Kapitel 41: Pāśupatāstralābhaḥ
Der Erhalt der Pāśupata-Waffe
Śiva enthüllt Arjuna, dass dieser in einem früheren Leben Nara war, der ewige Gefährte Nārāyaṇas, gibt ihm den Bogen Gāṇḍīva zurück und gewährt ihm auf dessen Bitte die furchtbare Pāśupata-Waffe samt der geheimen Formel ihrer Zurückrufung, warnt ihn eindringlich vor ihrem missbräuchlichen Gebrauch und entschwindet dann mit Umā zum Himmel.
bhagavān uvāca naras tvaṃ pūrvadehe vai nārāyaṇasahāyavān badaryāṃ taptavān ugraṃ tapo varṣāyutān bahūn
Der Erhabene sprach: „Du warst in einem früheren Leib Nara, mit Nārāyaṇa als Gefährten; in Badarī übtest du strenge Askese, viele Zehntausende von Jahren.
Wort für Wort
bhagavān uvāca naras tvaṃ pūrvadehe vai nārāyaṇasahāyavān badaryāṃ taptavān ugraṃ tapo varṣāyutān bahūn
Der Erhabene sprach: „Du warst in einem früheren Leib Nara, mit Nārāyaṇa als Gefährten; in Badarī übtest du strenge Askese, viele Zehntausende von Jahren.
In dir wohnt die höchste Glutkraft, ebenso in Viṣṇu, dem besten der Wesen; von euch beiden, den ersten der Wesen, wird die Welt durch eure Glutkraft getragen.
In dir wohnt die höchste Glutkraft, ebenso in Viṣṇu, dem besten der Wesen; von euch beiden, den ersten der Wesen, wird die Welt durch eure Glutkraft getragen.
Bei der Weihe Śakras wurden, nachdem ihr den gewaltigen, wolkendonnergleichen Bogen ergriffen hattet, die Dānavas von dir und Kṛṣṇa erschlagen, o Herr.
Bei der Weihe Śakras wurden, nachdem ihr den gewaltigen, wolkendonnergleichen Bogen ergriffen hattet, die Dānavas von dir und Kṛṣṇa erschlagen, o Herr.
etat tad eva gāṇḍīvaṃ tava pārtha karocitam māyām āsthāya yad grastaṃ mayā puruṣasattama tūṇau cāpy akṣayau bhūyas tava pārtha yathocitau
Dies ist eben jenes Gāṇḍīva, das deiner Hand geziemt, o Pārtha, welches ich, in Illusion verwandelt, verschlungen hatte, o Bester der Wesen; und die beiden unerschöpflichen Köcher, wieder dir gehörig, o Pārtha, wie es sich geziemt.
Wort für Wort
etat tad eva gāṇḍīvaṃ tava pārtha karocitam māyām āsthāya yad grastaṃ mayā puruṣasattama tūṇau cāpy akṣayau bhūyas tava pārtha yathocitau
Dies ist eben jenes Gāṇḍīva, das deiner Hand geziemt, o Pārtha, welches ich, in Illusion verwandelt, verschlungen hatte, o Bester der Wesen; und die beiden unerschöpflichen Köcher, wieder dir gehörig, o Pārtha, wie es sich geziemt.
prītimān asmi vai pārtha tava satyaparākrama gṛhāṇa varam asmattaḥ kāṅkṣitaṃ yan nararṣabha
Ich bin dir wahrlich wohlgesonnen, o Pārtha, du von wahrhaftiger Tatkraft; empfange von mir eine Gunst, was du dir wünschst, o Stier unter den Männern.
Wort für Wort
prītimān asmi vai pārtha tava satyaparākrama gṛhāṇa varam asmattaḥ kāṅkṣitaṃ yan nararṣabha
Ich bin dir wahrlich wohlgesonnen, o Pārtha, du von wahrhaftiger Tatkraft; empfange von mir eine Gunst, was du dir wünschst, o Stier unter den Männern.
Arjuna sprach: „O Erhabener, wenn du mir aus Zuneigung einen Wunsch gewährst, o Träger des Stierbanners, so begehre ich jene schreckliche, göttliche Waffe, die Pāśupata, o Herr -
Arjuna sprach: „O Erhabener, wenn du mir aus Zuneigung einen Wunsch gewährst, o Träger des Stierbanners, so begehre ich jene schreckliche, göttliche Waffe, die Pāśupata, o Herr -
jene, genannt 'Brahmaśiras', die schreckliche, von furchtbarer Tatkraft, die am Ende des Zeitalters, wenn das grausame Weltende eintritt, die gesamte Welt vernichtet.
jene, genannt 'Brahmaśiras', die schreckliche, von furchtbarer Tatkraft, die am Ende des Zeitalters, wenn das grausame Weltende eintritt, die gesamte Welt vernichtet.
Der Erhabene sprach: „Ich gebe dir die geliebte, große Waffe Pāśupata, o Pāṇḍava, dich fähig machend, sie zu tragen, zu entfesseln und auch wieder zurückzuhalten.
Der Erhabene sprach: „Ich gebe dir die geliebte, große Waffe Pāśupata, o Pāṇḍava, dich fähig machend, sie zu tragen, zu entfesseln und auch wieder zurückzuhalten.
na tv etat sahasā pārtha moktavyaṃ puruṣe kva cit jagad vinirdahet sarvam alpatejasi pātitam
Doch darf sie, o Pārtha, niemals leichtfertig gegen einen gewöhnlichen Menschen entfesselt werden; sie würde die ganze Welt verbrennen, wenn sie gegen einen von geringer Glutkraft geschleudert würde.
Wort für Wort
na tv etat sahasā pārtha moktavyaṃ puruṣe kva cit jagad vinirdahet sarvam alpatejasi pātitam
Doch darf sie, o Pārtha, niemals leichtfertig gegen einen gewöhnlichen Menschen entfesselt werden; sie würde die ganze Welt verbrennen, wenn sie gegen einen von geringer Glutkraft geschleudert würde.
avadhyo nāma nāsty asya trailokye sacarācare manasā cakṣuṣā vācā dhanuṣā ca nipātyate
Es gibt in den drei Welten, mit allem Beweglichen und Unbeweglichen, keinen, der vor ihr unverwundbar wäre; durch Gedanken, durch Blick, durch Wort und durch den Bogen wird mit ihr niedergestreckt.“
Wort für Wort
avadhyo nāma nāsty asya trailokye sacarācare manasā cakṣuṣā vācā dhanuṣā ca nipātyate
Es gibt in den drei Welten, mit allem Beweglichen und Unbeweglichen, keinen, der vor ihr unverwundbar wäre; durch Gedanken, durch Blick, durch Wort und durch den Bogen wird mit ihr niedergestreckt.“
śaṅkhadundubhighoṣāś ca bherīṇāṃ ca sahasraśaḥ tasmin muhūrte saṃprāpte nirghātaś ca mahān abhūt
Und der Klang von Muschelhörnern und Kesselpauken, von Tausenden von Kriegstrommeln erklang, als jener Augenblick eintrat, und ein gewaltiges Donnergrollen entstand.
Wort für Wort
śaṅkhadundubhighoṣāś ca bherīṇāṃ ca sahasraśaḥ tasmin muhūrte saṃprāpte nirghātaś ca mahān abhūt
Und der Klang von Muschelhörnern und Kesselpauken, von Tausenden von Kriegstrommeln erklang, als jener Augenblick eintrat, und ein gewaltiges Donnergrollen entstand.
Da sahen die Götter und Dānavas die schreckliche, lodernde Waffe des Pāṇḍava von unermesslicher Glutkraft, leibhaftig geworden, an seiner Seite stehend.
Da sahen die Götter und Dānavas die schreckliche, lodernde Waffe des Pāṇḍava von unermesslicher Glutkraft, leibhaftig geworden, an seiner Seite stehend.
spṛṣṭasya ca tryambakena phalgunasyāmitaujasaḥ yat kiṃ cid aśubhaṃ dehe tat sarvaṃ nāśam eyivat
Und was immer an Unheilvollem im Körper Phalgunas, des von unermesslicher Glutkraft, der von dem Dreiäugigen berührt worden war, gewesen war, das alles ging zugrunde.
Wort für Wort
spṛṣṭasya ca tryambakena phalgunasyāmitaujasaḥ yat kiṃ cid aśubhaṃ dehe tat sarvaṃ nāśam eyivat
Und was immer an Unheilvollem im Körper Phalgunas, des von unermesslicher Glutkraft, der von dem Dreiäugigen berührt worden war, gewesen war, das alles ging zugrunde.
Da gab der Herr der Himmelsbewohner, der Selbstbeherrschte, der Hochweise, der Bergbewohner, der Gemahl der Umā, Śiva, dem Besten der Männer den großen Bogen Gāṇḍīva zurück, den Vernichter der Daityas und Piśācas, er, Bhava.
Da gab der Herr der Himmelsbewohner, der Selbstbeherrschte, der Hochweise, der Bergbewohner, der Gemahl der Umā, Śiva, dem Besten der Männer den großen Bogen Gāṇḍīva zurück, den Vernichter der Daityas und Piśācas, er, Bhava.
Dann verließ der Herr, zusammen mit Umā, jenen schönen, besten der Berge, mit seinen weißen Abhängen, Plateaus und Höhlen, der von Vögeln und großen Ṛṣis bewohnt war, und stieg zum Himmel empor, während der Beste der Männer zusah.
Dann verließ der Herr, zusammen mit Umā, jenen schönen, besten der Berge, mit seinen weißen Abhängen, Plateaus und Höhlen, der von Vögeln und großen Ṛṣis bewohnt war, und stieg zum Himmel empor, während der Beste der Männer zusah.