Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 66: guḍivāyātrāmāhātmyavarṇanam Die Größe der Guḍivā-Festfahrt am Seeufer im Monat Āṣāḍha

Auf die Frage der Munis, warum Kṛṣṇa, Balarāma und Subhadrā sieben Nächte lang das Heiligtum verlassen und an einem Seeufer im Süden in einem Pavillon (Maṇḍapa) weilen, erzählt Brahmā: König Indradyumna hatte einst Hari um eine siebentägige Festfahrt an diesem Ort gebeten, die Hari ihm unter dem Namen 'Guḍivā' gewährte, verbunden mit dem Versprechen, dass alle, die ihn dort mit Glauben verehren, jeden Wunsch erfüllt bekommen. Es folgt eine Aufzählung der durch bloßen Anblick der Bildnisse bei dieser im hellen Āṣāḍha stattfindenden Festfahrt erlangbaren Früchte (Kinder, Reichtum, Heilung, gute Ehe, Aszendenz zur Welt Viṣṇus u.a.), bis hin zur endgültigen Erlösung durch den Vaiṣṇava-Yoga nach Rückkehr auf die Erde.

{brahmovāca: } guḍivāmaṇḍapaṃ yāntaṃ ye paśyanti rathe sthitam / kṛṣṇaṃ balaṃ subhadrāṃ ca te yānti bhavanaṃ hareḥ // BrP_66.1 //

Brahmā sprach: Die, welche sehen, wie Kṛṣṇa, Bala[rāma] und Subhadrā, auf dem Wagen stehend, zum Guḍivā-Pavillon fahren, die gehen zur Wohnstätte Haris.

Wort für Wort
brahmā uvāca
Brahmā sprach
guḍivāmaṇḍapaṃ yāntaṃ
zum Guḍivā-Pavillon fahrend
ye paśyanti
die welche sehen
rathe sthitam
auf dem Wagen stehend
kṛṣṇaṃ balaṃ subhadrāṃ ca
Kṛṣṇa, Bala(rāma) und Subhadrā
te yānti
die gehen
bhavanaṃ hareḥ
zur Wohnstätte Haris

ye paśyanti tadā kṛṣṇaṃ saptāhaṃ maṇḍape sthitam / halinaṃ ca subhadrāṃ ca viṣṇulokaṃ vrajanti te // BrP_66.2 //

Die, welche dann Kṛṣṇa sieben Tage lang im Pavillon weilend sehen, und den Pflugträger [Balarāma] und Subhadrā, die gehen zur Welt Viṣṇus.

Wort für Wort
ye paśyanti tadā kṛṣṇaṃ
die welche dann Kṛṣṇa sehen
saptāhaṃ
sieben Tage lang
maṇḍape sthitam
im Pavillon weilend
halinaṃ ca
und den Pflugträger (Balarāma)
subhadrāṃ ca
und Subhadrā
viṣṇulokaṃ vrajanti te
die gehen zur Welt Viṣṇus

{munaya ūcuḥ: } kena sā nirmitā yātrā dakṣiṇasyāṃ jagatpate / yātrāphalaṃ ca kiṃ tatra prāpyate brūhi mānavaiḥ // BrP_66.3 //

Die Munis sprachen: Von wem wurde jene Festfahrt (Yātrā) im Süden eingerichtet, o Herr der Welt? Und welche Frucht der Festfahrt wird dort von den Menschen erlangt – sage [es]!

Wort für Wort
munayaḥ ūcuḥ
die Munis sprachen
kena
von wem
sā nirmitā yātrā
jene Festfahrt eingerichtet
dakṣiṇasyāṃ
im Süden
jagatpate
o Herr der Welt
yātrāphalaṃ ca kiṃ
und welche Frucht der Festfahrt
tatra prāpyate
wird dort erlangt
brūhi mānavaiḥ
sage (es) von den Menschen

kimarthaṃ sarasas tīre rājñas tasya jagatpate / pavitre vijane deśe gatvā tatra ca maṇḍape // BrP_66.4 //

Warum, o Herr der Welt, [begeben sie sich] an das Ufer des Sees jenes Königs, an den reinen, menschenleeren Ort, und, dorthin gegangen, in den Pavillon,

Wort für Wort
kimartham
warum
sarasaḥ tīre
an das Ufer des Sees
rājñaḥ tasya
jenes Königs
jagatpate
o Herr der Welt
pavitre vijane deśe
an den reinen, menschenleeren Ort
gatvā
gegangen
tatra ca maṇḍape
und dorthin in den Pavillon

kṛṣṇaḥ saṃkarṣaṇaś caiva subhadrā ca rathena te / svasthānaṃ saṃparityajya saptarātraṃ vasanti vai // BrP_66.5 //

[wo] Kṛṣṇa und Saṃkarṣaṇa und Subhadrā, mit dem Wagen [dorthin gefahren], ihren eigenen Ort verlassend, sieben Nächte lang verweilen?

Wort für Wort
kṛṣṇaḥ saṃkarṣaṇaḥ ca eva subhadrā ca
Kṛṣṇa und Saṃkarṣaṇa und Subhadrā
rathena te
diese mit dem Wagen
svasthānaṃ saṃparityajya
ihren eigenen Ort verlassend
saptarātraṃ vasanti vai
verweilen fürwahr sieben Nächte lang

{brahmovāca: } indradyumnena bho viprāḥ purā vai prārthito hariḥ / saptāhaṃ sarasas tīre mama yātrā bhavatv iti // BrP_66.6 //

Brahmā sprach: Von Indradyumna, o Brahmanen, wurde einst Hari fürwahr [mit den Worten] gebeten: 'Möge sieben Tage lang am Ufer des Sees eine Festfahrt für mich stattfinden!'

Wort für Wort
brahmā uvāca
Brahmā sprach
indradyumnena
von Indradyumna
bho viprāḥ
o Brahmanen
purā vai prārthitaḥ hariḥ
einst wurde Hari fürwahr gebeten
saptāhaṃ sarasas tīre
sieben Tage lang am Ufer des Sees
mama yātrā bhavatu iti
'möge eine Festfahrt für mich stattfinden' – so

guḍivā nāma deveśa bhuktimuktiphalapradā / tasmai kila varaṃ cāsau dadau sa puruṣottamaḥ // BrP_66.7 //

'[Sie sei] mit Namen Guḍivā, o Herr der Götter, Genuss und Erlösung als Frucht gewährend.' Und diesem gewährte jener Puruṣottama fürwahr den Wunsch/die Gunst.

Wort für Wort
guḍivā nāma
mit Namen Guḍivā
deveśa
o Herr der Götter
bhuktimuktiphalapradā
Genuss und Erlösung als Frucht gewährend
tasmai kila varaṃ ca asau dadau
und diesem gewährte jener fürwahr den Wunsch
sa puruṣottamaḥ
jener Puruṣottama

{śrībhagavān uvāca: } saptāhaṃ sarasas tīre tava rājan bhaviṣyati / guḍivā nāma yātrā me sarvakāmaphalapradā // BrP_66.8 //

Der erhabene Herr sprach: Sieben Tage lang wird am Ufer des Sees, o König, für dich [meine], mit Namen Guḍivā [bekannte] Festfahrt stattfinden, die mir [gehört] und alle Wünsche als Frucht gewährt.

Wort für Wort
śrībhagavān uvāca
der erhabene Herr sprach
saptāhaṃ sarasas tīre
sieben Tage lang am Ufer des Sees
tava rājan bhaviṣyati
wird für dich, o König, stattfinden
guḍivā nāma yātrā me
meine mit Namen Guḍivā (bekannte) Festfahrt
sarvakāmaphalapradā
alle Wünsche als Frucht gewährend

ye māṃ tatrārcayiṣyanti śraddhayā maṇḍape sthitam / saṃkarṣaṇaṃ subhadrāṃ ca vidhivat susamāhitāḥ // BrP_66.9 //

'Die, welche mich dort, im Pavillon weilend, mit Glauben verehren werden, und Saṃkarṣaṇa und Subhadrā, vorschriftsmäßig und wohl gesammelt,'

Wort für Wort
ye māṃ tatra arcayiṣyanti
die mich dort verehren werden
śraddhayā
mit Glauben
maṇḍape sthitam
im Pavillon weilend
saṃkarṣaṇaṃ subhadrāṃ ca
und Saṃkarṣaṇa und Subhadrā
vidhivat susamāhitāḥ
vorschriftsmäßig und wohl gesammelt

brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ striyaḥ śūdrāś ca vai nṛpa / puṣpair gandhais tathā dhūpair dīpair naivedyakair varaiḥ // BrP_66.10 //

'Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas, Frauen und auch Śūdras, o König, mit Blumen, Düften, ebenso mit Räucherwerk, Lampen und trefflichen Speiseopfern (Naivedya),'

Wort für Wort
brāhmaṇāḥ kṣatriyāḥ vaiśyāḥ
Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas
striyaḥ śūdrāḥ ca vai
und auch Frauen und Śūdras
nṛpa
o König
puṣpaiḥ gandhaiḥ
mit Blumen, Düften
tathā dhūpaiḥ dīpaiḥ
ebenso mit Räucherwerk, Lampen
naivedyakaiḥ varaiḥ
mit trefflichen Speiseopfern (Naivedya)

upahārair bahuvidhaiḥ praṇipātaiḥ pradakṣiṇaiḥ / jayaśabdais tathā stotrair gītair vādyair manoharaiḥ // BrP_66.11 //

'mit vielfältigen Darbringungen, Niederwerfungen, Umwandlungen (Pradakṣiṇa), mit Jaya-Rufen, ebenso mit Lobpreisungen, Gesängen und herzerfreuenden Instrumentenklängen –'

Wort für Wort
upahāraiḥ bahuvidhaiḥ
mit vielfältigen Darbringungen
praṇipātaiḥ
mit Niederwerfungen
pradakṣiṇaiḥ
mit Umwandlungen (Pradakṣiṇa)
jayaśabdaiḥ
mit Jaya-Rufen
tathā stotraiḥ
ebenso mit Lobpreisungen
gītaiḥ vādyaiḥ manoharaiḥ
mit Gesängen und herzerfreuenden Instrumentenklängen

na teṣāṃ durlabhaṃ kiṃcit phalaṃ yasya yad īpsitam / bhaviṣyati nṛpaśreṣṭha matprasādād asaṃśayam // BrP_66.12 //

'für diese wird nichts unerreichbar sein: welche Frucht auch immer einer begehrt, sie wird, o bester der Könige, durch meine Gnade [eintreten] – ohne Zweifel.'

Wort für Wort
na teṣāṃ durlabhaṃ kiṃcit
für diese ist nichts unerreichbar
phalaṃ yasya yat īpsitam
die Frucht, die einer auch immer begehrt
bhaviṣyati
wird eintreten
nṛpaśreṣṭha
o bester der Könige
matprasādāt asaṃśayam
durch meine Gnade, ohne Zweifel

{brahmovāca: } evam uktvā tu taṃ devas tatraivāntaradhīyata / sa tu rājavaraḥ śrīmān kṛtakṛtyo 'bhavat tadā // BrP_66.13 //

Brahmā sprach: Nachdem der Gott so zu ihm gesprochen hatte, verschwand er eben dort. Jener treffliche, glanzvolle König aber war da einer, der sein Ziel erreicht hatte (Kṛtakṛtya).

Wort für Wort
brahmā uvāca
Brahmā sprach
evam uktvā tu taṃ devaḥ
nachdem der Gott so zu ihm gesprochen hatte
tatra eva antaradhīyata
verschwand er eben dort
sa tu rājavaraḥ śrīmān
jener treffliche, glanzvolle König aber
kṛtakṛtyaḥ abhavat tadā
war da einer, der sein Ziel erreicht hatte

tasmāt sarvaprayatnena guḍivāyāṃ dvijottamāḥ / sarvakāmapradaṃ devaṃ paśyet taṃ puruṣottamam // BrP_66.14 //

Deshalb soll man, o Beste der Zweifachgeborenen, mit allem Bemühen bei der Guḍivā[-Festfahrt] jenen alle Wünsche gewährenden Gott Puruṣottama erblicken.

Wort für Wort
tasmāt sarvaprayatnena
deshalb mit allem Bemühen
guḍivāyāṃ
bei der Guḍivā(-Festfahrt)
dvijottamāḥ
o Beste der Zweifachgeborenen
sarvakāmapradaṃ devaṃ
den alle Wünsche gewährenden Gott
paśyet taṃ puruṣottamam
soll man jenen Puruṣottama erblicken

aputro labhate putrān nirdhano labhate dhanam / rogāc ca mucyate rogī kanyā prāpnoti satpatim // BrP_66.15 //

Der Sohnlose erlangt Söhne, der Mittellose erlangt Reichtum, der Kranke wird von Krankheit befreit, die Jungfrau erlangt einen guten Gatten.

Wort für Wort
aputraḥ labhate putrān
der Sohnlose erlangt Söhne
nirdhanaḥ labhate dhanam
der Mittellose erlangt Reichtum
rogāt ca mucyate rogī
und der Kranke wird von Krankheit befreit
kanyā prāpnoti satpatim
die Jungfrau erlangt einen guten Gatten

āyuḥ kīrtiṃ yaśo medhāṃ balaṃ vidyāṃ dhṛtiṃ paśūn / naraḥ saṃtatim āpnoti rūpayauvanasaṃpadam // BrP_66.16 //

Lebenslänge, Ruhm, Ansehen, Geisteskraft, Stärke, Wissen, Standhaftigkeit, Vieh [und] Nachkommenschaft erlangt der Mensch, [sowie] den Reichtum von Schönheit und Jugend.

Wort für Wort
āyuḥ kīrtiṃ yaśaḥ
Lebenslänge, Ruhm, Ansehen
medhāṃ balaṃ vidyāṃ
Geisteskraft, Stärke, Wissen
dhṛtiṃ paśūn
Standhaftigkeit, Vieh
naraḥ saṃtatim āpnoti
der Mensch erlangt Nachkommenschaft
rūpayauvanasaṃpadam
den Reichtum von Schönheit und Jugend

yān yān samīhate bhogān dṛṣṭvā taṃ puruṣottamam / naro vāpy athavā nārī tāṃs tān prāpnoty asaṃśayam // BrP_66.17 //

Welche Genüsse auch immer man sich wünscht, indem man jenen Puruṣottama erblickt – sei es ein Mann oder auch eine Frau –, diese erlangt man ohne Zweifel.

Wort für Wort
yān yān samīhate bhogān
welche Genüsse auch immer man sich wünscht
dṛṣṭvā taṃ puruṣottamam
indem man jenen Puruṣottama erblickt
naraḥ vā api athavā nārī
sei es ein Mann oder auch eine Frau
tāṃs tān prāpnoti asaṃśayam
diese erlangt man ohne Zweifel

yātrāṃ kṛtvā guḍivākhyāṃ vidhivat susamāhitaḥ / āṣāḍhasya site pakṣe naro yoṣid athāpi vā // BrP_66.18 //

Nachdem man die mit Namen Guḍivā [bekannte] Festfahrt vorschriftsmäßig und wohl gesammelt vollzogen hat, in der hellen Monatshälfte des Āṣāḍha, sei es ein Mann oder auch eine Frau,

Wort für Wort
yātrāṃ kṛtvā guḍivākhyāṃ
nachdem man die mit Namen Guḍivā (bekannte) Festfahrt vollzogen hat
vidhivat susamāhitaḥ
vorschriftsmäßig und wohl gesammelt
āṣāḍhasya site pakṣe
in der hellen Monatshälfte des Āṣāḍha
naraḥ yoṣit athāpi vā
sei es ein Mann oder auch eine Frau

dṛṣṭvā kṛṣṇaṃ ca rāmaṃ ca subhadrāṃ ca dvijottamāḥ / daśapañcāśvamedhānāṃ phalaṃ prāpnoti cādhikam // BrP_66.19 //

und indem man Kṛṣṇa, Rāma und Subhadrā erblickt, o Beste der Zweifachgeborenen, erlangt man die Frucht von fünfzehn Aśvamedha[-Opfern] und noch mehr.

Wort für Wort
dṛṣṭvā kṛṣṇaṃ ca rāmaṃ ca subhadrāṃ ca
indem man Kṛṣṇa, Rāma und Subhadrā erblickt
dvijottamāḥ
o Beste der Zweifachgeborenen
daśapañcāśvamedhānāṃ phalaṃ
die Frucht von fünfzehn Aśvamedha(-Opfern)
prāpnoti ca adhikam
erlangt man, und noch mehr

saptāvarān sapta parān vaṃśān uddhṛtya cātmanaḥ / kāmagena vimānena sarvaratnair alaṃkṛtaḥ // BrP_66.20 //

Sieben spätere und sieben frühere Geschlechter seiner selbst emporhebend, mit einem nach Belieben beweglichen Himmelswagen, mit allen Juwelen geschmückt,

Wort für Wort
saptāvarān sapta parān vaṃśān
sieben spätere und sieben frühere Geschlechter
uddhṛtya ca ātmanaḥ
seiner selbst emporhebend
kāmagena vimānena
mit einem nach Belieben beweglichen Himmelswagen
sarvaratnaiḥ alaṃkṛtaḥ
mit allen Juwelen geschmückt

gandharvair apsarobhiś ca sevyamāno yathottaraiḥ / rūpavān subhagaḥ śūro naro viṣṇupuraṃ vrajet // BrP_66.21 //

von Gandharvas und Apsaras der Reihe nach begleitet, schön, glückhaft und heldenhaft, geht der Mensch zur Stadt Viṣṇus.

Wort für Wort
gandharvaiḥ apsarobhiḥ ca
von Gandharvas und Apsaras
sevyamānaḥ yathottaraiḥ
begleitet, der Reihe nach
rūpavān subhagaḥ śūraḥ
schön, glückhaft und heldenhaft
naraḥ viṣṇupuraṃ vrajet
der Mensch geht zur Stadt Viṣṇus

tatra bhuktvā varān bhogān yāvad ābhūtasaṃplavam / sarvakāmasamṛddhātmā jarāmaraṇavarjitaḥ // BrP_66.22 //

Dort, nachdem er treffliche Genüsse genossen hat, bis zur [kosmischen] Auflösung der Wesen, mit einem an allen Wünschen reichen Selbst, frei von Alter und Tod,

Wort für Wort
tatra bhuktvā varān bhogān
dort, nachdem er treffliche Genüsse genossen hat
yāvat ābhūtasaṃplavam
bis zur (kosmischen) Auflösung der Wesen
sarvakāmasamṛddhātmā
mit einem an allen Wünschen reichen Selbst
jarāmaraṇavarjitaḥ
frei von Alter und Tod

puṇyakṣayād ihāgatya caturvedī dvijo bhavet / vaiṣṇavaṃ yogam āsthāya tato mokṣam avāpnuyāt // BrP_66.23 //

kommt er, wenn sein Verdienst erschöpft ist, wieder hierher [zur Erde] und wird ein die vier Veden [kennender] Zweifachgeborener; nachdem er sich dem Vaiṣṇava-Yoga zugewandt hat, erlangt er danach die Erlösung.

Wort für Wort
puṇyakṣayāt
wenn sein Verdienst erschöpft ist
iha āgatya
hierher (zur Erde) gekommen
caturvedī dvijaḥ bhavet
wird er ein die vier Veden kennender Zweifachgeborener
vaiṣṇavaṃ yogam āsthāya
nachdem er sich dem Vaiṣṇava-Yoga zugewandt hat
tataḥ mokṣam avāpnuyāt
erlangt er danach die Erlösung

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