Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 54: Damayantyāḥ Svayaṃvaraḥ Damayantīs Svayaṃvara und Vermählung

Beim Svayaṃvara erblickt Damayantī fünf identisch aussehende Gestalten - Nala und die vier Götter in seiner Gestalt. Durch ein Gelübde bei den Göttern erlangt sie die Fähigkeit, die göttlichen Kennzeichen zu erkennen, und wählt den wahren Nala. Die Weltenhüter gewähren Nala acht Gaben und kehren in den Himmel zurück. Nala und Damayantī heiraten und leben in Glück und Wohlstand.

bṛhadaśva uvāca atha kāle śubhe prāpte tithau puṇye kṣaṇe tathā ājuhāva mahīpālān bhīmo rājā svayaṃvare

Bṛhadaśva sprach: Als dann die günstige Zeit gekommen war, an einem heiligen Tag, zu einem heiligen Augenblick, rief König Bhīma die Herrscher der Erde zum Svayaṃvara.

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca atha kāle śubhe prāpte tithau puṇye kṣaṇe tathā ājuhāva mahīpālān bhīmo rājā svayaṃvare
Bṛhadaśva sprach: Als dann die günstige Zeit gekommen war, an einem heiligen Tag, zu einem heiligen Augenblick, rief König Bhīma die Herrscher der Erde zum Svayaṃvara.

tac chrutvā pṛthivīpālāḥ sarve hṛcchayapīḍitāḥ tvaritāḥ samupājagmur damayantīm abhīpsavaḥ

Als sie dies hörten, kamen alle Herrscher der Erde, von Liebesverlangen gequält, eilig herbei, Damayantī begehrend.

Wort für Wort
tac chrutvā pṛthivīpālāḥ sarve hṛcchayapīḍitāḥ tvaritāḥ samupājagmur damayantīm abhīpsavaḥ
Als sie dies hörten, kamen alle Herrscher der Erde, von Liebesverlangen gequält, eilig herbei, Damayantī begehrend.

kanakastambharuciraṃ toraṇena virājitam viviśus te mahāraṅgaṃ nṛpāḥ siṃhā ivācalam

Sie betraten die große Versammlungshalle, die durch goldene Säulen erstrahlte und mit einem Torbogen geschmückt war, wie Löwen einen Berg.

Wort für Wort
kanakastambharuciraṃ toraṇena virājitam viviśus te mahāraṅgaṃ nṛpāḥ siṃhā ivācalam
Sie betraten die große Versammlungshalle, die durch goldene Säulen erstrahlte und mit einem Torbogen geschmückt war, wie Löwen einen Berg.

tatrāsaneṣu vividheṣv āsīnāḥ pṛthivīkṣitaḥ surabhisragdharāḥ sarve sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ

Dort saßen die Herrscher der Erde auf mannigfaltigen Sitzen, alle duftende Kränze tragend, mit blank polierten Juwelenohrringen.

Wort für Wort
tatrāsaneṣu vividheṣv āsīnāḥ pṛthivīkṣitaḥ surabhisragdharāḥ sarve sumṛṣṭamaṇikuṇḍalāḥ
Dort saßen die Herrscher der Erde auf mannigfaltigen Sitzen, alle duftende Kränze tragend, mit blank polierten Juwelenohrringen.

tāṃ rājasamitiṃ pūrṇāṃ nāgair bhogavatīm iva saṃpūrṇāṃ puruṣavyāghrair vyāghrair giriguhām iva

Diese Versammlung der Könige, voll wie Bhogavatī mit Nāgas, voll von Männer-Tigern wie eine Bergeshöhle mit Tigern.

Wort für Wort
tāṃ rājasamitiṃ pūrṇāṃ nāgair bhogavatīm iva saṃpūrṇāṃ puruṣavyāghrair vyāghrair giriguhām iva
Diese Versammlung der Könige, voll wie Bhogavatī mit Nāgas, voll von Männer-Tigern wie eine Bergeshöhle mit Tigern.

tatra sma pīnā dṛśyante bāhavaḥ parighopamāḥ ākāravantaḥ suślakṣṇāḥ pañcaśīrṣā ivoragāḥ

Dort sah man kräftige Arme, Torriegeln gleich, wohlgeformt, glatt, wie fünfköpfige Schlangen.

Wort für Wort
tatra sma pīnā dṛśyante bāhavaḥ parighopamāḥ ākāravantaḥ suślakṣṇāḥ pañcaśīrṣā ivoragāḥ
Dort sah man kräftige Arme, Torriegeln gleich, wohlgeformt, glatt, wie fünfköpfige Schlangen.

sukeśāntāni cārūṇi sunāsāni śubhāni ca mukhāni rājñāṃ śobhante nakṣatrāṇi yathā divi

Mit schönem Haaransatz, lieblich, mit schöner Nase, glückverheißend erstrahlten die Gesichter der Könige, wie die Sternbilder am Himmel.

Wort für Wort
sukeśāntāni cārūṇi sunāsāni śubhāni ca mukhāni rājñāṃ śobhante nakṣatrāṇi yathā divi
Mit schönem Haaransatz, lieblich, mit schöner Nase, glückverheißend erstrahlten die Gesichter der Könige, wie die Sternbilder am Himmel.

damayantī tato raṅgaṃ praviveśa śubhānanā muṣṇantī prabhayā rājñāṃ cakṣūṃṣi ca manāṃsi ca

Da betrat Damayantī, die Schönangesichtige, die Versammlungshalle, mit ihrem Glanz die Augen und die Herzen der Könige raubend.

Wort für Wort
damayantī tato raṅgaṃ praviveśa śubhānanā muṣṇantī prabhayā rājñāṃ cakṣūṃṣi ca manāṃsi ca
Da betrat Damayantī, die Schönangesichtige, die Versammlungshalle, mit ihrem Glanz die Augen und die Herzen der Könige raubend.

tasyā gātreṣu patitā teṣāṃ dṛṣṭir mahātmanām tatra tatraiva saktābhūn na cacāla ca paśyatām

Auf ihre Glieder gefallen, blieb der Blick jener Hochherzigen genau dort haften und wich nicht mehr, während sie schauten.

Wort für Wort
tasyā gātreṣu patitā teṣāṃ dṛṣṭir mahātmanām tatra tatraiva saktābhūn na cacāla ca paśyatām
Auf ihre Glieder gefallen, blieb der Blick jener Hochherzigen genau dort haften und wich nicht mehr, während sie schauten.

tataḥ saṃkīrtyamāneṣu rājñāṃ nāmasu bhārata dadarśa bhaimī puruṣān pañca tulyākṛtīn iva

Als dann die Namen der Könige verkündet wurden, o Bhārata, erblickte die Tochter Bhīmas fünf Männer von gleicher Gestalt.

Wort für Wort
tataḥ saṃkīrtyamāneṣu rājñāṃ nāmasu bhārata dadarśa bhaimī puruṣān pañca tulyākṛtīn iva
Als dann die Namen der Könige verkündet wurden, o Bhārata, erblickte die Tochter Bhīmas fünf Männer von gleicher Gestalt.

tān samīkṣya tataḥ sarvān nirviśeṣākṛtīn sthitān saṃdehād atha vaidarbhī nābhyajānān nalaṃ nṛpam yaṃ yaṃ hi dadṛśe teṣāṃ taṃ taṃ mene nalaṃ nṛpam

Als sie diese alle betrachtete, ununterscheidbar in Gestalt dastehend, konnte die Vaidarbhī aus Zweifel König Nala nicht erkennen; wen auch immer sie von ihnen erblickte, den hielt sie für König Nala.

Wort für Wort
tān samīkṣya tataḥ sarvān nirviśeṣākṛtīn sthitān saṃdehād atha vaidarbhī nābhyajānān nalaṃ nṛpam yaṃ yaṃ hi dadṛśe teṣāṃ taṃ taṃ mene nalaṃ nṛpam
Als sie diese alle betrachtete, ununterscheidbar in Gestalt dastehend, konnte die Vaidarbhī aus Zweifel König Nala nicht erkennen; wen auch immer sie von ihnen erblickte, den hielt sie für König Nala.

sā cintayantī buddhyātha tarkayām āsa bhāminī kathaṃ nu devāñ jānīyāṃ kathaṃ vidyāṃ nalaṃ nṛpam

Nachdenkend mit ihrem Verstand, überlegte die Schöne: „Wie könnte ich die Götter erkennen, wie könnte ich König Nala erkennen?“

Wort für Wort
sā cintayantī buddhyātha tarkayām āsa bhāminī kathaṃ nu devāñ jānīyāṃ kathaṃ vidyāṃ nalaṃ nṛpam
Nachdenkend mit ihrem Verstand, überlegte die Schöne: „Wie könnte ich die Götter erkennen, wie könnte ich König Nala erkennen?“

evaṃ saṃcintayantī sā vaidarbhī bhṛśaduḥkhitā śrutāni devaliṅgāni cintayām āsa bhārata

So nachdenkend, tief betrübt, erinnerte sich die Vaidarbhī an die Kennzeichen der Götter, von denen sie gehört hatte, o Bhārata.

Wort für Wort
evaṃ saṃcintayantī sā vaidarbhī bhṛśaduḥkhitā śrutāni devaliṅgāni cintayām āsa bhārata
So nachdenkend, tief betrübt, erinnerte sich die Vaidarbhī an die Kennzeichen der Götter, von denen sie gehört hatte, o Bhārata.

devānāṃ yāni liṅgāni sthavirebhyaḥ śrutāni me tānīha tiṣṭhatāṃ bhūmāv ekasyāpi na lakṣaye

„Die Kennzeichen der Götter, von denen ich von den Alten gehört habe - keines davon erkenne ich hier bei denen, die auf dem Boden stehen.“

Wort für Wort
devānāṃ yāni liṅgāni sthavirebhyaḥ śrutāni me tānīha tiṣṭhatāṃ bhūmāv ekasyāpi na lakṣaye
„Die Kennzeichen der Götter, von denen ich von den Alten gehört habe - keines davon erkenne ich hier bei denen, die auf dem Boden stehen.“

sā viniścitya bahudhā vicārya ca punaḥ punaḥ śaraṇaṃ prati devānāṃ prāptakālam amanyata

Nachdem sie auf vielerlei Weise überlegt und immer wieder nachgedacht hatte, hielt sie es für die rechte Zeit, bei den Göttern Zuflucht zu suchen.

Wort für Wort
sā viniścitya bahudhā vicārya ca punaḥ punaḥ śaraṇaṃ prati devānāṃ prāptakālam amanyata
Nachdem sie auf vielerlei Weise überlegt und immer wieder nachgedacht hatte, hielt sie es für die rechte Zeit, bei den Göttern Zuflucht zu suchen.

vācā ca manasā caiva namaskāraṃ prayujya sā devebhyaḥ prāñjalir bhūtvā vepamānedam abravīt

Mit Wort und Gedanken den Göttern Verehrung erweisend, sprach sie, mit gefalteten Händen, zitternd, Folgendes:

Wort für Wort
vācā ca manasā caiva namaskāraṃ prayujya sā devebhyaḥ prāñjalir bhūtvā vepamānedam abravīt
Mit Wort und Gedanken den Göttern Verehrung erweisend, sprach sie, mit gefalteten Händen, zitternd, Folgendes:

haṃsānāṃ vacanaṃ śrutvā yathā me naiṣadho vṛtaḥ patitve tena satyena devās taṃ pradiśantu me

„So wie ich, nachdem ich das Wort der Schwäne gehört hatte, den Naiṣadha zum Gatten erwählt habe - bei dieser Wahrheit mögen die Götter ihn mir zeigen.

Wort für Wort
haṃsānāṃ vacanaṃ śrutvā yathā me naiṣadho vṛtaḥ patitve tena satyena devās taṃ pradiśantu me
„So wie ich, nachdem ich das Wort der Schwäne gehört hatte, den Naiṣadha zum Gatten erwählt habe - bei dieser Wahrheit mögen die Götter ihn mir zeigen.

vācā ca manasā caiva yathā nābhicarāmy aham tena satyena vibudhās tam eva pradiśantu me

So wie ich weder mit Wort noch mit Gedanken untreu handle - bei dieser Wahrheit mögen die Weisen eben ihn mir zeigen.

Wort für Wort
vācā ca manasā caiva yathā nābhicarāmy aham tena satyena vibudhās tam eva pradiśantu me
So wie ich weder mit Wort noch mit Gedanken untreu handle - bei dieser Wahrheit mögen die Weisen eben ihn mir zeigen.

yathā devaiḥ sa me bhartā vihito niṣadhādhipaḥ tena satyena me devās tam eva pradiśantu me

So wie der Herrscher von Niṣadha von den Göttern selbst als mein Gatte bestimmt wurde - bei dieser Wahrheit mögen die Götter eben ihn mir zeigen.

Wort für Wort
yathā devaiḥ sa me bhartā vihito niṣadhādhipaḥ tena satyena me devās tam eva pradiśantu me
So wie der Herrscher von Niṣadha von den Göttern selbst als mein Gatte bestimmt wurde - bei dieser Wahrheit mögen die Götter eben ihn mir zeigen.

svaṃ caiva rūpaṃ puṣyantu lokapālāḥ saheśvarāḥ yathāham abhijānīyāṃ puṇyaślokaṃ narādhipam

Und mögen die Weltenhüter samt ihrem Herrn ihre eigene Gestalt annehmen, damit ich den ruhmreichen Herrscher der Menschen erkennen kann.“

Wort für Wort
svaṃ caiva rūpaṃ puṣyantu lokapālāḥ saheśvarāḥ yathāham abhijānīyāṃ puṇyaślokaṃ narādhipam
Und mögen die Weltenhüter samt ihrem Herrn ihre eigene Gestalt annehmen, damit ich den ruhmreichen Herrscher der Menschen erkennen kann.“

niśamya damayantyās tat karuṇaṃ paridevitam niścayaṃ paramaṃ tathyam anurāgaṃ ca naiṣadhe

Als sie diese mitleiderregende Klage Damayantīs vernommen hatten, ihren höchsten, wahrhaftigen Entschluss und ihre Liebe zum Naiṣadha,

Wort für Wort
niśamya damayantyās tat karuṇaṃ paridevitam niścayaṃ paramaṃ tathyam anurāgaṃ ca naiṣadhe
Als sie diese mitleiderregende Klage Damayantīs vernommen hatten, ihren höchsten, wahrhaftigen Entschluss und ihre Liebe zum Naiṣadha,

manoviśuddhiṃ buddhiṃ ca bhaktiṃ rāgaṃ ca bhārata yathoktaṃ cakrire devāḥ sāmarthyaṃ liṅgadhāraṇe

die Reinheit ihres Geistes, ihren Verstand, ihre Hingabe und Liebe, o Bhārata - da verliehen die Götter ihr, wie besprochen, die Fähigkeit, ihre göttlichen Kennzeichen zu erkennen.

Wort für Wort
manoviśuddhiṃ buddhiṃ ca bhaktiṃ rāgaṃ ca bhārata yathoktaṃ cakrire devāḥ sāmarthyaṃ liṅgadhāraṇe
die Reinheit ihres Geistes, ihren Verstand, ihre Hingabe und Liebe, o Bhārata - da verliehen die Götter ihr, wie besprochen, die Fähigkeit, ihre göttlichen Kennzeichen zu erkennen.

sāpaśyad vibudhān sarvān asvedān stabdhalocanān hṛṣitasragrajohīnān sthitān aspṛśataḥ kṣitim

Sie sah nun alle Götter, schweißlos, mit unbeweglichen Augen, mit frischen, staubfreien Kränzen, dastehend, ohne die Erde zu berühren.

Wort für Wort
sāpaśyad vibudhān sarvān asvedān stabdhalocanān hṛṣitasragrajohīnān sthitān aspṛśataḥ kṣitim
Sie sah nun alle Götter, schweißlos, mit unbeweglichen Augen, mit frischen, staubfreien Kränzen, dastehend, ohne die Erde zu berühren.

chāyādvitīyo mlānasrag rajaḥsvedasamanvitaḥ bhūmiṣṭho naiṣadhaś caiva nimeṣeṇa ca sūcitaḥ

Und den Naiṣadha, kenntlich an seinem [einfachen] Schatten, mit welkem Kranz, mit Staub und Schweiß bedeckt, auf dem Boden stehend, und durch das Blinzeln seiner Augen erkennbar.

Wort für Wort
chāyādvitīyo mlānasrag rajaḥsvedasamanvitaḥ bhūmiṣṭho naiṣadhaś caiva nimeṣeṇa ca sūcitaḥ
Und den Naiṣadha, kenntlich an seinem [einfachen] Schatten, mit welkem Kranz, mit Staub und Schweiß bedeckt, auf dem Boden stehend, und durch das Blinzeln seiner Augen erkennbar.

sā samīkṣya tato devān puṇyaślokaṃ ca bhārata naiṣadhaṃ varayām āsa bhaimī dharmeṇa bhārata

Nachdem sie so die Götter und den ruhmreichen Naiṣadha betrachtet hatte, o Bhārata, wählte die Tochter Bhīmas den Naiṣadha vorschriftsmäßig, o Bhārata.

Wort für Wort
sā samīkṣya tato devān puṇyaślokaṃ ca bhārata naiṣadhaṃ varayām āsa bhaimī dharmeṇa bhārata
Nachdem sie so die Götter und den ruhmreichen Naiṣadha betrachtet hatte, o Bhārata, wählte die Tochter Bhīmas den Naiṣadha vorschriftsmäßig, o Bhārata.

vilajjamānā vastrānte jagrāhāyatalocanā skandhadeśe 'sṛjac cāsya srajaṃ paramaśobhanām varayām āsa caivainaṃ patitve varavarṇinī

Schamhaft ergriff sie, die Weitäugige, den Saum seines Gewandes und legte ihm einen wunderschönen Kranz um den Nacken; so wählte sie ihn, die Schönfarbige, zum Gatten.

Wort für Wort
vilajjamānā vastrānte jagrāhāyatalocanā skandhadeśe 'sṛjac cāsya srajaṃ paramaśobhanām varayām āsa caivainaṃ patitve varavarṇinī
Schamhaft ergriff sie, die Weitäugige, den Saum seines Gewandes und legte ihm einen wunderschönen Kranz um den Nacken; so wählte sie ihn, die Schönfarbige, zum Gatten.

tato hā heti sahasā śabdo mukto narādhipaiḥ devair maharṣibhiś caiva sādhu sādhv iti bhārata vismitair īritaḥ śabdaḥ praśaṃsadbhir nalaṃ nṛpam

Da erhob sich plötzlich ein Ausruf des Erstaunens von den Herrschern der Menschen, und von den Göttern und großen Weisen ein „Vortrefflich, vortrefflich!“, o Bhārata - ein Ausruf, ausgestoßen von den Erstaunten, die König Nala priesen.

Wort für Wort
tato hā heti sahasā śabdo mukto narādhipaiḥ devair maharṣibhiś caiva sādhu sādhv iti bhārata vismitair īritaḥ śabdaḥ praśaṃsadbhir nalaṃ nṛpam
Da erhob sich plötzlich ein Ausruf des Erstaunens von den Herrschern der Menschen, und von den Göttern und großen Weisen ein „Vortrefflich, vortrefflich!“, o Bhārata - ein Ausruf, ausgestoßen von den Erstaunten, die König Nala priesen.

vṛte tu naiṣadhe bhaimyā lokapālā mahaujasaḥ prahṛṣṭamanasaḥ sarve nalāyāṣṭau varān daduḥ

Als die Tochter Bhīmas den Naiṣadha erwählt hatte, gewährten die Weltenhüter von großer Macht, alle hocherfreuten Sinnes, Nala acht Gaben.

Wort für Wort
vṛte tu naiṣadhe bhaimyā lokapālā mahaujasaḥ prahṛṣṭamanasaḥ sarve nalāyāṣṭau varān daduḥ
Als die Tochter Bhīmas den Naiṣadha erwählt hatte, gewährten die Weltenhüter von großer Macht, alle hocherfreuten Sinnes, Nala acht Gaben.

pratyakṣadarśanaṃ yajñe gatiṃ cānuttamāṃ śubhām naiṣadhāya dadau śakraḥ prīyamāṇaḥ śacīpatiḥ

Sichtbare Gegenwart beim Opfer und einen unübertrefflichen, glückverheißenden Gang gewährte Śakra, der Gemahl Śacīs, dem Naiṣadha, wohlgefällig gestimmt.

Wort für Wort
pratyakṣadarśanaṃ yajñe gatiṃ cānuttamāṃ śubhām naiṣadhāya dadau śakraḥ prīyamāṇaḥ śacīpatiḥ
Sichtbare Gegenwart beim Opfer und einen unübertrefflichen, glückverheißenden Gang gewährte Śakra, der Gemahl Śacīs, dem Naiṣadha, wohlgefällig gestimmt.

agnir ātmabhavaṃ prādād yatra vāñchati naiṣadhaḥ lokān ātmaprabhāṃś caiva dadau tasmai hutāśanaḥ

Agni gewährte, dass er selbst erscheine, wo immer der Naiṣadha es wünscht [?], und der Feueresser gewährte ihm auch Welten von eigenem Glanz.

Wort für Wort
agnir ātmabhavaṃ prādād yatra vāñchati naiṣadhaḥ lokān ātmaprabhāṃś caiva dadau tasmai hutāśanaḥ
Agni gewährte, dass er selbst erscheine, wo immer der Naiṣadha es wünscht [?], und der Feueresser gewährte ihm auch Welten von eigenem Glanz.

[Anm.: Die genaue Bedeutung der Gabe Agnis ('ātmabhavam' - 'sein eigenes Entstehen/Erscheinen') ist etwas unsicher; gemeint ist wohl, dass Feuer für Nala jederzeit nach Wunsch entsteht.]

yamas tv annarasaṃ prādād dharme ca paramāṃ sthitim apāṃpatir apāṃ bhāvaṃ yatra vāñchati naiṣadhaḥ

Yama aber gewährte Geschmack in der Speise und höchste Standhaftigkeit im Dharma; der Herr der Wasser gewährte das Erscheinen von Wasser, wo immer der Naiṣadha es wünscht.

Wort für Wort
yamas tv annarasaṃ prādād dharme ca paramāṃ sthitim apāṃpatir apāṃ bhāvaṃ yatra vāñchati naiṣadhaḥ
Yama aber gewährte Geschmack in der Speise und höchste Standhaftigkeit im Dharma; der Herr der Wasser gewährte das Erscheinen von Wasser, wo immer der Naiṣadha es wünscht.

srajaṃ cottamagandhāḍhyāṃ sarve ca mithunaṃ daduḥ varān evaṃ pradāyāsya devās te tridivaṃ gatāḥ

Und einen mit vortrefflichstem Duft reichen Kranz sowie ein Zwillingspaar an Kindern gewährten sie alle gemeinsam; nachdem sie ihm so diese Gaben gewährt hatten, kehrten die Götter in den Himmel zurück.

Wort für Wort
srajaṃ cottamagandhāḍhyāṃ sarve ca mithunaṃ daduḥ varān evaṃ pradāyāsya devās te tridivaṃ gatāḥ
Und einen mit vortrefflichstem Duft reichen Kranz sowie ein Zwillingspaar an Kindern gewährten sie alle gemeinsam; nachdem sie ihm so diese Gaben gewährt hatten, kehrten die Götter in den Himmel zurück.

pārthivāś cānubhūyāsyā vivāhaṃ vismayānvitāḥ damayantyāḥ pramuditāḥ pratijagmur yathāgatam

Und die Könige der Erde, nachdem sie voller Staunen die Hochzeit Damayantīs miterlebt hatten, kehrten hocherfreut zurück, wie sie gekommen waren.

Wort für Wort
pārthivāś cānubhūyāsyā vivāhaṃ vismayānvitāḥ damayantyāḥ pramuditāḥ pratijagmur yathāgatam
Und die Könige der Erde, nachdem sie voller Staunen die Hochzeit Damayantīs miterlebt hatten, kehrten hocherfreut zurück, wie sie gekommen waren.

avāpya nārīratnaṃ tat puṇyaśloko 'pi pārthivaḥ reme saha tayā rājā śacyeva balavṛtrahā

Nachdem er dieses Juwel unter den Frauen erlangt hatte, freute sich der ruhmreiche König mit ihr, wie der Bezwinger Balas und Vṛtras mit Śacī.

Wort für Wort
avāpya nārīratnaṃ tat puṇyaśloko 'pi pārthivaḥ reme saha tayā rājā śacyeva balavṛtrahā
Nachdem er dieses Juwel unter den Frauen erlangt hatte, freute sich der ruhmreiche König mit ihr, wie der Bezwinger Balas und Vṛtras mit Śacī.

atīva mudito rājā bhrājamāno 'ṃśumān iva arañjayat prajā vīro dharmeṇa paripālayan

Überaus erfreut, strahlend wie die Sonne, erfreute der heldenhafte König sein Volk, indem er es dem Dharma gemäß beschützte.

Wort für Wort
atīva mudito rājā bhrājamāno 'ṃśumān iva arañjayat prajā vīro dharmeṇa paripālayan
Überaus erfreut, strahlend wie die Sonne, erfreute der heldenhafte König sein Volk, indem er es dem Dharma gemäß beschützte.

īje cāpy aśvamedhena yayātir iva nāhuṣaḥ anyaiś ca kratubhir dhīmān bahubhiś cāptadakṣiṇaiḥ

Und er opferte mit dem Aśvamedha, wie Yayāti, der Sohn Nahuṣas, und mit vielen anderen Opfern, reich an Priestergaben, der Kluge.

Wort für Wort
īje cāpy aśvamedhena yayātir iva nāhuṣaḥ anyaiś ca kratubhir dhīmān bahubhiś cāptadakṣiṇaiḥ
Und er opferte mit dem Aśvamedha, wie Yayāti, der Sohn Nahuṣas, und mit vielen anderen Opfern, reich an Priestergaben, der Kluge.

punaś ca ramaṇīyeṣu vaneṣūpavaneṣu ca damayantyā saha nalo vijahārāmaropamaḥ

Und wieder erging sich Nala, dem Unsterblichen gleich, zusammen mit Damayantī in lieblichen Wäldern und Gehölzen.

Wort für Wort
punaś ca ramaṇīyeṣu vaneṣūpavaneṣu ca damayantyā saha nalo vijahārāmaropamaḥ
Und wieder erging sich Nala, dem Unsterblichen gleich, zusammen mit Damayantī in lieblichen Wäldern und Gehölzen.

evaṃ sa yajamānaś ca viharaṃś ca narādhipaḥ rarakṣa vasusaṃpūrṇāṃ vasudhāṃ vasudhādhipaḥ

So beschützte der Herrscher der Menschen, opfernd und sich vergnügend, die an Schätzen reiche Erde, er, der Herr der Erde.

Wort für Wort
evaṃ sa yajamānaś ca viharaṃś ca narādhipaḥ rarakṣa vasusaṃpūrṇāṃ vasudhāṃ vasudhādhipaḥ
So beschützte der Herrscher der Menschen, opfernd und sich vergnügend, die an Schätzen reiche Erde, er, der Herr der Erde.

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