Kapitel 273: Rāmopākhyānam (16)
Heilung durch das Wunderwasser, Indrajits Tod und Rāvaṇas Entschluss
Vibhīṣaṇa und Sugrīva heilen die bewusstlosen Rāma und Lakṣmaṇa mit einem Zauberspruch und dem Wunderkraut Viśalyā; ein von Kubera gesandtes Wasser verleiht ihnen und den Affenführern die Fähigkeit, Unsichtbares zu sehen. Als Indrajit zum erneuten Kampf zurückkehrt, tötet ihn Lakṣmaṇa in einem harten Zweikampf. Rāvaṇa, außer sich vor Trauer und Zorn über den Tod seines Sohnes, will Sītā eigenhändig töten, wird jedoch vom weisen Rākṣasa Avindhya davon abgebracht, der ihm rät, stattdessen selbst gegen Rāma in die Schlacht zu ziehen.
Mārkaṇḍeya sprach: „Als er sah, dass die beiden Brüder von unermesslicher Kraft gefallen waren, fesselte sie der Sohn Rāvaṇas darauf noch mehr mit den ihm als Gabe verliehenen Pfeilen.
Mārkaṇḍeya sprach: „Als er sah, dass die beiden Brüder von unermesslicher Kraft gefallen waren, fesselte sie der Sohn Rāvaṇas darauf noch mehr mit den ihm als Gabe verliehenen Pfeilen.
Darauf, zu jenem Ort gekommen, weckte der wirkungsvoll handelnde Vibhīṣaṇa die beiden Helden mit einer Bewusstseins-Zauberformel, und sie wurden dadurch geweckt.
Darauf, zu jenem Ort gekommen, weckte der wirkungsvoll handelnde Vibhīṣaṇa die beiden Helden mit einer Bewusstseins-Zauberformel, und sie wurden dadurch geweckt.
tau labdhasaṃjñau nṛvarau viśalyāv udatiṣṭhatām gatatandrīklamau cāstāṃ kṣaṇenobhau mahārathau
Die beiden vortrefflichen Männer, wieder bei Bewusstsein und von den Pfeilen befreit, erhoben sich; binnen eines Augenblicks waren die beiden großen Wagenkämpfer frei von Mattigkeit und Erschöpfung.
Wort für Wort
tau labdhasaṃjñau nṛvarau viśalyāv udatiṣṭhatām gatatandrīklamau cāstāṃ kṣaṇenobhau mahārathau
Die beiden vortrefflichen Männer, wieder bei Bewusstsein und von den Pfeilen befreit, erhoben sich; binnen eines Augenblicks waren die beiden großen Wagenkämpfer frei von Mattigkeit und Erschöpfung.
Darauf sprach Vibhīṣaṇa, Sohn der Pṛthā, als er Rāma, die Freude der Ikṣvākus, fieberfrei sah, mit gefalteten Händen dieses Wort: ‚Dieses Wasser, auf Befehl des Königs der Könige genommen,
Darauf sprach Vibhīṣaṇa, Sohn der Pṛthā, als er Rāma, die Freude der Ikṣvākus, fieberfrei sah, mit gefalteten Händen dieses Wort: ‚Dieses Wasser, auf Befehl des Königs der Könige genommen,
indrajit kṛtakarmā tu pitre karma tadātmanaḥ nivedya punar āgacchat tvarayājiśiraḥ prati
Indrajit aber, nachdem er seine Tat vollbracht hatte, meldete seinem Vater seine eigene Tat und kehrte eilends wieder an die Spitze der Schlacht zurück.
Wort für Wort
indrajit kṛtakarmā tu pitre karma tadātmanaḥ nivedya punar āgacchat tvarayājiśiraḥ prati
Indrajit aber, nachdem er seine Tat vollbracht hatte, meldete seinem Vater seine eigene Tat und kehrte eilends wieder an die Spitze der Schlacht zurück.
Indrajit durchbohrte den Sohn der Sumitrā mit scharfen, lebenswichtige Stellen durchbohrenden Pfeilen, und der Sohn der Sumitrā durchbohrte den Sohn Rāvaṇas mit feuerberührten Pfeilen.
Indrajit durchbohrte den Sohn der Sumitrā mit scharfen, lebenswichtige Stellen durchbohrenden Pfeilen, und der Sohn der Sumitrā durchbohrte den Sohn Rāvaṇas mit feuerberührten Pfeilen.
Durch die Berührung der Pfeile des Sohnes der Sumitrā von Zorn überwältigt, entsandte der Sohn Rāvaṇas acht Giftschlangen gleiche Pfeile gegen Lakṣmaṇa.
Durch die Berührung der Pfeile des Sohnes der Sumitrā von Zorn überwältigt, entsandte der Sohn Rāvaṇas acht Giftschlangen gleiche Pfeile gegen Lakṣmaṇa.
Nachdem er ihn, dessen Arme und Schultern abgeschlagen waren, den furchtbar anzusehenden Rumpf, erschlagen hatte, tötete der Beste der Starken mit Waffen auch den Wagenlenker.
Nachdem er ihn, dessen Arme und Schultern abgeschlagen waren, den furchtbar anzusehenden Rumpf, erschlagen hatte, tötete der Beste der Starken mit Waffen auch den Wagenlenker.
Als er sah, dass sein Sohn gefallen war, mit vor Schreck verwirrten Augen, von Kummer und Verblendung gequält, machte sich Rāvaṇa bereit, die Tochter Videhas zu töten.
Als er sah, dass sein Sohn gefallen war, mit vor Schreck verwirrten Augen, von Kummer und Verblendung gequält, machte sich Rāvaṇa bereit, die Tochter Videhas zu töten.
aśokavanikāsthāṃ tāṃ rāmadarśanalālasām khaḍgam ādāya duṣṭātmā javenābhipapāta ha
Auf sie, die im Aśoka-Hain weilte, nach dem Anblick Rāmas verlangend, stürzte sich der Bösgesinnte, ein Schwert ergreifend, mit großer Geschwindigkeit.
Wort für Wort
aśokavanikāsthāṃ tāṃ rāmadarśanalālasām khaḍgam ādāya duṣṭātmā javenābhipapāta ha
Auf sie, die im Aśoka-Hain weilte, nach dem Anblick Rāmas verlangend, stürzte sich der Bösgesinnte, ein Schwert ergreifend, mit großer Geschwindigkeit.
mahārājye sthito dīpte na striyaṃ hantum arhasi hataivaiṣā yadā strī ca bandhanasthā ca te gṛhe
‚Als Herrscher eines glanzvollen großen Königreichs solltest du keine Frau töten; diese Frau ist ohnehin schon wie tot, da sie eine Frau ist und in deinem Haus in Gefangenschaft gehalten wird.
Wort für Wort
mahārājye sthito dīpte na striyaṃ hantum arhasi hataivaiṣā yadā strī ca bandhanasthā ca te gṛhe
‚Als Herrscher eines glanzvollen großen Königreichs solltest du keine Frau töten; diese Frau ist ohnehin schon wie tot, da sie eine Frau ist und in deinem Haus in Gefangenschaft gehalten wird.
na caiṣā dehabhedena hatā syād iti me matiḥ jahi bhartāram evāsyā hate tasmin hatā bhavet
Und nicht durch die Zerstörung ihres Körpers wäre sie wahrhaft getötet, so meine ich; erschlage ihren Gatten - ist jener erschlagen, so wäre sie damit erschlagen.
Wort für Wort
na caiṣā dehabhedena hatā syād iti me matiḥ jahi bhartāram evāsyā hate tasmin hatā bhavet
Und nicht durch die Zerstörung ihres Körpers wäre sie wahrhaft getötet, so meine ich; erschlage ihren Gatten - ist jener erschlagen, so wäre sie damit erschlagen.
na hi te vikrame tulyaḥ sākṣād api śatakratuḥ asakṛd dhi tvayā sendrās trāsitās tridaśā yudhi
Denn nicht einmal Śatakratu selbst kommt dir an Tapferkeit gleich; mehr als einmal wurden ja die dreißig Götter samt Indra von dir im Kampf in Schrecken versetzt.‘
Wort für Wort
na hi te vikrame tulyaḥ sākṣād api śatakratuḥ asakṛd dhi tvayā sendrās trāsitās tridaśā yudhi
Denn nicht einmal Śatakratu selbst kommt dir an Tapferkeit gleich; mehr als einmal wurden ja die dreißig Götter samt Indra von dir im Kampf in Schrecken versetzt.‘
niryāṇe sa matiṃ kṛtvā nidhāyāsiṃ kṣapācaraḥ ājñāpayām āsa tadā ratho me kalpyatām iti
Nachdem der Nachtwandler den Entschluss gefasst hatte, selbst auszuziehen, legte er das Schwert nieder und befahl darauf: ‚Mein Wagen soll bereitgestellt werden.‘“
Wort für Wort
niryāṇe sa matiṃ kṛtvā nidhāyāsiṃ kṣapācaraḥ ājñāpayām āsa tadā ratho me kalpyatām iti
Nachdem der Nachtwandler den Entschluss gefasst hatte, selbst auszuziehen, legte er das Schwert nieder und befahl darauf: ‚Mein Wagen soll bereitgestellt werden.‘“