Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 111: Ṛśyaśṛṅgopākhyānam - Veśyāvicāraḥ Die Erzählung von Ṛśyaśṛṅga: Die List der Kurtisane

Lomaśas Erzählung (weiterhin offen seit Kapitel 110) wird fortgesetzt: Die Kurtisanentochter errichtet eine kunstvolle Bootseinsiedelei nahe Kāśyapas Wohnort und sucht den arglosen, mit Frauen völlig unvertrauten Ṛśyaśṛṅga auf. Durch Geschenke, Spiel und Umarmung entfacht sie sein Begehren und entzieht sich dann unter einem Vorwand - Ṛśyaśṛṅga bleibt verwirrt und sehnsuchtsvoll zurück. Als sein Vater Vibhāṇḍaka zurückkehrt und den veränderten Sohn erblickt, fragt er besorgt nach dem Grund.

sā tu nāvyāśramaṃ cakre rājakāryārthasiddhaye saṃdeśāc caiva nṛpateḥ svabuddhyā caiva bhārata

Lomaśa sprach: Sie aber errichtete eine Einsiedelei auf einem Boot, um des Königsauftrags Gelingen willen, sowohl auf Geheiß des Königs als auch aus eigenem Sinn, o Bhārata.

Wort für Wort
sā tu nāvyāśramaṃ cakre rājakāryārthasiddhaye saṃdeśāc caiva nṛpateḥ svabuddhyā caiva bhārata
Lomaśa sprach: Sie aber errichtete eine Einsiedelei auf einem Boot, um des Königsauftrags Gelingen willen, sowohl auf Geheiß des Königs als auch aus eigenem Sinn, o Bhārata.

nānāpuṣpaphalair vṛkṣaiḥ kṛtrimair upaśobhitam nānāgulmalatopetaiḥ svādukāmaphalapradaiḥ

geschmückt mit künstlichen Bäumen voller mancherlei Blüten und Früchte, versehen mit mancherlei Sträuchern und Schlingpflanzen, die süße, nach Belieben gewährte Früchte trugen,

Wort für Wort
nānāpuṣpaphalair vṛkṣaiḥ kṛtrimair upaśobhitam nānāgulmalatopetaiḥ svādukāmaphalapradaiḥ
geschmückt mit künstlichen Bäumen voller mancherlei Blüten und Früchte, versehen mit mancherlei Sträuchern und Schlingpflanzen, die süße, nach Belieben gewährte Früchte trugen,

atīva ramaṇīyaṃ tad atīva ca manoharam cakre nāvyāśramaṃ ramyam adbhutopamadarśanam

überaus anmutig war es und überaus bezaubernd; sie errichtete jene reizvolle Boots-Einsiedelei, von wunderbar gleichendem Aussehen.

Wort für Wort
atīva ramaṇīyaṃ tad atīva ca manoharam cakre nāvyāśramaṃ ramyam adbhutopamadarśanam
überaus anmutig war es und überaus bezaubernd; sie errichtete jene reizvolle Boots-Einsiedelei, von wunderbar gleichendem Aussehen.

tato nibadhya tāṃ nāvam adūre kāśyapāśramāt cārayām āsa puruṣair vihāraṃ tasya vai muneḥ

Da, nachdem sie jenes Boot unweit der Einsiedelei des Kāśyapa festgemacht hatte, ließ sie es durch Männer treiben, an den Wandelort jenes Weisen.

Wort für Wort
tato nibadhya tāṃ nāvam adūre kāśyapāśramāt cārayām āsa puruṣair vihāraṃ tasya vai muneḥ
Da, nachdem sie jenes Boot unweit der Einsiedelei des Kāśyapa festgemacht hatte, ließ sie es durch Männer treiben, an den Wandelort jenes Weisen.

tato duhitaraṃ veśyā samādhāyetikṛtyatām dṛṣṭvāntaraṃ kāśyapasya prāhiṇod buddhisaṃmatām

Da, nachdem die Kurtisane ihre Tochter mit der Aufgabe betraut hatte, sandte sie sie, die Kluge, als sie eine Gelegenheit bei Kāśyapa erspähte, zu ihm.

Wort für Wort
tato duhitaraṃ veśyā samādhāyetikṛtyatām dṛṣṭvāntaraṃ kāśyapasya prāhiṇod buddhisaṃmatām
Da, nachdem die Kurtisane ihre Tochter mit der Aufgabe betraut hatte, sandte sie sie, die Kluge, als sie eine Gelegenheit bei Kāśyapa erspähte, zu ihm.

sā tatra gatvā kuśalā taponityasya saṃnidhau āśramaṃ taṃ samāsādya dadarśa tam ṛṣeḥ sutam

Sie, dorthin gehend, geschickt, in der Nähe des beständig in Buße Weilenden, erreichte jene Einsiedelei und erblickte den Sohn des Weisen.

Wort für Wort
sā tatra gatvā kuśalā taponityasya saṃnidhau āśramaṃ taṃ samāsādya dadarśa tam ṛṣeḥ sutam
Sie, dorthin gehend, geschickt, in der Nähe des beständig in Buße Weilenden, erreichte jene Einsiedelei und erblickte den Sohn des Weisen.

veśyovāca kaccin mune kuśalaṃ tāpasānāṃ; kaccic ca vo mūlaphalaṃ prabhūtam kaccid bhavān ramate cāśrame 'smiṃs; tvāṃ vai draṣṭuṃ sāṃpratam āgato 'smi

Die Buhlerin-Tochter sprach: 'Geht es wohl den Asketen gut, Weiser? Und habt ihr wohl Wurzeln und Früchte in Fülle? Erfreust du dich wohl in dieser Einsiedelei? Um dich zu sehen, bin ich soeben gekommen.

Wort für Wort
veśyovāca kaccin mune kuśalaṃ tāpasānāṃ; kaccic ca vo mūlaphalaṃ prabhūtam kaccid bhavān ramate cāśrame 'smiṃs; tvāṃ vai draṣṭuṃ sāṃpratam āgato 'smi
Die Buhlerin-Tochter sprach: 'Geht es wohl den Asketen gut, Weiser? Und habt ihr wohl Wurzeln und Früchte in Fülle? Erfreust du dich wohl in dieser Einsiedelei? Um dich zu sehen, bin ich soeben gekommen.

kaccit tapo vardhate tāpasānāṃ; pitā ca te kaccid ahīnatejāḥ kaccit tvayā prīyate caiva vipra; kaccit svādhyāyaḥ kriyate ṛśyaśṛṅga

Wächst wohl die Buße der Asketen? Und ist dein Vater wohl unvermindert an Glut? Ist er wohl erfreut durch dich, o Brahmane? Wird wohl die Veda-Rezitation vollzogen, Ṛśyaśṛṅga?'

Wort für Wort
kaccit tapo vardhate tāpasānāṃ; pitā ca te kaccid ahīnatejāḥ kaccit tvayā prīyate caiva vipra; kaccit svādhyāyaḥ kriyate ṛśyaśṛṅga
Wächst wohl die Buße der Asketen? Und ist dein Vater wohl unvermindert an Glut? Ist er wohl erfreut durch dich, o Brahmane? Wird wohl die Veda-Rezitation vollzogen, Ṛśyaśṛṅga?'

ṛśyaśṛṅga uvāca ṛddho bhavāñ jyotir iva prakāśate; manye cāhaṃ tvām abhivādanīyam pādyaṃ vai te saṃpradāsyāmi kāmād; yathādharmaṃ phalamūlāni caiva

Ṛśyaśṛṅga sprach: 'Gedeihend erstrahlst du wie ein Licht; und ich halte dich für verehrungswürdig. Fußwaschwasser will ich dir gerne darreichen, und, wie es sich gebührt, auch Früchte und Wurzeln.

Wort für Wort
ṛśyaśṛṅga uvāca ṛddho bhavāñ jyotir iva prakāśate; manye cāhaṃ tvām abhivādanīyam pādyaṃ vai te saṃpradāsyāmi kāmād; yathādharmaṃ phalamūlāni caiva
Ṛśyaśṛṅga sprach: 'Gedeihend erstrahlst du wie ein Licht; und ich halte dich für verehrungswürdig. Fußwaschwasser will ich dir gerne darreichen, und, wie es sich gebührt, auch Früchte und Wurzeln.

kauśyāṃ bṛsyām āssva yathopajoṣaṃ; kṛṣṇājinenāvṛtāyāṃ sukhāyām kva cāśramas tava kiṃ nāma cedaṃ; vrataṃ brahmaṃś carasi hi devavat tvam

Setze dich nach Belieben auf das seidene Sitzkissen, das angenehme, mit schwarzem Antilopenfell bedeckte. Wo ist deine Einsiedelei, und welches Gelübde übst du, o Brahmane, dass du wie ein Gott einherschreitest?'

Wort für Wort
kauśyāṃ bṛsyām āssva yathopajoṣaṃ; kṛṣṇājinenāvṛtāyāṃ sukhāyām kva cāśramas tava kiṃ nāma cedaṃ; vrataṃ brahmaṃś carasi hi devavat tvam
Setze dich nach Belieben auf das seidene Sitzkissen, das angenehme, mit schwarzem Antilopenfell bedeckte. Wo ist deine Einsiedelei, und welches Gelübde übst du, o Brahmane, dass du wie ein Gott einherschreitest?'

veśyovāca mamāśramaḥ kāśyapaputra ramyas; triyojanaṃ śailam imaṃ pareṇa tatra svadharmo 'nabhivādanaṃ no; na codakaṃ pādyam upaspṛśāmaḥ

Die Buhlerin-Tochter sprach: 'Meine Einsiedelei, Sohn des Kāśyapa, liegt anmutig, drei Yojanas jenseits dieses Berges. Dort ist unser eigenes Recht, dass wir keine Verehrung erweisen, und wir berühren auch kein Wasser als Fußwaschung.'

Wort für Wort
veśyovāca mamāśramaḥ kāśyapaputra ramyas; triyojanaṃ śailam imaṃ pareṇa tatra svadharmo 'nabhivādanaṃ no; na codakaṃ pādyam upaspṛśāmaḥ
Die Buhlerin-Tochter sprach: 'Meine Einsiedelei, Sohn des Kāśyapa, liegt anmutig, drei Yojanas jenseits dieses Berges. Dort ist unser eigenes Recht, dass wir keine Verehrung erweisen, und wir berühren auch kein Wasser als Fußwaschung.'

ṛśyaśṛṅga uvāca phalāni pakvāni dadāni te 'haṃ; bhallātakāny āmalakāni caiva parūṣakānīṅgudadhanvanāni; priyālānāṃ kāmakāraṃ kuruṣva

Ṛśyaśṛṅga sprach: 'Reife Früchte will ich dir geben, Bhallātaka-Früchte und Āmalaka-Früchte, Parūṣaka- und Iṅguda-Früchte der Ebene; von den Priyāla-Früchten nimm nach Belieben.'

Wort für Wort
ṛśyaśṛṅga uvāca phalāni pakvāni dadāni te 'haṃ; bhallātakāny āmalakāni caiva parūṣakānīṅgudadhanvanāni; priyālānāṃ kāmakāraṃ kuruṣva
Ṛśyaśṛṅga sprach: 'Reife Früchte will ich dir geben, Bhallātaka-Früchte und Āmalaka-Früchte, Parūṣaka- und Iṅguda-Früchte der Ebene; von den Priyāla-Früchten nimm nach Belieben.'

sā tāni sarvāṇi visarjayitvā; bhakṣān mahārhān pradadau tato 'smai tāny ṛśyaśṛṅgasya mahārasāni; bhṛśaṃ surūpāṇi ruciṃ dadur hi

Lomaśa sprach: Sie, nachdem sie all jene beiseite gelegt hatte, gab ihm da kostbare Speisen; jene aber, die Ṛśyaśṛṅga bekam, waren von großem Wohlgeschmack, überaus schön von Aussehen, und sie erweckten Verlangen.

Wort für Wort
sā tāni sarvāṇi visarjayitvā; bhakṣān mahārhān pradadau tato 'smai tāny ṛśyaśṛṅgasya mahārasāni; bhṛśaṃ surūpāṇi ruciṃ dadur hi
Lomaśa sprach: Sie, nachdem sie all jene beiseite gelegt hatte, gab ihm da kostbare Speisen; jene aber, die Ṛśyaśṛṅga bekam, waren von großem Wohlgeschmack, überaus schön von Aussehen, und sie erweckten Verlangen.

dadau ca mālyāni sugandhavanti; citrāṇi vāsāṃsi ca bhānumanti pānāni cāgryāṇi tato mumoda; cikrīḍa caiva prajahāsa caiva

Sie gab ihm auch duftende Blumenkränze, bunte, glänzende Gewänder und vortreffliche Getränke; da wurde er froh, spielte und lachte laut.

Wort für Wort
dadau ca mālyāni sugandhavanti; citrāṇi vāsāṃsi ca bhānumanti pānāni cāgryāṇi tato mumoda; cikrīḍa caiva prajahāsa caiva
Sie gab ihm auch duftende Blumenkränze, bunte, glänzende Gewänder und vortreffliche Getränke; da wurde er froh, spielte und lachte laut.

sā kandukenāramatāsya mūle; vibhajyamānā phalitā lateva gātraiś ca gātrāṇi niṣevamāṇā; samāśliṣac cāsakṛd ṛśyaśṛṅgam

Sie erfreute sich mit dem Ball an seiner Seite, sich hin und her bewegend wie eine fruchttragende Schlingpflanze; und ihre Glieder mit seinen Gliedern berührend, umarmte sie Ṛśyaśṛṅga immer wieder.

Wort für Wort
sā kandukenāramatāsya mūle; vibhajyamānā phalitā lateva gātraiś ca gātrāṇi niṣevamāṇā; samāśliṣac cāsakṛd ṛśyaśṛṅgam
Sie erfreute sich mit dem Ball an seiner Seite, sich hin und her bewegend wie eine fruchttragende Schlingpflanze; und ihre Glieder mit seinen Gliedern berührend, umarmte sie Ṛśyaśṛṅga immer wieder.

sarjān aśokāṃs tilakāṃś ca vṛkṣān; prapuṣpitān avanāmyāvabhajya vilajjamāneva madābhibhūtā; pralobhayām āsa sutaṃ maharṣeḥ

Die blühenden Sarja-, Aśoka- und Tilaka-Bäume beugend und brechend, wie schamhaft und doch von Rausch überwältigt, verlockte sie den Sohn des großen Weisen.

Wort für Wort
sarjān aśokāṃs tilakāṃś ca vṛkṣān; prapuṣpitān avanāmyāvabhajya vilajjamāneva madābhibhūtā; pralobhayām āsa sutaṃ maharṣeḥ
Die blühenden Sarja-, Aśoka- und Tilaka-Bäume beugend und brechend, wie schamhaft und doch von Rausch überwältigt, verlockte sie den Sohn des großen Weisen.

atharśyaśṛṅgaṃ vikṛtaṃ samīkṣya; punaḥ punaḥ pīḍya ca kāyam asya avekṣamāṇā śanakair jagāma; kṛtvāgnihotrasya tadāpadeśam

Als sie dann sah, dass Ṛśyaśṛṅga verändert war, und immer wieder seinen Körper berührt hatte, ging sie, sich immer wieder umblickend, langsam davon, indem sie das Feueropfer als Vorwand nahm.

Wort für Wort
atharśyaśṛṅgaṃ vikṛtaṃ samīkṣya; punaḥ punaḥ pīḍya ca kāyam asya avekṣamāṇā śanakair jagāma; kṛtvāgnihotrasya tadāpadeśam
Als sie dann sah, dass Ṛśyaśṛṅga verändert war, und immer wieder seinen Körper berührt hatte, ging sie, sich immer wieder umblickend, langsam davon, indem sie das Feueropfer als Vorwand nahm.

tasyāṃ gatāyāṃ madanena matto; vicetanaś cābhavad ṛśyaśṛṅgaḥ tām eva bhāvena gatena śūnyo; viniḥśvasann ārtarūpo babhūva

Als sie fortgegangen war, wurde Ṛśyaśṛṅga von Liebesverlangen berauscht und der Besinnung beraubt; leer, mit dem Sinn ihr allein nachgehend, seufzend, geriet er in einen leidvollen Zustand.

Wort für Wort
tasyāṃ gatāyāṃ madanena matto; vicetanaś cābhavad ṛśyaśṛṅgaḥ tām eva bhāvena gatena śūnyo; viniḥśvasann ārtarūpo babhūva
Als sie fortgegangen war, wurde Ṛśyaśṛṅga von Liebesverlangen berauscht und der Besinnung beraubt; leer, mit dem Sinn ihr allein nachgehend, seufzend, geriet er in einen leidvollen Zustand.

tato muhūrtād dharipiṅgalākṣaḥ; praveṣṭito romabhirā nakhāgrāt svādhyāyavān vṛttasamādhiyukto; vibhāṇḍakaḥ kāśyapaḥ prādurāsīt

Da, nach einer Weile, erschien Vibhāṇḍaka Kāśyapa, mit gelbbraunen, falkenartigen Augen, mit Haaren bis zu den Nagelspitzen bedeckt, der Veda-Rezitation Kundige, in Sammlung verharrend.

Wort für Wort
tato muhūrtād dharipiṅgalākṣaḥ; praveṣṭito romabhirā nakhāgrāt svādhyāyavān vṛttasamādhiyukto; vibhāṇḍakaḥ kāśyapaḥ prādurāsīt
Da, nach einer Weile, erschien Vibhāṇḍaka Kāśyapa, mit gelbbraunen, falkenartigen Augen, mit Haaren bis zu den Nagelspitzen bedeckt, der Veda-Rezitation Kundige, in Sammlung verharrend.

so 'paśyad āsīnam upetya putraṃ; dhyāyantam ekaṃ viparītacittam viniḥśvasantaṃ muhur ūrdhvadṛṣṭiṃ; vibhāṇḍakaḥ putram uvāca dīnam

Er, herantretend, sah seinen Sohn dasitzen, allein in Gedanken versunken, den Sinn verändert, immer wieder seufzend, den Blick nach oben gerichtet; Vibhāṇḍaka sprach zu seinem elenden Sohn:

Wort für Wort
so 'paśyad āsīnam upetya putraṃ; dhyāyantam ekaṃ viparītacittam viniḥśvasantaṃ muhur ūrdhvadṛṣṭiṃ; vibhāṇḍakaḥ putram uvāca dīnam
Er, herantretend, sah seinen Sohn dasitzen, allein in Gedanken versunken, den Sinn verändert, immer wieder seufzend, den Blick nach oben gerichtet; Vibhāṇḍaka sprach zu seinem elenden Sohn:

na kalpyante samidhaḥ kiṃ nu tāta; kaccid dhutaṃ cāgnihotraṃ tvayādya sunirṇiktaṃ sruksruvaṃ homadhenuḥ; kaccit savatsā ca kṛtā tvayādya

'Werden die Brennhölzer nicht zurechtgelegt, mein Teurer? Ist wohl das Feueropfer heute von dir dargebracht worden? Sind Opferlöffel und -kelle wohl gereinigt worden, und die Opferkuh samt ihrem Kalb heute wohl versorgt worden von dir?

Wort für Wort
na kalpyante samidhaḥ kiṃ nu tāta; kaccid dhutaṃ cāgnihotraṃ tvayādya sunirṇiktaṃ sruksruvaṃ homadhenuḥ; kaccit savatsā ca kṛtā tvayādya
'Werden die Brennhölzer nicht zurechtgelegt, mein Teurer? Ist wohl das Feueropfer heute von dir dargebracht worden? Sind Opferlöffel und -kelle wohl gereinigt worden, und die Opferkuh samt ihrem Kalb heute wohl versorgt worden von dir?

na vai yathāpūrvam ivāsi putra; cintāparaś cāsi vicetanaś ca dīno 'timātraṃ tvam ihādya kiṃ nu; pṛcchāmi tvāṃ ka ihādyāgato 'bhūt

Du bist wahrlich nicht wie zuvor, mein Sohn; du bist voller Sorge und ohne Besinnung, überaus elend heute hier - was ist geschehen? Ich frage dich: Wer ist heute hierher gekommen?'

Wort für Wort
na vai yathāpūrvam ivāsi putra; cintāparaś cāsi vicetanaś ca dīno 'timātraṃ tvam ihādya kiṃ nu; pṛcchāmi tvāṃ ka ihādyāgato 'bhūt
Du bist wahrlich nicht wie zuvor, mein Sohn; du bist voller Sorge und ohne Besinnung, überaus elend heute hier - was ist geschehen? Ich frage dich: Wer ist heute hierher gekommen?'

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