Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 145: Naranārāyaṇāśramapraveśaḥ Die Ankunft in der Einsiedelei von Nara und Nārāyaṇa

Auf Yudhiṣṭhiras Bitte trägt Ghaṭotkaca Draupadī auf seiner Schulter durch die Lüfte, während die übrigen Rākṣasas die anderen Pāṇḍavas und Brahmanen tragen; so durchqueren sie mühelos weite, wunderbare Länder voller Vidyādharas, Kiṃpuruṣas und Gandharvas und erreichen in der Nähe des Kailāsa die heilige Einsiedelei von Nara und Nārāyaṇa mit dem prächtigen Badarī-Baum. Eine ausführliche Beschreibung schildert die makellose Heiligkeit des Ortes - frei von Hitze, Kälte, Hunger und Durst, von großen Weisen bewohnt, mit Feueraltären und Opfergeräten geschmückt. Yudhiṣṭhira nähert sich den dort weilenden Weisen, die ihn freudig mit Segenssprüchen und Ehrengaben empfangen. Die Pāṇḍavas lassen sich an diesem himmelsgleichen, von der Bhāgīrathī, dem Berg Maināka und dem Bindusaras-See umgebenen Ort nieder, verehren dort Götter und Ahnen und ergötzen sich am Anblick von Draupadīs Spiel.

yudhiṣṭhira uvāca dharmajño balavāñ śūraḥ sadyo rākṣasapuṃgavaḥ bhakto 'smān aurasaḥ putro bhīma gṛhṇātu mātaram

Yudhiṣṭhira sprach: „Der die Pflicht Kennende, Starke, Tapfere, der sogleich Bereite, der Erste unter den Rākṣasas, uns ergeben, dein leiblicher Sohn, o Bhīma - er möge seine Mutter tragen.

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca dharmajño balavāñ śūraḥ sadyo rākṣasapuṃgavaḥ bhakto 'smān aurasaḥ putro bhīma gṛhṇātu mātaram
Yudhiṣṭhira sprach: „Der die Pflicht Kennende, Starke, Tapfere, der sogleich Bereite, der Erste unter den Rākṣasas, uns ergeben, dein leiblicher Sohn, o Bhīma - er möge seine Mutter tragen.

tava bhīma balenāham atibhīmaparākrama akṣataḥ saha pāñcālyā gaccheyaṃ gandhamādanam

Durch deine Kraft, o Bhīma, o überaus Furchtbarer an Tatkraft, möchte ich unversehrt, zusammen mit der Pāñcālī, zum Gandhamādana gelangen.“

Wort für Wort
tava bhīma balenāham atibhīmaparākrama akṣataḥ saha pāñcālyā gaccheyaṃ gandhamādanam
Durch deine Kraft, o Bhīma, o überaus Furchtbarer an Tatkraft, möchte ich unversehrt, zusammen mit der Pāñcālī, zum Gandhamādana gelangen.“

vaiśaṃpāyana uvāca bhrātur vacanam ājñāya bhīmaseno ghaṭotkacam ādideśa naravyāghras tanayaṃ śatrukarśanam

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er das Wort seines Bruders vernommen hatte, wies der Tiger unter den Männern, Bhīmasena, seinen Sohn Ghaṭotkaca, den Feindebedränger, an:

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca bhrātur vacanam ājñāya bhīmaseno ghaṭotkacam ādideśa naravyāghras tanayaṃ śatrukarśanam
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er das Wort seines Bruders vernommen hatte, wies der Tiger unter den Männern, Bhīmasena, seinen Sohn Ghaṭotkaca, den Feindebedränger, an:

haiḍimbeya pariśrāntā tava mātāparājitā tvaṃ ca kāmagamas tāta balavān vaha tāṃ khaga

„Sohn der Hiḍimbā, deine unbesiegte Mutter ist erschöpft; du aber vermagst nach Belieben zu fliegen, mein Sohn, du bist stark - trage sie, o Luftwandler.

Wort für Wort
haiḍimbeya pariśrāntā tava mātāparājitā tvaṃ ca kāmagamas tāta balavān vaha tāṃ khaga
„Sohn der Hiḍimbā, deine unbesiegte Mutter ist erschöpft; du aber vermagst nach Belieben zu fliegen, mein Sohn, du bist stark - trage sie, o Luftwandler.

skandham āropya bhadraṃ te madhye 'smākaṃ vihāyasā gaccha nīcikayā gatyā yathā caināṃ na pīḍayeḥ

Setze sie auf deine Schulter - Heil dir - und fliege inmitten von uns durch die Luft, in gemächlichem Flug, so dass du sie nicht quälst.“

Wort für Wort
skandham āropya bhadraṃ te madhye 'smākaṃ vihāyasā gaccha nīcikayā gatyā yathā caināṃ na pīḍayeḥ
Setze sie auf deine Schulter - Heil dir - und fliege inmitten von uns durch die Luft, in gemächlichem Flug, so dass du sie nicht quälst.“

ghaṭotkaca uvāca dharmarājaṃ ca dhaumyaṃ ca rājaputrīṃ yamau tathā eko 'py aham alaṃ voḍhuṃ kim utādya sahāyavān

Ghaṭotkaca sprach: „Den Dharmarāja, und Dhaumya, und die Königstochter, und ebenso die Zwillinge - selbst allein bin ich imstande, sie zu tragen; wie viel mehr erst heute, da ich Gefährten habe!“

Wort für Wort
ghaṭotkaca uvāca dharmarājaṃ ca dhaumyaṃ ca rājaputrīṃ yamau tathā eko 'py aham alaṃ voḍhuṃ kim utādya sahāyavān
Ghaṭotkaca sprach: „Den Dharmarāja, und Dhaumya, und die Königstochter, und ebenso die Zwillinge - selbst allein bin ich imstande, sie zu tragen; wie viel mehr erst heute, da ich Gefährten habe!“

vaiśaṃpāyana uvāca evam uktvā tataḥ kṛṣṇām uvāha sa ghaṭotkacaḥ pāṇḍūnāṃ madhyago vīraḥ pāṇḍavān api cāpare

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, trug jener Ghaṭotkaca, der Held, Kṛṣṇā, inmitten der Pāṇḍus gehend; und auch andere Rākṣasas trugen die Pāṇḍavas.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evam uktvā tataḥ kṛṣṇām uvāha sa ghaṭotkacaḥ pāṇḍūnāṃ madhyago vīraḥ pāṇḍavān api cāpare
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, trug jener Ghaṭotkaca, der Held, Kṛṣṇā, inmitten der Pāṇḍus gehend; und auch andere Rākṣasas trugen die Pāṇḍavas.

lomaśaḥ siddhamārgeṇa jagāmānupamadyutiḥ svenaivātmaprabhāvena dvitīya iva bhāskaraḥ

Lomaśa aber ging auf dem Pfad der Siddhas, von unvergleichlichem Glanz, durch seine eigene Kraft, wie eine zweite Sonne.

Wort für Wort
lomaśaḥ siddhamārgeṇa jagāmānupamadyutiḥ svenaivātmaprabhāvena dvitīya iva bhāskaraḥ
Lomaśa aber ging auf dem Pfad der Siddhas, von unvergleichlichem Glanz, durch seine eigene Kraft, wie eine zweite Sonne.

brāhmaṇāṃś cāpi tān sarvān samupādāya rākṣasāḥ niyogād rākṣasendrasya jagmur bhīmaparākramāḥ

Und die Rākṣasas, von furchtbarer Tatkraft, nahmen auf Geheiß des Rākṣasa-Fürsten auch alle jene Brahmanen auf und zogen dahin.

Wort für Wort
brāhmaṇāṃś cāpi tān sarvān samupādāya rākṣasāḥ niyogād rākṣasendrasya jagmur bhīmaparākramāḥ
Und die Rākṣasas, von furchtbarer Tatkraft, nahmen auf Geheiß des Rākṣasa-Fürsten auch alle jene Brahmanen auf und zogen dahin.

evaṃ suramaṇīyāni vanāny upavanāni ca ālokayantas te jagmur viśālāṃ badarīṃ prati

So zogen sie, wunderschöne Wälder und Haine betrachtend, zur weiten Badarī.

Wort für Wort
evaṃ suramaṇīyāni vanāny upavanāni ca ālokayantas te jagmur viśālāṃ badarīṃ prati
So zogen sie, wunderschöne Wälder und Haine betrachtend, zur weiten Badarī.

te tv āśugatibhir vīrā rākṣasais tair mahābalaiḥ uhyamānā yayuḥ śīghraṃ mahad adhvānam alpavat

Sie aber, die Helden, von jenen kraftvollen, rasch dahineilenden Rākṣasas getragen, durchmaßen die weite Strecke rasch, wie einen kurzen Weg.

Wort für Wort
te tv āśugatibhir vīrā rākṣasais tair mahābalaiḥ uhyamānā yayuḥ śīghraṃ mahad adhvānam alpavat
Sie aber, die Helden, von jenen kraftvollen, rasch dahineilenden Rākṣasas getragen, durchmaßen die weite Strecke rasch, wie einen kurzen Weg.

deśān mlecchagaṇākīrṇān nānāratnākarāyutān dadṛśur giripādāṃś ca nānādhātusamācitān

Sie erblickten Länder, von Scharen fremdsprachiger Völker bevölkert, reich an mannigfachen Edelsteinminen, und Bergfüße, überzogen mit vielerlei Mineralien,

Wort für Wort
deśān mlecchagaṇākīrṇān nānāratnākarāyutān dadṛśur giripādāṃś ca nānādhātusamācitān
Sie erblickten Länder, von Scharen fremdsprachiger Völker bevölkert, reich an mannigfachen Edelsteinminen, und Bergfüße, überzogen mit vielerlei Mineralien,

vidyādharagaṇākīrṇān yutān vānarakiṃnaraiḥ tathā kiṃpuruṣaiś caiva gandharvaiś ca samantataḥ

von Scharen der Vidyādharas bevölkert, von Affen und Kiṃnaras erfüllt, ebenso von Kiṃpuruṣas und Gandharvas ringsum,

Wort für Wort
vidyādharagaṇākīrṇān yutān vānarakiṃnaraiḥ tathā kiṃpuruṣaiś caiva gandharvaiś ca samantataḥ
von Scharen der Vidyādharas bevölkert, von Affen und Kiṃnaras erfüllt, ebenso von Kiṃpuruṣas und Gandharvas ringsum,

nadījālasamākīrṇān nānāpakṣirutākulān nānāvidhair mṛgair juṣṭān vānaraiś copaśobhitān

durchzogen von einem Netz aus Flüssen, erfüllt vom Rufen mannigfacher Vögel, von vielerlei Wildtieren aufgesucht und von Affen geschmückt.

Wort für Wort
nadījālasamākīrṇān nānāpakṣirutākulān nānāvidhair mṛgair juṣṭān vānaraiś copaśobhitān
durchzogen von einem Netz aus Flüssen, erfüllt vom Rufen mannigfacher Vögel, von vielerlei Wildtieren aufgesucht und von Affen geschmückt.

te vyatītya bahūn deśān uttarāṃś ca kurūn api dadṛśur vividhāścaryaṃ kailāsaṃ parvatottamam

Nachdem sie viele Länder durchquert hatten, auch die nördlichen Kurus, erblickten sie den an mannigfachen Wundern reichen, vorzüglichsten Berg Kailāsa.

Wort für Wort
te vyatītya bahūn deśān uttarāṃś ca kurūn api dadṛśur vividhāścaryaṃ kailāsaṃ parvatottamam
Nachdem sie viele Länder durchquert hatten, auch die nördlichen Kurus, erblickten sie den an mannigfachen Wundern reichen, vorzüglichsten Berg Kailāsa.

tasyābhyāśe tu dadṛśur naranārāyaṇāśramam upetaṃ pādapair divyaiḥ sadāpuṣpaphalopagaiḥ

In dessen Nähe erblickten sie die Einsiedelei von Nara und Nārāyaṇa, umgeben von göttlichen Bäumen, die stets Blüten und Früchte tragen.

Wort für Wort
tasyābhyāśe tu dadṛśur naranārāyaṇāśramam upetaṃ pādapair divyaiḥ sadāpuṣpaphalopagaiḥ
In dessen Nähe erblickten sie die Einsiedelei von Nara und Nārāyaṇa, umgeben von göttlichen Bäumen, die stets Blüten und Früchte tragen.

dadṛśus tāṃ ca badarīṃ vṛttaskandhāṃ manoramām snigdhām aviralacchāyāṃ śriyā paramayā yutām

Und sie erblickten jene Badarī, mit rundem Stamm, bezaubernd, glänzend, mit dichtem Schatten, von höchster Pracht erfüllt,

Wort für Wort
dadṛśus tāṃ ca badarīṃ vṛttaskandhāṃ manoramām snigdhām aviralacchāyāṃ śriyā paramayā yutām
Und sie erblickten jene Badarī, mit rundem Stamm, bezaubernd, glänzend, mit dichtem Schatten, von höchster Pracht erfüllt,

patraiḥ snigdhair aviralair upetāṃ mṛdubhiḥ śubhām viśālaśākhāṃ vistīrṇām atidyutisamanvitām

versehen mit glänzenden, dichten, weichen und schönen Blättern, mit ausladenden, weit ausgebreiteten Zweigen, von überaus großem Glanz erfüllt,

Wort für Wort
patraiḥ snigdhair aviralair upetāṃ mṛdubhiḥ śubhām viśālaśākhāṃ vistīrṇām atidyutisamanvitām
versehen mit glänzenden, dichten, weichen und schönen Blättern, mit ausladenden, weit ausgebreiteten Zweigen, von überaus großem Glanz erfüllt,

phalair upacitair divyair ācitāṃ svādubhir bhṛśam madhusravaiḥ sadā divyāṃ maharṣigaṇasevitām madapramuditair nityaṃ nānādvijagaṇair yutām

überreich mit göttlichen, äußerst süßen, honigtriefenden Früchten beladen, stets göttlich, von Scharen großer Weiser aufgesucht, stets von mannigfachen, vor Freude berauschten Vogelscharen umgeben.

Wort für Wort
phalair upacitair divyair ācitāṃ svādubhir bhṛśam madhusravaiḥ sadā divyāṃ maharṣigaṇasevitām madapramuditair nityaṃ nānādvijagaṇair yutām
überreich mit göttlichen, äußerst süßen, honigtriefenden Früchten beladen, stets göttlich, von Scharen großer Weiser aufgesucht, stets von mannigfachen, vor Freude berauschten Vogelscharen umgeben.

adaṃśamaśake deśe bahumūlaphalodake nīlaśādvalasaṃchanne devagandharvasevite

an einem Ort ohne Bremsen und Mücken, reich an Wurzeln, Früchten und Wasser, mit grünem Rasen bedeckt, von Göttern und Gandharvas aufgesucht,

Wort für Wort
adaṃśamaśake deśe bahumūlaphalodake nīlaśādvalasaṃchanne devagandharvasevite
an einem Ort ohne Bremsen und Mücken, reich an Wurzeln, Früchten und Wasser, mit grünem Rasen bedeckt, von Göttern und Gandharvas aufgesucht,

susamīkṛtabhūbhāge svabhāvavihite śubhe jātāṃ himamṛdusparśe deśe 'pahatakaṇṭake

an einem Ort mit ebenem, von Natur aus wohlgestaltetem, glückverheißendem Boden, an einer Stelle mit schneekühler, sanfter Berührung, frei von Dornen, dort gewachsen -

Wort für Wort
susamīkṛtabhūbhāge svabhāvavihite śubhe jātāṃ himamṛdusparśe deśe 'pahatakaṇṭake
an einem Ort mit ebenem, von Natur aus wohlgestaltetem, glückverheißendem Boden, an einer Stelle mit schneekühler, sanfter Berührung, frei von Dornen, dort gewachsen -

tām upetya mahātmānaḥ saha tair brāhmaṇarṣabhaiḥ avaterus tataḥ sarve rākṣasaskandhataḥ śanaiḥ

Als sie sich ihr genähert hatten, die Hochgesinnten, zusammen mit jenen besten der Brahmanen, stiegen sie alle langsam von den Schultern der Rākṣasas herab.

Wort für Wort
tām upetya mahātmānaḥ saha tair brāhmaṇarṣabhaiḥ avaterus tataḥ sarve rākṣasaskandhataḥ śanaiḥ
Als sie sich ihr genähert hatten, die Hochgesinnten, zusammen mit jenen besten der Brahmanen, stiegen sie alle langsam von den Schultern der Rākṣasas herab.

tatas tam āśramaṃ puṇyaṃ naranārāyaṇāśritam dadṛśuḥ pāṇḍavā rājan sahitā dvijapuṃgavaiḥ

Da erblickten die Pāṇḍavas, o König, zusammen mit den besten der Zweifachgeborenen, jene heilige, von Nara und Nārāyaṇa bewohnte Einsiedelei,

Wort für Wort
tatas tam āśramaṃ puṇyaṃ naranārāyaṇāśritam dadṛśuḥ pāṇḍavā rājan sahitā dvijapuṃgavaiḥ
Da erblickten die Pāṇḍavas, o König, zusammen mit den besten der Zweifachgeborenen, jene heilige, von Nara und Nārāyaṇa bewohnte Einsiedelei,

tamasā rahitaṃ puṇyam anāmṛṣṭaṃ raveḥ karaiḥ kṣuttṛṭśītoṣṇadoṣaiś ca varjitaṃ śokanāśanam

frei von Finsternis, heilig, von den Strahlen der Sonne nicht berührt, frei von den Übeln des Hungers, Durstes, der Kälte und der Hitze, Kummer vertreibend,

Wort für Wort
tamasā rahitaṃ puṇyam anāmṛṣṭaṃ raveḥ karaiḥ kṣuttṛṭśītoṣṇadoṣaiś ca varjitaṃ śokanāśanam
frei von Finsternis, heilig, von den Strahlen der Sonne nicht berührt, frei von den Übeln des Hungers, Durstes, der Kälte und der Hitze, Kummer vertreibend,

maharṣigaṇasaṃbādhaṃ brāhmyā lakṣmyā samanvitam duṣpraveśaṃ mahārāja narair dharmabahiṣkṛtaiḥ

gedrängt voll von Scharen großer Weiser, erfüllt von brahmanischer Herrlichkeit, o Großkönig, schwer zugänglich für Menschen, die aus der Rechtschaffenheit gefallen sind,

Wort für Wort
maharṣigaṇasaṃbādhaṃ brāhmyā lakṣmyā samanvitam duṣpraveśaṃ mahārāja narair dharmabahiṣkṛtaiḥ
gedrängt voll von Scharen großer Weiser, erfüllt von brahmanischer Herrlichkeit, o Großkönig, schwer zugänglich für Menschen, die aus der Rechtschaffenheit gefallen sind,

balihomārcitaṃ divyaṃ susaṃmṛṣṭānulepanam divyapuṣpopahāraiś ca sarvato 'bhivirājitam

geehrt mit Opfergaben und Feueropfern, göttlich, mit wohlgereinigten Salbungsstätten, ringsum erstrahlend durch Darbringungen göttlicher Blumen,

Wort für Wort
balihomārcitaṃ divyaṃ susaṃmṛṣṭānulepanam divyapuṣpopahāraiś ca sarvato 'bhivirājitam
geehrt mit Opfergaben und Feueropfern, göttlich, mit wohlgereinigten Salbungsstätten, ringsum erstrahlend durch Darbringungen göttlicher Blumen,

viśālair agniśaraṇaiḥ srugbhāṇḍair ācitaṃ śubhaiḥ mahadbhis toyakalaśaiḥ kaṭhinaiś copaśobhitam śaraṇyaṃ sarvabhūtānāṃ brahmaghoṣanināditam

beladen mit weiten, schönen Feueraltären und Opferlöffelgefäßen, geschmückt mit großen, festen Wasserkrügen, eine Zuflucht für alle Wesen, widerhallend vom Rauschen des Brahman-Gesangs,

Wort für Wort
viśālair agniśaraṇaiḥ srugbhāṇḍair ācitaṃ śubhaiḥ mahadbhis toyakalaśaiḥ kaṭhinaiś copaśobhitam śaraṇyaṃ sarvabhūtānāṃ brahmaghoṣanināditam
beladen mit weiten, schönen Feueraltären und Opferlöffelgefäßen, geschmückt mit großen, festen Wasserkrügen, eine Zuflucht für alle Wesen, widerhallend vom Rauschen des Brahman-Gesangs,

divyam āśrayaṇīyaṃ tam āśramaṃ śramanāśanam śriyā yutam anirdeśyaṃ devacaryopaśobhitam

jene göttliche, zufluchtswürdige Einsiedelei, die Müdigkeit vertreibend, von Pracht erfüllt, unbeschreiblich, durch das Wandeln der Götter geschmückt.

Wort für Wort
divyam āśrayaṇīyaṃ tam āśramaṃ śramanāśanam śriyā yutam anirdeśyaṃ devacaryopaśobhitam
jene göttliche, zufluchtswürdige Einsiedelei, die Müdigkeit vertreibend, von Pracht erfüllt, unbeschreiblich, durch das Wandeln der Götter geschmückt.

phalamūlāśanair dāntaiś cīrakṛṣṇājināmbaraiḥ sūryavaiśvānarasamais tapasā bhāvitātmabhiḥ

bewohnt von Selbstbeherrschten, die von Früchten und Wurzeln lebten, in Baströcke und schwarze Antilopenfelle gekleidet, der Sonne und dem Feuer gleich, durch Buße geläutert an Geist,

Wort für Wort
phalamūlāśanair dāntaiś cīrakṛṣṇājināmbaraiḥ sūryavaiśvānarasamais tapasā bhāvitātmabhiḥ
bewohnt von Selbstbeherrschten, die von Früchten und Wurzeln lebten, in Baströcke und schwarze Antilopenfelle gekleidet, der Sonne und dem Feuer gleich, durch Buße geläutert an Geist,

maharṣibhir mokṣaparair yatibhir niyatendriyaiḥ brahmabhūtair mahābhāgair upetaṃ brahmavādibhiḥ

von großen Weisen, der Erlösung zugewandt, von Asketen mit gebändigten Sinnen, von hochgesegneten, zu Brahman gewordenen Verkündern des Brahman bewohnt.

Wort für Wort
maharṣibhir mokṣaparair yatibhir niyatendriyaiḥ brahmabhūtair mahābhāgair upetaṃ brahmavādibhiḥ
von großen Weisen, der Erlösung zugewandt, von Asketen mit gebändigten Sinnen, von hochgesegneten, zu Brahman gewordenen Verkündern des Brahman bewohnt.

so 'bhyagacchan mahātejās tān ṛṣīn niyataḥ śuciḥ bhrātṛbhiḥ sahito dhīmān dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ

Er, von gewaltiger Glut, näherte sich jenen Weisen, gesammelt und rein, zusammen mit seinen Brüdern, der weise Dharmasohn Yudhiṣṭhira.

Wort für Wort
so 'bhyagacchan mahātejās tān ṛṣīn niyataḥ śuciḥ bhrātṛbhiḥ sahito dhīmān dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ
Er, von gewaltiger Glut, näherte sich jenen Weisen, gesammelt und rein, zusammen mit seinen Brüdern, der weise Dharmasohn Yudhiṣṭhira.

divyajñānopapannās te dṛṣṭvā prāptaṃ yudhiṣṭhiram abhyagacchanta suprītāḥ sarva eva maharṣayaḥ āśīrvādān prayuñjānāḥ svādhyāyaniratā bhṛśam

Jene, mit göttlichem Wissen ausgestattet, sahen den angekommenen Yudhiṣṭhira, und alle die großen Weisen, hocherfreut, dem eifrigen Studium zugetan, näherten sich ihm und sprachen Segenssprüche.

Wort für Wort
divyajñānopapannās te dṛṣṭvā prāptaṃ yudhiṣṭhiram abhyagacchanta suprītāḥ sarva eva maharṣayaḥ āśīrvādān prayuñjānāḥ svādhyāyaniratā bhṛśam
Jene, mit göttlichem Wissen ausgestattet, sahen den angekommenen Yudhiṣṭhira, und alle die großen Weisen, hocherfreut, dem eifrigen Studium zugetan, näherten sich ihm und sprachen Segenssprüche.

prītās te tasya satkāraṃ vidhinā pāvakopamāḥ upājahruś ca salilaṃ puṣpamūlaphalaṃ śuci

Erfreut brachten sie ihm, dem Feuer gleich, vorschriftsmäßige Ehrengaben dar, und reines Wasser, Blumen, Wurzeln und Früchte.

Wort für Wort
prītās te tasya satkāraṃ vidhinā pāvakopamāḥ upājahruś ca salilaṃ puṣpamūlaphalaṃ śuci
Erfreut brachten sie ihm, dem Feuer gleich, vorschriftsmäßige Ehrengaben dar, und reines Wasser, Blumen, Wurzeln und Früchte.

sa taiḥ prītyātha satkāram upanītaṃ maharṣibhiḥ prayataḥ pratigṛhyātha dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ

Er, der Dharmasohn Yudhiṣṭhira, nahm darauf, geläutert, die von den großen Weisen aus Zuneigung dargebrachte Ehrengabe entgegen.

Wort für Wort
sa taiḥ prītyātha satkāram upanītaṃ maharṣibhiḥ prayataḥ pratigṛhyātha dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ
Er, der Dharmasohn Yudhiṣṭhira, nahm darauf, geläutert, die von den großen Weisen aus Zuneigung dargebrachte Ehrengabe entgegen.

taṃ śakrasadanaprakhyaṃ divyagandhaṃ manoramam prītaḥ svargopamaṃ puṇyaṃ pāṇḍavaḥ saha kṛṣṇayā

Erfreut betrat der Pāṇḍava, zusammen mit Kṛṣṇā, jenen Ort, der Indras Wohnstatt glich, von göttlichem Duft, bezaubernd, dem Himmel gleich, heilig,

Wort für Wort
taṃ śakrasadanaprakhyaṃ divyagandhaṃ manoramam prītaḥ svargopamaṃ puṇyaṃ pāṇḍavaḥ saha kṛṣṇayā
Erfreut betrat der Pāṇḍava, zusammen mit Kṛṣṇā, jenen Ort, der Indras Wohnstatt glich, von göttlichem Duft, bezaubernd, dem Himmel gleich, heilig,

viveśa śobhayā yuktaṃ bhrātṛbhiś ca sahānagha brāhmaṇair vedavedāṅgapāragaiś ca sahācyutaḥ

von Pracht erfüllt, zusammen mit seinen Brüdern, o Sündloser, der Unwandelbare, zusammen mit den Brahmanen, die die Veden und ihre Hilfswissenschaften vollständig beherrschten.

Wort für Wort
viveśa śobhayā yuktaṃ bhrātṛbhiś ca sahānagha brāhmaṇair vedavedāṅgapāragaiś ca sahācyutaḥ
von Pracht erfüllt, zusammen mit seinen Brüdern, o Sündloser, der Unwandelbare, zusammen mit den Brahmanen, die die Veden und ihre Hilfswissenschaften vollständig beherrschten.

tatrāpaśyat sa dharmātmā devadevarṣipūjitam naranārāyaṇasthānaṃ bhāgīrathyopaśobhitam

Dort erblickte der Rechtschaffene die von Göttern und Götterweisen verehrte Stätte von Nara und Nārāyaṇa, geschmückt von der Bhāgīrathī.

Wort für Wort
tatrāpaśyat sa dharmātmā devadevarṣipūjitam naranārāyaṇasthānaṃ bhāgīrathyopaśobhitam
Dort erblickte der Rechtschaffene die von Göttern und Götterweisen verehrte Stätte von Nara und Nārāyaṇa, geschmückt von der Bhāgīrathī.

madhusravaphalāṃ divyāṃ maharṣigaṇasevitām tām upetya mahātmānas te 'vasan brāhmaṇaiḥ saha

Nachdem sie jene göttliche, honigtriefende Früchte tragende, von Scharen großer Weiser aufgesuchte Stätte erreicht hatten, verweilten die Hochgesinnten dort zusammen mit den Brahmanen,

Wort für Wort
madhusravaphalāṃ divyāṃ maharṣigaṇasevitām tām upetya mahātmānas te 'vasan brāhmaṇaiḥ saha
Nachdem sie jene göttliche, honigtriefende Früchte tragende, von Scharen großer Weiser aufgesuchte Stätte erreicht hatten, verweilten die Hochgesinnten dort zusammen mit den Brahmanen,

ālokayanto mainākaṃ nānādvijagaṇāyutam hiraṇyaśikharaṃ caiva tac ca bindusaraḥ śivam

den Berg Maināka betrachtend, von mannigfachen Vogelscharen bevölkert, und den goldgipfligen Berg, und jenen heilbringenden Bindusaras-See,

Wort für Wort
ālokayanto mainākaṃ nānādvijagaṇāyutam hiraṇyaśikharaṃ caiva tac ca bindusaraḥ śivam
den Berg Maināka betrachtend, von mannigfachen Vogelscharen bevölkert, und den goldgipfligen Berg, und jenen heilbringenden Bindusaras-See,

bhāgīrathīṃ sutīrthāṃ ca śītāmalajalāṃ śivām maṇipravālaprastārāṃ pādapair upaśobhitām

und die Bhāgīrathī mit ihren schönen Furten, mit kühlem, reinem Wasser, heilbringend, mit einem Bett aus Edelsteinen und Korallen bestreut, von Bäumen geschmückt,

Wort für Wort
bhāgīrathīṃ sutīrthāṃ ca śītāmalajalāṃ śivām maṇipravālaprastārāṃ pādapair upaśobhitām
und die Bhāgīrathī mit ihren schönen Furten, mit kühlem, reinem Wasser, heilbringend, mit einem Bett aus Edelsteinen und Korallen bestreut, von Bäumen geschmückt,

divyapuṣpasamākīrṇāṃ manasaḥ prītivardhanīm vīkṣamāṇā mahātmāno vijahrus tatra pāṇḍavāḥ

übersät mit göttlichen Blüten, die Freude des Geistes mehrend - dies betrachtend, ergötzten sich die hochgesinnten Pāṇḍavas dort.

Wort für Wort
divyapuṣpasamākīrṇāṃ manasaḥ prītivardhanīm vīkṣamāṇā mahātmāno vijahrus tatra pāṇḍavāḥ
übersät mit göttlichen Blüten, die Freude des Geistes mehrend - dies betrachtend, ergötzten sich die hochgesinnten Pāṇḍavas dort.

tatra devān pitṝṃś caiva tarpayantaḥ punaḥ punaḥ brāhmaṇaiḥ sahitā vīrā nyavasan puruṣarṣabhāḥ

Dort, immer wieder die Götter und die Ahnen mit Trankopfern erfreuend, verweilten die Helden, die Stiere unter den Männern, zusammen mit den Brahmanen.

Wort für Wort
tatra devān pitṝṃś caiva tarpayantaḥ punaḥ punaḥ brāhmaṇaiḥ sahitā vīrā nyavasan puruṣarṣabhāḥ
Dort, immer wieder die Götter und die Ahnen mit Trankopfern erfreuend, verweilten die Helden, die Stiere unter den Männern, zusammen mit den Brahmanen.

kṛṣṇāyās tatra paśyantaḥ krīḍitāny amaraprabhāḥ vicitrāṇi naravyāghrā remire tatra pāṇḍavāḥ

Dort, die mannigfaltigen Spiele der Kṛṣṇā betrachtend, von göttlichem Glanz, ergötzten sich die Tiger unter den Männern, die Pāṇḍavas, dort.

Wort für Wort
kṛṣṇāyās tatra paśyantaḥ krīḍitāny amaraprabhāḥ vicitrāṇi naravyāghrā remire tatra pāṇḍavāḥ
Dort, die mannigfaltigen Spiele der Kṛṣṇā betrachtend, von göttlichem Glanz, ergötzten sich die Tiger unter den Männern, die Pāṇḍavas, dort.

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