Kapitel 21: Śālvayuddham
Kṛṣṇas eigene Verfolgung Śālvas übers Meer und der Zauberkampf um Saubha
Kṛṣṇa erzählt weiter, wie er nach seiner Rückkehr, von der Belagerung Dvārakās erfahrend, selbst zur Vernichtung Śālvas auszog, ihn über Land bis zum Meer verfolgte und dort einen gewaltigen, von Illusionswaffen (māyā) begleiteten Kampf gegen ihn und sein Dānava-Heer focht - mit Verdunkelung von Tag und Nacht, vervielfachten Sonnen und Monden, bis er mit dem Prajñāstra, der Waffe der Erkenntnis, den feindlichen Zauber zerstreute und den Kampf fortsetzte.
Vāsudeva sprach: „Nachdem die Stadt der Ānartas [Dvārakā] befreit war, kam ich damals dorthin, nachdem dein großes Opfer, das Rājasūya, o Herrscher, beendet war.
Vāsudeva sprach: „Nachdem die Stadt der Ānartas [Dvārakā] befreit war, kam ich damals dorthin, nachdem dein großes Opfer, das Rājasūya, o Herrscher, beendet war.
anabhijñeyarūpāṇi dvārakopavanāni ca dṛṣṭvā śaṅkopapanno 'ham apṛcchaṃ hṛdikātmajam
und auch die Parkanlagen Dvārakās, unkenntlich in ihrer Gestalt geworden; als ich das sah, von Argwohn erfüllt, fragte ich den Sohn des Hṛdika [Kṛtavarman]:
Wort für Wort
anabhijñeyarūpāṇi dvārakopavanāni ca dṛṣṭvā śaṅkopapanno 'ham apṛcchaṃ hṛdikātmajam
und auch die Parkanlagen Dvārakās, unkenntlich in ihrer Gestalt geworden; als ich das sah, von Argwohn erfüllt, fragte ich den Sohn des Hṛdika [Kṛtavarman]:
evam uktas tu sa mayā vistareṇedam abravīt rodhaṃ mokṣaṃ ca śālvena hārdikyo rājasattama
So von mir angesprochen, erzählte mir der Sohn des Hṛdika, o Bester der Könige, ausführlich von der Belagerung und der Befreiung durch den Kampf gegen Śālva.
Wort für Wort
evam uktas tu sa mayā vistareṇedam abravīt rodhaṃ mokṣaṃ ca śālvena hārdikyo rājasattama
So von mir angesprochen, erzählte mir der Sohn des Hṛdika, o Bester der Könige, ausführlich von der Belagerung und der Befreiung durch den Kampf gegen Śālva.
tato 'haṃ bharataśreṣṭha samāśvāsya pure janam rājānam āhukaṃ caiva tathaivānakadundubhim sarvavṛṣṇipravīrāṃś ca harṣayann abruvaṃ tadā
Darauf, o Bester der Bharatas, nachdem ich das Volk in der Stadt beruhigt hatte, den König, den Sohn des Āhuka [Ugrasena], ebenso [meinen Vater] Vasudeva und alle Helden der Vṛṣṇis erfreuend, sprach ich damals:
Wort für Wort
tato 'haṃ bharataśreṣṭha samāśvāsya pure janam rājānam āhukaṃ caiva tathaivānakadundubhim sarvavṛṣṇipravīrāṃś ca harṣayann abruvaṃ tadā
Darauf, o Bester der Bharatas, nachdem ich das Volk in der Stadt beruhigt hatte, den König, den Sohn des Āhuka [Ugrasena], ebenso [meinen Vater] Vasudeva und alle Helden der Vṛṣṇis erfreuend, sprach ich damals:
Ohne ihn zu töten, werde ich nicht zur Stadt Dvāravatī zurückkehren; erst nachdem ich Śālva samt der Stadt Saubha vernichtet habe, werde ich euch wiedersehen. Diese Trisāman-Trommel, die den Feinden Schrecken einjagt, soll geschlagen werden!“
Ohne ihn zu töten, werde ich nicht zur Stadt Dvāravatī zurückkehren; erst nachdem ich Śālva samt der Stadt Saubha vernichtet habe, werde ich euch wiedersehen. Diese Trisāman-Trommel, die den Feinden Schrecken einjagt, soll geschlagen werden!“
Von diesen freudig erregten Helden mit Segenswünschen beglückwünscht, nachdem ich die besten Brahmanen Segenssprüche hatte sprechen lassen und mich vor Āhuka [Ugrasena] mit dem Haupt verneigt hatte,
Von diesen freudig erregten Helden mit Segenswünschen beglückwünscht, nachdem ich die besten Brahmanen Segenssprüche hatte sprechen lassen und mich vor Āhuka [Ugrasena] mit dem Haupt verneigt hatte,
bestieg ich, o König, meinen Wagen, bespannt mit den Rossen Saingya und Sugrīva, und, nachdem ich mein vortreffliches Muschelhorn Pāñcajanya geblasen hatte, ließ ich die Himmelsrichtungen erdröhnen.
bestieg ich, o König, meinen Wagen, bespannt mit den Rossen Saingya und Sugrīva, und, nachdem ich mein vortreffliches Muschelhorn Pāñcajanya geblasen hatte, ließ ich die Himmelsrichtungen erdröhnen.
Darauf, nachdem ich das Meer erreicht hatte, war Śālva, der Feindetöter, in dessen Busen mit den gewaltigen Wellen, in der Mitte des Ozeans, auf Saubha schwebend.
Darauf, nachdem ich das Meer erreicht hatte, war Śālva, der Feindetöter, in dessen Busen mit den gewaltigen Wellen, in der Mitte des Ozeans, auf Saubha schwebend.
Mit den vielen, aus meinem Bogen Śārṅga entlassenen, die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen erreichte ich seine Stadt Saubha nicht sogleich; darauf ergriff mich Zorn.
Mit den vielen, aus meinem Bogen Śārṅga entlassenen, die lebenswichtigen Stellen durchbohrenden Pfeilen erreichte ich seine Stadt Saubha nicht sogleich; darauf ergriff mich Zorn.
na hayā na ratho vīra na yantā mama dārukaḥ adṛśyanta śaraiś channās tathāhaṃ sainikāś ca me
Weder die Rosse noch der Wagen, o Held, noch mein Lenker Dāruka waren mehr sichtbar, so sehr waren sie von Pfeilen bedeckt, ebenso ich und meine Soldaten.
Wort für Wort
na hayā na ratho vīra na yantā mama dārukaḥ adṛśyanta śaraiś channās tathāhaṃ sainikāś ca me
Weder die Rosse noch der Wagen, o Held, noch mein Lenker Dāruka waren mehr sichtbar, so sehr waren sie von Pfeilen bedeckt, ebenso ich und meine Soldaten.
tato gokṣīrakundendumṛṇālarajataprabham jalajaṃ pāñcajanyaṃ vai prāṇenāham apūrayam
Darauf füllte ich mit meinem Atem das aus dem Wasser stammende Muschelhorn Pāñcajanya, das an Glanz Kuhmilch, der Kunda-Blüte, dem Mond, Lotusfasern und Silber glich.
Wort für Wort
tato gokṣīrakundendumṛṇālarajataprabham jalajaṃ pāñcajanyaṃ vai prāṇenāham apūrayam
Darauf füllte ich mit meinem Atem das aus dem Wasser stammende Muschelhorn Pāñcajanya, das an Glanz Kuhmilch, der Kunda-Blüte, dem Mond, Lotusfasern und Silber glich.
evaṃ māyāṃ vikurvāṇo yodhayām āsa māṃ ripuḥ vijñāya tad ahaṃ sarvaṃ māyayaiva vyanāśayam yathākālaṃ tu yuddhena vyadhamaṃ sarvataḥ śaraiḥ
So, mancherlei Zauber entfaltend, bekämpfte mich der Feind; ich aber, dies erkennend, vernichtete alles mit eigener Zauberkunst und zerstreute ihn zur rechten Zeit im Kampf von allen Seiten mit Pfeilen.
Wort für Wort
evaṃ māyāṃ vikurvāṇo yodhayām āsa māṃ ripuḥ vijñāya tad ahaṃ sarvaṃ māyayaiva vyanāśayam yathākālaṃ tu yuddhena vyadhamaṃ sarvataḥ śaraiḥ
So, mancherlei Zauber entfaltend, bekämpfte mich der Feind; ich aber, dies erkennend, vernichtete alles mit eigener Zauberkunst und zerstreute ihn zur rechten Zeit im Kampf von allen Seiten mit Pfeilen.
tato nājñāyata tadā divārātraṃ tathā diśaḥ tato 'haṃ moham āpannaḥ prajñāstraṃ samayojayam tatas tad astram astreṇa vidhūtaṃ śaratūlavat
Da konnte man weder Tag noch Nacht noch die Himmelsrichtungen mehr erkennen; darauf, in Verwirrung geraten, setzte ich die Waffe der Erkenntnis [Prajñāstra] ein; da wurde jene feindliche Waffe durch meine Waffe zerstreut wie Pfeilspreu.
Wort für Wort
tato nājñāyata tadā divārātraṃ tathā diśaḥ tato 'haṃ moham āpannaḥ prajñāstraṃ samayojayam tatas tad astram astreṇa vidhūtaṃ śaratūlavat
Da konnte man weder Tag noch Nacht noch die Himmelsrichtungen mehr erkennen; darauf, in Verwirrung geraten, setzte ich die Waffe der Erkenntnis [Prajñāstra] ein; da wurde jene feindliche Waffe durch meine Waffe zerstreut wie Pfeilspreu.