Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 47: indradyumnavājimedhayajñaprāsādanirmāṇavarṇanam Die Durchführung des Pferdeopfers und die Errichtung des Viṣṇu-Tempels durch Indradyumna

König Indradyumna beginnt mit Hilfe von Astrologen, Baumeistern und Brahmanen den Bau des Viṣṇu-Tempels an günstiger Stunde; er entsendet Boten und Truppen, um Baustein aus dem Vindhya-Gebirge zu holen, und lädt alle Könige der Erde zu einem gewaltigen Pferdeopfer (Vājimedha/Hayamedha) ein. Die Könige überschütten ihn mit Reichtümern; ein gewaltiger Opferplatz mit Palästen, Frauengemächern und Gästehäusern wird errichtet, und das Opfer wird mit unermesslicher Freigebigkeit (Gold, Vieh, Kleidung, Frauen als Gaben an die Brahmanen) und allgemeinem Wohlergehen aller Anwesenden vollzogen. Der König erklärt, das Opfer solle so lange dauern, bis der Gott ihm selbst sichtbar erscheine.

{brahmovāca:} evaṃ sa pṛthivīpālaś cintayitvā dvijottamāḥ / prāsādārthaṃ hares tatra prārambham akarot tadā //

Brahmā sprach: So, nachdem der Herrscher der Erde dies bedacht hatte, o beste der Zweifachgeborenen, begann er dort mit dem Anfang für den Tempel Haris.

Wort für Wort
evam
so
sa
er
pṛthivīpālaḥ
der Beschützer der Erde (der König)
cintayitvā
nachdem er bedacht hatte
dvijottamāḥ
o beste der Zweifachgeborenen
prāsādārtham
für den Zweck des Tempels
hareḥ
Haris (Viṣṇus)
tatra
dort
prārambham
den Anfang
akarot
er machte
tadā
dann

ānāyya gaṇakān sarvān ācāryāñ śāstrapāragān / bhūmiṃ saṃśodhya yatnena rājā tu parayā mudā //

Nachdem er alle Rechenkundigen (Astrologen) und Lehrer, die die Lehrbücher durchdrungen hatten, hatte kommen lassen, und mit großem Bemühen den Grund geprüft hatte, [handelte] der König mit höchster Freude.

Wort für Wort
ānāyya
nachdem er hatte kommen lassen
gaṇakān
die Rechenkundigen/Astrologen
sarvān
alle
ācāryān
die Lehrer
śāstrapāragān
die die Lehrbücher durchdrungen haben
bhūmim
den Grund/das Land
saṃśodhya
nachdem er gereinigt/geprüft hatte
yatnena
mit Bemühen
rājā
der König
tu
aber/und
parayā
mit höchster
mudā
Freude

[Anm.: Der Satz setzt sich über V3 fort.]

brāhmaṇair jñānasaṃpannair vedaśāstrārthapāragaiḥ / amātyair mantribhiś caiva vāstuvidyāviśāradaiḥ //

mit Brahmanen, die mit Wissen ausgestattet waren und den Sinn der Veden und Lehrbücher durchdrungen hatten, mit Ministern und Räten, die in der Baukunst (Vāstu-Wissenschaft) bewandert waren,

Wort für Wort
brāhmaṇaiḥ
mit den Brahmanen
jñānasaṃpannaiḥ
die mit Wissen ausgestattet sind
vedaśāstrārthapāragaiḥ
die den Sinn von Veden und Lehrbüchern durchdrungen haben
amātyaiḥ
mit Ministern
mantribhiḥ
mit Räten
ca eva
und auch
vāstuvidyāviśāradaiḥ
die in der Baukunst bewandert sind

taiḥ sārdhaṃ sa samālocya sumuhūrte śubhe dine / sucandratārāsaṃyoge grahānukūlyasaṃyute //

nachdem er sich mit diesen beraten hatte, [wählte er] eine gute Stunde an einem günstigen Tag, bei einer günstigen Konjunktion von Mond und Sternen, verbunden mit einer günstigen Stellung der Planeten,

Wort für Wort
taiḥ
mit diesen
sārdham
zusammen
saḥ
er
samālocya
nachdem er sich beraten hatte
sumuhūrte
zu einer guten Stunde
śubhe
an einem günstigen
dine
Tag
sucandratārāsaṃyoge
bei einer guten Konjunktion von Mond und Sternen
grahānukūlyasaṃyute
verbunden mit der Günstigkeit der Planeten

jayamaṅgalaśabdaiś ca nānāvādyair manoharaiḥ / vedādhyayananirghoṣair gītaiḥ sumadhurasvaraiḥ //

mit Rufen des Sieges und Segens, mit vielerlei bezaubernden Instrumenten, mit dem Schall des Vedenrezitierens, mit Gesängen von sehr süßem Klang,

Wort für Wort
jayamaṅgalaśabdaiḥ
mit Rufen von Sieg und Segen
ca
und
nānāvādyaiḥ
mit vielerlei Instrumenten
manoharaiḥ
bezaubernden
vedādhyayananirghoṣaiḥ
mit dem Schall des Vedenstudiums
gītaiḥ
mit Gesängen
sumadhurasvaraiḥ
von sehr süßem Klang

puṣpalājākṣatair gandhaiḥ pūrṇakumbhaiḥ sadīpakaiḥ / dadāv arghyaṃ tato rājā śraddhayā susamāhitaḥ //

mit Blumen, geröstetem Korn, ungeschältem Reis, Duftstoffen, gefüllten Krügen samt Lampen gab dann der König die Ehrengabe (Arghya) mit Glauben, wohlgesammelt.

Wort für Wort
puṣpalājākṣataiḥ
mit Blumen, geröstetem Korn (und) ungeschältem Reis
gandhaiḥ
mit Duftstoffen
pūrṇakumbhaiḥ
mit gefüllten Krügen
sadīpakaiḥ
samt Lampen
dadau
er gab
arghyam
die Ehrengabe
tataḥ
dann
rājā
der König
śraddhayā
mit Glauben
susamāhitaḥ
wohlgesammelt

dattvaivam arghyaṃ vidhivad ānāyya sa mahīpatiḥ / kaliṅgādhipatiṃ śūram utkalādhipatiṃ tathā / kośalādhipatiṃ caiva tān uvāca tadā nṛpaḥ //

Nachdem er so die Ehrengabe vorschriftsmäßig dargebracht hatte, ließ der Herr der Erde den tapferen Herrscher von Kaliṅga, den Herrscher von Utkala, und ebenso den Herrscher von Kośala kommen; zu ihnen sprach da der König:

Wort für Wort
dattvā
nachdem er gegeben hatte
evam
so
arghyam
die Ehrengabe
vidhivat
vorschriftsmäßig
ānāyya
nachdem er hatte kommen lassen
sa mahīpatiḥ
dieser Herr der Erde
kaliṅgādhipatim
den Herrscher von Kaliṅga
śūram
den tapferen
utkalādhipatim
den Herrscher von Utkala
tathā
ebenso
kośalādhipatim
den Herrscher von Kośala
ca eva
und auch
tān
zu ihnen
uvāca
sprach
tadā
dann
nṛpaḥ
der König

[Anm.: dreizeiliger Vers.]

{rājovāca:} gacchadhvaṃ sahitāḥ sarve śilārthe susamāhitāḥ / gṛhītvā śilpimukhyāṃś ca śilākarmaviśāradān //

Der König sprach: Geht alle gemeinsam, wohlgesammelt, um des Gesteins willen, nachdem ihr die vornehmsten Handwerker und die in der Steinbearbeitung Bewanderten mitgenommen habt,

Wort für Wort
gacchadhvam
geht
sahitāḥ
gemeinsam
sarve
alle
śilārthe
um des Gesteins willen
susamāhitāḥ
wohlgesammelt
gṛhītvā
nachdem ihr genommen habt
śilpimukhyān
die vornehmsten Handwerker
ca
und
śilākarmaviśāradān
die in der Steinarbeit Bewanderten

vindhyācalaṃ suvistīrṇaṃ bahukandaraśobhitam / nirūpya sarvasānūni cchedayitvā śilāḥ śubhāḥ / saṃvāhyantāṃ ca śakaṭair naukābhir mā vilambatha //

zum weitausgedehnten Vindhya-Gebirge, geschmückt mit vielen Schluchten; nachdem ihr alle Bergrücken besichtigt habt, schneidet die schönen Steine heraus, und lasst sie mit Wagen und Booten herbeitransportieren - säumt nicht!

Wort für Wort
vindhyācalam
zum Vindhya-Gebirge
suvistīrṇam
weitausgedehnt
bahukandaraśobhitam
geschmückt mit vielen Schluchten
nirūpya
nachdem ihr besichtigt habt
sarvasānūni
alle Bergrücken
chedayitvā
nachdem ihr abgeschnitten habt
śilāḥ
die Steine
śubhāḥ
die schönen
saṃvāhyantām
sie sollen herbeitransportiert werden
ca
und
śakaṭaiḥ
mit Wagen
naukābhiḥ
mit Booten
mā vilambata
säumt nicht

[Anm.: dreizeiliger Vers.]

{brahmovāca:} evaṃ gantuṃ samādiśya tān nṛpān sa mahīpatiḥ / punar evābravīd vākyaṃ sāmātyān sapurohitān //

Brahmā sprach: Nachdem er diesen Königen so befohlen hatte zu gehen, sprach der Herr der Erde wiederum ein Wort zu denen samt Ministern und Hauspriestern.

Wort für Wort
evam
so
gantum
zu gehen
samādiśya
nachdem er befohlen hatte
tān nṛpān
zu diesen Königen
sa mahīpatiḥ
dieser Herr der Erde
punaḥ
wieder
eva
gerade
abravīt
sprach
vākyam
ein Wort
sa-amātyān
samt den Ministern
sa-purohitān
samt den Hauspriestern

{rājovāca:} gacchantu dūtāḥ sarvatra mamājñāṃ pravadantu vai / yatra tiṣṭhanti rājānaḥ pṛthivyāṃ tān suśīghragāḥ //

Der König sprach: Es sollen Boten überallhin gehen und meinen Befehl verkünden - schnell reisend zu jenen Königen, wo immer sie sich auf der Erde befinden,

Wort für Wort
gacchantu
sie sollen gehen
dūtāḥ
die Boten
sarvatra
überallhin
mama ājñām
meinen Befehl
pravadantu
sie sollen verkünden
vai
wahrlich
yatra
wo
tiṣṭhanti
sie sich befinden
rājānaḥ
die Könige
pṛthivyām
auf der Erde
tān
zu jenen
suśīghragāḥ
die schnell Reisenden

hastyaśvarathapādātaiḥ sāmātyaiḥ sapurohitaiḥ / gacchata sahitāḥ sarva indradyumnasya śāsanāt //

'Kommt alle gemeinsam mit Elefanten, Pferden, Wagen und Fußvolk, samt Ministern und Hauspriestern, auf Indradyumnas Geheiß!'

Wort für Wort
hastyaśvarathapādātaiḥ
mit Elefanten, Pferden, Wagen und Fußvolk
sa-amātyaiḥ
samt Ministern
sa-purohitaiḥ
samt Hauspriestern
gacchata
kommt/geht
sahitāḥ
gemeinsam
sarve
alle
indradyumnasya
Indradyumnas
śāsanāt
auf Geheiß

{brahmovāca:} evaṃ dūtāḥ samājñātā rājñā tena mahātmanā / gatvā tadā nṛpān ūcur vacanaṃ tasya bhūpateḥ //

Brahmā sprach: So von jenem hochgesinnten König beauftragt, gingen die Boten und sprachen dann zu den Königen das Wort jenes Herrschers.

Wort für Wort
evam
so
dūtāḥ
die Boten
samājñātāḥ
beauftragt
rājñā
vom König
tena mahātmanā
von jenem Hochgesinnten
gatvā
nachdem sie gegangen waren
tadā
dann
nṛpān
zu den Königen
ūcuḥ
sie sprachen
vacanam
das Wort
tasya bhūpateḥ
jenes Herrschers

śrutvā tu te tathā sarve dūtānāṃ vacanaṃ nṛpāḥ / ājagmus tvaritāḥ sarve svasainyaiḥ parivāritāḥ //

Nachdem sie so das Wort der Boten gehört hatten, kamen alle jene Könige eilends, umgeben von ihren eigenen Heeren.

Wort für Wort
śrutvā
nachdem sie gehört hatten
tu
aber/und
te
sie
tathā
so
sarve
alle
dūtānām
der Boten
vacanam
das Wort
nṛpāḥ
die Könige
ājagmuḥ
sie kamen
tvaritāḥ
eilends
sarve
alle
svasainyaiḥ
von ihren eigenen Heeren
parivāritāḥ
umgeben

ye nṛpāḥ sarvadigbhāge ye ca dakṣiṇataḥ sthitāḥ / paścimāyāṃ sthitā ye ca uttarāpathasaṃsthitāḥ //

Die Könige, die in allen Himmelsrichtungen waren, die im Süden standen, die im Westen standen, und die auf dem nördlichen Weg befindlich waren,

Wort für Wort
ye nṛpāḥ
welche Könige
sarvadigbhāge
in allen Himmelsrichtungsteilen
ye ca
und welche
dakṣiṇataḥ
im Süden
sthitāḥ
befindlich
paścimāyām
im Westen
sthitāḥ
befindlich
ye ca
und welche
uttarāpathasaṃsthitāḥ
auf dem nördlichen Weg befindlich

pratyantavāsino ye 'pi ye ca saṃnidhivāsinaḥ / pārvatīyāś ca ye kecit tathā dvīpanivāsinaḥ //

die an den Grenzgebieten wohnten, die in der Nähe wohnten, welche Bergbewohner es auch gab, und ebenso die Inselbewohner -

Wort für Wort
pratyantavāsinaḥ
die an den Grenzgebieten Wohnenden
ye api
welche auch
ye ca
und welche
saṃnidhivāsinaḥ
die in der Nähe Wohnenden
pārvatīyāḥ
die Bergbewohner
ca ye kecit
und welche auch immer
tathā
ebenso
dvīpanivāsinaḥ
die Inselbewohner

rathair nāgaiḥ padātaiś ca vājibhir dhanavistaraiḥ / saṃprāptā bahuśo viprāḥ śrutvendradyumnaśāsanam //

mit Wagen, Elefanten, Fußvolk und Pferden, mit reichlichem Vermögen kamen sie zahlreich an, o Brahmanen, nachdem sie Indradyumnas Geheiß gehört hatten.

Wort für Wort
rathaiḥ
mit Wagen
nāgaiḥ
mit Elefanten
padātaiḥ
mit Fußvolk
ca
und
vājibhiḥ
mit Pferden
dhanavistaraiḥ
mit reichlichem Vermögen
saṃprāptāḥ
angekommen
bahuśaḥ
zahlreich
viprāḥ
o Brahmanen
śrutvā
nachdem sie gehört hatten
indradyumnaśāsanam
Indradyumnas Geheiß

tān āgatān nṛpān dṛṣṭvā sāmātyān sapurohitān / provāca rājā hṛṣṭātmā kāryam uddiśya sādaram //

Nachdem er jene angekommenen Könige samt Ministern und Hauspriestern gesehen hatte, sprach der König mit erfreutem Gemüt achtungsvoll, indem er auf die Angelegenheit hinwies:

Wort für Wort
tān
jene
āgatān
angekommenen
nṛpān
Könige
dṛṣṭvā
nachdem er gesehen hatte
sa-amātyān
samt Ministern
sa-purohitān
samt Hauspriestern
provāca
er sprach
rājā
der König
hṛṣṭātmā
mit erfreutem Gemüt
kāryam
die Angelegenheit
uddiśya
hinweisend auf
sādaram
achtungsvoll

{rājovāca:} śṛṇudhvaṃ nṛpaśārdūlā yathā kiṃcid bravīmy aham / asmin kṣetravare puṇye bhuktimuktiprade śive //

Der König sprach: Hört, ihr Tiger unter den Königen, was ich ein wenig sagen will: An diesem vortrefflichen, heiligen Feld, das Genuss und Erlösung gewährt und heilbringend ist,

Wort für Wort
śṛṇudhvam
hört
nṛpaśārdūlāḥ
o Tiger unter den Königen
yathā kiṃcit
wie etwas/ein wenig
bravīmi
ich sage
aham
ich
asmin
an diesem
kṣetravare
vortrefflichen Feld
puṇye
heiligen
bhuktimuktiprade
das Genuss und Erlösung gewährt
śive
heilbringend

hayamedhaṃ mahāyajñaṃ prāsādaṃ caiva vaiṣṇavam / kathaṃ śaknomy ahaṃ kartum iti cintākulaṃ manaḥ //

'Wie kann ich das Pferdeopfer, das große Opfer, und ebenso den Viṣṇu-Tempel errichten?' - so ist mein Sinn von Sorge erfüllt.

Wort für Wort
hayamedham
das Pferdeopfer
mahāyajñam
das große Opfer
prāsādam
den Tempel
ca eva
und auch
vaiṣṇavam
den Viṣṇu-Tempel
katham
wie
śaknomi
kann ich
aham
ich
kartum
tun/errichten
iti
so
cintākulam
von Sorge erfüllt
manaḥ
der Sinn/Geist

bhavadbhiḥ susahāyais tu sarvam etat karomy aham / yadi yūyaṃ sahāyā me bhavadhvaṃ nṛpasattamāḥ //

Mit euch als guten Helfern werde ich all dies vollbringen, wenn ihr meine Helfer werdet, o beste der Könige.

Wort für Wort
bhavadbhiḥ
mit euch
susahāyaiḥ
als guten Helfern
tu
aber/und
sarvam etat
all dies
karomi
ich mache
aham
ich
yadi
wenn
yūyam
ihr
sahāyāḥ
Helfer
me
meine
bhavadhvam
werdet
nṛpasattamāḥ
o beste der Könige

{brahmovāca:} ity evaṃ vadamānasya rājarājasya dhīmataḥ / sarve pramuditā hṛṣṭā bhūpās te tasya śāsanāt //

Brahmā sprach: Als der weise König der Könige so sprach, waren alle jene Herrscher erfreut und froh über sein Gebot,

Wort für Wort
iti evam
so
vadamānasya
des Sprechenden
rājarājasya
des Königs der Könige
dhīmataḥ
des Weisen
sarve
alle
pramuditāḥ
hocherfreut
hṛṣṭāḥ
froh
bhūpāḥ
die Herrscher
te
sie
tasya śāsanāt
über sein Gebot

vavṛṣur dhanaratnaiś ca suvarṇamaṇimauktikaiḥ / kambalājinaratnaiś ca rāṅkavāstaraṇaiḥ śubhaiḥ //

und ließen es regnen von Reichtümern und Juwelen, von Gold, Edelsteinen und Perlen, von Decken, Fellen und Juwelen, und von schönen Rāṅkava-Teppichen (aus der Wolle des Ranku-Tiers).

Wort für Wort
vavṛṣuḥ
sie ließen regnen
dhanaratnaiḥ
mit Reichtümern und Juwelen
ca
und
suvarṇamaṇimauktikaiḥ
mit Gold, Edelsteinen und Perlen
kambalājinaratnaiḥ
mit Decken, Fellen und Juwelen
ca
und
rāṅkavāstaraṇaiḥ
mit Rāṅkava-Teppichen
śubhaiḥ
schönen

vajravaidūryamāṇikyaiḥ padmarāgendranīlakaiḥ / gajair aśvair dhanaiś cānyai rathaiś caiva kareṇubhiḥ //

mit Diamanten, Beryllen, Rubinen, Padmarāga- und Indranīla-Edelsteinen, mit Elefanten, Pferden und anderen Reichtümern, mit Wagen und ebenso mit Elefantenkühen.

Wort für Wort
vajravaidūryamāṇikyaiḥ
mit Diamanten, Beryllen (und) Rubinen
padmarāgendranīlakaiḥ
mit Padmarāga- und Indranīla-Steinen
gajaiḥ
mit Elefanten
aśvaiḥ
mit Pferden
dhanaiḥ
mit Reichtümern
ca anyaiḥ
und anderen
rathaiḥ
mit Wagen
ca eva
und auch
kareṇubhiḥ
mit Elefantenkühen

asaṃkhyeyair bahuvidhair dravyair uccāvacais tathā / śālivrīhiyavaiś caiva māṣamudgatilais tathā //

mit unzählbaren, vielerlei, hohen und niederen Gütern, sowie mit Reis, Getreide und Gerste, ebenso mit schwarzen Bohnen, Mungbohnen und Sesam,

Wort für Wort
asaṃkhyeyaiḥ
mit unzählbaren
bahuvidhaiḥ
vielerlei
dravyaiḥ
Gütern
uccāvacaiḥ
hohen und niederen
tathā
ebenso
śālivrīhiyavaiḥ
mit Reis, Reis(-arten) und Gerste
ca eva
und auch
māṣamudgatilaiḥ
mit schwarzen Bohnen, Mungbohnen und Sesam
tathā
ebenso

siddhārthacaṇakaiś caiva godhūmair masurādibhiḥ / śyāmākair madhukaiś caiva nīvāraiḥ sakulatthakaiḥ //

mit weißem Senf und Kichererbsen, mit Weizen, Linsen und dergleichen, mit Śyāmāka-Hirse und Madhuka-Früchten, mit Wildreis samt Kulattha-Bohnen,

Wort für Wort
siddhārthacaṇakaiḥ
mit weißem Senf (und) Kichererbsen
ca eva
und auch
godhūmaiḥ
mit Weizen
masurādibhiḥ
mit Linsen und dergleichen
śyāmākaiḥ
mit Śyāmāka-Hirse
madhukaiḥ
mit Madhuka-Früchten
ca eva
und auch
nīvāraiḥ
mit Wildreis
sakulatthakaiḥ
samt Kulattha-Bohnen

anyaiś ca vividhair dhānyair grāmyāraṇyaiḥ sahasraśaḥ / bahudhānyasahasrāṇāṃ taṇḍulānāṃ ca rāśibhiḥ //

und mit anderem vielerlei Getreide, zahmem und wildem, zu Tausenden, mit Tausenden Haufen von vielerlei Getreide und von Reiskörnern,

Wort für Wort
anyaiḥ ca
und mit anderem
vividhaiḥ
vielerlei
dhānyaiḥ
Getreide
grāmyāraṇyaiḥ
zahmem und wildem
sahasraśaḥ
zu Tausenden
bahudhānyasahasrāṇām
von Tausenden vielerlei Getreides
taṇḍulānām
von Reiskörnern
ca
und
rāśibhiḥ
mit Haufen

gavyasya haviṣaḥ kumbhaiḥ śataśo 'tha sahasraśaḥ / tathānyair vividhair dravyair bhakṣyabhojyānulepanaiḥ //

mit Krügen von Kuh-Opferschmalz (Ghee) zu Hunderten und Tausenden, ebenso mit anderen vielerlei Gütern - Speisen, Genussmitteln und Salben.

Wort für Wort
gavyasya
der Kuh-
haviṣaḥ
des Opferschmalzes
kumbhaiḥ
mit Krügen
śataśaḥ
zu Hunderten
atha
und dann
sahasraśaḥ
zu Tausenden
tathā
ebenso
anyaiḥ
mit anderen
vividhaiḥ
vielerlei
dravyaiḥ
Gütern
bhakṣyabhojyānulepanaiḥ
Speisen, Genussmitteln (und) Salben

rājānaḥ pūrayām āsur yat kiṃcid dravyasaṃbhavaiḥ / tān dṛṣṭvā yajñasaṃbhārān sarvasaṃpatsamanvitān //

Die Könige füllten [den Opferplatz] mit was auch immer an Gütern vorhanden war. Nachdem er jene Opfermaterialien gesehen hatte, die mit allem Reichtum ausgestattet waren,

Wort für Wort
rājānaḥ
die Könige
pūrayām āsuḥ
sie füllten
yat kiṃcit
was auch immer
dravyasaṃbhavaiḥ
durch das Vorhandensein von Gütern
tān
jene
dṛṣṭvā
nachdem er gesehen hatte
yajñasaṃbhārān
die Opfermaterialien
sarvasaṃpatsamanvitān
die mit allem Reichtum ausgestattet waren

[Anm.: Der Satz setzt sich über V30-33 fort (Hauptverb uvāca in V33).]

yajñakarmavido viprān vedavedāṅgapāragān / śāstreṣu nipuṇān dakṣān kuśalān sarvakarmasu //

[er sah auch] die Brahmanen, die das Opferwerk kannten, die die Veden und Vedāṅgas durchdrungen hatten, die in den Lehrbüchern erfahren, geschickt und in allen Werken tüchtig waren,

Wort für Wort
yajñakarmavidaḥ
die das Opferwerk Kennenden
viprān
die Brahmanen
vedavedāṅgapāragān
die Veden und Vedāṅgas Durchdrungenen
śāstreṣu
in den Lehrbüchern
nipuṇān
erfahrenen
dakṣān
geschickten
kuśalān
tüchtigen
sarvakarmasu
in allen Werken

ṛṣīṃś caiva maharṣīṃś ca devarṣīṃś caiva tāpasān / brahmacārigṛhasthāṃś ca vānaprasthān yatīṃs tathā //

und die Ṛṣis und die Maharṣis, und die Devarṣis und die Asketen, die Brahmacārins und Householder, die Waldeinsiedler und ebenso die Bettelmönche (Yatis),

Wort für Wort
ṛṣīn
die Ṛṣis
ca eva
und auch
maharṣīn
die Maharṣis
ca
und
devarṣīn
die Devarṣis
ca eva
und auch
tāpasān
die Asketen
brahmacārigṛhasthān
die Brahmacārins und Householder
ca
und
vānaprasthān
die Waldeinsiedler
yatīn
die Bettelmönche
tathā
ebenso

snātakān brāhmaṇāṃś cānyān agnihotre sadā sthitān / ācāryopādhyāyavarān svādhyāyatapasānvitān //

die Snātakas (die das Vedastudium vollendet haben) und andere Brahmanen, die stets im Agnihotra-Opfer standen, die vortrefflichen Lehrer und Unterweiser, die mit Vedastudium und Askese ausgestattet waren,

Wort für Wort
snātakān
die Snātakas
brāhmaṇān
die Brahmanen
ca anyān
und andere
agnihotre
im Agnihotra-Opfer
sadā
stets
sthitān
stehend/befindlich
ācāryopādhyāyavarān
die vortrefflichen Lehrer und Unterweiser
svādhyāyatapasānvitān
mit Vedastudium und Askese ausgestattet

sadasyāñ śāstrakuśalāṃs tathānyān pāvakān bahūn / dṛṣṭvā tān nṛpatiḥ śrīmān uvāca svaṃ purohitam //

die Opferpriester (Sadasyas), die in den Lehrbüchern geschickt waren, und ebenso viele andere reine Männer - nachdem der glanzvolle König diese gesehen hatte, sprach er zu seinem Hauspriester:

Wort für Wort
sadasyān
die Opferpriester
śāstrakuśalān
die in den Lehrbüchern Geschickten
tathā
ebenso
anyān
andere
pāvakān
reine (Männer)
bahūn
viele
dṛṣṭvā
nachdem er gesehen hatte
tān
diese
nṛpatiḥ
der König
śrīmān
der glanzvolle
uvāca
er sprach
svam purohitam
zu seinem Hauspriester

{rājovāca:} tataḥ prayāntu vidvāṃso brāhmaṇā vedapāragāḥ / vājimedhārthasiddhyarthaṃ deśaṃ paśyantu yajñiyam //

Der König sprach: Dann sollen die gelehrten, die Veden durchdringenden Brahmanen aufbrechen; sie sollen zur Erfüllung des Pferdeopfers das für das Opfer geeignete Land besichtigen.

Wort für Wort
tataḥ
dann
prayāntu
sie sollen aufbrechen
vidvāṃsaḥ
die Gelehrten
brāhmaṇāḥ
die Brahmanen
vedapāragāḥ
die die Veden Durchdringenden
vājimedhārthasiddhyartham
zur Erfüllung des Zweckes des Pferdeopfers
deśam
das Land
paśyantu
sie sollen besichtigen
yajñiyam
das opfertaugliche

{brahmovāca:} ity uktaḥ sa tathā cakre vacanaṃ tasya bhūpateḥ / hṛṣṭaḥ sa mantribhiḥ sārdhaṃ tadā rājapurohitaḥ //

Brahmā sprach: So angesprochen, tat der königliche Hauspriester dies, das Wort jenes Herrschers, erfreut, zusammen mit den Ministern.

Wort für Wort
iti uktaḥ
so angesprochen
saḥ
er
tathā
so
cakre
er tat
vacanam
das Wort
tasya bhūpateḥ
jenes Herrschers
hṛṣṭaḥ
erfreut
saḥ
er
mantribhiḥ
mit den Ministern
sārdham
zusammen
tadā
dann
rājapurohitaḥ
der königliche Hauspriester

tato yayau purodhāś ca prājñaḥ sthapatibhiḥ saha / brāhmaṇān agrataḥ kṛtvā kuśalān yajñakarmaṇi //

Dann zog der weise Hauspriester mit den Baumeistern (Sthapatis) los, nachdem er die im Opferwerk erfahrenen Brahmanen an die Spitze gestellt hatte,

Wort für Wort
tataḥ
dann
yayau
er zog los
purodhāḥ
der Hauspriester
ca
und
prājñaḥ
der weise
sthapatibhiḥ
mit den Baumeistern
saha
zusammen
brāhmaṇān
die Brahmanen
agrataḥ
an die Spitze
kṛtvā
nachdem er gestellt hatte
kuśalān
die erfahrenen
yajñakarmaṇi
im Opferwerk

taṃ deśaṃ dhīvaragrāmaṃ sapratoliviṭaṅkinam / kārayām āsa vipro 'sau yajñavāṭaṃ yathāvidhi //

jenes Land, ein Fischerdorf mit Zugangsstraßen und [Volieren/Taubenschlägen (?)], ließ jener Brahmane vorschriftsmäßig zum Opferplatz herrichten.

Wort für Wort
tam deśam
jenes Land
dhīvaragrāmam
ein Fischerdorf
sapratoliviṭaṅkinam
mit Zugangsstraßen und Voliere/Taubenschlägen [?]
kārayām āsa
er ließ herrichten
vipraḥ asau
jener Brahmane
yajñavāṭam
zum Opferplatz
yathāvidhi
vorschriftsmäßig

[?: "sapratoliviṭaṅkinam" - unsichere Zusammensetzung, evtl. "mit Zugangsstraßen und Vogelhäusern/Taubenschlägen".]

prāsādaśatasaṃbādhaṃ maṇipravaraśobhitam / indrasadmanibhaṃ ramyaṃ hemaratnavibhūṣitam //

[einen Opferplatz,] gedrängt voll mit hundert Palästen, geschmückt mit vortrefflichen Edelsteinen, gleich Indras Wohnstatt, lieblich, mit Gold und Juwelen geschmückt,

Wort für Wort
prāsādaśatasaṃbādham
gedrängt voll mit hundert Palästen
maṇipravaraśobhitam
geschmückt mit vortrefflichen Edelsteinen
indrasadmanibham
gleich Indras Wohnstatt
ramyam
lieblich
hemaratnavibhūṣitam
mit Gold und Juwelen geschmückt

stambhān kanakacitrāṃś ca toraṇāni bṛhanti ca / yajñāyatanadeśeṣu dattvā śuddhaṃ ca kāñcanam //

nachdem er goldverzierte Säulen und große Torbögen, und reines Gold an den Stätten des Opferplatzes aufgestellt hatte,

Wort für Wort
stambhān
Säulen
kanakacitrān
goldverzierte
ca
und
toraṇāni
Torbögen
bṛhanti
große
ca
und
yajñāyatanadeśeṣu
an den Stätten des Opferplatzes
dattvā
nachdem er gegeben/aufgestellt hatte
śuddham
reines
ca
und
kāñcanam
Gold

antaḥpurāṇi rājñāṃ ca nānādeśanivāsinām / kārayām āsa dharmātmā tatra tatra yathāvidhi //

ließ der Tugendhafte dort und da vorschriftsmäßig die Frauengemächer der Könige errichten, die aus verschiedenen Ländern gekommen waren,

Wort für Wort
antaḥpurāṇi
die Frauengemächer
rājñām
der Könige
ca
und
nānādeśanivāsinām
der aus verschiedenen Ländern Wohnenden
kārayām āsa
er ließ errichten
dharmātmā
der Tugendhafte
tatra tatra
dort und da
yathāvidhi
vorschriftsmäßig

brāhmaṇānāṃ ca vaiśyānāṃ nānādeśasamīyuṣām / kārayām āsa vidhivac chālās tatrāpy anekaśaḥ //

und für die Brahmanen und Vaiśyas, die aus verschiedenen Ländern zusammengekommen waren, ließ er dort auch auf vielfache Weise vorschriftsmäßig Häuser (Śālās) errichten.

Wort für Wort
brāhmaṇānām
der Brahmanen
ca
und
vaiśyānām
der Vaiśyas
nānādeśasamīyuṣām
der aus verschiedenen Ländern Zusammengekommenen
kārayām āsa
er ließ errichten
vidhivat
vorschriftsmäßig
śālāḥ
Häuser
tatra api
auch dort
anekaśaḥ
auf vielfache Weise

priyārthaṃ tasya nṛpater āyayur nṛpasattamāḥ / ratnāny anekāny ādāya striyaś cāyayur utsave //

Um jenem König zu gefallen, kamen die besten der Könige, viele Juwelen mitbringend, und auch Frauen kamen zum Fest.

Wort für Wort
priyārtham
zum Zweck des Gefallens
tasya nṛpateḥ
jenes Königs
āyayuḥ
sie kamen
nṛpasattamāḥ
die besten der Könige
ratnāni
Juwelen
anekāni
viele
ādāya
mitbringend
striyaḥ
Frauen
ca
und
āyayuḥ
sie kamen
utsave
zum Fest

teṣāṃ nirviśatāṃ sveṣu śibireṣu mahātmanām / nadataḥ sāgarasyeva divispṛg abhavad dhvaniḥ //

Als diese hochgesinnten Könige in ihre eigenen Lager eintraten, entstand ein Lärm, der den Himmel berührte, wie das Tosen des Ozeans.

Wort für Wort
teṣām
von diesen
nirviśatām
eintretenden
sveṣu
in ihre eigenen
śibireṣu
Lager
mahātmanām
der Hochgesinnten
nadataḥ
des tosenden
sāgarasya iva
wie des Ozeans
divispṛk
den Himmel berührend
abhavat
es wurde/entstand
dhvaniḥ
der Lärm

teṣām abhyāgatānāṃ ca sa rājā munisattamāḥ / vyādideśāyatanāni śayyāś cāpy upacārataḥ //

Für jene Angekommenen wies der König, o beste der Munis, Wohnstätten und Betten samt Bewirtung zu,

Wort für Wort
teṣām
für diese
abhyāgatānām
Angekommenen
ca
und
sa rājā
jener König
munisattamāḥ
o beste der Munis
vyādideśa
er wies zu
āyatanāni
Wohnstätten
śayyāḥ
Betten
ca api
und auch
upacārataḥ
durch Bewirtung

bhojanāni vicitrāṇi śālīkṣuyavagorasaiḥ / upetya nṛpatiśreṣṭho vyādideśa svayaṃ tadā //

mannigfaltige Speisen aus Reis, Zuckerrohr, Gerste und Milchprodukten - der beste der Könige trat selbst heran und wies sie dann selbst zu.

Wort für Wort
bhojanāni
Speisen
vicitrāṇi
mannigfaltige
śālīkṣuyavagorasaiḥ
aus Reis, Zuckerrohr, Gerste und Milchprodukten
upetya
nachdem er herangetreten war
nṛpatiśreṣṭhaḥ
der beste der Könige
vyādideśa
er wies zu
svayam
selbst
tadā
dann

tathā tasmin mahāyajñe bahavo brahmavādinaḥ / ye ca dvijātipravarās tatrāsan dvijasattamāḥ //

Ebenso waren bei jenem großen Opfer viele Verkünder des Brahman, und welche vortrefflichen Zweifachgeborenen es gab, die besten der Zweifachgeborenen, sie waren dort.

Wort für Wort
tathā
ebenso
tasmin mahāyajñe
bei jenem großen Opfer
bahavaḥ
viele
brahmavādinaḥ
Verkünder des Brahman
ye ca
und welche
dvijātipravarāḥ
vortreffliche Zweifachgeborene
tatra āsan
sie waren dort
dvijasattamāḥ
die besten der Zweifachgeborenen

samājagmuḥ saśiṣyās tān pratijagrāha pārthivaḥ / sarvāṃś ca tān anuyayau yāvad āvasathān iti //

Sie kamen zusammen mit ihren Schülern; der König empfing sie, und er begleitete sie alle bis zu ihren Unterkünften.

Wort für Wort
samājagmuḥ
sie kamen zusammen
sa-śiṣyāḥ
mit ihren Schülern
tān
sie
pratijagrāha
er empfing
pārthivaḥ
der König
sarvān ca tān
und alle diese
anuyayau
er begleitete
yāvat āvasathān
bis zu den Unterkünften
iti
so

svayam eva mahātejā dambhaṃ tyaktvā nṛpottamaḥ / tataḥ kṛtvā svaśilpaṃ ca śilpino 'nye ca ye tadā //

Der höchst glanzvolle beste der Könige, selbst nachdem er allen Hochmut abgelegt hatte, [bediente sie]; dann, nachdem sie ihr eigenes Handwerk vollendet hatten, [meldeten] die Handwerker und die anderen, die es damals gab,

Wort für Wort
svayam eva
selbst
mahātejāḥ
der höchst Glanzvolle
dambham
Hochmut/Stolz
tyaktvā
nachdem er abgelegt hatte
nṛpottamaḥ
der beste der Könige
tataḥ
dann
kṛtvā
nachdem sie vollbracht hatten
svaśilpam
ihr eigenes Handwerk
ca
und
śilpinaḥ
die Handwerker
anye ca ye
und die anderen, die
tadā
damals

[Anm.: Der Satz setzt sich in V49 fort.]

kṛtsnaṃ yajñavidhiṃ rājñe tadā tasmai nyavedayan / tataḥ śrutvā nṛpaśreṣṭhaḥ kṛtaṃ sarvam atandritaḥ / hṛṣṭaromābhavad rājā saha mantribhir acyutaḥ //

meldeten dann diesem König die gesamte Opferordnung. Darauf, nachdem er gehört hatte, dass alles vollbracht war, wurde der beste der Könige, unermüdlich, mit vor Freude gesträubten Haaren, zusammen mit den Ministern, der Unfehlbare (der König).

Wort für Wort
kṛtsnam
die gesamte
yajñavidhim
Opferordnung
rājñe
dem König
tadā
dann
tasmai
diesem
nyavedayan
sie meldeten
tataḥ
darauf
śrutvā
nachdem er gehört hatte
nṛpaśreṣṭhaḥ
der beste der Könige
kṛtam
vollbracht
sarvam
alles
atandritaḥ
unermüdlich
hṛṣṭaromā
mit vor Freude gesträubten Haaren
abhavat
er wurde
rājā
der König
saha mantribhiḥ
zusammen mit den Ministern
acyutaḥ
der Unfehlbare

[Anm.: dreizeiliger Vers. Das Epitheton "acyuta" ("der Unfehlbare") ist sonst ein Beiname Viṣṇus und wird hier auf den König übertragen.]

{brahmovāca:} tasmin yajñe pravṛtte tu vāgmino hetuvādibhiḥ / hetuvādān bahūn āhuḥ parasparajigīṣavaḥ //

Brahmā sprach: Als jenes Opfer im Gange war, sprachen die Redegewandten mit den Dialektikern viele Streitreden, wobei sie einander zu besiegen trachteten.

Wort für Wort
tasmin yajñe
bei jenem Opfer
pravṛtte
im Gange befindlich
tu
aber/und
vāgminaḥ
die Redegewandten
hetuvādibhiḥ
mit den Dialektikern
hetuvādān
Streitreden
bahūn
viele
āhuḥ
sie sprachen
parasparajigīṣavaḥ
einander zu besiegen trachtend

devendrasyeva vihitaṃ rājasiṃhena bho dvijāḥ / dadṛśus toraṇāny atra śātakumbhamayāni ca //

Sie sahen dort die von dem Löwen unter den Königen errichteten Torbögen aus reinem Gold, gleich denen des Herrn der Götter (Indra), o Brahmanen.

Wort für Wort
devendrasya iva
wie die des Herrn der Götter (Indra)
vihitam
errichtet
rājasiṃhena
vom Löwen unter den Königen
bhoḥ dvijāḥ
o Brahmanen
dadṛśuḥ
sie sahen
toraṇāni
Torbögen
atra
dort
śātakumbhamayāni
aus reinem Gold bestehend
ca
und

śayyāsanavikārāṃś ca subahūn ratnasaṃcayān / ghaṭapātrīkaṭāhāni kalaśān vardhamānakān //

und sehr viele Arten von Betten und Sitzen, Haufen von Juwelen, Krüge, Schalen, Kessel, Wasserkrüge und [Vardhamānaka-Gefäße (?)],

Wort für Wort
śayyāsanavikārān
Arten von Betten und Sitzen
ca
und
subahūn
sehr viele
ratnasaṃcayān
Haufen von Juwelen
ghaṭapātrīkaṭāhāni
Krüge, Schalen (und) Kessel
kalaśān
Wasserkrüge
vardhamānakān
[Vardhamānaka-Gefäße, ?]

[?: "vardhamānakān" - unsicherer Gefäßtyp.]

nahi kaścid asauvarṇam apaśyad vasudhādhipaḥ / yūpāṃś ca śāstrapaṭhitān dāravān hemabhūṣitān //

Kein Herrscher der Erde sah dort irgendetwas, das nicht aus Gold war - auch die in den Lehrbüchern vorgeschriebenen hölzernen Opferpfähle, mit Gold geschmückt,

Wort für Wort
na hi kaścit
niemand
asauvarṇam
Nicht-Goldenes
apaśyat
er sah
vasudhādhipaḥ
der Herrscher der Erde
yūpān
die Opferpfähle
ca
und
śāstrapaṭhitān
in den Lehrbüchern vorgeschrieben
dāravān
hölzerne
hemabhūṣitān
mit Gold geschmückt

upakṣiptān yathākālaṃ vidhivad bhūrivarcasaḥ / sthalajā jalajā ye ca paśavaḥ kecana dvijāḥ //

rechtzeitig aufgestellt, vorschriftsmäßig, von großem Glanz; und welche Tiere es auch gab, land- und wassergeboren, o Brahmanen,

Wort für Wort
upakṣiptān
aufgestellt
yathākālam
rechtzeitig
vidhivat
vorschriftsmäßig
bhūrivarcasaḥ
von großem Glanz
sthalajāḥ
landgeborene
jalajāḥ
wassergeborene
ye ca
und welche
paśavaḥ
Tiere
kecana
irgendwelche
dvijāḥ
o Brahmanen

sarvān eva samānītān apaśyaṃs tatra te nṛpāḥ / gāś caiva mahiṣīś caiva tathā vṛddhastriyo 'pi ca //

alle diese herbeigebrachten sahen die Könige dort - Kühe und ebenso Büffelkühe, und ebenso auch [alte Frauen (?)],

Wort für Wort
sarvān eva
alle eben
samānītān
herbeigebrachten
apaśyan
sie sahen
tatra
dort
te nṛpāḥ
jene Könige
gāḥ
Kühe
ca eva
und auch
mahiṣīḥ
Büffelkühe
ca eva
und auch
tathā
ebenso
vṛddhastriyaḥ
alte Frauen [?]
api ca
auch

[?: "vṛddhastriyaḥ" ("alte Frauen") wirkt in einer Aufzählung von Opfertieren auffällig; möglicherweise Textkorruption oder abweichende Bedeutung.]

audakāni ca sattvāni śvāpadāni vayāṃsi ca / jarāyujāṇḍajātāni svedajāny udbhidāni ca //

und Wasserwesen, Raubtiere und Vögel, lebendgeborene, eigeborene, schweißgeborene und aus dem Boden hervorbrechende Wesen,

Wort für Wort
audakāni
Wasser-
ca
und
sattvāni
Wesen
śvāpadāni
Raubtiere
vayāṃsi
Vögel
ca
und
jarāyujāṇḍajātāni
lebendgeborene und eigeborene
svedajāni
schweißgeborene
udbhidāni
aus dem Boden hervorbrechende
ca
und

parvatāny upadhānyāni bhūtāni dadṛśuś ca te / evaṃ pramuditaṃ sarvaṃ paśuto dhanadhānyataḥ //

Berge, [unsicherer Begriff (?)] und Geschöpfe sahen sie; so war alles erfreut, an Vieh, Reichtum und Getreide,

Wort für Wort
parvatāni
Berge
upadhānyāni
[unsicherer Begriff, ?]
bhūtāni
Geschöpfe
dadṛśuḥ
sie sahen
ca te
und sie
evam
so
pramuditam
erfreut
sarvam
alles
paśutaḥ
an Vieh
dhanadhānyataḥ
an Reichtum und Getreide

[?: "upadhānyāni" - unsicherer Begriff, evtl. "Nebenhügel" oder eine botanische/mineralische Bezeichnung.]

yajñavāṭaṃ nṛpā dṛṣṭvā vismayaṃ paramaṃ gatāḥ / brāhmaṇānāṃ viśāṃ caiva bahumiṣṭānnam ṛddhimat //

Als die Könige den Opferplatz gesehen hatten, gerieten sie in höchstes Erstaunen - reichlich vorhandene, köstliche Speise für die Brahmanen und ebenso das Volk,

Wort für Wort
yajñavāṭam
den Opferplatz
nṛpāḥ
die Könige
dṛṣṭvā
nachdem sie gesehen hatten
vismayam
Erstaunen
paramam
höchstes
gatāḥ
sie gerieten in
brāhmaṇānām
der Brahmanen
viśām
des Volkes
ca eva
und auch
bahumiṣṭānnam
reichlich köstliche Speise
ṛddhimat
reichlich vorhanden

pūrṇe śatasahasre tu viprāṇāṃ tatra bhuñjatām / dundubhir meghanirghoṣān muhurmuhur athākarot //

Als dort hunderttausend Brahmanen speisten, ertönte die Kesselpauke immer wieder mit einem Klang wie Donnerwolken,

Wort für Wort
pūrṇe
voll
śatasahasre
bei hunderttausend
tu
aber/und
viprāṇām
der Brahmanen
tatra
dort
bhuñjatām
speisenden
dundubhiḥ
die Kesselpauke
meghanirghoṣān
Klänge wie Donnerwolken
muhurmuhuḥ
immer wieder
atha
und dann
akarot
sie machte

vinanādāsakṛc cāpi divase divase gate / evaṃ sa vavṛdhe yajñas tasya rājñas tu dhīmataḥ //

und ertönte wiederholt, während Tag um Tag verging. So wuchs das Opfer jenes weisen Königs.

Wort für Wort
vinanāda
sie ertönte
asakṛt
wiederholt
ca api
und auch
divase divase
Tag um Tag
gate
vergangen
evam
so
saḥ vavṛdhe
es wuchs
yajñaḥ
das Opfer
tasya rājñaḥ
jenes Königs
tu dhīmataḥ
des weisen

annasya subahūn viprā utsargān nirgatopamān / dadhikulyāś ca dadṛśuḥ payasaś ca hradāṃs tathā //

Die Brahmanen sahen sehr viele Aufschüttungen von Speise, gleich hervorquellenden Bergen, und Bäche von Dickmilch, und ebenso Teiche von Milch,

Wort für Wort
annasya
der Speise
subahūn
sehr viele
viprāḥ
die Brahmanen
utsargān
Aufschüttungen/Haufen
nirgatopamān
gleich hervorquellenden (Bergen)
dadhikulyāḥ
Bäche von Dickmilch
ca
und
dadṛśuḥ
sie sahen
payasaḥ
von Milch
ca
und
hradān
Teiche
tathā
ebenso

jambūdvīpo hi sakalo nānājanapadair yutaḥ / dvijāś ca tatra dṛśyante rājñas tasya mahāmakhe //

Denn der ganze Jambudvīpa-Kontinent, versehen mit seinen verschiedenen Ländern, [war da vertreten]; und Brahmanen wurden dort bei dem großen Opfer jenes Königs erblickt,

Wort für Wort
jambūdvīpaḥ
der Jambudvīpa-Kontinent
hi
denn
sakalaḥ
der ganze
nānājanapadaiḥ
mit verschiedenen Ländern
yutaḥ
versehen
dvijāḥ
die Brahmanen
ca
und
tatra
dort
dṛśyante
sie werden gesehen
rājñaḥ
des Königs
tasya
jenes
mahāmakhe
bei dem großen Opfer

tatra yāni sahasrāṇi puruṣāṇāṃ tatas tataḥ / gṛhītvā bhājanaṃ jagmur bahūni dvijasattamāḥ //

dort kamen von überallher Tausende von Männern, mit Gefäßen in der Hand gingen sie in großer Zahl, o beste der Zweifachgeborenen,

Wort für Wort
tatra
dort
yāni sahasrāṇi
welche Tausende
puruṣāṇām
von Männern
tatas tataḥ
von überallher
gṛhītvā
nachdem sie genommen hatten
bhājanam
ein Gefäß
jagmuḥ
sie gingen
bahūni
viele
dvijasattamāḥ
o beste der Zweifachgeborenen

śrāviṇaś cāpi te sarve sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ / paryaveṣayan dvijātīñ śataśo 'tha sahasraśaḥ //

und diese alle, [Ausrufer (?)] mit blank polierten Juwelenohrringen, bedienten die Zweifachgeborenen zu Hunderten und Tausenden,

Wort für Wort
śrāviṇaḥ
[Ausrufer/Verkünder, ?]
ca api
und auch
te sarve
sie alle
sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ
mit blank polierten Juwelenohrringen
paryaveṣayan
sie bedienten (mit Speise)
dvijātīn
die Zweifachgeborenen
śataśaḥ
zu Hunderten
atha
und dann
sahasraśaḥ
zu Tausenden

[?: "śrāviṇaḥ" - unsichere Bedeutung, evtl. "Ausrufer/Verkünder" (des Speiseangebots).]

vividhāny anupānāni puruṣā ye 'nuyāyinaḥ / te vai nṛpopabhojyāni brāhmaṇebhyo daduḥ saha //

die Männer, die als Gefolgsleute dienten, gaben mancherlei Getränke, die zum königlichen Genuss bestimmten Dinge, zusammen den Brahmanen,

Wort für Wort
vividhāni
mancherlei
anupānāni
Getränke (nach der Mahlzeit)
puruṣāḥ
die Männer
ye anuyāyinaḥ
die Gefolgsleute
te vai
sie wahrlich
nṛpopabhojyāni
die zum königlichen Genuss bestimmten Dinge
brāhmaṇebhyaḥ
den Brahmanen
daduḥ
sie gaben
saha
zusammen

samāgatān vedavido rājñaś ca pṛthivīśvarān / pūjāṃ cakre tadā teṣāṃ vidhivad bhūridakṣiṇaḥ //

Den versammelten, die Veden kennenden Königen, den Herrschern der Erde, erwies er, der reichlich Ehrengaben gebende, damals vorschriftsmäßig Verehrung.

Wort für Wort
samāgatān
die versammelten
vedavidaḥ
die die Veden Kennenden
rājñaḥ
Könige
ca
und
pṛthivīśvarān
die Herrscher der Erde
pūjām
Verehrung
cakre
er erwies
tadā
dann
teṣām
ihnen
vidhivat
vorschriftsmäßig
bhūridakṣiṇaḥ
der reichlich Ehrengaben Gebende

digdeśād āgatān rājño mahāsaṃgrāmaśālinaḥ / naṭanartakakādīṃś ca gītastutiviśāradān //

[er verehrte auch] die aus fernen Ländern gekommenen Könige, die in großen Schlachten glänzten, und die Schauspieler, Tänzer und dergleichen, die in Gesang und Lobpreisung bewandert waren,

Wort für Wort
digdeśāt
aus einem fernen Land
āgatān
gekommene
rājñaḥ
Könige
mahāsaṃgrāmaśālinaḥ
die in großen Schlachten Glänzenden
naṭanartakakādīn
Schauspieler, Tänzer und dergleichen
ca
und
gītastutiviśāradān
die in Gesang und Lobpreisung Bewanderten

patnyo manoramās tasya pīnonnatapayodharāḥ / indīvarapalāśākṣyaḥ śaraccandranibhānanāḥ //

Seine bezaubernden Gattinnen mit vollen, erhabenen Brüsten, mit Augen wie blaue Lotosblätter, mit Gesichtern gleich dem Herbstmond,

Wort für Wort
patnyaḥ
die Gattinnen
manoramāḥ
bezaubernde
tasya
seine
pīnonnatapayodharāḥ
mit vollen, erhabenen Brüsten
indīvarapalāśākṣyaḥ
mit Augen wie blaue Lotosblätter
śaraccandranibhānanāḥ
mit Gesichtern gleich dem Herbstmond

kulaśīlaguṇopetāḥ sahasraikaṃ śatādhikam / evaṃ tadbhūpaparama- patnīgaṇasamanvitam //

ausgestattet mit edler Herkunft, Charakter und Tugenden, elfhundert an der Zahl - so war [der Opferplatz] mit der Schar der Gattinnen jenes höchsten Königs versehen,

Wort für Wort
kulaśīlaguṇopetāḥ
ausgestattet mit edler Herkunft, Charakter und Tugenden
sahasraikam śatādhikam
eintausendeinhundert (an Zahl)
evam
so
tadbhūpaparamapatnīgaṇasamanvitam
versehen mit der Schar der Gattinnen jenes höchsten Königs

ratnamālākulaṃ divyaṃ patākādhvajasevitam / ratnahārayutaṃ ramyaṃ candrakāntisamaprabham //

voll von Juwelengirlanden, göttlich, versehen mit Bannern und Standarten, mit Juwelenketten ausgestattet, lieblich, von einem Glanz gleich dem Mondlicht,

Wort für Wort
ratnamālākulam
voll von Juwelengirlanden
divyam
göttlich
patākādhvajasevitam
versehen mit Bannern und Standarten
ratnahārayutam
mit Juwelenketten ausgestattet
ramyam
lieblich
candrakāntisamaprabham
von einem Glanz gleich dem Mondlicht

kariṇaḥ parvatākārān madasiktān mahābalān / śataśaḥ koṭisaṃghātair dantibhir dantabhūṣaṇaiḥ //

[da waren] Elefanten von der Gestalt von Bergen, benetzt mit Brunftsaft, sehr kräftig, zu Hunderten, mit Scharen zu Millionen, mit Elefanten mit Stoßzahnschmuck,

Wort für Wort
kariṇaḥ
Elefanten
parvatākārān
von der Gestalt von Bergen
madasiktān
benetzt mit Brunftsaft
mahābalān
sehr kräftige
śataśaḥ
zu Hunderten
koṭisaṃghātaiḥ
mit Scharen zu Millionen
dantibhiḥ
mit Elefanten
dantabhūṣaṇaiḥ
mit Stoßzahnschmuck

vātavegajavair aśvaiḥ sindhujātaiḥ suśobhanaiḥ / śvetāśvaiḥ śyāmakarṇaiś ca koṭyanekair javānvitaiḥ //

mit Pferden von Windesschnelle, im Sindhu-Land geboren, sehr schön, mit weißen Pferden und schwarzohrigen, zu vielen Millionen, mit Schnelligkeit ausgestattet,

Wort für Wort
vātavegajavaiḥ
von Windesschnelligkeit
aśvaiḥ
mit Pferden
sindhujātaiḥ
im Sindhu-Land geboren
suśobhanaiḥ
sehr schönen
śvetāśvaiḥ
mit weißen Pferden
śyāmakarṇaiḥ
mit schwarzen Ohren
ca
und
koṭyanekaiḥ
zu vielen Millionen
javānvitaiḥ
mit Schnelligkeit ausgestattet

saṃnaddhabaddhakakṣaiś ca nānāpraharaṇodyataiḥ / asaṃkhyeyaiḥ padātaiś ca devaputropamais tathā //

und mit gerüsteten, mit festgebundenem Gürtel versehenen, mit vielerlei Waffen bereiten, unzähligen Fußsoldaten, gleich Göttersöhnen,

Wort für Wort
saṃnaddhabaddhakakṣaiḥ
gerüstet und mit festgebundenem Gürtel
ca
und
nānāpraharaṇodyataiḥ
mit vielerlei Waffen bereit
asaṃkhyeyaiḥ
unzählige
padātaiḥ
Fußsoldaten
ca
und
devaputropamaiḥ
gleich Göttersöhnen
tathā
ebenso

ity evaṃ dadṛśe rājā yajñasaṃbhāravistaram / mudaṃ lebhe tadā rājā saṃhṛṣṭo vākyam abravīt //

So sah der König die Fülle der Opferausstattung; da empfand der König Freude, und hocherfreut sprach er ein Wort.

Wort für Wort
iti evam
so
dadṛśe
er sah
rājā
der König
yajñasaṃbhāravistaram
die Fülle der Opferausstattung
mudam
Freude
lebhe
er erlangte
tadā
dann
rājā
der König
saṃhṛṣṭaḥ
hocherfreut
vākyam
ein Wort
abravīt
er sprach

{rājovāca:} ānayadhvaṃ hayaśreṣṭhaṃ sarvalakṣaṇalakṣitam / cārayadhvaṃ pṛthivyāṃ vai rājaputrāḥ susaṃyatāḥ //

Der König sprach: Bringt das vortrefflichste Pferd herbei, gekennzeichnet mit allen Merkmalen, und lasst es, o Königssöhne, wohlbeherrscht auf der Erde frei umherziehen,

Wort für Wort
ānayadhvam
bringt herbei
hayaśreṣṭham
das vortrefflichste Pferd
sarvalakṣaṇalakṣitam
gekennzeichnet mit allen Merkmalen
cārayadhvam
lasst umherziehen
pṛthivyām
auf der Erde
vai
wahrlich
rājaputrāḥ
o Königssöhne
susaṃyatāḥ
wohlbeherrscht

vidvadbhir dharmavidbhiś ca atra homo vidhīyatām / kṛṣṇacchāgaṃ ca mahiṣaṃ kṛṣṇasāramṛgaṃ dvijān //

und durch die Gelehrten und die des Rechts Kundigen soll hier das Feueropfer vollzogen werden - schwarzer Ziegenbock, Büffel, schwarzer Antilopenbock, o Brahmanen,

Wort für Wort
vidvadbhiḥ
durch die Gelehrten
dharmavidbhiḥ
durch die des Rechts Kundigen
ca
und
atra
hier
homaḥ
das Feueropfer
vidhīyatām
es soll vollzogen werden
kṛṣṇacchāgam
der schwarze Ziegenbock
ca
und
mahiṣam
der Büffel
kṛṣṇasāramṛgam
der schwarze Antilopenbock
dvijān
o Brahmanen

anaḍvāhaṃ ca gāś caiva sarvāṃś ca paśupālakān / iṣṭayaś ca pravartantāṃ prāsādaṃ vaiṣṇavaṃ tataḥ //

und der Zugochse, und Kühe, und alle Hirten - und die Opferhandlungen sollen vollzogen werden, und dann der Viṣṇu-Tempel [errichtet werden],

Wort für Wort
anaḍvāham
der Zugochse
ca
und
gāḥ
Kühe
ca eva
und auch
sarvān ca
und alle
paśupālakān
Hirten
iṣṭayaḥ
die Opferhandlungen
ca
und
pravartantām
sie sollen vollzogen werden
prāsādam
der Tempel
vaiṣṇavam
der Viṣṇu-
tataḥ
dann

sarvam etac ca viprebhyo dīyatāṃ manasepsitam / striyaś ca ratnakoṭyaś ca grāmāś ca nagarāṇi ca //

und all dies, was das Herz begehrt, soll den Brahmanen gegeben werden - Frauen, Millionen von Juwelen, Dörfer und Städte,

Wort für Wort
sarvam etat
all dies
ca
und
viprebhyaḥ
den Brahmanen
dīyatām
es soll gegeben werden
manasepsitam
was das Herz begehrt
striyaḥ
Frauen
ca
und
ratnakoṭyaḥ
Millionen von Juwelen
ca
und
grāmāḥ
Dörfer
ca
und
nagarāṇi
Städte
ca
und

samyak samṛddhabhūmyaś ca viṣayāś caivam arthinām / anyāni dravyajātāni manojñāni bahūni ca //

und wohlausgestattete, fruchtbare Ländereien, und Herrschaftsgebiete für die Bittsteller, und andere vielerlei erfreuliche Güterarten,

Wort für Wort
samyak
vollständig
samṛddhabhūmyaḥ
fruchtbare Ländereien
ca
und
viṣayāḥ
Herrschaftsgebiete
ca evam
und so
arthinām
für die Bittsteller
anyāni
andere
dravyajātāni
Güterarten
manojñāni
erfreuliche
bahūni
viele
ca
und

sarveṣāṃ yācamānānāṃ nāsti hy etan na bhāṣayet / tāvat pravartatāṃ yajño yāvad devaḥ purā tv iha / pratyakṣaṃ mama cābhyeti yajñasyāsya samīpataḥ //

'Es gibt nichts, wovon man zu allen Bittstellern sagen sollte, dass es nicht gegeben werde' - so lange soll das Opfer fortgesetzt werden, bis der Gott einst hier mir persönlich in der Nähe dieses Opfers erscheint.

Wort für Wort
sarveṣām
allen
yācamānānām
Bittstellenden
na asti
es gibt nicht
hi
denn
etat
dies
na bhāṣayet
man sollte nicht sagen (es werde nicht gegeben)
tāvat
so lange
pravartatām
es soll fortgesetzt werden
yajñaḥ
das Opfer
yāvat
bis
devaḥ
der Gott
purā
einst
tu iha
hier
pratyakṣam
sichtbar/persönlich
mama
mir
ca
und
abhyeti
er kommt herbei
yajñasya asya
dieses Opfers
samīpataḥ
in die Nähe

[Anm.: dreizeiliger Vers.]

{brahmovāca:} evam uktvā tadā viprā rājasiṃho mahābhujaḥ / dadau suvarṇasaṃghātaṃ koṭīnāṃ caiva bhūṣaṇam //

Brahmā sprach: So gesprochen habend, o Brahmanen, gab der starkarmige Löwe unter den Königen dann Anhäufungen von Gold, und auch Schmuck im Wert von Millionen,

Wort für Wort
evam
so
uktvā
nachdem er gesprochen hatte
tadā
dann
viprāḥ
o Brahmanen
rājasiṃhaḥ
der Löwe unter den Königen
mahābhujaḥ
der starkarmige
dadau
er gab
suvarṇasaṃghātam
Anhäufungen von Gold
koṭīnām
im Wert von Millionen
ca eva
und auch
bhūṣaṇam
Schmuck

kareṇuśatasāhasraṃ vājino niyutāni ca / arbudaṃ caiva vṛṣabhaṃ svarṇaśṛṅgīś ca dhenukāḥ //

hunderttausend Elefantenkühe und Millionen von Pferden, und hundert Millionen Stiere, und goldgehörnte Milchkühe,

Wort für Wort
kareṇuśatasāhasram
hunderttausend Elefantenkühe
vājinaḥ
Pferde
niyutāni
Millionen (Niyuta-Einheiten)
ca
und
arbudam
hundert Millionen (Arbuda)
ca eva
und auch
vṛṣabham
Stiere
svarṇaśṛṅgīḥ
mit goldenen Hörnern
ca
und
dhenukāḥ
Milchkühe

surūpāḥ surabhīś caiva kāṃsyadohāḥ payasvinīḥ / prāyacchat sa tu viprebhyo vedavidbhyo mudā yutaḥ //

schöngestaltete und wohlriechende, in Bronzegefäße gemolkene, milchreiche Kühe gab er den Veden-kundigen Brahmanen, von Freude erfüllt.

Wort für Wort
surūpāḥ
schöngestaltete
surabhīḥ
wohlriechende
ca eva
und auch
kāṃsyadohāḥ
in Bronzegefäße gemolkene
payasvinīḥ
milchreiche (Kühe)
prāyacchat
er gab
saḥ tu
er aber
viprebhyaḥ
den Brahmanen
vedavidbhyaḥ
den Veda-Kundigen
mudā yutaḥ
von Freude erfüllt

vāsāṃsi ca mahārhāṇi rāṅkavāstaraṇāni ca / suśuklāni ca śubhrāṇi pravālamaṇim uttamam //

und sehr wertvolle Gewänder, und Rāṅkava-Teppiche, und sehr weiße, strahlende, vortreffliche Korallen-Edelsteine,

Wort für Wort
vāsāṃsi
Gewänder
ca
und
mahārhāṇi
sehr wertvolle
rāṅkavāstaraṇāni
Rāṅkava-Teppiche
ca
und
suśuklāni
sehr weiße
ca
und
śubhrāṇi
strahlende
pravālamaṇim
Korallen-Edelsteine
uttamam
vortreffliche

adadāt sa mahāyajñe ratnāni vividhāni ca //*

gab er bei dem großen Opfer, und vielerlei Juwelen.

Wort für Wort
adadāt
er gab
saḥ
er
mahāyajñe
bei dem großen Opfer
ratnāni
Juwelen
vividhāni
vielerlei
ca
und

[Anm.: einzeilige "Halbvers"-Zeile, im Original mit "//*" markiert.]

vajravaidūryamāṇikya- muktikādyāni yāni ca / alaṃkāravatīḥ śubhrāḥ kanyā rājīvalocanāḥ //

und was es an Diamanten, Beryllen, Rubinen, Perlen und dergleichen gab; strahlende, geschmückte Jungfrauen mit lotosgleichen Augen,

Wort für Wort
vajravaidūryamāṇikyamuktikādyāni
Diamanten, Beryllen, Rubine, Perlen und dergleichen
yāni ca
und welche
alaṃkāravatīḥ
geschmückte
śubhrāḥ
strahlende
kanyāḥ
Jungfrauen
rājīvalocanāḥ
mit lotosgleichen Augen

śatāni pañca viprebhyo rājā hṛṣṭaḥ pradattavān / striyaḥ pīnapayobhārāḥ kañcukaiḥ svastanāvṛtāḥ //

fünfhundert [Jungfrauen] gab der erfreute König den Brahmanen; Frauen mit vollen Brüsten, mit Miedern ihre schönen Brüste bedeckt,

Wort für Wort
śatāni pañca
fünf Hundertschaften
viprebhyaḥ
den Brahmanen
rājā
der König
hṛṣṭaḥ
erfreut
pradattavān
er gab
striyaḥ
Frauen
pīnapayobhārāḥ
mit voller Brüstelast
kañcukaiḥ
mit Miedern
svastanāvṛtāḥ
ihre schönen Brüste bedeckend

madhyahīnāś ca suśroṇyaḥ padmapattrāyatekṣaṇāḥ / hāvabhāvānvitagrīvā bahvyo valayabhūṣitāḥ //

schlank in der Taille, mit schönen Hüften, mit Augen lang wie Lotosblätter, mit anmutig bewegten Hälsen, viele, mit Armreifen geschmückt,

Wort für Wort
madhyahīnāḥ
schlank in der Taille
ca
und
suśroṇyaḥ
mit schönen Hüften
padmapattrāyatekṣaṇāḥ
mit Augen lang wie Lotosblätter
hāvabhāvānvitagrīvāḥ
mit anmutig bewegten Hälsen
bahvyaḥ
viele
valayabhūṣitāḥ
mit Armreifen geschmückt

pādanūpurasaṃyuktāḥ paṭṭadukūlavāsasaḥ / ekaikaśo 'dadāt tasmin kāmyāś ca kāminīr bahūḥ //

mit Fußspangen versehen, in Seiden- und feinem Leinengewand - einzeln je einem gab er dort viele begehrenswerte Frauen.

Wort für Wort
pādanūpurasaṃyuktāḥ
mit Fußspangen versehen
paṭṭadukūlavāsasaḥ
in Seiden- und Feinleinengewand
ekaikaśaḥ
einzeln je einem
adadāt
er gab
tasmin
dabei
kāmyāḥ
begehrenswerte
ca
und
kāminīḥ
Frauen
bahūḥ
viele

arthibhyo brāhmaṇādibhyo hayamedhe dvijottamāḥ / bhakṣyaṃ bhojyaṃ ca saṃpūrṇaṃ nānāsaṃbhārasaṃyutam //

Den Bittstellern, den Brahmanen und anderen, gab er beim Pferdeopfer, o beste der Zweifachgeborenen, vollständige feste Speise und Genussspeise, versehen mit mancherlei Zutaten,

Wort für Wort
arthibhyaḥ
den Bittstellern
brāhmaṇādibhyaḥ
den Brahmanen und anderen
hayamedhe
beim Pferdeopfer
dvijottamāḥ
o beste der Zweifachgeborenen
bhakṣyam
feste Speise
bhojyam
Genussspeise
ca
und
saṃpūrṇam
vollständig
nānāsaṃbhārasaṃyutam
versehen mit mancherlei Zutaten

khaṇḍakādyāny anekāni svinnapakvāṃś ca piṣṭakān / annāny anyāni medhyāṃś ca ghṛtapūrāṃś ca khāṇḍavān //

viele Zuckerwaren und dergleichen, gedämpfte und gebackene Mehlkuchen, andere reine Speisen, und mit Ghee gefüllte Küchlein und Khāṇḍava-Süßspeisen,

Wort für Wort
khaṇḍakādyāni
Zuckerwaren und dergleichen
anekāni
viele
svinnapakvān
gedämpfte und gebackene
ca
und
piṣṭakān
Mehlkuchen
annāni
Speisen
anyāni
andere
medhyān
reine
ca
und
ghṛtapūrān
mit Ghee gefüllte Küchlein
ca
und
khāṇḍavān
Khāṇḍava-Süßspeisen

madhurāṃs tarjitān pūpān annaṃ mṛṣṭaṃ supākikam / prītyarthaṃ sarvasattvānāṃ dīyate 'nnaṃ punaḥ punaḥ //

süße, [unsicherer Begriff (?)] Fladen, gereinigte, wohlgekochte Speise - zur Freude aller Wesen wird immer wieder Speise gegeben.

Wort für Wort
madhurān
süße
tarjitān
[unsicherer Begriff, ?]
pūpān
Fladen/Kuchen
annam
Speise
mṛṣṭam
gereinigt/rein
supākikam
wohlgekocht
prītyartham
zur Freude
sarvasattvānām
aller Wesen
dīyate
es wird gegeben
annam
Speise
punaḥ punaḥ
immer wieder

[?: "tarjitān" - im Kontext von Speisen ungewöhnlich, möglicherweise Verschreibung für eine Fladenbrot-Bezeichnung.]

dattasya dīyamānasya dhanasyānto na vidyate / evaṃ dṛṣṭvā mahāyajñaṃ devadaityāḥ savāraṇāḥ //

Ein Ende des gegebenen und noch zu gebenden Reichtums war nicht zu finden. Als sie so das große Opfer sahen, [gerieten] Götter und Daityas samt den Elefanten [in Staunen],

Wort für Wort
dattasya
des Gegebenen
dīyamānasya
des noch Gegebenwerdenden
dhanasya
des Reichtums
antaḥ
ein Ende
na vidyate
es ist nicht vorhanden
evam
so
dṛṣṭvā
nachdem sie gesehen hatten
mahāyajñam
das große Opfer
devadaityāḥ
Götter und Daityas
savāraṇāḥ
samt den Elefanten

gandharvāpsarasaḥ siddhā ṛṣayaś ca prajeśvarāḥ / vismayaṃ paramaṃ yātā dṛṣṭvā kratuvaraṃ śubham //

Gandharvas, Apsaras, Siddhas, und die Ṛṣis, die Herren der Geschöpfe, gerieten in höchstes Erstaunen, als sie das vortreffliche, heilbringende Opfer sahen.

Wort für Wort
gandharvāpsarasaḥ
Gandharvas (und) Apsaras
siddhāḥ
Siddhas
ṛṣayaḥ
die Ṛṣis
ca
und
prajeśvarāḥ
die Herren der Geschöpfe
vismayam
Erstaunen
paramam
höchstes
yātāḥ
gerieten in
dṛṣṭvā
nachdem sie gesehen hatten
kratuvaram
das vortreffliche Opfer
śubham
heilbringende

purodhā mantriṇo rājā hṛṣṭās tatraiva sarvaśaḥ / na tatra malinaḥ kaścin na dīno na kṣudhānvitaḥ //

Der Hauspriester, die Minister, der König - alle waren dort erfreut, ganz und gar. Dort gab es niemanden Schmutzigen, niemanden Elenden, niemanden von Hunger Geplagten,

Wort für Wort
purodhāḥ
der Hauspriester
mantriṇaḥ
die Minister
rājā
der König
hṛṣṭāḥ
erfreut
tatra eva
eben dort
sarvaśaḥ
ganz und gar
na tatra
dort nicht
malinaḥ
schmutzig
kaścit
irgendjemand
na dīnaḥ
nicht elend
na kṣudhānvitaḥ
nicht von Hunger geplagt

na vopasargo na glānir nādhayo vyādhayas tathā / nākālamaraṇaṃ tatra na daṃśo na grahā viṣam //

und keine Plage, keine Erschöpfung, keine seelischen Leiden, keine Krankheiten, kein vorzeitiger Tod dort, kein Insektenstich, keine bösen Planeteneinflüsse, kein Gift.

Wort für Wort
na vā upasargaḥ
und keine Plage/Not
na glāniḥ
keine Erschöpfung
na ādhayaḥ
keine seelischen Leiden
vyādhayaḥ
Krankheiten
tathā
ebenso (keine)
na akālamaraṇam
kein vorzeitiger Tod
tatra
dort
na daṃśaḥ
kein (Insekten-)Biss
na grahāḥ
keine (bösen) Planeten
viṣam
Gift

hṛṣṭapuṣṭajanāḥ sarve tasmin rājño mahotsave / ye ca tatra tapaḥsiddhā munayaś cirajīvinaḥ //

Erfreute und wohlgenährte Leute waren alle bei jenem großen Fest des Königs, und welche durch Askese vollendeten, langlebigen Munis dort waren,

Wort für Wort
hṛṣṭapuṣṭajanāḥ
erfreute und wohlgenährte Leute
sarve
alle
tasmin
bei jenem
rājñaḥ
des Königs
mahotsave
großen Fest
ye ca
und welche
tatra
dort
tapaḥsiddhāḥ
durch Askese vollendete
munayaḥ
Munis
cirajīvinaḥ
langlebige

na jātaṃ tādṛśaṃ yajñaṃ dhanadhānyasamanvitam / evaṃ sa rājā vidhivad vājimedhaṃ dvijottamāḥ / kratuṃ samāpayām āsa prāsādaṃ vaiṣṇavaṃ tathā //

[sie sprachen:] 'Nie ist ein solches Opfer entstanden, ausgestattet mit Reichtum und Getreide!' So vollendete der König vorschriftsmäßig das Pferdeopfer, o beste der Zweifachgeborenen, das Opfer, und ebenso den Viṣṇu-Tempel.

Wort für Wort
na jātam
nicht entstanden
tādṛśam
ein solches
yajñam
Opfer
dhanadhānyasamanvitam
mit Reichtum und Getreide ausgestattet
evam
so
saḥ rājā
jener König
vidhivat
vorschriftsmäßig
vājimedham
das Pferdeopfer
dvijottamāḥ
o beste der Zweifachgeborenen
kratum
das Opfer
samāpayām āsa
er vollendete
prāsādam
den Tempel
vaiṣṇavam
den Viṣṇu-
tathā
ebenso

[Anm.: dreizeiliger Vers.]

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