Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 69: Ṛtuparṇasya Vidarbhayātrā Die Wagenfahrt nach Vidarbha

Ṛtuparṇa verlangt von Bāhuka, ihn an einem einzigen Tag nach Vidarbha zu bringen. Nala, innerlich zerrissen zwischen Hoffnung und Zweifel an Damayantīs vermeintlicher zweiter Svayaṃvara, sagt zu und wählt scheinbar schwache, doch in Wahrheit erlesene Rosse aus. Trotz Ṛtuparṇas anfänglichem Zorn erweist sich Bāhukas Kunst als überwältigend: Der Wagen fliegt förmlich dahin. Der Wagenlenker Vārṣṇeya erkennt an Bāhukas übermenschlicher Zügelführung, dass dieser kein gewöhnlicher Sterblicher sein kann, und erwägt, ob er Mātali, Śālihotra oder gar der verborgene König Nala selbst sein könnte.

bṛhadaśva uvāca śrutvā vacaḥ sudevasya ṛtuparṇo narādhipaḥ sāntvayañ ślakṣṇayā vācā bāhukaṃ pratyabhāṣata

Bṛhadaśva sprach: Als er die Worte Sudevas gehört hatte, sprach der Herrscher der Menschen Ṛtuparṇa mit sanfter Stimme, ihn beschwichtigend, zu Bāhuka:

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca śrutvā vacaḥ sudevasya ṛtuparṇo narādhipaḥ sāntvayañ ślakṣṇayā vācā bāhukaṃ pratyabhāṣata
Bṛhadaśva sprach: Als er die Worte Sudevas gehört hatte, sprach der Herrscher der Menschen Ṛtuparṇa mit sanfter Stimme, ihn beschwichtigend, zu Bāhuka:

vidarbhān yātum icchāmi damadantyāḥ svayaṃvaram ekāhnā hayatattvajña manyase yadi bāhuka

„Ich wünsche nach Vidarbha zu ziehen, zu Damayantīs Svayaṃvara, an einem einzigen Tag, o Kenner des Pferdewesens, wenn du es für möglich hältst, Bāhuka.“

Wort für Wort
vidarbhān yātum icchāmi damadantyāḥ svayaṃvaram ekāhnā hayatattvajña manyase yadi bāhuka
„Ich wünsche nach Vidarbha zu ziehen, zu Damayantīs Svayaṃvara, an einem einzigen Tag, o Kenner des Pferdewesens, wenn du es für möglich hältst, Bāhuka.“

evam uktasya kaunteya tena rājñā nalasya ha vyadīryata mano duḥkhāt pradadhyau ca mahāmanāḥ

Als er, o Kaunteya, von jenem König so angesprochen wurde, zerriss Nalas Herz vor Kummer, und der Hochgesinnte verfiel in tiefes Nachdenken:

Wort für Wort
evam uktasya kaunteya tena rājñā nalasya ha vyadīryata mano duḥkhāt pradadhyau ca mahāmanāḥ
Als er, o Kaunteya, von jenem König so angesprochen wurde, zerriss Nalas Herz vor Kummer, und der Hochgesinnte verfiel in tiefes Nachdenken:

damayantī bhaved etat kuryād duḥkhena mohitā asmadarthe bhaved vāyam upāyaś cintito mahān

„Ist dies Damayantī? Würde sie, vom Leid verwirrt, dies tun? Oder wäre dies ein großer, meinetwegen ersonnener Plan?

Wort für Wort
damayantī bhaved etat kuryād duḥkhena mohitā asmadarthe bhaved vāyam upāyaś cintito mahān
„Ist dies Damayantī? Würde sie, vom Leid verwirrt, dies tun? Oder wäre dies ein großer, meinetwegen ersonnener Plan?

nṛśaṃsaṃ bata vaidarbhī kartukāmā tapasvinī mayā kṣudreṇa nikṛtā pāpenākṛtabuddhinā

Ach, will die Vaidarbhī, die Bemitleidenswerte, etwas Grausames tun - sie, die von mir, dem Niederträchtigen, dem Sündigen, dem Unklugen, hintergangen wurde?

Wort für Wort
nṛśaṃsaṃ bata vaidarbhī kartukāmā tapasvinī mayā kṣudreṇa nikṛtā pāpenākṛtabuddhinā
Ach, will die Vaidarbhī, die Bemitleidenswerte, etwas Grausames tun - sie, die von mir, dem Niederträchtigen, dem Sündigen, dem Unklugen, hintergangen wurde?

strīsvabhāvaś calo loke mama doṣaś ca dāruṇaḥ syād evam api kuryāt sā vivaśā gatasauhṛdā mama śokena saṃvignā nairāśyāt tanumadhyamā

Das Wesen der Frauen ist in dieser Welt wankelmütig, und mein Vergehen ist furchtbar; so könnte sie es wohl tun, hilflos, mir gegenüber jeder Zuneigung beraubt, von Kummer erschüttert, aus Verzweiflung - sie, die Schlankhüftige.

Wort für Wort
strīsvabhāvaś calo loke mama doṣaś ca dāruṇaḥ syād evam api kuryāt sā vivaśā gatasauhṛdā mama śokena saṃvignā nairāśyāt tanumadhyamā
Das Wesen der Frauen ist in dieser Welt wankelmütig, und mein Vergehen ist furchtbar; so könnte sie es wohl tun, hilflos, mir gegenüber jeder Zuneigung beraubt, von Kummer erschüttert, aus Verzweiflung - sie, die Schlankhüftige.

na caivaṃ karhi cit kuryāt sāpatyā ca viśeṣataḥ yad atra tathyaṃ pathyaṃ ca gatvā vetsyāmi niścayam ṛtuparṇasya vai kāmam ātmārthaṃ ca karomy aham

Doch nein, sie würde dies niemals tun, zumal sie Kinder hat; was auch immer hier wahr und ratsam ist, werde ich, dorthin gegangen, mit Gewissheit erfahren. Ṛtuparṇas Wunsch erfülle ich, und zugleich diene ich meinem eigenen Anliegen.“

Wort für Wort
na caivaṃ karhi cit kuryāt sāpatyā ca viśeṣataḥ yad atra tathyaṃ pathyaṃ ca gatvā vetsyāmi niścayam ṛtuparṇasya vai kāmam ātmārthaṃ ca karomy aham
Doch nein, sie würde dies niemals tun, zumal sie Kinder hat; was auch immer hier wahr und ratsam ist, werde ich, dorthin gegangen, mit Gewissheit erfahren. Ṛtuparṇas Wunsch erfülle ich, und zugleich diene ich meinem eigenen Anliegen.“

iti niścitya manasā bāhuko dīnamānasaḥ kṛtāñjalir uvācedam ṛtuparṇaṃ narādhipam

So im Geiste entschlossen, sprach Bāhuka, betrübten Sinnes, mit gefalteten Händen, dies zu Ṛtuparṇa, dem Herrscher der Menschen:

Wort für Wort
iti niścitya manasā bāhuko dīnamānasaḥ kṛtāñjalir uvācedam ṛtuparṇaṃ narādhipam
So im Geiste entschlossen, sprach Bāhuka, betrübten Sinnes, mit gefalteten Händen, dies zu Ṛtuparṇa, dem Herrscher der Menschen:

pratijānāmi te satyaṃ gamiṣyasi narādhipa ekāhnā puruṣavyāghra vidarbhanagarīṃ nṛpa

„Ich verspreche dir wahrhaftig: Du wirst, o Herrscher der Menschen, o Tiger unter den Männern, an einem einzigen Tag zur Stadt Vidarbha gelangen, o König.“

Wort für Wort
pratijānāmi te satyaṃ gamiṣyasi narādhipa ekāhnā puruṣavyāghra vidarbhanagarīṃ nṛpa
„Ich verspreche dir wahrhaftig: Du wirst, o Herrscher der Menschen, o Tiger unter den Männern, an einem einzigen Tag zur Stadt Vidarbha gelangen, o König.“

tataḥ parīkṣām aśvānāṃ cakre rājan sa bāhukaḥ aśvaśālām upāgamya bhāṅgasvarinṛpājñayā

Da prüfte, o König, jener Bāhuka, auf Geheiß des Königs Bhāṅgāsvari, die Pferde, nachdem er sich zum Pferdestall begeben hatte.

Wort für Wort
tataḥ parīkṣām aśvānāṃ cakre rājan sa bāhukaḥ aśvaśālām upāgamya bhāṅgasvarinṛpājñayā
Da prüfte, o König, jener Bāhuka, auf Geheiß des Königs Bhāṅgāsvari, die Pferde, nachdem er sich zum Pferdestall begeben hatte.

sa tvaryamāṇo bahuśa ṛtuparṇena bāhukaḥ adhyagacchat kṛśān aśvān samarthān adhvani kṣamān

Von Ṛtuparṇa vielfach gedrängt, fand Bāhuka magere Pferde, die aber leistungsfähig und dem Weg gewachsen waren,

Wort für Wort
sa tvaryamāṇo bahuśa ṛtuparṇena bāhukaḥ adhyagacchat kṛśān aśvān samarthān adhvani kṣamān
Von Ṛtuparṇa vielfach gedrängt, fand Bāhuka magere Pferde, die aber leistungsfähig und dem Weg gewachsen waren,

tejobalasamāyuktān kulaśīlasamanvitān varjitāṃl lakṣaṇair hīnaiḥ pṛthuprothān mahāhanūn śuddhān daśabhir āvartaiḥ sindhujān vātaraṃhasaḥ

mit Kraft und Stärke begabt, von edler Herkunft und gutem Wesen, frei von minderwertigen Merkmalen, mit breiten Nüstern, mächtigen Kiefern, reinrassig, mit zehn Wirbelzeichen versehen, aus dem Sindhu-Land stammend, windschnell.

Wort für Wort
tejobalasamāyuktān kulaśīlasamanvitān varjitāṃl lakṣaṇair hīnaiḥ pṛthuprothān mahāhanūn śuddhān daśabhir āvartaiḥ sindhujān vātaraṃhasaḥ
mit Kraft und Stärke begabt, von edler Herkunft und gutem Wesen, frei von minderwertigen Merkmalen, mit breiten Nüstern, mächtigen Kiefern, reinrassig, mit zehn Wirbelzeichen versehen, aus dem Sindhu-Land stammend, windschnell.

dṛṣṭvā tān abravīd rājā kiṃ cit kopasamanvitaḥ kim idaṃ prārthitaṃ kartuṃ pralabdhavyā hi te vayam

Als er sie sah, sprach der König, ein wenig zornerfüllt: „Was soll das? Was du dir da vorgenommen hast zu tun - wirst du uns damit etwa zum Narren halten?

Wort für Wort
dṛṣṭvā tān abravīd rājā kiṃ cit kopasamanvitaḥ kim idaṃ prārthitaṃ kartuṃ pralabdhavyā hi te vayam
Als er sie sah, sprach der König, ein wenig zornerfüllt: „Was soll das? Was du dir da vorgenommen hast zu tun - wirst du uns damit etwa zum Narren halten?

katham alpabalaprāṇā vakṣyantīme hayā mama mahān adhvā ca turagair gantavyaḥ katham īdṛśaiḥ

Wie sollen diese meine Pferde, von geringer Kraft und geringem Atem, mich tragen? Wie soll der lange Weg mit solchen Rossen zurückgelegt werden?“

Wort für Wort
katham alpabalaprāṇā vakṣyantīme hayā mama mahān adhvā ca turagair gantavyaḥ katham īdṛśaiḥ
Wie sollen diese meine Pferde, von geringer Kraft und geringem Atem, mich tragen? Wie soll der lange Weg mit solchen Rossen zurückgelegt werden?“

bāhuka uvāca ete hayā gamiṣyanti vidarbhān nātra saṃśayaḥ athānyān manyase rājan brūhi kān yojayāmi te

Bāhuka sprach: „Diese Pferde werden nach Vidarbha gelangen, daran besteht kein Zweifel. Hältst du aber andere für besser, o König, so sage mir, welche ich anschirren soll.“

Wort für Wort
bāhuka uvāca ete hayā gamiṣyanti vidarbhān nātra saṃśayaḥ athānyān manyase rājan brūhi kān yojayāmi te
Bāhuka sprach: „Diese Pferde werden nach Vidarbha gelangen, daran besteht kein Zweifel. Hältst du aber andere für besser, o König, so sage mir, welche ich anschirren soll.“

ṛtuparṇa uvāca tvam eva hayatattvajñaḥ kuśalaś cāsi bāhuka yān manyase samarthāṃs tvaṃ kṣipraṃ tān eva yojaya

Ṛtuparṇa sprach: „Du bist eben der Kenner des Pferdewesens und darin erfahren, Bāhuka; welche du für geeignet hältst, eben diese schirre rasch an.“

Wort für Wort
ṛtuparṇa uvāca tvam eva hayatattvajñaḥ kuśalaś cāsi bāhuka yān manyase samarthāṃs tvaṃ kṣipraṃ tān eva yojaya
Ṛtuparṇa sprach: „Du bist eben der Kenner des Pferdewesens und darin erfahren, Bāhuka; welche du für geeignet hältst, eben diese schirre rasch an.“

bṛhadaśva uvāca tataḥ sadaśvāṃś caturaḥ kulaśīlasamanvitān yojayām āsa kuśalo javayuktān rathe naraḥ

Bṛhadaśva sprach: Da schirrte der geschickte Mann vier edle Rosse von guter Herkunft und gutem Wesen, mit Schnelligkeit begabt, an den Wagen.

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca tataḥ sadaśvāṃś caturaḥ kulaśīlasamanvitān yojayām āsa kuśalo javayuktān rathe naraḥ
Bṛhadaśva sprach: Da schirrte der geschickte Mann vier edle Rosse von guter Herkunft und gutem Wesen, mit Schnelligkeit begabt, an den Wagen.

tato yuktaṃ rathaṃ rājā samārohat tvarānvitaḥ atha paryapatan bhūmau jānubhis te hayottamāḥ

Dann bestieg der König, voller Eile, den angeschirrten Wagen; und da sanken jene vortrefflichen Rosse auf ihre Knie zu Boden.

Wort für Wort
tato yuktaṃ rathaṃ rājā samārohat tvarānvitaḥ atha paryapatan bhūmau jānubhis te hayottamāḥ
Dann bestieg der König, voller Eile, den angeschirrten Wagen; und da sanken jene vortrefflichen Rosse auf ihre Knie zu Boden.

tato naravaraḥ śrīmān nalo rājā viśāṃ pate sāntvayām āsa tān aśvāṃs tejobalasamanvitān

Da beschwichtigte, o Herr der Völker, der glanzvolle König Nala, der Beste der Männer, jene mit Kraft und Stärke begabten Rosse.

Wort für Wort
tato naravaraḥ śrīmān nalo rājā viśāṃ pate sāntvayām āsa tān aśvāṃs tejobalasamanvitān
Da beschwichtigte, o Herr der Völker, der glanzvolle König Nala, der Beste der Männer, jene mit Kraft und Stärke begabten Rosse.

raśmibhiś ca samudyamya nalo yātum iyeṣa saḥ sūtam āropya vārṣṇeyaṃ javam āsthāya vai param

Nachdem er sie mit den Zügeln aufgerichtet hatte, wollte Nala aufbrechen; er ließ den Wagenlenker Vārṣṇeya aufsteigen und griff zu höchster Geschwindigkeit.

Wort für Wort
raśmibhiś ca samudyamya nalo yātum iyeṣa saḥ sūtam āropya vārṣṇeyaṃ javam āsthāya vai param
Nachdem er sie mit den Zügeln aufgerichtet hatte, wollte Nala aufbrechen; er ließ den Wagenlenker Vārṣṇeya aufsteigen und griff zu höchster Geschwindigkeit.

te codyamānā vidhinā bāhukena hayottamāḥ samutpetur ivākāśaṃ rathinaṃ mohayann iva

Jene vortrefflichen Rosse, von Bāhuka kundig angetrieben, schienen förmlich in die Luft emporzuschnellen und den Wagenlenker in Staunen zu versetzen.

Wort für Wort
te codyamānā vidhinā bāhukena hayottamāḥ samutpetur ivākāśaṃ rathinaṃ mohayann iva
Jene vortrefflichen Rosse, von Bāhuka kundig angetrieben, schienen förmlich in die Luft emporzuschnellen und den Wagenlenker in Staunen zu versetzen.

tathā tu dṛṣṭvā tān aśvān vahato vātaraṃhasaḥ ayodhyādhipatir dhīmān vismayaṃ paramaṃ yayau

Als er die Pferde so windschnell dahinziehen sah, geriet der weise Herrscher von Ayodhyā in höchstes Staunen.

Wort für Wort
tathā tu dṛṣṭvā tān aśvān vahato vātaraṃhasaḥ ayodhyādhipatir dhīmān vismayaṃ paramaṃ yayau
Als er die Pferde so windschnell dahinziehen sah, geriet der weise Herrscher von Ayodhyā in höchstes Staunen.

rathaghoṣaṃ tu taṃ śrutvā hayasaṃgrahaṇaṃ ca tat vārṣṇeyaś cintayām āsa bāhukasya hayajñatām

Als er das Rollen des Wagens hörte und jene Art der Zügelführung, dachte Vārṣṇeya über Bāhukas Kenntnis des Pferdewesens nach:

Wort für Wort
rathaghoṣaṃ tu taṃ śrutvā hayasaṃgrahaṇaṃ ca tat vārṣṇeyaś cintayām āsa bāhukasya hayajñatām
Als er das Rollen des Wagens hörte und jene Art der Zügelführung, dachte Vārṣṇeya über Bāhukas Kenntnis des Pferdewesens nach:

kiṃ nu syān mātalir ayaṃ devarājasya sārathiḥ tathā hi lakṣaṇaṃ vīre bāhuke dṛśyate mahat

„Ist dies vielleicht Mātali, der Wagenlenker des Götterkönigs? Denn ein solch großes Kennzeichen ist an dem Helden Bāhuka zu erkennen.

Wort für Wort
kiṃ nu syān mātalir ayaṃ devarājasya sārathiḥ tathā hi lakṣaṇaṃ vīre bāhuke dṛśyate mahat
„Ist dies vielleicht Mātali, der Wagenlenker des Götterkönigs? Denn ein solch großes Kennzeichen ist an dem Helden Bāhuka zu erkennen.

śālihotro 'tha kiṃ nu syād dhayānāṃ kulatattvavit mānuṣaṃ samanuprāpto vapuḥ paramaśobhanam

Oder ist es vielleicht Śālihotra, der Kenner des wahren Wesens der Pferdegeschlechter, der eine menschliche, überaus schöne Gestalt angenommen hat?

Wort für Wort
śālihotro 'tha kiṃ nu syād dhayānāṃ kulatattvavit mānuṣaṃ samanuprāpto vapuḥ paramaśobhanam
Oder ist es vielleicht Śālihotra, der Kenner des wahren Wesens der Pferdegeschlechter, der eine menschliche, überaus schöne Gestalt angenommen hat?

utāho svid bhaved rājā nalaḥ parapuraṃjayaḥ so 'yaṃ nṛpatir āyāta ity evaṃ samacintayat

Oder könnte es der König Nala sein, der Bezwinger feindlicher Städte - ist dieser Herrscher hier gekommen?“ - so dachte er nach.

Wort für Wort
utāho svid bhaved rājā nalaḥ parapuraṃjayaḥ so 'yaṃ nṛpatir āyāta ity evaṃ samacintayat
Oder könnte es der König Nala sein, der Bezwinger feindlicher Städte - ist dieser Herrscher hier gekommen?“ - so dachte er nach.

atha vā yāṃ nalo veda vidyāṃ tām eva bāhukaḥ tulyaṃ hi lakṣaye jñānaṃ bāhukasya nalasya ca

„Oder ist es die Kunst, die Nala kennt, die auch Bāhuka besitzt? Denn gleich erscheint mir das Wissen Bāhukas und das Nalas.

Wort für Wort
atha vā yāṃ nalo veda vidyāṃ tām eva bāhukaḥ tulyaṃ hi lakṣaye jñānaṃ bāhukasya nalasya ca
„Oder ist es die Kunst, die Nala kennt, die auch Bāhuka besitzt? Denn gleich erscheint mir das Wissen Bāhukas und das Nalas.

api cedaṃ vayas tulyam asya manye nalasya ca nāyaṃ nalo mahāvīryas tadvidyas tu bhaviṣyati

Auch das Alter, so meine ich, ist dem Nalas gleich; doch dieser hier ist wohl nicht der an großer Tatkraft reiche Nala, sondern wohl einer, der dessen Kunst besitzt.

Wort für Wort
api cedaṃ vayas tulyam asya manye nalasya ca nāyaṃ nalo mahāvīryas tadvidyas tu bhaviṣyati
Auch das Alter, so meine ich, ist dem Nalas gleich; doch dieser hier ist wohl nicht der an großer Tatkraft reiche Nala, sondern wohl einer, der dessen Kunst besitzt.

pracchannā hi mahātmānaś caranti pṛthivīm imām daivena vidhinā yuktāḥ śāstroktaiś ca virūpaṇaiḥ

Denn verborgen wandeln hochgesinnte Menschen auf dieser Erde, von schicksalhafter Fügung und den in den Lehrschriften genannten Entstellungen betroffen.

Wort für Wort
pracchannā hi mahātmānaś caranti pṛthivīm imām daivena vidhinā yuktāḥ śāstroktaiś ca virūpaṇaiḥ
Denn verborgen wandeln hochgesinnte Menschen auf dieser Erde, von schicksalhafter Fügung und den in den Lehrschriften genannten Entstellungen betroffen.

bhavet tu matibhedo me gātravairūpyatāṃ prati pramāṇāt parihīnas tu bhaved iti hi me matiḥ

Doch mag mein Urteil in Bezug auf die Entstellung seiner Glieder abweichen; dass er nur an Größe unterlegen sei - das ist meine Meinung.

Wort für Wort
bhavet tu matibhedo me gātravairūpyatāṃ prati pramāṇāt parihīnas tu bhaved iti hi me matiḥ
Doch mag mein Urteil in Bezug auf die Entstellung seiner Glieder abweichen; dass er nur an Größe unterlegen sei - das ist meine Meinung.

vayaḥpramāṇaṃ tattulyaṃ rūpeṇa tu viparyayaḥ nalaṃ sarvaguṇair yuktaṃ manye bāhukam antataḥ

Alter und Größe sind gleich, doch in der Gestalt besteht ein Unterschied; letztlich halte ich Bāhuka für Nala, ausgestattet mit all dessen Eigenschaften.“

Wort für Wort
vayaḥpramāṇaṃ tattulyaṃ rūpeṇa tu viparyayaḥ nalaṃ sarvaguṇair yuktaṃ manye bāhukam antataḥ
Alter und Größe sind gleich, doch in der Gestalt besteht ein Unterschied; letztlich halte ich Bāhuka für Nala, ausgestattet mit all dessen Eigenschaften.“

evaṃ vicārya bahuśo vārṣṇeyaḥ paryacintayat hṛdayena mahārāja puṇyaślokasya sārathiḥ

So erwog es der Wagenlenker des von makellosem Ruhm, Vārṣṇeya, o Großkönig, vielfach in seinem Herzen.

Wort für Wort
evaṃ vicārya bahuśo vārṣṇeyaḥ paryacintayat hṛdayena mahārāja puṇyaślokasya sārathiḥ
So erwog es der Wagenlenker des von makellosem Ruhm, Vārṣṇeya, o Großkönig, vielfach in seinem Herzen.

ṛtuparṇas tu rājendra bāhukasya hayajñatām cintayan mumude rājā sahavārṣṇeyasārathiḥ

Ṛtuparṇa aber, o Fürst der Könige, der König, freute sich, an Bāhukas Kenntnis des Pferdewesens denkend, zusammen mit dem Wagenlenker Vārṣṇeya,

Wort für Wort
ṛtuparṇas tu rājendra bāhukasya hayajñatām cintayan mumude rājā sahavārṣṇeyasārathiḥ
Ṛtuparṇa aber, o Fürst der Könige, der König, freute sich, an Bāhukas Kenntnis des Pferdewesens denkend, zusammen mit dem Wagenlenker Vārṣṇeya,

balaṃ vīryaṃ tathotsāhaṃ hayasaṃgrahaṇaṃ ca tat paraṃ yatnaṃ ca saṃprekṣya parāṃ mudam avāpa ha

und, seine Kraft, seine Tatkraft, seinen Eifer und jene Art der Zügelführung, seine höchste Anstrengung erblickend, empfand er höchste Freude.

Wort für Wort
balaṃ vīryaṃ tathotsāhaṃ hayasaṃgrahaṇaṃ ca tat paraṃ yatnaṃ ca saṃprekṣya parāṃ mudam avāpa ha
und, seine Kraft, seine Tatkraft, seinen Eifer und jene Art der Zügelführung, seine höchste Anstrengung erblickend, empfand er höchste Freude.

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