Quellen der Menschheit

Brahma-Purāṇa

Kapitel 86: cakratīrthamāhātmyavarṇanam Die Größe des Cakra-Tīrtha (Yamas Prüfung durch Indra)

Aus Mitleid mit einem trauernden Ehepaar, dessen geliebter Sohn gestorben ist, verlässt Yama (der Tod) seine Stadt und übt Askese am Ufer der Godāvarī, wodurch für einige Zeit kein Wesen mehr stirbt. Die von der wachsenden Last überforderte Erde beschwert sich bei Indra, der nach anfänglicher Unwissenheit von Sūrya erfährt, dass sein Sohn Yama an der Godāvarī büßt – und sogleich argwöhnt, Yama wolle durch diese Askese seinen Thron an sich reißen. Weder die herbeigerufenen Apsaras noch eine drohende Kriegserklärung Indras helfen; auf Rat der Menakā entsendet Indra stattdessen eine gewöhnliche Kurtisane (Gaṇikā), um Yamas Askese zu unterbrechen. Diese verführt Yama erfolgreich, löst sich danach jedoch selbst in einen Fluss auf, der sich mit der Gautamī vereint, und steigt geläutert durch die Kraft dieses Tīrtha zum Himmel auf. Sūrya versichert dem verblüfften Yama, dass daran nichts Tadelnswertes sei, und schickt ihn in seine Stadt zurück; Viṣṇus Diskus (Cakra), zuvor zu Yamas Schutz entsandt, begleitet ihn auf dem Rückweg. Seitdem heißt die Stätte 'Cakra-Tīrtha'.

{brahmovāca:} asti brahman mahātīrthaṃ cakratīrtham iti śrutam / tatra snānān naro bhaktyā harer lokam avāpnuyāt //

{Brahmā sprach:} Es gibt, o Weiser, eine große Pilgerstätte, als 'Cakra-Tīrtha' bekannt; durch das Baden dort, mit Hingabe, erlangt ein Mensch die Welt Haris.

Wort für Wort
asti brahman mahātīrtham cakratīrtham iti śrutam
es gibt, o Weiser, eine große Pilgerstätte, als 'Cakra-Tīrtha' bekannt
tatra snānāt naraḥ bhaktyā hareḥ lokam avāpnuyāt
durch das Baden dort, mit Hingabe, erlangt ein Mensch die Welt Haris

ekādaśyāṃ tu śuklāyām upoṣya pṛthivīpate / gaṇikāsaṃgame snātvā prāpnuyād akṣayaṃ padam //

An der Ekādaśī im hellen Mondviertel fastend, o Herrscher der Erde, und im Gaṇikā-Zusammenfluss badend, erlangt man den unvergänglichen Zustand.

Wort für Wort
ekādaśyām tu śuklāyām upoṣya pṛthivīpate
an der Ekādaśī im hellen Mondviertel fastend, o Herrscher der Erde
gaṇikā-saṃgame snātvā prāpnuyāt akṣayam padam
und im Gaṇikā-Zusammenfluss badend, erlangt man den unvergänglichen Zustand

purā tatra yathā vṛttaṃ tan me nigadataḥ śṛṇu / āsīd viśvadharo nāma vaiśyo bahudhanānvitaḥ //

Höre von mir, wie sich einst dort die Geschichte zutrug: Es gab einen Kaufmann namens Viśvadhara, mit vielem Reichtum versehen.

Wort für Wort
purā tatra yathā vṛttam tat me nigadataḥ śṛṇu
höre von mir, wie sich einst dort die Geschichte zutrug
āsīt viśvadharaḥ nāma vaiśyaḥ bahu-dhana-anvitaḥ
es gab einen Kaufmann namens Viśvadhara, mit vielem Reichtum versehen

uttare vayasi śreṣṭhas tasya putro 'bhavad ṛṣe / guṇavān rūpasaṃpanno vilāsī śubhadarśanaḥ //

In seinem fortgeschrittenen Alter wurde ihm, o Weiser, ein vortrefflicher Sohn geboren, tugendhaft, von schöner Gestalt, anmutig, von verheißungsvollem Aussehen.

Wort für Wort
uttare vayasi śreṣṭhaḥ tasya putraḥ abhavat ṛṣe
in seinem fortgeschrittenen Alter wurde ihm, o Weiser, ein vortrefflicher Sohn geboren
guṇavān rūpa-saṃpannaḥ vilāsī śubha-darśanaḥ
tugendhaft, von schöner Gestalt, anmutig, von verheißungsvollem Aussehen

prāṇebhyo 'pi priyaḥ putraḥ kāle pañcatvam āgataḥ / tathā dṛṣṭvā tu taṃ putraṃ daṃpatī duḥkhapīḍitau //

Der Sohn, lieber als das eigene Leben, verfiel mit der Zeit dem Tod; als das Ehepaar den Sohn so tot sah, von Leid gequält,

Wort für Wort
prāṇebhyaḥ api priyaḥ putraḥ kāle pañcatvam āgataḥ
der Sohn, lieber als das eigene Leben, verfiel mit der Zeit dem Tod
tathā dṛṣṭvā tu tam putram daṃpatī duḥkha-pīḍitau
als das Ehepaar den Sohn so tot sah, von Leid gequält

kurvāte sma tadā tena sahaiva maraṇe matim / hā putra hanta kālena pāpena sudurātmanā //

fassten sie da den Entschluss, mit ihm zusammen zu sterben: 'Ach Sohn! Wehe, durch die böse, überaus niederträchtige Zeit (den Tod),'

Wort für Wort
kurvāte sma tadā tena saha eva maraṇe matim
fassten sie da den Entschluss, mit ihm zusammen zu sterben
hā putra hanta kālena pāpena sudurātmanā
ach Sohn! Wehe, durch die böse, überaus niederträchtige Zeit

yauvane vartamāno 'pi nīto 'si guṇasāgara / āvayoś ca tathaiva tvaṃ prāṇebhyo 'pi sudurlabhaḥ //

'wurdest du, obwohl noch in der Jugend stehend, hinweggerafft, du Ozean der Tugenden; und du warst uns beiden, mehr als das Leben, überaus schwer zu erlangen gewesen.'

Wort für Wort
yauvane vartamānaḥ api nītaḥ asi guṇasāgara
obwohl noch in der Jugend stehend, wurdest du hinweggerafft, du Ozean der Tugenden
āvayoḥ ca tathā eva tvam prāṇebhyaḥ api sudurlabhaḥ
und du warst uns beiden, mehr als das Leben, überaus schwer zu erlangen

itthaṃ tu ruditaṃ śrutvā daṃpatyoḥ karuṇaṃ yamaḥ / tyaktvā nijapuraṃ tūrṇaṃ kṛpayāviṣṭamānasaḥ //

Dieses mitleiderregende Klagen des Ehepaares vernehmend, verließ Yama eilends seine eigene Stadt, den Geist von Mitleid erfüllt,

Wort für Wort
ittham tu ruditam śrutvā daṃpatyoḥ karuṇam yamaḥ
dieses mitleiderregende Klagen des Ehepaares vernehmend, Yama
tyaktvā nija-puram tūrṇam kṛpayā āviṣṭa-mānasaḥ
verließ eilends seine eigene Stadt, den Geist von Mitleid erfüllt

godāvaryāḥ śubhe tīre sthito dhyāyañ janārdanam / api svalpena kālena prajā vṛddhāḥ samantataḥ //

und weilte am heilvollen Ufer der Godāvarī, über Janārdana (Viṣṇu) meditierend; und schon in kurzer Zeit wuchsen die Geschöpfe überall unaufhörlich an.

Wort für Wort
godāvaryāḥ śubhe tīre sthitaḥ dhyāyan janārdanam
und weilte am heilvollen Ufer der Godāvarī, über Janārdana meditierend
api svalpena kālena prajāḥ vṛddhāḥ samantataḥ
und schon in kurzer Zeit wuchsen die Geschöpfe überall unaufhörlich an

iyata iti me pṛthvī kathyatāṃ kena pūritā / na kaścin mriyate jantur bhārākrāntā vasuṃdharā //

'So übervoll ist meine Erde geworden – man sage mir, wodurch sie angefüllt wurde; kein Geschöpf stirbt mehr, von der Last überwältigt ist die Erde.'

Wort für Wort
iyataḥ iti me pṛthvī kathyatām kena pūritā
so übervoll ist meine Erde geworden - man sage mir, wodurch sie angefüllt wurde
na kaścit mriyate jantuḥ bhāra-ākrāntā vasuṃdharā
kein Geschöpf stirbt mehr, von der Last überwältigt ist die Erde

tato devī gatā tūrṇaṃ vasudhā munisattama / yatrāsti surasaṃyuktaḥ śakraḥ parapuraṃjayaḥ / dṛṣṭvā vasuṃdharām indraḥ praṇipatyedam abravīt //

Da ging die Göttin Erde eilends, o bester der Weisen, dorthin, wo sich Śakra, von den Göttern begleitet, der Bezwinger feindlicher Städte, befand; die Erde erblickend, verneigte sich Indra und sprach dies:

Wort für Wort
tataḥ devī gatā tūrṇam vasudhā munisattama
da ging die Göttin Erde eilends, o bester der Weisen
yatra asti sura-saṃyuktaḥ śakraḥ para-puraṃjayaḥ
dorthin, wo sich Śakra, von den Göttern begleitet, der Bezwinger feindlicher Städte, befand
dṛṣṭvā vasuṃdharām indraḥ praṇipatya idam abravīt
die Erde erblickend, verneigte sich Indra und sprach dies

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{indra uvāca:} kim āgamanakāryaṃ ta iti me pṛthvi kathyatām //

{Indra sprach:} Was ist der Grund deines Kommens? Das sage mir, o Erde.

Wort für Wort
kim āgamana-kāryam te iti me pṛthvi kathyatām
was ist der Grund deines Kommens? Das sage mir, o Erde

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{dharovāca:} bhāreṇa guruṇā śakra pīḍitāhaṃ vinā vadham / kāraṇaṃ praṣṭum āyātā kim idaṃ kathyatāṃ mama //

{Die Erde sprach:} Von schwerer Last bedrängt, o Śakra, ohne dass jemand stirbt, bin ich gekommen, um nach der Ursache zu fragen – was dies bedeutet, sage mir.

Wort für Wort
bhāreṇa guruṇā śakra pīḍitā aham vinā vadham
von schwerer Last bedrängt, o Śakra, ohne dass jemand stirbt, bin ich
kāraṇam praṣṭum āyātā kim idam kathyatām mama
gekommen, um nach der Ursache zu fragen - was dies bedeutet, sage mir

{brahmovāca:} iti śrutvā mahīvākyam indro vacanam abravīt //

{Brahmā sprach:} Dies, der Erde Worte, vernehmend, sprach Indra folgende Worte:

Wort für Wort
iti śrutvā mahī-vākyam indraḥ vacanam abravīt
dies, der Erde Worte, vernehmend, sprach Indra folgende Worte

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{indra uvāca:} kāraṇaṃ yadi nāma syāt tadānīṃ jñāyate mayā / surāṇāṃ hi patir yasmād ahaṃ sarvāsu medini //

{Indra sprach:} 'Wenn es einen Grund gäbe, würde er mir sogleich bekannt sein; denn ich bin ja der Herr der Götter über die ganze Erde,'

Wort für Wort
kāraṇam yadi nāma syāt tadānīm jñāyate mayā
wenn es einen Grund gäbe, würde er mir sogleich bekannt sein
surāṇām hi patiḥ yasmāt aham sarvāsu medini
denn ich bin ja der Herr der Götter über die ganze Erde

{brahmovāca:} atha pṛthvī tadā vākyaṃ śrutvā cāha śacīpatim / yama ādiśyatāṃ tarhi yathā saṃharate prajāḥ //

{Brahmā sprach:} Da, dieses Wort vernehmend, sprach die Erde zu dem Gatten der Śacī: 'So werde denn Yama angewiesen, dass er die Geschöpfe wie gewohnt hinwegrafft.'

Wort für Wort
atha pṛthvī tadā vākyam śrutvā ca āha śacīpatim
da, dieses Wort vernehmend, sprach die Erde zu dem Gatten der Śacī
yamaḥ ādiśyatām tarhi yathā saṃharate prajāḥ
so werde denn Yama angewiesen, dass er die Geschöpfe wie gewohnt hinwegrafft

iti śrutvā vaco mahyā ādiṣṭāḥ siddhakiṃnarāḥ / yamasyānayane śīghraṃ mahendreṇa mahāmune //

Dies, der Erde Wort, vernehmend, wurden von dem großen Indra, o großer Weiser, die Siddhas und Kiṃnaras angewiesen, Yama eilends herbeizubringen.

Wort für Wort
iti śrutvā vacaḥ mahyā ādiṣṭāḥ siddha-kiṃnarāḥ
dies, der Erde Wort, vernehmend, wurden die Siddhas und Kiṃnaras angewiesen
yamasya ānayane śīghram mahendreṇa mahāmune
Yama eilends herbeizubringen, von dem großen Indra, o großer Weiser

tatas te satvaraṃ yātāḥ sarve vaivasvataṃ puram / naivāpaśyan yamaṃ tatra te siddhāḥ saha kiṃnaraiḥ / tathāgatya punar vegād vārttā śakre niveditā //

Da gingen sie alle eilends zur Stadt des Vaivasvata (Yamas); doch die Siddhas sahen dort, zusammen mit den Kiṃnaras, Yama nicht; so zurückkehrend, wurde eilends dem Śakra die Nachricht überbracht:

Wort für Wort
tataḥ te satvaram yātāḥ sarve vaivasvatam puram
da gingen sie alle eilends zur Stadt des Vaivasvata
na eva apaśyan yamam tatra te siddhāḥ saha kiṃnaraiḥ
doch die Siddhas sahen dort, zusammen mit den Kiṃnaras, Yama nicht
tathā āgatya punaḥ vegāt vārttā śakre niveditā
so zurückkehrend, wurde eilends dem Śakra die Nachricht überbracht

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{siddhakiṃnarā ūcuḥ:} yamo yamapure nātha asmābhir nāvalokitaḥ / mahatāpi suyatnena vīkṣyamāṇaḥ samantataḥ //

{Die Siddhas und Kiṃnaras sprachen:} 'Yama wurde von uns in der Stadt Yamas nicht erblickt, o Herr, obwohl wir ihn mit großem Bemühen überall suchten.'

Wort für Wort
yamaḥ yamapure nātha asmābhiḥ na avalokitaḥ
Yama wurde von uns in der Stadt Yamas nicht erblickt, o Herr
mahatā api suyatnena vīkṣyamāṇaḥ samantataḥ
obwohl wir ihn mit großem Bemühen überall suchten

{brahmovāca:} iti śrutvā vacas teṣāṃ pṛṣṭaḥ śakreṇa vai tadā / savitā sa pitā tasya yamaḥ kutrāsta ity atha //

{Brahmā sprach:} Dies, ihre Worte, vernehmend, wurde da von Śakra der Sonnengott, dessen (Yamas) Vater, gefragt: 'Wo befindet sich denn Yama?'

Wort für Wort
iti śrutvā vacaḥ teṣām pṛṣṭaḥ śakreṇa vai tadā
dies, ihre Worte, vernehmend, wurde da von Śakra gefragt
savitā sa pitā tasya yamaḥ kutra āste iti atha
der Sonnengott, dessen Vater: wo befindet sich denn Yama

{sūrya uvāca:} śakra godāvarītīre kṛtānto vartate 'dhunā / caraṃs tatra tapas tīvraṃ na jāne kiṃ nu kāraṇam //

{Sūrya sprach:} O Śakra, Kṛtānta (Yama) befindet sich jetzt am Ufer der Godāvarī; dort übt er strenge Askese – ich weiß den Grund dafür nicht.

Wort für Wort
śakra godāvarī-tīre kṛtāntaḥ vartate adhunā
o Śakra, Kṛtānta (Yama) befindet sich jetzt am Ufer der Godāvarī
caran tatra tapaḥ tīvram na jāne kim nu kāraṇam
dort übt er strenge Askese - ich weiß den Grund dafür nicht

{brahmovāca:} iti śrutvā vaco bhānoḥ śakraḥ śaṅkām upāviśat //

{Brahmā sprach:} Dies, die Worte der Sonne, vernehmend, wurde Śakra von Argwohn ergriffen.

Wort für Wort
iti śrutvā vacaḥ bhānoḥ śakraḥ śaṅkām upāviśat
dies, die Worte der Sonne, vernehmend, wurde Śakra von Argwohn ergriffen

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{śakra uvāca:} aho kaṣṭaṃ mahākaṣṭaṃ naṣṭā me suranāthatā / godāvaryāṃ tapaḥ kuryād yamo vai duṣṭaceṣṭitaḥ / jighṛkṣur matpadaṃ nūnaṃ devā iti matir mama //

{Śakra sprach:} 'Ach, welch Unheil, welch großes Unheil! Verloren ist meine Götterherrschaft! Dass Yama an der Godāvarī Askese übt, ist fürwahr ein böses Vorhaben; gewiss will er, ihr Götter, meinen Rang ergreifen – so ist meine Meinung.'

Wort für Wort
aho kaṣṭam mahākaṣṭam naṣṭā me suranāthatā
ach, welch Unheil, welch großes Unheil! Verloren ist meine Götterherrschaft
godāvaryām tapaḥ kuryāt yamaḥ vai duṣṭa-ceṣṭitaḥ
dass Yama an der Godāvarī Askese übt, ist fürwahr ein böses Vorhaben
jighṛkṣuḥ mat-padam nūnam devāḥ iti matiḥ mama
gewiss will er meinen Rang ergreifen, ihr Götter - so ist meine Meinung

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{brahmovāca:} ity uktvā sahasendreṇa āhūtaś cāpsarogaṇaḥ //

{Brahmā sprach:} Dies gesagt habend, wurde sogleich von Indra die Schar der Apsaras herbeigerufen.

Wort für Wort
iti uktvā sahasā indreṇa āhūtaḥ ca apsaraḥ-gaṇaḥ
dies gesagt habend, wurde sogleich von Indra die Schar der Apsaras herbeigerufen

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{indra uvāca:} kā bhavatīṣu kālasya sthitasya tapasi dviṣaḥ / tapaḥpraṇāśane śaktā iti me śīghram ucyatām //

{Indra sprach:} 'Welche unter euch ist fähig, die Askese des in Feindschaft verharrenden Kāla (Yama) zu zerstören? Das sage man mir eilends.'

Wort für Wort
kā bhavatīṣu kālasya sthitasya tapasi dviṣaḥ
welche unter euch ist fähig gegenüber der Askese des in Feindschaft verharrenden Kāla
tapaḥ-praṇāśane śaktā iti me śīghram ucyatām
die Askese zu zerstören - das sage man mir eilends

{brahmovāca:} iti śakravacaḥ śrutvā noce kāpi mahāmune / atha śakraḥ prakopeṇa pratyuvācāpsarogaṇam //

{Brahmā sprach:} Dies, Śakras Wort, vernehmend, sprach keine von ihnen auch nur ein Wort, o großer Weiser; da erwiderte Śakra voller Zorn der Schar der Apsaras:

Wort für Wort
iti śakra-vacaḥ śrutvā na uce kā api mahāmune
dies, Śakras Wort, vernehmend, sprach keine von ihnen auch nur ein Wort, o großer Weiser
atha śakraḥ prakopeṇa pratyuvāca apsaraḥ-gaṇam
da erwiderte Śakra voller Zorn der Schar der Apsaras

{indra uvāca:} uttaraṃ nābravīt kiṃcid yāmas tarhi vayaṃ svayam / sajjā bhavantu vibudhāḥ sainyair āyāntu mā ciram / ghātayāmo vayaṃ śatruṃ tapasā svargakāmukam //

{Indra sprach:} 'Keine von euch hat auch nur eine Antwort gegeben – so wollen wir selbst gehen! Die Götter sollen sich bereitmachen, mit ihren Heeren sollen sie ohne Verzug kommen; wir werden den Feind töten, der durch Askese nach dem Himmel verlangt.'

Wort für Wort
uttaram na abravīt kiṃcit yāmaḥ tarhi vayam svayam
keine hat auch nur eine Antwort gegeben - so wollen wir selbst gehen
sajjāḥ bhavantu vibudhāḥ sainyaiḥ āyāntu mā ciram
die Götter sollen sich bereitmachen, mit ihren Heeren sollen sie ohne Verzug kommen
ghātayāmaḥ vayam śatrum tapasā svarga-kāmukam
wir werden den Feind töten, der durch Askese nach dem Himmel verlangt

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{brahmovāca:} ity ukte sati devānāṃ senā prādurbabhūva ha / itīndrahṛdayaṃ jñātvā hariṇā lokadhāriṇā //

{Brahmā sprach:} Als dies gesprochen war, erschien das Heer der Götter; dies, Indras Herzensabsicht, erkennend, sandte Hari, der Erhalter der Welt,

Wort für Wort
iti ukte sati devānām senā prādurbabhūva ha
als dies gesprochen war, erschien das Heer der Götter
iti indra-hṛdayam jñātvā hariṇā loka-dhāriṇā
dies, Indras Herzensabsicht, erkennend, sandte Hari, der Erhalter der Welt

preṣitaṃ cakriṇā cakraṃ rakṣaṇāya yamasya hi / cakraṃ yatrābhavat tatra cakratīrtham anuttamam //

vom Diskusträger den Diskus, um Yama zu schützen; wo der Diskus sich befand, dort entstand das unübertreffliche Cakra-Tīrtha.

Wort für Wort
preṣitam cakriṇā cakram rakṣaṇāya yamasya hi
vom Diskusträger wurde der Diskus ausgesandt, um Yama zu schützen
cakram yatra abhavat tatra cakratīrtham anuttamam
wo der Diskus sich befand, dort entstand das unübertreffliche Cakra-Tīrtha

athendraṃ menakā prāha śaṅkiteti vacas tadā //

Da sprach Menakā zu dem argwöhnischen Indra dieses Wort:

Wort für Wort
atha indram menakā prāha śaṅkitā iti vacaḥ tadā
da sprach Menakā zu dem argwöhnischen Indra dieses Wort

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{menakovāca:} kālāvalokane nālaṃ kācid asti sureśvara / maraṇaṃ ca varaṃ deva bhavato na yamāt punaḥ //

{Menakā sprach:} 'Keiner von uns ist es möglich, dem Kāla (Yama) ins Auge zu blicken, o Götterherr; selbst der Tod durch dich, o Gott, wäre uns lieber als die Begegnung mit Yama.'

Wort für Wort
kāla-avalokane na alam kā cit asti sureśvara
keiner von uns ist es möglich, dem Kāla ins Auge zu blicken, o Götterherr
maraṇam ca varam deva bhavataḥ na yamāt punaḥ
selbst der Tod durch dich, o Gott, wäre uns lieber als die Begegnung mit Yama

[Anm.: Übersetzung von 'bhavato na yamāt punaḥ' unsicher; Grundsinn: Konfrontation mit Yama wird als schlimmer erachtet als der Tod selbst.]

rūpayauvanamatteyaṃ gaṇikāyācanaṃ prabho / preṣaṇaṃ tat prayacchaiṣā svāmitvaṃ manyate tvayā //

'Diese hier, von Schönheit und Jugend berauscht, ist eine (käufliche) Gaṇikā – kein Bitten ist nötig, o Herr; erteile ihr den Auftrag – sie erkennt ohnehin deine Herrschaft an.'

Wort für Wort
rūpa-yauvana-mattā iyam gaṇikā yācanam prabho
diese, von Schönheit und Jugend berauscht, ist eine Gaṇikā - kein Bitten ist nötig, o Herr
preṣaṇam tat prayaccha eṣā svāmitvam manyate tvayā
erteile ihr den Auftrag - sie erkennt ohnehin deine Herrschaft an

[Anm.: Verse 31-32 sind sprachlich verdichtet und in der Nuance unsicher; erkennbar ist, dass Menakā vorschlägt, statt einer Apsaras eine dienstbereite Gaṇikā (Kurtisane) für die Aufgabe zu senden.]

{brahmovāca:} iti śrutvā vacas tasyāḥ śakraḥ suravareśvaraḥ / ādideśābalāṃ kṣāmāṃ satkṛtya gaṇikāṃ tathā //

{Brahmā sprach:} Dies, ihre Worte, vernehmend, wies Śakra, der Herr der besten Götter, die schwache, schlanke Gaṇikā, sie ehrend, an:

Wort für Wort
iti śrutvā vacaḥ tasyāḥ śakraḥ sura-vara-īśvaraḥ
dies, ihre Worte, vernehmend, Śakra, der Herr der besten Götter
ādideśa abalām kṣāmām satkṛtya gaṇikām tathā
wies die schwache, schlanke Gaṇikā, sie ehrend, an

{śakra uvāca:} gaṇike gaccha me kāryaṃ kuru sundari mā ciram / kṛtakṛtyāgatā bhūyo vallabhā me yathā śacī //

{Śakra sprach:} 'Gaṇikā, geh, vollbringe meine Aufgabe, o Schöne, ohne Verzug; kehrst du mit vollbrachtem Werk zurück, sollst du mir lieb sein wie Śacī.'

Wort für Wort
gaṇike gaccha me kāryam kuru sundari mā ciram
Gaṇikā, geh, vollbringe meine Aufgabe, o Schöne, ohne Verzug
kṛtakṛtyā āgatā bhūyaḥ vallabhā me yathā śacī
kehrst du mit vollbrachtem Werk zurück, sollst du mir lieb sein wie Śacī

{brahmovāca:} ity ākarṇya vacaḥ śakrād utpatya gaṇikā diśaḥ / kṣaṇena yamasāṃnidhyam āyātā cārurūpiṇī //

{Brahmā sprach:} Dies, das Wort Śakras, vernehmend, erhob sich die Gaṇikā in die Lüfte, und im Nu gelangte die schöngestaltige Frau in die Nähe Yamas.

Wort für Wort
iti ākarṇya vacaḥ śakrāt utpatya gaṇikā diśaḥ
dies, das Wort Śakras, vernehmend, erhob sich die Gaṇikā in die Lüfte
kṣaṇena yama-sāṃnidhyam āyātā cāru-rūpiṇī
und im Nu gelangte die schöngestaltige Frau in die Nähe Yamas

yamāntikam anuprāptā dyotayantī diśo daśa / salīlaṃ lalitaṃ bālā jagau hindolakaṅkalam //

Bei Yama angelangt, die zehn Himmelsrichtungen erhellend, sang das junge Mädchen anmutig und spielerisch das Hindolaka-Lied.

Wort für Wort
yama-antikam anuprāptā dyotayantī diśaḥ daśa
bei Yama angelangt, die zehn Himmelsrichtungen erhellend
salīlam lalitam bālā jagau hindolaka-aṅkalam
sang das junge Mädchen anmutig und spielerisch das Hindolaka-Lied

tataś cacāla kālasya mano lolaṃ calācalam / athonmīlya yamo netre kāmapāvakapūrite //

Da geriet der Sinn des Kāla (Yama), unstet und wankelmütig, ins Wanken; da öffnete Yama seine Augen, erfüllt vom Feuer des Verlangens,

Wort für Wort
tataḥ cacāla kālasya manaḥ lolam calācalam
da geriet der Sinn des Kāla, unstet und wankelmütig, ins Wanken
atha unmīlya yamaḥ netre kāma-pāvaka-pūrite
da öffnete Yama seine Augen, erfüllt vom Feuer des Verlangens

tasyāṃ vyāpārayām āsa śreyaḥśatrau mahāmune / tato vilīya sā sadyaḥ sarittvam agamat tadā //

und wandte sich ihr zu – dem Feind seines eigenen Heils, o großer Weiser; da löste sie sich sogleich auf und ging in den Zustand eines Flusses über.

Wort für Wort
tasyām vyāpārayām āsa śreyaḥ-śatrau mahāmune
und wandte sich ihr zu - dem Feind seines eigenen Heils, o großer Weiser
tataḥ vilīya sā sadyaḥ sarittvam agamat tadā
da löste sie sich sogleich auf und ging in den Zustand eines Flusses über

gautamyāṃ tu samāgamya gaṇikāgaṇakiṃkaraiḥ / gīyamānā gatā svarge tasya tīrthaprabhāvataḥ //

Mit der Gautamī vereint und von den Dienern der Kurtisanenschar besungen, gelangte sie durch die Macht jenes Tīrtha zum Himmel.

Wort für Wort
gautamyām tu samāgamya gaṇikā-gaṇa-kiṃkaraiḥ
mit der Gautamī vereint und von den Dienern der Kurtisanenschar
gīyamānā gatā svarge tasya tīrtha-prabhāvataḥ
besungen, gelangte sie durch die Macht jenes Tīrtha zum Himmel

gacchantīṃ gaṇikāṃ dṛṣṭvā vimānasthāṃ divaṃ prati / vismayaṃ paramaṃ prāptaḥ kālas taralalocanaḥ / athādityena cāgatya evam ukto yamas tadā //

Als er die Gaṇikā, auf einem Himmelswagen zum Himmel emporsteigend, sah, geriet Kāla (Yama), mit unruhigen Augen, in höchstes Erstaunen; da kam Āditya (Sūrya) herbei und sprach so zu Yama:

Wort für Wort
gacchantīm gaṇikām dṛṣṭvā vimāna-sthām divam prati
als er die Gaṇikā, auf einem Himmelswagen zum Himmel emporsteigend, sah
vismayam paramam prāptaḥ kālaḥ tarala-locanaḥ
geriet Kāla, mit unruhigen Augen, in höchstes Erstaunen
atha ādityena ca āgatya evam uktaḥ yamaḥ tadā
da kam Āditya herbei und sprach so zu Yama

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{sūrya uvāca:} kuru putra nijaṃ karma prajānāṃ tvaṃ parikṣayam / paśya vātaṃ sadā vāntaṃ sṛjantaṃ vedhasaṃ prajāḥ / paryaṭantaṃ trilokīṃ māṃ vahantīṃ vasudhāṃ prajāḥ //

{Sūrya sprach:} 'Verrichte, mein Sohn, dein eigenes Werk, die Vernichtung der Geschöpfe; sieh den Wind, der stets weht, den Schöpfer, der die Geschöpfe erschafft, mich, der ich die drei Welten durchwandere, und die Erde, die die Geschöpfe trägt.'

Wort für Wort
kuru putra nijam karma prajānām tvam parikṣayam
verrichte, mein Sohn, dein eigenes Werk, die Vernichtung der Geschöpfe
paśya vātam sadā vāntam sṛjantam vedhasam prajāḥ
sieh den Wind, der stets weht, den Schöpfer, der die Geschöpfe erschafft
paryaṭantam trilokīm mām vahantīm vasudhām prajāḥ
mich, der ich die drei Welten durchwandere, und die Erde, die die Geschöpfe trägt

[Anm.: Dreizeiliger Vers unter einer einzigen Nummer im Original.]

{brahmovāca:} iti śrutvā yamo vākyaṃ pitur vacanam abravīt //

{Brahmā sprach:} Dies, die Worte seines Vaters, vernehmend, sprach Yama folgendes Wort:

Wort für Wort
iti śrutvā yamaḥ vākyam pituḥ vacanam abravīt
dies, die Worte seines Vaters, vernehmend, sprach Yama folgendes Wort

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert.]

{yama uvāca:} etan na garhitaṃ karma kuryām aham idaṃ dhruvam / karmaṇy asmin mahākrūre samādeṣṭuṃ na vārhasi //

{Yama sprach:} 'Dies ist kein tadelnswertes Tun; gewiss werde ich dieses mein Amt weiterhin ausüben; über diese höchst grausame Aufgabe brauchst du mir keine Anweisung zu geben.'

Wort für Wort
etat na garhitam karma kuryām aham idam dhruvam
dies ist kein tadelnswertes Tun; gewiss werde ich dieses weiterhin ausüben
karmaṇi asmin mahākrūre samādeṣṭum na vā arhasi
über diese höchst grausame Aufgabe brauchst du mir keine Anweisung zu geben

iti śrutvā ca tad vākyaṃ bhānur vacanam abravīt / kiṃ nāma garhitaṃ karma tava kartum alaṃ yama //

Dies vernehmend, sprach Bhānu (Sūrya) dieses Wort: 'Was für ein tadelnswertes Werk könntest du, Yama, überhaupt begehen?'

Wort für Wort
iti śrutvā ca tat vākyam bhānuḥ vacanam abravīt
dies vernehmend, sprach Bhānu dieses Wort
kim nāma garhitam karma tava kartum alam yama
was für ein tadelnswertes Werk könntest du, Yama, überhaupt begehen

kiṃ na dṛṣṭā tvayā yāntī gaṇikā gaṇakiṃkaraiḥ / gīyamānā divaṃ sadyo gautamītoyam āplutā //

'Hast du nicht gesehen, wie die Gaṇikā, von den Dienern der Kurtisanenschar besungen, sogleich zum Himmel aufstieg, nachdem sie in das Wasser der Gautamī eingetaucht war?'

Wort für Wort
kim na dṛṣṭā tvayā yāntī gaṇikā gaṇa-kiṃkaraiḥ
hast du nicht gesehen, wie die Gaṇikā, von den Dienern der Kurtisanenschar
gīyamānā divam sadyaḥ gautamī-toyam āplutā
besungen, sogleich zum Himmel aufstieg, nachdem sie in das Wasser der Gautamī eingetaucht war

tvayā cātra tapas tīvraṃ kṛtaṃ putra suduṣkaram / naivāntaṃ tasya paśyāmi tasmād gaccha nijaṃ puram //

'Und du hast hier strenge, überaus schwer zu vollbringende Askese geübt, mein Sohn; ich sehe kein Ende davon – deshalb geh nun zurück in deine eigene Stadt.'

Wort für Wort
tvayā ca atra tapaḥ tīvram kṛtam putra suduṣkaram
und du hast hier strenge, überaus schwer zu vollbringende Askese geübt, mein Sohn
na eva antam tasya paśyāmi tasmāt gaccha nijam puram
ich sehe kein Ende davon - deshalb geh nun zurück in deine eigene Stadt

ity uktvā bhagavān bhānus tatra snātvā gato divam / yamo 'pi saṃgame snātvā tato nijapuraṃ yayau //

Dies gesagt habend, badete der erhabene Bhānu dort und ging zum Himmel; auch Yama badete am Zusammenfluss und ging dann in seine eigene Stadt.

Wort für Wort
iti uktvā bhagavān bhānuḥ tatra snātvā gataḥ divam
dies gesagt habend, badete der erhabene Bhānu dort und ging zum Himmel
yamaḥ api saṃgame snātvā tataḥ nija-puram yayau
auch Yama badete am Zusammenfluss und ging dann in seine eigene Stadt

bhūtahāpi tataḥ śaṅkāṃ tatyāja ca mahāmune / tathā dṛṣṭvā yamaṃ yāntaṃ cakre cakraṃ prayāṇakam //

Auch der 'Wesenverderber' (Yama) legte da seinen Argwohn ab, o großer Weiser; und, ihn so fortgehend sehend, machte (Viṣṇu) den Diskus zu seinem Geleiter auf der Reise.

Wort für Wort
bhūtahā api tataḥ śaṅkām tatyāja ca mahāmune
auch der 'Wesenverderber' legte da seinen Argwohn ab, o großer Weiser
tathā dṛṣṭvā yamam yāntam cakre cakram prayāṇakam
und, ihn so fortgehend sehend, machte er den Diskus zu seinem Geleiter auf der Reise

[Anm.: 'bhūtahā' ('Wesen-Verderber') ist hier vermutlich ein ungewöhnliches Beiwort Yamas, des Todesgottes; auch der genaue Bezug von 'cakre cakraṃ prayāṇakam' bleibt etwas unsicher – vermutlich begleitete der Diskus Viṣṇus fortan Yamas Aufbruch bzw. blieb als Schutz zurück.]

bhagavān yatra govindo vanamālāvibhūṣitaḥ / iti yaḥ śṛṇuyān martyaḥ paṭhed vāpi samāhitaḥ //

An dem Ort, wo der erhabene Govinda, mit der Waldblumengirlande geschmückt, weilt – wer als Sterblicher dies mit gesammeltem Sinn hört oder auch rezitiert,

Wort für Wort
bhagavān yatra govindaḥ vanamālā-vibhūṣitaḥ
an dem Ort, wo der erhabene Govinda, mit der Waldblumengirlande geschmückt, weilt
iti yaḥ śṛṇuyāt martyaḥ paṭhet vā api samāhitaḥ
wer als Sterblicher dies mit gesammeltem Sinn hört oder auch rezitiert

āpadas tasya naśyanti dīrgham āyur avāpnuyāt //

dessen Nöte vergehen, und er erlangt langes Leben.

Wort für Wort
āpadaḥ tasya naśyanti dīrgham āyuḥ avāpnuyāt
dessen Nöte vergehen, und er erlangt langes Leben

[Anm.: Halbvers, im Original mit "//*" markiert; schließt die Erzählung vom Cakra-Tīrtha ab.]

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