Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 165: bhadratīrthamāhātmyavarṇanam Die Größe des Bhadra-Tīrtha (Viṣṭi, Viśvarūpa und der Sohn Harṣaṇa)

Sūryas Sohn Śanaiścaras Schwester Viṣṭi ist furchterregender Gestalt, weshalb sich für sie kein Bräutigam findet; sie belehrt ihren Vater Sūrya ausführlich über die Pflicht rechtzeitiger, ehrenhafter Töchterverheiratung und erklärt ihre eigene Gestalt als Folge früheren Karmas. Sie wird dem ebenso furchterregenden Viśvarūpa vermählt; aus dieser Ehe gehen mehrere zornige Söhne und, als jüngster, der tugendhafte Harṣaṇa hervor. Dieser besucht seinen Onkel/Großvater mütterlicherseits Yama, erhält von ihm eine Lehre über Lohn und Strafe im Jenseits und bittet um ein Mittel, seine furchterregende Familie zu läutern. Yama weist ihn zur Gautamī, wo er Viṣṇu (Hari) preist; durch dessen Gnade werden Viṣṭi, Viśvarūpa und die Söhne ,bhadra' (heilvoll, glückbringend). Ursprung des Bhadra-Tīrtha, an dem Hari als ,Bhadrapati' (Herr des Heils) alle Wünsche und Vollkommenheiten gewährt.

bhadratīrtham iti proktaṃ sarvāniṣṭanivāraṇam / sarvapāpapraśamanaṃ mahāśāntipradāyakam //

Das Bhadra-Tīrtha genannte (Tīrtha) wehrt alles Unheil ab; es besänftigt alle Sünden und verleiht großen Frieden.

Wort für Wort
bhadratīrtham iti proktaṃ sarvāniṣṭanivāraṇam
das Bhadra-Tīrtha genannte (Tīrtha) wehrt alles Unheil ab
sarvapāpapraśamanaṃ mahāśāntipradāyakam
es besänftigt alle Sünden und verleiht großen Frieden

ādityasya priyā bhāryā uṣā tvāṣṭrī pativratā / chāyāpi bhāryā savitus tasyāḥ putraḥ śanaiścaraḥ //

Des Āditya (Sūrya) liebe, ihrem Gatten ergebene Gemahlin war Uṣā, die Tochter des Tvaṣṭṛ; auch Chāyā war eine Gemahlin Savitṛs, deren Sohn Śanaiścara ist.

Wort für Wort
ādityasya priyā bhāryā uṣā tvāṣṭrī pativratā
des Āditya liebe, ihrem Gatten ergebene Gemahlin war Uṣā, die Tochter des Tvaṣṭṛ
chāyāpi bhāryā savitus tasyāḥ putraḥ śanaiścaraḥ
auch Chāyā war eine Gemahlin Savitṛs, deren Sohn Śanaiścara ist

[Anm.: ,Uṣā Tvāṣṭrī' entspricht vermutlich der aus anderen Purāṇa-Fassungen bekannten Saṃjñā, Tochter des Tvaṣṭṛ/Viśvakarman, die ihren ,Schatten' Chāyā als Stellvertreterin zurückließ; Chāyās Sohn ist Śani/Śanaiścara.]

tasya svasā viṣṭir iti bhīṣaṇā pāparūpiṇī / tāṃ kanyāṃ savitā kasmai dadāmīti matiṃ dadhe //

Dessen (Śanaiścaras) Schwester, ,Viṣṭi' genannt, war furchterregend, von sündig-abstoßender Gestalt; Savitṛ überlegte, wem er dieses Mädchen geben solle.

Wort für Wort
tasya svasā viṣṭir iti bhīṣaṇā pāparūpiṇī
dessen Schwester, Viṣṭi genannt, war furchterregend, von sündig-abstoßender Gestalt
tāṃ kanyāṃ savitā kasmai dadāmīti matiṃ dadhe
Savitṛ überlegte, wem er dieses Mädchen geben solle

yasmai yasmai dātukāmaḥ sūryo lokaguruḥ prabhuḥ / tac chrutvā bhīṣaṇā ceti kiṃ kurmo bhāryayānayā / evaṃ tu vartamāne sā pitaraṃ prāha duḥkhitā //

Wem auch immer Sūrya, der Weltenlehrer, der Herr, sie geben wollte, hörte dieser, sie sei furchterregend, und sprach: ,Was sollen wir mit dieser als Gattin anfangen?' Während es sich so verhielt, sprach sie, betrübt, zu ihrem Vater –

Wort für Wort
yasmai yasmai dātukāmaḥ sūryo lokaguruḥ prabhuḥ
wem auch immer Sūrya, der Weltenlehrer, der Herr, sie geben wollte
tac chrutvā bhīṣaṇā ceti kiṃ kurmo bhāryayānayā
hörte dieser, sie sei furchterregend, und sprach: was sollen wir mit dieser als Gattin anfangen
evaṃ tu vartamāne sā pitaraṃ prāha duḥkhitā
während es sich so verhielt, sprach sie, betrübt, zu ihrem Vater

[Anm.: Dreizeiliger Vers im Quelltext. Zwischen V.4 und V.6 fehlt in der Vorlage die Verszählung V.5 (Sprung von .4 zu .6) – vermutlich eine Numerierungslücke der Quelle, kein inhaltlicher Bruch, da V.6 mit der Sprecherzuweisung {viṣṭir uvāca:} Viṣṭis hier angekündigte Rede unmittelbar fortsetzt.]

{viṣṭir uvāca:} bālām eva pitā yas tu dadyāt kanyāṃ surūpiṇe / sa kṛtārtho bhavel loke na ced duṣkṛtavān pitā //

Viṣṭi sprach: Welcher Vater seine noch kindliche Tochter einem von schöner Gestalt gibt, der hat sein Ziel in der Welt erreicht; tut er es nicht, ist der Vater ein Übeltäter.

Wort für Wort
bālām eva pitā yas tu dadyāt kanyāṃ surūpiṇe
welcher Vater seine noch kindliche Tochter einem von schöner Gestalt gibt
sa kṛtārtho bhavel loke na ced duṣkṛtavān pitā
der hat sein Ziel in der Welt erreicht; tut er es nicht, ist der Vater ein Übeltäter

[Anm.: Verse zählen im Quelltext hier weiter mit BrP_165.6 (V.5 fehlt in der Nummerierung, s. Anm. zu Einheit 4); die Einheiten dieser Übersetzung folgen der laufenden inhaltlichen Reihenfolge.]

caturthād vatsarād ūrdhvaṃ yāvan na daśamātyayaḥ / tāvad vivāhaḥ kanyāyāḥ pitrā kāryaḥ prayatnataḥ //

Vom vierten Lebensjahr an, bis das zehnte noch nicht vergangen ist, soll vom Vater mit Eifer die Verheiratung der Tochter vollzogen werden.

Wort für Wort
caturthād vatsarād ūrdhvaṃ yāvan na daśamātyayaḥ
vom vierten Lebensjahr an, bis das zehnte noch nicht vergangen ist
tāvad vivāhaḥ kanyāyāḥ pitrā kāryaḥ prayatnataḥ
soll vom Vater mit Eifer die Verheiratung der Tochter vollzogen werden

śrīmate viduṣe yūne kulīnāya yaśasvine / udārāya sanāthāya kanyā deyā varāya vai //

Einem wohlhabenden, gelehrten, jungen, aus gutem Geschlecht stammenden, ruhmvollen, edlen, in einer Familie beheimateten Bräutigam soll die Tochter gegeben werden.

Wort für Wort
śrīmate viduṣe yūne kulīnāya yaśasvine
einem wohlhabenden, gelehrten, jungen, aus gutem Geschlecht stammenden, ruhmvollen Bräutigam
udārāya sanāthāya kanyā deyā varāya vai
einem edlen, in einer Familie beheimateten Bräutigam soll die Tochter gegeben werden

etac ced anyathā kuryāt pitā sa nirayī sadā / dharmasya sādhanaṃ kanyā viduṣām api bhāskara //

Handelt der Vater hierin anders, so fällt er stets der Hölle anheim; die Tochter ist, o Bhāskara, auch für die Weisen ein Mittel des Dharma,

Wort für Wort
etac ced anyathā kuryāt pitā sa nirayī sadā
handelt der Vater hierin anders, so fällt er stets der Hölle anheim
dharmasya sādhanaṃ kanyā viduṣām api bhāskara
die Tochter ist, o Bhāskara, auch für die Weisen ein Mittel des Dharma

narakasyeva mūrkhāṇāṃ kāmopahatacetasām / ekataḥ pṛthivī kṛtsnā saśailavanakānanā //

wie sie für die Toren, deren Sinn von Begierde verwirrt ist, ein Mittel zur Hölle ist. Auf der einen Seite die ganze Erde mit Bergen, Wäldern und Dickichten,

Wort für Wort
narakasyeva mūrkhāṇāṃ kāmopahatacetasām
wie sie für die Toren, deren Sinn von Begierde verwirrt ist, ein Mittel zur Hölle ist
ekataḥ pṛthivī kṛtsnā saśailavanakānanā
auf der einen Seite die ganze Erde mit Bergen, Wäldern und Dickichten

svalaṃkṛtopādhihīnā sukanyā caikataḥ smṛtā / vikrīṇīte yaś ca kanyām aśvaṃ vā gāṃ tilān api //

und auf der anderen Seite eine schöne, wohlgeschmückte, von Übervorteilung freie Tochter – beides gilt als gleichwertig. Wer aber seine Tochter verkauft, wie ein Pferd, eine Kuh oder Sesamkörner,

Wort für Wort
svalaṃkṛtopādhihīnā sukanyā caikataḥ smṛtā
und auf der anderen Seite eine schöne, wohlgeschmückte, von Übervorteilung freie Tochter – beides gilt als gleichwertig
vikrīṇīte yaś ca kanyām aśvaṃ vā gāṃ tilān api
wer aber seine Tochter verkauft, wie ein Pferd, eine Kuh oder Sesamkörner

na tasya rauravādibhyaḥ kadācin niṣkṛtir bhavet / vivāhātikramaḥ kāryo na kanyāyāḥ kadācana //

für den gibt es niemals eine Erlösung aus der Raurava-Hölle und dergleichen; niemals darf eine Verletzung des rechten Zeitpunkts der Verheiratung einer Tochter begangen werden.

Wort für Wort
na tasya rauravādibhyaḥ kadācin niṣkṛtir bhavet
für den gibt es niemals eine Erlösung aus der Raurava-Hölle und dergleichen
vivāhātikramaḥ kāryo na kanyāyāḥ kadācana
niemals darf eine Verletzung des rechten Zeitpunkts der Verheiratung einer Tochter begangen werden

tasmin kṛte yat pituḥ syāt pāpaṃ tat kena kathyate / yāval lajjāṃ na jānāti yāvat krīḍati pāṃśubhiḥ //

Wird dies dennoch getan, wer könnte die Sünde beschreiben, die dem Vater zuteilwird? Solange sie noch keine Scham kennt, solange sie noch mit Sand spielt,

Wort für Wort
tasmin kṛte yat pituḥ syāt pāpaṃ tat kena kathyate
wird dies dennoch getan, wer könnte die Sünde beschreiben, die dem Vater zuteilwird
yāval lajjāṃ na jānāti yāvat krīḍati pāṃśubhiḥ
solange sie noch keine Scham kennt, solange sie noch mit Sand spielt

tāvat kanyā pradātavyā no cet pitror adhogatiḥ / pituḥ svarūpaṃ putraḥ syād yaḥ pitā putra eva saḥ //

solange soll die Tochter vergeben werden – geschieht dies nicht, ist der Abstieg der Eltern die Folge. Der Sohn ist die eigene Gestalt des Vaters; wer der Vater ist, ist eben auch der Sohn.

Wort für Wort
tāvat kanyā pradātavyā no cet pitror adhogatiḥ
solange soll die Tochter vergeben werden – geschieht dies nicht, ist der Abstieg der Eltern die Folge
pituḥ svarūpaṃ putraḥ syād yaḥ pitā putra eva saḥ
der Sohn ist die eigene Gestalt des Vaters; wer der Vater ist, ist eben auch der Sohn

ātmanaḥ sukhitāṃ loke ko na kuryāt karoti ca / yat kanyāyāṃ pitā kuryād dānaṃ pūjanam īkṣaṇam //

Wer würde sich nicht selbst Glück in der Welt verschaffen wollen? Was auch immer ein Vater der Tochter an Gabe, Verehrung und liebevoller Zuwendung erweist –

Wort für Wort
ātmanaḥ sukhitāṃ loke ko na kuryāt karoti ca
wer würde sich nicht selbst Glück in der Welt verschaffen wollen
yat kanyāyāṃ pitā kuryād dānaṃ pūjanam īkṣaṇam
was auch immer ein Vater der Tochter an Gabe, Verehrung und liebevoller Zuwendung erweist

yat kṛtaṃ tat kṛtaṃ vidyāt tāsu dattaṃ tad akṣayam / yad dattaṃ tāsu kanyāsu tad ānantyāya kalpate //

– wisse: Was ihm selbst getan wurde, ist getan; was diesen Töchtern gegeben wurde, ist unvergänglich; was den Töchtern gegeben wird, dient der Unendlichkeit des Verdienstes.

Wort für Wort
yat kṛtaṃ tat kṛtaṃ vidyāt tāsu dattaṃ tad akṣayam
wisse: was ihm selbst getan wurde, ist getan; was diesen Töchtern gegeben wurde, ist unvergänglich
yad dattaṃ tāsu kanyāsu tad ānantyāya kalpate
was den Töchtern gegeben wird, dient der Unendlichkeit des Verdienstes

putreṣu caiva pautreṣu ko na kuryāt sukhaṃ rave / karoti yaḥ kanyakānāṃ sa saṃpadbhājanaṃ bhavet //

Söhnen und Enkeln gegenüber, wer würde ihnen nicht Glück bereiten wollen, o Sonnengott? Wer es aber den Töchtern erweist, der wird zum Gefäß des Wohlstands.

Wort für Wort
putreṣu caiva pautreṣu ko na kuryāt sukhaṃ rave
Söhnen und Enkeln gegenüber, wer würde ihnen nicht Glück bereiten wollen, o Sonnengott
karoti yaḥ kanyakānāṃ sa saṃpadbhājanaṃ bhavet
wer es aber den Töchtern erweist, der wird zum Gefäß des Wohlstands

{brahmovāca:} evaṃ tāṃ vādinīṃ kanyāṃ viṣṭiṃ provāca bhāskaraḥ //*

Brahmā sprach: Zu jener so sprechenden Tochter Viṣṭi sprach Bhāskara.

Wort für Wort
evaṃ tāṃ vādinīṃ kanyāṃ viṣṭiṃ
zu jener so sprechenden Tochter Viṣṭi
provāca bhāskaraḥ
sprach Bhāskara

[Anm.: Im Quelltext nur eine Zeile, mit * als unvollständiger Halbvers markiert; für die wfw-Darstellung in zwei Sinnabschnitte geteilt.]

{sūrya uvāca:} kiṃ karomi na gṛhṇāti tvāṃ kaścid bhīṣaṇākṛtim / kulaṃ rūpaṃ vayo vittaṃ vidyāṃ vṛttaṃ suśīlatām //

Sūrya sprach: Was soll ich tun? Niemand nimmt dich, die Furchterregende, zur Frau. Geschlecht, Gestalt, Alter, Vermögen, Bildung, Lebenswandel, guten Charakter –

Wort für Wort
kiṃ karomi na gṛhṇāti tvāṃ kaścid bhīṣaṇākṛtim
was soll ich tun? Niemand nimmt dich, die Furchterregende, zur Frau
kulaṃ rūpaṃ vayo vittaṃ vidyāṃ vṛttaṃ suśīlatām
Geschlecht, Gestalt, Alter, Vermögen, Bildung, Lebenswandel, guten Charakter

mithaḥ paśyanti saṃbandhe vivāhe strīṣu puṃsu ca / asmāsu sarvam apy asti vinā tava guṇaiḥ śubhe / kiṃ karomi kva dāsyāmi vṛthā māṃ dhik karoṣi kim //

– all dies betrachten die Leute gegenseitig bei der Verbindung, bei der Heirat, bei Frauen und Männern. Bei uns ist alles vorhanden, außer, o Holde, bei dir die Vorzüge. Was soll ich tun, wohin soll ich dich geben? Vergeblich – Schande über mich – was tust du mir an?

Wort für Wort
mithaḥ paśyanti saṃbandhe vivāhe strīṣu puṃsu ca
all dies betrachten die Leute gegenseitig bei der Verbindung, bei der Heirat, bei Frauen und Männern
asmāsu sarvam apy asti vinā tava guṇaiḥ śubhe
bei uns ist alles vorhanden, außer, o Holde, bei dir die Vorzüge
kiṃ karomi kva dāsyāmi vṛthā māṃ dhik karoṣi kim
was soll ich tun, wohin soll ich dich geben? Vergeblich – Schande über mich – was tust du mir an

[Anm.: Dreizeiliger Vers im Quelltext.]

{brahmovāca:} evam uktvā punas tāṃ ca viṣṭiṃ provāca bhāskaraḥ //*

Brahmā sprach: So gesprochen habend, sprach Bhāskara wiederum zu jener Viṣṭi.

Wort für Wort
evam uktvā punas tāṃ ca viṣṭiṃ
so gesprochen habend, wiederum zu jener Viṣṭi
provāca bhāskaraḥ
sprach Bhāskara

[Anm.: Im Quelltext nur eine Zeile, mit * als unvollständiger Halbvers markiert; für die wfw-Darstellung in zwei Sinnabschnitte geteilt.]

{sūrya uvāca:} yasmai kasmai ca dātavyā tvaṃ vai yady anumanyase / dīyase 'dya mayā viṣṭe anujānīhi māṃ tataḥ //

Sūrya sprach: Wenn du zustimmst, an irgendwen gegeben zu werden, o Viṣṭi, so wirst du heute von mir gegeben – gib mir daher deine Zustimmung.

Wort für Wort
yasmai kasmai ca dātavyā tvaṃ vai yady anumanyase
wenn du zustimmst, an irgendwen gegeben zu werden, o Viṣṭi
dīyase 'dya mayā viṣṭe anujānīhi māṃ tataḥ
so wirst du heute von mir gegeben – gib mir daher deine Zustimmung

{brahmovāca:} pitaraṃ prāha sā viṣṭir bhartā putrā dhanaṃ sukham / āyū rūpaṃ ca saṃprītir jāyate prāktanānugam //

Brahmā sprach: Jene Viṣṭi sprach zu ihrem Vater: Gatte, Söhne, Reichtum, Glück, Lebensdauer, Gestalt und Zuneigung entstehen im Gefolge des früher Getanen.

Wort für Wort
pitaraṃ prāha sā viṣṭir bhartā putrā dhanaṃ sukham
jene Viṣṭi sprach zu ihrem Vater: Gatte, Söhne, Reichtum, Glück
āyū rūpaṃ ca saṃprītir jāyate prāktanānugam
Lebensdauer, Gestalt und Zuneigung entstehen im Gefolge des früher Getanen

yat purā vihitaṃ karma prāṇinā sādhv asādhu vā / phalaṃ tadanurodhena prāpyate 'pi bhavāntare //

Welche Tat auch immer früher von einem Lebewesen vollbracht wurde, ob gut oder schlecht, deren Frucht wird demgemäß auch in einem anderen Dasein erlangt.

Wort für Wort
yat purā vihitaṃ karma prāṇinā sādhv asādhu vā
welche Tat auch immer früher von einem Lebewesen vollbracht wurde, ob gut oder schlecht
phalaṃ tadanurodhena prāpyate 'pi bhavāntare
deren Frucht wird demgemäß auch in einem anderen Dasein erlangt

svadoṣa eva tat pitrā parihartavya ādarāt / tādṛg eva phalaṃ tu syād yādṛg ācaritaṃ purā //

Dies ist eben mein eigener Fehler, den der Vater mit Nachsicht hinnehmen möge; genau eine solche Frucht ergibt sich, wie zuvor gehandelt wurde.

Wort für Wort
svadoṣa eva tat pitrā parihartavya ādarāt
dies ist eben mein eigener Fehler, den der Vater mit Nachsicht hinnehmen möge
tādṛg eva phalaṃ tu syād yādṛg ācaritaṃ purā
genau eine solche Frucht ergibt sich, wie zuvor gehandelt wurde

tasmāt taddānasaṃbandhaṃ svavaṃśānugataṃ pitā / karoti śeṣaṃ daivena yad bhāvyaṃ tad bhaviṣyati //

Darum möge der Vater die Verbindung dieser Gabe gemäß dem eigenen Geschlecht vollziehen; das Übrige, was durch das Schicksal geschehen soll, wird geschehen.

Wort für Wort
tasmāt taddānasaṃbandhaṃ svavaṃśānugataṃ pitā
darum möge der Vater die Verbindung dieser Gabe gemäß dem eigenen Geschlecht vollziehen
karoti śeṣaṃ daivena yad bhāvyaṃ tad bhaviṣyati
das Übrige, was durch das Schicksal geschehen soll, wird geschehen

{brahmovāca:} tac chrutvā duhitur vākyaṃ tvaṣṭuḥ putrāya bhīṣaṇām / viśvarūpāya tāṃ prādād viṣṭiṃ lokabhayaṃkarīm //

Brahmā sprach: Dieses Wort der Tochter gehört habend, gab er die furchterregende, die Welt in Schrecken versetzende Viṣṭi dem Sohn des Tvaṣṭṛ, dem Viśvarūpa.

Wort für Wort
tac chrutvā duhitur vākyaṃ tvaṣṭuḥ putrāya bhīṣaṇām
dieses Wort der Tochter gehört habend, die furchterregende (Viṣṭi) dem Sohn des Tvaṣṭṛ
viśvarūpāya tāṃ prādād viṣṭiṃ lokabhayaṃkarīm
gab er dem Viśvarūpa jene die Welt in Schrecken versetzende Viṣṭi

viśvarūpo 'pi tadvac ca bhīṣaṇo bhīṣaṇākṛtiḥ / evaṃ mithaḥ saṃcaratoḥ śīlarūpasamānayoḥ //

Auch Viśvarūpa war ebenso furchterregend, von furchterregender Gestalt; so lebten die beiden, einander in Wesen und Gestalt gleich, miteinander,

Wort für Wort
viśvarūpo 'pi tadvac ca bhīṣaṇo bhīṣaṇākṛtiḥ
auch Viśvarūpa war ebenso furchterregend, von furchterregender Gestalt
evaṃ mithaḥ saṃcaratoḥ śīlarūpasamānayoḥ
so lebten die beiden, einander in Wesen und Gestalt gleich, miteinander

prītiḥ kadācid vaiṣamyaṃ daṃpatyor abhavan mithaḥ / gaṇḍo nāmābhavat putro hy atigaṇḍas tathaiva ca //

und zwischen den Eheleuten entstand bald Zuneigung, bald Zwietracht. Es entstanden Söhne: einer namens Gaṇḍa, ebenso Atigaṇḍa,

Wort für Wort
prītiḥ kadācid vaiṣamyaṃ daṃpatyor abhavan mithaḥ
und zwischen den Eheleuten entstand bald Zuneigung, bald Zwietracht
gaṇḍo nāmābhavat putro hy atigaṇḍas tathaiva ca
es entstanden Söhne: einer namens Gaṇḍa, ebenso Atigaṇḍa

raktākṣaḥ krodhanaś caiva vyayo durmukha eva ca / tebhyaḥ kanīyān abhavad dharṣaṇo nāma puṇyabhāk //

Raktākṣa, Krodhana sowie Vyaya und Durmukha; jünger als diese wurde ein verdienstvoller Sohn namens Dharṣaṇa geboren.

Wort für Wort
raktākṣaḥ krodhanaś caiva vyayo durmukha eva ca
Raktākṣa, Krodhana sowie Vyaya und Durmukha
tebhyaḥ kanīyān abhavad dharṣaṇo nāma puṇyabhāk
jünger als diese wurde ein verdienstvoller Sohn namens Dharṣaṇa/Harṣaṇa geboren

[Anm.: Dieser Sohn wird ab V.33 im Quelltext als ,Harṣaṇa' (,Freudenbringer') bezeichnet, hier hingegen als ,Dharṣaṇa'; vermutlich Schreibvariante (dh/h) für dieselbe Person, im Folgenden als ,Harṣaṇa' übersetzt.]

sutaḥ suśīlaḥ subhagaḥ śāntaḥ śuddhamatiḥ śuciḥ / sa kadācid yamagṛhaṃ draṣṭuṃ mātulam abhyagāt //

Ein Sohn von gutem Charakter, glückverheißend, friedvoll, reinen Sinnes, lauter; er ging einst, um das Haus Yamas, seines Onkels mütterlicherseits, zu besuchen.

Wort für Wort
sutaḥ suśīlaḥ subhagaḥ śāntaḥ śuddhamatiḥ śuciḥ
ein Sohn von gutem Charakter, glückverheißend, friedvoll, reinen Sinnes, lauter
sa kadācid yamagṛhaṃ draṣṭuṃ mātulam abhyagāt
er ging einst, um das Haus Yamas, seines Onkels mütterlicherseits, zu besuchen

sa dadarśa bahūñ jantūn svargasthān iva duḥkhinaḥ / sa mātulaṃ tu papraccha natvā dharmaṃ sanātanam //

Er sah dort viele Wesen, wie im Himmel befindlich und doch leidend; er verneigte sich vor seinem Onkel, dem ewigen Dharma (Yama), und befragte ihn.

Wort für Wort
sa dadarśa bahūñ jantūn svargasthān iva duḥkhinaḥ
er sah dort viele Wesen, wie im Himmel befindlich und doch leidend
sa mātulaṃ tu papraccha natvā dharmaṃ sanātanam
er verneigte sich vor seinem Onkel, dem ewigen Dharma, und befragte ihn

{harṣaṇa uvāca:} ka ime sukhinas tāta pacyante narake ca ke //*

Harṣaṇa sprach: Wer sind diese Glücklichen, Vater(-Onkel), und wer wird in der Hölle gebraten?

Wort für Wort
ka ime sukhinas tāta
wer sind diese Glücklichen, Vater(-Onkel)
pacyante narake ca ke
und wer wird in der Hölle gebraten

[Anm.: Im Quelltext nur eine Zeile, mit * als unvollständiger Halbvers markiert; für die wfw-Darstellung in zwei Sinnabschnitte geteilt.]

{brahmovāca:} evaṃ pṛṣṭo dharmarājaḥ sarvaṃ prāha yathārthavat / tatkarmaṇāṃ gatiṃ sarvām aśeṣeṇa nyavedayat //

Brahmā sprach: So befragt, verkündete der Dharma-König alles der Wahrheit gemäß; er legte das gesamte Ergehen jener Taten vollständig dar.

Wort für Wort
evaṃ pṛṣṭo dharmarājaḥ sarvaṃ prāha yathārthavat
so befragt, verkündete der Dharma-König alles der Wahrheit gemäß
tatkarmaṇāṃ gatiṃ sarvām aśeṣeṇa nyavedayat
er legte das gesamte Ergehen jener Taten vollständig dar

{yama uvāca:} vihitasya na kurvanti ye kadācid atikramam / na te paśyanti nirayaṃ kadācid api mānavāḥ //

Yama sprach: Wer niemals eine Übertretung des Gebotenen begeht, jene Menschen erblicken niemals die Hölle.

Wort für Wort
vihitasya na kurvanti ye kadācid atikramam
wer niemals eine Übertretung des Gebotenen begeht
na te paśyanti nirayaṃ kadācid api mānavāḥ
jene Menschen erblicken niemals die Hölle

na mānayanti ye śāstraṃ nācāraṃ na bahuśrutān / vihitātikramaṃ kuryur ye te narakagāminaḥ //

Wer die Lehrschrift nicht achtet, weder den rechten Wandel noch die Vielgelehrten, wer eine Übertretung des Gebotenen begeht, jene gehen zur Hölle.

Wort für Wort
na mānayanti ye śāstraṃ nācāraṃ na bahuśrutān
wer die Lehrschrift nicht achtet, weder den rechten Wandel noch die Vielgelehrten
vihitātikramaṃ kuryur ye te narakagāminaḥ
wer eine Übertretung des Gebotenen begeht, jene gehen zur Hölle

{brahmovāca:} sa tu śrutvā dharmavākyaṃ harṣaṇaḥ punar abravīt //*

Brahmā sprach: Dieses Wort des Dharma gehört habend, sprach Harṣaṇa wiederum.

Wort für Wort
sa tu śrutvā dharmavākyaṃ
dieses Wort des Dharma gehört habend
harṣaṇaḥ punar abravīt
sprach Harṣaṇa wiederum

[Anm.: Im Quelltext nur eine Zeile, mit * als unvollständiger Halbvers markiert; für die wfw-Darstellung in zwei Sinnabschnitte geteilt.]

{harṣaṇa uvāca:} pitā tvāṣṭro bhīṣaṇaś ca mātā viṣṭiś ca bhīṣaṇā / bhrātaraś ca mahātmāno yena te śāntabuddhayaḥ //

Harṣaṇa sprach: Mein Vater, der Sohn des Tvaṣṭṛ, ist furchterregend, meine Mutter Viṣṭi ist furchterregend, und auch meine hochherzigen Brüder – wodurch könnten sie friedvollen Sinnes,

Wort für Wort
pitā tvāṣṭro bhīṣaṇaś ca mātā viṣṭiś ca bhīṣaṇā
mein Vater, der Sohn des Tvaṣṭṛ, ist furchterregend, meine Mutter Viṣṭi ist furchterregend
bhrātaraś ca mahātmāno yena te śāntabuddhayaḥ
und auch meine hochherzigen Brüder – wodurch könnten sie friedvollen Sinnes werden

surūpāś ca bhaviṣyanti nirdoṣā maṅgalapradāḥ / tan me karma vadasvādya tatkartāsmi surottama //

von schöner Gestalt, fehlerfrei und heilbringend werden? Nenne mir heute jene Tat – ich werde sie vollbringen, o vortrefflichster der Götter.

Wort für Wort
surūpāś ca bhaviṣyanti nirdoṣā maṅgalapradāḥ
von schöner Gestalt, fehlerfrei und heilbringend werden
tan me karma vadasvādya tatkartāsmi surottama
nenne mir heute jene Tat – ich werde sie vollbringen, o vortrefflichster der Götter

anyathā tān na gaccheyam ity uktaḥ prāha dharmarāṭ / harṣaṇaṃ śuddhabuddhiṃ taṃ harṣaṇo 'si na saṃśayaḥ //

,Sonst will ich nicht zu ihnen zurückkehren' – so angesprochen, sagte der Dharma-König zu jenem reinen Sinnes seienden Harṣaṇa: ,Du bist wahrlich ein Harṣaṇa (Freudenbringer), ohne Zweifel.'

Wort für Wort
anyathā tān na gaccheyam ity uktaḥ prāha dharmarāṭ
sonst will ich nicht zu ihnen zurückkehren – so angesprochen, sagte der Dharma-König
harṣaṇaṃ śuddhabuddhiṃ taṃ harṣaṇo 'si na saṃśayaḥ
zu jenem reinen Sinnes seienden Harṣaṇa: du bist wahrlich ein Harṣaṇa, ohne Zweifel

[Anm.: Der Sprecherwechsel zu Yama erfolgt hier innerhalb des Verses ohne erneute {yama uvāca:}-Markierung im Quelltext.]

bahavaḥ syuḥ sutāḥ kecin naiva te kulatantavaḥ / eka eva sutaḥ kaścid yena tad dhriyate kulam //

Mögen es auch viele Söhne sein, so sind sie nicht alle die Fäden des Geschlechts; nur ein einziger Sohn ist es, durch den jenes Geschlecht getragen wird.

Wort für Wort
bahavaḥ syuḥ sutāḥ kecin naiva te kulatantavaḥ
mögen es auch viele Söhne sein, so sind sie nicht alle die Fäden des Geschlechts
eka eva sutaḥ kaścid yena tad dhriyate kulam
nur ein einziger Sohn ist es, durch den jenes Geschlecht getragen wird

kulasyādhārabhūto yo yaḥ pitroḥ priyakārakaḥ / yaḥ pūrvajān uddharati sa putras tv itaro gadaḥ //

Wer die Grundlage des Geschlechts ist, wer den Eltern Freude bereitet, wer die Vorfahren errettet, der ist ein wahrer Sohn; ein anderer ist nur eine Last.

Wort für Wort
kulasyādhārabhūto yo yaḥ pitroḥ priyakārakaḥ
wer die Grundlage des Geschlechts ist, wer den Eltern Freude bereitet
yaḥ pūrvajān uddharati sa putras tv itaro gadaḥ
wer die Vorfahren errettet, der ist ein wahrer Sohn; ein anderer ist nur eine Last

yasmāt tvayānurūpaṃ me proktaṃ mātāmaha priyam / tasmāt tvaṃ gautamīṃ gaccha snātvā niyatamānasaḥ //

Da du mir Angemessenes, mir Liebes gesagt hast, gehe darum zur Gautamī und bade dort mit gezügeltem Geist.

Wort für Wort
yasmāt tvayānurūpaṃ me proktaṃ mātāmaha priyam
da du mir, deinem Großvater/Onkel mütterlicherseits, Angemessenes und Liebes gesagt hast
tasmāt tvaṃ gautamīṃ gaccha snātvā niyatamānasaḥ
gehe darum zur Gautamī und bade dort mit gezügeltem Geist

[?: ,mātāmaha' (,Großvater mütterlicherseits') steht hier in Yamas Mund als Selbstbezeichnung, obwohl Yama zuvor (V.30) als ,mātula' (,Onkel mütterlicherseits') Harṣaṇas bezeichnet wurde; die verwandtschaftliche Bezeichnung schwankt im Quelltext.]

stuhi viṣṇuṃ jagadyoniṃ śāntaṃ prītena cetasā / sa tu prīto yadi bhavet sarvam iṣṭaṃ pradāsyati //

Preise Viṣṇu, den Urgrund der Welt, den Friedvollen, mit erfreutem Sinn; wird er zufrieden, wird er alles Gewünschte gewähren.

Wort für Wort
stuhi viṣṇuṃ jagadyoniṃ śāntaṃ prītena cetasā
preise Viṣṇu, den Urgrund der Welt, den Friedvollen, mit erfreutem Sinn
sa tu prīto yadi bhavet sarvam iṣṭaṃ pradāsyati
wird er zufrieden, wird er alles Gewünschte gewähren

{brahmovāca:} iti śrutvā dharmavākyaṃ harṣaṇo gautamīṃ yayau / śucis tuṣṭāva deveśaṃ hariṃ prīto 'bhavad dhariḥ //

Brahmā sprach: Dieses Wort des Dharma gehört habend, ging Harṣaṇa zur Gautamī; rein geworden, pries er den Götterherrn Hari; Hari wurde zufrieden.

Wort für Wort
iti śrutvā dharmavākyaṃ harṣaṇo gautamīṃ yayau
dieses Wort des Dharma gehört habend, ging Harṣaṇa zur Gautamī
śucis tuṣṭāva deveśaṃ hariṃ prīto 'bhavad dhariḥ
rein geworden, pries er den Götterherrn Hari; Hari wurde zufrieden

harṣaṇāya tataḥ prādāt kulabhadraṃ tatas tu saḥ / sarvābhadrapraśamana-pūrvakaṃ bhadram astu te //

Darauf gewährte er Harṣaṇa das Heil des Geschlechts; und er sprach: ,Nachdem alles Unheil besänftigt ist, sei dir Heil zuteil.'

Wort für Wort
harṣaṇāya tataḥ prādāt kulabhadraṃ tatas tu saḥ
darauf gewährte er Harṣaṇa das Heil des Geschlechts
sarvābhadrapraśamana-pūrvakaṃ bhadram astu te
und sprach: nachdem alles Unheil besänftigt ist, sei dir Heil zuteil

tad bhadrā procyate viṣṭiḥ pitā bhadras tathā sutāḥ / tataḥ prabhṛti tat tīrthaṃ bhadratīrthaṃ tad ucyate //

Seitdem wird Viṣṭi ,Bhadrā' (die Heilvolle) genannt, ebenso der Vater ,Bhadra' und die Söhne; seitdem wird jenes Tīrtha ,Bhadra-Tīrtha' genannt.

Wort für Wort
tad bhadrā procyate viṣṭiḥ pitā bhadras tathā sutāḥ
seitdem wird Viṣṭi Bhadrā genannt, ebenso der Vater Bhadra und die Söhne
tataḥ prabhṛti tat tīrthaṃ bhadratīrthaṃ tad ucyate
seitdem wird jenes Tīrtha Bhadra-Tīrtha genannt

sarvamaṅgaladaṃ puṃsāṃ tatra bhadrapatir hariḥ / tattīrthasevināṃ puṃsāṃ sarvasiddhipradāyakam / maṅgalaikanidhiḥ sākṣād devadevo janārdanaḥ //

Dort ist Hari, der ,Herr des Heils' (Bhadrapati), der den Menschen alles Heilvolle gewährt; den Menschen, die jenes Tīrtha aufsuchen, gewährt er alle Vollkommenheiten – er, die einzige Schatzkammer des Heils, der Gott der Götter Janārdana leibhaftig.

Wort für Wort
sarvamaṅgaladaṃ puṃsāṃ tatra bhadrapatir hariḥ
dort ist Hari, der Herr des Heils, der den Menschen alles Heilvolle gewährt
tattīrthasevināṃ puṃsāṃ sarvasiddhipradāyakam
den Menschen, die jenes Tīrtha aufsuchen, gewährt er alle Vollkommenheiten
maṅgalaikanidhiḥ sākṣād devadevo janārdanaḥ
er, die einzige Schatzkammer des Heils, der Gott der Götter Janārdana leibhaftig

[Anm.: Dreizeiliger Vers im Quelltext.]

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks