Kapitel 216: puṇyakarmaphalena sukhayamagamanaṃ viṣṇubhaktimāhātmyaṃ ca
Die Frucht frommer Taten als müheloser Weg zu Yama und die Größe der Viṣṇu-Hingabe
Auf die Frage der Weisen, ob es ein Mittel gegen den zuvor geschilderten schrecklichen Yamamārga gebe, antwortet Vyāsa mit einem langen Katalog frommer Taten (Gaben an Brahmanen von Speise, Kühen, Wasser, Häusern, Gärten, Teichen, Licht u.v.a.; Wahrhaftigkeit; verschiedene Fastengrade; Tod im Kampf oder bei frommen Handlungen), die alle dazu führen, dass die Seele mühelos und in Prunk (mit Flugwagen, von Apsaras umsorgt) zur Stadt des Dharma-Königs Yama gelangt, wo Yama selbst die Frommen ehrenvoll empfängt, bevor sie zu Himmel und Erlösung weitergehen (V.1-72). Es folgt ein Lobpreis des Dharma als Quelle von allem Guten (V.73-81) und schließlich eine Kernaussage der Viṣṇu-Bhakti: wer Viṣṇu/Hari/Vāsudeva verehrt oder auch nur gedenkt, sieht Yama, den Yamamārga und die Höllen überhaupt nicht mehr – selbst bei früherer Sünde oder unreinem Gedenken (Beispiel Śiśupāla, V.82-89). Enthält einen Exkurs zum Fleischverzicht als dem Verdienst der Kuhschenkung gleichwertig (V.63-66). Alle Verse regulär zweizeilig.
aho 'tiduḥkhaṃ ghoraṃ ca yamamārge tvayoditam / narakāṇi ca ghorāṇi dvāraṃ yāmyaṃ ca sattama //
Die Weisen sprachen: Oh, überaus leidvoll und schrecklich ist der Yamamārga, den du geschildert hast, ebenso die schrecklichen Höllen und das Tor Yamas, o Bester der Guten.
Wort für Wort
aho 'tiduḥkhaṃ ghoraṃ ca yamamārge tvayoditam /
Oh, überaus leidvoll und schrecklich ist der Yamamārga, den du geschildert hast,
narakāṇi ca ghorāṇi dvāraṃ yāmyaṃ ca sattama //
ebenso die schrecklichen Höllen und das Tor Yamas, o Bester der Guten.
iha ye dharmasaṃyuktās tv ahiṃsāniratā narāḥ / guruśuśrūṣaṇe yuktā devabrāhmaṇapūjakāḥ //
Vyāsa sprach: Diejenigen Menschen hier, die dem Dharma verbunden sind, der Gewaltlosigkeit zugetan, die dem Dienst am Lehrer hingegeben sind, Verehrer der Götter und Brahmanen,
Wort für Wort
iha ye dharmasaṃyuktās tv ahiṃsāniratā narāḥ /
Diejenigen Menschen hier, die dem Dharma verbunden sind, der Gewaltlosigkeit zugetan,
guruśuśrūṣaṇe yuktā devabrāhmaṇapūjakāḥ //
die dem Dienst am Lehrer hingegeben sind, Verehrer der Götter und Brahmanen,
ye ca satyaṃ prabhāṣante bahir antaś ca nirmalāḥ / te 'pi yānty amaraprakhyā vimānair yamamandiram //
Und diejenigen, die die Wahrheit sprechen, äußerlich und innerlich rein, auch sie gelangen, den Unsterblichen gleich, mit Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
Wort für Wort
ye ca satyaṃ prabhāṣante bahir antaś ca nirmalāḥ /
Und diejenigen, die die Wahrheit sprechen, äußerlich und innerlich rein,
te 'pi yānty amaraprakhyā vimānair yamamandiram //
auch sie gelangen, den Unsterblichen gleich, mit Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
kanyāṃ tu ye prayacchanti brahmadeyām alaṃkṛtām / divyakanyāvṛtā yānti vimānais te yamālayam //
Diejenigen, die eine geschmückte Jungfrau als Brahma-Gabe (in der Ehe) weggeben, gelangen, von himmlischen Jungfrauen umgeben, mit Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
Wort für Wort
kanyāṃ tu ye prayacchanti brahmadeyām alaṃkṛtām /
Diejenigen, die eine geschmückte Jungfrau als Brahma-Gabe weggeben,
divyakanyāvṛtā yānti vimānais te yamālayam //
gelangen, von himmlischen Jungfrauen umgeben, mit Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
anantarāśino ye ca dambhānṛtavivarjitāḥ / te 'pi sārasayuktais tu yānti yānaiś ca tat patham //
Und diejenigen, die ohne Unterbrechung (bescheiden und regelmäßig) essen, frei von Heuchelei und Lüge, gelangen auch mit von Kranichen gezogenen Fahrzeugen jenen Weg.
Wort für Wort
anantarāśino ye ca dambhānṛtavivarjitāḥ /
Und diejenigen, die ohne Unterbrechung essen, frei von Heuchelei und Lüge,
te 'pi sārasayuktais tu yānti yānaiś ca tat patham //
gelangen auch mit von Kranichen gezogenen Fahrzeugen jenen Weg.
[?: 'anantarāśinaḥ' (wörtl. 'die ohne Zwischenraum Essenden') unklar – evtl. 'die nach den Gästen essen' oder 'die maßvoll, ohne Unterbrechung essen'; hier allgemein wiedergegeben.]
vartante hy ekabhaktena śāṭhyadambhavivarjitāḥ / haṃsayuktair vimānais tu sukhaṃ yānti yamālayam //
Diejenigen, die von einer Mahlzeit (täglich) leben, frei von Tücke und Heuchelei, gelangen mühelos mit von Schwänen gezogenen Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
Wort für Wort
vartante hy ekabhaktena śāṭhyadambhavivarjitāḥ /
Diejenigen, die von einer Mahlzeit täglich leben, frei von Tücke und Heuchelei,
haṃsayuktair vimānais tu sukhaṃ yānti yamālayam //
gelangen mühelos mit von Schwänen gezogenen Flugwagen zu Yamas Wohnstatt.
caturthenaikabhaktena vartante ye jitendriyāḥ / te yānti dharmanagaraṃ yānair barhiṇayojitaiḥ //
Diejenigen, die sich mit einer Mahlzeit alle vier Tage begnügen, die Sinnenbezähmten, gelangen mit von Pfauen gezogenen Fahrzeugen zur Stadt des Dharma.
Wort für Wort
caturthenaikabhaktena vartante ye jitendriyāḥ /
Diejenigen, die sich mit einer Mahlzeit alle vier Tage begnügen, die Sinnenbezähmten,
te yānti dharmanagaraṃ yānair barhiṇayojitaiḥ //
gelangen mit von Pfauen gezogenen Fahrzeugen zur Stadt des Dharma.
Wer, festen Gelübdes und einsgerichteten Sinnes, den 'Großen Auszug' (Mahāprasthāna) antritt, gelangt, von Gandharvas umsorgt, mit Fahrzeugen zu Yamas Wohnstatt.
Wort für Wort
mahāprasthānam ekāgro yaḥ prayāti dṛḍhavrataḥ /
Wer, festen Gelübdes und einsgerichteten Sinnes, den 'Großen Auszug' antritt,
sevyamānas tu gandharvair yāti yānair yamālayam //
gelangt, von Gandharvas umsorgt, mit Fahrzeugen zu Yamas Wohnstatt.
Wer beim Schutz einer Frau oder einer Kuh, oder in der Schlacht, den Tod findet, gelangt, von Unsterblichen-Jungfrauen umsorgt, sonnenstrahlend, dorthin.
Wort für Wort
strīgrahe gograhe vāpi yuddhe mṛtyum upaiti yaḥ /
Wer beim Schutz einer Frau oder einer Kuh, oder in der Schlacht, den Tod findet,
sa yāty amarakanyābhiḥ sevyamāno raviprabhaḥ //
gelangt, von Unsterblichen-Jungfrauen umsorgt, sonnenstrahlend, dorthin.
vaiṣṇavā ye ca kurvanti tīrthayātrāṃ jitendriyāḥ / tat pathaṃ yānti te ghoraṃ sukhayānair alaṃkṛtāḥ //
Und die Viṣṇu-Verehrer, die, sinnenbezähmt, Pilgerfahrten zu heiligen Orten unternehmen, gehen jenen schrecklichen Weg mit prächtigen, angenehmen Fahrzeugen geschmückt.
Wort für Wort
vaiṣṇavā ye ca kurvanti tīrthayātrāṃ jitendriyāḥ /
Und die Viṣṇu-Verehrer, die, sinnenbezähmt, Pilgerfahrten zu heiligen Orten unternehmen,
tat pathaṃ yānti te ghoraṃ sukhayānair alaṃkṛtāḥ //
gehen jenen schrecklichen Weg mit prächtigen, angenehmen Fahrzeugen geschmückt.
Diejenigen, die, ohne anderen Leid zuzufügen, die Versorgung ihrer Diener und dergleichen besorgen, gelangen mühelos mit goldstrahlenden Flugwagen dorthin.
Wort für Wort
parapīḍām akurvanto bhṛtyānāṃ bharaṇādikam /
Diejenigen, die, ohne anderen Leid zuzufügen, die Versorgung ihrer Diener und dergleichen
kurvanti te sukhaṃ yānti vimānaiḥ kanakojjvalaiḥ //
besorgen, gelangen mühelos mit goldstrahlenden Flugwagen dorthin.
ye kṣāntāḥ sarvabhūteṣu prāṇinām abhayapradāḥ / krodhamohavinirmuktā nirmadāḥ saṃyatendriyāḥ //
Diejenigen, die geduldig gegenüber allen Wesen sind, den Lebewesen Furchtlosigkeit gewähren, von Zorn und Verblendung befreit, ohne Hochmut, die Sinne bezähmt,
Wort für Wort
ye kṣāntāḥ sarvabhūteṣu prāṇinām abhayapradāḥ /
Diejenigen, die geduldig gegenüber allen Wesen sind, den Lebewesen Furchtlosigkeit gewähren,
krodhamohavinirmuktā nirmadāḥ saṃyatendriyāḥ //
von Zorn und Verblendung befreit, ohne Hochmut, die Sinne bezähmt,
māṃsān miṣṭataraṃ nāsti bhakṣyabhojyādikeṣu ca / tasmān māṃsaṃ na bhuñjīta nāsti miṣṭaiḥ sukhodayaḥ //
Nichts unter Speisen und Genüssen ist köstlicher als Fleisch; darum soll man kein Fleisch essen – aus Köstlichem allein entsteht kein wahres Glück.
Wort für Wort
māṃsān miṣṭataraṃ nāsti bhakṣyabhojyādikeṣu ca /
Nichts unter Speisen und Genüssen ist köstlicher als Fleisch;
tasmān māṃsaṃ na bhuñjīta nāsti miṣṭaiḥ sukhodayaḥ //
darum soll man kein Fleisch essen – aus Köstlichem allein entsteht kein wahres Glück.
[Anm.: Sinn der pointierten Aussage: Gerade weil Fleisch als besonders köstlich gilt, ist der Verzicht darauf ein bedeutsames Verdienst; wahres Wohl entsteht nicht aus Genuss, sondern aus Verzicht.]
Wenn der Gott Yama diese Rechtschaffenen erblickt, ehrt er sie selbst, mit Willkommensgruß, der Gabe eines Sitzes, mit Fußwasser und Ehrengabe, voller Freundlichkeit.
Gesegnet seid ihr, hochherzige Seelen, die ihr euch selbst zum Heil gehandelt habt, da ihr um des göttlichen Glückes willen gute Werke vollbracht habt.
Wort für Wort
dhanyā yūyaṃ mahātmāna ātmano hitakāriṇaḥ /
Gesegnet seid ihr, hochherzige Seelen, die ihr euch selbst zum Heil gehandelt habt,
yena divyasukhārthāya bhavadbhiḥ sukṛtaṃ kṛtam //
da ihr um des göttlichen Glückes willen gute Werke vollbracht habt.
[Anm.: direkte Rede Yamas, ohne eigene Sprecherkennzeichnung im Text, im unmittelbaren Anschluss an V.68 ('saṃmānayed yamaḥ').]
tatra bhuktvā mahābhogān ante puṇyaparikṣayāt / yat kiṃcid alpam aśubhaṃ phalaṃ tad iha bhokṣyatha //
Dort werdet ihr große Genüsse erfahren, und am Ende, wenn euer Verdienst erschöpft ist, werdet ihr die geringe, verbliebene unheilvolle Frucht (eurer Taten) hier wieder erleiden.
Wort für Wort
tatra bhuktvā mahābhogān ante puṇyaparikṣayāt /
Dort werdet ihr große Genüsse erfahren, und am Ende, wenn euer Verdienst erschöpft ist,
yat kiṃcid alpam aśubhaṃ phalaṃ tad iha bhokṣyatha //
werdet ihr die geringe, verbliebene unheilvolle Frucht eurer Taten hier wieder erleiden.
Deshalb soll der Dharma stets gepflegt werden, der die Frucht der Erlösung gewährt; aus dem Dharma entstehen, wie verkündet wird, Reichtum (Artha), Lust (Kāma) und Erlösung (Mokṣa).
Wort für Wort
tasmād dharmaḥ sevitavyaḥ sadā muktiphalapradaḥ /
Deshalb soll der Dharma stets gepflegt werden, der die Frucht der Erlösung gewährt;
dharmād arthas tathā kāmo mokṣaś ca parikīrtyate //
aus dem Dharma entstehen, wie verkündet wird, Reichtum, Lust und Erlösung.
Aus dem Dharma entsteht Reichtum, aus Reichtum Lust, aus Lust Genuss und Freuden; aus dem Dharma entsteht höchste, einzigartige Herrschermacht, aus dem Dharma der höchste Gang zum Himmel.
Wort für Wort
dharmād artho 'rthataḥ kāmaḥ kāmād bhogaḥ sukhāni ca /
Aus dem Dharma entsteht Reichtum, aus Reichtum Lust, aus Lust Genuss und Freuden;
dharmas tu sevito viprās trāyate mahato bhayāt / devatvaṃ ca dvijatvaṃ ca dharmāt prāpnoty asaṃśayam //
Der gepflegte Dharma aber, o Brahmanen, rettet vor großer Gefahr; Göttlichkeit und die Stellung eines Zweifachgeborenen erlangt man zweifellos durch den Dharma.
Wort für Wort
dharmas tu sevito viprās trāyate mahato bhayāt /
Der gepflegte Dharma aber, o Brahmanen, rettet vor großer Gefahr;
devatvaṃ ca dvijatvaṃ ca dharmāt prāpnoty asaṃśayam //
Göttlichkeit und die Stellung eines Zweifachgeborenen erlangt man zweifellos durch den Dharma.
kutsitā ye daridrāś ca virūpā vyādhitās tathā / parapreṣyāś ca mūrkhāś ca jñeyā dharmavivarjitāḥ //
Diejenigen, die verachtet, arm, missgestaltet und krank sind, die anderen dienstbar und töricht sind – als solche erkenne man die vom Dharma Verlassenen.
Wort für Wort
kutsitā ye daridrāś ca virūpā vyādhitās tathā /
Diejenigen, die verachtet, arm, missgestaltet und krank sind,
parapreṣyāś ca mūrkhāś ca jñeyā dharmavivarjitāḥ //
die anderen dienstbar und töricht sind – als solche erkenne man die vom Dharma Verlassenen.
karmaṇā manasā vācā ye 'cyutaṃ śaraṇaṃ gatāḥ / na samartho yamas teṣāṃ te muktiphalabhāginaḥ //
Diejenigen, die mit Tat, Gedanke und Wort Zuflucht bei Acyuta (Viṣṇu) genommen haben – über sie hat Yama keine Macht; sie haben Anteil an der Frucht der Erlösung.
Wort für Wort
karmaṇā manasā vācā ye 'cyutaṃ śaraṇaṃ gatāḥ /
Diejenigen, die mit Tat, Gedanke und Wort Zuflucht bei Acyuta genommen haben –
na samartho yamas teṣāṃ te muktiphalabhāginaḥ //
über sie hat Yama keine Macht; sie haben Anteil an der Frucht der Erlösung.
na te dūtān na tan mārgaṃ na yamaṃ na ca tāṃ purīm / praṇamya viṣṇuṃ paśyanti narakāṇi kathaṃcana //
Diejenigen, die Viṣṇu verehrt haben, sehen weder dessen (Yamas) Boten, noch jenen Weg, noch Yama, noch jene Stadt, noch auf irgendeine Weise die Höllen.
Wort für Wort
na te dūtān na tan mārgaṃ na yamaṃ na ca tāṃ purīm /
Diejenigen, die Viṣṇu verehrt haben, sehen weder dessen Boten, noch jenen Weg, noch Yama, noch jene Stadt,
Selbst wenn Menschen, von Verblendung erfüllt, viel Sünde begangen haben, gelangen sie, wenn sie Hari, den Vernichter aller Sünde, verehrt haben, nicht in die Hölle.
Wort für Wort
kṛtvāpi bahuśaḥ pāpaṃ narā mohasamanvitāḥ /
Selbst wenn Menschen, von Verblendung erfüllt, viel Sünde begangen haben,
na yānti narakaṃ natvā sarvapāpaharaṃ harim //
gelangen sie, wenn sie Hari, den Vernichter aller Sünde, verehrt haben, nicht in die Hölle.
śāṭhyenāpi narā nityaṃ ye smaranti janārdanam / te 'pi yānti tanuṃ tyaktvā viṣṇulokam anāmayam //
Auch die Menschen, die, sei es auch nur mit Hinterlist, stets Janārdana gedenken, gelangen, nachdem sie den Körper verlassen haben, zur makellosen Welt Viṣṇus.
Wort für Wort
śāṭhyenāpi narā nityaṃ ye smaranti janārdanam /
Auch die Menschen, die, sei es auch nur mit Hinterlist, stets Janārdana gedenken,
te 'pi yānti tanuṃ tyaktvā viṣṇulokam anāmayam //
gelangen, nachdem sie den Körper verlassen haben, zur makellosen Welt Viṣṇus.
[Anm.: 'śāṭhyena' ('mit Hinterlist/Berechnung') – gemeint ist, dass selbst unaufrichtiges oder eigennütziges Gedenken an Viṣṇu wirksam ist.]
Selbst wer stets dem äußersten Zorn ergeben ist, aber gelegentlich Hari preist, erlangt, sobald seine Verfehlungen schwinden, die Erlösung, wie der Herrscher der Cedis.
Wort für Wort
atyantakrodhasakto 'pi kadācit kīrtayed dharim /
Selbst wer stets dem äußersten Zorn ergeben ist, aber gelegentlich Hari preist,
so 'pi doṣakṣayān muktiṃ labhec cedipatir yathā //
erlangt, sobald seine Verfehlungen schwinden, die Erlösung, wie der Herrscher der Cedis.
[Anm.: 'cedipatiḥ' ('Herrscher der Cedis') bezeichnet Śiśupāla, der der Überlieferung nach durch seinen unablässigen, hasserfüllten Fokus auf Kṛṣṇa dennoch die Erlösung erlangte.]