Ṛtuparṇa trifft mit dröhnendem Wagen in Vidarbha ein - Damayantī, die Tiere und selbst Nalas eigene Rosse erkennen im Klang den unverwechselbaren Wagenlenker Nala wieder. Doch als sie zum Palasthof eilt, findet sie nur Ṛtuparṇa, Vārṣṇeya und den missgestalteten Bāhuka; von einer Svayaṃvara, die es ja nie gegeben hat, weiß niemand etwas, und Bhīma wie Ṛtuparṇa rätseln ratlos über den wahren Grund des Besuchs. Verwirrt erwägt Damayantī, ob Vārṣṇeya die Wagenlenkkunst erlernt habe oder gar Ṛtuparṇa selbst Nala gleiche, und sendet eine Botin aus, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Auf Bhīmas Geheiß betrat jener König die Stadt Kuṇḍina, mit dem Dröhnen seines Wagens alle zehn Himmelsrichtungen samt ihren Unterrichtungen erfüllend.
Auf Bhīmas Geheiß betrat jener König die Stadt Kuṇḍina, mit dem Dröhnen seines Wagens alle zehn Himmelsrichtungen samt ihren Unterrichtungen erfüllend.
te śrutvā rathanirghoṣaṃ vāraṇāḥ śikhinas tathā praṇedur unmukhā rājan meghodayam ivekṣya ha
Als sie das Rollen des Wagens hörten, stießen die Elefanten und ebenso die Pfauen, die Häupter erhoben, laute Rufe aus, o König, als sähen sie den Aufzug einer Gewitterwolke.
Wort für Wort
te śrutvā rathanirghoṣaṃ vāraṇāḥ śikhinas tathā praṇedur unmukhā rājan meghodayam ivekṣya ha
Als sie das Rollen des Wagens hörten, stießen die Elefanten und ebenso die Pfauen, die Häupter erhoben, laute Rufe aus, o König, als sähen sie den Aufzug einer Gewitterwolke.
Wenn ich heute nicht jenen Nala erblicke, den mit dem Antlitz wie der Mond, den Helden von unzähligen Vorzügen, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
Wenn ich heute nicht jenen Nala erblicke, den mit dem Antlitz wie der Mond, den Helden von unzähligen Vorzügen, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
Wenn der Naiṣadha, dessen Stimme wie das Donnern einer Wolke ist, der wie Gold Glänzende, heute nicht zu mir kommt, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
Wenn der Naiṣadha, dessen Stimme wie das Donnern einer Wolke ist, der wie Gold Glänzende, heute nicht zu mir kommt, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
Wenn der Fürst der Könige, der wie ein Löwe an Kraft, der Bezwinger brünstiger Elefanten, nicht zu mir kommt, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
Wenn der Fürst der Könige, der wie ein Löwe an Kraft, der Bezwinger brünstiger Elefanten, nicht zu mir kommt, so werde ich ohne Zweifel zugrunde gehen.
na smarāmy anṛtaṃ kiṃ cin na smarāmy anupākṛtam na ca paryuṣitaṃ vākyaṃ svaireṣv api mahātmanaḥ
Ich erinnere mich an keine Unwahrheit von ihm, ich erinnere mich an keine Kränkung, noch an ein zurückgehaltenes Wort des Hochgesinnten, selbst in vertrauten Gesprächen.
Wort für Wort
na smarāmy anṛtaṃ kiṃ cin na smarāmy anupākṛtam na ca paryuṣitaṃ vākyaṃ svaireṣv api mahātmanaḥ
Ich erinnere mich an keine Unwahrheit von ihm, ich erinnere mich an keine Kränkung, noch an ein zurückgehaltenes Wort des Hochgesinnten, selbst in vertrauten Gesprächen.
prabhuḥ kṣamāvān vīraś ca mṛdur dānto jitendriyaḥ raho 'nīcānuvartī ca klībavan mama naiṣadhaḥ
Herrschaftlich, geduldig und heldenhaft, sanft, beherrscht, seiner Sinne mächtig - so war mir der Naiṣadha, selbst im Verborgenen niemals einem Niedrigen folgend [?].
Wort für Wort
prabhuḥ kṣamāvān vīraś ca mṛdur dānto jitendriyaḥ raho 'nīcānuvartī ca klībavan mama naiṣadhaḥ
Herrschaftlich, geduldig und heldenhaft, sanft, beherrscht, seiner Sinne mächtig - so war mir der Naiṣadha, selbst im Verborgenen niemals einem Niedrigen folgend [?].
[Anm.: Das Wort 'klībavat' ('wie ein Unmännlicher/Eunuch') an dieser Stelle ist im Sanskrit dunkel und lässt sich nicht sicher in die Reihe der Lobpreisungen einordnen; möglicherweise ist eine Verneinung oder ein Vergleich verloren gegangen.]
Bṛhadaśva sprach: So klagend, wie ihrer Sinne beraubt, o Bhārata, stieg sie zu dem großen Palastgemach hinauf, aus Verlangen, den von makellosem Ruhm zu sehen.
Bṛhadaśva sprach: So klagend, wie ihrer Sinne beraubt, o Bhārata, stieg sie zu dem großen Palastgemach hinauf, aus Verlangen, den von makellosem Ruhm zu sehen.
kiṃ kāryaṃ svāgataṃ te 'stu rājñā pṛṣṭaś ca bhārata nābhijajñe sa nṛpatir duhitrarthe samāgatam
„Was ist dein Anliegen? Willkommen sei dir!“, so wurde er vom König gefragt, o Bhārata; doch jener Herrscher erkannte nicht, dass er um seiner Tochter willen gekommen war.
Wort für Wort
kiṃ kāryaṃ svāgataṃ te 'stu rājñā pṛṣṭaś ca bhārata nābhijajñe sa nṛpatir duhitrarthe samāgatam
„Was ist dein Anliegen? Willkommen sei dir!“, so wurde er vom König gefragt, o Bhārata; doch jener Herrscher erkannte nicht, dass er um seiner Tochter willen gekommen war.
ṛtuparṇo 'pi rājā sa dhīmān satyaparākramaḥ rājānaṃ rājaputraṃ vā na sma paśyati kaṃ cana naiva svayaṃvarakathāṃ na ca viprasamāgamam
Auch der König Ṛtuparṇa, der Weise, von wahrhafter Tatkraft, sah dort weder einen König noch einen Königssohn, noch irgendein Gerede von einer Svayaṃvara, noch eine Versammlung von Brahmanen.
Wort für Wort
ṛtuparṇo 'pi rājā sa dhīmān satyaparākramaḥ rājānaṃ rājaputraṃ vā na sma paśyati kaṃ cana naiva svayaṃvarakathāṃ na ca viprasamāgamam
Auch der König Ṛtuparṇa, der Weise, von wahrhafter Tatkraft, sah dort weder einen König noch einen Königssohn, noch irgendein Gerede von einer Svayaṃvara, noch eine Versammlung von Brahmanen.
Er fand, obwohl er über viele Dörfer hinweg nachdachte, nicht den wahren Grund heraus; kein geringfügiges Anliegen konnte er als Ursache seines Kommens ausmachen.
Er fand, obwohl er über viele Dörfer hinweg nachdachte, nicht den wahren Grund heraus; kein geringfügiges Anliegen konnte er als Ursache seines Kommens ausmachen.
„Es verhält sich wohl nicht so einfach“, dachte jener Herrscher, ehrte ihn und entließ ihn, indem er immer wieder sagte: „Ruhe dich aus, du bist gewiss ermüdet.“
„Es verhält sich wohl nicht so einfach“, dachte jener Herrscher, ehrte ihn und entließ ihn, indem er immer wieder sagte: „Ruhe dich aus, du bist gewiss ermüdet.“