Kapitel 8: aṣṭamo 'dhyāyaḥ
Triśaṅku/Hariścandra, Sagara und die Fortsetzung der Sonnendynastie bis Rāmas Nachfolgern
Fortsetzung und Abschluss der Satyavrata-Erzählung: sein zwölfjähriger Dienst bei Viśvāmitras Familie, die Tötung von dessen Wunschkuh aus Hunger (woraus sich der Beiname "Triśaṅku", Dreipfahl, herleitet), seine leibliche Himmelfahrt durch Viśvāmitras Macht und sein Sohn Hariścandra. Die Genealogie führt über Rohita, Hārita, Vijaya, Ruruka, Vṛka bis zu Bāhu, der von den Haihayas/Tālajaṅghas und fünf verbündeten Fremdvölkern (Śakas, Yavanas, Kāmbojas, Pāradas, Pahnavas) vertrieben wird und im Exil stirbt; sein postum, zusammen mit verabreichtem Gift geborener Sohn Sagara rächt ihn mit Aurvas Feuerwaffe, erobert die Erde zurück und degradiert jene fünf Völker durch äußere Kennzeichen (Haartracht, Bart) aus dem Kṣatriya-Stand, ohne sie (auf Vasiṣṭhas Bitte) zu töten. Es folgt die berühmte Geschichte von Sagaras Aśvamedha-Pferd, das gestohlen wird, und seinen 60.000 (auf wundersame Weise geborenen) Söhnen, die beim Ausgraben des Weltmeers den schlafenden Viṣṇu in Kapila-Gestalt wecken und von dessen Blick verbrannt werden – nur wenige Söhne überleben zur Fortführung der Linie. Über Aṃśumān, Dilīpa/Khaṭvāṅga und Bhagīratha (der die Gaṅgā herabführt) setzt sich die Genealogie fort bis zu Raghu, Aja, Daśaratha, Rāma, Kuśa und schließlich zu Nala, einem Nachkommen mehrere Generationen nach Rāma – mit abschließender Nutzenverheißung fürs Rezitieren dieser Sūryavaṃśa-Genealogie.
und, ein im Stillen geübtes Gelübde befolgend, eine zwölfjährige Weihe, wohnte er dort, auf des Vaters Geheiß, während jener König in den Wald gegangen war.
pāṇigrahaṇamantrāṇāṃ niṣṭhā syāt saptame pade / na ca satyavratas tasmād dhatavān saptame pade // BrP_8.7 //
obwohl die Vollendung der Ehe-Sprüche erst beim siebten Schritt eintritt, und Satyavrata deswegen nicht schon beim siebten Schritt (die Braut) geraubt hatte –
Wort für Wort
pāṇigrahaṇamantrāṇām
der Ehe-(Trauungs-)Sprüche
niṣṭhā syāt saptame pade
die Vollendung tritt beim siebten Schritt ein
na ca satyavrataḥ tasmāt
und Satyavrata deswegen nicht
hatavān saptame pade
hatte (die Braut) beim siebten Schritt geraubt
[Anm.: Satyavratas eigene, hier referierte Rechtfertigung für seinen einstigen Frauenraub (Kap. 7, v.98f.): da die Trauungszeremonie (saptapadī) erst mit dem siebten gemeinsamen Schritt rechtsgültig wird, sei sein Eingriff vor diesem Punkt kein vollendeter Ehebruch gewesen – ein Argument, das Vasiṣṭha ihm hier offenbar dennoch nicht zugutehält.]
jānan dharmaṃ vasiṣṭhas tu na māṃ trātīti bho dvijāḥ / satyavratas tadā roṣaṃ vasiṣṭhe manasākarot // BrP_8.8 //
„Obwohl er das Recht kennt, hat mich Vasiṣṭha nicht gerettet“ – so denkend, o Brahmanen, fasste Satyavrata damals in seinem Geiste Zorn gegen Vasiṣṭha.
tena tv idānīṃ vihitāṃ dīkṣāṃ tāṃ durvahāṃ bhuvi / kulasya niṣkṛtir viprāḥ kṛtā sā vai bhaved iti // BrP_8.11 //
deswegen aber, dachte er, sei jetzt jene schwer zu ertragende Weihe von ihm auf sich genommen worden, o Brahmanen, damit sie zur Sühne für das Geschlecht werde –
ihn, vom Vater verstoßen, hielt der erhabene Vasiṣṭha nicht davon ab, denn: „Ich werde diesen Sohn (dereinst) zum König weihen“ – so gesinnt war der Weise.
{vasiṣṭha sprach:} pātayeyam ahaṃ krūra tava śaṅkum asaṃśayam / yadi te dvāv imau śaṅkū na syātāṃ vai kṛtau punaḥ // BrP_8.17 //
„Ich würde dir, Grausamer, ohne Zweifel deinen (dritten) Pfahl zufügen, wären nicht diese deine beiden anderen Pfähle bereits gesetzt worden!
Wort für Wort
pātayeyam aham krūra
ich würde zufügen, Grausamer
tava śaṅkum asaṃśayam
dir einen Pfahl, ohne Zweifel
yadi te dvau imau śaṅkū
wenn nicht diese deine zwei Pfähle
na syātām vai kṛtau punaḥ
nicht bereits gesetzt worden wären
"Śaṅku" ("Pfahl, Pflock") steht hier bildlich für ein Merkmal/Kennzeichen der Schuld, das Vasiṣṭha Satyavrata "einschlägt"; daraus leitet sich im Folgenden der Name "Triśaṅku" ("Dreipfahl") ab.
pituś cāparitoṣeṇa gurudogdhrīvadhena ca / aprokṣitopayogāc ca trividhas te vyatikramaḥ // BrP_8.18 //
Durch die Unzufriedenheit des Vaters, durch die Tötung der Wunschkuh des Lehrers und durch den Verzehr ungeweihten Fleisches – dreifach ist deine Verfehlung.
Mit einem Segen beschenkt, erbat sich der Königssohn darauf einen Segen: „Mit diesem Körper möge ich in den Himmel eingehen!“ – so wurde der Segen erbeten.
sa vai rājā hariścandras traiśaṅkava iti smṛtaḥ / āhartā rājasūyasya samrāḍ iti ha viśrutaḥ // BrP_8.25 //
Jener König Hariścandra ist als „Traiśaṅkava“ (Sohn des Triśaṅku) bekannt, als Vollbringer des Rājasūya-Opfers unter dem Namen „Samrāṭ“ (Allherrscher) berühmt.
nāsatyo dhārmikaś caiva sa ha dharmayuge 'bhavat / sagaras tu suto bāhor yajñe saha gareṇa vai // BrP_8.30 //
Er (Bāhu) war wahrhaftig und rechtschaffen, und er lebte fürwahr in einem Zeitalter der Rechtschaffenheit. Sagara aber war der Sohn Bāhus, im Opfer, zusammen mit Gift (geboren),
Wort für Wort
nāsatyaḥ dhārmikaḥ caiva
er war wahrhaftig und rechtschaffen
sa ha dharmayuge abhavat
und er lebte in einem Zeitalter der Rechtschaffenheit
sagaraḥ tu sutaḥ bāhoḥ
Sagara aber war der Sohn Bāhus
yajñe saha gareṇa vai
im Opfer, zusammen mit Gift
Beginn der Sagara-Geschichte: der Name "Sagara" ("mit Gift") wird von seiner Geburt zusammen mit einem verabreichten Gift hergeleitet.
eroberte er die Erde, nachdem er die Tālajaṅghas zusammen mit den Haihayas erschlagen hatte; der Unfehlbare hob die Kṣatriya-Ordnung der Śakas und Pahnavas auf, der Kṣatriyas, o beste der Weisen, und der Pāradas, er, der Dharma-Kenner.
Wort für Wort
jigāya pṛthivīm hatvā
eroberte er die Erde, nachdem er erschlagen hatte
tālajaṅghān sahaihayān
die Tālajaṅghas zusammen mit den Haihayas
śakānām pahnavānām ca
der Śakas und Pahnavas
dharmam nirasat acyutaḥ
hob der Unfehlbare die (Kṣatriya-)Ordnung auf
kṣatriyāṇām muniśreṣṭhāḥ
der Kṣatriyas, o beste der Weisen
pāradānām ca dharmavit
und der Pāradas, der Dharma-Kenner
Dreipadiger Vers. Beginn der Erzählung von Sagaras Feldzug gegen die fünf "barbarischen" Stämme und der Aberkennung ihres Kṣatriya-Status.
{lomaharṣaṇa sprach:} bāhor vyasaninaḥ pūrvaṃ hṛtaṃ rājyam abhūt kila / haihayais tālajaṅghaiś ca śakaiḥ sārdhaṃ dvijottamāḥ // BrP_8.35 //
Dem lasterhaften Bāhu war zuvor, so heißt es, das Königreich geraubt worden, o beste der Zweifachgeborenen, von den Haihayas und Tālajaṅghas zusammen mit den Śakas,
Wort für Wort
bāhoḥ vyasaninaḥ pūrvam
dem lasterhaften Bāhu zuvor
hṛtam rājyam abhūt kila
war das Königreich geraubt worden, so heißt es
haihayaiḥ tālajaṅghaiḥ ca
von den Haihayas und Tālajaṅghas
śakaiḥ sārdham dvijottamāḥ
zusammen mit den Śakas, o beste der Zweifachgeborenen
sā tu bhartuś citāṃ kṛtvā vane tām abhyarohata / aurvas tāṃ bhārgavo viprāḥ kāruṇyāt samavārayat // BrP_8.39 //
sie aber, nachdem sie im Wald den Scheiterhaufen ihres Gatten errichtet hatte, bestieg sie diesen; der Bhārgava Aurva aber hielt sie aus Mitleid davon ab, o Brahmanen,
Wort für Wort
sā tu bhartuḥ citām kṛtvā
sie aber, nachdem sie den Scheiterhaufen des Gatten errichtet hatte
aurvas tu jātakarmādīṃs tasya kṛtvā mahātmanaḥ / adhyāpya vedaśāstrāṇi tato 'straṃ pratyapādayat // BrP_8.41 //
Aurva aber vollzog für ihn, den Hochgesinnten, die Geburtsriten und die übrigen Sakramente, unterrichtete ihn in den Veda-Lehren und übergab ihm daraufhin die Waffenkunst,
Wort für Wort
aurvaḥ tu jātakarmādīn
Aurva aber die Geburtsriten und übrigen
tasya kṛtvā mahātmanaḥ
vollzog für ihn, den Hochgesinnten
adhyāpya vedaśāstrāṇi
nachdem er ihn in den Veda-Lehren unterrichtet hatte
āgneyaṃ tu mahābhāgā amarair api duḥsaham / sa tenāstrabalenājau balena ca samanvitaḥ // BrP_8.42 //
die feurige Waffe nämlich, o Hochgesegnete, selbst für die Unsterblichen unerträglich; er, mit dieser Waffenkraft im Kampf und mit eigener Kraft ausgestattet,
Vasiṣṭha aber, der Hochglänzende, hielt, nachdem er sie gesehen hatte, den Sagara durch ein Übereinkommen davon ab, nachdem er ihnen da Schutz gewährt hatte,
sagaraḥ svāṃ pratijñāṃ tu guror vākyaṃ niśamya ca / dharmaṃ jaghāna teṣāṃ vai veṣān anyāṃś cakāra ha // BrP_8.47 //
Sagara aber, sein eigenes Gelübde und das Wort des Lehrers vernehmend, tötete sie nicht, hob aber ihre Kṣatriya-Ordnung auf und gab ihnen andere Erscheinungsformen,
pāradā muktakeśāś ca pahnavāñ śmaśrudhāriṇaḥ / niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāḥ kṛtās tena mahātmanā // BrP_8.49 //
die Pāradas mit offenem Haar, und die Pahnavas als Bartträger machte er; ohne Veda-Rezitation und ohne das Opferwort Vaṣaṭ ließ jener Hochgesinnte sie sein,
Wort für Wort
pāradāḥ muktakeśāḥ ca
die Pāradas mit offenem Haar
pahnavān śmaśrudhāriṇaḥ
die Pahnavas als Bartträger
niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāḥ
ohne Veda-Rezitation und ohne (das Opferwort) Vaṣaṭ
einen Sohn, und den Ozean (zu eigen), der Gebieter, und ebenso einen unvergänglichen Aufenthalt im Himmel; und der Ozean, nachdem er ein Ehrengeschenk genommen hatte, verehrte jenen Herrscher der Erde,
Wort für Wort
putram samudram ca vibhuḥ
einen Sohn, und den Ozean, der Gebieter
svarge vāsam tathā akṣayam
und ebenso einen unvergänglichen Aufenthalt im Himmel
samudraḥ ca argham ādāya
und der Ozean, nachdem er ein Ehrengeschenk genommen hatte
vavande tam mahīpatim
verehrte jenen Herrscher der Erde
[?] "putraṃ samudraṃ ca" ist knapp formuliert; gemeint ist offenbar, dass der von den Söhnen ausgegrabene Ozean fortan gleichsam Sagara zugehörig wird (vgl. die im nächsten Vers genannte Namensätiologie "Sāgara").
ekaṃ vaṃśadharaṃ tv ekā tathety āha tato muniḥ / rājā pañcajano nāma babhūva sa mahādyutiḥ // BrP_8.67 //
die andere aber (wählte) einen Geschlechtsfortführer; „So sei es“ sprach darauf der Weise. Der König mit Namen Pañcajana wurde jener hochglänzende Sohn.
aus dem Fötus, aus der Mitte des Flaschenkürbisses geboren, dem Herrscher der Erde. In diese hochgesinnten Söhne war, als sie (vom Feuer) durchdrungen wurden, Nārāyaṇas Glutkraft eingegangen –
Wort für Wort
garbhāt alābūmadhyāt vai
aus dem Fötus, aus der Mitte des Flaschenkürbisses
jātāni pṛthivīpateḥ
geboren, dem Herrscher der Erde
teṣām nārāyaṇam tejaḥ
in diese Nārāyaṇas Glutkraft
praviṣṭānām mahātmanām
eingegangen, der hochgesinnten
[Anm.: Diese zweite, ausführlichere Erzählung der wunderbaren Geburt der 60.000 Söhne (v.62-73) scheint eine eigenständige, parallel überlieferte Variante der knapperen Genealogie aus v.56-58 zu sein (dort werden die vier Überlebenden namentlich als Barhiketu, Suketu, Dharmaratha und Pañcanada genannt, hier erscheint als Geschlechtsfortführer stattdessen "Pañcajana" – vermutlich Namensvarianten derselben Figur).
Dilīpa war dessen Sohn, unter dem Namen Khaṭvāṅga bekannt, durch den, nachdem er vom Himmel hierher gekommen war und nur noch einen Augenblick Leben erlangt hatte,
Wort für Wort
dilīpaḥ tasya tanayaḥ
Dilīpa war dessen Sohn
khaṭvāṅgaḥ iti viśrutaḥ
unter dem Namen Khaṭvāṅga bekannt
yena svargāt iha āgatya
durch den, nachdem er vom Himmel hierher gekommen war
muhūrtam prāpya jīvitam
nur noch einen Augenblick Leben erlangt hatte
Bekannte Episode des Königs Khaṭvāṅga, der den Göttern im Kampf gegen Dämonen half und dafür nur noch einen Augenblick Lebenszeit zugesprochen bekam, in dem er dennoch die höchste Erkenntnis/die drei Welten gewann.
divyākṣahṛdayajño vai rājā nalasakho balī / ṛtuparṇasutas tv āsīd ārtaparṇir mahāyaśāḥ // BrP_8.80 //
der König, kundig des göttlichen Würfelspiel-Geheimnisses, der Freund Nalas, der Starke; Ṛtuparṇas Sohn war der hochberühmte Ārtaparṇi,
Wort für Wort
divyākṣahṛdayajñaḥ vai
kundig des göttlichen Würfelspiel-Geheimnisses
rājā nalasakhaḥ balī
der König, der Freund Nalas, der Starke
ṛtuparṇasutaḥ tu āsīt
Ṛtuparṇas Sohn aber war
ārtaparṇiḥ mahāyaśāḥ
der hochberühmte Ārtaparṇi
Anspielung auf die berühmte Nala-Damayantī-Erzählung (Mahābhārata, Vana-Parva): Ṛtuparṇa, König von Ayodhyā, ist dort Nalas Freund und lehrt ihn die Würfelkunst.
Dilīpa war dessen Sohn, der Urgroßvater Rāmas; der langarmige Raghu war Dilīpas Sohn, dem Namen nach,
Wort für Wort
dilīpaḥ tanayaḥ tasya
Dilīpa war dessen Sohn
rāmasya prapitāmahaḥ
der Urgroßvater Rāmas
dīrghabāhuḥ dilīpasya
der langarmige, Dilīpas
raghuḥ nāmnā sutaḥ abhavat
Raghu war dem Namen nach der Sohn
[Anm.: Dieser Dilīpa ist ein anderer als der Sagara-Nachkomme aus v.75 (Vater des Bhagīratha); Namensgleichheit ist in dieser Dynastie mehrfach belegt (vgl. auch die beiden Pṛthus und die beiden Nalas, v.93).]
Zwei Nalas allein sind im Purāṇa berühmt, o beste der Weisen: der Sohn des Vīrasena, und jener, der die Ikṣvāku-Sippe fortträgt.
Wort für Wort
nalau dvau eva vikhyātau
zwei Nalas allein sind berühmt
purāṇe munisattamāḥ
im Purāṇa, o beste der Weisen
vīrasenātmajaḥ caiva
der Sohn des Vīrasena
yaḥ ca ikṣvākukulodvahaḥ
und jener, der die Ikṣvāku-Sippe fortträgt
Ausdrückliche Unterscheidung von zwei gleichnamigen Nalas: dem berühmten Nala, Sohn des Vīrasena (Held der Nala-Damayantī-Erzählung, gehört einer anderen Dynastie an), und diesem hier genannten Nala aus der Ikṣvāku-Linie.
Diese aus dem Ikṣvāku-Geschlecht Entsprungenen sind vornehmlich verkündet worden; dies sind im Geschlecht des Vivasvant die Könige von reicher Glutkraft.
Wort für Wort
ikṣvākuvaṃśaprabhavāḥ
die aus dem Ikṣvāku-Geschlecht Entsprungenen
prādhānyena prakīrtitāḥ
sind vornehmlich verkündet worden
ete vivasvataḥ vaṃśe
diese sind im Geschlecht des Vivasvant
rājānaḥ bhūritejasaḥ
die Könige von reicher Glutkraft
Abschließende Zusammenfassung der gesamten Sūryavaṃśa-Genealogie von Ikṣvāku bis zu den Rāma-Nachfolgern.
Wer diese Schöpfung des Āditya Vivasvant, des Gottes Śrāddhadeva, des Nährers der Geschöpfe, richtig rezitiert, erlangt, mit Nachkommenschaft gesegnet, die Vereinigung mit dem Āditya Vivasvant.
Wort für Wort
paṭhan samyak imām sṛṣṭim
wer diese Schöpfung richtig rezitiert
ādityasya vivasvataḥ
des Āditya Vivasvant
śrāddhadevasya devasya
des Gottes Śrāddhadeva
prajānām puṣṭidasya ca
und des Nährers der Geschöpfe
prajāvān eti sāyujyam
erlangt, mit Nachkommenschaft gesegnet, die Vereinigung
ādityasya vivasvataḥ
mit dem Āditya Vivasvant
Phalaśruti (Nutzenverheißung) zum Abschluss des Kapitels; dreipadiger Schlussvers.