Kapitel 198: Vyādhagītā
Die Lehre des Jägers (Vyādha-Gītā), erster Teil
Kauśika macht sich nach Mithilā auf, findet dort den Dharma-Vyādha (den rechtschaffenen Jäger), der ihm bereits von seiner Ankunft weiß. Der Jäger rechtfertigt zunächst seinen von der Familientradition vorgegebenen, scheinbar grausamen Beruf durch die Lehre vom eigenen, ererbten Stands-Dharma (svadharma) und durch den Hinweis auf die gerechte Herrschaft König Janakas, unter dem alle vier Stände ihrer Pflicht obliegen. Danach beginnt er, auf die Frage des Brahmanen, seine große Lehrrede über das Verhalten der wahrhaft Guten (śiṣṭācāra) – über Wahrheit, Gewaltlosigkeit, Selbstbeherrschung und die Reinigung von Sünde durch Reue und Umkehr zum Guten.
mārkaṇḍeya uvāca cintayitvā tad āścaryaṃ striyā proktam aśeṣataḥ vinindan sa dvijo 'tmānam āgaskṛta ivābabhau
Mārkaṇḍeya sprach: „Nachdem er über jenes Wunder nachgedacht hatte, das die Frau ihm vollständig verkündet hatte, tadelte sich der Zweifachgeborene selbst und erschien wie einer, der ein Vergehen begangen hat.
Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca cintayitvā tad āścaryaṃ striyā proktam aśeṣataḥ vinindan sa dvijo 'tmānam āgaskṛta ivābabhau
Mārkaṇḍeya sprach: „Nachdem er über jenes Wunder nachgedacht hatte, das die Frau ihm vollständig verkündet hatte, tadelte sich der Zweifachgeborene selbst und erschien wie einer, der ein Vergehen begangen hat.
Dort, so heißt es, wohnt ein selbstbeherrschter, dharmakundiger Jäger; zu ihm werde ich noch heute gehen, um jenen Asketen nach dem Dharma zu befragen.‘
Dort, so heißt es, wohnt ein selbstbeherrschter, dharmakundiger Jäger; zu ihm werde ich noch heute gehen, um jenen Asketen nach dem Dharma zu befragen.‘
iti saṃcintya manasā śraddadhānaḥ striyā vacaḥ balākāpratyayenāsau dharmyaiś ca vacanaiḥ śubhaiḥ saṃpratasthe sa mithilāṃ kautūhalasamanvitaḥ
So im Geiste überlegend, dem Wort der Frau vertrauend, wegen des Vorfalls mit dem Kranich und wegen ihrer heilsamen, dharmagemäßen Worte, machte er sich auf nach Mithilā, von Neugier erfüllt.
Wort für Wort
iti saṃcintya manasā śraddadhānaḥ striyā vacaḥ balākāpratyayenāsau dharmyaiś ca vacanaiḥ śubhaiḥ saṃpratasthe sa mithilāṃ kautūhalasamanvitaḥ
So im Geiste überlegend, dem Wort der Frau vertrauend, wegen des Vorfalls mit dem Kranich und wegen ihrer heilsamen, dharmagemäßen Worte, machte er sich auf nach Mithilā, von Neugier erfüllt.
Mithilā, reich an den Dämmen des Dharma, geschmückt mit Opferfesten, prächtig, mit Torbauten und Wachtürmen versehen, geschmückt mit Häusern und Ringmauern –
Mithilā, reich an den Dämmen des Dharma, geschmückt mit Opferfesten, prächtig, mit Torbauten und Wachtürmen versehen, geschmückt mit Häusern und Ringmauern –
apaśyat tatra gatvā taṃ sūnāmadhye vyavasthitam mārgamāhiṣamāṃsāni vikrīṇantaṃ tapasvinam ākulatvāt tu kretṝṇām ekānte saṃsthito dvijaḥ
Dorthin gegangen, sah er ihn inmitten der Schlachterbuden stehen, wie der Asket Wildschwein- und Büffelfleisch verkaufte; wegen des Gedränges der Käufer stellte sich der Zweifachgeborene abseits.
Wort für Wort
apaśyat tatra gatvā taṃ sūnāmadhye vyavasthitam mārgamāhiṣamāṃsāni vikrīṇantaṃ tapasvinam ākulatvāt tu kretṝṇām ekānte saṃsthito dvijaḥ
Dorthin gegangen, sah er ihn inmitten der Schlachterbuden stehen, wie der Asket Wildschwein- und Büffelfleisch verkaufte; wegen des Gedränges der Käufer stellte sich der Zweifachgeborene abseits.
sa tu jñātvā dvijaṃ prāptaṃ sahasā saṃbhramotthitaḥ ājagāma yato vipraḥ sthita ekānta āsane
Als jener aber erkannte, dass ein Brahmane angekommen war, erhob er sich plötzlich in Bestürzung und kam dorthin, wo der Brahmane abseits an einem Platz stand.
Wort für Wort
sa tu jñātvā dvijaṃ prāptaṃ sahasā saṃbhramotthitaḥ ājagāma yato vipraḥ sthita ekānta āsane
Als jener aber erkannte, dass ein Brahmane angekommen war, erhob er sich plötzlich in Bestürzung und kam dorthin, wo der Brahmane abseits an einem Platz stand.
vyādha uvāca abhivādaye tvā bhagavan svāgataṃ te dvijottama ahaṃ vyādhas tu bhadraṃ te kiṃ karomi praśādhi mām
Der Jäger sprach: ‚Ich grüße dich ehrerbietig, Erhabener! Willkommen, du Bester der Zweifachgeborenen! Ich bin ein Jäger; Heil dir. Was soll ich tun? Gebiete mir.
Wort für Wort
vyādha uvāca abhivādaye tvā bhagavan svāgataṃ te dvijottama ahaṃ vyādhas tu bhadraṃ te kiṃ karomi praśādhi mām
Der Jäger sprach: ‚Ich grüße dich ehrerbietig, Erhabener! Willkommen, du Bester der Zweifachgeborenen! Ich bin ein Jäger; Heil dir. Was soll ich tun? Gebiete mir.
adeśasthaṃ hi te sthānam iti vyādho 'bravīd dvijam gṛhaṃ gacchāva bhagavan yadi rocayase 'nagha
‚Dieser Ort ist kein geeigneter Platz für dich‘, sagte der Jäger zum Brahmanen, ‚lass uns nach Hause gehen, Erhabener, wenn es dir beliebt, o Makelloser.‘
Wort für Wort
adeśasthaṃ hi te sthānam iti vyādho 'bravīd dvijam gṛhaṃ gacchāva bhagavan yadi rocayase 'nagha
‚Dieser Ort ist kein geeigneter Platz für dich‘, sagte der Jäger zum Brahmanen, ‚lass uns nach Hause gehen, Erhabener, wenn es dir beliebt, o Makelloser.‘
praviśya ca gṛhaṃ ramyam āsanenābhipūjitaḥ pādyam ācamanīyaṃ ca pratigṛhya dvijottamaḥ
Und nachdem er das liebliche Haus betreten hatte, wurde der Beste der Zweifachgeborenen mit einem Sitz geehrt und nahm Wasser für die Füße und zum Mundspülen entgegen.
Wort für Wort
praviśya ca gṛhaṃ ramyam āsanenābhipūjitaḥ pādyam ācamanīyaṃ ca pratigṛhya dvijottamaḥ
Und nachdem er das liebliche Haus betreten hatte, wurde der Beste der Zweifachgeborenen mit einem Sitz geehrt und nahm Wasser für die Füße und zum Mundspülen entgegen.
tataḥ sukhopaviṣṭas taṃ vyādhaṃ vacanam abravīt karmaitad vai na sadṛśaṃ bhavataḥ pratibhāti me anutapye bhṛśaṃ tāta tava ghoreṇa karmaṇā
Dann, bequem sitzend, sprach er zu dem Jäger dieses Wort: ‚Diese Arbeit scheint mir wahrlich nicht zu dir zu passen; ich leide sehr, mein Sohn, wegen deines schrecklichen Tuns.‘
Wort für Wort
tataḥ sukhopaviṣṭas taṃ vyādhaṃ vacanam abravīt karmaitad vai na sadṛśaṃ bhavataḥ pratibhāti me anutapye bhṛśaṃ tāta tava ghoreṇa karmaṇā
Dann, bequem sitzend, sprach er zu dem Jäger dieses Wort: ‚Diese Arbeit scheint mir wahrlich nicht zu dir zu passen; ich leide sehr, mein Sohn, wegen deines schrecklichen Tuns.‘
vyādha uvāca kulocitam idaṃ karma pitṛpaitāmahaṃ mama vartamānasya me dharme sve manyuṃ mā kṛthā dvija
Der Jäger sprach: ‚Diese Arbeit entspricht meiner Familie, sie stammt von meinem Vater und Großvater her; da ich in meinem eigenen Dharma verbleibe, fasse deswegen keinen Zorn, o Zweifachgeborener.
Wort für Wort
vyādha uvāca kulocitam idaṃ karma pitṛpaitāmahaṃ mama vartamānasya me dharme sve manyuṃ mā kṛthā dvija
Der Jäger sprach: ‚Diese Arbeit entspricht meiner Familie, sie stammt von meinem Vater und Großvater her; da ich in meinem eigenen Dharma verbleibe, fasse deswegen keinen Zorn, o Zweifachgeborener.
Ackerbau, Viehzucht und Handel sind hier der Lebensunterhalt der Welt, ebenso die Staatskunst und das dreifache Wissen [der Veden]; dadurch bestehen die Welten.
Ackerbau, Viehzucht und Handel sind hier der Lebensunterhalt der Welt, ebenso die Staatskunst und das dreifache Wissen [der Veden]; dadurch bestehen die Welten.
karma śūdre kṛṣir vaiśye saṃgrāmaḥ kṣatriye smṛtaḥ brahmacaryaṃ tapo mantrāḥ satyaṃ ca brāhmaṇe sadā
Dienstarbeit ist dem Śūdra, Ackerbau dem Vaiśya, Kampf gilt dem Kṣatriya als überliefert; Keuschheit, Askese, heilige Sprüche und Wahrheit obliegen stets dem Brahmanen.
Wort für Wort
karma śūdre kṛṣir vaiśye saṃgrāmaḥ kṣatriye smṛtaḥ brahmacaryaṃ tapo mantrāḥ satyaṃ ca brāhmaṇe sadā
Dienstarbeit ist dem Śūdra, Ackerbau dem Vaiśya, Kampf gilt dem Kṣatriya als überliefert; Keuschheit, Askese, heilige Sprüche und Wahrheit obliegen stets dem Brahmanen.
rājā praśāsti dharmeṇa svakarmaniratāḥ prajāḥ vikarmāṇaś ca ye ke cit tān yunakti svakarmasu
Der König regiert dem Dharma gemäß die Untertanen, die ihrer eigenen Pflicht obliegen; und wer sich pflichtwidrig verhält, den weist er zu seiner eigenen Pflicht an.
Wort für Wort
rājā praśāsti dharmeṇa svakarmaniratāḥ prajāḥ vikarmāṇaś ca ye ke cit tān yunakti svakarmasu
Der König regiert dem Dharma gemäß die Untertanen, die ihrer eigenen Pflicht obliegen; und wer sich pflichtwidrig verhält, den weist er zu seiner eigenen Pflicht an.
bhetavyaṃ hi sadā rājñāṃ prajānām adhipā hi te mārayanti vikarmasthaṃ lubdhā mṛgam iveṣubhiḥ
Fürwahr, vor den Königen muss man sich stets fürchten, denn sie sind die Herrscher der Untertanen; wer sich pflichtwidrig verhält, den töten sie, wie Jäger ein Wild mit Pfeilen.
Wort für Wort
bhetavyaṃ hi sadā rājñāṃ prajānām adhipā hi te mārayanti vikarmasthaṃ lubdhā mṛgam iveṣubhiḥ
Fürwahr, vor den Königen muss man sich stets fürchten, denn sie sind die Herrscher der Untertanen; wer sich pflichtwidrig verhält, den töten sie, wie Jäger ein Wild mit Pfeilen.
janakasyeha viprarṣe vikarmastho na vidyate svakarmaniratā varṇāś catvāro 'pi dvijottama
Hier bei Janaka, o weiser Seher, gibt es niemanden, der sich pflichtwidrig verhält; alle vier Stände obliegen ihrer eigenen Pflicht, du Bester der Zweifachgeborenen.
Wort für Wort
janakasyeha viprarṣe vikarmastho na vidyate svakarmaniratā varṇāś catvāro 'pi dvijottama
Hier bei Janaka, o weiser Seher, gibt es niemanden, der sich pflichtwidrig verhält; alle vier Stände obliegen ihrer eigenen Pflicht, du Bester der Zweifachgeborenen.
sa eṣa janako rājā durvṛttam api cet sutam daṇḍyaṃ daṇḍe nikṣipati tathā na glāti dhārmikam
Dieser König Janaka unterwirft selbst einen Sohn, der sich schlecht verhalten hat und der Strafe würdig ist, der Strafe; ebenso wird er nicht müde darin, den Rechtschaffenen [zu fördern].
Wort für Wort
sa eṣa janako rājā durvṛttam api cet sutam daṇḍyaṃ daṇḍe nikṣipati tathā na glāti dhārmikam
Dieser König Janaka unterwirft selbst einen Sohn, der sich schlecht verhalten hat und der Strafe würdig ist, der Strafe; ebenso wird er nicht müde darin, den Rechtschaffenen [zu fördern].
Die genaue Bedeutung von ‚na glāti dhārmikam‘ (‚er ermüdet nicht gegenüber dem Rechtschaffenen‘) ist im Sanskrit knapp; gemeint ist wohl, dass Janaka ebenso unnachgiebig im Belohnen und Schützen des Rechtschaffenen ist, wie im Bestrafen des Schuldigen.
suyuktacāro nṛpatiḥ sarvaṃ dharmeṇa paśyati śrīś ca rājyaṃ ca daṇḍaś ca kṣatriyāṇāṃ dvijottama
Der König, der seine Kundschafter gut einsetzt, sieht alles gemäß dem Dharma; Glanz, Königreich und Strafgewalt gehören den Kṣatriyas, du Bester der Zweifachgeborenen.
Wort für Wort
suyuktacāro nṛpatiḥ sarvaṃ dharmeṇa paśyati śrīś ca rājyaṃ ca daṇḍaś ca kṣatriyāṇāṃ dvijottama
Der König, der seine Kundschafter gut einsetzt, sieht alles gemäß dem Dharma; Glanz, Königreich und Strafgewalt gehören den Kṣatriyas, du Bester der Zweifachgeborenen.
Auch ein Mensch ohne guten Charakter kann charaktervoll werden, und wer an der Verletzung von Lebewesen Freude hatte, kann wieder rechtschaffen werden.
Auch ein Mensch ohne guten Charakter kann charaktervoll werden, und wer an der Verletzung von Lebewesen Freude hatte, kann wieder rechtschaffen werden.
uruṇḍā vāmanāḥ kubjāḥ sthūlaśīrṣās tathaiva ca klībāś cāndhāś ca jāyante badhirā lambacūcukāḥ pārthivānām adharmatvāt prajānām abhavaḥ sadā
Zwerge, Verwachsene, Bucklige und ebenso Großköpfige, Unfruchtbare und Blinde werden geboren, Taube und Menschen mit hängenden Brustwarzen – wegen der Dharmlosigkeit der Herrscher entstehen bei den Untertanen stets Missgeburten.
Wort für Wort
uruṇḍā vāmanāḥ kubjāḥ sthūlaśīrṣās tathaiva ca klībāś cāndhāś ca jāyante badhirā lambacūcukāḥ pārthivānām adharmatvāt prajānām abhavaḥ sadā
Zwerge, Verwachsene, Bucklige und ebenso Großköpfige, Unfruchtbare und Blinde werden geboren, Taube und Menschen mit hängenden Brustwarzen – wegen der Dharmlosigkeit der Herrscher entstehen bei den Untertanen stets Missgeburten.
ye jīvanti svadharmeṇa saṃbhuñjante ca pārthivāḥ na kiṃ cid upajīvanti dakṣā utthānaśīlinaḥ
Diejenigen, die nach ihrem eigenen Dharma leben und an denen die Herrscher teilhaben, hängen von nichts anderem ab, da sie tüchtig und tätigen Wesens sind.
Wort für Wort
ye jīvanti svadharmeṇa saṃbhuñjante ca pārthivāḥ na kiṃ cid upajīvanti dakṣā utthānaśīlinaḥ
Diejenigen, die nach ihrem eigenen Dharma leben und an denen die Herrscher teilhaben, hängen von nichts anderem ab, da sie tüchtig und tätigen Wesens sind.
śaktyānnadānaṃ satataṃ titikṣā dharmanityatā yathārhaṃ pratipūjā ca sarvabhūteṣu vai dayā tyāgān nānyatra martyānāṃ guṇās tiṣṭhanti pūruṣe
Speisespende nach Vermögen stets, Geduld, Beständigkeit im Dharma, gebührende Verehrung und Mitgefühl mit allen Wesen – nur durch Freigebigkeit, nicht anderswo, bestehen die Tugenden der Sterblichen im Menschen.
Wort für Wort
śaktyānnadānaṃ satataṃ titikṣā dharmanityatā yathārhaṃ pratipūjā ca sarvabhūteṣu vai dayā tyāgān nānyatra martyānāṃ guṇās tiṣṭhanti pūruṣe
Speisespende nach Vermögen stets, Geduld, Beständigkeit im Dharma, gebührende Verehrung und Mitgefühl mit allen Wesen – nur durch Freigebigkeit, nicht anderswo, bestehen die Tugenden der Sterblichen im Menschen.
priye nātibhṛśaṃ hṛṣyed apriye na ca saṃjvaret na muhyed arthakṛcchreṣu na ca dharmaṃ parityajet
Über Angenehmes soll man sich nicht allzu sehr freuen, über Unangenehmes nicht in Aufruhr geraten; in materiellen Nöten soll man nicht die Fassung verlieren und nicht den Dharma verlassen.
Wort für Wort
priye nātibhṛśaṃ hṛṣyed apriye na ca saṃjvaret na muhyed arthakṛcchreṣu na ca dharmaṃ parityajet
Über Angenehmes soll man sich nicht allzu sehr freuen, über Unangenehmes nicht in Aufruhr geraten; in materiellen Nöten soll man nicht die Fassung verlieren und nicht den Dharma verlassen.
karma caitad asādhūnāṃ vṛjinānām asādhuvat na dharmo 'stīti manvānāḥ śucīn avahasanti ye aśraddadhānā dharmasya te naśyanti na saṃśayaḥ
Dies ist das Tun der Unredlichen, der Verworfenen, gleich den Unredlichen; die, welche meinen, es gebe keinen Dharma, und die Reinen verspotten – jene, die dem Dharma nicht vertrauen, gehen zweifellos zugrunde.
Wort für Wort
karma caitad asādhūnāṃ vṛjinānām asādhuvat na dharmo 'stīti manvānāḥ śucīn avahasanti ye aśraddadhānā dharmasya te naśyanti na saṃśayaḥ
Dies ist das Tun der Unredlichen, der Verworfenen, gleich den Unredlichen; die, welche meinen, es gebe keinen Dharma, und die Reinen verspotten – jene, die dem Dharma nicht vertrauen, gehen zweifellos zugrunde.
Wie ein großer aufgeblähter Schlauch ist der Böse stets angeschwollen von Stolz; das Gerede der Verblendeten und Hochmütigen ist gehaltlos; doch wie die Sonne bei Tage die Gestalt der Dinge offenbart, so offenbart sich das innere Selbst eines jeden.
Wie ein großer aufgeblähter Schlauch ist der Böse stets angeschwollen von Stolz; das Gerede der Verblendeten und Hochmütigen ist gehaltlos; doch wie die Sonne bei Tage die Gestalt der Dinge offenbart, so offenbart sich das innere Selbst eines jeden.
Ohne jemanden zu tadeln, ohne sich selbst zu rühmen – so tritt kein mit Tugenden Begabter auf Erden als bloß äußerlich Glänzender in Erscheinung.
Der genaue Sinn dieses knappen Sanskrit-Verses [?] bleibt etwas unklar; gemeint ist wohl, dass wahre Tugend keiner Zurschaustellung durch Tadel anderer oder Eigenlob bedarf.
Wer sich wegen einer Missetat quält, wird von der Sünde befreit; und wer sich vornimmt, dies nicht wieder zu tun, wird von einer zweiten Sünde befreit.
Wer sich wegen einer Missetat quält, wird von der Sünde befreit; und wer sich vornimmt, dies nicht wieder zu tun, wird von einer zweiten Sünde befreit.
Durch welches Tun auch immer man hier von der Sünde befreit wird, o Bester der Zweifachgeborenen – so wird diese Lehrüberlieferung, o Brahmane, in den Dharma-Schriften erblickt.
Durch welches Tun auch immer man hier von der Sünde befreit wird, o Bester der Zweifachgeborenen – so wird diese Lehrüberlieferung, o Brahmane, in den Dharma-Schriften erblickt.
Sünden, die man einst unwissentlich begangen hat, vertreibt späterhin, wer zuvor dharmakundigen Wesens war; der Dharma, o Brahmane, stößt das ab, was die Menschen hier aus Unachtsamkeit an Sünde begehen.
Sünden, die man einst unwissentlich begangen hat, vertreibt späterhin, wer zuvor dharmakundigen Wesens war; der Dharma, o Brahmane, stößt das ab, was die Menschen hier aus Unachtsamkeit an Sünde begehen.
pāpaṃ kṛtvā hi manyeta nāham asmīti pūruṣaḥ cikīrṣed eva kalyāṇaṃ śraddadhāno 'nasūyakaḥ
Denn wenn ein Mensch, nachdem er eine Sünde begangen hat, erkennt, dass dies nicht seinem wahren Wesen entspricht, soll er, voll Vertrauen und ohne Missgunst, fortan nur Gutes zu tun trachten.
Wort für Wort
pāpaṃ kṛtvā hi manyeta nāham asmīti pūruṣaḥ cikīrṣed eva kalyāṇaṃ śraddadhāno 'nasūyakaḥ
Denn wenn ein Mensch, nachdem er eine Sünde begangen hat, erkennt, dass dies nicht seinem wahren Wesen entspricht, soll er, voll Vertrauen und ohne Missgunst, fortan nur Gutes zu tun trachten.
Wer seine Fehler vor den Guten offenlegt, wie man die Löcher eines Gewandes nicht verbirgt – wenn ein solcher Mensch, nachdem er Böses getan hat, sich dem Guten zuwendet, wird er von aller Sünde befreit, wie der Mond von großen Wolken.
Wer seine Fehler vor den Guten offenlegt, wie man die Löcher eines Gewandes nicht verbirgt – wenn ein solcher Mensch, nachdem er Böses getan hat, sich dem Guten zuwendet, wird er von aller Sünde befreit, wie der Mond von großen Wolken.
Die Wendung ‚wie die Löcher eines Gewandes offenlegen‘ [?] ist im Sanskrit knapp; sie wird hier im Sinne eines offenen Eingeständnisses der eigenen Fehler vor den Guten gedeutet, passend zum Thema der vorangehenden Verse über Reue und Läuterung.
Wisse, dass die Grundlage der Sünden allein die Habgier ist, o Bester der Zweifachgeborenen; habgierige, nicht sehr gelehrte Menschen entschließen sich zur Sünde – Dharmlose, die, in der Gestalt des Dharma, wie Brunnen mit Gras überdeckt sind.
Wisse, dass die Grundlage der Sünden allein die Habgier ist, o Bester der Zweifachgeborenen; habgierige, nicht sehr gelehrte Menschen entschließen sich zur Sünde – Dharmlose, die, in der Gestalt des Dharma, wie Brunnen mit Gras überdeckt sind.
Bei ihnen findet man Selbstbeherrschung, Reinheitsvorschriften, Geschwätz, das sich auf den Dharma beruft – all dies findet sich bei ihnen; doch das Verhalten der wahrhaft Guten ist überaus schwer zu finden.‘
Bei ihnen findet man Selbstbeherrschung, Reinheitsvorschriften, Geschwätz, das sich auf den Dharma beruft – all dies findet sich bei ihnen; doch das Verhalten der wahrhaft Guten ist überaus schwer zu finden.‘
mārkaṇḍeya uvāca sa tu vipro mahāprājño dharmavyādham apṛcchata śiṣṭācāraṃ katham ahaṃ vidyām iti narottama etan mahāmate vyādha prabravīhi yathātatham
Mārkaṇḍeya sprach: Da fragte jener überaus weise Brahmane den Dharma-Jäger: ‚Wie kann ich das Verhalten der wahrhaft Guten erkennen, du Bester der Menschen? Dies, o Großgeistiger, o Jäger, verkünde mir der Wahrheit gemäß.‘
Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca sa tu vipro mahāprājño dharmavyādham apṛcchata śiṣṭācāraṃ katham ahaṃ vidyām iti narottama etan mahāmate vyādha prabravīhi yathātatham
Mārkaṇḍeya sprach: Da fragte jener überaus weise Brahmane den Dharma-Jäger: ‚Wie kann ich das Verhalten der wahrhaft Guten erkennen, du Bester der Menschen? Dies, o Großgeistiger, o Jäger, verkünde mir der Wahrheit gemäß.‘
vyādha uvāca yajño dānaṃ tapo vedāḥ satyaṃ ca dvijasattama pañcaitāni pavitrāṇi śiṣṭācāreṣu nityadā
Der Jäger sprach: ‚Opfer, Freigebigkeit, Askese, die Veden und Wahrheit, o Bester der Zweifachgeborenen – diese fünf sind stets die reinigenden Merkmale im Verhalten der wahrhaft Guten.
Wort für Wort
vyādha uvāca yajño dānaṃ tapo vedāḥ satyaṃ ca dvijasattama pañcaitāni pavitrāṇi śiṣṭācāreṣu nityadā
Der Jäger sprach: ‚Opfer, Freigebigkeit, Askese, die Veden und Wahrheit, o Bester der Zweifachgeborenen – diese fünf sind stets die reinigenden Merkmale im Verhalten der wahrhaft Guten.
kāmakrodhau vaśe kṛtvā dambhaṃ lobham anārjavam dharma ity eva saṃtuṣṭās te śiṣṭāḥ śiṣṭasaṃmatāḥ
Begierde und Zorn bezähmend, Heuchelei, Habgier und Unaufrichtigkeit meidend, allein am Dharma zufrieden – das sind die wahrhaft Guten, von den Guten anerkannt.
Wort für Wort
kāmakrodhau vaśe kṛtvā dambhaṃ lobham anārjavam dharma ity eva saṃtuṣṭās te śiṣṭāḥ śiṣṭasaṃmatāḥ
Begierde und Zorn bezähmend, Heuchelei, Habgier und Unaufrichtigkeit meidend, allein am Dharma zufrieden – das sind die wahrhaft Guten, von den Guten anerkannt.
na teṣāṃ vidyate 'vṛttaṃ yajñasvādhyāyaśīlinām ācārapālanaṃ caiva dvitīyaṃ śiṣṭalakṣaṇam
Bei ihnen, die dem Opfer und dem Vedastudium zugetan sind, findet sich kein Mangel an rechtem Wandel; und die Wahrung des rechten Brauchs ist das zweite Merkmal der wahrhaft Guten.
Wort für Wort
na teṣāṃ vidyate 'vṛttaṃ yajñasvādhyāyaśīlinām ācārapālanaṃ caiva dvitīyaṃ śiṣṭalakṣaṇam
Bei ihnen, die dem Opfer und dem Vedastudium zugetan sind, findet sich kein Mangel an rechtem Wandel; und die Wahrung des rechten Brauchs ist das zweite Merkmal der wahrhaft Guten.
śiṣṭācāre manaḥ kṛtvā pratiṣṭhāpya ca sarvaśaḥ yām ayaṃ labhate tuṣṭiṃ sā na śakyā hy ato 'nyathā
Wer seinen Geist auf das Verhalten der Guten richtet und ihn darin völlig festigt, erlangt eine Zufriedenheit, die auf keine andere Weise zu erlangen ist.
Wort für Wort
śiṣṭācāre manaḥ kṛtvā pratiṣṭhāpya ca sarvaśaḥ yām ayaṃ labhate tuṣṭiṃ sā na śakyā hy ato 'nyathā
Wer seinen Geist auf das Verhalten der Guten richtet und ihn darin völlig festigt, erlangt eine Zufriedenheit, die auf keine andere Weise zu erlangen ist.
Das Geheimnis der Veden ist die Wahrheit, das Geheimnis der Wahrheit ist Selbstbeherrschung, das Geheimnis der Selbstbeherrschung ist Entsagung – so ist es stets im Verhalten der wahrhaft Guten.
Das Geheimnis der Veden ist die Wahrheit, das Geheimnis der Wahrheit ist Selbstbeherrschung, das Geheimnis der Selbstbeherrschung ist Entsagung – so ist es stets im Verhalten der wahrhaft Guten.
ye tu dharmam asūyante buddhimohānvitā narāḥ apathā gacchatāṃ teṣām anuyātāpi pīḍyate
Diejenigen Menschen aber, die, von Verblendung des Verstandes befangen, den Dharma missgünstig ablehnen – selbst wer ihnen, die auf falschen Wegen gehen, nachfolgt, wird gepeinigt.
Wort für Wort
ye tu dharmam asūyante buddhimohānvitā narāḥ apathā gacchatāṃ teṣām anuyātāpi pīḍyate
Diejenigen Menschen aber, die, von Verblendung des Verstandes befangen, den Dharma missgünstig ablehnen – selbst wer ihnen, die auf falschen Wegen gehen, nachfolgt, wird gepeinigt.
ye tu śiṣṭāḥ suniyatāḥ śrutityāgaparāyaṇāḥ dharmyaṃ panthānam ārūḍhāḥ satyadharmaparāyaṇāḥ
Diejenigen aber, die wahrhaft Guten, wohlbeherrschten, dem Vedastudium und der Entsagung ergebenen, die den Pfad des Dharma beschritten haben, der Wahrheit und dem Dharma zugetan,
Wort für Wort
ye tu śiṣṭāḥ suniyatāḥ śrutityāgaparāyaṇāḥ dharmyaṃ panthānam ārūḍhāḥ satyadharmaparāyaṇāḥ
Diejenigen aber, die wahrhaft Guten, wohlbeherrschten, dem Vedastudium und der Entsagung ergebenen, die den Pfad des Dharma beschritten haben, der Wahrheit und dem Dharma zugetan,
diese Menschen, dem Verhalten der Guten verbunden, bezähmen ihren höchsten Verstand, folgen der Lehre ihres Meisters und erkennen durch Beständigkeit Dharma und Nutzen.
diese Menschen, dem Verhalten der Guten verbunden, bezähmen ihren höchsten Verstand, folgen der Lehre ihres Meisters und erkennen durch Beständigkeit Dharma und Nutzen.
Die Gottlosen, die die Grenzen des rechten Verhaltens überschreiten, die Grausamen, die in böser Gesinnung verharren – verlasse sie, gestützt auf Erkenntnis, und diene stattdessen den Rechtschaffenen.
Die Gottlosen, die die Grenzen des rechten Verhaltens überschreiten, die Grausamen, die in böser Gesinnung verharren – verlasse sie, gestützt auf Erkenntnis, und diene stattdessen den Rechtschaffenen.
Den Fluss, der von den Krokodilen der Begierde und Habgier erfüllt ist und dessen Wasser die fünf Sinne sind, durchquere, indem du ihn zu einem Boot der Standhaftigkeit machst, und überwinde so die Gefahren der Geburten.
Den Fluss, der von den Krokodilen der Begierde und Habgier erfüllt ist und dessen Wasser die fünf Sinne sind, durchquere, indem du ihn zu einem Boot der Standhaftigkeit machst, und überwinde so die Gefahren der Geburten.
Der Dharma, der Schritt für Schritt angehäuft wird, groß, aus der Verbindung mit dem Verstand bestehend, sollte im Verhalten der Guten gut haften, wie Farbe an weißem Gewand.
Der Dharma, der Schritt für Schritt angehäuft wird, groß, aus der Verbindung mit dem Verstand bestehend, sollte im Verhalten der Guten gut haften, wie Farbe an weißem Gewand.
ahiṃsā satyavacanaṃ sarvabhūtahitaṃ param ahiṃsā paramo dharmaḥ sa ca satye pratiṣṭhitaḥ satye kṛtvā pratiṣṭhāṃ tu pravartante pravṛttayaḥ
Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, das höchste Wohl aller Wesen – Gewaltlosigkeit ist der höchste Dharma, und dieser gründet in der Wahrheit; erst wenn man in der Wahrheit gegründet ist, kommen rechte Handlungen in Gang.
Wort für Wort
ahiṃsā satyavacanaṃ sarvabhūtahitaṃ param ahiṃsā paramo dharmaḥ sa ca satye pratiṣṭhitaḥ satye kṛtvā pratiṣṭhāṃ tu pravartante pravṛttayaḥ
Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, das höchste Wohl aller Wesen – Gewaltlosigkeit ist der höchste Dharma, und dieser gründet in der Wahrheit; erst wenn man in der Wahrheit gegründet ist, kommen rechte Handlungen in Gang.
satyam eva garīyas tu śiṣṭācāraniṣevitam ācāraś ca satāṃ dharmaḥ santaś cācāralakṣaṇāḥ
Die Wahrheit allein ist das Erhabenste, gepflegt im Verhalten der wahrhaft Guten; der Brauch der Guten ist der Dharma, und die Guten sind durch ihren Brauch gekennzeichnet.
Wort für Wort
satyam eva garīyas tu śiṣṭācāraniṣevitam ācāraś ca satāṃ dharmaḥ santaś cācāralakṣaṇāḥ
Die Wahrheit allein ist das Erhabenste, gepflegt im Verhalten der wahrhaft Guten; der Brauch der Guten ist der Dharma, und die Guten sind durch ihren Brauch gekennzeichnet.
Jedes Wesen erlangt, wie es seiner Natur entsprechend beschaffen ist, seine eigene Natur; der Böswillige, der sich nicht beherrscht, verfällt den Fehlern von Zorn, Begierde und dergleichen.
Jedes Wesen erlangt, wie es seiner Natur entsprechend beschaffen ist, seine eigene Natur; der Böswillige, der sich nicht beherrscht, verfällt den Fehlern von Zorn, Begierde und dergleichen.
ārambho nyāyayukto yaḥ sa hi dharma iti smṛtaḥ anācāras tv adharmeti etac chiṣṭānuśāsanam
Ein Unternehmen, das mit rechter Ordnung verbunden ist, gilt als Dharma; schlechter Brauch aber als Adharma – dies ist die Unterweisung der wahrhaft Guten.
Wort für Wort
ārambho nyāyayukto yaḥ sa hi dharma iti smṛtaḥ anācāras tv adharmeti etac chiṣṭānuśāsanam
Ein Unternehmen, das mit rechter Ordnung verbunden ist, gilt als Dharma; schlechter Brauch aber als Adharma – dies ist die Unterweisung der wahrhaft Guten.
akrudhyanto 'nasūyanto nirahaṃkāramatsarāḥ ṛjavaḥ śamasaṃpannāḥ śiṣṭācārā bhavanti te
Nicht zornig, nicht missgünstig, frei von Eigendünkel und Neid, aufrichtig, mit innerem Frieden ausgestattet – solche sind es, die dem Verhalten der wahrhaft Guten folgen.
Wort für Wort
akrudhyanto 'nasūyanto nirahaṃkāramatsarāḥ ṛjavaḥ śamasaṃpannāḥ śiṣṭācārā bhavanti te
Nicht zornig, nicht missgünstig, frei von Eigendünkel und Neid, aufrichtig, mit innerem Frieden ausgestattet – solche sind es, die dem Verhalten der wahrhaft Guten folgen.
In den drei Veden bewandert, rein, von gutem Wandel, geistvoll, dem Lehrer dienend, selbstbeherrscht – auch solche sind es, die dem Verhalten der wahrhaft Guten folgen.
In den drei Veden bewandert, rein, von gutem Wandel, geistvoll, dem Lehrer dienend, selbstbeherrscht – auch solche sind es, die dem Verhalten der wahrhaft Guten folgen.
Bei ihnen, die nicht kleinmütigen Wesens sind, deren Handeln schwer zu vollbringen ist, die durch ihre eigenen Taten geehrt sind, schwindet alle Schrecklichkeit gänzlich.
Bei ihnen, die nicht kleinmütigen Wesens sind, deren Handeln schwer zu vollbringen ist, die durch ihre eigenen Taten geehrt sind, schwindet alle Schrecklichkeit gänzlich.
āstikā mānahīnāś ca dvijātijanapūjakāḥ śrutavṛttopasaṃpannāḥ te santaḥ svargagāminaḥ
Gottesfürchtig und frei von Hochmut, die Verehrer der Zweifachgeborenen, ausgestattet mit Gelehrsamkeit und gutem Wandel – sie, die wahrhaft Guten, gelangen zum Himmel.
Wort für Wort
āstikā mānahīnāś ca dvijātijanapūjakāḥ śrutavṛttopasaṃpannāḥ te santaḥ svargagāminaḥ
Gottesfürchtig und frei von Hochmut, die Verehrer der Zweifachgeborenen, ausgestattet mit Gelehrsamkeit und gutem Wandel – sie, die wahrhaft Guten, gelangen zum Himmel.
vedoktaḥ paramo dharmo dharmaśāstreṣu cāparaḥ śiṣṭācīrṇaś ca śiṣṭānāṃ trividhaṃ dharmalakṣaṇam
Der höchste Dharma ist der in den Veden verkündete, ein zweiter der in den Dharma-Schriften gelehrte, und der von den wahrhaft Guten geübte – dies ist das dreifache Merkmal des Dharma.
Wort für Wort
vedoktaḥ paramo dharmo dharmaśāstreṣu cāparaḥ śiṣṭācīrṇaś ca śiṣṭānāṃ trividhaṃ dharmalakṣaṇam
Der höchste Dharma ist der in den Veden verkündete, ein zweiter der in den Dharma-Schriften gelehrte, und der von den wahrhaft Guten geübte – dies ist das dreifache Merkmal des Dharma.
Die Vollendung der Wissenschaften, das Eintauchen in heilige Furten, Geduld, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Reinheit – dies zeigt das Verhalten der wahrhaft Guten an.
Die Vollendung der Wissenschaften, das Eintauchen in heilige Furten, Geduld, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Reinheit – dies zeigt das Verhalten der wahrhaft Guten an.
nyāyopetā guṇopetāḥ sarvalokahitaiṣiṇaḥ santaḥ svargajitaḥ śuklāḥ saṃniviṣṭāś ca satpathe
Der rechten Ordnung verbunden, mit Tugenden ausgestattet, das Wohl aller Welten suchend – die wahrhaft Guten, den Himmel erringend, lauter, auf dem rechten Pfad verweilend.
Wort für Wort
nyāyopetā guṇopetāḥ sarvalokahitaiṣiṇaḥ santaḥ svargajitaḥ śuklāḥ saṃniviṣṭāś ca satpathe
Der rechten Ordnung verbunden, mit Tugenden ausgestattet, das Wohl aller Welten suchend – die wahrhaft Guten, den Himmel erringend, lauter, auf dem rechten Pfad verweilend.
trīṇy eva tu padāny āhuḥ satāṃ vṛttam anuttamam na druhyec caiva dadyāc ca satyaṃ caiva sadā vadet
Nur drei Grundsätze, so sagt man, bilden das unübertreffliche Verhalten der Guten: man soll niemandem Böses zufügen, man soll geben, und man soll stets die Wahrheit sprechen.
Wort für Wort
trīṇy eva tu padāny āhuḥ satāṃ vṛttam anuttamam na druhyec caiva dadyāc ca satyaṃ caiva sadā vadet
Nur drei Grundsätze, so sagt man, bilden das unübertreffliche Verhalten der Guten: man soll niemandem Böses zufügen, man soll geben, und man soll stets die Wahrheit sprechen.
Überall mitleidig, des Mitgefühls kundig, wandeln die wahrhaft Guten, wohl zufrieden, auf dem höchsten Pfad des Dharma – großherzige Wesen, deren Verhalten wohlgefestigt und deren Dharma wohlbestimmt ist.
Überall mitleidig, des Mitgefühls kundig, wandeln die wahrhaft Guten, wohl zufrieden, auf dem höchsten Pfad des Dharma – großherzige Wesen, deren Verhalten wohlgefestigt und deren Dharma wohlbestimmt ist.
Freiheit von Missgunst, Geduld, innerer Friede, Zufriedenheit, freundliche Rede, Verzicht auf Begierde und Zorn – das ist die Pflege des Verhaltens der wahrhaft Guten.
Freiheit von Missgunst, Geduld, innerer Friede, Zufriedenheit, freundliche Rede, Verzicht auf Begierde und Zorn – das ist die Pflege des Verhaltens der wahrhaft Guten.
Durch ihr Handeln mit Gelehrsamkeit ausgestattet, pflegen sie den unübertrefflichen Pfad der Guten, das Verhalten der wahrhaft Guten, stets unermüdlich im Dharma.
Durch ihr Handeln mit Gelehrsamkeit ausgestattet, pflegen sie den unübertrefflichen Pfad der Guten, das Verhalten der wahrhaft Guten, stets unermüdlich im Dharma.
Den Palast der Weisheit besteigend, betrachten sie die vielen verwirrten, großen Menschen und die mannigfaltigen Treiben der Welt, o Bester der Zweifachgeborenen, die höchst verdienstvollen wie die sündigen, du Vorzüglichster der Zweifachgeborenen.
Den Palast der Weisheit besteigend, betrachten sie die vielen verwirrten, großen Menschen und die mannigfaltigen Treiben der Welt, o Bester der Zweifachgeborenen, die höchst verdienstvollen wie die sündigen, du Vorzüglichster der Zweifachgeborenen.
etat te sarvam ākhyātaṃ yathāprajñaṃ yathāśrutam śiṣṭācāraguṇān brahman puraskṛtya dvijarṣabha
Dies alles habe ich dir verkündet, wie es meinem Verstand und meinem Gehörten entspricht, indem ich die Tugenden des Verhaltens der wahrhaft Guten voranstellte, o Brahmane, du Stier unter den Zweifachgeborenen.‘“
Wort für Wort
etat te sarvam ākhyātaṃ yathāprajñaṃ yathāśrutam śiṣṭācāraguṇān brahman puraskṛtya dvijarṣabha
Dies alles habe ich dir verkündet, wie es meinem Verstand und meinem Gehörten entspricht, indem ich die Tugenden des Verhaltens der wahrhaft Guten voranstellte, o Brahmane, du Stier unter den Zweifachgeborenen.‘“