Kapitel 188: Kaliyugavarṇanam / Kalkyavatāropākhyānam
Die Schilderung des Kaliyuga und die Ankündigung Kalkis
Yudhiṣṭhira befragt Mārkaṇḍeya erneut nach dem künftigen Lauf der Welt. Mārkaṇḍeya schildert ausführlich den fortschreitenden Verfall von Wahrheit, Dharma, Familienbanden und Naturordnung bis zum Tiefpunkt des Kaliyuga, gefolgt von kosmischen Schreckenszeichen und einer großen Verwüstung, bevor sich das Rad der Zeit wieder wendet und die Geburt des Brahmanen Kalki Viṣṇuyaśas im Dorf Saṃbhala angekündigt wird, der als Weltenherrscher die Mleccha-Horden vernichten und das Kṛtayuga wieder heraufführen wird.
evam uktās tu te pārthā yamau ca puruṣarṣabhau draupadyā kṛṣṇayā sārdhaṃ namaścakrur janārdanam
Vaiśaṃpāyana sprach: So angesprochen, verneigten sich die Pārthas und die beiden Zwillinge, die Stiere unter den Männern, zusammen mit Draupadī Kṛṣṇā vor Janārdana.
Wort für Wort
evam uktās tu te pārthā yamau ca puruṣarṣabhau draupadyā kṛṣṇayā sārdhaṃ namaścakrur janārdanam
Vaiśaṃpāyana sprach: So angesprochen, verneigten sich die Pārthas und die beiden Zwillinge, die Stiere unter den Männern, zusammen mit Draupadī Kṛṣṇā vor Janārdana.
āścaryabhūtaṃ bhavataḥ śrutaṃ no vadatāṃ vara mune bhārgava yad vṛttaṃ yugādau prabhavāpyayau
„Wundersam war es, was wir von dir hörten, du Bester der Redenden, o Bhārgava-Weiser, das Geschehen von Entstehung und Vergehen am Anfang des Zeitalters.
Wort für Wort
āścaryabhūtaṃ bhavataḥ śrutaṃ no vadatāṃ vara mune bhārgava yad vṛttaṃ yugādau prabhavāpyayau
„Wundersam war es, was wir von dir hörten, du Bester der Redenden, o Bhārgava-Weiser, das Geschehen von Entstehung und Vergehen am Anfang des Zeitalters.
kiṃvīryā mānavās tatra kimāhāravihāriṇaḥ kimāyuṣaḥ kiṃvasanā bhaviṣyanti yugakṣaye
Von welcher Kraft werden die Menschen dann sein, wovon werden sie sich ernähren und wie leben, wie lange wird ihr Leben dauern, welche Kleidung werden sie tragen, wenn das Zeitalter untergeht?
Wort für Wort
kiṃvīryā mānavās tatra kimāhāravihāriṇaḥ kimāyuṣaḥ kiṃvasanā bhaviṣyanti yugakṣaye
Von welcher Kraft werden die Menschen dann sein, wovon werden sie sich ernähren und wie leben, wie lange wird ihr Leben dauern, welche Kleidung werden sie tragen, wenn das Zeitalter untergeht?
Und welchen äußersten Punkt erreichend wird das Kṛtayuga wieder entstehen? Sprich ausführlich davon, o Weiser, denn du redest hier von wunderbaren Dingen.“
Und welchen äußersten Punkt erreichend wird das Kṛtayuga wieder entstehen? Sprich ausführlich davon, o Weiser, denn du redest hier von wunderbaren Dingen.“
Wegen der Verkürzung der Lebensdauer werden sie nicht imstande sein, das Wissen vollständig zu erlernen; und die des Wissens Entbehrenden wird aus Unwissenheit auch die Gier überwältigen.
Wegen der Verkürzung der Lebensdauer werden sie nicht imstande sein, das Wissen vollständig zu erlernen; und die des Wissens Entbehrenden wird aus Unwissenheit auch die Gier überwältigen.
antyā madhyā bhaviṣyanti madhyāś cāntāvasāyinaḥ īdṛśo bhavitā loko yugānte paryupasthite
Die Letzten werden zu Mittleren, die Mittleren aber zu den Niedrigsten der Niedrigen werden – so wird die Welt sein, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Wort für Wort
antyā madhyā bhaviṣyanti madhyāś cāntāvasāyinaḥ īdṛśo bhavitā loko yugānte paryupasthite
Die Letzten werden zu Mittleren, die Mittleren aber zu den Niedrigsten der Niedrigen werden – so wird die Welt sein, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
vastrāṇāṃ pravarā śāṇī dhānyānāṃ koradūṣakāḥ bhāryāmitrāś ca puruṣā bhaviṣyanti yugakṣaye
Hanftuch wird als das vorzüglichste unter den Gewändern gelten, minderwertige Hirse als das beste Korn; und die Männer werden ihre Ehefrauen zu Feinden haben, wenn das Zeitalter untergeht.
Wort für Wort
vastrāṇāṃ pravarā śāṇī dhānyānāṃ koradūṣakāḥ bhāryāmitrāś ca puruṣā bhaviṣyanti yugakṣaye
Hanftuch wird als das vorzüglichste unter den Gewändern gelten, minderwertige Hirse als das beste Korn; und die Männer werden ihre Ehefrauen zu Feinden haben, wenn das Zeitalter untergeht.
śrāddhe daive ca puruṣā ye ca nityaṃ dhṛtavratāḥ te 'pi lobhasamāyuktā bhokṣyantīha parasparam
Selbst die Männer, die bei den Totenopfern und Götteropfern stets ihre Gelübde einhielten, werden, von Gier ergriffen, sich hier gegenseitig übervorteilen.
Wort für Wort
śrāddhe daive ca puruṣā ye ca nityaṃ dhṛtavratāḥ te 'pi lobhasamāyuktā bhokṣyantīha parasparam
Selbst die Männer, die bei den Totenopfern und Götteropfern stets ihre Gelübde einhielten, werden, von Gier ergriffen, sich hier gegenseitig übervorteilen.
pitā putrasya bhoktā ca pituḥ putras tathaiva ca atikrāntāni bhojyāni bhaviṣyanti yugakṣaye
Der Vater wird den Besitz des Sohnes verzehren, und ebenso der Sohn den des Vaters; die rechten Speisevorschriften werden übertreten werden, wenn das Zeitalter untergeht.
Wort für Wort
pitā putrasya bhoktā ca pituḥ putras tathaiva ca atikrāntāni bhojyāni bhaviṣyanti yugakṣaye
Der Vater wird den Besitz des Sohnes verzehren, und ebenso der Sohn den des Vaters; die rechten Speisevorschriften werden übertreten werden, wenn das Zeitalter untergeht.
na vratāni cariṣyanti brāhmaṇā vedanindakāḥ na yakṣyanti na hoṣyanti hetuvādavilobhitāḥ
Die Brahmanen, die den Veda schmähen, werden keine Gelübde mehr einhalten; verführt durch bloße Vernunftskünstelei, werden sie weder opfern noch das Feueropfer darbringen.
Wort für Wort
na vratāni cariṣyanti brāhmaṇā vedanindakāḥ na yakṣyanti na hoṣyanti hetuvādavilobhitāḥ
Die Brahmanen, die den Veda schmähen, werden keine Gelübde mehr einhalten; verführt durch bloße Vernunftskünstelei, werden sie weder opfern noch das Feueropfer darbringen.
alpavīryabalāḥ stabdhā lobhamohaparāyaṇāḥ tatkathādānasaṃtuṣṭā duṣṭānām api mānavāḥ parigrahaṃ kariṣyanti pāpācāraparigrahāḥ
Von geringer Kraft und Stärke, hochmütig, der Gier und Verblendung ergeben, zufrieden mit bloßem Gerede über Freigebigkeit, werden die Menschen sich sogar mit Bösewichten einlassen und einen Umgang von sündigem Wandel pflegen.
Wort für Wort
alpavīryabalāḥ stabdhā lobhamohaparāyaṇāḥ tatkathādānasaṃtuṣṭā duṣṭānām api mānavāḥ parigrahaṃ kariṣyanti pāpācāraparigrahāḥ
Von geringer Kraft und Stärke, hochmütig, der Gier und Verblendung ergeben, zufrieden mit bloßem Gerede über Freigebigkeit, werden die Menschen sich sogar mit Bösewichten einlassen und einen Umgang von sündigem Wandel pflegen.
Die Könige, o Sohn der Kuntī, von sündigem Sinn, werden gegenseitige Gemetzel anstiften; die Kṣatriyas, töricht und sich doch für gelehrt haltend, auf gegenseitiges Töten bedacht, werden am Ende des Zeitalters zu Dornen der Welt werden.
Die Könige, o Sohn der Kuntī, von sündigem Sinn, werden gegenseitige Gemetzel anstiften; die Kṣatriyas, töricht und sich doch für gelehrt haltend, auf gegenseitiges Töten bedacht, werden am Ende des Zeitalters zu Dornen der Welt werden.
arakṣitāro lubdhāś ca mānāhaṃkāradarpitāḥ kevalaṃ daṇḍarucayo bhaviṣyanti yugakṣaye
Ohne Schutz zu gewähren, gierig, aufgeblasen von Stolz und Eigendünkel, werden sie am Ende des Zeitalters nur noch Gefallen an Strafe und Gewalt finden.
Wort für Wort
arakṣitāro lubdhāś ca mānāhaṃkāradarpitāḥ kevalaṃ daṇḍarucayo bhaviṣyanti yugakṣaye
Ohne Schutz zu gewähren, gierig, aufgeblasen von Stolz und Eigendünkel, werden sie am Ende des Zeitalters nur noch Gefallen an Strafe und Gewalt finden.
Niemand wird um eine Jungfrau werben, noch wird eine Jungfrau gegeben werden; von selbst wird man sich seine Frau nehmen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Niemand wird um eine Jungfrau werben, noch wird eine Jungfrau gegeben werden; von selbst wird man sich seine Frau nehmen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Auch die Könige, unzufrieden und verblendeten Sinnes, werden fremdes Eigentum mit allen Mitteln an sich reißen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Auch die Könige, unzufrieden und verblendeten Sinnes, werden fremdes Eigentum mit allen Mitteln an sich reißen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Die Wahrheit wird in der Welt von Männern, die sich für gelehrt halten, beschnitten; die Alten werden kindischen Sinnes sein, die Kinder aber von der Klugheit der Alten.
Die Wahrheit wird in der Welt von Männern, die sich für gelehrt halten, beschnitten; die Alten werden kindischen Sinnes sein, die Kinder aber von der Klugheit der Alten.
bhīravaḥ śūramānīnaḥ śūrā bhīruviṣādinaḥ na viśvasanti cānyonyaṃ yugānte paryupasthite
Feiglinge werden sich für Helden halten, Helden aber verzagt wie Feiglinge sein; einander werden sie nicht mehr vertrauen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Wort für Wort
bhīravaḥ śūramānīnaḥ śūrā bhīruviṣādinaḥ na viśvasanti cānyonyaṃ yugānte paryupasthite
Feiglinge werden sich für Helden halten, Helden aber verzagt wie Feiglinge sein; einander werden sie nicht mehr vertrauen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
ekāhāryaṃ jagat sarvaṃ lobhamohavyavasthitam adharmo vardhati mahān na ca dharmaḥ pravartate
Die ganze Welt wird sich nur noch von Hand zu Mund ernähren, in Gier und Verblendung befangen; das Unrecht wird mächtig anwachsen, der Dharma aber nicht mehr wirken.
Wort für Wort
ekāhāryaṃ jagat sarvaṃ lobhamohavyavasthitam adharmo vardhati mahān na ca dharmaḥ pravartate
Die ganze Welt wird sich nur noch von Hand zu Mund ernähren, in Gier und Verblendung befangen; das Unrecht wird mächtig anwachsen, der Dharma aber nicht mehr wirken.
brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyā na śiṣyanti janādhipa ekavarṇas tadā loko bhaviṣyati yugakṣaye
Brahmanen, Kṣatriyas und Vaiśyas werden nicht mehr fortbestehen, o Herrscher der Menschen; zu einer einzigen Kaste wird die Welt dann werden, wenn das Zeitalter untergeht.
Wort für Wort
brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyā na śiṣyanti janādhipa ekavarṇas tadā loko bhaviṣyati yugakṣaye
Brahmanen, Kṣatriyas und Vaiśyas werden nicht mehr fortbestehen, o Herrscher der Menschen; zu einer einzigen Kaste wird die Welt dann werden, wenn das Zeitalter untergeht.
svairāhārāś ca puruṣā yoṣitaś ca viśāṃ pate anyonyaṃ na sahiṣyanti yugānte paryupasthite
Die Männer, die sich nach eigenem Belieben ernähren, ebenso die Frauen, o Herr der Untertanen, werden einander nicht mehr ertragen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Wort für Wort
svairāhārāś ca puruṣā yoṣitaś ca viśāṃ pate anyonyaṃ na sahiṣyanti yugānte paryupasthite
Die Männer, die sich nach eigenem Belieben ernähren, ebenso die Frauen, o Herr der Untertanen, werden einander nicht mehr ertragen, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
patyau strī tu tadā rājan puruṣo vā striyaṃ prati yugānte rājaśārdūla na toṣam upayāsyati
Weder wird die Frau dann mit ihrem Gatten zufrieden sein, o König, noch der Mann mit seiner Frau, wenn das Zeitalter zu Ende geht, du Tiger unter den Königen.
Wort für Wort
patyau strī tu tadā rājan puruṣo vā striyaṃ prati yugānte rājaśārdūla na toṣam upayāsyati
Weder wird die Frau dann mit ihrem Gatten zufrieden sein, o König, noch der Mann mit seiner Frau, wenn das Zeitalter zu Ende geht, du Tiger unter den Königen.
alpadravyā vṛthāliṅgā hiṃsā ca prabhaviṣyati na kaś cit kasya cid dātā bhaviṣyati yugakṣaye
Arm an Besitz, mit eitlen äußeren Zeichen der Frömmigkeit, wird die Gewalt überhandnehmen; niemand wird mehr irgendjemandem ein Geber sein, wenn das Zeitalter untergeht.
Wort für Wort
alpadravyā vṛthāliṅgā hiṃsā ca prabhaviṣyati na kaś cit kasya cid dātā bhaviṣyati yugakṣaye
Arm an Besitz, mit eitlen äußeren Zeichen der Frömmigkeit, wird die Gewalt überhandnehmen; niemand wird mehr irgendjemandem ein Geber sein, wenn das Zeitalter untergeht.
Die Landstriche werden von Pfählen an ihren Stadttoren, die Kreuzungen von Śiva-Lanzen gekennzeichnet sein, und auch die Frauen werden ihr Haar spießartig zu einem einzigen Schopf tragen, wenn das Zeitalter untergeht.
Die Landstriche werden von Pfählen an ihren Stadttoren, die Kreuzungen von Śiva-Lanzen gekennzeichnet sein, und auch die Frauen werden ihr Haar spießartig zu einem einzigen Schopf tragen, wenn das Zeitalter untergeht.
Der Vers ist bildhaft-dunkel; gemeint sind wohl Zeichen des Verfalls von Recht und Sitte: Strafpfähle an den Toren, Kultmale an den Wegkreuzungen und eine als unziemlich empfundene Haartracht der Frauen.
Auch ohne die rechten Kenntnisse zu besitzen, werden sie die heiligen Handlungen ausführen; sie werden nach eigenem Gutdünken leben, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Auch ohne die rechten Kenntnisse zu besitzen, werden sie die heiligen Handlungen ausführen; sie werden nach eigenem Gutdünken leben, wenn das Ende des Zeitalters bevorsteht.
Wehklagend werden die Zweifachgeborenen sein, von Furcht gequält, von den Niedriggeborenen bedrängt; ohne einen Retter zu finden, werden sie über diese Erde umherirren.
Wehklagend werden die Zweifachgeborenen sein, von Furcht gequält, von den Niedriggeborenen bedrängt; ohne einen Retter zu finden, werden sie über diese Erde umherirren.
Nachdem sie ihre Standhaftigkeit aufgegeben haben, o Herrscher der Erde, werden sie in dem schrecklichen Untergang des Zeitalters verbotene Taten begehen und zu Dienern der Śūdras werden.
Nachdem sie ihre Standhaftigkeit aufgegeben haben, o Herrscher der Erde, werden sie in dem schrecklichen Untergang des Zeitalters verbotene Taten begehen und zu Dienern der Śūdras werden.
viparītaś ca loko 'yaṃ bhaviṣyaty adharottaraḥ eḍūkān pūjayiṣyanti varjayiṣyanti devatāḥ śūdrāḥ paricariṣyanti na dvijān yugasaṃkṣaye
Verkehrt wird diese Welt sein, das Untere zuoberst; man wird Grabhügel verehren und die Gottheiten meiden; die Śūdras werden nicht mehr den Zweifachgeborenen dienen, wenn das Zeitalter untergeht.
Wort für Wort
viparītaś ca loko 'yaṃ bhaviṣyaty adharottaraḥ eḍūkān pūjayiṣyanti varjayiṣyanti devatāḥ śūdrāḥ paricariṣyanti na dvijān yugasaṃkṣaye
Verkehrt wird diese Welt sein, das Untere zuoberst; man wird Grabhügel verehren und die Gottheiten meiden; die Śūdras werden nicht mehr den Zweifachgeborenen dienen, wenn das Zeitalter untergeht.
„Eḍūka“ bezeichnet ein grabhügel- oder stupaartiges Bauwerk; seine Verehrung anstelle der Götterschreine gilt hier als Kennzeichen des Verfalls.
āśrameṣu maharṣīṇāṃ brāhmaṇāvasatheṣu ca devasthāneṣu caityeṣu nāgānām ālayeṣu ca
In den Einsiedeleien der großen Weisen, in den Wohnstätten der Brahmanen, an den Stätten der Götter, den Kultstätten und den Wohnsitzen der Schlangenwesen –
Wort für Wort
āśrameṣu maharṣīṇāṃ brāhmaṇāvasatheṣu ca devasthāneṣu caityeṣu nāgānām ālayeṣu ca
In den Einsiedeleien der großen Weisen, in den Wohnstätten der Brahmanen, an den Stätten der Götter, den Kultstätten und den Wohnsitzen der Schlangenwesen –
eḍūkacihnā pṛthivī na devagṛhabhūṣitā bhaviṣyati yuge kṣīṇe tad yugāntasya lakṣaṇam
– überall wird die Erde von den Zeichen der Grabhügel gekennzeichnet sein, nicht mehr von Götterhäusern geschmückt, wenn das Zeitalter schwindet; das ist das Kennzeichen des Zeitalterendes.
Wort für Wort
eḍūkacihnā pṛthivī na devagṛhabhūṣitā bhaviṣyati yuge kṣīṇe tad yugāntasya lakṣaṇam
– überall wird die Erde von den Zeichen der Grabhügel gekennzeichnet sein, nicht mehr von Götterhäusern geschmückt, wenn das Zeitalter schwindet; das ist das Kennzeichen des Zeitalterendes.
Wenn, o König, aus einer Blüte sogleich eine neue Blüte, aus einer Frucht sogleich eine neue Frucht hervorgeht, o Großkönig, dann wird sich das Zeitalter dem Ende zuneigen.
Wenn, o König, aus einer Blüte sogleich eine neue Blüte, aus einer Frucht sogleich eine neue Frucht hervorgeht, o Großkönig, dann wird sich das Zeitalter dem Ende zuneigen.
Zur Unzeit regnend wird der Regengott sein, wenn das Zeitalter vergeht; ohne rechte Ordnung wird dann das Tun der Menschen sein, und die Niedriggeborenen werden in Widerstreit mit den Brahmanen geraten.
Zur Unzeit regnend wird der Regengott sein, wenn das Zeitalter vergeht; ohne rechte Ordnung wird dann das Tun der Menschen sein, und die Niedriggeborenen werden in Widerstreit mit den Brahmanen geraten.
Das dem Lehrer anvertraute Gut wird danach veruntreut werden; aus bloßem Eigennutz werden Freunde, Verwandte und Angehörige sich voneinander trennen; und ein Schwinden aller Geschöpfe wird am Ende des Zeitalters eintreten.
Das dem Lehrer anvertraute Gut wird danach veruntreut werden; aus bloßem Eigennutz werden Freunde, Verwandte und Angehörige sich voneinander trennen; und ein Schwinden aller Geschöpfe wird am Ende des Zeitalters eintreten.
diśaḥ prajvalitāḥ sarvā nakṣatrāṇi calāni ca jyotīṃṣi pratikūlāni vātāḥ paryākulās tathā ulkāpātāś ca bahavo mahābhayanidarśakāḥ
Alle Himmelsrichtungen werden in Flammen stehen, die Sternbilder werden wanken, die Lichter widrig sein, ebenso die Winde verwirrt, und zahlreiche Meteore werden fallen, große Schreckenszeichen kündend.
Wort für Wort
diśaḥ prajvalitāḥ sarvā nakṣatrāṇi calāni ca jyotīṃṣi pratikūlāni vātāḥ paryākulās tathā ulkāpātāś ca bahavo mahābhayanidarśakāḥ
Alle Himmelsrichtungen werden in Flammen stehen, die Sternbilder werden wanken, die Lichter widrig sein, ebenso die Winde verwirrt, und zahlreiche Meteore werden fallen, große Schreckenszeichen kündend.
Begleitet von sechs weiteren Sonnen wird die Sonne glühen; tosender Lärm wird erschallen, überall werden Feuerbrände am Horizont lodern, und die Sonne wird dann bei Auf- und Untergang von einem rumpflosen Schattenwesen verhüllt sein.
Begleitet von sechs weiteren Sonnen wird die Sonne glühen; tosender Lärm wird erschallen, überall werden Feuerbrände am Horizont lodern, und die Sonne wird dann bei Auf- und Untergang von einem rumpflosen Schattenwesen verhüllt sein.
Das Bild mehrerer Sonnen und eines „rumpflosen Schattenwesens“ (Kabandha) beim Sonnenauf- und -untergang gehört zum festen Bestand apokalyptischer Vorzeichen im Epos.
Danach, wenn inmitten des tosenden Zusammenstoßes das Zeitalter untergeht, wird eine Welt, angeführt von den Zweifachgeborenen, sich allmählich wieder erheben.
Danach, wenn inmitten des tosenden Zusammenstoßes das Zeitalter untergeht, wird eine Welt, angeführt von den Zweifachgeborenen, sich allmählich wieder erheben.
kālavarṣī ca parjanyo nakṣatrāṇi śubhāni ca pradakṣiṇā grahāś cāpi bhaviṣyanty anulomagāḥ kṣemaṃ subhikṣam ārogyaṃ bhaviṣyati nirāmayam
Zur rechten Zeit wird der Regengott regnen, die Sternbilder werden günstig, und die Planeten werden rechtsläufig und in geordneter Bahn ziehen; Sicherheit, reiche Ernte und Gesundheit, frei von Krankheit, werden herrschen.
Wort für Wort
kālavarṣī ca parjanyo nakṣatrāṇi śubhāni ca pradakṣiṇā grahāś cāpi bhaviṣyanty anulomagāḥ kṣemaṃ subhikṣam ārogyaṃ bhaviṣyati nirāmayam
Zur rechten Zeit wird der Regengott regnen, die Sternbilder werden günstig, und die Planeten werden rechtsläufig und in geordneter Bahn ziehen; Sicherheit, reiche Ernte und Gesundheit, frei von Krankheit, werden herrschen.
saṃbhūtaḥ saṃbhalagrāme brāhmaṇāvasathe śubhe manasā tasya sarvāṇi vāhanāny āyudhāni ca upasthāsyanti yodhāś ca śastrāṇi kavacāni ca
Geboren im Dorf Saṃbhala, in einer glückverheißenden Brahmanensiedlung, werden ihm allein durch seinen Willen alle Reittiere und Waffen zu Diensten stehen, ebenso Krieger, Geschosse und Rüstungen.
Wort für Wort
saṃbhūtaḥ saṃbhalagrāme brāhmaṇāvasathe śubhe manasā tasya sarvāṇi vāhanāny āyudhāni ca upasthāsyanti yodhāś ca śastrāṇi kavacāni ca
Geboren im Dorf Saṃbhala, in einer glückverheißenden Brahmanensiedlung, werden ihm allein durch seinen Willen alle Reittiere und Waffen zu Diensten stehen, ebenso Krieger, Geschosse und Rüstungen.
sa dharmavijayī rājā cakravartī bhaviṣyati sa cemaṃ saṃkulaṃ lokaṃ prasādam upaneṣyati
Er wird als König, durch den Dharma siegreich, zum Weltenherrscher werden; und er wird diese in Aufruhr geratene Welt wieder zur Klarheit und zum Frieden führen.
Wort für Wort
sa dharmavijayī rājā cakravartī bhaviṣyati sa cemaṃ saṃkulaṃ lokaṃ prasādam upaneṣyati
Er wird als König, durch den Dharma siegreich, zum Weltenherrscher werden; und er wird diese in Aufruhr geratene Welt wieder zur Klarheit und zum Frieden führen.
utthito brāhmaṇo dīptaḥ kṣayāntakṛd udāradhīḥ sa saṃkṣepo hi sarvasya yugasya parivartakaḥ
Erstanden als strahlender Brahmane, der dem Verfall ein Ende setzt, von hochherzigem Sinn, wird er der Abschluss von allem und der Erneuerer des Zeitalters sein.
Wort für Wort
utthito brāhmaṇo dīptaḥ kṣayāntakṛd udāradhīḥ sa saṃkṣepo hi sarvasya yugasya parivartakaḥ
Erstanden als strahlender Brahmane, der dem Verfall ein Ende setzt, von hochherzigem Sinn, wird er der Abschluss von allem und der Erneuerer des Zeitalters sein.