Kapitel 170: Hiraṇyapuravadhaḥ
Die Vernichtung von Hiraṇyapura
Arjuna erblickt die frei im Luftraum schwebende Dämonenstadt Hiraṇyapura, bewohnt von den unangreifbaren, nur durch Menschenhand sterblichen Kālakeyas und Paulomas. Trotz ihrer Unangreifbarkeit greift er an; nach zähem Kampf und der Abwehr der beweglichen, in alle Richtungen entweichenden Stadt setzt er, in höchster Bedrängnis, die furchtbare Raudra-Waffe Rudras ein, die in unzähligen Tiergestalten alle Dānavas vernichtet. Mātali und, nach der Rückkehr, Indra selbst preisen die übermenschliche Tat; Indra verheißt Arjuna, dass Yudhiṣṭhira dereinst die durch seine Kraft bezwungene Erde beherrschen wird.
„Arjuna sprach: Als ich zurückkehrte, erblickte ich sodann eine weitere große, nach Belieben schwebende, göttliche Stadt, gleißend wie Feuer und Sonne,
„Arjuna sprach: Als ich zurückkehrte, erblickte ich sodann eine weitere große, nach Belieben schwebende, göttliche Stadt, gleißend wie Feuer und Sonne,
versehen mit Torbauten und Wachtürmen, vierfach betort, unangreifbar, ganz aus Juwelen, göttlich, von wundersam-vergleichbarem Anblick, umgeben von Bäumen voller Blüten und Früchte, aus göttlichen Juwelen gefertigt,
versehen mit Torbauten und Wachtürmen, vierfach betort, unangreifbar, ganz aus Juwelen, göttlich, von wundersam-vergleichbarem Anblick, umgeben von Bäumen voller Blüten und Früchte, aus göttlichen Juwelen gefertigt,
ebenso versehen mit göttlichen, überaus reizvollen Vögeln, von allen Seiten umgeben von stets frohen Asuras, mit Speer, Lanze und Streitkolben bewaffnet, mit Bogen und Hammer in den Händen, mit Blumengirlanden geschmückt.
ebenso versehen mit göttlichen, überaus reizvollen Vögeln, von allen Seiten umgeben von stets frohen Asuras, mit Speer, Lanze und Streitkolben bewaffnet, mit Bogen und Hammer in den Händen, mit Blumengirlanden geschmückt.
Mātali sprach: ‚Pulomā genannt, eine Tochter Ditis, und Kālakā, eine große Asurin, übten tausend göttliche Jahre lang höchste Askese; am Ende der Askese gewährte ihnen der Selbstentstandene eine Gabe.
Mātali sprach: ‚Pulomā genannt, eine Tochter Ditis, und Kālakā, eine große Asurin, übten tausend göttliche Jahre lang höchste Askese; am Ende der Askese gewährte ihnen der Selbstentstandene eine Gabe.
Und diese liebliche, im Luftraum schwebende, von guter Tat erstrahlende Stadt, reich an allen Juwelen, unangreifbar selbst für die Unsterblichen, für Yakṣas und Gandharven, Schlangenwesen, Asuras und Rākṣasas,
Und diese liebliche, im Luftraum schwebende, von guter Tat erstrahlende Stadt, reich an allen Juwelen, unangreifbar selbst für die Unsterblichen, für Yakṣas und Gandharven, Schlangenwesen, Asuras und Rākṣasas,
Diese, stets fröhlich, unangreifbar für alle Götter, wohnen hier, o Fürst der Könige, ohne Furcht, ohne Sorge; der Tod durch Menschenhand wurde ihnen einst von Brahmā bestimmt.‘
Diese, stets fröhlich, unangreifbar für alle Götter, wohnen hier, o Fürst der Könige, ohne Furcht, ohne Sorge; der Tod durch Menschenhand wurde ihnen einst von Brahmā bestimmt.‘
Arjuna sprach: Da ich erkannte, dass sie von Göttern und Asuras unangreifbar waren, o Gebieter, sprach ich, erfreut, zu Mātali: ‚Fahre geradewegs zu dieser Stadt.
Arjuna sprach: Da ich erkannte, dass sie von Göttern und Asuras unangreifbar waren, o Gebieter, sprach ich, erfreut, zu Mātali: ‚Fahre geradewegs zu dieser Stadt.
tato nālīkanārācair bhallaśaktyṛṣṭitomaraiḥ abhyaghnan dānavendrā māṃ kruddhās tīvraparākramāḥ
Da schlugen die Fürsten der Dānavas, zornig, von heftiger Kraft, mit Nālīka- und Nārāca-Pfeilen, mit Bhalla-Pfeilen, Speeren, Lanzen und Wurfspießen auf mich ein.
Wort für Wort
tato nālīkanārācair bhallaśaktyṛṣṭitomaraiḥ abhyaghnan dānavendrā māṃ kruddhās tīvraparākramāḥ
Da schlugen die Fürsten der Dānavas, zornig, von heftiger Kraft, mit Nālīka- und Nārāca-Pfeilen, mit Bhalla-Pfeilen, Speeren, Lanzen und Wurfspießen auf mich ein.
tat puraṃ khacaraṃ divyaṃ kāmagaṃ divyavarcasam daiteyair varadānena dhāryate sma yathāsukham
Jene göttliche, im Luftraum schwebende, nach Belieben fahrende Stadt von göttlichem Glanz wurde durch die Gabe des Segens von den Daityas nach Gutdünken gehalten.
Wort für Wort
tat puraṃ khacaraṃ divyaṃ kāmagaṃ divyavarcasam daiteyair varadānena dhāryate sma yathāsukham
Jene göttliche, im Luftraum schwebende, nach Belieben fahrende Stadt von göttlichem Glanz wurde durch die Gabe des Segens von den Daityas nach Gutdünken gehalten.
tato 'haṃ devadevāya rudrāya praṇato raṇe svasti bhūtebhya ity uktvā mahāstraṃ samayojayam yat tad raudram iti khyātaṃ sarvāmitravināśanam
Da verneigte ich mich im Kampf vor Rudra, dem Gott der Götter, und, ‚Heil sei den Wesen‘ sprechend, setzte ich jene große Waffe ein, die als die Raudra-Waffe bekannt ist, die Vernichterin aller Feinde.
Wort für Wort
tato 'haṃ devadevāya rudrāya praṇato raṇe svasti bhūtebhya ity uktvā mahāstraṃ samayojayam yat tad raudram iti khyātaṃ sarvāmitravināśanam
Da verneigte ich mich im Kampf vor Rudra, dem Gott der Götter, und, ‚Heil sei den Wesen‘ sprechend, setzte ich jene große Waffe ein, die als die Raudra-Waffe bekannt ist, die Vernichterin aller Feinde.
Da erblickte ich einen dreiköpfigen Mann mit neun Augen, dreigesichtig, sechsarmig, glühend, mit Haupthaar wie Sonnenfeuer, mit züngelnden großen Schlangen das Haupt geschmückt, den Feindevernichter,
Da erblickte ich einen dreiköpfigen Mann mit neun Augen, dreigesichtig, sechsarmig, glühend, mit Haupthaar wie Sonnenfeuer, mit züngelnden großen Schlangen das Haupt geschmückt, den Feindevernichter,
nachdem ich mich vor dem Dreiäugigen, Śarva, von unermesslichem Glanz, verneigt hatte, entließ ich sie zur Vernichtung der Fürsten der Dānavas, o Bhārata.
nachdem ich mich vor dem Dreiäugigen, Śarva, von unermesslichem Glanz, verneigt hatte, entließ ich sie zur Vernichtung der Fürsten der Dānavas, o Bhārata.
muktamātre tatas tasmin rūpāṇy āsan sahasraśaḥ mṛgāṇām atha siṃhānāṃ vyāghrāṇāṃ ca viśāṃ pate ṛkṣāṇāṃ mahiṣāṇāṃ ca pannagānāṃ tathā gavām
Sobald sie entlassen war, entstanden tausendfach Gestalten von Hirschen, von Löwen, von Tigern, o Herr der Völker, von Bären, Büffeln, Schlangen, ebenso von Rindern,
Wort für Wort
muktamātre tatas tasmin rūpāṇy āsan sahasraśaḥ mṛgāṇām atha siṃhānāṃ vyāghrāṇāṃ ca viśāṃ pate ṛkṣāṇāṃ mahiṣāṇāṃ ca pannagānāṃ tathā gavām
Sobald sie entlassen war, entstanden tausendfach Gestalten von Hirschen, von Löwen, von Tigern, o Herr der Völker, von Bären, Büffeln, Schlangen, ebenso von Rindern,
triṣirobhiś caturdaṃṣṭraiś caturāsyaiś caturbhujaiḥ anekarūpasaṃyuktair māṃsamedovasāśibhiḥ abhīkṣṇaṃ vadhyamānās te dānavā ye samāgatāḥ
Durch Wesen mit drei Köpfen, vier Hauern, vier Gesichtern, vier Armen, mit vielerlei Gestalten versehen, Fleisch, Fett und Mark verzehrend, wurden jene versammelten Dānavas unaufhörlich getötet.
Wort für Wort
triṣirobhiś caturdaṃṣṭraiś caturāsyaiś caturbhujaiḥ anekarūpasaṃyuktair māṃsamedovasāśibhiḥ abhīkṣṇaṃ vadhyamānās te dānavā ye samāgatāḥ
Durch Wesen mit drei Köpfen, vier Hauern, vier Gesichtern, vier Armen, mit vielerlei Gestalten versehen, Fleisch, Fett und Mark verzehrend, wurden jene versammelten Dānavas unaufhörlich getötet.
Mit Pfeilen von Sonnen- und Feuerglut, donnerkeil- und blitzgleichem Glanz, und anderen aus Felsenkraft gefertigten, feindzerreißenden, erschlug ich alle Dānavas binnen eines Augenblicks, o Bhārata.
Mit Pfeilen von Sonnen- und Feuerglut, donnerkeil- und blitzgleichem Glanz, und anderen aus Felsenkraft gefertigten, feindzerreißenden, erschlug ich alle Dānavas binnen eines Augenblicks, o Bhārata.
Als ich sie, vom Gāṇḍīva-Waffenzauber niedergestreckt, des Lebens beraubt, vom Himmel herabgestürzt, sah, verneigte ich mich abermals vor dem Schöpfer, dem Zerstörer der Tripura.
Als ich sie, vom Gāṇḍīva-Waffenzauber niedergestreckt, des Lebens beraubt, vom Himmel herabgestürzt, sah, verneigte ich mich abermals vor dem Schöpfer, dem Zerstörer der Tripura.
uvāca cedaṃ vacanaṃ prīyamāṇaḥ kṛtāñjaliḥ surāsurair asahyaṃ hi karma yat sādhitaṃ tvayā na hy etat saṃyuge kartum api śaktaḥ sureśvaraḥ
und sprach, wohlgesonnen, mit gefalteten Händen, dieses Wort: ‚Eine für Götter und Asuras unerträgliche Tat hast du vollbracht; nicht einmal der Götterfürst selbst wäre imstande, dies im Kampf zu vollbringen.
Wort für Wort
uvāca cedaṃ vacanaṃ prīyamāṇaḥ kṛtāñjaliḥ surāsurair asahyaṃ hi karma yat sādhitaṃ tvayā na hy etat saṃyuge kartum api śaktaḥ sureśvaraḥ
und sprach, wohlgesonnen, mit gefalteten Händen, dieses Wort: ‚Eine für Götter und Asuras unerträgliche Tat hast du vollbracht; nicht einmal der Götterfürst selbst wäre imstande, dies im Kampf zu vollbringen.
Diese für Götter und Asuras unangreifbare, große, im Luftraum schwebende Stadt hast du zermalmt, o Held, durch die Kraft deiner eigenen Tapferkeit, deiner Waffen und deiner Askese.‘
Diese für Götter und Asuras unangreifbare, große, im Luftraum schwebende Stadt hast du zermalmt, o Held, durch die Kraft deiner eigenen Tapferkeit, deiner Waffen und deiner Askese.‘
atidevāsuraṃ karma kṛtam etat tvayā raṇe gurvarthaś ca mahān pārtha kṛtaḥ śatrūn ghnatā mama
‚Eine selbst Götter und Asuras übertreffende Tat hast du im Kampf vollbracht, und ein großer Lehrerlohn ist von dir, Pārtha, durch das Erschlagen meiner Feinde erbracht worden.
Wort für Wort
atidevāsuraṃ karma kṛtam etat tvayā raṇe gurvarthaś ca mahān pārtha kṛtaḥ śatrūn ghnatā mama
‚Eine selbst Götter und Asuras übertreffende Tat hast du im Kampf vollbracht, und ein großer Lehrerlohn ist von dir, Pārtha, durch das Erschlagen meiner Feinde erbracht worden.