Kapitel 256: Jayadrathamokṣaḥ
Jayadrathas Erniedrigung und Freilassung
Bhīma ergreift den fliehenden Jayadratha, misshandelt ihn hart und scheert ihm, auf Arjunas Mahnung hin, Yudhiṣṭhiras Gnadenauflage zu achten, statt ihn zu töten, fünf Haarbüschel ab und zwingt ihn, sich zum Sklaven der Pāṇḍavas zu erklären. Der gedemütigte Jayadratha wird vor Yudhiṣṭhira gebracht, der ihn - trotz Draupadīs und Bhīmas Groll - aus Rücksicht auf seine Schwester Duḥśalā mit einer eindringlichen Ermahnung freilässt. Beschämt zieht Jayadratha zum Gaṅgādvāra und erwirkt durch strenge Askese von Śiva den Segen, allen Pāṇḍavas außer dem von Kṛṣṇa beschützten Arjuna im Kampf standhalten zu können - eine Vorausdeutung auf seine spätere Rolle bei Abhimanyus Tod in der Kurukṣetra-Schlacht.
Vaiśaṃpāyana sprach: „Jayadratha aber, als er die beiden Brüder mit erhobenen Waffen erblickte, floh eilends, unbekümmert, sein Leben retten wollend, überaus betrübt.
Vaiśaṃpāyana sprach: „Jayadratha aber, als er die beiden Brüder mit erhobenen Waffen erblickte, floh eilends, unbekümmert, sein Leben retten wollend, überaus betrübt.
Bhīmasena sprach: ‚Dieser von böser Handlungsweise verdient nicht, durch mich am Leben zu bleiben - der Niedrigste der Menschen, der Peiniger der es nicht verdienenden Draupadī.
Bhīmasena sprach: ‚Dieser von böser Handlungsweise verdient nicht, durch mich am Leben zu bleiben - der Niedrigste der Menschen, der Peiniger der es nicht verdienenden Draupadī.
dāso 'smīti tvayā vācyaṃ saṃsatsu ca sabhāsu ca evaṃ te jīvitaṃ dadyām eṣa yuddhajito vidhiḥ
Du sollst in den Versammlungen und Hallen sagen, dass du ein Sklave bist; so werde ich dir das Leben schenken - dies ist die Regel für einen im Kampf Besiegten.‘
Wort für Wort
dāso 'smīti tvayā vācyaṃ saṃsatsu ca sabhāsu ca evaṃ te jīvitaṃ dadyām eṣa yuddhajito vidhiḥ
Du sollst in den Versammlungen und Hallen sagen, dass du ein Sklave bist; so werde ich dir das Leben schenken - dies ist die Regel für einen im Kampf Besiegten.‘
Und Draupadī sprach, Yudhiṣṭhira anblickend, zu Bhīma: ‚Dieser Sklave des Königs, den du mit den fünf Haarbüscheln versehen hast, soll freigelassen werden.‘
Und Draupadī sprach, Yudhiṣṭhira anblickend, zu Bhīma: ‚Dieser Sklave des Königs, den du mit den fünf Haarbüscheln versehen hast, soll freigelassen werden.‘
‚Kein Sklave mehr, geh, du bist frei; tu so etwas nie wieder, Frauenbegehrender; Schande über dich, Niederträchtiger mit niederträchtigen Gefährten - wer außer dir, dem niedrigsten der Menschen, würde so etwas tun?‘
‚Kein Sklave mehr, geh, du bist frei; tu so etwas nie wieder, Frauenbegehrender; Schande über dich, Niederträchtiger mit niederträchtigen Gefährten - wer außer dir, dem niedrigsten der Menschen, würde so etwas tun?‘
Da er ihn, den Übeltäter, gleichsam seiner Kraft beraubt erkannte, empfand der Herrscher der Menschen, der beste der Bharatas, ihn erblickend, Mitleid.
Da er ihn, den Übeltäter, gleichsam seiner Kraft beraubt erkannte, empfand der Herrscher der Menschen, der beste der Bharatas, ihn erblickend, Mitleid.
‚Möge dein Verstand im Dharma wachsen, richte deinen Sinn nicht auf Unrecht; mit deinen Pferden, deinem Wagen und deinen Fußtruppen zieh in Frieden, Jayadratha.‘
‚Möge dein Verstand im Dharma wachsen, richte deinen Sinn nicht auf Unrecht; mit deinen Pferden, deinem Wagen und deinen Fußtruppen zieh in Frieden, Jayadratha.‘
Er, bei dem Gott Zuflucht suchend, dem Ungestaltäugigen, dem Gatten Umās, übte umfangreiche Askese; über ihn erfreut, erschien ihm der Stier-Banner-Tragende.
Er, bei dem Gott Zuflucht suchend, dem Ungestaltäugigen, dem Gatten Umās, übte umfangreiche Askese; über ihn erfreut, erschien ihm der Stier-Banner-Tragende.
yam āhur ajitaṃ devaṃ śaṅkhacakragadādharam pradhānaḥ so 'straviduṣāṃ tena kṛṣṇena rakṣyate
Er, der Vortrefflichste der Waffenkundigen, wird von jenem Kṛṣṇa beschützt, den man den unbesiegten Gott nennt, den Träger von Muschelhorn, Diskus und Keule.‘
Wort für Wort
yam āhur ajitaṃ devaṃ śaṅkhacakragadādharam pradhānaḥ so 'straviduṣāṃ tena kṛṣṇena rakṣyate
Er, der Vortrefflichste der Waffenkundigen, wird von jenem Kṛṣṇa beschützt, den man den unbesiegten Gott nennt, den Träger von Muschelhorn, Diskus und Keule.‘