Kapitel 105: Sagaropākhyānam - Sagaraputravadhaḥ
Die Erzählung von Sagara: Die Vernichtung der Sagara-Söhne (Beginn)
Lomaśas Erzählung (offen seit Kapitel 98) wird fortgesetzt: Sagaras sechzigtausend Söhne, übermütig durch ihre Zahl, bedrängen alle Welten; auf ihre Klage kündigt Brahmā den Göttern deren dereinstigen, selbstverschuldeten Untergang an. Später weiht sich Sagara für ein Pferdeopfer; das Opferross verschwindet spurlos, und seine Söhne durchsuchen vergeblich die ganze Erde, bis sie schließlich, ins Pātāla vordringend, das Pferd neben dem in Buße glühenden Weisen Kapila erblicken.
lomaśa uvāca etac chrutvāntarikṣāc ca sa rājā rājasattama yathoktaṃ tac cakārātha śraddadhad bharatarṣabha
Lomaśa sprach: Nachdem er dies aus dem Luftraum gehört hatte, o Bester der Könige, tat der König danach gläubig, wie ihm gesagt worden war, o Stier der Bharatas.
Wort für Wort
lomaśa uvāca etac chrutvāntarikṣāc ca sa rājā rājasattama yathoktaṃ tac cakārātha śraddadhad bharatarṣabha
Lomaśa sprach: Nachdem er dies aus dem Luftraum gehört hatte, o Bester der Könige, tat der König danach gläubig, wie ihm gesagt worden war, o Stier der Bharatas.
evam uktās tato devā lokāś ca manujeśvara pitāmaham anujñāpya viprajagmur yathāgatam
So angesprochen, verabschiedeten sich die Götter und die Welten da, o Herrscher der Menschen, von dem Großvater und zogen davon, wie sie gekommen waren.
Wort für Wort
evam uktās tato devā lokāś ca manujeśvara pitāmaham anujñāpya viprajagmur yathāgatam
So angesprochen, verabschiedeten sich die Götter und die Welten da, o Herrscher der Menschen, von dem Großvater und zogen davon, wie sie gekommen waren.
Da, nachdem geraume Zeit vergangen war, o Stier der Bharatas, weihte sich König Sagara, der Tatkräftige, für ein Pferdeopfer; sein Pferd durchstreifte die Erde, von den Söhnen wohl behütet.
Da, nachdem geraume Zeit vergangen war, o Stier der Bharatas, weihte sich König Sagara, der Tatkräftige, für ein Pferdeopfer; sein Pferd durchstreifte die Erde, von den Söhnen wohl behütet.
Da, o Teurer, hielten die Söhne Sagaras das vortreffliche Pferd für geraubt; sie gingen zu ihrem Vater und meldeten, das Ross sei unsichtbar geworden, geraubt; von ihm wurden sie angewiesen: 'Sucht alle in allen Richtungen nach dem Ross!'
Da, o Teurer, hielten die Söhne Sagaras das vortreffliche Pferd für geraubt; sie gingen zu ihrem Vater und meldeten, das Ross sei unsichtbar geworden, geraubt; von ihm wurden sie angewiesen: 'Sucht alle in allen Richtungen nach dem Ross!'
Sie gingen zu ihrem Vater und sprachen, mit gefalteten Händen vor ihm: 'Die ganze Erde, mit ihren Meeren, Wäldern und Inseln, mit ihren Flüssen, Strömen und Schluchten, mit ihren Bergen und Waldgebieten, o König,
Sie gingen zu ihrem Vater und sprachen, mit gefalteten Händen vor ihm: 'Die ganze Erde, mit ihren Meeren, Wäldern und Inseln, mit ihren Flüssen, Strömen und Schluchten, mit ihren Bergen und Waldgebieten, o König,
athāpaśyanta te vīrāḥ pṛthivīm avadāritām samāsādya bilaṃ tac ca khanantaḥ sagarātmajāḥ kuddālair hreṣukaiś caiva samudram akhanaṃs tadā
Da erblickten die Helden die aufgerissene Erde; und als sie jene Höhle erreicht hatten, gruben die Söhne Sagaras, mit Spaten und Hacken, da den Ozean um.
Wort für Wort
athāpaśyanta te vīrāḥ pṛthivīm avadāritām samāsādya bilaṃ tac ca khanantaḥ sagarātmajāḥ kuddālair hreṣukaiś caiva samudram akhanaṃs tadā
Da erblickten die Helden die aufgerissene Erde; und als sie jene Höhle erreicht hatten, gruben die Söhne Sagaras, mit Spaten und Hacken, da den Ozean um.
Da, im nordöstlichen Gebiet des Ozeans, o Herrscher der Erde, das Pātāla aufreißend, sahen die zornerfüllten Söhne Sagaras dort das Pferd, auf dem Erdboden umherstreifend,
Da, im nordöstlichen Gebiet des Ozeans, o Herrscher der Erde, das Pātāla aufreißend, sahen die zornerfüllten Söhne Sagaras dort das Pferd, auf dem Erdboden umherstreifend,