Kapitel 192: vrajaviyogo 'krūradarśanaṃ mathurāpraveśaś ca
Der Abschied von Vraja, Akrūras Vision und der Einzug in Mathurā
Beim Abschied klagen die Gopīs über die Trennung von Kṛṣṇa. Unterwegs schaut Akrūra bei seiner rituellen Waschung in der Yamunā Kṛṣṇa und Balarāma in ihrer kosmischen Gestalt (Viṣṇu auf Śeṣa) und preist sie in einem ausführlichen Hymnus. In Mathurā angekommen, tötet Kṛṣṇa den unverschämten Wäscher des Kaṃsa und nimmt dessen Gewänder, und der Girlandenmacher, der die beiden ehrfürchtig bewirtet, wird von Kṛṣṇa reich gesegnet.
Zusammen mit jenen beiden berichtete Akrūra dann, nachdem weitere Begrüßungen vollzogen und ihm gebührend Speise gereicht worden war, den beiden alles.
Wort für Wort
saha tābhyāṃ tadākrūraḥ
zusammen mit jenen beiden Akrūra
kṛtasaṃvandanādikaḥ
nachdem weitere Begrüßungen vollzogen worden waren
kariṣye ca mahābhāga yad atraupāyikaṃ matam / vicintyaṃ nānyathaitat te viddhi kaṃsaṃ hataṃ mayā //
Und ich werde tun, o Glückreicher, was hierbei als geeignetes Mittel gilt; es gibt hierüber nichts anderes zu bedenken – wisse: Kaṃsa ist [schon jetzt] von mir getötet.
samādiśya tato gopān akrūro 'pi sakeśavaḥ / suṣvāpa balabhadraś ca nandagopagṛhe gataḥ //
Vyāsa sprach: Nachdem er dann die Kuhhirten unterwiesen hatte, schliefen Akrūra zusammen mit Keśava und Balabhadra, nachdem sie zum Haus des Kuhhirten Nanda gegangen waren.
Wort für Wort
samādiśya tato gopān
nachdem er dann die Kuhhirten unterwiesen hatte
akrūro 'pi sakeśavaḥ
Akrūra zusammen mit Keśava
suṣvāpa balabhadraś ca
und Balabhadra schliefen
nandagopagṛhe gataḥ
nachdem sie zum Haus des Kuhhirten Nanda gegangen waren
Als sie dies sahen, sprach die Schar der Gopīs, unter Tränen, die Armreifen an ihren [abgemagerten] Armen lose, seufzend und von übergroßem Leid erfüllt, folgendes zueinander:
Wort für Wort
dṛṣṭvā gopījanaḥ sāsraḥ
als sie dies sahen, die Schar der Gopīs, unter Tränen
Wie wird Govinda, nachdem er Mathurā erreicht hat, [je wieder] nach Gokula kommen? Er wird mit dem Ohr den Honig der reizvollen Reden der Stadtfrauen trinken.
vilāsivākyajāteṣu nāgarīṇāṃ kṛtāspadam / cittam asya kathaṃ grāmya-gopagopīṣu yāsyati //
Sein Sinn, der sich in den mannigfachen kokettierenden Reden der Stadtfrauen niedergelassen hat, wie wird er zu uns ländlichen Kuhhirten und Kuhhirtinnen zurückkehren?
Wort für Wort
vilāsivākyajāteṣu nāgarīṇāṃ
in den mannigfachen kokettierenden Reden der Stadtfrauen
kṛtāspadam
der sich niedergelassen hat
cittam asya kathaṃ
sein Sinn, wie wird er
grāmya-gopagopīṣu yāsyati
zu uns ländlichen Kuhhirten und Kuhhirtinnen zurückkehren
Indem das Schicksal, mitleidlos und übelgesinnt, Hari – die eigentliche Essenz der ganzen Kuhsiedlung – hinwegnimmt, hat es einen Schlag gegen die Kuhhirtinnen geführt.
Wort für Wort
sāraṃ samastagoṣṭhasya
die eigentliche Essenz der ganzen Kuhsiedlung
vidhinā haratā harim
indem das Schicksal Hari hinwegnimmt
prahṛtaṃ gopayoṣitsu
hat es einen Schlag gegen die Kuhhirtinnen geführt
Denn dieser Keśava, den Wagen besteigend, zieht nach Mathurā – getäuscht von diesem 'Nicht-Grausamen', der doch grausam ist, diesem elenden Nichtsnutz.
Wort für Wort
eṣo hi ratham āruhya
denn dieser, den Wagen besteigend
mathurāṃ yāti keśavaḥ
zieht Keśava nach Mathurā
akrūrakrūrakeṇāpi
getäuscht von diesem 'Nicht-Grausamen', der doch grausam ist
hatāśena pratāritaḥ
von diesem elenden Nichtsnutz
[Anm.: Wortspiel mit dem Namen Akrūra ('der Nicht-Grausame'), dem die Gopīs hier grausames Verhalten vorwerfen.]
Warum sagst du, es gezieme uns nicht, vor den Älteren zu sprechen? Was werden die Älteren für uns tun, die wir vom Feuer der Trennung verbrannt werden?
Wort für Wort
gurūṇām agrato vaktuṃ
vor den Älteren zu sprechen
kiṃ bravīṣi na naḥ kṣamam
warum sagst du, es gezieme uns nicht
guravaḥ kiṃ kariṣyanti
was werden die Älteren tun
dagdhānāṃ virahāgninā
für uns, die wir vom Feuer der Trennung verbrannt werden
Ach! Nachdem es dieser unserer Schar von Gopīs den großen Schatz gezeigt hat, sind uns heute von dem mitleidlosen Schicksal die Augen ausgerissen worden!
Nachdem [Kṛṣṇa] 'so sei es' gesagt hatte, sann jener Großgesinnte, nachdem er gebadet und sich rituell gereinigt hatte, o Weise, im Wasser der Yamunā über das höchste Brahman nach.
Wort für Wort
tathety ukte
nachdem [Kṛṣṇa] 'so sei es' gesagt hatte
tataḥ snātaḥ svācāntaḥ sa mahāmatiḥ
nachdem jener Großgesinnte gebadet und sich gereinigt hatte
dadhyau brahma paraṃ viprāḥ
sann er über das höchste Brahman nach, o Weise
praviśya yamunājale
nachdem er in das Wasser der Yamunā eingetaucht war
Er sah Balabhadra, geschmückt mit einem Kranz aus tausend Schlangenhäuptern, seine Glieder makellos weiß wie Jasmin, mit langen Augen wie die Blätter eines aufblühenden Lotos,
Wort für Wort
phaṇāsahasramālāḍhyaṃ
geschmückt mit einem Kranz aus tausend Schlangenhäuptern
balabhadraṃ dadarśa saḥ
sah er Balabhadra
kundāmalāṅgam
seine Glieder makellos weiß wie Jasmin
unnidra-padmapattrāyatekṣaṇam
mit langen Augen wie die Blätter eines aufblühenden Lotos
In dessen Schoß [sah er einen,] dunkel wie eine Regenwolke, mit langen, rötlichen Augen, vierarmig, von edler Gestalt, mit dem Diskus und anderen Waffen geschmückt,
zwei gelbe Gewänder tragend, mit buntem Blumenkranz geschmückt, wie eine Regenwolke, geschmückt mit Indras Bogen [dem Regenbogen] und einem Blitzkranz,
mit dem Śrīvatsa-Zeichen auf der Brust, strahlend durch schöne Armreifen und Krone – er sah [diese Gestalt] des mühelosen Kṛṣṇa, mit einer Lotosblüte als Ohrschmuck,
nimagnaś ca punas toye dadṛśe sa tathaiva tau / saṃstūyamānau gandharvair munisiddhamahoragaiḥ //
Und wieder ins Wasser eingetaucht, sah er jene beiden ebenso [in Göttergestalt wieder], gepriesen von Gandharven, Weisen, Siddhas und großen Schlangen.
Wort für Wort
nimagnaś ca punas toye
und wieder ins Wasser eingetaucht
dadṛśe sa tathaiva tau
sah er jene beiden ebenso
saṃstūyamānau
gepriesen
gandharvair munisiddhamahoragaiḥ
von Gandharven, Weisen, Siddhas und großen Schlangen
tanmātrarūpiṇe 'cintya-mahimne paramātmane / vyāpine naikarūpaika-svarūpāya namo namaḥ //
Akrūra sprach: Dem, dessen Gestalt aus den subtilen Elementen besteht, von unfassbarer Größe, dem höchsten Selbst, dem Alldurchdringenden, dessen eines wahres Wesen in vielfachen Gestalten [erscheint] – Verehrung, Verehrung!
Wort für Wort
tanmātrarūpiṇe
dem, dessen Gestalt aus den subtilen Elementen besteht
'cintya-mahimne paramātmane
von unfassbarer Größe, dem höchsten Selbst
vyāpine
dem Alldurchdringenden
naikarūpaika-svarūpāya namo namaḥ
dessen eines wahres Wesen in vielfachen Gestalten [erscheint], Verehrung, Verehrung
śabdarūpāya te 'cintya-havirbhūtāya te namaḥ / namo vijñānarūpāya parāya prakṛteḥ prabho //
Dir, dessen Gestalt der Klang ist, Verehrung; dir, der du zur unfassbaren Opfergabe geworden bist, Verehrung; Verehrung dir, dessen Gestalt die Erkenntnis ist, o Herr, der du jenseits der Urmaterie bist.
Wort für Wort
śabdarūpāya te
dir, dessen Gestalt der Klang ist
'cintya-havirbhūtāya te namaḥ
dir, der du zur unfassbaren Opfergabe geworden bist, Verehrung
bhūtātmā cendriyātmā ca pradhānātmā tathā bhavān / ātmā ca paramātmā ca tvam ekaḥ pañcadhā sthitaḥ //
Du bist das Selbst der Elemente, das Selbst der Sinne, und ebenso das Selbst der Urmaterie, das [individuelle] Selbst und das höchste Selbst – du, obwohl einer, stehst in fünffacher Gestalt.
Sei gnädig, o Selbst allen Dharma, o Vergänglicher und Unvergänglicher, großer Herr, der du durch Vorstellungen wie Brahmā, Viṣṇu, Śiva und andere bezeichnet wirst.
Wort für Wort
prasīda sarvadharmātman
sei gnädig, o Selbst allen Dharma
kṣarākṣara maheśvara
o Vergänglicher und Unvergänglicher, großer Herr
brahmaviṣṇuśivādyābhiḥ
durch [Vorstellungen wie] Brahmā, Viṣṇu, Śiva und andere
anākhyeyasvarūpātmann anākhyeyaprayojana / anākhyeyābhidhāna tvāṃ nato 'smi parameśvaram //
O du, dessen wahres Wesen unbeschreiblich ist, dessen Zweck unbeschreiblich ist, dessen Name unbeschreiblich ist – dir, dem höchsten Herrn, bin ich zugeneigt.
Da es ohne begriffliche Bestimmung keine Erfassung irgendeiner Sache gibt, wirst du deshalb mit den Namen 'Kṛṣṇa', 'Acyuta', 'Ananta' und 'Viṣṇu' gepriesen.
sarvātmaṃs tvam aja vikalpanābhir etair / devās tvaṃ jagad akhilaṃ tvam eva viśvam / viśvātmaṃs tvam ativikārabhedahīnaḥ / sarvasmin nahi bhavato 'sti kiṃcid anyat //
O Selbst von allem, o Ungeborener, durch diese Unterscheidungen [benannt] bist du die Götter, du allein bist die ganze Welt, das Weltall; o Selbst des Weltalls, gänzlich frei von Wandel und Unterschied – in allem gibt es außer dir überhaupt nichts anderes.
Wort für Wort
sarvātmaṃs tvam aja
o Selbst von allem, o Ungeborener
vikalpanābhir etair
durch diese Unterscheidungen [benannt]
devās tvaṃ jagad akhilaṃ tvam eva viśvam
bist du die Götter, du allein bist die ganze Welt, das Weltall
viśvātmaṃs tvam ativikārabhedahīnaḥ
o Selbst des Weltalls, gänzlich frei von Wandel und Unterschied
sarvasmin nahi bhavato 'sti kiṃcid anyat
in allem gibt es außer dir überhaupt nichts anderes
Du bist Brahmā, Paśupati, Aryaman, Vidhātṛ; du bist Dhātṛ, der Herr der dreißig [Götter], Wind, Feuer, der Herr der Gewässer, der Herr des Reichtums, der Tod – du, der Eine, magst [scheinbar] geteilten Wesens sein, doch behütest du die Welt auch durch deine unterschiedlichen Kräfte.
Wort für Wort
tvaṃ brahmā paśupatir aryamā vidhātā
du bist Brahmā, Paśupati, Aryaman, Vidhātṛ
tvaṃ dhātā tridaśapatiḥ samīraṇo 'gniḥ
du bist Dhātṛ, der Herr der dreißig, Wind, Feuer
toyeśo dhanapatir antakas tvam eko
der Herr der Gewässer, der Herr des Reichtums, der Tod – du, der Eine
bhinnātmā jagad api pāsi śaktibhedaiḥ
magst geteilten Wesens sein, doch behütest du die Welt auch durch deine unterschiedlichen Kräfte
viśvaṃ bhavān sṛjati hanti gabhastirūpo / viśvaṃ ca te guṇamayo 'yam aja prapañcaḥ / rūpaṃ paraṃ saditivācakam akṣaraṃ yaj / jñānātmane sadasate praṇato 'smi tasmai //
In strahlender Gestalt erschaffst und vernichtest du das Weltall; und diese ganze entfaltete Welt, o Ungeborener, ist aus deinen Eigenschaften gemacht und gehört dir; und [es gibt] die höchste, unvergängliche Gestalt, die 'Sat' [das Sein] ausdrückt – ihm, dessen Wesen Erkenntnis ist, [der zugleich] Sein und Nichtsein ist, ihm bin ich zugeneigt.
Wort für Wort
viśvaṃ bhavān sṛjati hanti gabhastirūpo
in strahlender Gestalt erschaffst und vernichtest du das Weltall
viśvaṃ ca te guṇamayo 'yam aja prapañcaḥ
und diese ganze entfaltete Welt, o Ungeborener, ist aus deinen Eigenschaften gemacht
rūpaṃ paraṃ saditivācakam akṣaraṃ yaj
und [es gibt] die höchste, unvergängliche Gestalt, die 'Sat' ausdrückt
jñānātmane sadasate praṇato 'smi tasmai
ihm, dessen Wesen Erkenntnis ist, [der] Sein und Nichtsein ist, bin ich zugeneigt
Vyāsa sprach: So Kṛṣṇa im Innern des Wassers preisend, brachte jener Yādava dem Herrn von allem mit im Geiste [dargebrachtem] Räucherwerk und Blumen Ehrengaben dar.
Wort für Wort
evam antar jale kṛṣṇam abhiṣṭūya
so Kṛṣṇa im Innern des Wassers preisend
sa yādavaḥ
jener Yādava
arghayām āsa sarveśaṃ
brachte dem Herrn von allem Ehrengaben dar
dhūpapuṣpair manomayaiḥ
mit im Geiste [dargebrachtem] Räucherwerk und Blumen
Nachdem er jeden anderen Gegenstand aufgegeben und seinen Sinn dorthin gerichtet hatte, verharrte er lange im Zustand, mit Brahman eins geworden zu sein, und kam dann, versunken, zur Ruhe.
Wort für Wort
parityajyānyaviṣayaṃ
nachdem er jeden anderen Gegenstand aufgegeben hatte
manas tatra niveśya saḥ
und seinen Sinn dorthin gerichtet hatte
brahmabhūte ciraṃ sthitvā
verharrte er lange im Zustand, mit Brahman eins geworden zu sein
Sich selbst gleichsam als einen, dessen Aufgabe erfüllt war, betrachtend, o Beste der Zweifachgeborenen, kam er, aus dem Wasser der Yamunā auftauchend, wieder zum Wagen.
Wort für Wort
kṛtakṛtyam ivātmānaṃ manyamāno
sich selbst gleichsam als einen, dessen Aufgabe erfüllt war, betrachtend
antar jale yad āścaryaṃ dṛṣṭaṃ tatra mayācyuta / tad atraiva hi paśyāmi mūrtimat purataḥ sthitam //
Akrūra sprach: Was ich im Innern des Wassers dort für ein Wunder gesehen habe, o Acyuta, das sehe ich eben hier ebenfalls, verkörpert, vor mir stehend.
tat kim etena mathurāṃ prayāmo madhusūdana / bibhemi kaṃsād dhig janma parapiṇḍopajīvinaḥ //
Was soll [diese Verzögerung] also noch – lass uns nach Mathurā gehen, o Madhusūdana; ich fürchte Kaṃsa – Schande über das Leben dessen, der von fremdem Brot lebt!
Wort für Wort
tat kim etena
was soll [diese Verzögerung] noch
mathurāṃ prayāmo madhusūdana
lass uns nach Mathurā gehen, o Madhusūdana
bibhemi kaṃsād
ich fürchte Kaṃsa
dhig janma parapiṇḍopajīvinaḥ
Schande über das Leben dessen, der von fremdem Brot lebt
Vyāsa sprach: Nach diesen Worten trieb er jene windschnellen Pferde an; und als jener Akrūra am Abend die Stadt Mathurā erreicht hatte, sprach jener Yādava, Mathurā erblickend, zu Kṛṣṇa und Rāma.
Wort für Wort
ity uktvā codayām āsa
nach diesen Worten trieb er an
tān hayān vātaraṃhasaḥ
jene windschnellen Pferde
saṃprāptaś cāpi sāyāhne so 'krūro mathurāṃ purīm
und als Akrūra am Abend die Stadt Mathurā erreicht hatte
vilokya mathurāṃ kṛṣṇaṃ rāmaṃ cāha sa yādavaḥ
sprach jener Yādava, Mathurā erblickend, zu Kṛṣṇa und Rāma
padbhyāṃ yātaṃ mahāvīryau rathenaiko viśāmy aham / gantavyaṃ vasudevasya no bhavadbhyāṃ tathā gṛhe / yuvayor hi kṛte vṛddhaḥ kaṃsena sa nirasyate //
Akrūra sprach: Geht zu Fuß, ihr beiden von großer Heldenkraft, ich allein werde mit dem Wagen einfahren; und ihr beide dürft auch nicht zu Vasudevas Haus gehen, denn um euretwillen wurde jener Alte von Kaṃsa verstoßen.
Wort für Wort
padbhyāṃ yātaṃ mahāvīryau
geht zu Fuß, ihr beiden von großer Heldenkraft
rathenaiko viśāmy aham
ich allein werde mit dem Wagen einfahren
gantavyaṃ vasudevasya no bhavadbhyāṃ tathā gṛhe
und ihr beide dürft auch nicht zu Vasudevas Haus gehen
yuvayor hi kṛte vṛddhaḥ kaṃsena sa nirasyate
denn um euretwillen wurde jener Alte von Kaṃsa verstoßen
Vyāsa sprach: Nach diesen Worten betrat jener Akrūra die Stadt Mathurā; und Rāma und Kṛṣṇa betraten sie ebenfalls und gelangten auf die königliche Straße.
Wort für Wort
ity uktvā praviveśāsāv akrūro mathurāṃ purīm
nach diesen Worten betrat Akrūra die Stadt Mathurā
Nachdem sie ihn getötet und die Gewänder genommen hatten, gingen Kṛṣṇa und Rāma, nun in gelbe und dunkelblaue Kleider gehüllt, voller Freude zum Haus des Girlandenmachers.
Wort für Wort
hatvādāya ca vastrāṇi
nachdem sie ihn getötet und die Gewänder genommen hatten
Der Girlandenmacher, seine beiden Augen weit geöffnet, überaus erstaunt, dachte dann bei sich: Wessen [Söhne] sind diese beiden, und woher sind sie gekommen?
Wort für Wort
vikāsinetrayugalo mālākāro 'tivismitaḥ
der Girlandenmacher, seine beiden Augen weit geöffnet, überaus erstaunt
etau kasya kuto yātau
wessen [Söhne] sind diese beiden, und woher sind sie gekommen
Von jenen beiden, deren Lotosgesichter erstrahlten, um Blumen gebeten, stützte er sich mit den Händen auf den Boden und berührte mit dem Haupt die Erde.
Wort für Wort
vikāśimukhapadmābhyāṃ tābhyāṃ
von jenen beiden, deren Lotosgesichter erstrahlten
prasādasumukhau nāthau mama geham upāgatau / dhanyo 'ham arcayiṣyāmīty āha tau mālyajīvikaḥ //
Die beiden Herren, ihre Gesichter von Wohlwollen erstrahlend, sind zu meinem Haus gekommen; glücklich bin ich, ich werde [sie] verehren! – so sprach der Girlandenverkäufer zu jenen beiden.
Wort für Wort
prasādasumukhau nāthau
die beiden Herren, ihre Gesichter von Wohlwollen erstrahlend
balahānir na te saumya dhanahānir athāpi vā / yāvad dharaṇisūryau ca saṃtatiḥ putrapautrikī //
Weder Verlust an Kraft noch Verlust an Reichtum wird dir widerfahren, o Sanfter, solange Erde und Sonne bestehen, und deine Nachkommenschaft an Söhnen und Enkeln [wird fortbestehen].
Wort für Wort
balahānir na te saumya
weder Verlust an Kraft wird dir widerfahren, o Sanfter
dhanahānir athāpi vā
noch Verlust an Reichtum
yāvad dharaṇisūryau ca
solange Erde und Sonne bestehen
saṃtatiḥ putrapautrikī
wird deine Nachkommenschaft an Söhnen und Enkeln [fortbestehen]
dharme manaś ca te bhadra sarvakālaṃ bhaviṣyati / yuṣmatsaṃtatijātānāṃ dīrgham āyur bhaviṣyati //
Und dein Sinn, o Guter, wird zu jeder Zeit auf den Dharma [gerichtet] sein; ein langes Leben wird denen zuteilwerden, die aus deiner Nachkommenschaft geboren werden.
Wort für Wort
dharme manaś ca te bhadra
und dein Sinn, o Guter, wird auf den Dharma [gerichtet sein]
sarvakālaṃ bhaviṣyati
zu jeder Zeit
yuṣmatsaṃtatijātānāṃ
denen, die aus deiner Nachkommenschaft geboren werden