Kapitel 74: Nalasya Damayantyāḥ Ca Saṃvādaḥ
Die Begegnung von Nala und Damayantī
Mit Erlaubnis ihrer Eltern lässt Damayantī Bāhuka zu sich führen. Beim Anblick seiner entstellten Gestalt von Kummer überwältigt, klagt sie ihn bitter an, wie er seine schlafende, schuldlose Gattin verlassen konnte. Unter Tränen erklärt Nala, dass nicht er, sondern der in ihm verborgene Kali für Trennung und Verlust des Königreichs verantwortlich war, und dass Kali nun, durch ihren eigenen einstigen Fluch gequält und durch Nalas Entschlossenheit bezwungen, ihn verlassen habe. Er rechtfertigt sein Kommen mit der Nachricht von einer angeblichen zweiten Svayaṃvara, die ihn zutiefst beunruhigt hatte.
Bṛhadaśva sprach: Nachdem sie die ganze Erschütterung des weisen, von makellosem Ruhm gesehen hatte, kam Keśinī zurück und berichtete es rasch Damayantī.
Bṛhadaśva sprach: Nachdem sie die ganze Erschütterung des weisen, von makellosem Ruhm gesehen hatte, kam Keśinī zurück und berichtete es rasch Damayantī.
parīkṣito me bahuśo bāhuko nalaśaṅkayā rūpe me saṃśayas tv ekaḥ svayam icchāmi veditum
Vielfach habe ich Bāhuka geprüft, im Verdacht, dass er Nala sei; nur an seiner Gestalt habe ich noch Zweifel - ich selbst möchte es in Erfahrung bringen.
Wort für Wort
parīkṣito me bahuśo bāhuko nalaśaṅkayā rūpe me saṃśayas tv ekaḥ svayam icchāmi veditum
Vielfach habe ich Bāhuka geprüft, im Verdacht, dass er Nala sei; nur an seiner Gestalt habe ich noch Zweifel - ich selbst möchte es in Erfahrung bringen.
sa vā praveśyatāṃ mātar māṃ vānujñātum arhasi viditaṃ vātha vājñātaṃ pitur me saṃvidhīyatām
Er soll zu mir hereingeführt werden, Mutter, oder du solltest mir die Erlaubnis geben; ob mit oder ohne das Wissen meines Vaters - so möge es eingerichtet werden.
Wort für Wort
sa vā praveśyatāṃ mātar māṃ vānujñātum arhasi viditaṃ vātha vājñātaṃ pitur me saṃvidhīyatām
Er soll zu mir hereingeführt werden, Mutter, oder du solltest mir die Erlaubnis geben; ob mit oder ohne das Wissen meines Vaters - so möge es eingerichtet werden.
Wie konnte er, den ich einst, selbst die Götter zurückweisend, erwählt hatte, mich, die ihm treu Ergebene, ihn Begehrende, Mutter seiner Kinder, verlassen?
Wie konnte er, den ich einst, selbst die Götter zurückweisend, erwählt hatte, mich, die ihm treu Ergebene, ihn Begehrende, Mutter seiner Kinder, verlassen?
agnau pāṇigṛhītāṃ ca haṃsānāṃ vacane sthitām bhariṣyāmīti satyaṃ ca pratiśrutya kva tad gatam
Mich, deren Hand er im Feuer ergriffen hatte, die dem Wort der Schwäne treu geblieben war, dem er wahrhaftig versprochen hatte: 'Ich werde dich erhalten' - wohin ist dies alles entschwunden?“
Wort für Wort
agnau pāṇigṛhītāṃ ca haṃsānāṃ vacane sthitām bhariṣyāmīti satyaṃ ca pratiśrutya kva tad gatam
Mich, deren Hand er im Feuer ergriffen hatte, die dem Wort der Schwäne treu geblieben war, dem er wahrhaftig versprochen hatte: 'Ich werde dich erhalten' - wohin ist dies alles entschwunden?“
tvayā tu dharmabhṛcchreṣṭhe śāpenābhihataḥ purā vanasthayā duḥkhitayā śocantyā māṃ vivāsasam
Von dir, o Vortrefflichste der Pflichtkundigen, die im Wald weilte, betrübt, um mich, den Gewandlosen, klagend, wurde er einst durch einen Fluch getroffen.
Wort für Wort
tvayā tu dharmabhṛcchreṣṭhe śāpenābhihataḥ purā vanasthayā duḥkhitayā śocantyā māṃ vivāsasam
Von dir, o Vortrefflichste der Pflichtkundigen, die im Wald weilte, betrübt, um mich, den Gewandlosen, klagend, wurde er einst durch einen Fluch getroffen.
vimucya māṃ gataḥ pāpaḥ sa tato 'ham ihāgataḥ tvadarthaṃ vipulaśroṇi na hi me 'nyat prayojanam
Nachdem der Sündige mich verlassen hatte und fortgegangen war, bin ich deshalb hierher gekommen, deinetwegen, o Breithüftige; kein anderes Anliegen habe ich.
Wort für Wort
vimucya māṃ gataḥ pāpaḥ sa tato 'ham ihāgataḥ tvadarthaṃ vipulaśroṇi na hi me 'nyat prayojanam
Nachdem der Sündige mich verlassen hatte und fortgegangen war, bin ich deshalb hierher gekommen, deinetwegen, o Breithüftige; kein anderes Anliegen habe ich.