Kapitel 187: pralambavadho govardhanapūjāvidhānaṃ ca
Die Tötung des Pralamba und die Einführung der Govardhana-Verehrung
Der als Kuhhirte verkleidete Dämon Pralamba versucht, Balarāma bei einem Kinderspiel zu entführen und wächst zu Riesengestalt heran; von Kṛṣṇa an seine wahre Natur erinnert, erschlägt Balarāma ihn. Als die Bewohner von Vraja das herbstliche Indra-Fest vorbereiten, hält Kṛṣṇa eine Rede über die vier Wissenschaften und überzeugt sie, statt Indra den Berg Govardhana und die Kühe zu verehren, da diese die eigentliche Existenzgrundlage der Hirten seien. Beim vollzogenen Bergfest manifestiert sich Kṛṣṇa selbst leibhaftig als der Berg und nimmt die Verehrung entgegen.
Sie vergnügten sich miteinander mit den in der Welt üblichen Spielen — sie, die Herren aller Welten, nun auf die Erde herabgestiegen als scheinbar Beschützte.
Wort für Wort
ceratur lokasiddhābhiḥ krīḍābhir itaretaram
Sie vergnügten sich miteinander mit den in der Welt üblichen Spielen
samastalokanāthānāṃ nāthabhūtau bhuvaṃ gatau
sie, die Herren aller Welten, auf die Erde herabgestiegen als scheinbar Beschützte
Kṛṣṇa besiegte darauf Śrīdāman, der Sohn der Rohiṇī [besiegte] Pralamba; die auf Kṛṣṇas Seite stehenden Läufer wurden von den anderen Kuhhirten besiegt.
Wort für Wort
śrīdāmānaṃ tataḥ kṛṣṇaḥ pralambaṃ rohiṇīsutaḥ
Kṛṣṇa besiegte darauf Śrīdāman, der Sohn der Rohiṇī Pralamba
jitavān kṛṣṇapakṣīyair gopair anyaiḥ parājitāḥ
die auf Kṛṣṇas Seite stehenden [Läufer] wurden von den anderen Kuhhirten besiegt
saṃkarṣaṇaṃ tu skandhena śīghram utkṣipya dānavaḥ /
na tasthau prajagāmaiva sacandra iva vāridaḥ //
Der Dānava aber, nachdem er Saṃkarṣaṇa (Balarāma) schnell auf seine Schulter gehoben hatte, blieb nicht stehen, sondern eilte fort, wie eine Wolke mit dem Mond davonzieht.
Wort für Wort
saṃkarṣaṇaṃ tu skandhena śīghram utkṣipya dānavaḥ
Der Dānava aber, nachdem er Saṃkarṣaṇa schnell auf seine Schulter gehoben hatte
na tasthau prajagāmaiva sacandra iva vāridaḥ
blieb nicht stehen, sondern eilte fort, wie eine Wolke mit dem Mond
Unfähig, ihn wirklich zu tragen, wuchs der beste der Dānavas vor Erregung zu einem überaus gewaltigen Leib heran, wie eine Regenwolke in der Monsunzeit.
Wort für Wort
aśakto vahane tasya saṃrambhād dānavottamaḥ
Unfähig, ihn wirklich zu tragen, vor Erregung, der beste der Dānavas
vavṛdhe sumahākāyaḥ prāvṛṣīva balāhakaḥ
wuchs zu einem überaus gewaltigen Leib heran, wie eine Regenwolke in der Monsunzeit
saṃkarṣaṇas tu taṃ dṛṣṭvā dagdhaśailopamākṛtim /
sragdāmalambābharaṇaṃ mukuṭāṭopamastakam //
Als Saṃkarṣaṇa ihn sah, von der Gestalt eines verbrannten Berges, mit herabhängenden Blumengirlanden als Schmuck, mit einer prunkvollen Krone auf dem Haupt,
Wort für Wort
saṃkarṣaṇas tu taṃ dṛṣṭvā dagdhaśailopamākṛtim
Als Saṃkarṣaṇa ihn sah, von der Gestalt eines verbrannten Berges
sragdāmalambābharaṇaṃ mukuṭāṭopamastakam
mit herabhängenden Blumengirlanden als Schmuck, mit einer prunkvollen Krone auf dem Haupt
[Balarāma sprach:] ,Kṛṣṇa, Kṛṣṇa! Ich werde von diesem irgendeinem Daitya fortgetragen, dessen Gestalt bergeshoch aufragt, sieh, der sich als Kuhhirte verkleidet hatte.
Wort für Wort
kṛṣṇa kṛṣṇa hriye tv eṣa parvatodagramūrtinā
Kṛṣṇa, Kṛṣṇa! Ich werde von diesem, dessen Gestalt bergeshoch aufragt, fortgetragen
kenāpi paśya daityena gopālacchadmarūpiṇā
von irgendeinem Daitya, sieh, der sich als Kuhhirte verkleidet hatte
Govinda, der Hochseelige, der die Stärke und Tapferkeit des Sohnes der Rohiṇī genau kennt, sprach mit einem Lächeln, die Lippen leicht geöffnet, zu Rāma:
Wort für Wort
tam āha rāmaṃ govindaḥ smitabhinnauṣṭhasaṃpuṭaḥ
Govinda sprach mit einem Lächeln, die Lippen leicht geöffnet, zu Rāma
mahātmā rauhiṇeyasya balavīryapramāṇavit
der Hochseelige, der die Stärke und Tapferkeit des Sohnes der Rohiṇī genau kennt
[Kṛṣṇa sprach:] ,Was soll dieser menschliche Zustand, den du, o Allselbst, deutlich beibehältst — du, dessen Wesen das Geheimnisvollste unter allen Geheimnissen ist?
Wort für Wort
kim ayaṃ mānuṣo bhāvo vyaktam evāvalambyate
Was soll dieser menschliche Zustand, den du deutlich beibehältst
sarvātman sarvaguhyānāṃ guhyād guhyātmanā tvayā
o Allselbst, du, dessen Wesen das Geheimnisvollste unter allen Geheimnissen ist
smarāśeṣajagadīśa kāraṇaṃ kāraṇāgraja /
ātmānam ekaṃ tadvac ca jagaty ekārṇave ca yaḥ //
Erinnere dich, o Herr der gesamten Welt, o Ältester der Ursache, an deine wahre Ursache-Natur — an dein eines Selbst, das ebenso in der Welt wie im Einzigen Ozean [gleich gegenwärtig] ist.
Wort für Wort
smarāśeṣajagadīśa kāraṇaṃ kāraṇāgraja
Erinnere dich, o Herr der gesamten Welt, o Ältester der Ursache, an [deine] Ursache
ātmānam ekaṃ tadvac ca jagaty ekārṇave ca yaḥ
an dein eines Selbst, das ebenso in der Welt wie im Einzigen Ozean [gegenwärtig] ist
tat smaryatām ameyātmaṃs tvayātmā jahi dānavam /
mānuṣyam evam ālambya bandhūnāṃ kriyatāṃ hitam //
Deshalb erinnere dich daran, o Unermesslicher-Selbst; töte du selbst den Dānava; nachdem du so das Menschsein angenommen hast, tue das Wohl deiner Verwandten.'
Wort für Wort
tat smaryatām ameyātmaṃs tvayātmā jahi dānavam
Deshalb erinnere dich daran, o Unermesslicher-Selbst; töte du selbst den Dānava
mānuṣyam evam ālambya bandhūnāṃ kriyatāṃ hitam
nachdem du so das Menschsein angenommen hast, tue das Wohl deiner Verwandten
Als sie sahen, dass Pralamba von Bala, dessen Taten wunderbar sind, erschlagen worden war, priesen die hocherfreuten Kuhhirten ihn und riefen: 'Gut, gut!'
Wort für Wort
pralambaṃ nihataṃ dṛṣṭvā balenādbhutakarmaṇā
Als sie sahen, dass Pralamba von Bala, dessen Taten wunderbar sind, erschlagen worden war
prahṛṣṭās tuṣṭuvur gopāḥ sādhu sādhv iti cābruvan
priesen die hocherfreuten Kuhhirten ihn und riefen: 'Gut, gut!'
Als die Zeit des klaren Himmels und der sichtbaren Sterne für Vraja angebrochen war, sah er, wie die Bewohner von Vraja mit den Vorbereitungen für das Indra-Fest beschäftigt waren.
Wort für Wort
vimalāmbaranakṣatre kāle cābhyāgate vrajam
Als die Zeit des klaren Himmels und der sichtbaren Sterne für Vraja angebrochen war
dadarśendrotsavārambha-pravṛttān vrajavāsinaḥ
sah er die Bewohner von Vraja mit den Vorbereitungen für das Indra-Fest beschäftigt
{kṛṣṇa uvāca:} ko 'yaṃ śakramaho nāma yena vo harṣa āgataḥ /
prāha taṃ nandagopaś ca pṛcchantam atisādaram //
[Kṛṣṇa sprach:] ,Was ist dieses 'Śakra-Fest' genannte, durch das euch Freude gekommen ist?' Und Nandagopa sprach zu ihm, der überaus ehrerbietig fragte,
Wort für Wort
ko 'yaṃ śakramaho nāma yena vo harṣa āgataḥ
Was ist dieses 'Śakra-Fest' genannte, durch das euch Freude gekommen ist?
prāha taṃ nandagopaś ca pṛcchantam atisādaram
Und Nandagopa sprach zu ihm, der überaus ehrerbietig fragte
[Nanda sprach:] ,Der Herr der Wolken und Wasser ist der Götterkönig Śatakratu (Indra), durch dessen Antrieb die Wolken den wässrigen Saft [als Regen] herabgießen.
Wort für Wort
meghānāṃ payasām īśo devarājaḥ śatakratuḥ
Der Herr der Wolken und Wasser ist der Götterkönig Śatakratu
yena saṃcoditā meghā varṣanty ambumayaṃ rasam
durch dessen Antrieb die Wolken den wässrigen Saft herabgießen
Dieses irdische Wasser nimmt durch die Sonnenstrahlen der Regenspender wieder auf; Parjanya (Indra als Regengott) lässt es auf der Erde zum Wohle aller Welt regnen.
Wort für Wort
bhaumam etat payo gobhir dhatte sūryasya vāridaḥ
Dieses irdische Wasser nimmt durch die Sonnenstrahlen der Regenspender wieder auf
parjanyaḥ sarvalokasya bhavāya bhuvi varṣati
Parjanya lässt es auf der Erde zum Wohle aller Welt regnen
Nachdem er diese Rede Nandagopas über die Śakra-Verehrung gehört hatte, sprach Dāmodara (Kṛṣṇa) darauf, um den Zorn des Götterfürsten [herauszufordern]:
Wort für Wort
nandagopasya vacanaṃ śrutvetthaṃ śakrapūjane
Nachdem er diese Rede Nandagopas über die Śakra-Verehrung gehört hatte
kopāya tridaśendrasya prāha dāmodaras tadā
sprach Dāmodara darauf, um den Zorn des Götterfürsten [herauszufordern]
ānvīkṣikī trayī vārttā daṇḍanītis tathāparā /
vidyācatuṣṭayaṃ tv etad vārttām atra śṛṇuṣva me //
Logik (ānvīkṣikī), die drei Veden (trayī), Wirtschaft (vārttā) und die Staatskunst (daṇḍanīti) — dies sind die vier Wissenschaften; höre von mir hier über die 'Vārttā'.
Wort für Wort
ānvīkṣikī trayī vārttā daṇḍanītis tathāparā
Logik, die drei Veden, Wirtschaft und die Staatskunst
vidyācatuṣṭayaṃ tv etad vārttām atra śṛṇuṣva me
dies sind die vier Wissenschaften; höre von mir hier über die 'Vārttā'
Für die Ackerbauern ist Landwirtschaft der Lebenserwerb, für die vom Handel Lebenden der Warenhandel; für uns sind die Kühe der höchste Lebenserwerb — so ist diese 'Vārttā' in drei Zweige unterteilt.
Wort für Wort
karṣakāṇāṃ kṛṣir vṛttiḥ paṇyaṃ tu paṇajīvinām
Für die Ackerbauern ist Landwirtschaft der Lebenserwerb, für die vom Handel Lebenden der Warenhandel
vidyayā yo yayā yuktas tasya sā daivataṃ mahat /
saiva pūjyārcanīyā ca saiva tasyopakārikā //
Wer mit welcher Wissenschaft seinen Lebenserwerb verbunden hat, dem ist eben diese die große Gottheit; sie allein ist zu verehren und anzubeten, sie allein ist ihm von Nutzen.
Wort für Wort
vidyayā yo yayā yuktas tasya sā daivataṃ mahat
Wer mit welcher Wissenschaft [seinen Lebenserwerb] verbunden hat, dem ist eben diese die große Gottheit
saiva pūjyārcanīyā ca saiva tasyopakārikā
sie allein ist zu verehren und anzubeten, sie allein ist ihm von Nutzen
Verehrt werden sollen die bekannten Grenzen unseres Landes, und jenseits der Grenzen wiederum der Wald; am Ende des Waldes liegen alle Berge — das ist unser höchstes Ziel.
Wort für Wort
pūjyantāṃ prathitāḥ sīmāḥ sīmāntaṃ ca punar vanam
Verehrt werden sollen die bekannten Grenzen, und jenseits der Grenzen wiederum der Wald
vanāntā girayaḥ sarve sā cāsmākaṃ parā gatiḥ
am Ende des Waldes liegen alle Berge — das ist unser höchstes Ziel
giriyajñas tv ayaṃ tasmād goyajñaś ca pravartyatām /
kim asmākaṃ mahendreṇa gāvaḥ śailāś ca devatāḥ //
Deshalb soll dieses Berg-Opfer und das Kuh-Opfer vollzogen werden — was haben wir mit dem großen Indra zu tun? Die Kühe und die Berge sind unsere Gottheiten.
Wort für Wort
giriyajñas tv ayaṃ tasmād goyajñaś ca pravartyatām
Deshalb soll dieses Berg-Opfer und das Kuh-Opfer vollzogen werden
kim asmākaṃ mahendreṇa gāvaḥ śailāś ca devatāḥ
was haben wir mit dem großen Indra zu tun? Die Kühe und die Berge sind unsere Gottheiten
mantrayajñaparā viprāḥ sīrayajñāś ca karṣakāḥ /
girigoyajñaśīlāś ca vayam adrivanāśrayāḥ //
Die Brahmanen sind dem Mantra-Opfer zugetan, die Ackerbauern dem Pflug-Opfer; wir aber, die wir auf Berg und Wald angewiesen sind, sind dem Berg- und Kuh-Opfer zugetan.
Wort für Wort
mantrayajñaparā viprāḥ sīrayajñāś ca karṣakāḥ
Die Brahmanen sind dem Mantra-Opfer zugetan, die Ackerbauern dem Pflug-Opfer
girigoyajñaśīlāś ca vayam adrivanāśrayāḥ
wir aber, die wir auf Berg und Wald angewiesen sind, sind dem Berg- und Kuh-Opfer zugetan
Deshalb soll der Berg Govardhana von euch mit mancherlei Gaben verehrt werden, angebetet werden, nachdem vorschriftsmäßig ein reines Opfertier geschlachtet worden ist.
sarvaghoṣasya saṃdohā gṛhyantāṃ mā vicāryatām /
bhojyantāṃ tena vai viprās tathānye cāpi vāñchakāḥ //
Es sollen die Milchprodukte der gesamten Hirtensiedlung genommen werden, ohne zu zögern; damit sollen die Brahmanen bewirtet werden, ebenso andere, die es wünschen.
Wort für Wort
sarvaghoṣasya saṃdohā gṛhyantāṃ mā vicāryatām
Es sollen die Milchprodukte der gesamten Hirtensiedlung genommen werden, ohne zu zögern
bhojyantāṃ tena vai viprās tathānye cāpi vāñchakāḥ
damit sollen die Brahmanen bewirtet werden, ebenso andere, die es wünschen
tam arcitaṃ kṛte home bhojiteṣu dvijātiṣu /
śaratpuṣpakṛtāpīḍāḥ parigacchantu gogaṇāḥ //
Nachdem der Berg verehrt, das Feueropfer vollzogen und die Zweifachgeborenen bewirtet worden sind, sollen die Kuhherden, mit Kränzen aus Herbstblumen geschmückt, um ihn herumgeführt werden.
Wort für Wort
tam arcitaṃ kṛte home bhojiteṣu dvijātiṣu
Nachdem der Berg verehrt, das Feueropfer vollzogen und die Zweifachgeborenen bewirtet worden sind
śaratpuṣpakṛtāpīḍāḥ parigacchantu gogaṇāḥ
sollen die Kuhherden, mit Kränzen aus Herbstblumen geschmückt, um ihn herumgeführt werden
etan mama mataṃ gopāḥ saṃprītyā kriyate yadi /
tataḥ kṛtā bhavet prītir gavām adres tathā mama //
Dies ist meine Meinung, ihr Kuhhirten; wenn dies mit Freude ausgeführt wird, dann wird die Zufriedenheit der Kühe, des Berges und auch meine eigene Zufriedenheit bewirkt sein.'
Wort für Wort
etan mama mataṃ gopāḥ saṃprītyā kriyate yadi
Dies ist meine Meinung, ihr Kuhhirten; wenn dies mit Freude ausgeführt wird
tataḥ kṛtā bhavet prītir gavām adres tathā mama
dann wird die Zufriedenheit der Kühe, des Berges und auch meine eigene bewirkt sein
Nachdem sie diese seine Worte gehört hatten, riefen Nanda und die anderen Bewohner von Vraja, ihr Brahmanen, mit vor Freude aufblühenden Gesichtern: 'Gut, gut!'
Wort für Wort
iti tasya vacaḥ śrutvā nandādyās te vrajaukasaḥ
Nachdem sie diese seine Worte gehört hatten, Nanda und die anderen Bewohner von Vraja
Er genoss die vielfältige Speise, die von den besten Kuhhirten dargebracht worden war, ihr Zweifachgeborenen; Kṛṣṇa selbst, in eben dieser [zweiten] Gestalt, zusammen mit den Kuhhirten das Haupt des Berges,
Wort für Wort
bubhuje 'nnaṃ bahuvidhaṃ gopavaryāhṛtaṃ dvijāḥ
Er genoss die vielfältige Speise, die von den besten Kuhhirten dargebracht worden war, ihr Zweifachgeborenen
kṛṣṇas tenaiva rūpeṇa gopaiḥ saha gireḥ śiraḥ
Kṛṣṇa selbst, in eben dieser Gestalt, zusammen mit den Kuhhirten das Haupt des Berges
— dieses Haupt erklommen habend, verehrte er seinen eigenen zweiten Leib (den Berg als seine andere Verkörperung). Als jener [Kṛṣṇa in Bergform] verschwunden war, kehrten die Kuhhirten, nachdem sie Segnungen erlangt hatten, nach Vollzug des Bergfestes wieder zu ihrem eigenen Kuhpferch zurück.
Wort für Wort
adhiruhyārcayām āsa dvitīyām ātmanas tanum
erklommen habend, verehrte er seinen eigenen zweiten Leib
antardhānaṃ gate tasmin gopā labdhvā tato varān
als jener verschwunden war, kehrten die Kuhhirten, nachdem sie Segnungen erlangt hatten
kṛtvā girimahaṃ goṣṭhaṃ nijam abhyāyayuḥ punaḥ
nach Vollzug des Bergfestes wieder zu ihrem eigenen Kuhpferch zurück
[Anm.: Dreizeiliger Vers. In dieser Brahma-Purāṇa-Fassung manifestiert sich Kṛṣṇa selbst als der Berg Govardhana und empfängt die Verehrung direkt — anders als in der bekannteren Bhāgavata-Purāṇa-Version, in der er den Berg später als Schutzschirm gegen Indras Sturm emporhebt.]