Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 21: Śālvayuddham Kṛṣṇas eigene Verfolgung Śālvas übers Meer und der Zauberkampf um Saubha

Kṛṣṇa erzählt weiter, wie er nach seiner Rückkehr, von der Belagerung Dvārakās erfahrend, selbst zur Vernichtung Śālvas auszog, ihn über Land bis zum Meer verfolgte und dort einen gewaltigen, von Illusionswaffen (māyā) begleiteten Kampf gegen ihn und sein Dānava-Heer focht - mit Verdunkelung von Tag und Nacht, vervielfachten Sonnen und Monden, bis er mit dem Prajñāstra, der Waffe der Erkenntnis, den feindlichen Zauber zerstreute und den Kampf fortsetzte.

vāsudeva uvāca ānartanagaraṃ muktaṃ tato 'ham agamaṃ tadā mahākratau rājasūye nivṛtte nṛpate tava

Vāsudeva sprach: „Nachdem die Stadt der Ānartas [Dvārakā] befreit war, kam ich damals dorthin, nachdem dein großes Opfer, das Rājasūya, o Herrscher, beendet war.

Wort für Wort
vāsudeva uvāca ānartanagaraṃ muktaṃ tato 'ham agamaṃ tadā mahākratau rājasūye nivṛtte nṛpate tava
Vāsudeva sprach: „Nachdem die Stadt der Ānartas [Dvārakā] befreit war, kam ich damals dorthin, nachdem dein großes Opfer, das Rājasūya, o Herrscher, beendet war.

apaśyaṃ dvārakāṃ cāhaṃ mahārāja hatatviṣam niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāṃ nirbhūṣaṇavarastriyam

Und ich sah Dvārakā, o Großkönig, ihres Glanzes beraubt, ohne Vedastudium und Opferruf, mit ihren edlen Frauen ohne Schmuck,

Wort für Wort
apaśyaṃ dvārakāṃ cāhaṃ mahārāja hatatviṣam niḥsvādhyāyavaṣaṭkārāṃ nirbhūṣaṇavarastriyam
Und ich sah Dvārakā, o Großkönig, ihres Glanzes beraubt, ohne Vedastudium und Opferruf, mit ihren edlen Frauen ohne Schmuck,

anabhijñeyarūpāṇi dvārakopavanāni ca dṛṣṭvā śaṅkopapanno 'ham apṛcchaṃ hṛdikātmajam

und auch die Parkanlagen Dvārakās, unkenntlich in ihrer Gestalt geworden; als ich das sah, von Argwohn erfüllt, fragte ich den Sohn des Hṛdika [Kṛtavarman]:

Wort für Wort
anabhijñeyarūpāṇi dvārakopavanāni ca dṛṣṭvā śaṅkopapanno 'ham apṛcchaṃ hṛdikātmajam
und auch die Parkanlagen Dvārakās, unkenntlich in ihrer Gestalt geworden; als ich das sah, von Argwohn erfüllt, fragte ich den Sohn des Hṛdika [Kṛtavarman]:

asvasthanaranārīkam idaṃ vṛṣṇipuraṃ bhṛṣam kim idaṃ naraśārdūla śrotum icchāmahe vayam

'Diese Stadt der Vṛṣṇis, mit Männern und Frauen so schwer beunruhigt - was ist geschehen, Tiger unter den Männern? Wir wünschen es zu hören.'

Wort für Wort
asvasthanaranārīkam idaṃ vṛṣṇipuraṃ bhṛṣam kim idaṃ naraśārdūla śrotum icchāmahe vayam
'Diese Stadt der Vṛṣṇis, mit Männern und Frauen so schwer beunruhigt - was ist geschehen, Tiger unter den Männern? Wir wünschen es zu hören.'

evam uktas tu sa mayā vistareṇedam abravīt rodhaṃ mokṣaṃ ca śālvena hārdikyo rājasattama

So von mir angesprochen, erzählte mir der Sohn des Hṛdika, o Bester der Könige, ausführlich von der Belagerung und der Befreiung durch den Kampf gegen Śālva.

Wort für Wort
evam uktas tu sa mayā vistareṇedam abravīt rodhaṃ mokṣaṃ ca śālvena hārdikyo rājasattama
So von mir angesprochen, erzählte mir der Sohn des Hṛdika, o Bester der Könige, ausführlich von der Belagerung und der Befreiung durch den Kampf gegen Śālva.

tato 'haṃ kauravaśreṣṭha śrutvā sarvam aśeṣataḥ vināśe śālvarājasya tadaivākaravaṃ matim

Darauf, o Bester der Kauravas, nachdem ich alles vollständig gehört hatte, fasste ich sogleich den Entschluss zur Vernichtung des Königs Śālva.

Wort für Wort
tato 'haṃ kauravaśreṣṭha śrutvā sarvam aśeṣataḥ vināśe śālvarājasya tadaivākaravaṃ matim
Darauf, o Bester der Kauravas, nachdem ich alles vollständig gehört hatte, fasste ich sogleich den Entschluss zur Vernichtung des Königs Śālva.

tato 'haṃ bharataśreṣṭha samāśvāsya pure janam rājānam āhukaṃ caiva tathaivānakadundubhim sarvavṛṣṇipravīrāṃś ca harṣayann abruvaṃ tadā

Darauf, o Bester der Bharatas, nachdem ich das Volk in der Stadt beruhigt hatte, den König, den Sohn des Āhuka [Ugrasena], ebenso [meinen Vater] Vasudeva und alle Helden der Vṛṣṇis erfreuend, sprach ich damals:

Wort für Wort
tato 'haṃ bharataśreṣṭha samāśvāsya pure janam rājānam āhukaṃ caiva tathaivānakadundubhim sarvavṛṣṇipravīrāṃś ca harṣayann abruvaṃ tadā
Darauf, o Bester der Bharatas, nachdem ich das Volk in der Stadt beruhigt hatte, den König, den Sohn des Āhuka [Ugrasena], ebenso [meinen Vater] Vasudeva und alle Helden der Vṛṣṇis erfreuend, sprach ich damals:

apramādaḥ sadā kāryo nagare yādavarṣabhāḥ śālvarājavināśāya prayātaṃ māṃ nibodhata

„Stete Wachsamkeit soll in der Stadt geübt werden, ihr Stiere der Yādavas; wisset, dass ich zur Vernichtung des Königs Śālva aufbreche.

Wort für Wort
apramādaḥ sadā kāryo nagare yādavarṣabhāḥ śālvarājavināśāya prayātaṃ māṃ nibodhata
„Stete Wachsamkeit soll in der Stadt geübt werden, ihr Stiere der Yādavas; wisset, dass ich zur Vernichtung des Königs Śālva aufbreche.

nāhatvā taṃ nivartiṣye purīṃ dvāravatīṃ prati saśālvaṃ saubhanagaraṃ hatvā draṣṭāsmi vaḥ punaḥ trisāmā hanyatām eṣā dundubhiḥ śatrubhīṣaṇī

Ohne ihn zu töten, werde ich nicht zur Stadt Dvāravatī zurückkehren; erst nachdem ich Śālva samt der Stadt Saubha vernichtet habe, werde ich euch wiedersehen. Diese Trisāman-Trommel, die den Feinden Schrecken einjagt, soll geschlagen werden!“

Wort für Wort
nāhatvā taṃ nivartiṣye purīṃ dvāravatīṃ prati saśālvaṃ saubhanagaraṃ hatvā draṣṭāsmi vaḥ punaḥ trisāmā hanyatām eṣā dundubhiḥ śatrubhīṣaṇī
Ohne ihn zu töten, werde ich nicht zur Stadt Dvāravatī zurückkehren; erst nachdem ich Śālva samt der Stadt Saubha vernichtet habe, werde ich euch wiedersehen. Diese Trisāman-Trommel, die den Feinden Schrecken einjagt, soll geschlagen werden!“

te mayāśvāsitā vīrā yathāvad bharatarṣabha sarve mām abruvan hṛṣṭāḥ prayāhi jahi śātravān

Von mir gebührend ermutigt, o Stier der Bharatas, sagten mir alle jene Helden freudig: 'Zieh aus, töte die Feinde!'

Wort für Wort
te mayāśvāsitā vīrā yathāvad bharatarṣabha sarve mām abruvan hṛṣṭāḥ prayāhi jahi śātravān
Von mir gebührend ermutigt, o Stier der Bharatas, sagten mir alle jene Helden freudig: 'Zieh aus, töte die Feinde!'

taiḥ prahṛṣṭātmabhir vīrair āśīrbhir abhinanditaḥ vācayitvā dvijaśreṣṭhān praṇamya śirasāhukam

Von diesen freudig erregten Helden mit Segenswünschen beglückwünscht, nachdem ich die besten Brahmanen Segenssprüche hatte sprechen lassen und mich vor Āhuka [Ugrasena] mit dem Haupt verneigt hatte,

Wort für Wort
taiḥ prahṛṣṭātmabhir vīrair āśīrbhir abhinanditaḥ vācayitvā dvijaśreṣṭhān praṇamya śirasāhukam
Von diesen freudig erregten Helden mit Segenswünschen beglückwünscht, nachdem ich die besten Brahmanen Segenssprüche hatte sprechen lassen und mich vor Āhuka [Ugrasena] mit dem Haupt verneigt hatte,

sainyasugrīvayuktena rathenānādayan diśaḥ pradhmāpya śaṅkhapravaraṃ pāñcajanyam ahaṃ nṛpa

bestieg ich, o König, meinen Wagen, bespannt mit den Rossen Saingya und Sugrīva, und, nachdem ich mein vortreffliches Muschelhorn Pāñcajanya geblasen hatte, ließ ich die Himmelsrichtungen erdröhnen.

Wort für Wort
sainyasugrīvayuktena rathenānādayan diśaḥ pradhmāpya śaṅkhapravaraṃ pāñcajanyam ahaṃ nṛpa
bestieg ich, o König, meinen Wagen, bespannt mit den Rossen Saingya und Sugrīva, und, nachdem ich mein vortreffliches Muschelhorn Pāñcajanya geblasen hatte, ließ ich die Himmelsrichtungen erdröhnen.

prayāto 'smi naravyāghra balena mahatā vṛtaḥ kḷptena caturaṅgeṇa balena jitakāśinā

Ich brach auf, Tiger unter den Männern, umgeben von einem gewaltigen, wohlgeordneten Heer der vier Teile, das siegverheißend aussah.

Wort für Wort
prayāto 'smi naravyāghra balena mahatā vṛtaḥ kḷptena caturaṅgeṇa balena jitakāśinā
Ich brach auf, Tiger unter den Männern, umgeben von einem gewaltigen, wohlgeordneten Heer der vier Teile, das siegverheißend aussah.

samatītya bahūn deśān girīṃś ca bahupādapān sarāṃsi saritaś caiva mārttikāvatam āsadam

Nachdem ich viele Länder durchquert hatte, Berge reich an Bäumen, Seen und Flüsse, erreichte ich Mārttikāvata, [die Stadt Śālvas].

Wort für Wort
samatītya bahūn deśān girīṃś ca bahupādapān sarāṃsi saritaś caiva mārttikāvatam āsadam
Nachdem ich viele Länder durchquert hatte, Berge reich an Bäumen, Seen und Flüsse, erreichte ich Mārttikāvata, [die Stadt Śālvas].

tatrāśrauṣaṃ naravyāghra śālvaṃ nagaram antikāt prayātaṃ saubham āsthāya tam ahaṃ pṛṣṭhato 'nvayām

Dort hörte ich, Tiger unter den Männern, dass Śālva, auf Saubha, kurz zuvor die Stadt verlassen hatte; ich verfolgte ihn.

Wort für Wort
tatrāśrauṣaṃ naravyāghra śālvaṃ nagaram antikāt prayātaṃ saubham āsthāya tam ahaṃ pṛṣṭhato 'nvayām
Dort hörte ich, Tiger unter den Männern, dass Śālva, auf Saubha, kurz zuvor die Stadt verlassen hatte; ich verfolgte ihn.

tataḥ sāgaram āsādya kukṣau tasya mahormiṇaḥ samudranābhyāṃ śālvo 'bhūt saubham āsthāya śatruhan

Darauf, nachdem ich das Meer erreicht hatte, war Śālva, der Feindetöter, in dessen Busen mit den gewaltigen Wellen, in der Mitte des Ozeans, auf Saubha schwebend.

Wort für Wort
tataḥ sāgaram āsādya kukṣau tasya mahormiṇaḥ samudranābhyāṃ śālvo 'bhūt saubham āsthāya śatruhan
Darauf, nachdem ich das Meer erreicht hatte, war Śālva, der Feindetöter, in dessen Busen mit den gewaltigen Wellen, in der Mitte des Ozeans, auf Saubha schwebend.

sa samālokya dūrān māṃ smayann iva yudhiṣṭhira āhvayām āsa duṣṭātmā yuddhāyaiva muhur muhuḥ

Als er mich von fern erblickte, forderte er mich, gleichsam lächelnd, o Yudhiṣṭhira, der Bösgesinnte, immer wieder zum Kampf heraus.

Wort für Wort
sa samālokya dūrān māṃ smayann iva yudhiṣṭhira āhvayām āsa duṣṭātmā yuddhāyaiva muhur muhuḥ
Als er mich von fern erblickte, forderte er mich, gleichsam lächelnd, o Yudhiṣṭhira, der Bösgesinnte, immer wieder zum Kampf heraus.

tasya śārṅgavinirmuktair bahubhir marmabhedibhiḥ puraṃ nāsādyata śarais tato māṃ roṣa āviśat

Mit den vielen, aus meinem Bogen Śārṅga entlassenen, die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen erreichte ich seine Stadt Saubha nicht sogleich; darauf ergriff mich Zorn.

Wort für Wort
tasya śārṅgavinirmuktair bahubhir marmabhedibhiḥ puraṃ nāsādyata śarais tato māṃ roṣa āviśat
Mit den vielen, aus meinem Bogen Śārṅga entlassenen, die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen erreichte ich seine Stadt Saubha nicht sogleich; darauf ergriff mich Zorn.

sa cāpi pāpaprakṛtir daiteyāpasado nṛpa mayy avarṣata durdharṣaḥ śaradhārāḥ sahasraśaḥ

Auch er, von böser Natur, der niedrigste der Daityas, der unbezwingbare König, ließ tausendfache Pfeilströme auf mich niederregnen.

Wort für Wort
sa cāpi pāpaprakṛtir daiteyāpasado nṛpa mayy avarṣata durdharṣaḥ śaradhārāḥ sahasraśaḥ
Auch er, von böser Natur, der niedrigste der Daityas, der unbezwingbare König, ließ tausendfache Pfeilströme auf mich niederregnen.

sainikān mama sūtaṃ ca hayāṃś ca samavākirat acintayantas tu śarān vayaṃ yudhyāma bhārata

Er überschüttete meine Soldaten, meinen Wagenlenker und meine Rosse; doch ohne die Pfeile zu beachten, kämpften wir, o Bhārata.

Wort für Wort
sainikān mama sūtaṃ ca hayāṃś ca samavākirat acintayantas tu śarān vayaṃ yudhyāma bhārata
Er überschüttete meine Soldaten, meinen Wagenlenker und meine Rosse; doch ohne die Pfeile zu beachten, kämpften wir, o Bhārata.

tataḥ śatasahasrāṇi śarāṇāṃ nataparvaṇām cikṣipuḥ samare vīrā mayi śālvapadānugāḥ

Darauf schleuderten die Helden, die Śālva folgten, hunderttausende von gekrümmten Pfeilen im Kampf auf mich.

Wort für Wort
tataḥ śatasahasrāṇi śarāṇāṃ nataparvaṇām cikṣipuḥ samare vīrā mayi śālvapadānugāḥ
Darauf schleuderten die Helden, die Śālva folgten, hunderttausende von gekrümmten Pfeilen im Kampf auf mich.

te hayān me rathaṃ caiva tadā dārukam eva ca chādayām āsur asurā bāṇair marmavibhedibhiḥ

Sie bedeckten meine Rosse, meinen Wagen und auch Dāruka mit die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen, jene Asuras.

Wort für Wort
te hayān me rathaṃ caiva tadā dārukam eva ca chādayām āsur asurā bāṇair marmavibhedibhiḥ
Sie bedeckten meine Rosse, meinen Wagen und auch Dāruka mit die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen, jene Asuras.

na hayā na ratho vīra na yantā mama dārukaḥ adṛśyanta śaraiś channās tathāhaṃ sainikāś ca me

Weder die Rosse noch der Wagen, o Held, noch mein Lenker Dāruka waren mehr sichtbar, so sehr waren sie von Pfeilen bedeckt, ebenso ich und meine Soldaten.

Wort für Wort
na hayā na ratho vīra na yantā mama dārukaḥ adṛśyanta śaraiś channās tathāhaṃ sainikāś ca me
Weder die Rosse noch der Wagen, o Held, noch mein Lenker Dāruka waren mehr sichtbar, so sehr waren sie von Pfeilen bedeckt, ebenso ich und meine Soldaten.

tato 'ham api kauravya śarāṇām ayutān bahūn abhimantritānāṃ dhanuṣā divyena vidhinākṣipam

Darauf schleuderte auch ich, o Kaurava, viele Myriaden von magisch besprochenen Pfeilen mit meinem göttlichen Bogen, nach den Regeln der Ordnung.

Wort für Wort
tato 'ham api kauravya śarāṇām ayutān bahūn abhimantritānāṃ dhanuṣā divyena vidhinākṣipam
Darauf schleuderte auch ich, o Kaurava, viele Myriaden von magisch besprochenen Pfeilen mit meinem göttlichen Bogen, nach den Regeln der Ordnung.

na tatra viṣayas tv āsīn mama sainyasya bhārata khe viṣaktaṃ hi tat saubhaṃ krośamātra ivābhavat

Dort aber gab es keine Reichweite für mein Heer, o Bhārata; denn jenes im Luftraum schwebende Saubha war wie eine Krośa entfernt, außer Reichweite.

Wort für Wort
na tatra viṣayas tv āsīn mama sainyasya bhārata khe viṣaktaṃ hi tat saubhaṃ krośamātra ivābhavat
Dort aber gab es keine Reichweite für mein Heer, o Bhārata; denn jenes im Luftraum schwebende Saubha war wie eine Krośa entfernt, außer Reichweite.

tatas te prekṣakāḥ sarve raṅgavāṭa iva sthitāḥ harṣayām āsur uccair māṃ siṃhanādatalasvanaiḥ

Da erfreuten mich alle jene Zuschauer, die wie in einer Kampfarena dastanden, laut mit Löwengebrüll und Klatschen.

Wort für Wort
tatas te prekṣakāḥ sarve raṅgavāṭa iva sthitāḥ harṣayām āsur uccair māṃ siṃhanādatalasvanaiḥ
Da erfreuten mich alle jene Zuschauer, die wie in einer Kampfarena dastanden, laut mit Löwengebrüll und Klatschen.

matkārmukavinirmuktā dānavānāṃ mahāraṇe aṅgeṣu rudhirāktās te viviśuḥ śalabhā iva

Die aus meinem Bogen entlassenen Pfeile drangen, mit Blut befleckt, in die Glieder der Dānavas ein, wie Heuschrecken, in der großen Schlacht.

Wort für Wort
matkārmukavinirmuktā dānavānāṃ mahāraṇe aṅgeṣu rudhirāktās te viviśuḥ śalabhā iva
Die aus meinem Bogen entlassenen Pfeile drangen, mit Blut befleckt, in die Glieder der Dānavas ein, wie Heuschrecken, in der großen Schlacht.

tato halahalāśabdaḥ saubhamadhye vyavardhata vadhyatāṃ viśikhais tīkṣṇaiḥ patatāṃ ca mahārṇave

Da erhob sich inmitten Saubhas ein tosender Lärm, von denen, die von scharfen Pfeilen getötet wurden und in den großen Ozean fielen.

Wort für Wort
tato halahalāśabdaḥ saubhamadhye vyavardhata vadhyatāṃ viśikhais tīkṣṇaiḥ patatāṃ ca mahārṇave
Da erhob sich inmitten Saubhas ein tosender Lärm, von denen, die von scharfen Pfeilen getötet wurden und in den großen Ozean fielen.

te nikṛttabhujaskandhāḥ kabandhākṛtidarśanāḥ nadanto bhairavān nādan nipatanti sma dānavāḥ

Sie, mit abgeschlagenen Armen und Schultern, in der Gestalt kopfloser Rümpfe anzusehen, furchtbare Laute ausstoßend, fielen die Dānavas zu Boden.

Wort für Wort
te nikṛttabhujaskandhāḥ kabandhākṛtidarśanāḥ nadanto bhairavān nādan nipatanti sma dānavāḥ
Sie, mit abgeschlagenen Armen und Schultern, in der Gestalt kopfloser Rümpfe anzusehen, furchtbare Laute ausstoßend, fielen die Dānavas zu Boden.

tato gokṣīrakundendumṛṇālarajataprabham jalajaṃ pāñcajanyaṃ vai prāṇenāham apūrayam

Darauf füllte ich mit meinem Atem das aus dem Wasser stammende Muschelhorn Pāñcajanya, das an Glanz Kuhmilch, der Kunda-Blüte, dem Mond, Lotusfasern und Silber glich.

Wort für Wort
tato gokṣīrakundendumṛṇālarajataprabham jalajaṃ pāñcajanyaṃ vai prāṇenāham apūrayam
Darauf füllte ich mit meinem Atem das aus dem Wasser stammende Muschelhorn Pāñcajanya, das an Glanz Kuhmilch, der Kunda-Blüte, dem Mond, Lotusfasern und Silber glich.

tān dṛṣṭvā patitāṃs tatra śālvaḥ saubhapatis tadā māyāyuddhena mahatā yodhayām āsa māṃ yudhi

Als er sah, dass diese dort gefallen waren, bekämpfte mich Śālva, der Herr von Saubha, mit einem gewaltigen Zauberkampf im Kampf.

Wort für Wort
tān dṛṣṭvā patitāṃs tatra śālvaḥ saubhapatis tadā māyāyuddhena mahatā yodhayām āsa māṃ yudhi
Als er sah, dass diese dort gefallen waren, bekämpfte mich Śālva, der Herr von Saubha, mit einem gewaltigen Zauberkampf im Kampf.

tato huḍahuḍāḥ prāsāḥ śaktiśūlaparaśvadhāḥ paṭṭiśāś ca bhuśuṇḍyaś ca prāpatann aniśaṃ mayi

Da fielen Huḍahuḍa-Waffen, Wurfspieße, Speere, Lanzen und Äxte, Paṭṭiśa-Waffen und Wurfmaschinen-Geschosse unaufhörlich auf mich herab.

Wort für Wort
tato huḍahuḍāḥ prāsāḥ śaktiśūlaparaśvadhāḥ paṭṭiśāś ca bhuśuṇḍyaś ca prāpatann aniśaṃ mayi
Da fielen Huḍahuḍa-Waffen, Wurfspieße, Speere, Lanzen und Äxte, Paṭṭiśa-Waffen und Wurfmaschinen-Geschosse unaufhörlich auf mich herab.

tān ahaṃ māyayaivāśu pratigṛhya vyanāśayam tasyāṃ hatāyāṃ māyāyāṃ giriśṛṅgair ayodhayat

Diese fing ich rasch mit eigener Zauberkunst ab und vernichtete sie; als jener Zauber zerstört war, kämpfte er weiter mit Bergspitzen.

Wort für Wort
tān ahaṃ māyayaivāśu pratigṛhya vyanāśayam tasyāṃ hatāyāṃ māyāyāṃ giriśṛṅgair ayodhayat
Diese fing ich rasch mit eigener Zauberkunst ab und vernichtete sie; als jener Zauber zerstört war, kämpfte er weiter mit Bergspitzen.

tato 'bhavat tama iva prabhātam iva cābhavat durdinaṃ sudinaṃ caiva śītam uṣṇaṃ ca bhārata

Da entstand Finsternis, und dann wieder Tagesanbruch; schlechtes Wetter und gutes Wetter, Kälte und Hitze, o Bhārata.

Wort für Wort
tato 'bhavat tama iva prabhātam iva cābhavat durdinaṃ sudinaṃ caiva śītam uṣṇaṃ ca bhārata
Da entstand Finsternis, und dann wieder Tagesanbruch; schlechtes Wetter und gutes Wetter, Kälte und Hitze, o Bhārata.

evaṃ māyāṃ vikurvāṇo yodhayām āsa māṃ ripuḥ vijñāya tad ahaṃ sarvaṃ māyayaiva vyanāśayam yathākālaṃ tu yuddhena vyadhamaṃ sarvataḥ śaraiḥ

So, mancherlei Zauber entfaltend, bekämpfte mich der Feind; ich aber, dies erkennend, vernichtete alles mit eigener Zauberkunst und zerstreute ihn zur rechten Zeit im Kampf von allen Seiten mit Pfeilen.

Wort für Wort
evaṃ māyāṃ vikurvāṇo yodhayām āsa māṃ ripuḥ vijñāya tad ahaṃ sarvaṃ māyayaiva vyanāśayam yathākālaṃ tu yuddhena vyadhamaṃ sarvataḥ śaraiḥ
So, mancherlei Zauber entfaltend, bekämpfte mich der Feind; ich aber, dies erkennend, vernichtete alles mit eigener Zauberkunst und zerstreute ihn zur rechten Zeit im Kampf von allen Seiten mit Pfeilen.

tato vyoma mahārāja śatasūryam ivābhavat śatacandraṃ ca kaunteya sahasrāyutatārakam

Da wurde der Himmel, o Großkönig, wie mit hundert Sonnen, mit hundert Monden, o Sohn der Kuntī, und mit tausend mal zehntausend Sternen übersät.

Wort für Wort
tato vyoma mahārāja śatasūryam ivābhavat śatacandraṃ ca kaunteya sahasrāyutatārakam
Da wurde der Himmel, o Großkönig, wie mit hundert Sonnen, mit hundert Monden, o Sohn der Kuntī, und mit tausend mal zehntausend Sternen übersät.

tato nājñāyata tadā divārātraṃ tathā diśaḥ tato 'haṃ moham āpannaḥ prajñāstraṃ samayojayam tatas tad astram astreṇa vidhūtaṃ śaratūlavat

Da konnte man weder Tag noch Nacht noch die Himmelsrichtungen mehr erkennen; darauf, in Verwirrung geraten, setzte ich die Waffe der Erkenntnis [Prajñāstra] ein; da wurde jene feindliche Waffe durch meine Waffe zerstreut wie Pfeilspreu.

Wort für Wort
tato nājñāyata tadā divārātraṃ tathā diśaḥ tato 'haṃ moham āpannaḥ prajñāstraṃ samayojayam tatas tad astram astreṇa vidhūtaṃ śaratūlavat
Da konnte man weder Tag noch Nacht noch die Himmelsrichtungen mehr erkennen; darauf, in Verwirrung geraten, setzte ich die Waffe der Erkenntnis [Prajñāstra] ein; da wurde jene feindliche Waffe durch meine Waffe zerstreut wie Pfeilspreu.

tathā tad abhavad yuddhaṃ tumulaṃ lomaharṣaṇam labdhālokaś ca rājendra punaḥ śatrum ayodhayam

So war jener Kampf tosend, haarsträubend; und, das Augenlicht wiedererlangt habend, o Herrscher der Könige, bekämpfte ich den Feind erneut.“

Wort für Wort
tathā tad abhavad yuddhaṃ tumulaṃ lomaharṣaṇam labdhālokaś ca rājendra punaḥ śatrum ayodhayam
So war jener Kampf tosend, haarsträubend; und, das Augenlicht wiedererlangt habend, o Herrscher der Könige, bekämpfte ich den Feind erneut.“

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