Kapitel 173: bhīmeśvaratīrthamāhātmyavarṇanam
Die Größe des Bhīmeśvara-Tīrtha (Das Ṛṣisattra der sieben Weisen, Viśvāmitras Lehre vom Karma und Viśvarūpas furchtbare Askese)
Am Ort des Ṛṣisattra, wo die sieben Ṛṣis zur Askese weilten, teilen diese die Gaṅgā siebenfach und benennen die Ströme nach sich selbst (Vāsiṣṭhī, Vaiśvāmitrī, Vāmadevī, die mittlere und glückverheißende Gautamī, Bhāradvājī, Ātreyī, Jāmadagnī) und vollenden eine große Opfersitzung. Der Götterfeind Viśvarūpa erscheint, verehrt die Weisen und bittet um die Mittel, einen selbst den Göttern unbezwingbaren Sohn zu erlangen. Viśvāmitra hält eine ausführliche philosophische Lehrrede über Karma: nicht die Handlung selbst, sondern die ihr zugrundeliegende Gesinnung (bhāva - sattvisch, rajasisch oder tamasisch) bestimmt die Frucht des Handelns. Von dieser Lehre bewegt, übt Viśvarūpa aus tamasischer Gesinnung eine furchtbare, gegen den Rat der Weisen fortgesetzte Askese: In einer Feuergrube visualisiert er sich selbst als schreckliche Rudra-Gestalt und opfert sich dem Feuer dar, wobei ihn eine körperlose Stimme in dunklen, an den Vṛtra-Mythos anklingenden Worten anspricht. Die Weisen verehren den so entstandenen furchtbaren Gott als Bhīmeśvara. Ein abschließender Hymnus (im Versmaß, pādaweise gezählt) preist Bhīmeśvara und die am Zusammenfluss von Godāvarī und Ozean gelegene Stätte als Quelle der Sündentilgung und Erlösung.
- dort will ich dieses Geschehen verkünden, das von Göttern, Ṛṣis und Ahnen gepriesen wird; höre es aufmerksam, ich will das Verheißungsvolle verkünden, das alle Wünsche gewährt.
die andere sei als Vāmadevī bekannt, die glückverheißende Gautamī liege in der Mitte; eine weitere ist als Bhāradvājī überliefert, und eine andere wiederum als Ātreyī;
bekannt als Viśvarūpa, der zur Opfersitzung der Weisen kam; nachdem er sie durch Keuschheit und Askese vorschriftsmäßig verehrt hatte, befragte er darauf demütig alle Ṛṣis der Reihe nach.
Wort für Wort
viśvarūpa iti khyāto
bekannt als Viśvarūpa
munīnāṃ sattram abhyagāt
kam zur Opfersitzung der Weisen
brahmacaryeṇa tapasā tān ārādhya yathāvidhi
nachdem er sie durch Keuschheit und Askese vorschriftsmäßig verehrt hatte
vinayenātha papraccha ṛṣīn sarvān anukramāt
befragte er darauf demütig alle Ṛṣis der Reihe nach
Viśvarūpa sprach: 'Gewiss, alle - wie es meinem Wunsche entspricht, mir zum Wohlergehen, aus diesem Grund - wie mir ein kraftvoller Sohn zuteilwerde, unbezwingbar selbst für die Götter, sei es durch Opfer oder durch Askese - das möget ihr, o Weise, zu sagen geruhen.'
Wort für Wort
dhruvaṃ sarve yathākāmaṃ
'gewiss, alle, wie es meinem Wunsche entspricht'
mama svāsthyena hetunā
'mir zum Wohlergehen, aus diesem Grund'
yathā syād balavān putro devānām api durdharaḥ
'wie mir ein kraftvoller Sohn zuteilwerde, unbezwingbar selbst für die Götter'
yajñair vā tapasā vāpi munayo vaktum arhatha
'sei es durch Opfer oder durch Askese - das möget ihr, o Weise, sagen'
{viśvāmitra uvāca:}
karmaṇā tāta labhyante phalāni vividhāni ca /
trayāṇāṃ kāraṇānāṃ ca karma prathamakāraṇam // 173.10 //
Viśvāmitra sprach: 'Durch das Handeln, mein Kind, werden mannigfache Früchte erlangt; von den drei Ursachen ist das Handeln (Karma) die erste Ursache.'
tataś ca kāraṇaṃ kartā tataś cānyat prakīrtitam /
upādānaṃ tathā bījaṃ na ca karma vidur budhāḥ // 173.11 //
'Sodann ist der Handelnde selbst eine Ursache, und wiederum eine andere wird genannt: das Substrat sowie der Same - das Handeln selbst aber erkennen die Weisen darin nicht.'
Wort für Wort
tataś ca kāraṇaṃ kartā
'sodann ist der Handelnde selbst eine Ursache'
tataś cānyat prakīrtitam
'und wiederum eine andere wird genannt'
upādānaṃ tathā bījaṃ
'das Substrat sowie der Same'
na ca karma vidur budhāḥ
'das Handeln selbst aber erkennen die Weisen darin nicht'
[?: Die genaue Struktur der drei Ursachen bleibt im Original knapp und ist nicht restlos eindeutig.]
karmaṇāṃ kāraṇatvaṃ ca kāraṇe puṣkale sati /
bhāvābhāvau phale dṛṣṭau tasmāt karmāśritaṃ phalam // 173.12 //
'Die Ursächlichkeit der Handlungen besteht, wenn die Ursache vollständig vorhanden ist; Vorhandensein und Nichtvorhandensein werden an der Frucht ersichtlich - daher ist die Frucht vom Handeln abhängig.'
Wort für Wort
karmaṇāṃ kāraṇatvaṃ ca
'die Ursächlichkeit der Handlungen'
kāraṇe puṣkale sati
'besteht, wenn die Ursache vollständig vorhanden ist'
bhāvābhāvau phale dṛṣṭau
'Vorhandensein und Nichtvorhandensein werden an der Frucht ersichtlich'
karmāpi dvividhaṃ jñeyaṃ kriyamāṇaṃ tathā kṛtam /
kartavyaṃ kriyamāṇasya sādhanaṃ yad yad ucyate // 173.13 //
'Auch das Handeln ist als zweifach zu erkennen: als gerade Geschehendes und als Vollendetes; was auch immer als Mittel des Zu-vollziehenden für das gerade Geschehende bezeichnet wird -'
tadbhāvāḥ karmasiddhau ca ubhayatrāpi kāraṇam /
yad yad bhāvayate jantuḥ karma kurvan vicakṣaṇaḥ // 173.14 //
- dessen innere Zustände sind auch bei der Vollendung des Handelns in beiderlei Hinsicht die Ursache. Was auch immer ein Wesen sich vorstellt, während es, klugsinnig, eine Handlung vollzieht -
Wort für Wort
tadbhāvāḥ karmasiddhau ca
dessen innere Zustände sind auch bei der Vollendung des Handelns
- dem entsprechend, was es sich vorstellt, wird, so heißt es, die Frucht bewirkt. Wenn jemand die Handlung vorschriftsmäßig, aber ohne rechte Gesinnung, vollzieht -
Wort für Wort
tadbhāvanānurūpeṇa
dem entsprechend, was es sich vorstellt
phalaniṣpattir ucyate
wird, so heißt es, die Frucht bewirkt
karoti karma vidhivad
wenn jemand die Handlung vorschriftsmäßig vollzieht
- so wird die ganze Frucht für ihn anders ausfallen, entsprechend seiner tatsächlichen Gesinnung. Darum gilt für Askese, Gelübde, Spende, Gebetsmurmeln, Opfer und dergleichen Handlungen:
karmaṇas tv anurūpeṇa phalaṃ dāsyanti bhāvataḥ /
tasmād bhāvānurūpeṇa karma vai dāsyate phalam // 173.17 //
- diese werden die Frucht entsprechend der zugrundeliegenden Gesinnung geben, nicht entsprechend der Handlung. Darum gewährt das Handeln die Frucht wahrlich entsprechend der Gesinnung.
Wort für Wort
karmaṇas tv anurūpeṇa phalaṃ dāsyanti bhāvataḥ
diese werden die Frucht entsprechend der Gesinnung geben, nicht entsprechend der Handlung
bhāvas tu trividho jñeyaḥ sāttviko rājasas tathā /
tāmasas tu tathā jñeyaḥ phalaṃ karmānusārataḥ // 173.18 //
'Die Gesinnung aber ist als dreifach zu erkennen: sattvisch, ebenso rajasisch, und ebenso ist die tamasische zu erkennen; die Frucht richtet sich nach der Handlung.'
'Und so, der Gesinnung entsprechend, ist die Beschaffenheit der Handlungen mannigfaltig; darum möge der Kluge seine Gesinnung entsprechend seinem Wunsch gestalten.'
Wort für Wort
bhāvanānuguṇaṃ ceti
'und so, der Gesinnung entsprechend'
vicitrā karmaṇāṃ sthitiḥ
'ist die Beschaffenheit der Handlungen mannigfaltig'
'Danach ist auch die Handlung zu vollziehen, die von entsprechender Art die Frucht gibt; sie gewährt den Fruchtsuchenden die Frucht, wenn sie sich auf die Frucht richtet.'
karmakāro na tatrāsti kuryāt karma svabhāvataḥ /
tad eva copadānādi sattvādiguṇabhedataḥ // 173.21 //
'Ein gesonderter Handlungsbewirker gibt es dabei nicht - man vollziehe die Handlung gemäß der eigenen Natur; ebendieses wird, je nach dem Unterschied der Eigenschaften Sattva und der anderen, zu Substrat und dergleichen -'
Wort für Wort
karmakāro na tatrāsti
'ein gesonderter Handlungsbewirker gibt es dabei nicht'
kuryāt karma svabhāvataḥ
'man vollziehe die Handlung gemäß der eigenen Natur'
tad eva copadānādi
'ebendieses wird zu Substrat und dergleichen'
sattvādiguṇabhedataḥ
'je nach dem Unterschied der Eigenschaften Sattva und der anderen'
- ausgehend von der Gesinnung beginnt es ebenso, durch die Gesinnungen wird die Frucht erlangt. Von Dharma, Artha, Kāma und Mokṣa ist ja das Handeln die Ursache.
'Das in der Gesinnung begründete Handeln kann Erlösung gewähren oder Ursache der Bindung sein; die der eigenen Natur entsprechende Handlung bringt hier und im Jenseits das dem eigenen Wesen Entsprechende -'
Wort für Wort
bhāvasthitaṃ bhavet karma
'das in der Gesinnung begründete Handeln kann sein'
muktidaṃ bandhakāraṇam
'Erlösung gewährend oder Ursache der Bindung'
svabhāvānuguṇaṃ karma
'die der eigenen Natur entsprechende Handlung'
svasyaiveha paratra ca
'bringt hier und im Jenseits das eigene Wesen entsprechend'
'Es wird vollzogen oder auch genossen - darum ist die Gesinnung das Entscheidende. Vollziehe die Handlung entsprechend deiner Gesinnung, dann wirst du erlangen, was du wünschst.'
Wort für Wort
kriyate bhujyate vāpi
'es wird vollzogen oder auch genossen'
tasmād bhāvo viśiṣyate
'darum ist die Gesinnung das Entscheidende'
yathābhāvaṃ karma kuru
'vollziehe die Handlung entsprechend deiner Gesinnung'
Brahmā sprach: Nachdem er dieses Wort des weisen Ṛṣi Viśvāmitra gehört hatte, übte er (Viśvarūpa), sich auf die tamasische Gesinnung stützend, lange Zeit Askese;
Viśvarūpa vollzog eine furchtbare, den Göttern schreckenerregende Handlung, während die vornehmsten Ṛṣis zusahen, obwohl er stets zurückgehalten wurde.
Wort für Wort
viśvarūpaḥ karma bhīmaṃ cakāra surabhīṣaṇam
Viśvarūpa vollzog eine furchtbare, den Göttern schreckenerregende Handlung
Getrieben von seinem eigenen Zorn vollzog er die furchtbare Handlung ebenso in der schrecklichen ausgehobenen Feuergrube, im schrecklichen Feuer (Jātavedas),
indem er sich selbst als schrecklichen, in der Höhle des Herzens wohnenden Rudra-Menschen visualisierte. Als man ihn so Askese üben sah, sprach eine körperlose Stimme:
jaṭājūṭaṃ vinātmānaṃ na ca vṛtro vyajīyata /
vṛthātmānaṃ viśvarūpo juhuyāj jātavedasi // 173.30 //
'Ohne den Haarschopf der Askese wurde selbst Vṛtra nicht besiegt; vergeblich würde Viśvarūpa sich selbst dem Opferfeuer darbringen -'
Wort für Wort
jaṭājūṭaṃ vinātmānaṃ
'ohne den eigenen Haarschopf der Askese'
na ca vṛtro vyajīyata
'wurde selbst Vṛtra nicht besiegt'
vṛthātmānaṃ viśvarūpo
'vergeblich würde Viśvarūpa sich selbst'
juhuyāj jātavedasi
'dem Opferfeuer darbringen'
[?: Diese und die beiden folgenden Verse sind im Original stark verdichtet und mythologisch dunkel; die Verbindung zwischen dem Haarschopf, Vṛtra und Viśvarūpas Selbstopfer bleibt unklar und wird möglichst wörtlich wiedergegeben.]
sa evendraḥ sa varuṇaḥ sa ca syāt sarvam eva ca /
tyaktvātmānaṃ jaṭāmātraṃ hutavān vṛjinodbhavaḥ // 173.31 //
- er (der Haarschopf) ist selbst Indra, er ist Varuṇa, er ist auch alles zugleich. Doch Viśvarūpa, aus Falschheit entstanden, opferte sich selbst dar, nur den Haarschopf zurücklassend.
Wort für Wort
sa evendraḥ sa varuṇaḥ
'er ist selbst Indra, er ist Varuṇa'
sa ca syāt sarvam eva ca
'er ist auch alles zugleich'
tyaktvātmānaṃ jaṭāmātraṃ
sich selbst preisgebend, nur den Haarschopf zurücklassend
hutavān vṛjinodbhavaḥ
opferte er sich dar, der aus Falschheit Entstandene
sṛjaty aśeṣam api yo na ca saṅgena lipyate /
virarāmeti saṃkīrtya sā vāṇy enaṃ munīśvarāḥ // 173.33 //
Er, der alles erschafft und dennoch nicht von Anhaftung befleckt wird - so sprach die Stimme zu ihm und verstummte. [Da] die Herren der Weisen [verneigten sich, siehe folgender Vers] -
- verneigten sich vor Bhīmeśvara und gingen darauf, ein jeder, zu seiner eigenen Einsiedelei. Viśvarūpa, der überaus Furchtbare, von furchtbarer Tat und ebensolcher Gestalt,
Wort für Wort
bhīmeśvaraṃ namaskṛtya
verneigten sich vor Bhīmeśvara
jagmuḥ svaṃ svam athāśramam
gingen darauf, ein jeder, zu seiner eigenen Einsiedelei
bhīmabhāvo bhīmatanuṃ dhyātvātmānaṃ juhāva ha /
tasmād bhīmeśvaro devaḥ purāṇe paripaṭhyate /
tatra snānaṃ ca dānaṃ ca muktidaṃ nātra saṃśayaḥ // 173.35 //
von furchtbarem Wesen, opferte, indem er sich selbst als furchtbaren Körper visualisierte, sich selbst dar; deshalb wird der Gott im Purāṇa als Bhīmeśvara überliefert. Bad und Spende dort gewähren, ohne Zweifel, Erlösung.
Wort für Wort
bhīmabhāvo bhīmatanuṃ dhyātvātmānaṃ juhāva ha
von furchtbarem Wesen opferte er sich, sich selbst als furchtbaren Körper visualisierend
tasmād bhīmeśvaro devaḥ purāṇe paripaṭhyate
deshalb wird der Gott im Purāṇa als Bhīmeśvara überliefert
iti paṭhati śṛṇoti yaś ca bhaktyā
vibudhapatiṃ śivam atra bhīmarūpam
jagati viditam aśeṣapāpahāri
smṛtipadaśaraṇena muktidaś ca // 173.36 //
Wer dies mit Hingabe liest oder hört - von Śiva, dem Herrn der Weisen, hier in furchtbarer Gestalt, der in der Welt bekannt ist als Vernichter aller Sünde und der schon durch die Zuflucht der bloßen Erinnerung Erlösung gewährt -
Wort für Wort
iti paṭhati śṛṇoti yaś ca bhaktyā
wer dies mit Hingabe liest oder hört
vibudhapatiṃ śivam atra bhīmarūpam
von Śiva, dem Herrn der Weisen, hier in furchtbarer Gestalt
jagati viditam aśeṣapāpahāri
der in der Welt bekannt ist als Vernichter aller Sünde
smṛtipadaśaraṇena muktidaś ca
und der schon durch die Zuflucht der bloßen Erinnerung Erlösung gewährt
[Anm.: Ab hier V.36-39 im Hymnenmetrum (Upajāti-artiger Vers), pādaweise gezählt (a/b/c/d); die vier Pādas bilden syntaktisch einen fortlaufenden, über mehrere Verse reichenden Lobpreis.]
- die Godāvarī, welche die gesamte Sündenmasse vernichtet, die Geberin des höchsten Gutes, stets und überall, besonders aber dort, wo sie in die Wassermasse des Ozeans eintritt -
Wort für Wort
godāvarī tāvad aśeṣapāpa
die Godāvarī, welche die gesamte Sünde
samūhahantrī paramārthadātrī
als Masse vernichtet, die Geberin des höchsten Gutes
sadaiva sarvatra viśeṣatas tu
stets und überall, besonders aber
yatrāmburāśiṃ samanupraviṣṭā
dort, wo sie in die Wassermasse des Ozeans eintritt
snātvā tu tasmin sukṛtī śarīrī
godāvarīvāridhisaṃgame yaḥ
uddhṛtya tīvrān nirayād aśeṣāt
sa pūrvajān yāti puraṃ purāreḥ // 173.38 //
- wer, verkörpert und tugendhaft, dort am Zusammenfluss von Godāvarī und Meer badet, wird aus der gesamten furchtbaren Hölle emporgehoben und geht, samt seinen Vorfahren, zur Stadt des Purāri (Śiva, des Zerstörers der Dreifach-Burg).
Wort für Wort
snātvā tu tasmin sukṛtī śarīrī
wer, verkörpert und tugendhaft, dort badet
godāvarīvāridhisaṃgame yaḥ
am Zusammenfluss von Godāvarī und Meer
uddhṛtya tīvrān nirayād aśeṣāt
aus der gesamten furchtbaren Hölle emporgehoben
sa pūrvajān yāti puraṃ purāreḥ
geht er, samt seinen Vorfahren, zur Stadt des Purāri
vedāntavedyaṃ yad upāsitavyaṃ
tad brahma sākṣāt khalu bhīmanāthaḥ
dṛṣṭe hi tasmin na punar viśanti
śarīriṇaḥ saṃsmṛtim ugraduḥkhām // 173.39 //
Was durch Vedānta erkennbar und zu verehren ist - jenes Brahman, das ist wahrlich unmittelbar der Herr Bhīma; denn wenn man ihn geschaut hat, gehen die Verkörperten nicht wieder in den schrecklich-leidvollen Kreislauf der Wiedergeburt ein.
Wort für Wort
vedāntavedyaṃ yad upāsitavyaṃ
was durch Vedānta erkennbar, was zu verehren ist
tad brahma sākṣāt khalu bhīmanāthaḥ
jenes Brahman - das ist wahrlich unmittelbar der Herr Bhīma
dṛṣṭe hi tasmin na punar viśanti
denn wenn man ihn geschaut hat, gehen sie nicht wieder ein
śarīriṇaḥ saṃsmṛtim ugraduḥkhām
die Verkörperten, in den schrecklich-leidvollen Kreislauf der Wiedergeburt
[Anm.: Vierzeiliger Hymnenvers, pādaweise gezählt; letzter Vers des Kapitels.]