Kapitel 130: Sārasvatatīrthāni; Uśīnaropākhyānasyārambhaḥ
Die Furten an der Sarasvatī; Beginn der Erzählung von Uśīnara
Lomaśa setzt seine Beschreibung der heiligen Furten und Stätten um Kurukṣetra fort: den Verschwindungsort der Sarasvatī, die Furt, an der Lopāmudrā den Agastya zum Gatten wählte, Prabhāsa, den Ort von Vasiṣṭhas Selbstmordversuch aus Kummer um seine Söhne, das Gebiet von Kāśmīra und weitere Einsiedeleien. Schließlich leitet er zur Erzählung von König Uśīnara über, dessen Opfer so mächtig war, dass er selbst Indra übertraf - Indra und Agni, in Gestalt eines Habichts und einer Taube, kommen daraufhin, um ihn zu prüfen, und die verfolgte Taube sucht Zuflucht am Schenkel des Königs.
Lomaśa sprach: Hier gehen die Sterblichen, nachdem sie Buße geübt haben, zum Himmel ein, o Bhārata; Menschen, die zu sterben wünschen, kommen hierher zu Tausenden, o König.
Lomaśa sprach: Hier gehen die Sterblichen, nachdem sie Buße geübt haben, zum Himmel ein, o Bhārata; Menschen, die zu sterben wünschen, kommen hierher zu Tausenden, o König.
evam āśīḥ prayuktā hi dakṣeṇa yajatā purā iha ye vai mariṣyanti te vai svargajito narāḥ
Denn so wurde einst von Dakṣa, der hier opferte, ein Segen erteilt: Diejenigen, die hier sterben werden, sind wahrlich Menschen, die den Himmel gewonnen haben.
Wort für Wort
evam āśīḥ prayuktā hi dakṣeṇa yajatā purā iha ye vai mariṣyanti te vai svargajito narāḥ
Denn so wurde einst von Dakṣa, der hier opferte, ein Segen erteilt: Diejenigen, die hier sterben werden, sind wahrlich Menschen, die den Himmel gewonnen haben.
Dies ist die heilige, göttliche Sarasvatī, ein Fluss von gewaltiger Flut; dies wird Vinaśana genannt, der Verschwindungsort der Sarasvatī, o Herr der Untertanen.
Dies ist die heilige, göttliche Sarasvatī, ein Fluss von gewaltiger Flut; dies wird Vinaśana genannt, der Verschwindungsort der Sarasvatī, o Herr der Untertanen.
Eben hier stürzte sich, aus Kummer um seine Söhne, der erhabene Weise Vasiṣṭha, sich selbst gefesselt, hinein; von seinen Fesseln befreit, erhob er sich wieder.
Eben hier stürzte sich, aus Kummer um seine Söhne, der erhabene Weise Vasiṣṭha, sich selbst gefesselt, hinein; von seinen Fesseln befreit, erhob er sich wieder.
[Anm.: Wortspiel im Sanskrit: 'vipāśaḥ' bedeutet sowohl 'entfesselt' als auch bezieht sich auf den Flussnamen Vipāśā, von dem der Fluss seinen Namen erhalten haben soll.]
kāśmīramaṇḍalaṃ caitat sarvapuṇyam ariṃdama maharṣibhiś cādhyuṣitaṃ paśyedaṃ bhrātṛbhiḥ saha
Und dies ist das Gebiet von Kāśmīra, ganz und gar heilig, o Bezwinger der Feinde, von den großen Weisen bewohnt; betrachte dies zusammen mit deinen Brüdern.
Wort für Wort
kāśmīramaṇḍalaṃ caitat sarvapuṇyam ariṃdama maharṣibhiś cādhyuṣitaṃ paśyedaṃ bhrātṛbhiḥ saha
Und dies ist das Gebiet von Kāśmīra, ganz und gar heilig, o Bezwinger der Feinde, von den großen Weisen bewohnt; betrachte dies zusammen mit deinen Brüdern.
Und dies ist der See Kuśavān, wo die Lotusblume inmitten des Kuśagrases wächst; und dies ist die Einsiedelei der Rukmiṇī, wo die stets Unerzürnte zur Ruhe kam.
Und dies ist der See Kuśavān, wo die Lotusblume inmitten des Kuśagrases wächst; und dies ist die Einsiedelei der Rukmiṇī, wo die stets Unerzürnte zur Ruhe kam.