Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 219: Grahoddeśaḥ Die Übersicht der Grahas (Kinder- und Menschenbefallende Geister)

Die von ihren Gatten verstoßenen sechs Ṛṣi-Gattinnen und der ganze Mütterkreis erlangen von Skanda Trost und werden, zusammen mit zahlreichen weiteren mythologischen Müttern (Diti, Aditi/Revatī, Surabhi, Saramā u.a.) und aus seinem eigenen Körper entstandenen männlichen Wesen, als ‚Skanda-Grahas‘ eingesetzt: kinderbefallende Geister, die Menschen bis zum 16. Lebensjahr heimsuchen, darunter der bis heute in der Ayurveda-Tradition bekannte Skandāpasmāra (Skanda-Fallsucht) sowie Pūtanā - später berühmt aus der Kṛṣṇa-Mythologie. Nebenbei wird die Verschiebung des vedischen Kalenderbeginns von Rohiṇī zu Dhaniṣṭhā mythologisch erklärt (Rivalität der Sternbild-Schwestern Rohiṇī und Abhijit). Das Kapitel schließt mit einem systematischen Katalog der Grahas, die Menschen jenseits des 16. Lebensjahres bis zum 70. befallen (Deva-, Pitṛ-, Siddha-, Rākṣasa-, Gandharva-, Yakṣa- und Piśāca-Graha), ihren jeweiligen Erkennungszeichen (plötzlicher Wahnsinn) sowie Heilmitteln - ein früher, einflussreicher Text der indischen Dämonologie/Kinderheilkunde-Tradition.

mārkaṇḍeya uvāca śriyā juṣṭaṃ mahāsenaṃ devasenāpatiṃ kṛtam saptarṣipatnyaḥ ṣaḍ devyas tatsakāśam athāgaman

Mārkaṇḍeya sprach: „Zu Mahāsena, der von Śrī umworben und zum Heerführer der Götter gemacht worden war, kamen darauf die sechs göttlichen Gattinnen der sieben Ṛṣis.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca śriyā juṣṭaṃ mahāsenaṃ devasenāpatiṃ kṛtam saptarṣipatnyaḥ ṣaḍ devyas tatsakāśam athāgaman
Mārkaṇḍeya sprach: „Zu Mahāsena, der von Śrī umworben und zum Heerführer der Götter gemacht worden war, kamen darauf die sechs göttlichen Gattinnen der sieben Ṛṣis.

ṛṣibhiḥ saṃparityaktā dharmayuktā mahāvratāḥ drutam āgamya cocus tā devasenāpatiṃ prabhum

Von den Ṛṣis verlassen, dharmatreu, von großen Gelübden, kamen sie eilends und sprachen zu dem Herrn, dem Heerführer der Götter:

Wort für Wort
ṛṣibhiḥ saṃparityaktā dharmayuktā mahāvratāḥ drutam āgamya cocus tā devasenāpatiṃ prabhum
Von den Ṛṣis verlassen, dharmatreu, von großen Gelübden, kamen sie eilends und sprachen zu dem Herrn, dem Heerführer der Götter:

vayaṃ putra parityaktā bhartṛbhir devasaṃmitaiḥ akāraṇād ruṣā tāta puṇyasthānāt paricyutāḥ

‚Wir, mein Sohn, wurden von unseren Gatten, den gottgleichen, verlassen; ohne Grund, aus Zorn, mein Kind, wurden wir aus unserer heiligen Stätte vertrieben.

Wort für Wort
vayaṃ putra parityaktā bhartṛbhir devasaṃmitaiḥ akāraṇād ruṣā tāta puṇyasthānāt paricyutāḥ
‚Wir, mein Sohn, wurden von unseren Gatten, den gottgleichen, verlassen; ohne Grund, aus Zorn, mein Kind, wurden wir aus unserer heiligen Stätte vertrieben.

asmābhiḥ kila jātas tvam iti kenāpy udāhṛtam asatyam etat saṃśrutya tasmān nas trātum arhasi

Es wurde von jemandem behauptet, du seist von uns geboren worden; dies ist unwahr. Da du dies gehört hast, solltest du uns deshalb retten.

Wort für Wort
asmābhiḥ kila jātas tvam iti kenāpy udāhṛtam asatyam etat saṃśrutya tasmān nas trātum arhasi
Es wurde von jemandem behauptet, du seist von uns geboren worden; dies ist unwahr. Da du dies gehört hast, solltest du uns deshalb retten.

akṣayaś ca bhavet svargas tvatprasādād dhi naḥ prabho tvāṃ putraṃ cāpy abhīpsāmaḥ kṛtvaitad anṛṇo bhava

Unser Himmel möge durch deine Gunst unvergänglich werden, o Herr; und wir wünschen uns dich als Sohn. Tue dies, und sei damit uns gegenüber ohne Schuld.‘

Wort für Wort
akṣayaś ca bhavet svargas tvatprasādād dhi naḥ prabho tvāṃ putraṃ cāpy abhīpsāmaḥ kṛtvaitad anṛṇo bhava
Unser Himmel möge durch deine Gunst unvergänglich werden, o Herr; und wir wünschen uns dich als Sohn. Tue dies, und sei damit uns gegenüber ohne Schuld.‘

skanda uvāca mātaro hi bhavatyo me suto vo 'ham aninditāḥ yac cābhīpsatha tat sarvaṃ saṃbhaviṣyati vas tathā

Skanda sprach: ‚Ihr seid ja meine Mütter, ich bin euer Sohn, ihr Makellosen; und alles, was ihr begehrt, wird euch ebenso zuteilwerden.‘

Wort für Wort
skanda uvāca mātaro hi bhavatyo me suto vo 'ham aninditāḥ yac cābhīpsatha tat sarvaṃ saṃbhaviṣyati vas tathā
Skanda sprach: ‚Ihr seid ja meine Mütter, ich bin euer Sohn, ihr Makellosen; und alles, was ihr begehrt, wird euch ebenso zuteilwerden.‘

mārkaṇḍeya uvāca evam ukte tataḥ śakraṃ kiṃ kāryam iti so 'bravīt uktaḥ skandena brūhīti so 'bravīd vāsavas tataḥ

Nachdem dies gesagt war, sprach er zu Śakra: ‚Was ist zu tun?‘ Von Skanda mit ‚Sprich!‘ angesprochen, sagte da Vāsava darauf:

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca evam ukte tataḥ śakraṃ kiṃ kāryam iti so 'bravīt uktaḥ skandena brūhīti so 'bravīd vāsavas tataḥ
Nachdem dies gesagt war, sprach er zu Śakra: ‚Was ist zu tun?‘ Von Skanda mit ‚Sprich!‘ angesprochen, sagte da Vāsava darauf:

abhijit spardhamānā tu rohiṇyā kanyasī svasā icchantī jyeṣṭhatāṃ devī tapas taptuṃ vanaṃ gatā

‚Abhijit, die jüngere Schwester, die mit Rohiṇī rivalisiert und die Erstgeburtsrangfolge begehrt, die Göttin, ist in den Wald gegangen, um Askese zu üben.

Wort für Wort
abhijit spardhamānā tu rohiṇyā kanyasī svasā icchantī jyeṣṭhatāṃ devī tapas taptuṃ vanaṃ gatā
‚Abhijit, die jüngere Schwester, die mit Rohiṇī rivalisiert und die Erstgeburtsrangfolge begehrt, die Göttin, ist in den Wald gegangen, um Askese zu üben.

tatra mūḍho 'smi bhadraṃ te nakṣatraṃ gaganāc cyutam kālaṃ tv imaṃ paraṃ skanda brahmaṇā saha cintaya

Darüber bin ich ratlos, Heil dir; das Sternbild ist vom Himmel gewichen. Diese weitere Zeitfrage, Skanda, bedenke zusammen mit Brahmā.‘

Wort für Wort
tatra mūḍho 'smi bhadraṃ te nakṣatraṃ gaganāc cyutam kālaṃ tv imaṃ paraṃ skanda brahmaṇā saha cintaya
Darüber bin ich ratlos, Heil dir; das Sternbild ist vom Himmel gewichen. Diese weitere Zeitfrage, Skanda, bedenke zusammen mit Brahmā.‘

dhaniṣṭhādis tadā kālo brahmaṇā parinirmitaḥ rohiṇyādyo 'bhavat pūrvam evaṃ saṃkhyā samābhavat

Da wurde von Brahmā die Zeitrechnung, mit Dhaniṣṭhā beginnend, neu festgesetzt; zuvor hatte sie mit Rohiṇī begonnen – so kam die neue Zählung zustande.

Wort für Wort
dhaniṣṭhādis tadā kālo brahmaṇā parinirmitaḥ rohiṇyādyo 'bhavat pūrvam evaṃ saṃkhyā samābhavat
Da wurde von Brahmā die Zeitrechnung, mit Dhaniṣṭhā beginnend, neu festgesetzt; zuvor hatte sie mit Rohiṇī begonnen – so kam die neue Zählung zustande.

evam ukte tu śakreṇa tridivaṃ kṛttikā gatāḥ nakṣatraṃ śakaṭākāraṃ bhāti tad vahnidaivatam

Nachdem Śakra dies gesagt hatte, gingen die Kṛttikās in den dritten Himmel ein; jenes wagenförmige, dem Feuer geweihte Sternbild erstrahlt seitdem dort.

Wort für Wort
evam ukte tu śakreṇa tridivaṃ kṛttikā gatāḥ nakṣatraṃ śakaṭākāraṃ bhāti tad vahnidaivatam
Nachdem Śakra dies gesagt hatte, gingen die Kṛttikās in den dritten Himmel ein; jenes wagenförmige, dem Feuer geweihte Sternbild erstrahlt seitdem dort.

vinatā cābravīt skandaṃ mama tvaṃ piṇḍadaḥ sutaḥ icchāmi nityam evāhaṃ tvayā putra sahāsitum

Und Vinatā sprach zu Skanda: ‚Du bist mein Sohn, der mir die Opferkuchen darbringt; ich wünsche mir beständig, mein Sohn, mit dir zusammenzuwohnen.‘

Wort für Wort
vinatā cābravīt skandaṃ mama tvaṃ piṇḍadaḥ sutaḥ icchāmi nityam evāhaṃ tvayā putra sahāsitum
Und Vinatā sprach zu Skanda: ‚Du bist mein Sohn, der mir die Opferkuchen darbringt; ich wünsche mir beständig, mein Sohn, mit dir zusammenzuwohnen.‘

skanda uvāca evam astu namas te 'stu putrasnehāt praśādhi mām snuṣayā pūjyamānā vai devi vatsyasi nityadā

Skanda sprach: ‚So sei es! Verehrung sei dir; aus Sohnesliebe gebiete mir. Von meiner Schwiegertochter verehrt, wirst du, Göttin, beständig bei mir wohnen.‘

Wort für Wort
skanda uvāca evam astu namas te 'stu putrasnehāt praśādhi mām snuṣayā pūjyamānā vai devi vatsyasi nityadā
Skanda sprach: ‚So sei es! Verehrung sei dir; aus Sohnesliebe gebiete mir. Von meiner Schwiegertochter verehrt, wirst du, Göttin, beständig bei mir wohnen.‘

mārkaṇḍeya uvāca atha mātṛgaṇaḥ sarvaḥ skandaṃ vacanam abravīt vayaṃ sarvasya lokasya mātaraḥ kavibhiḥ stutāḥ icchāmo mātaras tubhyaṃ bhavituṃ pūjayasva naḥ

Da sprach die ganze Muttergemeinschaft zu Skanda die Worte: ‚Wir, von den Dichtern als Mütter der ganzen Welt gepriesen, wünschen uns, deine Mütter zu sein; erweise uns Verehrung.‘

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca atha mātṛgaṇaḥ sarvaḥ skandaṃ vacanam abravīt vayaṃ sarvasya lokasya mātaraḥ kavibhiḥ stutāḥ icchāmo mātaras tubhyaṃ bhavituṃ pūjayasva naḥ
Da sprach die ganze Muttergemeinschaft zu Skanda die Worte: ‚Wir, von den Dichtern als Mütter der ganzen Welt gepriesen, wünschen uns, deine Mütter zu sein; erweise uns Verehrung.‘

skanda uvāca mātaras tu bhavatyo me bhavatīnām ahaṃ sutaḥ ucyatāṃ yan mayā kāryaṃ bhavatīnām athepsitam

Skanda sprach: ‚Ihr seid meine Mütter, ich bin euer Sohn; es sei gesagt, was von mir zu tun ist, was ihr begehrt.‘

Wort für Wort
skanda uvāca mātaras tu bhavatyo me bhavatīnām ahaṃ sutaḥ ucyatāṃ yan mayā kāryaṃ bhavatīnām athepsitam
Skanda sprach: ‚Ihr seid meine Mütter, ich bin euer Sohn; es sei gesagt, was von mir zu tun ist, was ihr begehrt.‘

mātara ūcuḥ yās tu tā mātaraḥ pūrvaṃ lokasyāsya prakalpitāḥ asmākaṃ tad bhavet sthānaṃ tāsāṃ caiva na tad bhavet

Die Mütter sprachen: ‚Diejenigen Mütter aber, die zuvor für diese Welt bestimmt wurden – ihre Stätte möge uns zufallen, ihnen selbst aber nicht mehr.

Wort für Wort
mātara ūcuḥ yās tu tā mātaraḥ pūrvaṃ lokasyāsya prakalpitāḥ asmākaṃ tad bhavet sthānaṃ tāsāṃ caiva na tad bhavet
Die Mütter sprachen: ‚Diejenigen Mütter aber, die zuvor für diese Welt bestimmt wurden – ihre Stätte möge uns zufallen, ihnen selbst aber nicht mehr.

bhavema pūjyā lokasya na tāḥ pūjyāḥ surarṣabha prajāsmākaṃ hṛtās tābhis tvatkṛte tāḥ prayaccha naḥ

Wir möchten die Verehrten der Welt sein, nicht jene, o Stier unter den Göttern; unsere Nachkommenschaft wurde von ihnen geraubt; gib sie uns deinetwegen zurück.‘

Wort für Wort
bhavema pūjyā lokasya na tāḥ pūjyāḥ surarṣabha prajāsmākaṃ hṛtās tābhis tvatkṛte tāḥ prayaccha naḥ
Wir möchten die Verehrten der Welt sein, nicht jene, o Stier unter den Göttern; unsere Nachkommenschaft wurde von ihnen geraubt; gib sie uns deinetwegen zurück.‘

skanda uvāca dattāḥ prajā na tāḥ śakyā bhavatībhir niṣevitum anyāṃ vaḥ kāṃ prayacchāmi prajāṃ yāṃ manasecchatha

Skanda sprach: ‚Jene Nachkommenschaft ist bereits vergeben, sie kann von euch nicht in Anspruch genommen werden; welche andere Nachkommenschaft soll ich euch geben, die ihr euch im Sinn wünscht?‘

Wort für Wort
skanda uvāca dattāḥ prajā na tāḥ śakyā bhavatībhir niṣevitum anyāṃ vaḥ kāṃ prayacchāmi prajāṃ yāṃ manasecchatha
Skanda sprach: ‚Jene Nachkommenschaft ist bereits vergeben, sie kann von euch nicht in Anspruch genommen werden; welche andere Nachkommenschaft soll ich euch geben, die ihr euch im Sinn wünscht?‘

mātara ūcuḥ icchāma tāsāṃ mātṝṇāṃ prajā bhoktuṃ prayaccha naḥ tvayā saha pṛthagbhūtā ye ca tāsām atheśvarāḥ

Die Mütter sprachen: ‚Wir wünschen, die Nachkommenschaft jener Mütter in Besitz zu nehmen; gib sie uns, zusammen mit denjenigen, die ihre eigenen, von dir getrennten Herren sind.‘

Wort für Wort
mātara ūcuḥ icchāma tāsāṃ mātṝṇāṃ prajā bhoktuṃ prayaccha naḥ tvayā saha pṛthagbhūtā ye ca tāsām atheśvarāḥ
Die Mütter sprachen: ‚Wir wünschen, die Nachkommenschaft jener Mütter in Besitz zu nehmen; gib sie uns, zusammen mit denjenigen, die ihre eigenen, von dir getrennten Herren sind.‘

skanda uvāca prajā vo dadmi kaṣṭaṃ tu bhavatībhir udāhṛtam parirakṣata bhadraṃ vaḥ prajāḥ sādhu namaskṛtāḥ

Skanda sprach: ‚Ich gebe euch die Nachkommenschaft; doch schwierig ist, was von euch verlangt wurde. Beschützt, Heil euch, die Nachkommen, wenn sie euch gebührend Verehrung erweisen.‘

Wort für Wort
skanda uvāca prajā vo dadmi kaṣṭaṃ tu bhavatībhir udāhṛtam parirakṣata bhadraṃ vaḥ prajāḥ sādhu namaskṛtāḥ
Skanda sprach: ‚Ich gebe euch die Nachkommenschaft; doch schwierig ist, was von euch verlangt wurde. Beschützt, Heil euch, die Nachkommen, wenn sie euch gebührend Verehrung erweisen.‘

mātara ūcuḥ parirakṣāma bhadraṃ te prajāḥ skanda yathecchasi tvayā no rocate skanda sahavāsaś ciraṃ prabho

Die Mütter sprachen: ‚Wir werden die Nachkommen beschützen, Heil dir, Skanda, wie du es wünschst; uns gefällt, Skanda, das lange Zusammenwohnen mit dir, o Herr.‘

Wort für Wort
mātara ūcuḥ parirakṣāma bhadraṃ te prajāḥ skanda yathecchasi tvayā no rocate skanda sahavāsaś ciraṃ prabho
Die Mütter sprachen: ‚Wir werden die Nachkommen beschützen, Heil dir, Skanda, wie du es wünschst; uns gefällt, Skanda, das lange Zusammenwohnen mit dir, o Herr.‘

skanda uvāca yāvat ṣoḍaśa varṣāṇi bhavanti taruṇāḥ prajāḥ prabādhata manuṣyāṇāṃ tāvad rūpaiḥ pṛthagvidhaiḥ

Skanda sprach: ‚Solange die Menschen jung sind, bis sie sechzehn Jahre alt sind, sollt ihr sie mit mannigfaltigen Gestalten heimsuchen.

Wort für Wort
skanda uvāca yāvat ṣoḍaśa varṣāṇi bhavanti taruṇāḥ prajāḥ prabādhata manuṣyāṇāṃ tāvad rūpaiḥ pṛthagvidhaiḥ
Skanda sprach: ‚Solange die Menschen jung sind, bis sie sechzehn Jahre alt sind, sollt ihr sie mit mannigfaltigen Gestalten heimsuchen.

ahaṃ ca vaḥ pradāsyāmi raudram ātmānam avyayam paramaṃ tena sahitā sukhaṃ vatsyatha pūjitāḥ

Und ich werde euch mein unvergängliches, höchstes, Rudra-gleiches Selbst geben; mit diesem vereint, werdet ihr glücklich, verehrt, wohnen.‘

Wort für Wort
ahaṃ ca vaḥ pradāsyāmi raudram ātmānam avyayam paramaṃ tena sahitā sukhaṃ vatsyatha pūjitāḥ
Und ich werde euch mein unvergängliches, höchstes, Rudra-gleiches Selbst geben; mit diesem vereint, werdet ihr glücklich, verehrt, wohnen.‘

mārkaṇḍeya uvāca tataḥ śarīrāt skandasya puruṣaḥ kāñcanaprabhaḥ bhoktuṃ prajāḥ sa martyānāṃ niṣpapāta mahābalaḥ

Da fiel aus dem Körper Skandas ein goldglänzender, überaus mächtiger Mann heraus, um die Nachkommenschaft der Sterblichen zu befallen.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca tataḥ śarīrāt skandasya puruṣaḥ kāñcanaprabhaḥ bhoktuṃ prajāḥ sa martyānāṃ niṣpapāta mahābalaḥ
Da fiel aus dem Körper Skandas ein goldglänzender, überaus mächtiger Mann heraus, um die Nachkommenschaft der Sterblichen zu befallen.

apatat sa tadā bhūmau visaṃjño 'tha kṣudhānvitaḥ skandena so 'bhyanujñāto raudrarūpo 'bhavad grahaḥ skandāpasmāram ity āhur grahaṃ taṃ dvijasattamāḥ

Er fiel damals bewusstlos und von Hunger geplagt auf die Erde; von Skanda dazu ermächtigt, wurde er zum furchtbaren Ergreifer (Graha); Skandāpasmāra, die Skanda-Fallsucht, nennen die besten der Zweifachgeborenen diesen Graha.

Wort für Wort
apatat sa tadā bhūmau visaṃjño 'tha kṣudhānvitaḥ skandena so 'bhyanujñāto raudrarūpo 'bhavad grahaḥ skandāpasmāram ity āhur grahaṃ taṃ dvijasattamāḥ
Er fiel damals bewusstlos und von Hunger geplagt auf die Erde; von Skanda dazu ermächtigt, wurde er zum furchtbaren Ergreifer (Graha); Skandāpasmāra, die Skanda-Fallsucht, nennen die besten der Zweifachgeborenen diesen Graha.

vinatā tu mahāraudrā kathyate śakunigrahaḥ pūtanāṃ rākṣasīṃ prāhus taṃ vidyāt pūtanāgraham

Vinatā aber, die überaus furchtbare, wird als Śakuni-Graha bezeichnet; Pūtanā nennen sie die Rākṣasī; man erkenne sie als Pūtanā-Graha.

Wort für Wort
vinatā tu mahāraudrā kathyate śakunigrahaḥ pūtanāṃ rākṣasīṃ prāhus taṃ vidyāt pūtanāgraham
Vinatā aber, die überaus furchtbare, wird als Śakuni-Graha bezeichnet; Pūtanā nennen sie die Rākṣasī; man erkenne sie als Pūtanā-Graha.

kaṣṭā dāruṇarūpeṇa ghorarūpā niśācarī piśācī dāruṇākārā kathyate śītapūtanā garbhān sā mānuṣīṇāṃ tu harate ghoradarśanā

Schmerzvoll durch ihre grausame Gestalt, von furchtbarer Erscheinung, eine Nachtwandlerin, eine Piśācī von grausamer Form, wird sie Śītapūtanā genannt; sie, von furchtbarem Anblick, raubt die Leibesfrüchte der Frauen.

Wort für Wort
kaṣṭā dāruṇarūpeṇa ghorarūpā niśācarī piśācī dāruṇākārā kathyate śītapūtanā garbhān sā mānuṣīṇāṃ tu harate ghoradarśanā
Schmerzvoll durch ihre grausame Gestalt, von furchtbarer Erscheinung, eine Nachtwandlerin, eine Piśācī von grausamer Form, wird sie Śītapūtanā genannt; sie, von furchtbarem Anblick, raubt die Leibesfrüchte der Frauen.

aditiṃ revatīṃ prāhur grahas tasyās tu raivataḥ so 'pi bālāñ śiśūn ghoro bādhate vai mahāgrahaḥ

Aditi nennen sie Revatī; ihr Graha aber ist Raivata; auch er, der große, furchtbare Graha, plagt die kleinen Kinder.

Wort für Wort
aditiṃ revatīṃ prāhur grahas tasyās tu raivataḥ so 'pi bālāñ śiśūn ghoro bādhate vai mahāgrahaḥ
Aditi nennen sie Revatī; ihr Graha aber ist Raivata; auch er, der große, furchtbare Graha, plagt die kleinen Kinder.

daityānāṃ yā ditir mātā tām āhur mukhamaṇḍikām atyarthaṃ śiśumāṃsena saṃprahṛṣṭā durāsadā

Diejenige, die die Mutter der Daityas, Diti, ist, nennt man Mukhamaṇḍikā; überaus erfreut am Fleisch der Kinder, ist sie unnahbar.

Wort für Wort
daityānāṃ yā ditir mātā tām āhur mukhamaṇḍikām atyarthaṃ śiśumāṃsena saṃprahṛṣṭā durāsadā
Diejenige, die die Mutter der Daityas, Diti, ist, nennt man Mukhamaṇḍikā; überaus erfreut am Fleisch der Kinder, ist sie unnahbar.

kumārāś ca kumāryaś ca ye proktāḥ skandasaṃbhavāḥ te 'pi garbhabhujaḥ sarve kauravya sumahāgrahāḥ

Und die Knaben und Mädchen, die als aus Skanda entstanden genannt werden, auch sie alle sind Leibesfrucht-Verzehrer, überaus mächtige Grahas, o Kaurava.

Wort für Wort
kumārāś ca kumāryaś ca ye proktāḥ skandasaṃbhavāḥ te 'pi garbhabhujaḥ sarve kauravya sumahāgrahāḥ
Und die Knaben und Mädchen, die als aus Skanda entstanden genannt werden, auch sie alle sind Leibesfrucht-Verzehrer, überaus mächtige Grahas, o Kaurava.

tāsām eva kumārīṇāṃ patayas te prakīrtitāḥ ajñāyamānā gṛhṇanti bālakān raudrakarmiṇaḥ

Eben dieser Mädchen Gatten werden ebenfalls genannt; unerkannt ergreifen sie die Kinder, von furchtbarem Wirken.

Wort für Wort
tāsām eva kumārīṇāṃ patayas te prakīrtitāḥ ajñāyamānā gṛhṇanti bālakān raudrakarmiṇaḥ
Eben dieser Mädchen Gatten werden ebenfalls genannt; unerkannt ergreifen sie die Kinder, von furchtbarem Wirken.

gavāṃ mātā tu yā prājñaiḥ kathyate surabhir nṛpa śakunis tām athāruhya saha bhuṅkte śiśūn bhuvi

Diejenige aber, die von den Weisen als Mutter der Kühe, Surabhi, bezeichnet wird, o König – auf sie steigt Śakuni und verzehrt zusammen mit ihr die Kinder auf Erden.

Wort für Wort
gavāṃ mātā tu yā prājñaiḥ kathyate surabhir nṛpa śakunis tām athāruhya saha bhuṅkte śiśūn bhuvi
Diejenige aber, die von den Weisen als Mutter der Kühe, Surabhi, bezeichnet wird, o König – auf sie steigt Śakuni und verzehrt zusammen mit ihr die Kinder auf Erden.

saramā nāma yā mātā śunāṃ devī janādhipa sāpi garbhān samādatte mānuṣīṇāṃ sadaiva hi

Saramā mit Namen, die Göttermutter der Hunde, o Herrscher der Menschen – auch sie nimmt beständig die Leibesfrüchte der Frauen.

Wort für Wort
saramā nāma yā mātā śunāṃ devī janādhipa sāpi garbhān samādatte mānuṣīṇāṃ sadaiva hi
Saramā mit Namen, die Göttermutter der Hunde, o Herrscher der Menschen – auch sie nimmt beständig die Leibesfrüchte der Frauen.

pādapānāṃ ca yā mātā karañjanilayā hi sā karañje tāṃ namasyanti tasmāt putrārthino narāḥ

Und diejenige, die Mutter der Bäume ist, hat ihren Sitz im Karañja-Baum; deshalb verehren die sich Söhne wünschenden Menschen sie am Karañja-Baum.

Wort für Wort
pādapānāṃ ca yā mātā karañjanilayā hi sā karañje tāṃ namasyanti tasmāt putrārthino narāḥ
Und diejenige, die Mutter der Bäume ist, hat ihren Sitz im Karañja-Baum; deshalb verehren die sich Söhne wünschenden Menschen sie am Karañja-Baum.

ime tv aṣṭādaśānye vai grahā māṃsamadhupriyāḥ dvipañcarātraṃ tiṣṭhanti satataṃ sūtikāgṛhe

Diese aber sind achtzehn weitere Grahas, dem Fleisch und Honig zugetan; sie verweilen beständig zehn Nächte lang im Wochenbett-Haus.

Wort für Wort
ime tv aṣṭādaśānye vai grahā māṃsamadhupriyāḥ dvipañcarātraṃ tiṣṭhanti satataṃ sūtikāgṛhe
Diese aber sind achtzehn weitere Grahas, dem Fleisch und Honig zugetan; sie verweilen beständig zehn Nächte lang im Wochenbett-Haus.

kadrūḥ sūkṣmavapur bhūtvā garbhiṇīṃ praviśed yadā bhuṅkte sā tatra taṃ garbhaṃ sā tu nāgaṃ prasūyate

Wenn Kadrū, feingestaltig geworden, in eine Schwangere eindringt, verzehrt sie dort jene Leibesfrucht; die Frau aber gebiert dann eine Schlange.

Wort für Wort
kadrūḥ sūkṣmavapur bhūtvā garbhiṇīṃ praviśed yadā bhuṅkte sā tatra taṃ garbhaṃ sā tu nāgaṃ prasūyate
Wenn Kadrū, feingestaltig geworden, in eine Schwangere eindringt, verzehrt sie dort jene Leibesfrucht; die Frau aber gebiert dann eine Schlange.

gandharvāṇāṃ tu yā mātā sā garbhaṃ gṛhya gacchati tato vilīnagarbhā sā mānuṣī bhuvi dṛśyate

Die Mutter der Gandharvas aber ergreift die Leibesfrucht und geht damit fort; danach erscheint jene Frau auf Erden mit aufgelöster Leibesfrucht.

Wort für Wort
gandharvāṇāṃ tu yā mātā sā garbhaṃ gṛhya gacchati tato vilīnagarbhā sā mānuṣī bhuvi dṛśyate
Die Mutter der Gandharvas aber ergreift die Leibesfrucht und geht damit fort; danach erscheint jene Frau auf Erden mit aufgelöster Leibesfrucht.

yā janitrī tv apsarasāṃ garbham āste pragṛhya sā upaviṣṭaṃ tato garbhaṃ kathayanti manīṣiṇaḥ

Die Erzeugerin der Apsaras aber weilt, die Leibesfrucht ergriffen habend; danach sprechen die Weisen von einer verzögert-‚sitzenden‘ Leibesfrucht.

Wort für Wort
yā janitrī tv apsarasāṃ garbham āste pragṛhya sā upaviṣṭaṃ tato garbhaṃ kathayanti manīṣiṇaḥ
Die Erzeugerin der Apsaras aber weilt, die Leibesfrucht ergriffen habend; danach sprechen die Weisen von einer verzögert-‚sitzenden‘ Leibesfrucht.

‚Sitzende Leibesfrucht‘ (upaviṣṭa garbha) bezeichnet vermutlich eine ausbleibende oder verzögerte Geburt; die genaue medizinische Vorstellung dahinter bleibt im Text unausgeführt.

lohitasyodadheḥ kanyā dhātrī skandasya sā smṛtā lohitāyanir ity evaṃ kadambe sā hi pūjyate

Die Tochter des Blutmeeres gilt als Skandas Amme; Lohitāyani wird sie genannt, und am Kadamba-Baum wird sie verehrt.

Wort für Wort
lohitasyodadheḥ kanyā dhātrī skandasya sā smṛtā lohitāyanir ity evaṃ kadambe sā hi pūjyate
Die Tochter des Blutmeeres gilt als Skandas Amme; Lohitāyani wird sie genannt, und am Kadamba-Baum wird sie verehrt.

puruṣeṣu yathā rudras tathāryā pramadāsv api āryā mātā kumārasya pṛthakkāmārtham ijyate

Wie Rudra unter den Männern, so herrscht Āryā auch unter den Frauen; Āryā, die Mutter des Knaben, wird gesondert verehrt, um jeweils eigene Wünsche zu erlangen.

Wort für Wort
puruṣeṣu yathā rudras tathāryā pramadāsv api āryā mātā kumārasya pṛthakkāmārtham ijyate
Wie Rudra unter den Männern, so herrscht Āryā auch unter den Frauen; Āryā, die Mutter des Knaben, wird gesondert verehrt, um jeweils eigene Wünsche zu erlangen.

evam ete kumārāṇāṃ mayā proktā mahāgrahāḥ yāvat ṣoḍaśa varṣāṇi aśivās te śivās tataḥ

So sind diese großen Grahas der Kinder von mir genannt worden; bis zum sechzehnten Jahr sind sie unheilvoll, danach heilvoll.

Wort für Wort
evam ete kumārāṇāṃ mayā proktā mahāgrahāḥ yāvat ṣoḍaśa varṣāṇi aśivās te śivās tataḥ
So sind diese großen Grahas der Kinder von mir genannt worden; bis zum sechzehnten Jahr sind sie unheilvoll, danach heilvoll.

ye ca mātṛgaṇāḥ proktāḥ puruṣāś caiva ye grahāḥ sarve skandagrahā nāma jñeyā nityaṃ śarīribhiḥ

Und die genannten Mütterscharen sowie die männlichen Grahas – alle sollen von den verkörperten Wesen beständig als Skanda-Grahas bekannt sein.

Wort für Wort
ye ca mātṛgaṇāḥ proktāḥ puruṣāś caiva ye grahāḥ sarve skandagrahā nāma jñeyā nityaṃ śarīribhiḥ
Und die genannten Mütterscharen sowie die männlichen Grahas – alle sollen von den verkörperten Wesen beständig als Skanda-Grahas bekannt sein.

teṣāṃ praśamanaṃ kāryaṃ snānaṃ dhūpam athāñjanam balikarmopahāraś ca skandasyejyā viśeṣataḥ

Zu ihrer Besänftigung sind Baden, Räucherung und Augensalbe darzureichen, sowie Opferhandlungen und Gaben, vor allem aber die Verehrung Skandas.

Wort für Wort
teṣāṃ praśamanaṃ kāryaṃ snānaṃ dhūpam athāñjanam balikarmopahāraś ca skandasyejyā viśeṣataḥ
Zu ihrer Besänftigung sind Baden, Räucherung und Augensalbe darzureichen, sowie Opferhandlungen und Gaben, vor allem aber die Verehrung Skandas.

evam ete 'rcitāḥ sarve prayacchanti śubhaṃ nṛṇām āyur vīryaṃ ca rājendra samyak pūjānamaskṛtāḥ

So verehrt, gewähren sie alle den Menschen Heilsames, langes Leben und Kraft, o Fürst der Könige, wenn sie recht verehrt und gegrüßt werden.

Wort für Wort
evam ete 'rcitāḥ sarve prayacchanti śubhaṃ nṛṇām āyur vīryaṃ ca rājendra samyak pūjānamaskṛtāḥ
So verehrt, gewähren sie alle den Menschen Heilsames, langes Leben und Kraft, o Fürst der Könige, wenn sie recht verehrt und gegrüßt werden.

ūrdhvaṃ tu ṣoḍaśād varṣād ye bhavanti grahā nṛṇām tān ahaṃ saṃpravakṣyāmi namaskṛtya maheśvaram

Von den Grahas aber, die jenseits des sechzehnten Jahres bei den Menschen auftreten, will ich nun sprechen, nachdem ich Maheśvara verehrt habe.

Wort für Wort
ūrdhvaṃ tu ṣoḍaśād varṣād ye bhavanti grahā nṛṇām tān ahaṃ saṃpravakṣyāmi namaskṛtya maheśvaram
Von den Grahas aber, die jenseits des sechzehnten Jahres bei den Menschen auftreten, will ich nun sprechen, nachdem ich Maheśvara verehrt habe.

yaḥ paśyati naro devāñ jāgrad vā śayito 'pi vā unmādyati sa tu kṣipraṃ taṃ tu devagrahaṃ viduḥ

Wer als Mensch, wachend oder auch liegend, Götter sieht, der wird rasch wahnsinnig; ihn erkennt man als vom Deva-Graha befallen.

Wort für Wort
yaḥ paśyati naro devāñ jāgrad vā śayito 'pi vā unmādyati sa tu kṣipraṃ taṃ tu devagrahaṃ viduḥ
Wer als Mensch, wachend oder auch liegend, Götter sieht, der wird rasch wahnsinnig; ihn erkennt man als vom Deva-Graha befallen.

āsīnaś ca śayānaś ca yaḥ paśyati naraḥ pitṝn unmādyati sa tu kṣipraṃ sa jñeyas tu pitṛgrahaḥ

Wer sitzend oder liegend die Ahnen sieht, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Pitṛ-Graha befallen zu erkennen.

Wort für Wort
āsīnaś ca śayānaś ca yaḥ paśyati naraḥ pitṝn unmādyati sa tu kṣipraṃ sa jñeyas tu pitṛgrahaḥ
Wer sitzend oder liegend die Ahnen sieht, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Pitṛ-Graha befallen zu erkennen.

avamanyati yaḥ siddhān kruddhāś cāpi śapanti yam unmādyati sa tu kṣipraṃ jñeyaḥ siddhagrahas tu saḥ

Wer die Siddhas missachtet, und wen diese erzürnt verfluchen, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Siddha-Graha befallen zu erkennen.

Wort für Wort
avamanyati yaḥ siddhān kruddhāś cāpi śapanti yam unmādyati sa tu kṣipraṃ jñeyaḥ siddhagrahas tu saḥ
Wer die Siddhas missachtet, und wen diese erzürnt verfluchen, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Siddha-Graha befallen zu erkennen.

upāghrāti ca yo gandhān rasāṃś cāpi pṛthagvidhān unmādyati sa tu kṣipraṃ sa jñeyo rākṣaso grahaḥ

Und wer mannigfaltige Düfte und Geschmäcker übermäßig aufnimmt, der wird rasch wahnsinnig; er gilt als vom Rākṣasa-Graha befallen.

Wort für Wort
upāghrāti ca yo gandhān rasāṃś cāpi pṛthagvidhān unmādyati sa tu kṣipraṃ sa jñeyo rākṣaso grahaḥ
Und wer mannigfaltige Düfte und Geschmäcker übermäßig aufnimmt, der wird rasch wahnsinnig; er gilt als vom Rākṣasa-Graha befallen.

gandharvāś cāpi yaṃ divyāḥ saṃspṛśanti naraṃ bhuvi unmādyati sa tu kṣipraṃ graho gāndharva eva saḥ

Und wen die göttlichen Gandharvas auf Erden berühren, der wird rasch wahnsinnig; eben das ist der Gandharva-Graha.

Wort für Wort
gandharvāś cāpi yaṃ divyāḥ saṃspṛśanti naraṃ bhuvi unmādyati sa tu kṣipraṃ graho gāndharva eva saḥ
Und wen die göttlichen Gandharvas auf Erden berühren, der wird rasch wahnsinnig; eben das ist der Gandharva-Graha.

āviśanti ca yaṃ yakṣāḥ puruṣaṃ kālaparyaye unmādyati sa tu kṣipraṃ jñeyo yakṣagrahas tu saḥ

Und in wen die Yakṣas zur rechten Zeit eindringen, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Yakṣa-Graha befallen zu erkennen.

Wort für Wort
āviśanti ca yaṃ yakṣāḥ puruṣaṃ kālaparyaye unmādyati sa tu kṣipraṃ jñeyo yakṣagrahas tu saḥ
Und in wen die Yakṣas zur rechten Zeit eindringen, der wird rasch wahnsinnig; er ist als vom Yakṣa-Graha befallen zu erkennen.

adhirohanti yaṃ nityaṃ piśācāḥ puruṣaṃ kva cit unmādyati sa tu kṣipraṃ paiśācaṃ taṃ grahaṃ viduḥ

Und wen die Piśācas beständig irgendwo befallen, der wird rasch wahnsinnig; ihn erkennt man als vom Piśāca-Graha befallen.

Wort für Wort
adhirohanti yaṃ nityaṃ piśācāḥ puruṣaṃ kva cit unmādyati sa tu kṣipraṃ paiśācaṃ taṃ grahaṃ viduḥ
Und wen die Piśācas beständig irgendwo befallen, der wird rasch wahnsinnig; ihn erkennt man als vom Piśāca-Graha befallen.

yasya doṣaiḥ prakupitaṃ cittaṃ muhyati dehinaḥ unmādyati sa tu kṣipraṃ sādhanaṃ tasya śāstrataḥ

Wessen Sinn durch körperliche Fehlsäfte erregt in Verwirrung gerät, der wird rasch wahnsinnig; seine Heilung erfolgt gemäß der medizinischen Lehre.

Wort für Wort
yasya doṣaiḥ prakupitaṃ cittaṃ muhyati dehinaḥ unmādyati sa tu kṣipraṃ sādhanaṃ tasya śāstrataḥ
Wessen Sinn durch körperliche Fehlsäfte erregt in Verwirrung gerät, der wird rasch wahnsinnig; seine Heilung erfolgt gemäß der medizinischen Lehre.

vaiklavyāc ca bhayāc caiva ghorāṇāṃ cāpi darśanāt unmādyati sa tu kṣipraṃ sattvaṃ tasya tu sādhanam

Und aus Bestürzung, aus Furcht, und auch durch den Anblick furchtbarer Dinge wird man rasch wahnsinnig; seine Heilung ist die Stärkung des Gemüts.

Wort für Wort
vaiklavyāc ca bhayāc caiva ghorāṇāṃ cāpi darśanāt unmādyati sa tu kṣipraṃ sattvaṃ tasya tu sādhanam
Und aus Bestürzung, aus Furcht, und auch durch den Anblick furchtbarer Dinge wird man rasch wahnsinnig; seine Heilung ist die Stärkung des Gemüts.

kaś cit krīḍitukāmo vai bhoktukāmas tathāparaḥ abhikāmas tathaivānya ity eṣa trividho grahaḥ

Manche Grahas wollen spielen, andere wollen den Befallenen verzehren, wieder andere begehren ihn - so ist dieser Graha dreifacher Art.

Wort für Wort
kaś cit krīḍitukāmo vai bhoktukāmas tathāparaḥ abhikāmas tathaivānya ity eṣa trividho grahaḥ
Manche Grahas wollen spielen, andere wollen den Befallenen verzehren, wieder andere begehren ihn - so ist dieser Graha dreifacher Art.

yāvat saptativarṣāṇi bhavanty ete grahā nṛṇām ataḥ paraṃ dehināṃ tu grahatulyo bhavej jvaraḥ

Bis zum siebzigsten Lebensjahr treten diese Grahas bei den Menschen auf; danach aber wird bei den verkörperten Wesen das Fieber dem Graha gleichkommen.

Wort für Wort
yāvat saptativarṣāṇi bhavanty ete grahā nṛṇām ataḥ paraṃ dehināṃ tu grahatulyo bhavej jvaraḥ
Bis zum siebzigsten Lebensjahr treten diese Grahas bei den Menschen auf; danach aber wird bei den verkörperten Wesen das Fieber dem Graha gleichkommen.

aprakīrṇendriyaṃ dāntaṃ śuciṃ nityam atandritam āstikaṃ śraddadhānaṃ ca varjayanti sadā grahāḥ

Wer seine Sinne nicht zerstreut, gebändigt, rein, beständig unermüdlich, gläubig und vertrauensvoll ist, den meiden die Grahas allezeit.

Wort für Wort
aprakīrṇendriyaṃ dāntaṃ śuciṃ nityam atandritam āstikaṃ śraddadhānaṃ ca varjayanti sadā grahāḥ
Wer seine Sinne nicht zerstreut, gebändigt, rein, beständig unermüdlich, gläubig und vertrauensvoll ist, den meiden die Grahas allezeit.

ity eṣa te grahoddeśo mānuṣāṇāṃ prakīrtitaḥ na spṛśanti grahā bhaktān narān devaṃ maheśvaram

So ist dir diese Übersicht der Grahas der Menschen dargelegt; die Grahas berühren nicht die Menschen, die dem Gott Maheśvara ergeben sind.“

Wort für Wort
ity eṣa te grahoddeśo mānuṣāṇāṃ prakīrtitaḥ na spṛśanti grahā bhaktān narān devaṃ maheśvaram
So ist dir diese Übersicht der Grahas der Menschen dargelegt; die Grahas berühren nicht die Menschen, die dem Gott Maheśvara ergeben sind.“

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