Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 191: Indradyumnopākhyānam Die Erzählung von König Indradyumna

Auf die Frage, ob es jemanden gebe, der älter sei als er, erzählt Mārkaṇḍeya von dem königlichen Weisen Indradyumna, der wegen erloschenen Ruhmes aus dem Himmel gestürzt war und der Reihe nach die Eule Prākārakarṇa (in der sich Mārkaṇḍeya selbst wiedererkennt), den Kranich Nāḍījaṅgha und die Schildkröte Akūpāra aufsucht, bis diese sich seiner erinnert und ihm so, durch die Kraft des fortlebenden Ruhms, die Rückkehr in den Himmel ermöglicht.

vaiśaṃpāyana uvāca mārkaṇḍeyam ṛṣayaḥ pāṇḍavāś ca paryapṛcchan asti kaś cid bhavataś cirajātatara iti

Vaiśaṃpāyana sprach: Da fragten die Weisen und die Pāṇḍavas den Mārkaṇḍeya, ob es jemanden gebe, der älter sei als er.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca mārkaṇḍeyam ṛṣayaḥ pāṇḍavāś ca paryapṛcchan asti kaś cid bhavataś cirajātatara iti
Vaiśaṃpāyana sprach: Da fragten die Weisen und die Pāṇḍavas den Mārkaṇḍeya, ob es jemanden gebe, der älter sei als er.

sa tān uvāca asti khalu rājarṣir indradyumno nāma kṣīṇapuṇyas tridivāt pracyutaḥ kīrtis te vyucchinneti sa mām upātiṣṭhat atha pratyabhijānāti māṃ bhavān iti

Er sprach zu ihnen: „Es gibt fürwahr einen königlichen Weisen namens Indradyumna, dessen Verdienst erschöpft war und der aus dem Himmel herabgestürzt ist, weil sein Ruhm erloschen war; er wandte sich an mich. Da fragte er: ‚Erkennst du mich?‘

Wort für Wort
sa tān uvāca asti khalu rājarṣir indradyumno nāma kṣīṇapuṇyas tridivāt pracyutaḥ kīrtis te vyucchinneti sa mām upātiṣṭhat atha pratyabhijānāti māṃ bhavān iti
Er sprach zu ihnen: „Es gibt fürwahr einen königlichen Weisen namens Indradyumna, dessen Verdienst erschöpft war und der aus dem Himmel herabgestürzt ist, weil sein Ruhm erloschen war; er wandte sich an mich. Da fragte er: ‚Erkennst du mich?‘

tam aham abruvam na vayaṃ rāsāyanikāḥ śarīropatāpenātmanaḥ samārabhāmahe 'rthānām anuṣṭhānam

Ich sprach zu ihm: ‚Wir, die wir von Lebenselixieren zehren, mühen uns nicht durch Kasteiung des eigenen Leibes um die Erledigung solcher Angelegenheiten.

Wort für Wort
tam aham abruvam na vayaṃ rāsāyanikāḥ śarīropatāpenātmanaḥ samārabhāmahe 'rthānām anuṣṭhānam
Ich sprach zu ihm: ‚Wir, die wir von Lebenselixieren zehren, mühen uns nicht durch Kasteiung des eigenen Leibes um die Erledigung solcher Angelegenheiten.

Mārkaṇḍeyas Antwort ist im Sanskrit knapp und unklar formuliert; gemeint ist wohl eine ausweichende Erklärung, warum er sich nicht sogleich erinnert.

asti khalu himavati prākārakarṇo nāmolūkaḥ sa bhavantaṃ yadi jānīyāt prakṛṣṭe cādhvani himavān tatrāsau prativasatīti

Es gibt fürwahr auf dem Himavat eine Eule namens Prākārakarṇa; sollte dich jemand kennen, dann sie. Der Himavat liegt auf weitem Weg, dort wohnt sie.‘

Wort für Wort
asti khalu himavati prākārakarṇo nāmolūkaḥ sa bhavantaṃ yadi jānīyāt prakṛṣṭe cādhvani himavān tatrāsau prativasatīti
Es gibt fürwahr auf dem Himavat eine Eule namens Prākārakarṇa; sollte dich jemand kennen, dann sie. Der Himavat liegt auf weitem Weg, dort wohnt sie.‘

sa mām aśvo bhūtvā tatrāvahad yatra babhūvolūkaḥ

Da wurde er zu einem Pferd und trug mich dorthin, wo die Eule war.

Wort für Wort
sa mām aśvo bhūtvā tatrāvahad yatra babhūvolūkaḥ
Da wurde er zu einem Pferd und trug mich dorthin, wo die Eule war.

athainaṃ sa rājarṣiḥ paryapṛcchat pratyabhijānāti māṃ bhavān iti

Da fragte ihn jener königliche Weise: ‚Erkennst du mich?‘

Wort für Wort
athainaṃ sa rājarṣiḥ paryapṛcchat pratyabhijānāti māṃ bhavān iti
Da fragte ihn jener königliche Weise: ‚Erkennst du mich?‘

sa muhūrtaṃ dhyātvābravīd enam nābhijāne bhavantam iti

Er, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, sprach zu ihm: ‚Ich kenne dich nicht.‘

Wort für Wort
sa muhūrtaṃ dhyātvābravīd enam nābhijāne bhavantam iti
Er, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, sprach zu ihm: ‚Ich kenne dich nicht.‘

sa evam ukto rājarṣir indradyumnaḥ punas tam ulūkam abravīt asti kaś cid bhavataś cirajātatara iti

So angesprochen, sprach der königliche Weise Indradyumna abermals zu der Eule: ‚Gibt es jemanden, der älter ist als du?‘

Wort für Wort
sa evam ukto rājarṣir indradyumnaḥ punas tam ulūkam abravīt asti kaś cid bhavataś cirajātatara iti
So angesprochen, sprach der königliche Weise Indradyumna abermals zu der Eule: ‚Gibt es jemanden, der älter ist als du?‘

sa evam ukto 'bravīd enam asti khalv indradyumnasaro nāma tasmin nāḍījaṅgho nāma bakaḥ prativasati so 'smattaś cirajātataraḥ taṃ pṛccheti

So angesprochen, sprach sie zu ihm: ‚Es gibt fürwahr einen See namens Indradyumna-See; in ihm wohnt ein Kranich namens Nāḍījaṅgha, der älter ist als ich – frage ihn.‘

Wort für Wort
sa evam ukto 'bravīd enam asti khalv indradyumnasaro nāma tasmin nāḍījaṅgho nāma bakaḥ prativasati so 'smattaś cirajātataraḥ taṃ pṛccheti
So angesprochen, sprach sie zu ihm: ‚Es gibt fürwahr einen See namens Indradyumna-See; in ihm wohnt ein Kranich namens Nāḍījaṅgha, der älter ist als ich – frage ihn.‘

tata indradyumno māṃ colūkaṃ cādāya tat saro 'gacchad yatrāsau nāḍījaṅgho nāma bako babhūva

Da nahm Indradyumna mich und die Eule mit sich und ging zu jenem See, wo der Kranich namens Nāḍījaṅgha war.

Wort für Wort
tata indradyumno māṃ colūkaṃ cādāya tat saro 'gacchad yatrāsau nāḍījaṅgho nāma bako babhūva
Da nahm Indradyumna mich und die Eule mit sich und ging zu jenem See, wo der Kranich namens Nāḍījaṅgha war.

so 'smābhiḥ pṛṣṭaḥ bhavān indradyumnaṃ rājānaṃ pratyabhijānātīti

Er, von uns gefragt: ‚Erkennst du den König Indradyumna?‘

Wort für Wort
so 'smābhiḥ pṛṣṭaḥ bhavān indradyumnaṃ rājānaṃ pratyabhijānātīti
Er, von uns gefragt: ‚Erkennst du den König Indradyumna?‘

sa evam ukto 'bravīn muhūrtaṃ dhyātvā nābhijānāmy aham indradyumnaṃ rājānam iti

So angesprochen, sprach er, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte: ‚Ich kenne den König Indradyumna nicht.‘

Wort für Wort
sa evam ukto 'bravīn muhūrtaṃ dhyātvā nābhijānāmy aham indradyumnaṃ rājānam iti
So angesprochen, sprach er, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte: ‚Ich kenne den König Indradyumna nicht.‘

tataḥ so 'smābhiḥ pṛṣṭaḥ asti kaś cid anyo bhavataś cirajātatara iti

Dann, von uns gefragt: ‚Gibt es einen anderen, der älter ist als du?‘

Wort für Wort
tataḥ so 'smābhiḥ pṛṣṭaḥ asti kaś cid anyo bhavataś cirajātatara iti
Dann, von uns gefragt: ‚Gibt es einen anderen, der älter ist als du?‘

sa no 'bravīd asti khalv ihaiva sarasy akūpāro nāma kacchapaḥ prativasati sa mattaś cirajātatara iti sa yadi kathaṃ cid abhijānīyād imaṃ rājānaṃ tam akūpāraṃ pṛcchāma iti

Er sprach zu uns: ‚Es gibt fürwahr eben in diesem See eine Schildkröte namens Akūpāra, die wohnt hier; sie ist älter als ich. Sollte sie diesen König irgendwie erkennen – lasst uns Akūpāra fragen.‘

Wort für Wort
sa no 'bravīd asti khalv ihaiva sarasy akūpāro nāma kacchapaḥ prativasati sa mattaś cirajātatara iti sa yadi kathaṃ cid abhijānīyād imaṃ rājānaṃ tam akūpāraṃ pṛcchāma iti
Er sprach zu uns: ‚Es gibt fürwahr eben in diesem See eine Schildkröte namens Akūpāra, die wohnt hier; sie ist älter als ich. Sollte sie diesen König irgendwie erkennen – lasst uns Akūpāra fragen.‘

tataḥ sa bakas tam akūpāraṃ kacchapaṃ vijñāpayām āsa asty asmākam abhipretaṃ bhavantaṃ kaṃ cid artham abhipraṣṭum sādhv āgamyatāṃ tāvad iti

Da ließ der Kranich der Schildkröte Akūpāra mitteilen: ‚Wir möchten dich um etwas befragen; komm doch bitte hierher.‘

Wort für Wort
tataḥ sa bakas tam akūpāraṃ kacchapaṃ vijñāpayām āsa asty asmākam abhipretaṃ bhavantaṃ kaṃ cid artham abhipraṣṭum sādhv āgamyatāṃ tāvad iti
Da ließ der Kranich der Schildkröte Akūpāra mitteilen: ‚Wir möchten dich um etwas befragen; komm doch bitte hierher.‘

etac chrutvā sa kacchapas tasmāt sarasa utthāyābhyagacchad yatra tiṣṭhāmo vayaṃ tasya sarasas tīre

Als sie dies vernommen hatte, erhob sich die Schildkröte aus jenem See und kam dorthin, wo wir am Ufer jenes Sees standen.

Wort für Wort
etac chrutvā sa kacchapas tasmāt sarasa utthāyābhyagacchad yatra tiṣṭhāmo vayaṃ tasya sarasas tīre
Als sie dies vernommen hatte, erhob sich die Schildkröte aus jenem See und kam dorthin, wo wir am Ufer jenes Sees standen.

āgataṃ cainaṃ vayam apṛcchāma bhavān indradyumnaṃ rājānam abhijānātīti

Als sie angekommen war, fragten wir sie: ‚Erkennst du den König Indradyumna?‘

Wort für Wort
āgataṃ cainaṃ vayam apṛcchāma bhavān indradyumnaṃ rājānam abhijānātīti
Als sie angekommen war, fragten wir sie: ‚Erkennst du den König Indradyumna?‘

sa muhūrtaṃ dhyātvā bāṣpapūrṇanayana udvignahṛdayo vepamāno visaṃjñakalpaḥ prāñjalir abravīt kim aham enaṃ na pratyabhijānāmi ahaṃ hy anena sahasrakṛtvaḥ pūrvam agnicitiṣūpahitapūrvaḥ saraś cedam asya dakṣiṇādattābhir gobhir atikramamāṇābhiḥ kṛtam atra cāhaṃ prativasāmīti

Sie, nachdem sie einen Augenblick nachgedacht hatte, mit tränenerfüllten Augen, bestürztem Herzen, zitternd, fast besinnungslos, mit gefalteten Händen, sprach: ‚Wie sollte ich ihn nicht erkennen! Von ihm wurde ich einst tausendmal bei den Feueraltären als Grundlage verwendet; und dieser See wurde von den zahllosen Kühen geschaffen, die er als Opfergabe darreichte; und hier wohne ich.‘

Wort für Wort
sa muhūrtaṃ dhyātvā bāṣpapūrṇanayana udvignahṛdayo vepamāno visaṃjñakalpaḥ prāñjalir abravīt kim aham enaṃ na pratyabhijānāmi ahaṃ hy anena sahasrakṛtvaḥ pūrvam agnicitiṣūpahitapūrvaḥ saraś cedam asya dakṣiṇādattābhir gobhir atikramamāṇābhiḥ kṛtam atra cāhaṃ prativasāmīti
Sie, nachdem sie einen Augenblick nachgedacht hatte, mit tränenerfüllten Augen, bestürztem Herzen, zitternd, fast besinnungslos, mit gefalteten Händen, sprach: ‚Wie sollte ich ihn nicht erkennen! Von ihm wurde ich einst tausendmal bei den Feueraltären als Grundlage verwendet; und dieser See wurde von den zahllosen Kühen geschaffen, die er als Opfergabe darreichte; und hier wohne ich.‘

Schildkröten wurden bei bestimmten vedischen Feuerritualen als Unterlage des Altars verwendet; die Verse spielen auf Indradyumnas frühere Freigebigkeit bei solchen Opfern an.

athaitat kacchapenodāhṛtaṃ śrutvā samanantaraṃ devalokād devarathaḥ prādurāsīt

Sobald dies von der Schildkröte ausgesprochen worden war, erschien unmittelbar darauf aus der Götterwelt ein göttlicher Wagen.

Wort für Wort
athaitat kacchapenodāhṛtaṃ śrutvā samanantaraṃ devalokād devarathaḥ prādurāsīt
Sobald dies von der Schildkröte ausgesprochen worden war, erschien unmittelbar darauf aus der Götterwelt ein göttlicher Wagen.

vācaś cāśrūyantendradyumnaṃ prati prastutas te svargaḥ yathocitaṃ sthānam abhipadyasva kīrtimān asi avyagro yāhīti

Und Stimmen wurden vernommen, die zu Indradyumna sprachen: ‚Der Himmel ist für dich bereitet; erlange den dir gebührenden Ort, du bist ruhmreich – geh ohne Zögern.‘

Wort für Wort
vācaś cāśrūyantendradyumnaṃ prati prastutas te svargaḥ yathocitaṃ sthānam abhipadyasva kīrtimān asi avyagro yāhīti
Und Stimmen wurden vernommen, die zu Indradyumna sprachen: ‚Der Himmel ist für dich bereitet; erlange den dir gebührenden Ort, du bist ruhmreich – geh ohne Zögern.‘

divaṃ spṛśati bhūmiṃ ca śabdaḥ puṇyasya karmaṇaḥ yāvat sa śabdo bhavati tāvat puruṣa ucyate

Der Klang einer verdienstvollen Tat berührt Himmel und Erde; solange dieser Klang besteht, solange gilt der Mensch als lebend im Gedächtnis der Welt.

Wort für Wort
divaṃ spṛśati bhūmiṃ ca śabdaḥ puṇyasya karmaṇaḥ yāvat sa śabdo bhavati tāvat puruṣa ucyate
Der Klang einer verdienstvollen Tat berührt Himmel und Erde; solange dieser Klang besteht, solange gilt der Mensch als lebend im Gedächtnis der Welt.

akīrtiḥ kīrtyate yasya loke bhūtasya kasya cit pataty evādhamāṃl lokān yāvac chabdaḥ sa kīrtyate

Von wem in der Welt Schlechtes berichtet wird, welchem Wesen auch immer, der fällt in die niedrigsten Welten, solange jener Ruf verbreitet wird.

Wort für Wort
akīrtiḥ kīrtyate yasya loke bhūtasya kasya cit pataty evādhamāṃl lokān yāvac chabdaḥ sa kīrtyate
Von wem in der Welt Schlechtes berichtet wird, welchem Wesen auch immer, der fällt in die niedrigsten Welten, solange jener Ruf verbreitet wird.

tasmāt kalyāṇavṛttaḥ syād atyantāya naro bhuvi vihāya vṛttaṃ pāpiṣṭhaṃ dharmam evābhisaṃśrayet

Darum soll ein Mensch auf Erden für immer eines guten Wandels sein; er lasse schlechtes Verhalten fahren und nehme einzig beim Dharma seine Zuflucht.

Wort für Wort
tasmāt kalyāṇavṛttaḥ syād atyantāya naro bhuvi vihāya vṛttaṃ pāpiṣṭhaṃ dharmam evābhisaṃśrayet
Darum soll ein Mensch auf Erden für immer eines guten Wandels sein; er lasse schlechtes Verhalten fahren und nehme einzig beim Dharma seine Zuflucht.

ity etac chrutvā sa rājābravīt tiṣṭha tāvad yāvad idānīm imau vṛddhau yathāsthānaṃ pratipādayāmīti

Als er dies vernommen hatte, sprach der König: ‚Wartet noch, bis ich diese beiden Alten an ihren rechten Ort zurückgebracht habe.‘

Wort für Wort
ity etac chrutvā sa rājābravīt tiṣṭha tāvad yāvad idānīm imau vṛddhau yathāsthānaṃ pratipādayāmīti
Als er dies vernommen hatte, sprach der König: ‚Wartet noch, bis ich diese beiden Alten an ihren rechten Ort zurückgebracht habe.‘

sa māṃ prākārakarṇaṃ colūkaṃ yathocite sthāne pratipādya tenaiva yānena saṃsiddho yathocitaṃ sthānaṃ pratipannaḥ

Nachdem er mich, Prākārakarṇa, die Eule, an meinen rechten Ort zurückgebracht hatte, erlangte er, sein Werk vollendet, mit eben jenem Wagen den ihm gebührenden Ort.

Wort für Wort
sa māṃ prākārakarṇaṃ colūkaṃ yathocite sthāne pratipādya tenaiva yānena saṃsiddho yathocitaṃ sthānaṃ pratipannaḥ
Nachdem er mich, Prākārakarṇa, die Eule, an meinen rechten Ort zurückgebracht hatte, erlangte er, sein Werk vollendet, mit eben jenem Wagen den ihm gebührenden Ort.

Hier enthüllt sich, dass Mārkaṇḍeya, der Erzähler, in dieser Geschichte zugleich die Eule Prākārakarṇa ist – ein für diese Art alter Legenden typisches Ineinandergleiten von Erzähler- und Figurenidentität.

etan mayānubhūtaṃ cirajīvinā dṛṣṭam iti pāṇḍavān uvāca mārkaṇḍeyaḥ

Dies habe ich selbst erfahren, als ein Langlebiger habe ich es gesehen“, so sprach Mārkaṇḍeya zu den Pāṇḍavas.

Wort für Wort
etan mayānubhūtaṃ cirajīvinā dṛṣṭam iti pāṇḍavān uvāca mārkaṇḍeyaḥ
Dies habe ich selbst erfahren, als ein Langlebiger habe ich es gesehen“, so sprach Mārkaṇḍeya zu den Pāṇḍavas.

pāṇḍavāś cocuḥ prītāḥ sādhu śobhanaṃ kṛtaṃ bhavatā rājānam indradyumnaṃ svargalokāc cyutaṃ sve sthāne svarge punaḥ pratipādayateti

Da sprachen die Pāṇḍavas erfreut: „Vortrefflich, herrlich ist es, was du getan hast, den vom Himmel gestürzten König Indradyumna wieder an seinen rechten Ort im Himmel zurückzubringen.“

Wort für Wort
pāṇḍavāś cocuḥ prītāḥ sādhu śobhanaṃ kṛtaṃ bhavatā rājānam indradyumnaṃ svargalokāc cyutaṃ sve sthāne svarge punaḥ pratipādayateti
Da sprachen die Pāṇḍavas erfreut: „Vortrefflich, herrlich ist es, was du getan hast, den vom Himmel gestürzten König Indradyumna wieder an seinen rechten Ort im Himmel zurückzubringen.“

athainān abravīd asau nanu devakīputreṇāpi kṛṣṇena narake majjamāno rājarṣir nṛgas tasmāt kṛcchrāt samuddhṛtya punaḥ svargaṃ pratipādita iti

Da sprach er zu ihnen: „Wurde nicht ebenso der königliche Weise Nṛga, als er in der Hölle versank, von Kṛṣṇa, dem Sohn der Devakī, aus jener Not emporgehoben und wieder in den Himmel versetzt?“

Wort für Wort
athainān abravīd asau nanu devakīputreṇāpi kṛṣṇena narake majjamāno rājarṣir nṛgas tasmāt kṛcchrāt samuddhṛtya punaḥ svargaṃ pratipādita iti
Da sprach er zu ihnen: „Wurde nicht ebenso der königliche Weise Nṛga, als er in der Hölle versank, von Kṛṣṇa, dem Sohn der Devakī, aus jener Not emporgehoben und wieder in den Himmel versetzt?“

Dieses Kapitel in der Leseansicht