultstätte der Sonne; sie erstreckt sich ringsum über ein Yojana und mehr und verleiht als Frucht Genuss und Erlösung.
māghe māsi site pakṣe saptamyāṃ saṃyatendriyaḥ / kṛtopavāso yatretya snātvā tu makarālaye //
Im Monat Māgha, in der hellen Monatshälfte, am siebten [Tag], mit gezügelten Sinnen, das Fasten vollzogen habend, dorthin gegangen und im Meer gebadet...
Wort für Wort
māghe māsi
im Monat Māgha
site pakṣe
in der hellen Monatshälfte
saptamyām
am siebten [Tag]
saṃyata-indriyaḥ
mit gezügelten Sinnen
kṛta-upavāsaḥ
das Fasten vollzogen habend
yatra etya
dorthin gegangen
snātvā tu makara-ālaye
und im Meer gebadet habend
makarālaya, wörtlich 'Wohnstätte der Makaras (Krokodile)', ist eine gängige Umschreibung für das Meer.
...die Reinigung vollzogen habend, mit geläutertem Selbst, an den Gott, den Tagmacher, gedenkend, am Ende der Nacht vorschriftsgemäß im Meer gebadet habend, gesammelten Sinnes...
devān ṛṣīn manuṣyāṃś ca pitṝn saṃtarpya ca dvijāḥ / uttīrya vāsasī dhaute paridhāya sunirmale //
...Götter, Seher, Menschen und Ahnen mit Wasserspenden befriedigt habend, o Zweifachgeborene, aus dem Wasser herausgestiegen und zwei gewaschene, sehr reine Gewänder anlegend...
Bei Fehlen von Kupfer gebe er den Sesam usw. in eine Tüte aus Arka-Blättern; damit bedeckend, o Beste der Weisen, möge er das Gefäß mit einem [anderen] Gefäß bedecken.
...die Handauflegungs- und Glieder-Zuordnungsriten mit den [sechs] Gliedern (Herz usw.) vollzogen habend, sich selbst als die Sonne meditierend, recht mit Glauben versehen...
Wort für Wort
kara-nyāsa-aṅga-vinyāsam kṛtvā
die Hand-Auflegung und Glieder-Zuordnung vollzogen habend
aṅgaiḥ hṛdaya-ādibhiḥ
mit den Gliedern, Herz usw.
ātmānam bhāskaram dhyātvā
sich selbst als die Sonne meditierend
samyak śraddhā-samanvitaḥ
recht mit Glauben versehen
kara-nyāsa und aṅga-vinyāsa sind Standardriten der tantrischen Pūjā, bei denen Mantras auf Hände und Körperteile 'gelegt' werden.
In der Mitte und im südöstlichen [Feuer-]Blütenblatt, der Kluge, im südwestlichen und nordwestlichen [Wind-]Blütenblatt, im nordöstlichen [Śiva-]Bereich und wiederum in der Mitte verehre er [den Gott].
Wort für Wort
madhye ca agni-dale
in der Mitte und im Feuer-(SO-)Blütenblatt
dhīmān
der Kluge
nairṛte śvasane dale
im Nirṛti-(SW-) und Wind-(NW-)Blütenblatt
kāma-ari-gocare
im Bereich des Feindes des Kāma (Śiva, NO)
ca eva punar madhye ca pūjayet
und wiederum in der Mitte verehre er
Beschreibung einer Maṇḍala-Verehrung an fünf Punkten des Lotus (Mitte und vier Himmelsrichtungs-Blütenblätter).
...auf dem Fruchtknoten [des Lotus] plaziert habend, zeige er dann das Handzeichen; alles rituelle Baden usw. vollzogen habend, ihn wohlgesammelten Sinnes meditierend...
...die Sonne auf einem weißen Lotus, in einer Glanzscheibe befindlich, mit rötlich-braunen Augen, zweiarmig, rot, mit einem morgenrot-lotusblattfarbenen Gewand...
...mit allen [günstigen] Merkmalen versehen, mit allem Schmuck geschmückt, schöngestaltig, gabenspendend, friedvoll, mit einem Strahlenkranz geschmückt...
Der Uneingeweihte aber bringt eben mit dessen [der Sonne] Namen die Ehrengabe dar, mit Glauben und rechter Gesinnung, da die Sonne durch Hingabe [allein] erreichbar ist.
agninirṛtivāyvīśa-madhyapūrvādidikṣu ca / hṛc chiraś ca śikhāvarma-netrāṇy astraṃ ca pūjayet //
In den Richtungen Feuer(SO), Nirṛti(SW), Wind(NW), Īśa(NO), Mitte und Osten usw. verehre er [nacheinander] Herz, Haupt, Schopf, Panzer, Augen und Waffe.
Wort für Wort
agni-nirṛti-vāyu-īśa-madhya-pūrva-ādi-dikṣu
in den Richtungen Feuer-Nirṛti-Wind-Īśa-Mitte-Osten usw.
ca hṛt śiraḥ ca
und Herz und Haupt
śikhā-varma-netrāṇi
Schopf, Panzer, Augen
astram ca pūjayet
und die Waffe verehre er
Die sechs 'Aṅga'-Körperteile (hṛdaya, śiras, śikhā, varma, netra, astra) werden, wie in der tantrischen Pūjā üblich, den sechs Himmelsrichtungspunkten zugeordnet.
dattvārghyaṃ gandhadhūpaṃ ca dīpaṃ naivedyam eva ca / japtvā stutvā namas kṛtvā mudrāṃ baddhvā visarjayet //
Die Ehrengabe dargebracht, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speiseopfer [dargebracht], den Mantra gemurmelt, gepriesen, Verehrung erwiesen habend, möge er, das Handzeichen geformt, [die Gottheit] entlassen.
...mit hingebungsvoller Gesinnung, stets mit geläutertem inneren Selbst — sie erlangen, nachdem sie die erwünschten Wünsche genossen haben, das höchste Ziel.
Der Kranke wird von der Krankheit befreit, wer nach Reichtum verlangt, erlangt Reichtum, wer nach Wissen verlangt, erlangt Wissen, wer sich einen Sohn wünscht, wird mit einem Sohn gesegnet.
Wort für Wort
rogāt vimucyate rogī
der Kranke wird von der Krankheit befreit
vitta-arthī labhate dhanam
wer nach Reichtum verlangt, erlangt Reichtum
vidyām prāpnoti vidyā-arthī
wer nach Wissen verlangt, erlangt Wissen
suta-arthī putravān bhavet
wer sich einen Sohn wünscht, werde mit Sohn gesegnet
Dann möge er, eine Blume nehmend, schweigend zum Sonnentempel gehen, eingetreten die Sonne verehren, nachdem er die dreifache Umwandlung vollzogen hat.
Mit höchster Hingabe möge er, o ihr Besten der Weisen, Koṇārka verehren — mit Duftstoffen, Blumen, ebenso mit Lampen, Räucherwerk und auch Speiseopfern.
Wort für Wort
pūjayet parayā bhaktyā
möge er mit höchster Hingabe verehren
koṇārkam muni-sattamāḥ
Koṇārka, o Beste der Weisen
gandhaiḥ puṣpaiḥ tathā dīpaiḥ
mit Duftstoffen, Blumen, ebenso Lampen
dhūpaiḥ naivedyakaiḥ api
mit Räucherwerk und auch Speiseopfern
Hier wird der Ortsname 'Koṇārka' selbst erstmals ausdrücklich genannt (statt nur 'Koṇāditya' für die Gottheit) — eindeutiger Beleg für die uralte Verehrung an diesem Ort.
Und mit stabgleichen Niederwerfungen, mit Sieges-Ausrufen und Lobpreisungen — so jenen Gott, den Tausendstrahligen, den Herrn der Welt, verehrt habend...
Sieben spätere und sieben frühere Geschlechter emporgehoben habend, o Zweifachgeborene, [fährt er] mit einem sonnenfarbigen, nach Wunsch fahrenden, glanzvollen Flugwagen...
Durch Erschöpfung des Verdienstes hierher zurückgekehrt, werde er in einer vortrefflichen Familie von Yogins [geboren] als ein die vier Veden [kennender], seiner eigenen Pflicht hingegebener, reiner Brahmane.
yogaṃ vivasvataḥ prāpya tato mokṣam avāpnuyāt / caitre māsi site pakṣe yātrāṃ damanabhañjikām //
Die Yoga-Vereinigung mit Vivasvat [der Sonne] erlangt habend, möge er dann die Erlösung erlangen. Im Monat Caitra, in der hellen Monatshälfte, [findet] das Damanabhañjikā-Fest [statt]...
Wort für Wort
yogam vivasvataḥ prāpya
die Yoga-Vereinigung mit Vivasvat (der Sonne) erlangt habend
tataḥ mokṣam avāpnuyāt
dann möge er die Erlösung erlangen
caitre māsi site pakṣe
im Monat Caitra, in der hellen Monatshälfte
yātrām damana-bhañjikām
das Damanabhañjikā-Fest/-Wallfahrt
[Anm.: Damanabhañjikā ist der Name eines konkreten Frühlingsfestes (verbunden mit dem 'Pflücken/Brechen' der Damana-Pflanze, Artemisia), das der Sonne zu Ehren begangen wird; als Eigenname transliteriert.]
yaḥ karoti naras tatra pūrvoktaṃ sa phalaṃ labhet / śayanotthāpane bhānoḥ saṃkrāntyāṃ viṣuvāyane //
Welcher Mensch dies dort tut, erlangt die zuvor genannte Frucht — ebenso beim rituellen Niederlegen und Aufwecken der Sonne, bei der Tierkreiswende, bei der Tagundnachtgleiche, bei der Sonnenwende...
Wort für Wort
yaḥ karoti naraḥ tatra
welcher Mensch dort dies tut
pūrva-uktam sa phalam labhet
die zuvor genannte Frucht erlangt er
śayana-utthāpane bhānoḥ
beim Niederlegen und Aufwecken der Sonne
saṃkrāntyām viṣuva-ayane
bei der Tierkreiswende, Tagundnachtgleiche, Sonnenwende
vāre raves tithau caiva parvakāle 'thavā dvijāḥ / ye tatra yātrāṃ kurvanti śraddhayā saṃyatendriyāḥ //
Am Sonnentag [Sonntag] und an [besonderen] Mondtagen oder zur Festzeit, o Zweifachgeborene — wer dort mit Glauben und gezügelten Sinnen die Wallfahrt vollzieht...
...mit Duftstoffen, Blumen, ebenso mit Räucherwerk, Lampen, vortrefflichen Speiseopfern, mit Niederwerfungen, ebenso mit Lobliedern, Gesängen und herzerfreuenden Instrumenten...
Bis zur Weltauflösung herzerfreuende Genüsse genossen habend, kehren sie durch Erschöpfung des Verdienstes hierher zurück und werden zu Kennern der vier Veden.
Wort für Wort
āhūta-saṃplavam yāvat
bis zur (kosmischen) Weltauflösung
bhuktvā bhogān manoramān
herzerfreuende Genüsse genossen habend
puṇya-kṣayāt iha āgatya
durch Erschöpfung des Verdienstes hierher zurückgekehrt
cātur-vedāḥ bhavanti te
werden sie zu Kennern der vier Veden
[Anm.: 'āhūtasaṃplavam' hier entspricht offenbar demselben Ausdruck wie 'ābhūtasaṃplavam' in V.51 ('bis zur kosmischen Weltauflösung') — vermutlich Schreibvariante desselben Wortes, nicht als eigener Begriff übersetzt.]
śāṃkaraṃ yogam āsthāya tato mokṣaṃ vrajanti te / yas tatra savituḥ kṣetre prāṇāṃs tyajati mānavaḥ //
Die Vereinigung mit Śiva [im Yoga] ergriffen habend, gehen sie dann zur Erlösung. Welcher Mensch dort im Kṣetra der Sonne die Lebensatem aufgibt [stirbt]...
Die Vereinigung mit der Sonne erlangt habend, möge er dann die Erlösung erlangen. So wurde von mir, o ihr Besten der Weisen, die sehr schwer erreichbare Kultstätte verkündet.
[fortsetzend:] ...am Ufer des Meeres bei Koṇārka, [die] Genuss und Erlösung als Frucht verleiht.
Wort für Wort
koṇārkasya udadheḥ tīre
am Ufer des Meeres bei Koṇārka
bhukti-mukti-phala-pradaḥ
Genuss und Erlösung als Frucht verleihend
[Anm.: Im Original (mit Editions-Sternchen '//*' markiert) besteht dieser Vers nur aus einer einzigen Halbzeile (2 Padas) statt der üblichen vollen Vierzeiler-Struktur — offenbar eine im Erhaltungszustand des Textes bedingte Lücke oder ein fragmentarischer Abschluss der Kṣetra-Beschreibung, hier ohne Ergänzung wörtlich wiedergegeben.]