Kapitel 203: Vyādhagītā (ṣaṣṭho bhāgaḥ)
Die Lehre des Jägers (Vyādha-Gītā), sechster und letzter Teil: Die drei Guṇas, die inneren Lebensatem-Ströme und die Erlösung
Der Jäger erklärt die Merkmale der drei Guṇas (Tamas, Rajas, Sattva) am Menschen und wie reine Aufrichtigkeit selbst niederer Geburt zum Brahmanentum verhilft. Auf die Frage nach dem körperlichen Feuer legt er eine detaillierte innere Physiologie dar: die fünf Lebensatem-Ströme (Prāṇa, Apāna, Samāna, Udāna, Vyāna), das im Körper wohnende Feuer der Verdauung, den Puruṣa als Selbst aller Wesen, und den Kṣetrajña (Feldkenner) als die im Leib wie ein Wassertropfen auf dem Lotosblatt weilende Gottheit, verschieden von der bloßen Einzelseele (jīva). Die Lehre gipfelt in der abschließenden Ethik der Vyādha-Gītā: Bezähmung von Zorn und Habgier, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Besitzlosigkeit und Unanhaftung als der Weg zur endgültigen Vereinigung mit dem Brahman – damit endet die große Lehrrede des Jägers von Mithilā.
mārkaṇḍeya uvāca evaṃ tu sūkṣme kathite dharmavyādhena bhārata brāhmaṇaḥ sa punaḥ sūkṣmaṃ papraccha susamāhitaḥ
Mārkaṇḍeya sprach: „Nachdem so Feines vom Dharma-Jäger dargelegt worden war, o Bhārata, fragte jener Brahmane, wohlgesammelten Geistes, abermals nach etwas Feinem:
Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca evaṃ tu sūkṣme kathite dharmavyādhena bhārata brāhmaṇaḥ sa punaḥ sūkṣmaṃ papraccha susamāhitaḥ
Mārkaṇḍeya sprach: „Nachdem so Feines vom Dharma-Jäger dargelegt worden war, o Bhārata, fragte jener Brahmane, wohlgesammelten Geistes, abermals nach etwas Feinem:
brāhmaṇa uvāca sattvasya rajasaś caiva tamasaś ca yathātatham guṇāṃs tattvena me brūhi yathāvad iha pṛcchataḥ
Der Brahmane sprach: ‚Verkünde mir wahrheitsgemäß, wie es sich der Reihe nach verhält, die Eigenschaften von Sattva, Rajas und Tamas, so wie es sich gebührt, da ich hier frage.‘
Wort für Wort
brāhmaṇa uvāca sattvasya rajasaś caiva tamasaś ca yathātatham guṇāṃs tattvena me brūhi yathāvad iha pṛcchataḥ
Der Brahmane sprach: ‚Verkünde mir wahrheitsgemäß, wie es sich der Reihe nach verhält, die Eigenschaften von Sattva, Rajas und Tamas, so wie es sich gebührt, da ich hier frage.‘
mohātmakaṃ tamas teṣāṃ raja eṣāṃ pravartakam prakāśabahulatvāc ca sattvaṃ jyāya ihocyate
Von diesen ist Tamas von Wesen der Verblendung, Rajas ist ihr Antrieb; und wegen seines reichen Anteils an Klarheit gilt Sattva hier als das Höherwertige.
Wort für Wort
mohātmakaṃ tamas teṣāṃ raja eṣāṃ pravartakam prakāśabahulatvāc ca sattvaṃ jyāya ihocyate
Von diesen ist Tamas von Wesen der Verblendung, Rajas ist ihr Antrieb; und wegen seines reichen Anteils an Klarheit gilt Sattva hier als das Höherwertige.
Reich an Unwissenheit, verblendet, schlafsüchtig, unbewusst, von trübem Blick, von Tamas überwältigt, zornig und träge – so ist der Tamas-geprägte Mensch.
Reich an Unwissenheit, verblendet, schlafsüchtig, unbewusst, von trübem Blick, von Tamas überwältigt, zornig und träge – so ist der Tamas-geprägte Mensch.
pravṛttavākyo mantrī ca yo 'nurāgy abhyasūyakaḥ vivitsamāno viprarṣe stabdho mānī sa rājasaḥ
Wortreich, ein Ränkeschmied, anhänglich an Dinge, missgünstig, stets nach neuer Erkenntnis strebend, o weiser Seher, starrsinnig und stolz – so ist der Rajas-geprägte Mensch.
Wort für Wort
pravṛttavākyo mantrī ca yo 'nurāgy abhyasūyakaḥ vivitsamāno viprarṣe stabdho mānī sa rājasaḥ
Wortreich, ein Ränkeschmied, anhänglich an Dinge, missgünstig, stets nach neuer Erkenntnis strebend, o weiser Seher, starrsinnig und stolz – so ist der Rajas-geprägte Mensch.
Reich an Klarheit, standhaft, ohne unruhiges Streben nach immer neuer Erkenntnis, frei von Missgunst, frei von Zorn, weise und selbstbeherrscht – so ist der Sattva-geprägte Mensch.
Reich an Klarheit, standhaft, ohne unruhiges Streben nach immer neuer Erkenntnis, frei von Missgunst, frei von Zorn, weise und selbstbeherrscht – so ist der Sattva-geprägte Mensch.
Der Sattva-geprägte Mensch aber, sobald er erwacht ist, leidet am Treiben der Welt; wenn er das zu Erkennende erkennt, verabscheut er das Treiben der Welt.
Der Sattva-geprägte Mensch aber, sobald er erwacht ist, leidet am Treiben der Welt; wenn er das zu Erkennende erkennt, verabscheut er das Treiben der Welt.
tato 'sya sarvadvaṃdvāni praśāmyanti parasparam na cāsya saṃyamo nāma kva cid bhavati kaś cana
Danach kommen alle Gegensatzpaare bei ihm wechselseitig zur Ruhe, und es gibt für ihn nirgends mehr irgendeine erzwungene Selbstbezähmung, da sie ihm zur zweiten Natur geworden ist.
Wort für Wort
tato 'sya sarvadvaṃdvāni praśāmyanti parasparam na cāsya saṃyamo nāma kva cid bhavati kaś cana
Danach kommen alle Gegensatzpaare bei ihm wechselseitig zur Ruhe, und es gibt für ihn nirgends mehr irgendeine erzwungene Selbstbezähmung, da sie ihm zur zweiten Natur geworden ist.
śūdrayonau hi jātasya sadguṇān upatiṣṭhataḥ vaiśyatvaṃ bhavati brahman kṣatriyatvaṃ tathaiva ca
Denn wer in einem Śūdra-Mutterschoß geboren wurde und sich guten Eigenschaften zuwendet, dem wird, o Brahmane, der Vaiśya-Stand zuteil, und ebenso der Kṣatriya-Stand.
Wort für Wort
śūdrayonau hi jātasya sadguṇān upatiṣṭhataḥ vaiśyatvaṃ bhavati brahman kṣatriyatvaṃ tathaiva ca
Denn wer in einem Śūdra-Mutterschoß geboren wurde und sich guten Eigenschaften zuwendet, dem wird, o Brahmane, der Vaiśya-Stand zuteil, und ebenso der Kṣatriya-Stand.
Der Brahmane sprach: ‚Wie verhält sich das körperliche Feuer, wenn es auf den erdhaften Grundstoff trifft? Wie wirkt der Wind durch die besonderen Hohlräume des Körpers?‘
Der Brahmane sprach: ‚Wie verhält sich das körperliche Feuer, wenn es auf den erdhaften Grundstoff trifft? Wie wirkt der Wind durch die besonderen Hohlräume des Körpers?‘
vyādha uvāca mūrdhānam āśrito vahniḥ śarīraṃ paripālayan prāṇo mūrdhani cāgnau ca vartamāno viceṣṭate bhūtaṃ bhavyaṃ bhaviṣyac ca sarvaṃ prāṇe pratiṣṭhitam
Der Jäger sprach: ‚Im Haupt weilend, schützt das Feuer den Körper; der Lebensatem (prāṇa), im Haupt und im Feuer wirkend, regt sich; Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges, alles ist im Prāṇa gegründet.
Wort für Wort
vyādha uvāca mūrdhānam āśrito vahniḥ śarīraṃ paripālayan prāṇo mūrdhani cāgnau ca vartamāno viceṣṭate bhūtaṃ bhavyaṃ bhaviṣyac ca sarvaṃ prāṇe pratiṣṭhitam
Der Jäger sprach: ‚Im Haupt weilend, schützt das Feuer den Körper; der Lebensatem (prāṇa), im Haupt und im Feuer wirkend, regt sich; Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges, alles ist im Prāṇa gegründet.
śreṣṭhaṃ tad eva bhūtānāṃ brahmajyotir upāsmahe sa jantuḥ sarvabhūtātmā puruṣaḥ sa sanātanaḥ mano buddhir ahaṃkāro bhūtānāṃ viṣayaś ca saḥ
Dies eben ist das Höchste der Wesen; wir verehren es als das Brahman-Licht; dieses Wesen ist das Selbst aller Wesen, der ewige Puruṣa; er ist Denksinn, Verstand, Ich-Bewusstsein und der Gegenstand der Wesen.
Wort für Wort
śreṣṭhaṃ tad eva bhūtānāṃ brahmajyotir upāsmahe sa jantuḥ sarvabhūtātmā puruṣaḥ sa sanātanaḥ mano buddhir ahaṃkāro bhūtānāṃ viṣayaś ca saḥ
Dies eben ist das Höchste der Wesen; wir verehren es als das Brahman-Licht; dieses Wesen ist das Selbst aller Wesen, der ewige Puruṣa; er ist Denksinn, Verstand, Ich-Bewusstsein und der Gegenstand der Wesen.
evaṃ tv iha sa sarvatra prāṇena paripālyate pṛṣṭhatas tu samānena svāṃ svāṃ gatim upāśritaḥ
So wird er hier überall durch den Prāṇa (den Einatem) geschützt; von hinten aber durch den Samāna, indem jeder Atem seinem eigenen Wirkungsbereich folgt.
Wort für Wort
evaṃ tv iha sa sarvatra prāṇena paripālyate pṛṣṭhatas tu samānena svāṃ svāṃ gatim upāśritaḥ
So wird er hier überall durch den Prāṇa (den Einatem) geschützt; von hinten aber durch den Samāna, indem jeder Atem seinem eigenen Wirkungsbereich folgt.
dhātuṣv agnis tu vitataḥ sa tu vāyusamīritaḥ rasān dhātūṃś ca doṣāṃś ca vartayan paridhāvati
Das Feuer aber, ausgebreitet in den Körpersäften, vom Wind angetrieben, durchläuft den Körper, indem es die Säfte, die Grundstoffe und die drei Fehlerhaftigkeiten wirken lässt.
Wort für Wort
dhātuṣv agnis tu vitataḥ sa tu vāyusamīritaḥ rasān dhātūṃś ca doṣāṃś ca vartayan paridhāvati
Das Feuer aber, ausgebreitet in den Körpersäften, vom Wind angetrieben, durchläuft den Körper, indem es die Säfte, die Grundstoffe und die drei Fehlerhaftigkeiten wirken lässt.
prāṇānāṃ saṃnipātāt tu saṃnipātaḥ prajāyate ūṣmā cāgnir iti jñeyo yo 'nnaṃ pacati dehinām
Aus dem Zusammentreffen der Atem-Ströme entsteht ein weiteres Zusammentreffen; und die Hitze, die die Speise der Verkörperten verdaut, ist als Feuer zu erkennen.
Wort für Wort
prāṇānāṃ saṃnipātāt tu saṃnipātaḥ prajāyate ūṣmā cāgnir iti jñeyo yo 'nnaṃ pacati dehinām
Aus dem Zusammentreffen der Atem-Ströme entsteht ein weiteres Zusammentreffen; und die Hitze, die die Speise der Verkörperten verdaut, ist als Feuer zu erkennen.
Der Ort der verdauten Speise liegt unterhalb des Nabels, der Ort der unverdauten Speise oberhalb; in der Mitte des Körpers, beim Nabel, sind alle Atem-Ströme gegründet.
Der Ort der verdauten Speise liegt unterhalb des Nabels, der Ort der unverdauten Speise oberhalb; in der Mitte des Körpers, beim Nabel, sind alle Atem-Ströme gegründet.
yoginām eṣa mārgas tu yena gacchanti tatparam jitaklamāsanā dhīrā mūrdhany ātmānam ādadhuḥ evaṃ sarveṣu vitatau prāṇāpānau hi dehiṣu
Dies ist der Pfad der Yogins, auf dem sie zu jenem Höchsten gelangen; standhaft, die Ermüdung durch ihre Sitzhaltung überwunden, setzen sie ihr Selbst im Haupt fest; so sind Prāṇa und Apāna bei allen Verkörperten ausgebreitet.
Wort für Wort
yoginām eṣa mārgas tu yena gacchanti tatparam jitaklamāsanā dhīrā mūrdhany ātmānam ādadhuḥ evaṃ sarveṣu vitatau prāṇāpānau hi dehiṣu
Dies ist der Pfad der Yogins, auf dem sie zu jenem Höchsten gelangen; standhaft, die Ermüdung durch ihre Sitzhaltung überwunden, setzen sie ihr Selbst im Haupt fest; so sind Prāṇa und Apāna bei allen Verkörperten ausgebreitet.
ekādaśavikārātmā kalāsaṃbhārasaṃbhṛtaḥ mūrtimantaṃ hi taṃ viddhi nityaṃ karmajitātmakam
Wisse, dass dieser Leib, von elffacher Abwandlung, aus der Zusammenfügung der Sinnesteile zusammengesetzt, das verkörperte, stets durch Taten bezwungene Selbst ist.
Wort für Wort
ekādaśavikārātmā kalāsaṃbhārasaṃbhṛtaḥ mūrtimantaṃ hi taṃ viddhi nityaṃ karmajitātmakam
Wisse, dass dieser Leib, von elffacher Abwandlung, aus der Zusammenfügung der Sinnesteile zusammengesetzt, das verkörperte, stets durch Taten bezwungene Selbst ist.
Wisse, dass die Gottheit, die darin weilt wie ein Wassertropfen auf einem Lotosblatt, der Kṣetrajña (der Feldkenner) ist, stets durch Entsagung bezwungen.
Wisse, dass die Gottheit, die darin weilt wie ein Wassertropfen auf einem Lotosblatt, der Kṣetrajña (der Feldkenner) ist, stets durch Entsagung bezwungen.
Wisse, dass Rajas, Sattva und ebenso Tamas dem Wesen der Einzelseele (jīva) angehören; erkenne die Einzelseele als Eigenschaft des Selbst, und ebenso das Selbst als von höherem Selbst-Wesen.
Wisse, dass Rajas, Sattva und ebenso Tamas dem Wesen der Einzelseele (jīva) angehören; erkenne die Einzelseele als Eigenschaft des Selbst, und ebenso das Selbst als von höherem Selbst-Wesen.
sacetanaṃ jīvaguṇaṃ vadanti sa ceṣṭate ceṣṭayate ca sarvam tataḥ paraṃ kṣetravido vadanti prākalpayad yo bhuvanāni sapta
Sie nennen die Einzelseele mit Bewusstsein begabt; sie regt sich und bringt alles andere in Bewegung; darüber hinaus gebe es ein noch Höheres, sagen die Feldkenner – das, was die sieben Welten erschaffen hat.
Wort für Wort
sacetanaṃ jīvaguṇaṃ vadanti sa ceṣṭate ceṣṭayate ca sarvam tataḥ paraṃ kṣetravido vadanti prākalpayad yo bhuvanāni sapta
Sie nennen die Einzelseele mit Bewusstsein begabt; sie regt sich und bringt alles andere in Bewegung; darüber hinaus gebe es ein noch Höheres, sagen die Feldkenner – das, was die sieben Welten erschaffen hat.
evaṃ sarveṣu bhūteṣu bhūtātmā na prakāśate dṛśyate tv agryayā buddhyā sūkṣmayā jñānavedibhiḥ
So offenbart sich das Selbst der Wesen nicht ohne weiteres in allen Wesen; es wird aber durch höchsten, feinen Verstand von den Erkenntniskundigen geschaut.
Wort für Wort
evaṃ sarveṣu bhūteṣu bhūtātmā na prakāśate dṛśyate tv agryayā buddhyā sūkṣmayā jñānavedibhiḥ
So offenbart sich das Selbst der Wesen nicht ohne weiteres in allen Wesen; es wird aber durch höchsten, feinen Verstand von den Erkenntniskundigen geschaut.
Denn durch die Heiterkeit des Geistes vernichtet man heilvolles wie unheilvolles Karma; heiteren Selbstes, im Selbst verweilend, genießt man endloses Glück.
Denn durch die Heiterkeit des Geistes vernichtet man heilvolles wie unheilvolles Karma; heiteren Selbstes, im Selbst verweilend, genießt man endloses Glück.
Das Kennzeichen dieser Heiterkeit ist: wie ein Gesättigter glücklich schläft, oder wie eine Lampe an windstillem Ort ruhig brennt, kunstvoll entzündet.
Das Kennzeichen dieser Heiterkeit ist: wie ein Gesättigter glücklich schläft, oder wie eine Lampe an windstillem Ort ruhig brennt, kunstvoll entzündet.
In der ersten wie in der letzten Nachtwache stets den Geist in Meditation einend, mäßig an Speise, geläuterten Selbstes, das Selbst im Selbst erblickend –
In der ersten wie in der letzten Nachtwache stets den Geist in Meditation einend, mäßig an Speise, geläuterten Selbstes, das Selbst im Selbst erblickend –
sarvopāyais tu lobhasya krodhasya ca vinigrahaḥ etat pavitraṃ yajñānāṃ tapo vai saṃkramo mataḥ
Die Bezähmung von Habgier und Zorn mit allen Mitteln – dies gilt als das reinigende Element der Opfer, als Askese, ja als der wahre Übergang zum Höchsten.
Wort für Wort
sarvopāyais tu lobhasya krodhasya ca vinigrahaḥ etat pavitraṃ yajñānāṃ tapo vai saṃkramo mataḥ
Die Bezähmung von Habgier und Zorn mit allen Mitteln – dies gilt als das reinigende Element der Opfer, als Askese, ja als der wahre Übergang zum Höchsten.
Milde ist der höchste Dharma, Geduld die höchste Kraft, Selbsterkenntnis die höchste Erkenntnis, und das Gelübde der Wahrhaftigkeit das höchste Gelübde.
Milde ist der höchste Dharma, Geduld die höchste Kraft, Selbsterkenntnis die höchste Erkenntnis, und das Gelübde der Wahrhaftigkeit das höchste Gelübde.
satyasya vacanaṃ śreyaḥ satyaṃ jñānaṃ hitaṃ bhavet yad bhūtahitam atyantaṃ tad vai satyaṃ paraṃ matam
Das Sprechen der Wahrheit ist heilsam; Wahrheit sollte zum Wohl der Erkenntnis dienen; was den Wesen zum höchsten Wohl gereicht, das gilt als die höchste Wahrheit.
Wort für Wort
satyasya vacanaṃ śreyaḥ satyaṃ jñānaṃ hitaṃ bhavet yad bhūtahitam atyantaṃ tad vai satyaṃ paraṃ matam
Das Sprechen der Wahrheit ist heilsam; Wahrheit sollte zum Wohl der Erkenntnis dienen; was den Wesen zum höchsten Wohl gereicht, das gilt als die höchste Wahrheit.
Wovon ihn selbst ein Lehrer nicht mehr abbringen kann, auch wenn er Gegengründe vorbringt – das erkenne als die Vereinigung mit dem Brahman, die als ‚Trennung‘ bezeichnete wahre Vereinigung.
Wovon ihn selbst ein Lehrer nicht mehr abbringen kann, auch wenn er Gegengründe vorbringt – das erkenne als die Vereinigung mit dem Brahman, die als ‚Trennung‘ bezeichnete wahre Vereinigung.
ākiṃcanyaṃ susaṃtoṣo nirāśitvam acāpalam etad eva paraṃ jñānaṃ sadātmajñānam uttamam
Besitzlosigkeit, vollkommene Zufriedenheit, Wunschlosigkeit und Unerschütterlichkeit – eben dies ist die höchste Erkenntnis, die beständige, oberste Selbsterkenntnis.
Wort für Wort
ākiṃcanyaṃ susaṃtoṣo nirāśitvam acāpalam etad eva paraṃ jñānaṃ sadātmajñānam uttamam
Besitzlosigkeit, vollkommene Zufriedenheit, Wunschlosigkeit und Unerschütterlichkeit – eben dies ist die höchste Erkenntnis, die beständige, oberste Selbsterkenntnis.
Man sollte, stets der Askese ergeben, selbstbeherrscht, ein schweigsamer Weiser von gezügeltem Selbst sein, der das Unbezwungene zu bezwingen wünscht, unangehaftet inmitten der Anhaftungen.
Man sollte, stets der Askese ergeben, selbstbeherrscht, ein schweigsamer Weiser von gezügeltem Selbst sein, der das Unbezwungene zu bezwingen wünscht, unangehaftet inmitten der Anhaftungen.
Frei von Anhaftung an Tugend und Untugend, unangehaftet, nur einem Ziel zugewandt, ohne Unterbrechung – dies, o Brahmane, nennt man den wahren Wandel, das eine, wahrhaft glückliche Wort.
Frei von Anhaftung an Tugend und Untugend, unangehaftet, nur einem Ziel zugewandt, ohne Unterbrechung – dies, o Brahmane, nennt man den wahren Wandel, das eine, wahrhaft glückliche Wort.
Dies alles, wie ich es vernommen habe, habe ich dir in Kürze dargelegt, o Bester der Zweifachgeborenen; dies alles wurde dir verkündet; was möchtest du weiter hören?‘“
Dies alles, wie ich es vernommen habe, habe ich dir in Kürze dargelegt, o Bester der Zweifachgeborenen; dies alles wurde dir verkündet; was möchtest du weiter hören?‘“