Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 50: Nalacaritam Nala und Damayantī

Bṛhadaśva schildert den König Nala von Niṣadha und die Königstochter Damayantī von Vidarbha, ihre gegenseitig gerühmte Schönheit und die entstehende Liebe, ohne dass sie sich je gesehen hätten. Der goldene Schwan, den Nala im Wald fängt, vermittelt zwischen ihnen und trägt Damayantīs Botschaft zu Nala.

bṛhadaśva uvāca āsīd rājā nalo nāma vīrasenasuto balī upapanno guṇair iṣṭai rūpavān aśvakovidaḥ

Bṛhadaśva sprach: Es war einmal ein König namens Nala, der Sohn Vīrasenas, kraftvoll, ausgestattet mit erwünschten Tugenden, schön von Gestalt, kundig in der Pferdekunst.

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca āsīd rājā nalo nāma vīrasenasuto balī upapanno guṇair iṣṭai rūpavān aśvakovidaḥ
Bṛhadaśva sprach: Es war einmal ein König namens Nala, der Sohn Vīrasenas, kraftvoll, ausgestattet mit erwünschten Tugenden, schön von Gestalt, kundig in der Pferdekunst.

atiṣṭhan manujendrāṇāṃ mūrdhni devapatir yathā upary upari sarveṣām āditya iva tejasā

Er stand an der Spitze der Herrscher der Menschen wie der Herr der Götter, über allen anderen erhaben, an Glanz wie die Sonne.

Wort für Wort
atiṣṭhan manujendrāṇāṃ mūrdhni devapatir yathā upary upari sarveṣām āditya iva tejasā
Er stand an der Spitze der Herrscher der Menschen wie der Herr der Götter, über allen anderen erhaben, an Glanz wie die Sonne.

brahmaṇyo vedavic chūro niṣadheṣu mahīpatiḥ akṣapriyaḥ satyavādī mahān akṣauhiṇīpatiḥ

Den Brahmanen zugetan, der Veden kundig, heldenhaft, Herrscher der Niṣadhas, dem Würfelspiel zugetan, wahrhaft redend, groß, Herr einer Akṣauhiṇī.

Wort für Wort
brahmaṇyo vedavic chūro niṣadheṣu mahīpatiḥ akṣapriyaḥ satyavādī mahān akṣauhiṇīpatiḥ
Den Brahmanen zugetan, der Veden kundig, heldenhaft, Herrscher der Niṣadhas, dem Würfelspiel zugetan, wahrhaft redend, groß, Herr einer Akṣauhiṇī.

īpsito varanārīṇām udāraḥ saṃyatendriyaḥ rakṣitā dhanvināṃ śreṣṭhaḥ sākṣād iva manuḥ svayam

Von den vortrefflichen Frauen begehrt, edelmütig, mit gezügelten Sinnen, ein Beschützer, der Beste der Bogenschützen, wie Manu selbst leibhaftig.

Wort für Wort
īpsito varanārīṇām udāraḥ saṃyatendriyaḥ rakṣitā dhanvināṃ śreṣṭhaḥ sākṣād iva manuḥ svayam
Von den vortrefflichen Frauen begehrt, edelmütig, mit gezügelten Sinnen, ein Beschützer, der Beste der Bogenschützen, wie Manu selbst leibhaftig.

tathaivāsīd vidarbheṣu bhīmo bhīmaparākramaḥ śūraḥ sarvaguṇair yuktaḥ prajākāmaḥ sa cāprajaḥ

Ebenso war im Land Vidarbha ein König namens Bhīma, von furchtbarer Kraft, heldenhaft, mit allen Tugenden ausgestattet, nach Nachkommenschaft verlangend, doch ohne Nachkommen.

Wort für Wort
tathaivāsīd vidarbheṣu bhīmo bhīmaparākramaḥ śūraḥ sarvaguṇair yuktaḥ prajākāmaḥ sa cāprajaḥ
Ebenso war im Land Vidarbha ein König namens Bhīma, von furchtbarer Kraft, heldenhaft, mit allen Tugenden ausgestattet, nach Nachkommenschaft verlangend, doch ohne Nachkommen.

sa prajārthe paraṃ yatnam akarot susamāhitaḥ tam abhyagacchad brahmarṣir damano nāma bhārata

Er unternahm um der Nachkommenschaft willen höchste, wohlgesammelte Anstrengung; da kam zu ihm der Brahmanenweise namens Damana, o Bhārata.

Wort für Wort
sa prajārthe paraṃ yatnam akarot susamāhitaḥ tam abhyagacchad brahmarṣir damano nāma bhārata
Er unternahm um der Nachkommenschaft willen höchste, wohlgesammelte Anstrengung; da kam zu ihm der Brahmanenweise namens Damana, o Bhārata.

taṃ sa bhīmaḥ prajākāmas toṣayām āsa dharmavit mahiṣyā saha rājendra satkāreṇa suvarcasam

Diesen glanzvollen Weisen erfreute der nach Nachkommenschaft verlangende, im Dharma kundige Bhīma zusammen mit seiner Hauptgemahlin durch Ehrerweisung, o Herrscher der Könige.

Wort für Wort
taṃ sa bhīmaḥ prajākāmas toṣayām āsa dharmavit mahiṣyā saha rājendra satkāreṇa suvarcasam
Diesen glanzvollen Weisen erfreute der nach Nachkommenschaft verlangende, im Dharma kundige Bhīma zusammen mit seiner Hauptgemahlin durch Ehrerweisung, o Herrscher der Könige.

tasmai prasanno damanaḥ sabhāryāya varaṃ dadau kanyāratnaṃ kumārāṃś ca trīn udārān mahāyaśāḥ

Diesem König samt seiner Gattin gewährte der zufriedene, hochberühmte Damana eine Gunst: ein Juwel von Tochter und drei edle Söhne.

Wort für Wort
tasmai prasanno damanaḥ sabhāryāya varaṃ dadau kanyāratnaṃ kumārāṃś ca trīn udārān mahāyaśāḥ
Diesem König samt seiner Gattin gewährte der zufriedene, hochberühmte Damana eine Gunst: ein Juwel von Tochter und drei edle Söhne.

damayantīṃ damaṃ dāntaṃ damanaṃ ca suvarcasam upapannān guṇaiḥ sarvair bhīmān bhīmaparākramān

Damayantī, und Dama, Dānta und den glanzvollen Damana - ausgestattet mit allen Tugenden, furchtbar an Kraft.

Wort für Wort
damayantīṃ damaṃ dāntaṃ damanaṃ ca suvarcasam upapannān guṇaiḥ sarvair bhīmān bhīmaparākramān
Damayantī, und Dama, Dānta und den glanzvollen Damana - ausgestattet mit allen Tugenden, furchtbar an Kraft.

damayantī tu rūpeṇa tejasā yaśasā śriyā saubhāgyena ca lokeṣu yaśaḥ prāpa sumadhyamā

Damayantī aber, die Schönhüftige, erlangte durch Schönheit, Glanz, Ruhm, Herrlichkeit und Liebreiz Ruhm in den Welten.

Wort für Wort
damayantī tu rūpeṇa tejasā yaśasā śriyā saubhāgyena ca lokeṣu yaśaḥ prāpa sumadhyamā
Damayantī aber, die Schönhüftige, erlangte durch Schönheit, Glanz, Ruhm, Herrlichkeit und Liebreiz Ruhm in den Welten.

atha tāṃ vayasi prāpte dāsīnāṃ samalaṃkṛtam śataṃ sakhīnāṃ ca tathā paryupāste śacīm iva

Als sie das heiratsfähige Alter erreicht hatte, bedienten sie hundert geschmückte Dienerinnen und ebenso Gefährtinnen, wie man Śacī bedient.

Wort für Wort
atha tāṃ vayasi prāpte dāsīnāṃ samalaṃkṛtam śataṃ sakhīnāṃ ca tathā paryupāste śacīm iva
Als sie das heiratsfähige Alter erreicht hatte, bedienten sie hundert geschmückte Dienerinnen und ebenso Gefährtinnen, wie man Śacī bedient.

tatra sma bhrājate bhaimī sarvābharaṇabhūṣitā sakhīmadhye 'navadyāṅgī vidyut saudāminī yathā atīva rūpasaṃpannā śrīr ivāyatalocanā

Dort erstrahlte die Tochter Bhīmas, mit allem Schmuck geschmückt, makellos an Gliedern, inmitten ihrer Gefährtinnen, wie ein leuchtender Blitz; überaus schön von Gestalt, wie Śrī, mit weit geöffneten Augen.

Wort für Wort
tatra sma bhrājate bhaimī sarvābharaṇabhūṣitā sakhīmadhye 'navadyāṅgī vidyut saudāminī yathā atīva rūpasaṃpannā śrīr ivāyatalocanā
Dort erstrahlte die Tochter Bhīmas, mit allem Schmuck geschmückt, makellos an Gliedern, inmitten ihrer Gefährtinnen, wie ein leuchtender Blitz; überaus schön von Gestalt, wie Śrī, mit weit geöffneten Augen.

na deveṣu na yakṣeṣu tādṛg rūpavatī kva cit mānuṣeṣv api cānyeṣu dṛṣṭapūrvā na ca śrutā cittapramāthinī bālā devānām api sundarī

Weder unter den Göttern noch unter den Yakṣas gab es irgendwo eine solche Schönheit; auch unter den anderen Menschen wurde sie nie zuvor gesehen noch von ihr gehört - das herzbewegende Mädchen, schön selbst für die Götter.

Wort für Wort
na deveṣu na yakṣeṣu tādṛg rūpavatī kva cit mānuṣeṣv api cānyeṣu dṛṣṭapūrvā na ca śrutā cittapramāthinī bālā devānām api sundarī
Weder unter den Göttern noch unter den Yakṣas gab es irgendwo eine solche Schönheit; auch unter den anderen Menschen wurde sie nie zuvor gesehen noch von ihr gehört - das herzbewegende Mädchen, schön selbst für die Götter.

nalaś ca naraśārdūlo rūpeṇāpratimo bhuvi kandarpa iva rūpeṇa mūrtimān abhavat svayam

Und Nala, der Tiger unter den Männern, an Schönheit unvergleichlich auf Erden, war selbst wie der leibhaftig gewordene Kandarpa an Gestalt.

Wort für Wort
nalaś ca naraśārdūlo rūpeṇāpratimo bhuvi kandarpa iva rūpeṇa mūrtimān abhavat svayam
Und Nala, der Tiger unter den Männern, an Schönheit unvergleichlich auf Erden, war selbst wie der leibhaftig gewordene Kandarpa an Gestalt.

tasyāḥ samīpe tu nalaṃ praśaśaṃsuḥ kutūhalāt naiṣadhasya samīpe tu damayantīṃ punaḥ punaḥ

In ihrer Nähe priesen sie aus Neugier immer wieder Nala, und in der Nähe des Naiṣadha priesen sie immer wieder Damayantī.

Wort für Wort
tasyāḥ samīpe tu nalaṃ praśaśaṃsuḥ kutūhalāt naiṣadhasya samīpe tu damayantīṃ punaḥ punaḥ
In ihrer Nähe priesen sie aus Neugier immer wieder Nala, und in der Nähe des Naiṣadha priesen sie immer wieder Damayantī.

tayor adṛṣṭakāmo 'bhūc chṛṇvatoḥ satataṃ guṇān anyonyaṃ prati kaunteya sa vyavardhata hṛcchayaḥ

Bei den beiden entstand, da sie stets voneinander die Tugenden hörten, ohne sich gesehen zu haben, Liebe; jenes Herzensverlangen wuchs füreinander an, o Kaunteya.

Wort für Wort
tayor adṛṣṭakāmo 'bhūc chṛṇvatoḥ satataṃ guṇān anyonyaṃ prati kaunteya sa vyavardhata hṛcchayaḥ
Bei den beiden entstand, da sie stets voneinander die Tugenden hörten, ohne sich gesehen zu haben, Liebe; jenes Herzensverlangen wuchs füreinander an, o Kaunteya.

aśaknuvan nalaḥ kāmaṃ tadā dhārayituṃ hṛdā antaḥpurasamīpasthe vana āste rahogataḥ

Da Nala das Verlangen mit seinem Herzen nicht mehr zurückhalten konnte, verweilte er, sich zurückziehend, in einem Wald nahe dem inneren Frauengemach.

Wort für Wort
aśaknuvan nalaḥ kāmaṃ tadā dhārayituṃ hṛdā antaḥpurasamīpasthe vana āste rahogataḥ
Da Nala das Verlangen mit seinem Herzen nicht mehr zurückhalten konnte, verweilte er, sich zurückziehend, in einem Wald nahe dem inneren Frauengemach.

sa dadarśa tadā haṃsāñ jātarūpaparicchadān vane vicaratāṃ teṣām ekaṃ jagrāha pakṣiṇam

Dort sah er Schwäne mit goldfarbenem Gefieder, die im Wald umherzogen; von ihnen ergriff er einen der Vögel.

Wort für Wort
sa dadarśa tadā haṃsāñ jātarūpaparicchadān vane vicaratāṃ teṣām ekaṃ jagrāha pakṣiṇam
Dort sah er Schwäne mit goldfarbenem Gefieder, die im Wald umherzogen; von ihnen ergriff er einen der Vögel.

tato 'ntarikṣago vācaṃ vyājahāra tadā nalam na hantavyo 'smi te rājan kariṣyāmi hi te priyam

Da sprach der Luftwandler zu Nala: „Ich sollte nicht von dir getötet werden, o König; ich werde dir nämlich einen Gefallen tun.

Wort für Wort
tato 'ntarikṣago vācaṃ vyājahāra tadā nalam na hantavyo 'smi te rājan kariṣyāmi hi te priyam
Da sprach der Luftwandler zu Nala: „Ich sollte nicht von dir getötet werden, o König; ich werde dir nämlich einen Gefallen tun.

damayantīsakāśe tvāṃ kathayiṣyāmi naiṣadha yathā tvad anyaṃ puruṣaṃ na sā maṃsyati karhi cit

In Damayantīs Gegenwart werde ich von dir erzählen, o Naiṣadha, so dass sie niemals einen anderen Mann als dich begehren wird.“

Wort für Wort
damayantīsakāśe tvāṃ kathayiṣyāmi naiṣadha yathā tvad anyaṃ puruṣaṃ na sā maṃsyati karhi cit
In Damayantīs Gegenwart werde ich von dir erzählen, o Naiṣadha, so dass sie niemals einen anderen Mann als dich begehren wird.“

evam uktas tato haṃsam utsasarja mahīpatiḥ te tu haṃsāḥ samutpatya vidarbhān agamaṃs tataḥ

So angesprochen, ließ der Herrscher der Erde den Schwan frei; die Schwäne aber flogen daraufhin auf und gelangten nach Vidarbha.

Wort für Wort
evam uktas tato haṃsam utsasarja mahīpatiḥ te tu haṃsāḥ samutpatya vidarbhān agamaṃs tataḥ
So angesprochen, ließ der Herrscher der Erde den Schwan frei; die Schwäne aber flogen daraufhin auf und gelangten nach Vidarbha.

vidarbhanagarīṃ gatvā damayantyās tadāntike nipetus te garutmantaḥ sā dadarśātha tān khagān

Nachdem sie zur Stadt Vidarbha gelangt waren, ließen sich die Beflügelten in der Nähe Damayantīs nieder; da erblickte sie jene Vögel.

Wort für Wort
vidarbhanagarīṃ gatvā damayantyās tadāntike nipetus te garutmantaḥ sā dadarśātha tān khagān
Nachdem sie zur Stadt Vidarbha gelangt waren, ließen sich die Beflügelten in der Nähe Damayantīs nieder; da erblickte sie jene Vögel.

sā tān adbhutarūpān vai dṛṣṭvā sakhigaṇāvṛtā hṛṣṭā grahītuṃ khagamāṃs tvaramāṇopacakrame

Als sie diese von wunderbarer Gestalt sah, umgeben von der Schar ihrer Gefährtinnen, machte sie sich erfreut und eilig daran, die Vögel zu fangen.

Wort für Wort
sā tān adbhutarūpān vai dṛṣṭvā sakhigaṇāvṛtā hṛṣṭā grahītuṃ khagamāṃs tvaramāṇopacakrame
Als sie diese von wunderbarer Gestalt sah, umgeben von der Schar ihrer Gefährtinnen, machte sie sich erfreut und eilig daran, die Vögel zu fangen.

atha haṃsā visasṛpuḥ sarvataḥ pramadāvane ekaikaśas tataḥ kanyās tān haṃsān samupādravan

Da zerstreuten sich die Schwäne nach allen Seiten im Frauengarten; daraufhin verfolgten die Mädchen die Schwäne, jede einen einzelnen.

Wort für Wort
atha haṃsā visasṛpuḥ sarvataḥ pramadāvane ekaikaśas tataḥ kanyās tān haṃsān samupādravan
Da zerstreuten sich die Schwäne nach allen Seiten im Frauengarten; daraufhin verfolgten die Mädchen die Schwäne, jede einen einzelnen.

damayantī tu yaṃ haṃsaṃ samupādhāvad antike sa mānuṣīṃ giraṃ kṛtvā damayantīm athābravīt

Der Schwan aber, den Damayantī in ihrer Nähe verfolgte, sprach, eine menschliche Stimme annehmend, zu Damayantī:

Wort für Wort
damayantī tu yaṃ haṃsaṃ samupādhāvad antike sa mānuṣīṃ giraṃ kṛtvā damayantīm athābravīt
Der Schwan aber, den Damayantī in ihrer Nähe verfolgte, sprach, eine menschliche Stimme annehmend, zu Damayantī:

damayanti nalo nāma niṣadheṣu mahīpatiḥ aśvinoḥ sadṛśo rūpe na samās tasya mānuṣāḥ

„Damayantī, es gibt einen Herrscher der Niṣadhas namens Nala, den Aśvin-Zwillingen an Schönheit gleich; kein Mensch ist ihm ebenbürtig.

Wort für Wort
damayanti nalo nāma niṣadheṣu mahīpatiḥ aśvinoḥ sadṛśo rūpe na samās tasya mānuṣāḥ
„Damayantī, es gibt einen Herrscher der Niṣadhas namens Nala, den Aśvin-Zwillingen an Schönheit gleich; kein Mensch ist ihm ebenbürtig.

tasya vai yadi bhāryā tvaṃ bhavethā varavarṇini saphalaṃ te bhavej janma rūpaṃ cedaṃ sumadhyame

Wenn du wahrlich seine Gattin würdest, o Schönfarbige, dann wäre deine Geburt fruchtbar und ebenso diese deine Schönheit, o Schönhüftige.

Wort für Wort
tasya vai yadi bhāryā tvaṃ bhavethā varavarṇini saphalaṃ te bhavej janma rūpaṃ cedaṃ sumadhyame
Wenn du wahrlich seine Gattin würdest, o Schönfarbige, dann wäre deine Geburt fruchtbar und ebenso diese deine Schönheit, o Schönhüftige.

vayaṃ hi devagandharvamanuṣyoragarākṣasān dṛṣṭavanto na cāsmābhir dṛṣṭapūrvas tathāvidhaḥ

Wir haben nämlich Götter, Gandharvas, Menschen, Schlangenwesen und Rākṣasas gesehen, doch von uns wurde niemals zuvor ein solcher gesehen.

Wort für Wort
vayaṃ hi devagandharvamanuṣyoragarākṣasān dṛṣṭavanto na cāsmābhir dṛṣṭapūrvas tathāvidhaḥ
Wir haben nämlich Götter, Gandharvas, Menschen, Schlangenwesen und Rākṣasas gesehen, doch von uns wurde niemals zuvor ein solcher gesehen.

tvaṃ cāpi ratnaṃ nārīṇāṃ nareṣu ca nalo varaḥ viśiṣṭāyā viśiṣṭena saṃgamo guṇavān bhavet

Und du bist das Juwel unter den Frauen, und unter den Männern ist Nala der Vorzüglichste; die Vereinigung der Vorzüglichen mit dem Vorzüglichen wäre von hohem Wert.“

Wort für Wort
tvaṃ cāpi ratnaṃ nārīṇāṃ nareṣu ca nalo varaḥ viśiṣṭāyā viśiṣṭena saṃgamo guṇavān bhavet
Und du bist das Juwel unter den Frauen, und unter den Männern ist Nala der Vorzüglichste; die Vereinigung der Vorzüglichen mit dem Vorzüglichen wäre von hohem Wert.“

evam uktā tu haṃsena damayantī viśāṃ pate abravīt tatra taṃ haṃsaṃ tam apy evaṃ nalaṃ vada

So von dem Schwan angesprochen, sagte Damayantī, o Herr der Völker, zu jenem Schwan: „Sprich ebenso auch zu jenem Nala.“

Wort für Wort
evam uktā tu haṃsena damayantī viśāṃ pate abravīt tatra taṃ haṃsaṃ tam apy evaṃ nalaṃ vada
So von dem Schwan angesprochen, sagte Damayantī, o Herr der Völker, zu jenem Schwan: „Sprich ebenso auch zu jenem Nala.“

tathety uktvāṇḍajaḥ kanyāṃ vaidarbhasya viśāṃ pate punar āgamya niṣadhān nale sarvaṃ nyavedayat

„So sei es“, sprach der Ei-Geborene zur Tochter des Vidarbha-Königs, o Herr der Völker, und nachdem er zu den Niṣadhas zurückgekehrt war, teilte er Nala alles mit.

Wort für Wort
tathety uktvāṇḍajaḥ kanyāṃ vaidarbhasya viśāṃ pate punar āgamya niṣadhān nale sarvaṃ nyavedayat
„So sei es“, sprach der Ei-Geborene zur Tochter des Vidarbha-Königs, o Herr der Völker, und nachdem er zu den Niṣadhas zurückgekehrt war, teilte er Nala alles mit.

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