Kapitel 100: Vṛtravadhopākhyānam - Devānāṃ Viṣṇupraṇāmaḥ
Die Erzählung von Vṛtras Tötung: Der Götter Zuflucht bei Viṣṇu
Lomaśas Rede (offen seit Kapitel 98) wird fortgesetzt: Die ins Meer geflüchteten Kāleyas verwüsten nächtens die Einsiedeleien - bei Vasiṣṭha, Cyavana und Bharadvāja werden hunderte Asketen verzehrt, Opferriten und Veda-Rezitation verstummen, und selbst tapfere Krieger können die ins Meer untertauchenden Dämonen nicht aufspüren. In höchster Not wenden sich die Götter an Nārāyaṇa (Viṣṇu) in Vaikuṇṭha und preisen seine früheren rettenden Taten - die Eber-Gestalt (Varāha), die Tötung Hiraṇyakaśipus als Mannlöwe (Narasiṃha), die Vertreibung Balis als Zwerg (Vāmana) und die Tötung des Jambha - und bitten ihn, Welten, Götter und Indra vor der großen Gefahr zu beschützen.
vasiṣṭhasyāśrame viprā bhakṣitās tair durātmabhiḥ aśītiśatam aṣṭau ca nava cānye tapasvinaḥ
In der Einsiedelei des Vasiṣṭha wurden von jenen Bösgesinnten hundertsiebenundneunzig Brahmanen und Asketen verzehrt (hundertachtzig, und acht, und neun weitere).
Wort für Wort
vasiṣṭhasyāśrame viprā bhakṣitās tair durātmabhiḥ aśītiśatam aṣṭau ca nava cānye tapasvinaḥ
In der Einsiedelei des Vasiṣṭha wurden von jenen Bösgesinnten hundertsiebenundneunzig Brahmanen und Asketen verzehrt (hundertachtzig, und acht, und neun weitere).
evaṃ rātrau sma kurvanti viviśuś cārṇavaṃ divā bharadvājāśrame caiva niyatā brahmacāriṇaḥ vāyvāhārāmbubhakṣāś ca viṃśatiḥ saṃnipātitāḥ
So taten sie es in der Nacht, und am Tag tauchten sie ins Meer; und in der Einsiedelei des Bharadvāja wurden zwanzig enthaltsame Schüler, die von Luft und Wasser lebten, zu Fall gebracht.
Wort für Wort
evaṃ rātrau sma kurvanti viviśuś cārṇavaṃ divā bharadvājāśrame caiva niyatā brahmacāriṇaḥ vāyvāhārāmbubhakṣāś ca viṃśatiḥ saṃnipātitāḥ
So taten sie es in der Nacht, und am Tag tauchten sie ins Meer; und in der Einsiedelei des Bharadvāja wurden zwanzig enthaltsame Schüler, die von Luft und Wasser lebten, zu Fall gebracht.
So durchstreiften die Dānavas der Reihe nach alle jene Einsiedeleien in der Nacht, berauscht von der Kraft ihrer Arme, von der Zeit hergesandt, die Kāleyas, viele Scharen von Zweifachgeborenen tötend.
So durchstreiften die Dānavas der Reihe nach alle jene Einsiedeleien in der Nacht, berauscht von der Kraft ihrer Arme, von der Zeit hergesandt, die Kāleyas, viele Scharen von Zweifachgeborenen tötend.
Mit ihrem geschwundenen Fleisch, ohne Blut, ohne Mark, mit herausgerissenen Gedärmen, mit gelösten Gelenken übersät, war die Erde bedeckt, wie mit Haufen von Muscheln.
Mit ihrem geschwundenen Fleisch, ohne Blut, ohne Mark, mit herausgerissenen Gedärmen, mit gelösten Gelenken übersät, war die Erde bedeckt, wie mit Haufen von Muscheln.
evaṃ prakṣīyamāṇāś ca mānavā manujeśvara ātmatrāṇaparā bhītāḥ prādravanta diśo bhayāt
So, dahinschwindend, o Herrscher der Menschen, flohen die Menschen, auf ihre eigene Rettung bedacht, voller Furcht, aus Angst in alle Himmelsrichtungen.
Wort für Wort
evaṃ prakṣīyamāṇāś ca mānavā manujeśvara ātmatrāṇaparā bhītāḥ prādravanta diśo bhayāt
So, dahinschwindend, o Herrscher der Menschen, flohen die Menschen, auf ihre eigene Rettung bedacht, voller Furcht, aus Angst in alle Himmelsrichtungen.
tato devāḥ sametās te tadocur madhusūdanam tvaṃ naḥ sraṣṭā ca pātā ca bhartā ca jagataḥ prabho tvayā sṛṣṭam idaṃ sarvaṃ yac ceṅgaṃ yac ca neṅgati
Da sprachen die versammelten Götter zu Madhusūdana: 'Du bist unser Schöpfer, Erhalter und Ernährer, o Herr der Welt; von dir wurde all dies geschaffen, was sich regt und was sich nicht regt.
Wort für Wort
tato devāḥ sametās te tadocur madhusūdanam tvaṃ naḥ sraṣṭā ca pātā ca bhartā ca jagataḥ prabho tvayā sṛṣṭam idaṃ sarvaṃ yac ceṅgaṃ yac ca neṅgati
Da sprachen die versammelten Götter zu Madhusūdana: 'Du bist unser Schöpfer, Erhalter und Ernährer, o Herr der Welt; von dir wurde all dies geschaffen, was sich regt und was sich nicht regt.
tasmāt tvāṃ deva deveśa lokārthaṃ jñāpayāmahe rakṣa lokāṃś ca devāṃś ca śakraṃ ca mahato bhayāt
Deshalb setzen wir dich, o Gott, Herr der Götter, um der Welt willen in Kenntnis; beschütze die Welten und die Götter und Śakra vor der großen Furcht.'
Wort für Wort
tasmāt tvāṃ deva deveśa lokārthaṃ jñāpayāmahe rakṣa lokāṃś ca devāṃś ca śakraṃ ca mahato bhayāt
Deshalb setzen wir dich, o Gott, Herr der Götter, um der Welt willen in Kenntnis; beschütze die Welten und die Götter und Śakra vor der großen Furcht.'