Kapitel 76: Ṛtuparṇasya Ca Kṣamāpaṇam
Die Versöhnung mit Ṛtuparṇa
Am Morgen begrüßen Nala und Damayantī Bhīma, und die ganze Stadt Kuṇḍina feiert die Rückkehr des Königs mit Blumenschmuck und Festlichkeit. Ṛtuparṇa, von der Nachricht erfreut, wird herbeigeholt; er und Nala bitten einander um Verzeihung - Ṛtuparṇa für die unwissentliche Beherbergung, Nala für seine Verstellung. Wie versprochen gibt Nala ihm das Geheimnis der Rosselenkkunst zurück, woraufhin Ṛtuparṇa in seine eigene Stadt zurückkehrt.
taṃ bhīmaḥ pratijagrāha putravat parayā mudā yathārhaṃ pūjayitvā tu samāśvāsayata prabhuḥ nalena sahitāṃ tatra damayantīṃ pativratām
Bhīma empfing ihn wie einen Sohn mit höchster Freude, und nachdem er ihn gebührend geehrt hatte, tröstete der Herrscher die dort mit Nala vereinte, ihrem Gatten ergebene Damayantī.
Wort für Wort
taṃ bhīmaḥ pratijagrāha putravat parayā mudā yathārhaṃ pūjayitvā tu samāśvāsayata prabhuḥ nalena sahitāṃ tatra damayantīṃ pativratām
Bhīma empfing ihn wie einen Sohn mit höchster Freude, und nachdem er ihn gebührend geehrt hatte, tröstete der Herrscher die dort mit Nala vereinte, ihrem Gatten ergebene Damayantī.
nala uvāca na me 'parādhaṃ kṛtavāṃs tvaṃ svalpam api pārthiva kṛte 'pi ca na me kopaḥ kṣantavyaṃ hi mayā tava
Nala sprach: „Nicht das Geringste an Unrecht hast du mir getan, o Herrscher; und selbst wenn du es getan hättest, würde ich nicht zürnen, denn ich muss dir ja vergeben.
Wort für Wort
nala uvāca na me 'parādhaṃ kṛtavāṃs tvaṃ svalpam api pārthiva kṛte 'pi ca na me kopaḥ kṣantavyaṃ hi mayā tava
Nala sprach: „Nicht das Geringste an Unrecht hast du mir getan, o Herrscher; und selbst wenn du es getan hättest, würde ich nicht zürnen, denn ich muss dir ja vergeben.
pūrvaṃ hy asi sakhā me 'si saṃbandhī ca narādhipa ata ūrdhvaṃ tu bhūyas tvaṃ prītim āhartum arhasi
Warst du doch zuvor mein Freund, und bist mir nun auch verbunden, Herrscher der Menschen; von nun an solltest du mir noch mehr Zuneigung entgegenbringen.
Wort für Wort
pūrvaṃ hy asi sakhā me 'si saṃbandhī ca narādhipa ata ūrdhvaṃ tu bhūyas tvaṃ prītim āhartum arhasi
Warst du doch zuvor mein Freund, und bist mir nun auch verbunden, Herrscher der Menschen; von nun an solltest du mir noch mehr Zuneigung entgegenbringen.
Mit allem Erwünschten wohl versorgt, habe ich glücklich bei dir gewohnt; nicht einmal im eigenen Haus, o König, war es mir je so wohl wie stets in deinem Hause.
Mit allem Erwünschten wohl versorgt, habe ich glücklich bei dir gewohnt; nicht einmal im eigenen Haus, o König, war es mir je so wohl wie stets in deinem Hause.
tato gṛhyāśvahṛdayaṃ tadā bhāṅgasvarir nṛpaḥ sūtam anyam upādāya yayau svapuram eva hi
Da, nachdem er das Geheimnis der Rosselenkkunst empfangen hatte, nahm der König Bhāṅgāsvari einen anderen Wagenlenker und zog fürwahr zu seiner eigenen Stadt.
Wort für Wort
tato gṛhyāśvahṛdayaṃ tadā bhāṅgasvarir nṛpaḥ sūtam anyam upādāya yayau svapuram eva hi
Da, nachdem er das Geheimnis der Rosselenkkunst empfangen hatte, nahm der König Bhāṅgāsvari einen anderen Wagenlenker und zog fürwahr zu seiner eigenen Stadt.