Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 8: aṣṭamo 'dhyāyaḥ Triśaṅku/Hariścandra, Sagara und die Fortsetzung der Sonnendynastie bis Rāmas Nachfolgern

Fortsetzung und Abschluss der Satyavrata-Erzählung: sein zwölfjähriger Dienst bei Viśvāmitras Familie, die Tötung von dessen Wunschkuh aus Hunger (woraus sich der Beiname "Triśaṅku", Dreipfahl, herleitet), seine leibliche Himmelfahrt durch Viśvāmitras Macht und sein Sohn Hariścandra. Die Genealogie führt über Rohita, Hārita, Vijaya, Ruruka, Vṛka bis zu Bāhu, der von den Haihayas/Tālajaṅghas und fünf verbündeten Fremdvölkern (Śakas, Yavanas, Kāmbojas, Pāradas, Pahnavas) vertrieben wird und im Exil stirbt; sein postum, zusammen mit verabreichtem Gift geborener Sohn Sagara rächt ihn mit Aurvas Feuerwaffe, erobert die Erde zurück und degradiert jene fünf Völker durch äußere Kennzeichen (Haartracht, Bart) aus dem Kṣatriya-Stand, ohne sie (auf Vasiṣṭhas Bitte) zu töten. Es folgt die berühmte Geschichte von Sagaras Aśvamedha-Pferd, das gestohlen wird, und seinen 60.000 (auf wundersame Weise geborenen) Söhnen, die beim Ausgraben des Weltmeers den schlafenden Viṣṇu in Kapila-Gestalt wecken und von dessen Blick verbrannt werden – nur wenige Söhne überleben zur Fortführung der Linie. Über Aṃśumān, Dilīpa/Khaṭvāṅga und Bhagīratha (der die Gaṅgā herabführt) setzt sich die Genealogie fort bis zu Raghu, Aja, Daśaratha, Rāma, Kuśa und schließlich zu Nala, einem Nachkommen mehrere Generationen nach Rāma – mit abschließender Nutzenverheißung fürs Rezitieren dieser Sūryavaṃśa-Genealogie.

{lomaharṣaṇa sprach:} satyavratas tu bhaktyā ca kṛpayā ca pratijñayā / viśvāmitrakalatraṃ tu babhāra vinaye sthitaḥ // BrP_8.1 //

Satyavrata aber unterhielt, aus Hingabe, aus Mitleid und aus seinem Versprechen, in Bescheidenheit verharrend, die Familie des Viśvāmitra;

Wort für Wort
satyavrataḥ tu bhaktyā ca
Satyavrata aber aus Hingabe
kṛpayā ca pratijñayā
aus Mitleid und aus dem Versprechen
viśvāmitrakalatram tu
die Familie des Viśvāmitra aber
babhāra vinaye sthitaḥ
unterhielt er, in Bescheidenheit verharrend

Fortsetzung der Satyavrata/Triśaṅku-Geschichte aus Kap. 7 (v.105-109).

hatvā mṛgān varāhāṃś ca mahiṣāṃś ca vanecarān / viśvāmitrāśramābhyāśe māṃsaṃ vṛkṣe babandha ca // BrP_8.2 //

nachdem er Hirsche, Eber und im Wald umherstreifende Büffel erlegt hatte, band er das Fleisch in der Nähe von Viśvāmitras Einsiedelei an einen Baum,

Wort für Wort
hatvā mṛgān varāhān ca
nachdem er Hirsche und Eber erlegt hatte
mahiṣān ca vanecarān
und im Wald umherstreifende Büffel
viśvāmitrāśramābhyāśe
in der Nähe von Viśvāmitras Einsiedelei
māṃsam vṛkṣe babandha ca
band er das Fleisch an einen Baum

upāṃśuvratam āsthāya dīkṣāṃ dvādaśavārṣikīm / pitur niyogād avasat tasmin vanagate nṛpe // BrP_8.3 //

und, ein im Stillen geübtes Gelübde befolgend, eine zwölfjährige Weihe, wohnte er dort, auf des Vaters Geheiß, während jener König in den Wald gegangen war.

Wort für Wort
upāṃśuvratam āsthāya
ein im Stillen geübtes Gelübde befolgend
dīkṣām dvādaśavārṣikīm
eine zwölfjährige Weihe
pituḥ niyogāt avasat
auf des Vaters Geheiß wohnte er dort
tasmin vanagate nṛpe
während jener König in den Wald gegangen war

ayodhyāṃ caiva rājyaṃ ca tathaivāntaḥpuraṃ muniḥ / yājyopādhyāyasaṃyogād vasiṣṭhaḥ paryarakṣata // BrP_8.4 //

Ayodhyā, und das Königreich, und ebenso den inneren Palast beschützte der Weise Vasiṣṭha, kraft seiner Verbindung als Opferpriester und Lehrer,

Wort für Wort
ayodhyām caiva rājyam ca
Ayodhyā und das Königreich
tathā eva antaḥpuram muniḥ
und ebenso den inneren Palast, der Weise
yājyopādhyāyasaṃyogāt
kraft der Verbindung als Opferpriester und Lehrer
vasiṣṭhaḥ paryarakṣata
beschützte Vasiṣṭha

satyavratas tu bālyāc ca bhāvino 'rthasya vai balāt / vasiṣṭhe 'bhyadhikaṃ manyuṃ dhārayām āsa nityaśaḥ // BrP_8.5 //

Satyavrata aber hegte, aus kindlichem Wesen und kraft der ihm bevorstehenden Sache, beständig einen übermäßigen Groll gegen Vasiṣṭha,

Wort für Wort
satyavrataḥ tu bālyāt ca
Satyavrata aber, aus kindlichem Wesen
bhāvinaḥ arthasya vai balāt
und kraft der bevorstehenden Sache
vasiṣṭhe abhyadhikam manyum
gegen Vasiṣṭha übermäßigen Groll
dhārayām āsa nityaśaḥ
hegte er beständig

pitrā hi taṃ tadā rāṣṭrāt tyajyamānaṃ priyaṃ sutam / nivārayām āsa munir bahunā kāraṇena na // BrP_8.6 //

denn ihn, den geliebten Sohn, als er damals vom Vater aus dem Reich verstoßen wurde, hielt der Weise trotz vieler Gründe nicht davon ab –

Wort für Wort
pitrā hi tam tadā rāṣṭrāt
denn ihn, damals, vom Vater, aus dem Reich
tyajyamānam priyam sutam
als er verstoßen wurde, den geliebten Sohn
nivārayām āsa muniḥ
hielt der Weise davon ab
bahunā kāraṇena na
trotz vieler Gründe nicht

pāṇigrahaṇamantrāṇāṃ niṣṭhā syāt saptame pade / na ca satyavratas tasmād dhatavān saptame pade // BrP_8.7 //

obwohl die Vollendung der Ehe-Sprüche erst beim siebten Schritt eintritt, und Satyavrata deswegen nicht schon beim siebten Schritt (die Braut) geraubt hatte –

Wort für Wort
pāṇigrahaṇamantrāṇām
der Ehe-(Trauungs-)Sprüche
niṣṭhā syāt saptame pade
die Vollendung tritt beim siebten Schritt ein
na ca satyavrataḥ tasmāt
und Satyavrata deswegen nicht
hatavān saptame pade
hatte (die Braut) beim siebten Schritt geraubt

[Anm.: Satyavratas eigene, hier referierte Rechtfertigung für seinen einstigen Frauenraub (Kap. 7, v.98f.): da die Trauungszeremonie (saptapadī) erst mit dem siebten gemeinsamen Schritt rechtsgültig wird, sei sein Eingriff vor diesem Punkt kein vollendeter Ehebruch gewesen – ein Argument, das Vasiṣṭha ihm hier offenbar dennoch nicht zugutehält.]

jānan dharmaṃ vasiṣṭhas tu na māṃ trātīti bho dvijāḥ / satyavratas tadā roṣaṃ vasiṣṭhe manasākarot // BrP_8.8 //

„Obwohl er das Recht kennt, hat mich Vasiṣṭha nicht gerettet“ – so denkend, o Brahmanen, fasste Satyavrata damals in seinem Geiste Zorn gegen Vasiṣṭha.

Wort für Wort
jānan dharmam vasiṣṭhaḥ tu
obwohl er das Recht kennt, Vasiṣṭha aber
na mām trāti iti bho dvijāḥ
"hat mich nicht gerettet", o Brahmanen
satyavrataḥ tadā roṣam
Satyavrata fasste damals Zorn
vasiṣṭhe manasā akarot
gegen Vasiṣṭha in seinem Geiste

guṇabuddhyā tu bhagavān vasiṣṭhaḥ kṛtavāṃs tathā / na ca satyavratas tasya tam upāṃśum abudhyata // BrP_8.9 //

Der erhabene Vasiṣṭha aber hatte so aus rechter Erwägung der Umstände gehandelt; doch Satyavrata erkannte dessen im Stillen verfolgte Absicht nicht,

Wort für Wort
guṇabuddhyā tu bhagavān
aus rechter Erwägung aber, der erhabene
vasiṣṭhaḥ kṛtavān tathā
Vasiṣṭha hatte so gehandelt
na ca satyavrataḥ tasya
und Satyavrata (erkannte) dessen nicht
tam upāṃśum abudhyata
diese im Stillen verfolgte Absicht

tasminn aparitoṣaś ca pitur āsīn mahātmanaḥ / tena dvādaśa varṣāṇi nāvarṣat pākaśāsanaḥ // BrP_8.10 //

und es bestand weiterhin die Unzufriedenheit des hochgesinnten Vaters mit ihm; deswegen regnete Indra zwölf Jahre lang nicht.

Wort für Wort
tasmin aparitoṣaḥ ca
und die Unzufriedenheit mit ihm
pituḥ āsīt mahātmanaḥ
bestand des hochgesinnten Vaters
tena dvādaśa varṣāṇi
deswegen zwölf Jahre lang
na avarṣat pākaśāsanaḥ
regnete Indra nicht

tena tv idānīṃ vihitāṃ dīkṣāṃ tāṃ durvahāṃ bhuvi / kulasya niṣkṛtir viprāḥ kṛtā sā vai bhaved iti // BrP_8.11 //

deswegen aber, dachte er, sei jetzt jene schwer zu ertragende Weihe von ihm auf sich genommen worden, o Brahmanen, damit sie zur Sühne für das Geschlecht werde –

Wort für Wort
tena tu idānīm vihitām
deswegen aber jetzt auf sich genommen
dīkṣām tām durvahām bhuvi
jene schwer zu ertragende Weihe auf Erden
kulasya niṣkṛtiḥ viprāḥ
als Sühne für das Geschlecht, o Brahmanen
kṛtā sā vai bhavet iti
möge sie geworden sein, so (dachte er)

na taṃ vasiṣṭho bhagavān pitrā tyaktaṃ nyavārayat / abhiṣekṣyāmy ahaṃ putram asyety evaṃmatir muniḥ // BrP_8.12 //

ihn, vom Vater verstoßen, hielt der erhabene Vasiṣṭha nicht davon ab, denn: „Ich werde diesen Sohn (dereinst) zum König weihen“ – so gesinnt war der Weise.

Wort für Wort
na tam vasiṣṭhaḥ bhagavān
ihn hielt der erhabene Vasiṣṭha nicht
pitrā tyaktam nyavārayat
vom Vater verstoßen, davon ab
abhiṣekṣyāmi aham putram asya
"ich werde diesen (dessen) Sohn weihen"
iti evaṃmatiḥ muniḥ
so gesinnt war der Weise

sa tu dvādaśa varṣāṇi tāṃ dīkṣām avahad balī / avidyamāne māṃse tu vasiṣṭhasya mahātmanaḥ // BrP_8.13 //

Er aber trug zwölf Jahre lang jene Weihe, der Kraftvolle; als aber kein Fleisch (mehr) vorhanden war, des hochgesinnten Vasiṣṭha (Wunschkuh) —

Wort für Wort
sa tu dvādaśa varṣāṇi
er aber zwölf Jahre lang
tām dīkṣām avahat balī
trug jene Weihe, der Kraftvolle
avidyamāne māṃse tu
als aber kein Fleisch (mehr) vorhanden war
vasiṣṭhasya mahātmanaḥ
des hochgesinnten Vasiṣṭha

sarvakāmadughāṃ dogdhrīṃ sa dadarśa nṛpātmajaḥ / tāṃ vai krodhāc ca mohāc ca śramāc caiva kṣudhānvitaḥ // BrP_8.14 //

erblickte er, der Königssohn, die allen Wünschen Milch spendende Wunschkuh; sie, aus Zorn, aus Verblendung und aus Erschöpfung, von Hunger ergriffen,

Wort für Wort
sarvakāmadughām dogdhrīm
die allen Wünschen Milch spendende (Kuh)
sa dadarśa nṛpātmajaḥ
erblickte er, der Königssohn
tām vai krodhāt ca mohāt ca
sie, aus Zorn und aus Verblendung
śramāt caiva kṣudhānvitaḥ
und aus Erschöpfung, von Hunger ergriffen

deśadharmagato rājā jaghāna munisattamāḥ / tanmāṃsaṃ sa svayaṃ caiva viśvāmitrasya cātmajān // BrP_8.15 //

tötete der künftige König, den örtlichen Not-Sitten folgend, o beste der Weisen; ihr Fleisch (aß) er selbst und ließ auch die Söhne des Viśvāmitra

Wort für Wort
deśadharmagataḥ rājā
der König, den örtlichen Not-Sitten folgend
jaghāna munisattamāḥ
tötete, o beste der Weisen
tanmāṃsam sa svayam caiva
ihr Fleisch er selbst
viśvāmitrasya ca ātmajān
und die Söhne des Viśvāmitra

bhojayām āsa tac chrutvā vasiṣṭho 'py asya cukrudhe // BrP_8.16 //

davon essen. Als Vasiṣṭha dies hörte, wurde auch er zornig auf ihn.

Wort für Wort
bhojayām āsa tat śrutvā
ließ er essen; als er dies hörte
vasiṣṭhaḥ api asya cukrudhe
wurde auch Vasiṣṭha zornig auf ihn

[Anm.: Der Vers steht im Original mit einer editorischen Markierung (*) versehen, vermutlich Hinweis auf eine Textvariante.]

{vasiṣṭha sprach:} pātayeyam ahaṃ krūra tava śaṅkum asaṃśayam / yadi te dvāv imau śaṅkū na syātāṃ vai kṛtau punaḥ // BrP_8.17 //

„Ich würde dir, Grausamer, ohne Zweifel deinen (dritten) Pfahl zufügen, wären nicht diese deine beiden anderen Pfähle bereits gesetzt worden!

Wort für Wort
pātayeyam aham krūra
ich würde zufügen, Grausamer
tava śaṅkum asaṃśayam
dir einen Pfahl, ohne Zweifel
yadi te dvau imau śaṅkū
wenn nicht diese deine zwei Pfähle
na syātām vai kṛtau punaḥ
nicht bereits gesetzt worden wären

"Śaṅku" ("Pfahl, Pflock") steht hier bildlich für ein Merkmal/Kennzeichen der Schuld, das Vasiṣṭha Satyavrata "einschlägt"; daraus leitet sich im Folgenden der Name "Triśaṅku" ("Dreipfahl") ab.

pituś cāparitoṣeṇa gurudogdhrīvadhena ca / aprokṣitopayogāc ca trividhas te vyatikramaḥ // BrP_8.18 //

Durch die Unzufriedenheit des Vaters, durch die Tötung der Wunschkuh des Lehrers und durch den Verzehr ungeweihten Fleisches – dreifach ist deine Verfehlung.

Wort für Wort
pituḥ ca aparitoṣeṇa
und durch die Unzufriedenheit des Vaters
gurudogdhrīvadhena ca
und durch die Tötung der Wunschkuh des Lehrers
aprokṣitopayogāt ca
und durch den Verzehr ungeweihten (Fleisches)
trividhaḥ te vyatikramaḥ
dreifach ist deine Verfehlung

evaṃ trīṇy asya śaṅkūni tāni dṛṣṭvā mahātapāḥ / triśaṅkur iti hovāca triśaṅkus tena sa smṛtaḥ // BrP_8.19 //

So, drei Pfähle waren dies bei ihm; diese erblickend, sprach der große Asket: „Triśaṅku (Dreipfahl)!“ – dadurch wurde er als Triśaṅku bekannt.

Wort für Wort
evam trīṇi asya śaṅkūni
so, drei Pfähle waren bei ihm
tāni dṛṣṭvā mahātapāḥ
diese erblickend, der große Asket
triśaṅkuḥ iti ha uvāca
sprach "Triśaṅku!"
triśaṅkuḥ tena sa smṛtaḥ
dadurch wurde er als Triśaṅku bekannt

Ätiologie des Namens Triśaṅku.

viśvāmitrasya dārāṇām anena bharaṇaṃ kṛtam / tena tasmai varaṃ prādān muniḥ prītas triśaṅkave // BrP_8.20 //

Von diesem war jedoch der Unterhalt von Viśvāmitras Gattin gewährleistet worden; deswegen gewährte ihm, dem Triśaṅku, der erfreute Weise einen Segen.

Wort für Wort
viśvāmitrasya dārāṇām
von Viśvāmitras Gattin
anena bharaṇam kṛtam
war von diesem der Unterhalt geleistet worden
tena tasmai varam prādāt
deswegen gewährte ihm einen Segen
muniḥ prītaḥ triśaṅkave
der erfreute Weise, dem Triśaṅku

chandyamāno vareṇātha varaṃ vavre nṛpātmajaḥ / saśarīro vraje svargam ity evaṃ yācito varaḥ // BrP_8.21 //

Mit einem Segen beschenkt, erbat sich der Königssohn darauf einen Segen: „Mit diesem Körper möge ich in den Himmel eingehen!“ – so wurde der Segen erbeten.

Wort für Wort
chandyamānaḥ vareṇa atha
mit einem Segen beschenkt, darauf
varam vavre nṛpātmajaḥ
erbat sich der Königssohn einen Segen
saśarīraḥ vraje svargam
"mit dem Körper möge ich in den Himmel eingehen"
iti evam yācitaḥ varaḥ
so wurde der Segen erbeten

anāvṛṣṭibhaye tasmin gate dvādaśavārṣike / pitrye rājye 'bhiṣicyātha yājayām āsa pārthivam // BrP_8.22 //

Nachdem jene Gefahr der zwölfjährigen Dürre vergangen war, weihte er ihn zum väterlichen Königreich und ließ den Fürsten darauf opfern,

Wort für Wort
anāvṛṣṭibhaye tasmin
als jene Gefahr der Dürre
gate dvādaśavārṣike
die zwölfjährige, vergangen war
pitrye rājye abhiṣicya atha
nachdem er ihn zum väterlichen Königreich geweiht hatte, darauf
yājayām āsa pārthivam
ließ er den Fürsten opfern

miṣatāṃ devatānāṃ ca vasiṣṭhasya ca kauśikaḥ / divam āropayām āsa saśarīraṃ mahātapāḥ // BrP_8.23 //

und vor den Augen der Götter und des Vasiṣṭha ließ Kauśika (Viśvāmitra), der große Asket, ihn mit dem Körper zum Himmel emporsteigen.

Wort für Wort
miṣatām devatānām ca
vor den Augen der Götter
vasiṣṭhasya ca kauśikaḥ
und des Vasiṣṭha, Kauśika (Viśvāmitra)
divam āropayām āsa
ließ zum Himmel emporsteigen
saśarīram mahātapāḥ
mit dem Körper, der große Asket

tasya satyarathā nāma patnī kaikeyavaṃśajā / kumāraṃ janayām āsa hariścandram akalmaṣam // BrP_8.24 //

Dessen Gattin, mit Namen Satyarathā, aus dem Kaikeya-Geschlecht stammend, gebar den makellosen Prinzen Hariścandra.

Wort für Wort
tasya satyarathā nāma
dessen (Gattin), mit Namen Satyarathā
patnī kaikeyavaṃśajā
die Gattin, aus dem Kaikeya-Geschlecht stammend
kumāram janayām āsa
gebar den Prinzen
hariścandram akalmaṣam
Hariścandra, den makellosen

sa vai rājā hariścandras traiśaṅkava iti smṛtaḥ / āhartā rājasūyasya samrāḍ iti ha viśrutaḥ // BrP_8.25 //

Jener König Hariścandra ist als „Traiśaṅkava“ (Sohn des Triśaṅku) bekannt, als Vollbringer des Rājasūya-Opfers unter dem Namen „Samrāṭ“ (Allherrscher) berühmt.

Wort für Wort
sa vai rājā hariścandraḥ
jener König Hariścandra
traiśaṅkavaḥ iti smṛtaḥ
ist als "Traiśaṅkava" bekannt
āhartā rājasūyasya
als Vollbringer des Rājasūya-Opfers
samrāṭ iti ha viśrutaḥ
unter dem Namen "Samrāṭ" berühmt

hariścandrasya putro 'bhūd rohito nāma pārthivaḥ / harito rohitasyātha cañcur hārita ucyate // BrP_8.26 //

Hariścandras Sohn war der Fürst mit Namen Rohita; Harita war Rohitas Sohn, dann Cañcu, der als „Hārita“ bezeichnet wird,

Wort für Wort
hariścandrasya putraḥ abhūt
Hariścandras Sohn war
rohitaḥ nāma pārthivaḥ
der Fürst mit Namen Rohita
haritaḥ rohitasya atha
Harita war Rohitas (Sohn), dann
cañcuḥ hāritaḥ ucyate
Cañcu, der als "Hārita" bezeichnet wird

vijayaś ca muniśreṣṭhāś cañcuputro babhūva ha / jetā sa sarvapṛthivīṃ vijayas tena sa smṛtaḥ // BrP_8.27 //

und Vijaya, o beste der Weisen, war Cañcus Sohn; er, ein Bezwinger der ganzen Erde, wurde deswegen als „Vijaya“ bekannt.

Wort für Wort
vijayaḥ ca muniśreṣṭhāḥ
und Vijaya, o beste der Weisen
cañcuputraḥ babhūva ha
war Cañcus Sohn
jetā sa sarvapṛthivīm
er, ein Bezwinger der ganzen Erde
vijayaḥ tena sa smṛtaḥ
wurde deswegen als "Vijaya" bekannt

rurukas tanayas tasya rājā dharmārthakovidaḥ / rurukasya vṛkaḥ putro vṛkād bāhus tu jajñivān // BrP_8.28 //

Ruruka war dessen Sohn, ein im Dharma und in weltlichen Belangen kundiger König; Rurukas Sohn war Vṛka; von Vṛka wurde Bāhu geboren,

Wort für Wort
rurukaḥ tanayaḥ tasya
Ruruka war dessen Sohn
rājā dharmārthakovidaḥ
ein im Dharma und in weltlichen Belangen kundiger König
rurukasya vṛkaḥ putraḥ
Rurukas Sohn war Vṛka
vṛkāt bāhuḥ tu jajñivān
von Vṛka aber wurde Bāhu geboren

haihayās tālajaṅghāś ca nirasyanti sma taṃ nṛpam / tatpatnī garbham ādāya aurvasyāśramam āviśat // BrP_8.29 //

den die Haihayas und Tālajaṅghas aus dem Reich vertrieben; dessen Gattin, schwanger, begab sich in die Einsiedelei des Aurva.

Wort für Wort
haihayāḥ tālajaṅghāḥ ca
die Haihayas und Tālajaṅghas
nirasyanti sma tam nṛpam
vertrieben jenen König
tatpatnī garbham ādāya
dessen Gattin, schwanger
aurvasya āśramam āviśat
begab sich in die Einsiedelei des Aurva

nāsatyo dhārmikaś caiva sa ha dharmayuge 'bhavat / sagaras tu suto bāhor yajñe saha gareṇa vai // BrP_8.30 //

Er (Bāhu) war wahrhaftig und rechtschaffen, und er lebte fürwahr in einem Zeitalter der Rechtschaffenheit. Sagara aber war der Sohn Bāhus, im Opfer, zusammen mit Gift (geboren),

Wort für Wort
nāsatyaḥ dhārmikaḥ caiva
er war wahrhaftig und rechtschaffen
sa ha dharmayuge abhavat
und er lebte in einem Zeitalter der Rechtschaffenheit
sagaraḥ tu sutaḥ bāhoḥ
Sagara aber war der Sohn Bāhus
yajñe saha gareṇa vai
im Opfer, zusammen mit Gift

Beginn der Sagara-Geschichte: der Name "Sagara" ("mit Gift") wird von seiner Geburt zusammen mit einem verabreichten Gift hergeleitet.

aurvasyāśramam āsādya bhārgaveṇābhirakṣitaḥ / āgneyam astraṃ labdhvā ca bhārgavāt sagaro nṛpaḥ // BrP_8.31 //

in der Einsiedelei des Aurva geboren, vom Bhārgava beschützt; und nachdem König Sagara vom Bhārgava die Feuer-Waffe erlangt hatte,

Wort für Wort
aurvasya āśramam āsādya
in der Einsiedelei des Aurva geboren
bhārgaveṇa abhirakṣitaḥ
vom Bhārgava beschützt
āgneyam astram labdhvā ca
und nachdem er die Feuer-Waffe erlangt hatte
bhārgavāt sagaraḥ nṛpaḥ
vom Bhārgava, der König Sagara

jigāya pṛthivīṃ hatvā tālajaṅghān sahaihayān / śakānāṃ pahnavānāṃ ca dharmaṃ nirasad acyutaḥ / kṣatriyāṇāṃ muniśreṣṭhāḥ pāradānāṃ ca dharmavit // BrP_8.32 //

eroberte er die Erde, nachdem er die Tālajaṅghas zusammen mit den Haihayas erschlagen hatte; der Unfehlbare hob die Kṣatriya-Ordnung der Śakas und Pahnavas auf, der Kṣatriyas, o beste der Weisen, und der Pāradas, er, der Dharma-Kenner.

Wort für Wort
jigāya pṛthivīm hatvā
eroberte er die Erde, nachdem er erschlagen hatte
tālajaṅghān sahaihayān
die Tālajaṅghas zusammen mit den Haihayas
śakānām pahnavānām ca
der Śakas und Pahnavas
dharmam nirasat acyutaḥ
hob der Unfehlbare die (Kṣatriya-)Ordnung auf
kṣatriyāṇām muniśreṣṭhāḥ
der Kṣatriyas, o beste der Weisen
pāradānām ca dharmavit
und der Pāradas, der Dharma-Kenner

Dreipadiger Vers. Beginn der Erzählung von Sagaras Feldzug gegen die fünf "barbarischen" Stämme und der Aberkennung ihres Kṣatriya-Status.

{die weisen fragten:} kathaṃ sa sagaro jāto gareṇaiva sahācyutaḥ / kimarthaṃ ca śakādīnāṃ kṣatriyāṇāṃ mahaujasām // BrP_8.33 //

„Wie wurde jener Sagara, der Unfehlbare, zusammen mit Gift geboren? Und weshalb hob er den Kṣatriyas der Śakas und anderer, von großer Kraft,

Wort für Wort
katham sa sagaraḥ jātaḥ
wie wurde jener Sagara geboren
gareṇa eva saha acyutaḥ
der Unfehlbare, zusammen mit Gift
kimartham ca śakādīnām
und weshalb der Śakas und anderer
kṣatriyāṇām mahaujasām
Kṣatriyas, von großer Kraft

dharmān kulocitān rājā kruddho nirasad acyutaḥ / etan naḥ sarvam ācakṣva vistareṇa mahāmate // BrP_8.34 //

die ihrem Geschlecht angemessenen Sitten auf, der König, im Zorn, der Unfehlbare? Erzähle uns dies alles ausführlich, o Hochweiser!“

Wort für Wort
dharmān kulocitān rājā
die dem Geschlecht angemessenen Sitten, der König
kruddhaḥ nirasat acyutaḥ
hob im Zorn auf, der Unfehlbare
etat naḥ sarvam ācakṣva
erzähle uns dies alles
vistareṇa mahāmate
ausführlich, o Hochweiser

{lomaharṣaṇa sprach:} bāhor vyasaninaḥ pūrvaṃ hṛtaṃ rājyam abhūt kila / haihayais tālajaṅghaiś ca śakaiḥ sārdhaṃ dvijottamāḥ // BrP_8.35 //

Dem lasterhaften Bāhu war zuvor, so heißt es, das Königreich geraubt worden, o beste der Zweifachgeborenen, von den Haihayas und Tālajaṅghas zusammen mit den Śakas,

Wort für Wort
bāhoḥ vyasaninaḥ pūrvam
dem lasterhaften Bāhu zuvor
hṛtam rājyam abhūt kila
war das Königreich geraubt worden, so heißt es
haihayaiḥ tālajaṅghaiḥ ca
von den Haihayas und Tālajaṅghas
śakaiḥ sārdham dvijottamāḥ
zusammen mit den Śakas, o beste der Zweifachgeborenen

yavanāḥ pāradāś caiva kāmbojāḥ pahnavās tathā / ete hy api gaṇāḥ pañca haihayārthe parākraman // BrP_8.36 //

den Yavanas und Pāradas, ebenso den Kāmbojas und Pahnavas – diese fünf Stämme nämlich griffen im Interesse der Haihayas zur Gewalt.

Wort für Wort
yavanāḥ pāradāḥ caiva
die Yavanas und Pāradas
kāmbojāḥ pahnavāḥ tathā
die Kāmbojas und ebenso die Pahnavas
ete hi api gaṇāḥ pañca
diese fünf Stämme nämlich
haihayārthe parākraman
griffen im Interesse der Haihayas zur Gewalt

hṛtarājyas tadā rājā sa vai bāhur vanaṃ yayau / patnyā cānugato duḥkhī tatra prāṇān avāsṛjat // BrP_8.37 //

Des Königreichs beraubt, ging da jener König Bāhu in den Wald; von seiner Gattin begleitet, gab er dort, leidgeplagt, sein Leben auf.

Wort für Wort
hṛtarājyaḥ tadā rājā
des Königreichs beraubt, da der König
sa vai bāhuḥ vanam yayau
jener Bāhu ging in den Wald
patnyā ca anugataḥ duḥkhī
von seiner Gattin begleitet, leidgeplagt
tatra prāṇān avāsṛjat
gab er dort sein Leben auf

patnī tu yādavī tasya sagarbhā pṛṣṭhato 'nvagāt / sapatnyā ca garas tasyai dattaḥ pūrvaṃ kilānaghāḥ // BrP_8.38 //

Seine Gattin aber, eine Yādavī, schwanger, folgte ihm nach; und von einer Nebenfrau war ihr zuvor, so heißt es, Gift gegeben worden, o ihr Makellosen,

Wort für Wort
patnī tu yādavī tasya
seine Gattin aber, eine Yādavī
sagarbhā pṛṣṭhataḥ anvagāt
schwanger, folgte ihm nach
sapatnyā ca garaḥ tasyai
und von einer Nebenfrau ihr Gift
dattaḥ pūrvam kila anaghāḥ
gegeben worden, zuvor, so heißt es, o ihr Makellosen

sā tu bhartuś citāṃ kṛtvā vane tām abhyarohata / aurvas tāṃ bhārgavo viprāḥ kāruṇyāt samavārayat // BrP_8.39 //

sie aber, nachdem sie im Wald den Scheiterhaufen ihres Gatten errichtet hatte, bestieg sie diesen; der Bhārgava Aurva aber hielt sie aus Mitleid davon ab, o Brahmanen,

Wort für Wort
sā tu bhartuḥ citām kṛtvā
sie aber, nachdem sie den Scheiterhaufen des Gatten errichtet hatte
vane tām abhyarohata
bestieg sie diesen im Wald
aurvaḥ tām bhārgavaḥ viprāḥ
der Bhārgava Aurva sie, o Brahmanen
kāruṇyāt samavārayat
hielt aus Mitleid davon ab

tasyāśrame ca garbhaḥ sa gareṇaiva sahācyutaḥ / vyajāyata mahābāhuḥ sagaro nāma pārthivaḥ // BrP_8.40 //

und in dessen Einsiedelei wurde jener Fötus, der Unfehlbare, zusammen mit dem Gift geboren, der starkarmige Fürst mit Namen Sagara.

Wort für Wort
tasya āśrame ca garbhaḥ
und in dessen Einsiedelei der Fötus
sa gareṇa eva saha acyutaḥ
jener, zusammen mit dem Gift, der Unfehlbare
vyajāyata mahābāhuḥ
wurde geboren, der Starkarmige
sagaraḥ nāma pārthivaḥ
der Fürst mit Namen Sagara

aurvas tu jātakarmādīṃs tasya kṛtvā mahātmanaḥ / adhyāpya vedaśāstrāṇi tato 'straṃ pratyapādayat // BrP_8.41 //

Aurva aber vollzog für ihn, den Hochgesinnten, die Geburtsriten und die übrigen Sakramente, unterrichtete ihn in den Veda-Lehren und übergab ihm daraufhin die Waffenkunst,

Wort für Wort
aurvaḥ tu jātakarmādīn
Aurva aber die Geburtsriten und übrigen
tasya kṛtvā mahātmanaḥ
vollzog für ihn, den Hochgesinnten
adhyāpya vedaśāstrāṇi
nachdem er ihn in den Veda-Lehren unterrichtet hatte
tataḥ astram pratyapādayat
übergab er ihm daraufhin die Waffenkunst

āgneyaṃ tu mahābhāgā amarair api duḥsaham / sa tenāstrabalenājau balena ca samanvitaḥ // BrP_8.42 //

die feurige Waffe nämlich, o Hochgesegnete, selbst für die Unsterblichen unerträglich; er, mit dieser Waffenkraft im Kampf und mit eigener Kraft ausgestattet,

Wort für Wort
āgneyam tu mahābhāgāḥ
die feurige (Waffe), o Hochgesegnete
amaraiḥ api duḥsaham
selbst für die Unsterblichen unerträglich
sa tena astrabalena āju
er mit dieser Waffenkraft im Kampf
balena ca samanvitaḥ
und mit (eigener) Kraft ausgestattet

haihayān vijaghānāśu kruddho rudraḥ paśūn iva / ājahāra ca lokeṣu kīrtiṃ kīrtimatāṃ varaḥ // BrP_8.43 //

erschlug die Haihayas rasch, im Zorn, wie Rudra die Opfertiere; und er erlangte in den Welten Ruhm, er, der beste der Ruhmreichen.

Wort für Wort
haihayān vijaghāna āśu
erschlug die Haihayas rasch
kruddhaḥ rudraḥ paśūn iva
im Zorn, wie Rudra die Opfertiere
ājahāra ca lokeṣu
und erlangte in den Welten
kīrtim kīrtimatām varaḥ
Ruhm, der beste der Ruhmreichen

tataḥ śakāṃś ca yavanān kāmbojān pāradāṃs tathā / pahnavāṃś caiva niḥśeṣān kartuṃ vyavasito nṛpaḥ // BrP_8.44 //

Darauf war der König entschlossen, die Śakas, Yavanas, Kāmbojas, ebenso die Pāradas und Pahnavas restlos zu vernichten,

Wort für Wort
tataḥ śakān ca yavanān
darauf die Śakas und Yavanas
kāmbojān pāradān tathā
die Kāmbojas und ebenso die Pāradas
pahnavān caiva niḥśeṣān
und die Pahnavas, restlos
kartum vyavasitaḥ nṛpaḥ
zu machen, war der König entschlossen

te vadhyamānā vīreṇa sagareṇa mahātmanā / vasiṣṭhaṃ śaraṇaṃ gatvā praṇipetur manīṣiṇam // BrP_8.45 //

sie aber, von dem Helden, dem hochgesinnten Sagara, bedrängt zur Tötung, suchten Zuflucht bei Vasiṣṭha und warfen sich vor dem Weisen nieder.

Wort für Wort
te vadhyamānāḥ vīreṇa
sie, bedrängt zur Tötung, von dem Helden
sagareṇa mahātmanā
dem hochgesinnten Sagara
vasiṣṭham śaraṇam gatvā
zu Vasiṣṭha Zuflucht nehmend
praṇipetuḥ manīṣiṇam
warfen sich nieder vor dem Weisen

vasiṣṭhas tv atha tān dṛṣṭvā samayena mahādyutiḥ / sagaraṃ vārayām āsa teṣāṃ dattvābhayaṃ tadā // BrP_8.46 //

Vasiṣṭha aber, der Hochglänzende, hielt, nachdem er sie gesehen hatte, den Sagara durch ein Übereinkommen davon ab, nachdem er ihnen da Schutz gewährt hatte,

Wort für Wort
vasiṣṭhaḥ tu atha tān dṛṣṭvā
Vasiṣṭha aber, nachdem er sie gesehen hatte
samayena mahādyutiḥ
durch ein Übereinkommen, der Hochglänzende
sagaram vārayām āsa
hielt Sagara davon ab
teṣām dattvā abhayam tadā
nachdem er ihnen da Schutz gewährt hatte

sagaraḥ svāṃ pratijñāṃ tu guror vākyaṃ niśamya ca / dharmaṃ jaghāna teṣāṃ vai veṣān anyāṃś cakāra ha // BrP_8.47 //

Sagara aber, sein eigenes Gelübde und das Wort des Lehrers vernehmend, tötete sie nicht, hob aber ihre Kṣatriya-Ordnung auf und gab ihnen andere Erscheinungsformen,

Wort für Wort
sagaraḥ svām pratijñām tu
Sagara aber sein eigenes Gelübde
guroḥ vākyam niśamya ca
und das Wort des Lehrers vernehmend
dharmam jaghāna teṣām vai
hob ihre (Kṣatriya-)Ordnung auf
veṣān anyān cakāra ha
und gab ihnen andere Erscheinungsformen

ardhaṃ śakānāṃ śiraso muṇḍayitvā vyasarjayat / yavanānāṃ śiraḥ sarvaṃ kāmbojānāṃ tathaiva ca // BrP_8.48 //

indem er den Śakas die halbe Kopfbehaarung schor und sie so entließ; den Yavanas das ganze Haupthaar, und ebenso den Kāmbojas,

Wort für Wort
ardham śakānām śirasaḥ
die Hälfte des Kopfes der Śakas
muṇḍayitvā vyasarjayat
nachdem er geschoren hatte, entließ er (sie)
yavanānām śiraḥ sarvam
das ganze Haupt der Yavanas
kāmbojānām tathā eva ca
und ebenso der Kāmbojas

pāradā muktakeśāś ca pahnavāñ śmaśrudhāriṇaḥ / niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāḥ kṛtās tena mahātmanā // BrP_8.49 //

die Pāradas mit offenem Haar, und die Pahnavas als Bartträger machte er; ohne Veda-Rezitation und ohne das Opferwort Vaṣaṭ ließ jener Hochgesinnte sie sein,

Wort für Wort
pāradāḥ muktakeśāḥ ca
die Pāradas mit offenem Haar
pahnavān śmaśrudhāriṇaḥ
die Pahnavas als Bartträger
niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāḥ
ohne Veda-Rezitation und ohne (das Opferwort) Vaṣaṭ
kṛtāḥ tena mahātmanā
gemacht von jenem Hochgesinnten

śakā yavanakāmbojāḥ pāradāś ca dvijottamāḥ / koṇisarpā māhiṣakā darvāś colāḥ sakeralāḥ // BrP_8.50 //

die Śakas, Yavana-Kāmbojas, und die Pāradas, o beste der Zweifachgeborenen, die Koṇisarpas, Māhiṣakas, Darvas, Colas zusammen mit den Keralas –

Wort für Wort
śakāḥ yavanakāmbojāḥ
die Śakas, Yavana-Kāmbojas
pāradāḥ ca dvijottamāḥ
und die Pāradas, o beste der Zweifachgeborenen
koṇisarpāḥ māhiṣakāḥ
die Koṇisarpas, Māhiṣakas
darvāḥ colāḥ sakeralāḥ
die Darvas, Colas zusammen mit den Keralas

sarve te kṣatriyā viprā dharmas teṣāṃ nirākṛtaḥ / vasiṣṭhavacanād rājñā sagareṇa mahātmanā // BrP_8.51 //

sie alle waren Kṣatriyas, o Brahmanen; ihre Kṣatriya-Ordnung wurde aufgehoben, auf Vasiṣṭhas Wort hin, von dem hochgesinnten König Sagara.

Wort für Wort
sarve te kṣatriyāḥ viprāḥ
sie alle waren Kṣatriyas, o Brahmanen
dharmaḥ teṣām nirākṛtaḥ
ihre (Kṣatriya-)Ordnung wurde aufgehoben
vasiṣṭhavacanāt rājñā
auf Vasiṣṭhas Wort hin, vom König
sagareṇa mahātmanā
dem hochgesinnten Sagara

sa dharmavijayī rājā vijityemāṃ vasuṃdharām / aśvaṃ pracārayām āsa vājimedhāya dīkṣitaḥ // BrP_8.52 //

Jener durch Rechtschaffenheit siegreiche König, nachdem er diese Erde erobert hatte, ließ ein Pferd umherziehen, zum Rossopfer geweiht.

Wort für Wort
sa dharmavijayī rājā
jener durch Rechtschaffenheit siegreiche König
vijitya imām vasuṃdharām
nachdem er diese Erde erobert hatte
aśvam pracārayām āsa
ließ er ein Pferd umherziehen
vājimedhāya dīkṣitaḥ
zum Rossopfer geweiht

tasya cārayataḥ so 'śvaḥ samudre pūrvadakṣiṇe / velāsamīpe 'pahṛto bhūmiṃ caiva praveśitaḥ // BrP_8.53 //

Während es umherzog, wurde jenes Pferd am südöstlichen Meer, in der Nähe der Küste, geraubt und in die Erde hineingebracht.

Wort für Wort
tasya cārayataḥ saḥ aśvaḥ
während es umherzog, jenes Pferd
samudre pūrvadakṣiṇe
am südöstlichen Meer
velāsamīpe apahṛtaḥ
in der Nähe der Küste geraubt
bhūmim caiva praveśitaḥ
und in die Erde hineingebracht

sa taṃ deśaṃ tadā putraiḥ khānayām āsa pārthivaḥ / āsedus te tadā tatra khanyamāne mahārṇave // BrP_8.54 //

Jenen Ort ließ da der Fürst durch seine Söhne ausgraben; sie gelangten da dorthin, während das große Weltmeer ausgegraben wurde,

Wort für Wort
sa tam deśam tadā putraiḥ
jenen Ort da durch seine Söhne
khānayām āsa pārthivaḥ
ließ der Fürst ausgraben
āseduḥ te tadā tatra
sie gelangten da dorthin
khanyamāne mahārṇave
während das große Weltmeer ausgegraben wurde

tam ādipuruṣaṃ devaṃ hariṃ kṛṣṇaṃ prajāpatim / viṣṇuṃ kapilarūpeṇa svapantaṃ puruṣaṃ tadā // BrP_8.55 //

zu jenem Urwesen, dem Gott Hari, dem dunklen Herrn der Geschöpfe, Viṣṇu, der da in der Gestalt des Kapila als schlafende Person lag.

Wort für Wort
tam ādipuruṣam devam
zu jenem Urwesen, dem Gott
harim kṛṣṇam prajāpatim
Hari, dem dunklen Herrn der Geschöpfe
viṣṇum kapilarūpeṇa
Viṣṇu, in der Gestalt des Kapila
svapantam puruṣam tadā
als schlafende Person, da

Die 60.000 Söhne Sagaras stoßen beim Ausgraben des Weltmeers auf den in Gestalt des Weisen Kapila schlafenden Viṣṇu.

tasya cakṣuḥsamutthena tejasā pratibudhyataḥ / dagdhāḥ sarve muniśreṣṭhāś catvāras tv avaśeṣitāḥ // BrP_8.56 //

Durch die aus dessen Auge aufsteigende Glutkraft, als er erwachte, wurden alle verbrannt, o beste der Weisen, nur vier aber blieben übrig:

Wort für Wort
tasya cakṣuḥsamutthena
durch die aus dessen Auge aufsteigende
tejasā pratibudhyataḥ
Glutkraft, als er erwachte
dagdhāḥ sarve muniśreṣṭhāḥ
wurden alle verbrannt, o beste der Weisen
catvāraḥ tu avaśeṣitāḥ
nur vier aber blieben übrig

barhiketuḥ suketuś ca tathā dharmarathaḥ nṛpaḥ / śūraḥ pañcanadaś caiva tasya vaṃśakarā nṛpāḥ // BrP_8.57 //

Barhiketu und Suketu, sowie der König Dharmaratha, und der Held Pañcanada – sie waren dessen geschlechtsfortführende Fürsten.

Wort für Wort
barhiketuḥ suketuḥ ca
Barhiketu und Suketu
tathā dharmarathaḥ nṛpaḥ
sowie der König Dharmaratha
śūraḥ pañcanadaḥ caiva
und der Held Pañcanada
tasya vaṃśakarāḥ nṛpāḥ
sie waren dessen geschlechtsfortführende Fürsten

prādāc ca tasmai bhagavān harir nārāyaṇo varam / akṣayaṃ vaṃśam ikṣvākoḥ kīrtiṃ cāpy anivartinīm // BrP_8.58 //

Und der erhabene Hari-Nārāyaṇa gewährte jenem Sagara einen Segen: ein unvergängliches Geschlecht Ikṣvākus und einen niemals schwindenden Ruhm,

Wort für Wort
prādāt ca tasmai bhagavān
und gewährte jenem der Erhabene
hariḥ nārāyaṇaḥ varam
Hari-Nārāyaṇa einen Segen
akṣayam vaṃśam ikṣvākoḥ
ein unvergängliches Geschlecht Ikṣvākus
kīrtim ca api anivartinīm
und einen niemals schwindenden Ruhm

putraṃ samudraṃ ca vibhuḥ svarge vāsaṃ tathākṣayam / samudraś cārgham ādāya vavande taṃ mahīpatim // BrP_8.59 //

einen Sohn, und den Ozean (zu eigen), der Gebieter, und ebenso einen unvergänglichen Aufenthalt im Himmel; und der Ozean, nachdem er ein Ehrengeschenk genommen hatte, verehrte jenen Herrscher der Erde,

Wort für Wort
putram samudram ca vibhuḥ
einen Sohn, und den Ozean, der Gebieter
svarge vāsam tathā akṣayam
und ebenso einen unvergänglichen Aufenthalt im Himmel
samudraḥ ca argham ādāya
und der Ozean, nachdem er ein Ehrengeschenk genommen hatte
vavande tam mahīpatim
verehrte jenen Herrscher der Erde

[?] "putraṃ samudraṃ ca" ist knapp formuliert; gemeint ist offenbar, dass der von den Söhnen ausgegrabene Ozean fortan gleichsam Sagara zugehörig wird (vgl. die im nächsten Vers genannte Namensätiologie "Sāgara").

sāgaratvaṃ ca lebhe sa karmaṇā tena tasya ha / taṃ cāśvamedhikaṃ so 'śvaṃ samudrād upalabdhavān // BrP_8.60 //

und durch jene Tat von ihm erlangte er (der Ozean) den Namen ‚Sāgara‘; und jenes Aśvamedha-Pferd erlangte er (Sagara) aus dem Meer zurück,

Wort für Wort
sāgaratvam ca lebhe sa
und er erlangte den Namen "Sāgara"
karmaṇā tena tasya ha
durch jene Tat von ihm
tam ca aśvamedhikam saḥ
und jenes Aśvamedha-(Pferd), er
aśvam samudrāt upalabdhavān
erlangte das Pferd aus dem Meer zurück

Namensätiologie: der Ozean (Sāgara) heißt so nach Sagara, dessen Söhne ihn ausgruben.

ājahārāśvamedhānāṃ śataṃ sa sumahātapāḥ / putrāṇāṃ ca sahasrāṇi ṣaṣṭis tasyeti naḥ śrutam // BrP_8.61 //

und er, der überaus große Asket, vollbrachte hundert Aśvamedha-Opfer; und sechzigtausend Söhne hatte er, so haben wir gehört.

Wort für Wort
ājahāra aśvamedhānām
vollbrachte der Aśvamedha-Opfer
śatam sa sumahātapāḥ
hundert, er, der überaus große Asket
putrāṇām ca sahasrāṇi
und der Söhne Tausende
ṣaṣṭiḥ tasya iti naḥ śrutam
sechzig(tausend) hatte er, so haben wir gehört

{die weisen fragten:} sagarasyātmajā vīrāḥ kathaṃ jātā mahābalāḥ / vikrāntāḥ ṣaṣṭisāhasrā vidhinā kena sattama // BrP_8.62 //

„Wie wurden Sagaras heldenhafte, gewaltmächtige, tapfere sechzigtausend Söhne geboren, durch welche Weise, o Bester?“

Wort für Wort
sagarasya ātmajāḥ vīrāḥ
Sagaras heldenhafte Söhne
katham jātāḥ mahābalāḥ
wie wurden geboren, die gewaltmächtigen
vikrāntāḥ ṣaṣṭisāhasrāḥ
tapfer, sechzigtausend
vidhinā kena sattama
durch welche Weise, o Bester

{lomaharṣaṇa sprach:} dve bhārye sagarasyāstāṃ tapasā dagdhakilbiṣe / jyeṣṭhā vidarbhaduhitā keśinī nāma nāmataḥ // BrP_8.63 //

Zwei Gattinnen hatte Sagara, deren Sünde durch Askese verbrannt war; die ältere, eine Tochter des Vidarbha, mit Namen Keśinī,

Wort für Wort
dve bhārye sagarasya āstām
zwei Gattinnen hatte Sagara
tapasā dagdhakilbiṣe
deren Sünde durch Askese verbrannt war
jyeṣṭhā vidarbhaduhitā
die ältere, eine Tochter des Vidarbha
keśinī nāma nāmataḥ
mit Namen Keśinī, dem Namen nach

kanīyasī tu mahatī patnī paramadharmiṇī / ariṣṭanemiduhitā rūpeṇāpratimā bhuvi // BrP_8.64 //

die jüngere aber, die große, höchst rechtschaffene Gattin, eine Tochter des Ariṣṭanemi, an Schönheit unvergleichlich auf Erden.

Wort für Wort
kanīyasī tu mahatī
die jüngere aber, die große
patnī paramadharmiṇī
Gattin, höchst rechtschaffen
ariṣṭanemiduhitā
eine Tochter des Ariṣṭanemi
rūpeṇa apratimā bhuvi
an Schönheit unvergleichlich auf Erden

aurvas tābhyāṃ varaṃ prādāt tad budhyadhvaṃ dvijottamāḥ / ṣaṣṭiṃ putrasahasrāṇi gṛhṇātv ekā nitambinī // BrP_8.65 //

Aurva gewährte diesen beiden einen Segen – vernehmt dies, o beste der Zweifachgeborenen: „Sechzigtausend Söhne empfange die eine, Schönhüftige,

Wort für Wort
aurvaḥ tābhyām varam prādāt
Aurva gewährte diesen beiden einen Segen
tat budhyadhvam dvijottamāḥ
vernehmt dies, o beste der Zweifachgeborenen
ṣaṣṭim putrasahasrāṇi
sechzigtausend Söhne
gṛhṇātu ekā nitambinī
empfange die eine, Schönhüftige

ekaṃ vaṃśadharaṃ tv ekā yatheṣṭaṃ varayatv iti / tatraikā jagṛhe putrān ṣaṣṭisāhasrasaṃmitān // BrP_8.66 //

die andere aber wähle sich, wie sie wünscht, einen Geschlechtsfortführer.“ Da empfing die eine Söhne, sechzigtausend an Zahl,

Wort für Wort
ekam vaṃśadharam tu ekā
die andere aber einen Geschlechtsfortführer
yatheṣṭam varayatu iti
wähle sich, wie sie wünscht
tatra ekā jagṛhe putrān
da empfing die eine Söhne
ṣaṣṭisāhasrasaṃmitān
sechzigtausend an Zahl

ekaṃ vaṃśadharaṃ tv ekā tathety āha tato muniḥ / rājā pañcajano nāma babhūva sa mahādyutiḥ // BrP_8.67 //

die andere aber (wählte) einen Geschlechtsfortführer; „So sei es“ sprach darauf der Weise. Der König mit Namen Pañcajana wurde jener hochglänzende Sohn.

Wort für Wort
ekam vaṃśadharam tu ekā
die andere aber einen Geschlechtsfortführer
tathā iti āha tataḥ muniḥ
"so sei es" sprach darauf der Weise
rājā pañcajanaḥ nāma
der König mit Namen Pañcajana
babhūva sa mahādyutiḥ
wurde jener hochglänzende (Sohn)

itarā suṣuve tumbīṃ bījapūrṇām iti śrutiḥ / tatra ṣaṣṭisahasrāṇi garbhās te tilasaṃmitāḥ // BrP_8.68 //

Die andere gebar, so die Überlieferung, einen mit Samen gefüllten Flaschenkürbis; darin befanden sich sechzigtausend Embryonen, sesamkorngroß,

Wort für Wort
itarā suṣuve tumbīm
die andere gebar einen Flaschenkürbis
bījapūrṇām iti śrutiḥ
mit Samen gefüllt, so die Überlieferung
tatra ṣaṣṭisahasrāṇi
darin sechzigtausend
garbhāḥ te tilasaṃmitāḥ
Embryonen, sesamkorngroß

saṃbabhūvur yathākālaṃ vavṛdhuś ca yathāsukham / ghṛtapūrṇeṣu kumbheṣu tān garbhān nidadhe tataḥ // BrP_8.69 //

die sich zu ihrer Zeit bildeten und nach Belieben heranwuchsen; in mit geschmolzener Butter gefüllte Krüge legte sie diese Embryonen darauf,

Wort für Wort
saṃbabhūvuḥ yathākālam
die sich zu ihrer Zeit bildeten
vavṛdhuḥ ca yathāsukham
und nach Belieben heranwuchsen
ghṛtapūrṇeṣu kumbheṣu
in mit geschmolzener Butter gefüllte Krüge
tān garbhān nidadhe tataḥ
legte sie diese Embryonen darauf

dhātrīś caikaikaśaḥ prādāt tāvatīḥ poṣaṇe nṛpaḥ / tato daśasu māseṣu samuttasthur yathākramam // BrP_8.70 //

und der König gab je einem einzelnen eine Amme zur Pflege, in ebenso großer Zahl; darauf, nach zehn Monaten, erhoben sie sich der Reihe nach,

Wort für Wort
dhātrīḥ ca ekaikaśaḥ prādāt
und je einem einzelnen gab er eine Amme
tāvatīḥ poṣaṇe nṛpaḥ
in ebenso großer Zahl zur Pflege, der König
tataḥ daśasu māseṣu
darauf nach zehn Monaten
samuttasthuḥ yathākramam
erhoben sie sich der Reihe nach

kumārās te yathākālaṃ sagaraprītivardhanāḥ / ṣaṣṭiputrasahasrāṇi tasyaivam abhavan dvijāḥ // BrP_8.71 //

als Knaben, zu ihrer Zeit, die Freude Sagaras mehrend; so entstanden ihm sechzigtausend Söhne, o Brahmanen,

Wort für Wort
kumārāḥ te yathākālam
als Knaben, sie, zu ihrer Zeit
sagaraprītivardhanāḥ
die Freude Sagaras mehrend
ṣaṣṭiputrasahasrāṇi
sechzigtausend Söhne
tasya evam abhavan dvijāḥ
entstanden ihm so, o Brahmanen

garbhād alābūmadhyād vai jātāni pṛthivīpateḥ / teṣāṃ nārāyaṇaṃ tejaḥ praviṣṭānāṃ mahātmanām // BrP_8.72 //

aus dem Fötus, aus der Mitte des Flaschenkürbisses geboren, dem Herrscher der Erde. In diese hochgesinnten Söhne war, als sie (vom Feuer) durchdrungen wurden, Nārāyaṇas Glutkraft eingegangen –

Wort für Wort
garbhāt alābūmadhyāt vai
aus dem Fötus, aus der Mitte des Flaschenkürbisses
jātāni pṛthivīpateḥ
geboren, dem Herrscher der Erde
teṣām nārāyaṇam tejaḥ
in diese Nārāyaṇas Glutkraft
praviṣṭānām mahātmanām
eingegangen, der hochgesinnten

[Anm.: Diese zweite, ausführlichere Erzählung der wunderbaren Geburt der 60.000 Söhne (v.62-73) scheint eine eigenständige, parallel überlieferte Variante der knapperen Genealogie aus v.56-58 zu sein (dort werden die vier Überlebenden namentlich als Barhiketu, Suketu, Dharmaratha und Pañcanada genannt, hier erscheint als Geschlechtsfortführer stattdessen "Pañcajana" – vermutlich Namensvarianten derselben Figur).

ekaḥ pañcajano nāma putro rājā babhūva ha / śūraḥ pañcajanasyāsīd aṃśumān nāma vīryavān // BrP_8.73 //

Ein Sohn, mit Namen Pañcajana, wurde König; Pañcajanas heldenhafter Sohn war Aṃśumān, kraftvoll.

Wort für Wort
ekaḥ pañcajanaḥ nāma
ein (Sohn), mit Namen Pañcajana
putraḥ rājā babhūva ha
der Sohn wurde König
śūraḥ pañcajanasya āsīt
der Held, Pañcajanas (Sohn) war
aṃśumān nāma vīryavān
mit Namen Aṃśumān, kraftvoll

dilīpas tasya tanayaḥ khaṭvāṅga iti viśrutaḥ / yena svargād ihāgatya muhūrtaṃ prāpya jīvitam // BrP_8.74 //

Dilīpa war dessen Sohn, unter dem Namen Khaṭvāṅga bekannt, durch den, nachdem er vom Himmel hierher gekommen war und nur noch einen Augenblick Leben erlangt hatte,

Wort für Wort
dilīpaḥ tasya tanayaḥ
Dilīpa war dessen Sohn
khaṭvāṅgaḥ iti viśrutaḥ
unter dem Namen Khaṭvāṅga bekannt
yena svargāt iha āgatya
durch den, nachdem er vom Himmel hierher gekommen war
muhūrtam prāpya jīvitam
nur noch einen Augenblick Leben erlangt hatte

Bekannte Episode des Königs Khaṭvāṅga, der den Göttern im Kampf gegen Dämonen half und dafür nur noch einen Augenblick Lebenszeit zugesprochen bekam, in dem er dennoch die höchste Erkenntnis/die drei Welten gewann.

trayo 'bhisaṃdhitā lokā buddhyā satyena cānaghāḥ / dilīpasya tu dāyādo mahārājo bhagīrathaḥ // BrP_8.75 //

die drei Welten durch Weisheit und Wahrhaftigkeit gewonnen wurden, ihr Makellosen. Dilīpas Erbe aber war der Großkönig Bhagīratha,

Wort für Wort
trayaḥ abhisaṃdhitāḥ lokāḥ
die drei Welten wurden gewonnen
buddhyā satyena ca anaghāḥ
durch Weisheit und Wahrhaftigkeit, ihr Makellosen
dilīpasya tu dāyādaḥ
Dilīpas Erbe aber
mahārājaḥ bhagīrathaḥ
der Großkönig Bhagīratha

yaḥ sa gaṅgāṃ saricchreṣṭhām avātārayata prabhuḥ / samudram ānayac caināṃ duhitṛtve 'py akalpayat // BrP_8.76 //

welcher, der Gebieter, die Gaṅgā, die beste der Flüsse, herabkommen ließ; er führte sie zum Ozean und machte sie sogar zu dessen Adoptivtochter.

Wort für Wort
yaḥ sa gaṅgām saricchreṣṭhām
welcher die Gaṅgā, die beste der Flüsse
avātārayata prabhuḥ
herabkommen ließ, der Gebieter
samudram ānayat ca enām
und führte sie zum Ozean
duhitṛtve api akalpayat
und machte (sie) sogar zur Adoptivtochter

tasmād bhāgīrathī gaṅgā kathyate vaṃśacintakaiḥ / bhagīrathasuto rājā śruta ity abhiviśrutaḥ // BrP_8.77 //

Deswegen wird die Gaṅgā von den Geschlechtskundigen ‚Bhāgīrathī‘ genannt. Bhagīrathas Sohn war der König, unter dem Namen Śruta wohlbekannt,

Wort für Wort
tasmāt bhāgīrathī gaṅgā
deswegen wird die Gaṅgā "Bhāgīrathī"
kathyate vaṃśacintakaiḥ
genannt von den Geschlechtskundigen
bhagīrathasutaḥ rājā
Bhagīrathas Sohn, der König
śrutaḥ iti abhiviśrutaḥ
unter dem Namen Śruta wohlbekannt

nābhāgas tu śrutasyāsīt putraḥ paramadhārmikaḥ / ambarīṣas tu nābhāgiḥ sindhudvīpapitābhavat // BrP_8.78 //

Nābhāga aber war Śrutas höchst rechtschaffener Sohn; Ambarīṣa aber, der Sohn des Nābhāga, war der Vater des Sindhudvīpa,

Wort für Wort
nābhāgaḥ tu śrutasya āsīt
Nābhāga aber war Śrutas
putraḥ paramadhārmikaḥ
höchst rechtschaffener Sohn
ambarīṣaḥ tu nābhāgiḥ
Ambarīṣa aber, der Sohn des Nābhāga
sindhudvīpapitā abhavat
war der Vater des Sindhudvīpa

ayutājit tu dāyādaḥ sindhudvīpasya vīryavān / ayutājitsutas tv āsīd ṛtuparṇo mahāyaśāḥ // BrP_8.79 //

Ayutājit war Sindhudvīpas kraftvoller Erbe; Ayutājits Sohn war der hochberühmte Ṛtuparṇa,

Wort für Wort
ayutājit tu dāyādaḥ
Ayutājit aber war der Erbe
sindhudvīpasya vīryavān
Sindhudvīpas, der kraftvolle
ayutājitsutaḥ tu āsīt
Ayutājits Sohn aber war
ṛtuparṇaḥ mahāyaśāḥ
der hochberühmte Ṛtuparṇa

divyākṣahṛdayajño vai rājā nalasakho balī / ṛtuparṇasutas tv āsīd ārtaparṇir mahāyaśāḥ // BrP_8.80 //

der König, kundig des göttlichen Würfelspiel-Geheimnisses, der Freund Nalas, der Starke; Ṛtuparṇas Sohn war der hochberühmte Ārtaparṇi,

Wort für Wort
divyākṣahṛdayajñaḥ vai
kundig des göttlichen Würfelspiel-Geheimnisses
rājā nalasakhaḥ balī
der König, der Freund Nalas, der Starke
ṛtuparṇasutaḥ tu āsīt
Ṛtuparṇas Sohn aber war
ārtaparṇiḥ mahāyaśāḥ
der hochberühmte Ārtaparṇi

Anspielung auf die berühmte Nala-Damayantī-Erzählung (Mahābhārata, Vana-Parva): Ṛtuparṇa, König von Ayodhyā, ist dort Nalas Freund und lehrt ihn die Würfelkunst.

sudāsas tasya tanayo rājā indrasakho 'bhavat / sudāsasya sutaḥ proktaḥ saudāso nāma pārthivaḥ // BrP_8.81 //

Sudāsa war dessen Sohn, ein König, der Indras Freund wurde; Sudāsas Sohn wird als der Fürst mit Namen Saudāsa bezeichnet,

Wort für Wort
sudāsaḥ tasya tanayaḥ
Sudāsa war dessen Sohn
rājā indrasakhaḥ abhavat
ein König, der Indras Freund wurde
sudāsasya sutaḥ proktaḥ
Sudāsas Sohn wird bezeichnet
saudāsaḥ nāma pārthivaḥ
als der Fürst mit Namen Saudāsa

khyātaḥ kalmāṣapādo vai rājā mitrasaho 'bhavat / kalmāṣapādasya sutaḥ sarvakarmeti viśrutaḥ // BrP_8.82 //

bekannt als Kalmāṣapāda, der König, der auch Mitrasaha genannt wurde; Kalmāṣapādas Sohn war unter dem Namen Sarvakarma bekannt,

Wort für Wort
khyātaḥ kalmāṣapādaḥ vai
bekannt als Kalmāṣapāda
rājā mitrasahaḥ abhavat
der König, der (auch) Mitrasaha wurde
kalmāṣapādasya sutaḥ
Kalmāṣapādas Sohn
sarvakarma iti viśrutaḥ
unter dem Namen Sarvakarma bekannt

anaraṇyas tu putro 'bhūd viśrutaḥ sarvakarmaṇaḥ / anaraṇyasuto nighno nighnato dvau babhūvatuḥ // BrP_8.83 //

Anaraṇya aber war der berühmte Sohn des Sarvakarma; Anaraṇyas Sohn war Nighna; von Nighna gab es zwei Söhne:

Wort für Wort
anaraṇyaḥ tu putraḥ abhūt
Anaraṇya aber war der Sohn
viśrutaḥ sarvakarmaṇaḥ
der berühmte, des Sarvakarma
anaraṇyasutaḥ nighnaḥ
Anaraṇyas Sohn war Nighna
nighnataḥ dvau babhūvatuḥ
von Nighna gab es zwei (Söhne)

anamitro raghuś caiva pārthivarṣabhasattamau / anamitrasuto rājā vidvān duliduho 'bhavat // BrP_8.84 //

Anamitra und Raghu, beide die besten der Fürsten-Stiere; Anamitras Sohn war der gelehrte König Duliduha,

Wort für Wort
anamitraḥ raghuḥ caiva
Anamitra und Raghu
pārthivarṣabhasattamau
beide die besten der Fürsten-Stiere
anamitrasutaḥ rājā
Anamitras Sohn, der König
vidvān duliduhaḥ abhavat
der gelehrte Duliduha war

dilīpas tanayas tasya rāmasya prapitāmahaḥ / dīrghabāhur dilīpasya raghur nāmnā suto 'bhavat // BrP_8.85 //

Dilīpa war dessen Sohn, der Urgroßvater Rāmas; der langarmige Raghu war Dilīpas Sohn, dem Namen nach,

Wort für Wort
dilīpaḥ tanayaḥ tasya
Dilīpa war dessen Sohn
rāmasya prapitāmahaḥ
der Urgroßvater Rāmas
dīrghabāhuḥ dilīpasya
der langarmige, Dilīpas
raghuḥ nāmnā sutaḥ abhavat
Raghu war dem Namen nach der Sohn

[Anm.: Dieser Dilīpa ist ein anderer als der Sagara-Nachkomme aus v.75 (Vater des Bhagīratha); Namensgleichheit ist in dieser Dynastie mehrfach belegt (vgl. auch die beiden Pṛthus und die beiden Nalas, v.93).]

ayodhyāyāṃ mahārājo yaḥ purāsīn mahābalaḥ / ajas tu rāghavo jajñe tathā daśaratho 'py ajāt // BrP_8.86 //

welcher der große, gewaltmächtige König in Ayodhyā war, einst; Aja aber wurde als Rāghava (Sohn des Raghu) geboren, und ebenso Daśaratha von Aja,

Wort für Wort
ayodhyāyām mahārājaḥ
in Ayodhyā der große König
yaḥ purā āsīt mahābalaḥ
welcher einst war, der Gewaltmächtige
ajaḥ tu rāghavaḥ jajñe
Aja aber wurde als Rāghava geboren
tathā daśarathaḥ api ajāt
und ebenso Daśaratha von Aja

rāmo daśarathāj jajñe dharmātmā sumahāyaśāḥ / rāmasya tanayo jajñe kuśa ity abhisaṃjñitaḥ // BrP_8.87 //

Rāma wurde von Daśaratha geboren, der Rechtschaffene, der überaus Hochberühmte; Rāmas Sohn wurde geboren, mit Namen Kuśa bezeichnet,

Wort für Wort
rāmaḥ daśarathāt jajñe
Rāma wurde von Daśaratha geboren
dharmātmā sumahāyaśāḥ
der Rechtschaffene, der überaus Hochberühmte
rāmasya tanayaḥ jajñe
Rāmas Sohn wurde geboren
kuśaḥ iti abhisaṃjñitaḥ
mit Namen Kuśa bezeichnet

atithis tu kuśāj jajñe dharmātmā sumahāyaśāḥ / atithes tv abhavat putro niṣadho nāma vīryavān // BrP_8.88 //

Atithi wurde von Kuśa geboren, der Rechtschaffene, der überaus Hochberühmte; Atithis Sohn war der kraftvolle Niṣadha,

Wort für Wort
atithiḥ tu kuśāt jajñe
Atithi aber wurde von Kuśa geboren
dharmātmā sumahāyaśāḥ
der Rechtschaffene, der überaus Hochberühmte
atitheḥ tu abhavat putraḥ
Atithis Sohn aber war
niṣadhaḥ nāma vīryavān
mit Namen Niṣadha, der kraftvolle

niṣadhasya nalaḥ putro nabhaḥ putro nalasya ca / nabhasya puṇḍarīkas tu kṣemadhanvā tataḥ smṛtaḥ // BrP_8.89 //

Niṣadhas Sohn war Nala, und Nabhas war Nalas Sohn; Puṇḍarīka aber war Nabhas' Sohn, und danach ist Kṣemadhanvā bekannt,

Wort für Wort
niṣadhasya nalaḥ putraḥ
Niṣadhas Sohn war Nala
nabhaḥ putraḥ nalasya ca
und Nabhas war Nalas Sohn
nabhasya puṇḍarīkaḥ tu
Nabhas' (Sohn) aber war Puṇḍarīka
kṣemadhanvā tataḥ smṛtaḥ
danach ist Kṣemadhanvā bekannt

kṣemadhanvasutas tv āsīd devānīkaḥ pratāpavān / āsīd ahīnagur nāma devānīkātmajaḥ prabhuḥ // BrP_8.90 //

Kṣemadhanvas Sohn war der machtvolle Devānīka; der Gebieter mit Namen Ahīnagu war Devānīkas Sohn,

Wort für Wort
kṣemadhanvasutaḥ tu āsīt
Kṣemadhanvas Sohn aber war
devānīkaḥ pratāpavān
Devānīka, der machtvolle
āsīt ahīnaguḥ nāma
es war der mit Namen Ahīnagu
devānīkātmajaḥ prabhuḥ
der Gebieter, Devānīkas Sohn

ahīnagos tu dāyādaḥ sudhanvā nāma pārthivaḥ / sudhanvanaḥ sutaś cāpi tato jajñe śalo nṛpaḥ // BrP_8.91 //

Ahīnagus Erbe aber war der Fürst mit Namen Sudhanvā; und von Sudhanvā wurde darauf der König Śala geboren,

Wort für Wort
ahīnagoḥ tu dāyādaḥ
Ahīnagus Erbe aber
sudhanvā nāma pārthivaḥ
war der Fürst mit Namen Sudhanvā
sudhanvanaḥ sutaḥ ca api
und Sudhanvās Sohn auch
tataḥ jajñe śalaḥ nṛpaḥ
darauf wurde der König Śala geboren

ukyo nāma sa dharmātmā śalaputro babhūva ha / vajranābhaḥ sutas tasya nalas tasya mahātmanaḥ // BrP_8.92 //

der mit Namen Ukya, rechtschaffen, war Śalas Sohn; Vajranābha war dessen Sohn, Nala war der Sohn jenes Hochgesinnten,

Wort für Wort
ukyaḥ nāma sa dharmātmā
der mit Namen Ukya, der Rechtschaffene
śalaputraḥ babhūva ha
war Śalas Sohn
vajranābhaḥ sutaḥ tasya
Vajranābha war dessen Sohn
nalaḥ tasya mahātmanaḥ
Nala war (der Sohn) jenes Hochgesinnten

nalau dvāv eva vikhyātau purāṇe munisattamāḥ / vīrasenātmajaś caiva yaś cekṣvākukulodvahaḥ // BrP_8.93 //

Zwei Nalas allein sind im Purāṇa berühmt, o beste der Weisen: der Sohn des Vīrasena, und jener, der die Ikṣvāku-Sippe fortträgt.

Wort für Wort
nalau dvau eva vikhyātau
zwei Nalas allein sind berühmt
purāṇe munisattamāḥ
im Purāṇa, o beste der Weisen
vīrasenātmajaḥ caiva
der Sohn des Vīrasena
yaḥ ca ikṣvākukulodvahaḥ
und jener, der die Ikṣvāku-Sippe fortträgt

Ausdrückliche Unterscheidung von zwei gleichnamigen Nalas: dem berühmten Nala, Sohn des Vīrasena (Held der Nala-Damayantī-Erzählung, gehört einer anderen Dynastie an), und diesem hier genannten Nala aus der Ikṣvāku-Linie.

ikṣvākuvaṃśaprabhavāḥ prādhānyena prakīrtitāḥ / ete vivasvato vaṃśe rājāno bhūritejasaḥ // BrP_8.94 //

Diese aus dem Ikṣvāku-Geschlecht Entsprungenen sind vornehmlich verkündet worden; dies sind im Geschlecht des Vivasvant die Könige von reicher Glutkraft.

Wort für Wort
ikṣvākuvaṃśaprabhavāḥ
die aus dem Ikṣvāku-Geschlecht Entsprungenen
prādhānyena prakīrtitāḥ
sind vornehmlich verkündet worden
ete vivasvataḥ vaṃśe
diese sind im Geschlecht des Vivasvant
rājānaḥ bhūritejasaḥ
die Könige von reicher Glutkraft

Abschließende Zusammenfassung der gesamten Sūryavaṃśa-Genealogie von Ikṣvāku bis zu den Rāma-Nachfolgern.

paṭhan samyag imāṃ sṛṣṭim ādityasya vivasvataḥ / śrāddhadevasya devasya prajānāṃ puṣṭidasya ca / prajāvān eti sāyujyam ādityasya vivasvataḥ // BrP_8.95 //

Wer diese Schöpfung des Āditya Vivasvant, des Gottes Śrāddhadeva, des Nährers der Geschöpfe, richtig rezitiert, erlangt, mit Nachkommenschaft gesegnet, die Vereinigung mit dem Āditya Vivasvant.

Wort für Wort
paṭhan samyak imām sṛṣṭim
wer diese Schöpfung richtig rezitiert
ādityasya vivasvataḥ
des Āditya Vivasvant
śrāddhadevasya devasya
des Gottes Śrāddhadeva
prajānām puṣṭidasya ca
und des Nährers der Geschöpfe
prajāvān eti sāyujyam
erlangt, mit Nachkommenschaft gesegnet, die Vereinigung
ādityasya vivasvataḥ
mit dem Āditya Vivasvant

Phalaśruti (Nutzenverheißung) zum Abschluss des Kapitels; dreipadiger Schlussvers.

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