Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 170: Hiraṇyapuravadhaḥ Die Vernichtung von Hiraṇyapura

Arjuna erblickt die frei im Luftraum schwebende Dämonenstadt Hiraṇyapura, bewohnt von den unangreifbaren, nur durch Menschenhand sterblichen Kālakeyas und Paulomas. Trotz ihrer Unangreifbarkeit greift er an; nach zähem Kampf und der Abwehr der beweglichen, in alle Richtungen entweichenden Stadt setzt er, in höchster Bedrängnis, die furchtbare Raudra-Waffe Rudras ein, die in unzähligen Tiergestalten alle Dānavas vernichtet. Mātali und, nach der Rückkehr, Indra selbst preisen die übermenschliche Tat; Indra verheißt Arjuna, dass Yudhiṣṭhira dereinst die durch seine Kraft bezwungene Erde beherrschen wird.

arjuna uvāca nivartamānena mayā mahad dṛṣṭaṃ tato 'param puraṃ kāmacaraṃ divyaṃ pāvakārkasamaprabham

„Arjuna sprach: Als ich zurückkehrte, erblickte ich sodann eine weitere große, nach Belieben schwebende, göttliche Stadt, gleißend wie Feuer und Sonne,

Wort für Wort
arjuna uvāca nivartamānena mayā mahad dṛṣṭaṃ tato 'param puraṃ kāmacaraṃ divyaṃ pāvakārkasamaprabham
„Arjuna sprach: Als ich zurückkehrte, erblickte ich sodann eine weitere große, nach Belieben schwebende, göttliche Stadt, gleißend wie Feuer und Sonne,

drumai ratnamayaiś caitrair bhāsvaraiś ca patatribhiḥ paulomaiḥ kālakeyaiś ca nityahṛṣṭair adhiṣṭhitam

mit bunten, aus Juwelen gefertigten, glänzenden Bäumen und Vögeln, bewohnt von den stets frohgemuten Paulomas und Kālakeyas,

Wort für Wort
drumai ratnamayaiś caitrair bhāsvaraiś ca patatribhiḥ paulomaiḥ kālakeyaiś ca nityahṛṣṭair adhiṣṭhitam
mit bunten, aus Juwelen gefertigten, glänzenden Bäumen und Vögeln, bewohnt von den stets frohgemuten Paulomas und Kālakeyas,

gopurāṭṭālakopetaṃ caturdvāraṃ durāsadam sarvaratnamayaṃ divyam adbhutopamadarśanam drumaiḥ puṣpaphalopetair divyaratnamayair vṛtam

versehen mit Torbauten und Wachtürmen, vierfach betort, unangreifbar, ganz aus Juwelen, göttlich, von wundersam-vergleichbarem Anblick, umgeben von Bäumen voller Blüten und Früchte, aus göttlichen Juwelen gefertigt,

Wort für Wort
gopurāṭṭālakopetaṃ caturdvāraṃ durāsadam sarvaratnamayaṃ divyam adbhutopamadarśanam drumaiḥ puṣpaphalopetair divyaratnamayair vṛtam
versehen mit Torbauten und Wachtürmen, vierfach betort, unangreifbar, ganz aus Juwelen, göttlich, von wundersam-vergleichbarem Anblick, umgeben von Bäumen voller Blüten und Früchte, aus göttlichen Juwelen gefertigt,

tathā patatribhir divyair upetaṃ sumanoharaiḥ asurair nityamuditaiḥ śūlarṣṭimusalāyudhaiḥ cāpamudgarahastaiś ca sragvibhiḥ sarvato vṛtam

ebenso versehen mit göttlichen, überaus reizvollen Vögeln, von allen Seiten umgeben von stets frohen Asuras, mit Speer, Lanze und Streitkolben bewaffnet, mit Bogen und Hammer in den Händen, mit Blumengirlanden geschmückt.

Wort für Wort
tathā patatribhir divyair upetaṃ sumanoharaiḥ asurair nityamuditaiḥ śūlarṣṭimusalāyudhaiḥ cāpamudgarahastaiś ca sragvibhiḥ sarvato vṛtam
ebenso versehen mit göttlichen, überaus reizvollen Vögeln, von allen Seiten umgeben von stets frohen Asuras, mit Speer, Lanze und Streitkolben bewaffnet, mit Bogen und Hammer in den Händen, mit Blumengirlanden geschmückt.

tad ahaṃ prekṣya daityānāṃ puram adbhutadarśanam apṛcchaṃ mātaliṃ rājan kim idaṃ dṛśyateti vai

Als ich jene wundersam anzuschauende Stadt der Daityas erblickte, fragte ich Mātali, o König: ‚Was ist dies, das man hier sieht?‘

Wort für Wort
tad ahaṃ prekṣya daityānāṃ puram adbhutadarśanam apṛcchaṃ mātaliṃ rājan kim idaṃ dṛśyateti vai
Als ich jene wundersam anzuschauende Stadt der Daityas erblickte, fragte ich Mātali, o König: ‚Was ist dies, das man hier sieht?‘

mātalir uvāca pulomā nāma daiteyī kālakā ca mahāsurī divyaṃ varṣasahasraṃ te ceratuḥ paramaṃ tapaḥ tapaso 'nte tatas tābhyāṃ svayambhūr adadād varam

Mātali sprach: ‚Pulomā genannt, eine Tochter Ditis, und Kālakā, eine große Asurin, übten tausend göttliche Jahre lang höchste Askese; am Ende der Askese gewährte ihnen der Selbstentstandene eine Gabe.

Wort für Wort
mātalir uvāca pulomā nāma daiteyī kālakā ca mahāsurī divyaṃ varṣasahasraṃ te ceratuḥ paramaṃ tapaḥ tapaso 'nte tatas tābhyāṃ svayambhūr adadād varam
Mātali sprach: ‚Pulomā genannt, eine Tochter Ditis, und Kālakā, eine große Asurin, übten tausend göttliche Jahre lang höchste Askese; am Ende der Askese gewährte ihnen der Selbstentstandene eine Gabe.

agṛhṇītāṃ varaṃ te tu sutānām alpaduḥkhatām avadhyatāṃ ca rājendra surarākṣasapannagaiḥ

Sie wählten als Gabe für ihre Söhne geringes Leid und Unangreifbarkeit vor Göttern, Rākṣasas und Schlangenwesen, o Fürst der Könige.

Wort für Wort
agṛhṇītāṃ varaṃ te tu sutānām alpaduḥkhatām avadhyatāṃ ca rājendra surarākṣasapannagaiḥ
Sie wählten als Gabe für ihre Söhne geringes Leid und Unangreifbarkeit vor Göttern, Rākṣasas und Schlangenwesen, o Fürst der Könige.

ramaṇīyaṃ puraṃ cedaṃ khacaraṃ sukṛtaprabham sarvaratnaiḥ samuditaṃ durdharṣam amarair api sayakṣagandharvagaṇaiḥ pannagāsurarākṣasaiḥ

Und diese liebliche, im Luftraum schwebende, von guter Tat erstrahlende Stadt, reich an allen Juwelen, unangreifbar selbst für die Unsterblichen, für Yakṣas und Gandharven, Schlangenwesen, Asuras und Rākṣasas,

Wort für Wort
ramaṇīyaṃ puraṃ cedaṃ khacaraṃ sukṛtaprabham sarvaratnaiḥ samuditaṃ durdharṣam amarair api sayakṣagandharvagaṇaiḥ pannagāsurarākṣasaiḥ
Und diese liebliche, im Luftraum schwebende, von guter Tat erstrahlende Stadt, reich an allen Juwelen, unangreifbar selbst für die Unsterblichen, für Yakṣas und Gandharven, Schlangenwesen, Asuras und Rākṣasas,

sarvakāmaguṇopetaṃ vītaśokam anāmayam brahmaṇā bharataśreṣṭha kālakeyakṛte kṛtam

mit allen Vorzügen der Wünsche versehen, frei von Kummer, ohne Krankheit, wurde von Brahmā, bester der Bharatas, für die Kālakeyas geschaffen.

Wort für Wort
sarvakāmaguṇopetaṃ vītaśokam anāmayam brahmaṇā bharataśreṣṭha kālakeyakṛte kṛtam
mit allen Vorzügen der Wünsche versehen, frei von Kummer, ohne Krankheit, wurde von Brahmā, bester der Bharatas, für die Kālakeyas geschaffen.

tad etat khacaraṃ divyaṃ caraty amaravarjitam paulomādhyuṣitaṃ vīra kālakeyaiś ca dānavaiḥ

Diese göttliche, im Luftraum wandelnde Stadt, von Unsterblichen gemieden, bewohnt von den Paulomas, o Held, und den Kālakeya-Dānavas,

Wort für Wort
tad etat khacaraṃ divyaṃ caraty amaravarjitam paulomādhyuṣitaṃ vīra kālakeyaiś ca dānavaiḥ
Diese göttliche, im Luftraum wandelnde Stadt, von Unsterblichen gemieden, bewohnt von den Paulomas, o Held, und den Kālakeya-Dānavas,

hiraṇyapuram ity etat khyāyate nagaraṃ mahat rakṣitaṃ kālakeyaiś ca paulomaiś ca mahāsuraiḥ

wird Hiraṇyapura genannt, diese große Stadt, bewacht von den Kālakeyas und den großen Asuras, den Paulomas.

Wort für Wort
hiraṇyapuram ity etat khyāyate nagaraṃ mahat rakṣitaṃ kālakeyaiś ca paulomaiś ca mahāsuraiḥ
wird Hiraṇyapura genannt, diese große Stadt, bewacht von den Kālakeyas und den großen Asuras, den Paulomas.

ta ete muditā nityam avadhyāḥ sarvadaivataiḥ nivasanty atra rājendra gatodvegā nirutsukāḥ mānuṣo mṛtyur eteṣāṃ nirdiṣṭo brahmaṇā purā

Diese, stets fröhlich, unangreifbar für alle Götter, wohnen hier, o Fürst der Könige, ohne Furcht, ohne Sorge; der Tod durch Menschenhand wurde ihnen einst von Brahmā bestimmt.‘

Wort für Wort
ta ete muditā nityam avadhyāḥ sarvadaivataiḥ nivasanty atra rājendra gatodvegā nirutsukāḥ mānuṣo mṛtyur eteṣāṃ nirdiṣṭo brahmaṇā purā
Diese, stets fröhlich, unangreifbar für alle Götter, wohnen hier, o Fürst der Könige, ohne Furcht, ohne Sorge; der Tod durch Menschenhand wurde ihnen einst von Brahmā bestimmt.‘

arjuna uvāca surāsurair avadhyāṃs tān ahaṃ jñātvā tataḥ prabho abruvaṃ mātaliṃ hṛṣṭo yāhy etat puram añjasā

Arjuna sprach: Da ich erkannte, dass sie von Göttern und Asuras unangreifbar waren, o Gebieter, sprach ich, erfreut, zu Mātali: ‚Fahre geradewegs zu dieser Stadt.

Wort für Wort
arjuna uvāca surāsurair avadhyāṃs tān ahaṃ jñātvā tataḥ prabho abruvaṃ mātaliṃ hṛṣṭo yāhy etat puram añjasā
Arjuna sprach: Da ich erkannte, dass sie von Göttern und Asuras unangreifbar waren, o Gebieter, sprach ich, erfreut, zu Mātali: ‚Fahre geradewegs zu dieser Stadt.

tridaśeśadviṣo yāvat kṣayam astrair nayāmy aham na kathaṃ cid dhi me pāpā na vadhyā ye suradviṣaḥ

Bis ich die Feinde des Götterfürsten mit Waffen zum Untergang führe; keineswegs sind mir diese Übeltäter, die Feinde der Götter, unantastbar.‘

Wort für Wort
tridaśeśadviṣo yāvat kṣayam astrair nayāmy aham na kathaṃ cid dhi me pāpā na vadhyā ye suradviṣaḥ
Bis ich die Feinde des Götterfürsten mit Waffen zum Untergang führe; keineswegs sind mir diese Übeltäter, die Feinde der Götter, unantastbar.‘

uvāha māṃ tataḥ śīghraṃ hiraṇyapuram antikāt rathena tena divyena hariyuktena mātaliḥ

Da fuhr mich Mātali eilends mit jenem göttlichen, mit Falben bespannten Wagen nahe an Hiraṇyapura heran.

Wort für Wort
uvāha māṃ tataḥ śīghraṃ hiraṇyapuram antikāt rathena tena divyena hariyuktena mātaliḥ
Da fuhr mich Mātali eilends mit jenem göttlichen, mit Falben bespannten Wagen nahe an Hiraṇyapura heran.

te mām ālakṣya daiteyā vicitrābharaṇāmbarāḥ samutpetur mahāvegā rathān āsthāya daṃśitāḥ

Als jene Daityas, bunt geschmückt und gekleidet, mich erblickten, erhoben sie sich mit gewaltiger Wucht, ihre Wagen besteigend, gepanzert.

Wort für Wort
te mām ālakṣya daiteyā vicitrābharaṇāmbarāḥ samutpetur mahāvegā rathān āsthāya daṃśitāḥ
Als jene Daityas, bunt geschmückt und gekleidet, mich erblickten, erhoben sie sich mit gewaltiger Wucht, ihre Wagen besteigend, gepanzert.

tato nālīkanārācair bhallaśaktyṛṣṭitomaraiḥ abhyaghnan dānavendrā māṃ kruddhās tīvraparākramāḥ

Da schlugen die Fürsten der Dānavas, zornig, von heftiger Kraft, mit Nālīka- und Nārāca-Pfeilen, mit Bhalla-Pfeilen, Speeren, Lanzen und Wurfspießen auf mich ein.

Wort für Wort
tato nālīkanārācair bhallaśaktyṛṣṭitomaraiḥ abhyaghnan dānavendrā māṃ kruddhās tīvraparākramāḥ
Da schlugen die Fürsten der Dānavas, zornig, von heftiger Kraft, mit Nālīka- und Nārāca-Pfeilen, mit Bhalla-Pfeilen, Speeren, Lanzen und Wurfspießen auf mich ein.

tad ahaṃ cāstravarṣeṇa mahatā pratyavārayam śastravarṣaṃ mahad rājan vidyābalam upāśritaḥ

Da wehrte ich den gewaltigen Waffenregen mit einem gewaltigen Regen von Waffenzauber ab, o König, mich auf die Kraft des Wissens stützend.

Wort für Wort
tad ahaṃ cāstravarṣeṇa mahatā pratyavārayam śastravarṣaṃ mahad rājan vidyābalam upāśritaḥ
Da wehrte ich den gewaltigen Waffenregen mit einem gewaltigen Regen von Waffenzauber ab, o König, mich auf die Kraft des Wissens stützend.

vyāmohayaṃ ca tān sarvān rathamārgaiś caran raṇe te 'nyonyam abhisaṃmūḍhāḥ pātayanti sma dānavāḥ

Und ich betörte sie alle, auf Wagenwegen im Kampf umherfahrend; verwirrt, warfen die Dānavas einander gegenseitig nieder.

Wort für Wort
vyāmohayaṃ ca tān sarvān rathamārgaiś caran raṇe te 'nyonyam abhisaṃmūḍhāḥ pātayanti sma dānavāḥ
Und ich betörte sie alle, auf Wagenwegen im Kampf umherfahrend; verwirrt, warfen die Dānavas einander gegenseitig nieder.

teṣām ahaṃ vimūḍhānām anyonyam abhidhāvatām śirāṃsi viśikhair dīptair vyaharaṃ śatasaṃghaśaḥ

Von jenen Verwirrten, die aufeinander losstürmten, schlug ich mit lodernden Pfeilen die Häupter ab, zu Hunderten und Scharen.

Wort für Wort
teṣām ahaṃ vimūḍhānām anyonyam abhidhāvatām śirāṃsi viśikhair dīptair vyaharaṃ śatasaṃghaśaḥ
Von jenen Verwirrten, die aufeinander losstürmten, schlug ich mit lodernden Pfeilen die Häupter ab, zu Hunderten und Scharen.

te vadhyamānā daiteyāḥ puram āsthāya tat punaḥ kham utpetuḥ sanagarā māyām āsthāya dānavīm

Jene getöteten Daityas, wieder in ihre Stadt zurückgekehrt, erhoben sich samt der Stadt in den Luftraum, zur Dānava-Zauberkunst greifend.

Wort für Wort
te vadhyamānā daiteyāḥ puram āsthāya tat punaḥ kham utpetuḥ sanagarā māyām āsthāya dānavīm
Jene getöteten Daityas, wieder in ihre Stadt zurückgekehrt, erhoben sich samt der Stadt in den Luftraum, zur Dānava-Zauberkunst greifend.

tato 'haṃ śaravarṣeṇa mahatā pratyavārayam mārgam āvṛtya daityānāṃ gatiṃ caiṣām avārayam

Da hielt ich sie mit einem gewaltigen Pfeilregen auf, versperrte den Weg der Daityas und hinderte ihren Fortgang.

Wort für Wort
tato 'haṃ śaravarṣeṇa mahatā pratyavārayam mārgam āvṛtya daityānāṃ gatiṃ caiṣām avārayam
Da hielt ich sie mit einem gewaltigen Pfeilregen auf, versperrte den Weg der Daityas und hinderte ihren Fortgang.

tat puraṃ khacaraṃ divyaṃ kāmagaṃ divyavarcasam daiteyair varadānena dhāryate sma yathāsukham

Jene göttliche, im Luftraum schwebende, nach Belieben fahrende Stadt von göttlichem Glanz wurde durch die Gabe des Segens von den Daityas nach Gutdünken gehalten.

Wort für Wort
tat puraṃ khacaraṃ divyaṃ kāmagaṃ divyavarcasam daiteyair varadānena dhāryate sma yathāsukham
Jene göttliche, im Luftraum schwebende, nach Belieben fahrende Stadt von göttlichem Glanz wurde durch die Gabe des Segens von den Daityas nach Gutdünken gehalten.

antarbhūmau nipatitaṃ punar ūrdhvaṃ pratiṣṭhate punas tiryak prayāty āśu punar apsu nimajjati

Bald sank sie in die Erde, bald erhob sie sich wieder nach oben, bald fuhr sie eilends seitwärts, bald versank sie wieder im Wasser.

Wort für Wort
antarbhūmau nipatitaṃ punar ūrdhvaṃ pratiṣṭhate punas tiryak prayāty āśu punar apsu nimajjati
Bald sank sie in die Erde, bald erhob sie sich wieder nach oben, bald fuhr sie eilends seitwärts, bald versank sie wieder im Wasser.

amarāvatisaṃkāśaṃ puraṃ kāmagamaṃ tu tat aham astrair bahuvidhaiḥ pratyagṛhṇaṃ narādhipa

Jene Amarāvatī gleichende, nach Belieben fahrende Stadt hielt ich mit mannigfaltigen Waffen fest, o Herrscher der Menschen.

Wort für Wort
amarāvatisaṃkāśaṃ puraṃ kāmagamaṃ tu tat aham astrair bahuvidhaiḥ pratyagṛhṇaṃ narādhipa
Jene Amarāvatī gleichende, nach Belieben fahrende Stadt hielt ich mit mannigfaltigen Waffen fest, o Herrscher der Menschen.

tato 'haṃ śarajālena divyāstramuditena ca nyagṛhṇaṃ saha daiteyais tat puraṃ bharatarṣabha

Da hielt ich mit einem Netz von Pfeilen, entsandt durch göttliche Waffenkraft, jene Stadt samt den Daityas fest, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
tato 'haṃ śarajālena divyāstramuditena ca nyagṛhṇaṃ saha daiteyais tat puraṃ bharatarṣabha
Da hielt ich mit einem Netz von Pfeilen, entsandt durch göttliche Waffenkraft, jene Stadt samt den Daityas fest, o Stier der Bharatas.

vikṣataṃ cāyasair bāṇair matprayuktair ajihmagaiḥ mahīm abhyapatad rājan prabhagnaṃ puram āsuram

Verwundet von den eisernen, von mir entsandten, geradefliegenden Pfeilen, stürzte die zerschmetterte Dämonenstadt zur Erde nieder, o König.

Wort für Wort
vikṣataṃ cāyasair bāṇair matprayuktair ajihmagaiḥ mahīm abhyapatad rājan prabhagnaṃ puram āsuram
Verwundet von den eisernen, von mir entsandten, geradefliegenden Pfeilen, stürzte die zerschmetterte Dämonenstadt zur Erde nieder, o König.

te vadhyamānā madbāṇair vajravegair ayasmayaiḥ paryabhramanta vai rājann asurāḥ kālacoditāḥ

Von meinen eisernen, mit der Wucht des Donnerkeils versehenen Pfeilen getötet, irrten die Asuras umher, o König, vom Schicksal getrieben.

Wort für Wort
te vadhyamānā madbāṇair vajravegair ayasmayaiḥ paryabhramanta vai rājann asurāḥ kālacoditāḥ
Von meinen eisernen, mit der Wucht des Donnerkeils versehenen Pfeilen getötet, irrten die Asuras umher, o König, vom Schicksal getrieben.

tato mātalir apy āśu purastān nipatann iva mahīm avātarat kṣipraṃ rathenādityavarcasā

Da ließ auch Mātali eilends, als ob er vorausstürzte, den Wagen von sonnengleichem Glanz rasch zur Erde niedergehen.

Wort für Wort
tato mātalir apy āśu purastān nipatann iva mahīm avātarat kṣipraṃ rathenādityavarcasā
Da ließ auch Mātali eilends, als ob er vorausstürzte, den Wagen von sonnengleichem Glanz rasch zur Erde niedergehen.

tato rathasahasrāṇi ṣaṣṭis teṣām amarṣiṇām yuyutsūnāṃ mayā sārdhaṃ paryavartanta bhārata

Da umringten sechzigtausend Wagen jener Erzürnten, Kampfbegierigen, mich, o Bhārata.

Wort für Wort
tato rathasahasrāṇi ṣaṣṭis teṣām amarṣiṇām yuyutsūnāṃ mayā sārdhaṃ paryavartanta bhārata
Da umringten sechzigtausend Wagen jener Erzürnten, Kampfbegierigen, mich, o Bhārata.

tān ahaṃ niśitair bāṇair vyadhamaṃ gārdhravājitaiḥ te yuddhe saṃnyavartanta samudrasya yathormayaḥ

Sie zerstreute ich mit scharfen, geierbefiederten Pfeilen; sie brandeten im Kampf zurück wie Wogen des Meeres.

Wort für Wort
tān ahaṃ niśitair bāṇair vyadhamaṃ gārdhravājitaiḥ te yuddhe saṃnyavartanta samudrasya yathormayaḥ
Sie zerstreute ich mit scharfen, geierbefiederten Pfeilen; sie brandeten im Kampf zurück wie Wogen des Meeres.

neme śakyā mānuṣeṇa yuddheneti pracintya vai tato 'ham ānupūrvyeṇa sarvāṇy astrāṇy ayojayam

Als ich erwog, dass diese nicht mit menschlichem Kampf zu bezwingen seien, setzte ich der Reihe nach alle Waffen ein.

Wort für Wort
neme śakyā mānuṣeṇa yuddheneti pracintya vai tato 'ham ānupūrvyeṇa sarvāṇy astrāṇy ayojayam
Als ich erwog, dass diese nicht mit menschlichem Kampf zu bezwingen seien, setzte ich der Reihe nach alle Waffen ein.

tatas tāni sahasrāṇi rathānāṃ citrayodhinām astrāṇi mama divyāni pratyaghnañ śanakair iva

Da schlugen meine göttlichen Waffen jene Tausende von Wagen der bunt kämpfenden Krieger zurück, wie gemächlich.

Wort für Wort
tatas tāni sahasrāṇi rathānāṃ citrayodhinām astrāṇi mama divyāni pratyaghnañ śanakair iva
Da schlugen meine göttlichen Waffen jene Tausende von Wagen der bunt kämpfenden Krieger zurück, wie gemächlich.

rathamārgān vicitrāṃs te vicaranto mahārathāḥ pratyadṛśyanta saṃgrāme śataśo 'tha sahasraśaḥ

Auf bunten Wagenwegen umherfahrend, waren jene großen Wagenkämpfer im Kampf zu sehen, zu Hunderten und Tausenden,

Wort für Wort
rathamārgān vicitrāṃs te vicaranto mahārathāḥ pratyadṛśyanta saṃgrāme śataśo 'tha sahasraśaḥ
Auf bunten Wagenwegen umherfahrend, waren jene großen Wagenkämpfer im Kampf zu sehen, zu Hunderten und Tausenden,

vicitramukuṭāpīḍā vicitrakavacadhvajāḥ vicitrābharaṇāś caiva nandayantīva me manaḥ

mit bunten Diademen und Kopfschmuck, mit bunten Panzern und Bannern, auch mit buntem Schmuck – sie erfreuten geradezu meinen Sinn.

Wort für Wort
vicitramukuṭāpīḍā vicitrakavacadhvajāḥ vicitrābharaṇāś caiva nandayantīva me manaḥ
mit bunten Diademen und Kopfschmuck, mit bunten Panzern und Bannern, auch mit buntem Schmuck – sie erfreuten geradezu meinen Sinn.

ahaṃ tu śaravarṣais tān astrapramuditai raṇe nāśaknuvaṃ pīḍayituṃ te tu māṃ paryapīḍayan

Ich aber vermochte sie mit Pfeilregen, von Waffenzauber beflügelt, im Kampf nicht zu bedrängen; sie aber bedrängten mich.

Wort für Wort
ahaṃ tu śaravarṣais tān astrapramuditai raṇe nāśaknuvaṃ pīḍayituṃ te tu māṃ paryapīḍayan
Ich aber vermochte sie mit Pfeilregen, von Waffenzauber beflügelt, im Kampf nicht zu bedrängen; sie aber bedrängten mich.

taiḥ pīḍyamāno bahubhiḥ kṛtāstraiḥ kuśalair yudhi vyathito 'smi mahāyuddhe bhayaṃ cāgān mahan mama

Von ihnen, den Vielen, Waffenkundigen, im Kampf Geschickten bedrängt, geriet ich in der großen Schlacht in Bedrängnis, und große Furcht befiel mich.

Wort für Wort
taiḥ pīḍyamāno bahubhiḥ kṛtāstraiḥ kuśalair yudhi vyathito 'smi mahāyuddhe bhayaṃ cāgān mahan mama
Von ihnen, den Vielen, Waffenkundigen, im Kampf Geschickten bedrängt, geriet ich in der großen Schlacht in Bedrängnis, und große Furcht befiel mich.

tato 'haṃ devadevāya rudrāya praṇato raṇe svasti bhūtebhya ity uktvā mahāstraṃ samayojayam yat tad raudram iti khyātaṃ sarvāmitravināśanam

Da verneigte ich mich im Kampf vor Rudra, dem Gott der Götter, und, ‚Heil sei den Wesen‘ sprechend, setzte ich jene große Waffe ein, die als die Raudra-Waffe bekannt ist, die Vernichterin aller Feinde.

Wort für Wort
tato 'haṃ devadevāya rudrāya praṇato raṇe svasti bhūtebhya ity uktvā mahāstraṃ samayojayam yat tad raudram iti khyātaṃ sarvāmitravināśanam
Da verneigte ich mich im Kampf vor Rudra, dem Gott der Götter, und, ‚Heil sei den Wesen‘ sprechend, setzte ich jene große Waffe ein, die als die Raudra-Waffe bekannt ist, die Vernichterin aller Feinde.

tato 'paśyaṃ triśirasaṃ puruṣaṃ navalocanam trimukhaṃ ṣaḍbhujaṃ dīptam arkajvalanamūrdhajam lelihānair mahānāgaiḥ kṛtaśīrṣam amitrahan

Da erblickte ich einen dreiköpfigen Mann mit neun Augen, dreigesichtig, sechsarmig, glühend, mit Haupthaar wie Sonnenfeuer, mit züngelnden großen Schlangen das Haupt geschmückt, den Feindevernichter,

Wort für Wort
tato 'paśyaṃ triśirasaṃ puruṣaṃ navalocanam trimukhaṃ ṣaḍbhujaṃ dīptam arkajvalanamūrdhajam lelihānair mahānāgaiḥ kṛtaśīrṣam amitrahan
Da erblickte ich einen dreiköpfigen Mann mit neun Augen, dreigesichtig, sechsarmig, glühend, mit Haupthaar wie Sonnenfeuer, mit züngelnden großen Schlangen das Haupt geschmückt, den Feindevernichter,

vibhīs tatas tad astraṃ tu ghoraṃ raudraṃ sanātanam dṛṣṭvā gāṇḍīvasaṃyogam ānīya bharatarṣabha

da, jene furchtbare, ewige Raudra-Waffe erblickend, ängstlich, dennoch sie mit dem Gāṇḍīva verbindend, o Stier der Bharatas,

Wort für Wort
vibhīs tatas tad astraṃ tu ghoraṃ raudraṃ sanātanam dṛṣṭvā gāṇḍīvasaṃyogam ānīya bharatarṣabha
da, jene furchtbare, ewige Raudra-Waffe erblickend, ängstlich, dennoch sie mit dem Gāṇḍīva verbindend, o Stier der Bharatas,

namaskṛtvā trinetrāya śarvāyāmitatejase muktavān dānavendrāṇāṃ parābhāvāya bhārata

nachdem ich mich vor dem Dreiäugigen, Śarva, von unermesslichem Glanz, verneigt hatte, entließ ich sie zur Vernichtung der Fürsten der Dānavas, o Bhārata.

Wort für Wort
namaskṛtvā trinetrāya śarvāyāmitatejase muktavān dānavendrāṇāṃ parābhāvāya bhārata
nachdem ich mich vor dem Dreiäugigen, Śarva, von unermesslichem Glanz, verneigt hatte, entließ ich sie zur Vernichtung der Fürsten der Dānavas, o Bhārata.

muktamātre tatas tasmin rūpāṇy āsan sahasraśaḥ mṛgāṇām atha siṃhānāṃ vyāghrāṇāṃ ca viśāṃ pate ṛkṣāṇāṃ mahiṣāṇāṃ ca pannagānāṃ tathā gavām

Sobald sie entlassen war, entstanden tausendfach Gestalten von Hirschen, von Löwen, von Tigern, o Herr der Völker, von Bären, Büffeln, Schlangen, ebenso von Rindern,

Wort für Wort
muktamātre tatas tasmin rūpāṇy āsan sahasraśaḥ mṛgāṇām atha siṃhānāṃ vyāghrāṇāṃ ca viśāṃ pate ṛkṣāṇāṃ mahiṣāṇāṃ ca pannagānāṃ tathā gavām
Sobald sie entlassen war, entstanden tausendfach Gestalten von Hirschen, von Löwen, von Tigern, o Herr der Völker, von Bären, Büffeln, Schlangen, ebenso von Rindern,

gajānāṃ sṛmarāṇāṃ ca śarabhāṇāṃ ca sarvaśaḥ ṛṣabhāṇāṃ varāhāṇāṃ mārjārāṇāṃ tathaiva ca śālāvṛkāṇāṃ pretānāṃ bhuruṇḍānāṃ ca sarvaśaḥ

von Elefanten, Sṛmaras und Śarabhas allenthalben, von Stieren, Ebern, ebenso von Katzen, von Wölfen, Gespenstern und Bhuruṇḍa-Vögeln allenthalben,

Wort für Wort
gajānāṃ sṛmarāṇāṃ ca śarabhāṇāṃ ca sarvaśaḥ ṛṣabhāṇāṃ varāhāṇāṃ mārjārāṇāṃ tathaiva ca śālāvṛkāṇāṃ pretānāṃ bhuruṇḍānāṃ ca sarvaśaḥ
von Elefanten, Sṛmaras und Śarabhas allenthalben, von Stieren, Ebern, ebenso von Katzen, von Wölfen, Gespenstern und Bhuruṇḍa-Vögeln allenthalben,

gṛdhrāṇāṃ garuḍānāṃ ca makarāṇāṃ tathaiva ca piśācānāṃ sayakṣāṇāṃ tathaiva ca suradviṣām

von Geiern und Garuḍa-Vögeln, ebenso von Makaras, von Piśācas samt Yakṣas, ebenso von Götterfeinden,

Wort für Wort
gṛdhrāṇāṃ garuḍānāṃ ca makarāṇāṃ tathaiva ca piśācānāṃ sayakṣāṇāṃ tathaiva ca suradviṣām
von Geiern und Garuḍa-Vögeln, ebenso von Makaras, von Piśācas samt Yakṣas, ebenso von Götterfeinden,

guhyakānāṃ ca saṃgrāme nairṛtānāṃ tathaiva ca jhaṣāṇāṃ gajavaktrāṇām ulūkānāṃ tathaiva ca

von Guhyakas im Kampf, ebenso von Nairṛtas, von Fischen mit Elefantengesichtern, ebenso von Eulen,

Wort für Wort
guhyakānāṃ ca saṃgrāme nairṛtānāṃ tathaiva ca jhaṣāṇāṃ gajavaktrāṇām ulūkānāṃ tathaiva ca
von Guhyakas im Kampf, ebenso von Nairṛtas, von Fischen mit Elefantengesichtern, ebenso von Eulen,

mīnakūrmasamūhānāṃ nānāśastrāsipāṇinām tathaiva yātu dhānānāṃ gadāmudgaradhāriṇām

von Scharen von Fischen und Schildkröten, mit mannigfaltigen Waffen und Schwertern in den Händen, ebenso von Yātudhānas, Keule und Hammer tragend.

Wort für Wort
mīnakūrmasamūhānāṃ nānāśastrāsipāṇinām tathaiva yātu dhānānāṃ gadāmudgaradhāriṇām
von Scharen von Fischen und Schildkröten, mit mannigfaltigen Waffen und Schwertern in den Händen, ebenso von Yātudhānas, Keule und Hammer tragend.

etaiś cānyaiś ca bahubhir nānārūpadharais tathā sarvam āsīj jagad vyāptaṃ tasminn astre visarjite

Von diesen und vielen anderen, mannigfache Gestalten tragend, war die ganze Welt erfüllt, als jene Waffe entsandt wurde.

Wort für Wort
etaiś cānyaiś ca bahubhir nānārūpadharais tathā sarvam āsīj jagad vyāptaṃ tasminn astre visarjite
Von diesen und vielen anderen, mannigfache Gestalten tragend, war die ganze Welt erfüllt, als jene Waffe entsandt wurde.

triṣirobhiś caturdaṃṣṭraiś caturāsyaiś caturbhujaiḥ anekarūpasaṃyuktair māṃsamedovasāśibhiḥ abhīkṣṇaṃ vadhyamānās te dānavā ye samāgatāḥ

Durch Wesen mit drei Köpfen, vier Hauern, vier Gesichtern, vier Armen, mit vielerlei Gestalten versehen, Fleisch, Fett und Mark verzehrend, wurden jene versammelten Dānavas unaufhörlich getötet.

Wort für Wort
triṣirobhiś caturdaṃṣṭraiś caturāsyaiś caturbhujaiḥ anekarūpasaṃyuktair māṃsamedovasāśibhiḥ abhīkṣṇaṃ vadhyamānās te dānavā ye samāgatāḥ
Durch Wesen mit drei Köpfen, vier Hauern, vier Gesichtern, vier Armen, mit vielerlei Gestalten versehen, Fleisch, Fett und Mark verzehrend, wurden jene versammelten Dānavas unaufhörlich getötet.

arkajvalanatejobhir vajrāśanisamaprabhaiḥ adrisāramayaiś cānyair bāṇair arividāraṇaiḥ nyahanaṃ dānavān sarvān muhūrtenaiva bhārata

Mit Pfeilen von Sonnen- und Feuerglut, donnerkeil- und blitzgleichem Glanz, und anderen aus Felsenkraft gefertigten, feindzerreißenden, erschlug ich alle Dānavas binnen eines Augenblicks, o Bhārata.

Wort für Wort
arkajvalanatejobhir vajrāśanisamaprabhaiḥ adrisāramayaiś cānyair bāṇair arividāraṇaiḥ nyahanaṃ dānavān sarvān muhūrtenaiva bhārata
Mit Pfeilen von Sonnen- und Feuerglut, donnerkeil- und blitzgleichem Glanz, und anderen aus Felsenkraft gefertigten, feindzerreißenden, erschlug ich alle Dānavas binnen eines Augenblicks, o Bhārata.

gāṇḍīvāstrapraṇunnāṃs tān gatāsūn nabhasaś cyutān dṛṣṭvāhaṃ prāṇamaṃ bhūyas tripuraghnāya vedhase

Als ich sie, vom Gāṇḍīva-Waffenzauber niedergestreckt, des Lebens beraubt, vom Himmel herabgestürzt, sah, verneigte ich mich abermals vor dem Schöpfer, dem Zerstörer der Tripura.

Wort für Wort
gāṇḍīvāstrapraṇunnāṃs tān gatāsūn nabhasaś cyutān dṛṣṭvāhaṃ prāṇamaṃ bhūyas tripuraghnāya vedhase
Als ich sie, vom Gāṇḍīva-Waffenzauber niedergestreckt, des Lebens beraubt, vom Himmel herabgestürzt, sah, verneigte ich mich abermals vor dem Schöpfer, dem Zerstörer der Tripura.

tathā raudrāstraniṣpiṣṭān divyābharaṇabhūṣitān niśāmya paramaṃ harṣam agamad devasārathiḥ

Als er sie so, von der Raudra-Waffe zermalmt, mit göttlichem Schmuck geziert, erblickte, geriet der Wagenlenker der Götter in höchste Freude.

Wort für Wort
tathā raudrāstraniṣpiṣṭān divyābharaṇabhūṣitān niśāmya paramaṃ harṣam agamad devasārathiḥ
Als er sie so, von der Raudra-Waffe zermalmt, mit göttlichem Schmuck geziert, erblickte, geriet der Wagenlenker der Götter in höchste Freude.

tad asahyaṃ kṛtaṃ karma devair api durāsadam dṛṣṭvā māṃ pūjayām āsa mātaliḥ śakrasārathiḥ

Als er jene unerträgliche, selbst für die Götter unangreifbare Tat vollbracht sah, ehrte mich Mātali, der Wagenlenker Śakras,

Wort für Wort
tad asahyaṃ kṛtaṃ karma devair api durāsadam dṛṣṭvā māṃ pūjayām āsa mātaliḥ śakrasārathiḥ
Als er jene unerträgliche, selbst für die Götter unangreifbare Tat vollbracht sah, ehrte mich Mātali, der Wagenlenker Śakras,

uvāca cedaṃ vacanaṃ prīyamāṇaḥ kṛtāñjaliḥ surāsurair asahyaṃ hi karma yat sādhitaṃ tvayā na hy etat saṃyuge kartum api śaktaḥ sureśvaraḥ

und sprach, wohlgesonnen, mit gefalteten Händen, dieses Wort: ‚Eine für Götter und Asuras unerträgliche Tat hast du vollbracht; nicht einmal der Götterfürst selbst wäre imstande, dies im Kampf zu vollbringen.

Wort für Wort
uvāca cedaṃ vacanaṃ prīyamāṇaḥ kṛtāñjaliḥ surāsurair asahyaṃ hi karma yat sādhitaṃ tvayā na hy etat saṃyuge kartum api śaktaḥ sureśvaraḥ
und sprach, wohlgesonnen, mit gefalteten Händen, dieses Wort: ‚Eine für Götter und Asuras unerträgliche Tat hast du vollbracht; nicht einmal der Götterfürst selbst wäre imstande, dies im Kampf zu vollbringen.

surāsurair avadhyaṃ hi puram etat khagaṃ mahat tvayā vimathitaṃ vīra svavīryāstratapobalāt

Diese für Götter und Asuras unangreifbare, große, im Luftraum schwebende Stadt hast du zermalmt, o Held, durch die Kraft deiner eigenen Tapferkeit, deiner Waffen und deiner Askese.‘

Wort für Wort
surāsurair avadhyaṃ hi puram etat khagaṃ mahat tvayā vimathitaṃ vīra svavīryāstratapobalāt
Diese für Götter und Asuras unangreifbare, große, im Luftraum schwebende Stadt hast du zermalmt, o Held, durch die Kraft deiner eigenen Tapferkeit, deiner Waffen und deiner Askese.‘

vidhvaste 'tha pure tasmin dānaveṣu hateṣu ca vinadantyaḥ striyaḥ sarvā niṣpetur nagarād bahiḥ

Als jene Stadt zerstört und die Dānavas erschlagen waren, stürzten alle Frauen, wehklagend, aus der Stadt hinaus.

Wort für Wort
vidhvaste 'tha pure tasmin dānaveṣu hateṣu ca vinadantyaḥ striyaḥ sarvā niṣpetur nagarād bahiḥ
Als jene Stadt zerstört und die Dānavas erschlagen waren, stürzten alle Frauen, wehklagend, aus der Stadt hinaus.

prakīrṇakeśyo vyathitāḥ kurarya iva duḥkhitāḥ petuḥ putrān pitṝn bhrātṝñ śocamānā mahītale

Mit aufgelöstem Haar, bekümmert, wie klagende Vögel leidend, sanken sie zu Boden, um Söhne, Väter und Brüder trauernd.

Wort für Wort
prakīrṇakeśyo vyathitāḥ kurarya iva duḥkhitāḥ petuḥ putrān pitṝn bhrātṝñ śocamānā mahītale
Mit aufgelöstem Haar, bekümmert, wie klagende Vögel leidend, sanken sie zu Boden, um Söhne, Väter und Brüder trauernd.

rudantyo dīnakaṇṭhyas tā vinadantyo hateśvarāḥ urāṃsi pāṇibhir ghnantyaḥ prasrastasragvibhūṣaṇāḥ

Weinend, mit klagender Stimme, jammernd, ihrer Herren beraubt, schlugen sie sich mit den Händen die Brust, ihre Girlanden und ihr Geschmeide gelöst.

Wort für Wort
rudantyo dīnakaṇṭhyas tā vinadantyo hateśvarāḥ urāṃsi pāṇibhir ghnantyaḥ prasrastasragvibhūṣaṇāḥ
Weinend, mit klagender Stimme, jammernd, ihrer Herren beraubt, schlugen sie sich mit den Händen die Brust, ihre Girlanden und ihr Geschmeide gelöst.

tac chokayuktam aśrīkaṃ duḥkhadainyasamāhatam na babhau dānavapuraṃ hatatviṭkaṃ hateśvaram

Von Kummer erfüllt, ohne Glanz, von Leid und Elend getroffen, erstrahlte die Dānava-Stadt nicht mehr, ihres Glanzes und ihres Herrn beraubt.

Wort für Wort
tac chokayuktam aśrīkaṃ duḥkhadainyasamāhatam na babhau dānavapuraṃ hatatviṭkaṃ hateśvaram
Von Kummer erfüllt, ohne Glanz, von Leid und Elend getroffen, erstrahlte die Dānava-Stadt nicht mehr, ihres Glanzes und ihres Herrn beraubt.

gandharvanagarākāraṃ hatanāgam iva hradam śuṣkavṛkṣam ivāraṇyam adṛśyam abhavat puram

Wie eine Gandharva-Luftstadt, wie ein Teich mit getötetem Elefanten, wie ein Wald mit verdorrten Bäumen wurde die Stadt zum Verschwinden gebracht.

Wort für Wort
gandharvanagarākāraṃ hatanāgam iva hradam śuṣkavṛkṣam ivāraṇyam adṛśyam abhavat puram
Wie eine Gandharva-Luftstadt, wie ein Teich mit getötetem Elefanten, wie ein Wald mit verdorrten Bäumen wurde die Stadt zum Verschwinden gebracht.

māṃ tu saṃhṛṣṭamanasaṃ kṣipraṃ mātalir ānayat devarājasya bhavanaṃ kṛtakarmāṇam āhavāt

Mich aber, hocherfreuten Sinnes, führte Mātali eilends, nachdem ich die Tat vollbracht hatte, vom Schlachtfeld zur Wohnstätte des Götterkönigs.

Wort für Wort
māṃ tu saṃhṛṣṭamanasaṃ kṣipraṃ mātalir ānayat devarājasya bhavanaṃ kṛtakarmāṇam āhavāt
Mich aber, hocherfreuten Sinnes, führte Mātali eilends, nachdem ich die Tat vollbracht hatte, vom Schlachtfeld zur Wohnstätte des Götterkönigs.

hiraṇyapuram ārujya nihatya ca mahāsurān nivātakavacāṃś caiva tato 'haṃ śakram āgamam

Nachdem ich Hiraṇyapura zerstört und die großen Asuras erschlagen hatte, ebenso die Nivātakavacas, kam ich da zu Śakra.

Wort für Wort
hiraṇyapuram ārujya nihatya ca mahāsurān nivātakavacāṃś caiva tato 'haṃ śakram āgamam
Nachdem ich Hiraṇyapura zerstört und die großen Asuras erschlagen hatte, ebenso die Nivātakavacas, kam ich da zu Śakra.

mama karma ca devendraṃ mātalir vistareṇa tat sarvaṃ viśrāvayām āsa yathā bhūtaṃ mahādyute

Und meine Tat ließ Mātali den Götterfürsten in allen Einzelheiten vernehmen, ganz wie sie sich zugetragen hatte, o Glanzvoller.

Wort für Wort
mama karma ca devendraṃ mātalir vistareṇa tat sarvaṃ viśrāvayām āsa yathā bhūtaṃ mahādyute
Und meine Tat ließ Mātali den Götterfürsten in allen Einzelheiten vernehmen, ganz wie sie sich zugetragen hatte, o Glanzvoller.

hiraṇyapuraghātaṃ ca māyānāṃ ca nivāraṇam nivātakavacānāṃ ca vadhaṃ saṃkhye mahaujasām

die Zerstörung Hiraṇyapuras und die Abwehr der Zauberkünste und die Tötung der gewaltigen Nivātakavacas im Kampf.

Wort für Wort
hiraṇyapuraghātaṃ ca māyānāṃ ca nivāraṇam nivātakavacānāṃ ca vadhaṃ saṃkhye mahaujasām
die Zerstörung Hiraṇyapuras und die Abwehr der Zauberkünste und die Tötung der gewaltigen Nivātakavacas im Kampf.

tac chrutvā bhagavān prītaḥ sahasrākṣaḥ puraṃdaraḥ marudbhiḥ sahitaḥ śrīmān sādhu sādhv ity athābravīt

Als er dies vernahm, sprach der Erhabene, erfreut, der Tausendäugige Puraṃdara, glanzvoll, mit den Maruts zusammen: ‚Wohlgetan, wohlgetan!‘

Wort für Wort
tac chrutvā bhagavān prītaḥ sahasrākṣaḥ puraṃdaraḥ marudbhiḥ sahitaḥ śrīmān sādhu sādhv ity athābravīt
Als er dies vernahm, sprach der Erhabene, erfreut, der Tausendäugige Puraṃdara, glanzvoll, mit den Maruts zusammen: ‚Wohlgetan, wohlgetan!‘

tato māṃ devarājo vai samāśvāsya punaḥ punaḥ abravīd vibudhaiḥ sārdham idaṃ sumadhuraṃ vacaḥ

Da tröstete mich der Götterkönig immer wieder und sprach, mit den Weisen zusammen, dieses überaus süße Wort:

Wort für Wort
tato māṃ devarājo vai samāśvāsya punaḥ punaḥ abravīd vibudhaiḥ sārdham idaṃ sumadhuraṃ vacaḥ
Da tröstete mich der Götterkönig immer wieder und sprach, mit den Weisen zusammen, dieses überaus süße Wort:

atidevāsuraṃ karma kṛtam etat tvayā raṇe gurvarthaś ca mahān pārtha kṛtaḥ śatrūn ghnatā mama

‚Eine selbst Götter und Asuras übertreffende Tat hast du im Kampf vollbracht, und ein großer Lehrerlohn ist von dir, Pārtha, durch das Erschlagen meiner Feinde erbracht worden.

Wort für Wort
atidevāsuraṃ karma kṛtam etat tvayā raṇe gurvarthaś ca mahān pārtha kṛtaḥ śatrūn ghnatā mama
‚Eine selbst Götter und Asuras übertreffende Tat hast du im Kampf vollbracht, und ein großer Lehrerlohn ist von dir, Pārtha, durch das Erschlagen meiner Feinde erbracht worden.

evam eva sadā bhāvyaṃ sthireṇājau dhanaṃjaya asaṃmūḍhena cāstrāṇāṃ kartavyaṃ pratipādanam

Ebenso sollst du stets sein, standhaft im Kampf, Dhanaṃjaya, und unverwirrt soll die Anwendung der Waffen von dir vollzogen werden.

Wort für Wort
evam eva sadā bhāvyaṃ sthireṇājau dhanaṃjaya asaṃmūḍhena cāstrāṇāṃ kartavyaṃ pratipādanam
Ebenso sollst du stets sein, standhaft im Kampf, Dhanaṃjaya, und unverwirrt soll die Anwendung der Waffen von dir vollzogen werden.

aviṣahyo raṇe hi tvaṃ devadānavarākṣasaiḥ sayakṣāsuragandharvaiḥ sapakṣigaṇapannagaiḥ

Denn unüberwindlich bist du im Kampf für Götter, Dānavas und Rākṣasas, für Yakṣas, Asuras und Gandharven, für Vogelscharen und Schlangenwesen.

Wort für Wort
aviṣahyo raṇe hi tvaṃ devadānavarākṣasaiḥ sayakṣāsuragandharvaiḥ sapakṣigaṇapannagaiḥ
Denn unüberwindlich bist du im Kampf für Götter, Dānavas und Rākṣasas, für Yakṣas, Asuras und Gandharven, für Vogelscharen und Schlangenwesen.

vasudhāṃ cāpi kaunteya tvadbāhubalanirjitām pālayiṣyati dharmātmā kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ

Und die durch die Kraft deiner Arme bezwungene Erde wird der gerechtsinnige Yudhiṣṭhira, der Sohn Kuntīs, beherrschen, Kaunteya.‘“

Wort für Wort
vasudhāṃ cāpi kaunteya tvadbāhubalanirjitām pālayiṣyati dharmātmā kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ
Und die durch die Kraft deiner Arme bezwungene Erde wird der gerechtsinnige Yudhiṣṭhira, der Sohn Kuntīs, beherrschen, Kaunteya.‘“

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