Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 61: Damayantyāḥ Vanabhramaṇam Damayantīs Wanderung durch den Wald

Damayantī durchstreift allein den weiten, gefahrvollen Wald auf der Suche nach Nala, klagt zu einem Löwen und zu einem Berg, findet ein Asketen-Refugium, das sich als Trugbild erweist, klagt zu einem Aśoka-Baum und stößt schließlich auf eine große Handelskarawane, die zum Land der Cedis unter König Subāhu unterwegs ist.

bṛhadaśva uvāca sā nihatya mṛgavyādhaṃ pratasthe kamalekṣaṇā vanaṃ pratibhayaṃ śūnyaṃ jhillikāgaṇanāditam

Bṛhadaśva sprach: Nachdem sie den Jäger getötet hatte, machte sich die Lotusäugige auf den Weg in einen furchterregenden, öden Wald, von Grillenscharen erfüllt,

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca sā nihatya mṛgavyādhaṃ pratasthe kamalekṣaṇā vanaṃ pratibhayaṃ śūnyaṃ jhillikāgaṇanāditam
Bṛhadaśva sprach: Nachdem sie den Jäger getötet hatte, machte sich die Lotusäugige auf den Weg in einen furchterregenden, öden Wald, von Grillenscharen erfüllt,

siṃhavyāghravarāharkṣarurudvīpiniṣevitam nānāpakṣigaṇākīrṇaṃ mlecchataskarasevitam

von Löwen, Tigern, Ebern, Bären, Ruru-Gazellen und Panthern bewohnt, von mancherlei Vogelscharen erfüllt, von Mlecchas und Räubern durchstreift,

Wort für Wort
siṃhavyāghravarāharkṣarurudvīpiniṣevitam nānāpakṣigaṇākīrṇaṃ mlecchataskarasevitam
von Löwen, Tigern, Ebern, Bären, Ruru-Gazellen und Panthern bewohnt, von mancherlei Vogelscharen erfüllt, von Mlecchas und Räubern durchstreift,

śālaveṇudhavāśvatthatindukeṅgudakiṃśukaiḥ arjunāriṣṭasaṃchannaṃ candanaiś ca saśālmalaiḥ

mit Śāla-, Bambus-, Dhava-, Aśvattha-, Tinduka-, Iṅguda- und Kiṃśuka-Bäumen, mit Arjuna- und Ariṣṭa-Bäumen bestanden, sowie mit Sandelbäumen und Śālmali-Bäumen,

Wort für Wort
śālaveṇudhavāśvatthatindukeṅgudakiṃśukaiḥ arjunāriṣṭasaṃchannaṃ candanaiś ca saśālmalaiḥ
mit Śāla-, Bambus-, Dhava-, Aśvattha-, Tinduka-, Iṅguda- und Kiṃśuka-Bäumen, mit Arjuna- und Ariṣṭa-Bäumen bestanden, sowie mit Sandelbäumen und Śālmali-Bäumen,

jambvāmralodhrakhadiraśākavetrasamākulam kāśmaryāmalakaplakṣakadambodumbarāvṛtam

mit Jambu-, Mango-, Lodhra-, Khadira-, Śāka- und Rohrgewächsen bewachsen, mit Kāśmarya-, Āmalaka-, Plakṣa-, Kadamba- und Udumbara-Bäumen bedeckt,

Wort für Wort
jambvāmralodhrakhadiraśākavetrasamākulam kāśmaryāmalakaplakṣakadambodumbarāvṛtam
mit Jambu-, Mango-, Lodhra-, Khadira-, Śāka- und Rohrgewächsen bewachsen, mit Kāśmarya-, Āmalaka-, Plakṣa-, Kadamba- und Udumbara-Bäumen bedeckt,

badarībilvasaṃchannaṃ nyagrodhaiś ca samākulam priyālatālakharjūraharītakabibhītakaiḥ

mit Badarī- und Bilva-Bäumen bestanden, mit Nyagrodha-Bäumen bewachsen, mit Priyāla-, Tāla-, Kharjūra-, Harītaka- und Bibhītaka-Bäumen,

Wort für Wort
badarībilvasaṃchannaṃ nyagrodhaiś ca samākulam priyālatālakharjūraharītakabibhītakaiḥ
mit Badarī- und Bilva-Bäumen bestanden, mit Nyagrodha-Bäumen bewachsen, mit Priyāla-, Tāla-, Kharjūra-, Harītaka- und Bibhītaka-Bäumen,

nānādhātuśatair naddhān vividhān api cācalān nikuñjān pakṣisaṃghuṣṭān darīś cādbhutadarśanāḥ nadīḥ sarāṃsi vāpīś ca vividhāṃś ca mṛgadvijān

Berge, mit hunderten von mancherlei Mineralien durchzogen, Dickichte von Vögeln durchtönt, Höhlen von wunderbarem Anblick, Flüsse, Seen und Teiche, sowie mancherlei Wild und Vögel,

Wort für Wort
nānādhātuśatair naddhān vividhān api cācalān nikuñjān pakṣisaṃghuṣṭān darīś cādbhutadarśanāḥ nadīḥ sarāṃsi vāpīś ca vividhāṃś ca mṛgadvijān
Berge, mit hunderten von mancherlei Mineralien durchzogen, Dickichte von Vögeln durchtönt, Höhlen von wunderbarem Anblick, Flüsse, Seen und Teiche, sowie mancherlei Wild und Vögel,

sā bahūn bhīmarūpāṃś ca piśācoragarākṣasān palvalāni taḍāgāni girikūṭāni sarvaśaḥ saritaḥ sāgarāṃś caiva dadarśādbhutadarśanān

sie sah viele furchterregende Piśācas, Schlangenwesen und Rākṣasas, Tümpel, Teiche und Bergspitzen überall, Flüsse und auch Meere von wunderbarem Anblick.

Wort für Wort
sā bahūn bhīmarūpāṃś ca piśācoragarākṣasān palvalāni taḍāgāni girikūṭāni sarvaśaḥ saritaḥ sāgarāṃś caiva dadarśādbhutadarśanān
sie sah viele furchterregende Piśācas, Schlangenwesen und Rākṣasas, Tümpel, Teiche und Bergspitzen überall, Flüsse und auch Meere von wunderbarem Anblick.

yūthaśo dadṛśe cātra vidarbhādhipanandinī mahiṣān varāhān gomāyūn ṛkṣavānarapannagān

Und die Tochter des Herrschers von Vidarbha sah dort in Herden Büffel, Eber, Schakale, Bären, Affen und Schlangen.

Wort für Wort
yūthaśo dadṛśe cātra vidarbhādhipanandinī mahiṣān varāhān gomāyūn ṛkṣavānarapannagān
Und die Tochter des Herrschers von Vidarbha sah dort in Herden Büffel, Eber, Schakale, Bären, Affen und Schlangen.

tejasā yaśasā sthityā śriyā ca parayā yutā vaidarbhī vicaraty ekā nalam anveṣatī tadā

Mit Glanz, Ruhm, Standhaftigkeit und höchster Schönheit ausgestattet, wanderte die Vaidarbhī damals allein umher, Nala suchend.

Wort für Wort
tejasā yaśasā sthityā śriyā ca parayā yutā vaidarbhī vicaraty ekā nalam anveṣatī tadā
Mit Glanz, Ruhm, Standhaftigkeit und höchster Schönheit ausgestattet, wanderte die Vaidarbhī damals allein umher, Nala suchend.

nābibhyat sā nṛpasutā bhaimī tatrātha kasya cit dāruṇām aṭavīṃ prāpya bhartṛvyasanakarśitā

Die Königstochter, die Tochter Bhīmas, fürchtete sich dort vor niemandem, obwohl sie, vom Unglück ihres Gemahls abgezehrt, in diese schreckliche Wildnis geraten war.

Wort für Wort
nābibhyat sā nṛpasutā bhaimī tatrātha kasya cit dāruṇām aṭavīṃ prāpya bhartṛvyasanakarśitā
Die Königstochter, die Tochter Bhīmas, fürchtete sich dort vor niemandem, obwohl sie, vom Unglück ihres Gemahls abgezehrt, in diese schreckliche Wildnis geraten war.

vidarbhatanayā rājan vilalāpa suduḥkhitā bhartṛśokaparītāṅgī śilātalasamāśritā

Die Tochter Vidarbhas, o König, klagte, tief betrübt, ihre Glieder vom Kummer um den Gemahl umfangen, auf einem Felsen sitzend:

Wort für Wort
vidarbhatanayā rājan vilalāpa suduḥkhitā bhartṛśokaparītāṅgī śilātalasamāśritā
Die Tochter Vidarbhas, o König, klagte, tief betrübt, ihre Glieder vom Kummer um den Gemahl umfangen, auf einem Felsen sitzend:

damayanty uvāca siṃhoraska mahābāho niṣadhānāṃ janādhipa kva nu rājan gato 'sīha tyaktvā māṃ nirjane vane

Damayantī sprach: „O du mit der Brust eines Löwen, Starkarmiger, Herrscher der Niṣadhas - wohin bist du wohl gegangen, o König, nachdem du mich in dieser menschenleeren Wildnis verlassen hast?

Wort für Wort
damayanty uvāca siṃhoraska mahābāho niṣadhānāṃ janādhipa kva nu rājan gato 'sīha tyaktvā māṃ nirjane vane
Damayantī sprach: „O du mit der Brust eines Löwen, Starkarmiger, Herrscher der Niṣadhas - wohin bist du wohl gegangen, o König, nachdem du mich in dieser menschenleeren Wildnis verlassen hast?

aśvamedhādibhir vīra kratubhiḥ svāptadakṣiṇaiḥ katham iṣṭvā naravyāghra mayi mithyā pravartase

Wie kannst du, o Held, nachdem du mit dem Aśvamedha und anderen Opfern, reich an Priestergaben, geopfert hast, o Tiger unter den Männern, mir gegenüber treulos handeln?

Wort für Wort
aśvamedhādibhir vīra kratubhiḥ svāptadakṣiṇaiḥ katham iṣṭvā naravyāghra mayi mithyā pravartase
Wie kannst du, o Held, nachdem du mit dem Aśvamedha und anderen Opfern, reich an Priestergaben, geopfert hast, o Tiger unter den Männern, mir gegenüber treulos handeln?

yat tvayoktaṃ naravyāghra matsamakṣaṃ mahādyute kartum arhasi kalyāṇa tad ṛtaṃ pārthivarṣabha

Was du, o Tiger unter den Männern, in meiner Gegenwart gesagt hast, o Glanzvoller, das solltest du, o Guter, wahr machen, o Stier unter den Königen.

Wort für Wort
yat tvayoktaṃ naravyāghra matsamakṣaṃ mahādyute kartum arhasi kalyāṇa tad ṛtaṃ pārthivarṣabha
Was du, o Tiger unter den Männern, in meiner Gegenwart gesagt hast, o Glanzvoller, das solltest du, o Guter, wahr machen, o Stier unter den Königen.

yathoktaṃ vihagair haṃsaiḥ samīpe tava bhūmipa matsakāśe ca tair uktaṃ tad avekṣitum arhasi

Was von den Vogel-Schwänen in deiner Gegenwart gesagt wurde, o Herrscher, und was sie mir gesagt haben - das solltest du bedenken.

Wort für Wort
yathoktaṃ vihagair haṃsaiḥ samīpe tava bhūmipa matsakāśe ca tair uktaṃ tad avekṣitum arhasi
Was von den Vogel-Schwänen in deiner Gegenwart gesagt wurde, o Herrscher, und was sie mir gesagt haben - das solltest du bedenken.

catvāra ekato vedāḥ sāṅgopāṅgāḥ savistarāḥ svadhītā mānavaśreṣṭha satyam ekaṃ kilaikataḥ

Auf der einen Seite die vier Veden mit ihren Gliedern und Untergliedern, ausführlich studiert, o Bester der Menschen, und auf der anderen Seite, wie es heißt, allein die Wahrheit -

Wort für Wort
catvāra ekato vedāḥ sāṅgopāṅgāḥ savistarāḥ svadhītā mānavaśreṣṭha satyam ekaṃ kilaikataḥ
Auf der einen Seite die vier Veden mit ihren Gliedern und Untergliedern, ausführlich studiert, o Bester der Menschen, und auf der anderen Seite, wie es heißt, allein die Wahrheit -

tasmād arhasi śatrughna satyaṃ kartuṃ nareśvara uktavān asi yad vīra matsakāśe purā vacaḥ

deshalb solltest du, o Feindevernichter, das Wort wahr machen, o Herrscher der Menschen, das du, o Held, einst in meiner Gegenwart gesprochen hast.

Wort für Wort
tasmād arhasi śatrughna satyaṃ kartuṃ nareśvara uktavān asi yad vīra matsakāśe purā vacaḥ
deshalb solltest du, o Feindevernichter, das Wort wahr machen, o Herrscher der Menschen, das du, o Held, einst in meiner Gegenwart gesprochen hast.

hā vīra nanu nāmāham iṣṭā kila tavānagha asyām aṭavyāṃ ghorāyāṃ kiṃ māṃ na pratibhāṣase

Ach Held, bin ich dir nicht angeblich lieb, o Sündloser? Warum antwortest du mir in dieser schrecklichen Wildnis nicht?

Wort für Wort
hā vīra nanu nāmāham iṣṭā kila tavānagha asyām aṭavyāṃ ghorāyāṃ kiṃ māṃ na pratibhāṣase
Ach Held, bin ich dir nicht angeblich lieb, o Sündloser? Warum antwortest du mir in dieser schrecklichen Wildnis nicht?

bhartsayaty eṣa māṃ raudro vyāttāsyo dāruṇākṛtiḥ araṇyarāṭ kṣudhāviṣṭaḥ kiṃ māṃ na trātum arhasi

Dieser furchtbare Waldkönig bedroht mich, mit aufgesperrtem Maul, von schrecklicher Gestalt, von Hunger erfüllt - warum rettest du mich nicht?

Wort für Wort
bhartsayaty eṣa māṃ raudro vyāttāsyo dāruṇākṛtiḥ araṇyarāṭ kṣudhāviṣṭaḥ kiṃ māṃ na trātum arhasi
Dieser furchtbare Waldkönig bedroht mich, mit aufgesperrtem Maul, von schrecklicher Gestalt, von Hunger erfüllt - warum rettest du mich nicht?

na me tvad anyā subhage priyā ity abravīs tadā tām ṛtāṃ kuru kalyāṇa puroktāṃ bhāratīṃ nṛpa

'Keine andere als du ist mir lieb, o Holde' - so hast du damals gesagt; mache dieses früher gesprochene Wort wahr, o Guter, o König.

Wort für Wort
na me tvad anyā subhage priyā ity abravīs tadā tām ṛtāṃ kuru kalyāṇa puroktāṃ bhāratīṃ nṛpa
'Keine andere als du ist mir lieb, o Holde' - so hast du damals gesagt; mache dieses früher gesprochene Wort wahr, o Guter, o König.

unmattāṃ vilapantīṃ māṃ bhāryām iṣṭāṃ narādhipa īpsitām īpsito nātha kiṃ māṃ na pratibhāṣase

Mich, wie von Sinnen Klagende, deine geliebte, begehrte Gattin, o Herrscher der Menschen - warum antwortest du mir nicht, du Begehrter, o Herr?

Wort für Wort
unmattāṃ vilapantīṃ māṃ bhāryām iṣṭāṃ narādhipa īpsitām īpsito nātha kiṃ māṃ na pratibhāṣase
Mich, wie von Sinnen Klagende, deine geliebte, begehrte Gattin, o Herrscher der Menschen - warum antwortest du mir nicht, du Begehrter, o Herr?

kṛśāṃ dīnāṃ vivarṇāṃ ca malināṃ vasudhādhipa vastrārdhaprāvṛtām ekāṃ vilapantīm anāthavat

Mich, abgemagert, elend, verblasst, schmutzig, o Herrscher der Erde, mit einem halben Gewand bekleidet, allein, wie eine Herrenlose klagend -

Wort für Wort
kṛśāṃ dīnāṃ vivarṇāṃ ca malināṃ vasudhādhipa vastrārdhaprāvṛtām ekāṃ vilapantīm anāthavat
Mich, abgemagert, elend, verblasst, schmutzig, o Herrscher der Erde, mit einem halben Gewand bekleidet, allein, wie eine Herrenlose klagend -

yūthabhraṣṭām ivaikāṃ māṃ hariṇīṃ pṛthulocana na mānayasi mānārha rudatīm arikarśana

mich, wie eine von der Herde abgekommene einsame Hirschkuh, o Großäugiger, achtest du nicht, o Ehrwürdiger, mich Weinende, o Feindebezwinger.

Wort für Wort
yūthabhraṣṭām ivaikāṃ māṃ hariṇīṃ pṛthulocana na mānayasi mānārha rudatīm arikarśana
mich, wie eine von der Herde abgekommene einsame Hirschkuh, o Großäugiger, achtest du nicht, o Ehrwürdiger, mich Weinende, o Feindebezwinger.

mahārāja mahāraṇye mām ihaikākinīṃ satīm ābhāṣamāṇāṃ svāṃ patnīṃ kiṃ māṃ na pratibhāṣase

O Großkönig, warum antwortest du mir, deiner eigenen Gattin, die ich hier in der großen Wildnis allein, tugendhaft, zu dir spreche, nicht?

Wort für Wort
mahārāja mahāraṇye mām ihaikākinīṃ satīm ābhāṣamāṇāṃ svāṃ patnīṃ kiṃ māṃ na pratibhāṣase
O Großkönig, warum antwortest du mir, deiner eigenen Gattin, die ich hier in der großen Wildnis allein, tugendhaft, zu dir spreche, nicht?

kulaśīlopasaṃpannaṃ cārusarvāṅgaśobhanam nādya tvām anupaśyāmi girāv asmin narottama vane cāsmin mahāghore siṃhavyāghraniṣevite

Dich, den mit Geschlecht und Charakter Ausgestatteten, an allen Gliedern lieblich Schönen - dich sehe ich heute nicht mehr, o Bester der Männer, weder auf diesem Berg noch in diesem großen, schrecklichen, von Löwen und Tigern bewohnten Wald.

Wort für Wort
kulaśīlopasaṃpannaṃ cārusarvāṅgaśobhanam nādya tvām anupaśyāmi girāv asmin narottama vane cāsmin mahāghore siṃhavyāghraniṣevite
Dich, den mit Geschlecht und Charakter Ausgestatteten, an allen Gliedern lieblich Schönen - dich sehe ich heute nicht mehr, o Bester der Männer, weder auf diesem Berg noch in diesem großen, schrecklichen, von Löwen und Tigern bewohnten Wald.

śayānam upaviṣṭaṃ vā sthitaṃ vā niṣadhādhipa prasthitaṃ vā naraśreṣṭha mama śokavivardhana

Weder liegend noch sitzend, noch stehend, o Herrscher der Niṣadhas, noch fortgehend, o Bester der Männer, sehe ich dich, der du meinen Kummer mehrst.

Wort für Wort
śayānam upaviṣṭaṃ vā sthitaṃ vā niṣadhādhipa prasthitaṃ vā naraśreṣṭha mama śokavivardhana
Weder liegend noch sitzend, noch stehend, o Herrscher der Niṣadhas, noch fortgehend, o Bester der Männer, sehe ich dich, der du meinen Kummer mehrst.

kaṃ nu pṛcchāmi duḥkhārtā tvadarthe śokakarśitā kaccid dṛṣṭas tvayāraṇye saṃgatyeha nalo nṛpaḥ

Wen soll ich, vom Schmerz gequält, deinetwegen vom Kummer abgezehrt, fragen: 'Hast du wohl im Wald, hier zusammentreffend, König Nala gesehen?'

Wort für Wort
kaṃ nu pṛcchāmi duḥkhārtā tvadarthe śokakarśitā kaccid dṛṣṭas tvayāraṇye saṃgatyeha nalo nṛpaḥ
Wen soll ich, vom Schmerz gequält, deinetwegen vom Kummer abgezehrt, fragen: 'Hast du wohl im Wald, hier zusammentreffend, König Nala gesehen?'

ko nu me kathayed adya vane 'smin viṣṭhitaṃ nalam abhirūpaṃ mahātmānaṃ paravyūhavināśanam

Wer wird mir heute wohl sagen, dass Nala, der Schöne, der Hochherzige, der Zerstörer feindlicher Schlachtreihen, sich in diesem Wald aufhält?

Wort für Wort
ko nu me kathayed adya vane 'smin viṣṭhitaṃ nalam abhirūpaṃ mahātmānaṃ paravyūhavināśanam
Wer wird mir heute wohl sagen, dass Nala, der Schöne, der Hochherzige, der Zerstörer feindlicher Schlachtreihen, sich in diesem Wald aufhält?

yam anveṣasi rājānaṃ nalaṃ padmanibhekṣaṇam ayaṃ sa iti kasyādya śroṣyāmi madhurāṃ giram

Von wem werde ich heute die süße Stimme hören: 'Der König Nala, den du suchst, mit Lotusaugen - dieser hier ist er'?

Wort für Wort
yam anveṣasi rājānaṃ nalaṃ padmanibhekṣaṇam ayaṃ sa iti kasyādya śroṣyāmi madhurāṃ giram
Von wem werde ich heute die süße Stimme hören: 'Der König Nala, den du suchst, mit Lotusaugen - dieser hier ist er'?

araṇyarāḍ ayaṃ śrīmāṃś caturdaṃṣṭro mahāhanuḥ śārdūlo 'bhimukhaḥ praiti pṛcchāmy enam aśaṅkitā

Dieser prächtige Waldkönig, der Tiger mit vier Fangzähnen und mächtigem Kiefer, kommt mir entgegen - ich will ihn ohne Furcht fragen:

Wort für Wort
araṇyarāḍ ayaṃ śrīmāṃś caturdaṃṣṭro mahāhanuḥ śārdūlo 'bhimukhaḥ praiti pṛcchāmy enam aśaṅkitā
Dieser prächtige Waldkönig, der Tiger mit vier Fangzähnen und mächtigem Kiefer, kommt mir entgegen - ich will ihn ohne Furcht fragen:

bhavān mṛgāṇām adhipas tvam asmin kānane prabhuḥ vidarbharājatanayāṃ damayantīti viddhi mām

Du bist der Herrscher der Tiere, du bist der Gebieter in diesem Wald; wisse, dass ich die Tochter des Königs von Vidarbha bin, Damayantī,

Wort für Wort
bhavān mṛgāṇām adhipas tvam asmin kānane prabhuḥ vidarbharājatanayāṃ damayantīti viddhi mām
Du bist der Herrscher der Tiere, du bist der Gebieter in diesem Wald; wisse, dass ich die Tochter des Königs von Vidarbha bin, Damayantī,

niṣadhādhipater bhāryāṃ nalasyāmitraghātinaḥ patim anveṣatīm ekāṃ kṛpaṇāṃ śokakarśitām āśvāsaya mṛgendreha yadi dṛṣṭas tvayā nalaḥ

die Gattin des Herrschers der Niṣadhas, Nalas, des Feindevernichters, die allein ihren Gemahl sucht, bemitleidenswert, vom Kummer abgezehrt - tröste mich, o Herr der Tiere, wenn du Nala gesehen hast.

Wort für Wort
niṣadhādhipater bhāryāṃ nalasyāmitraghātinaḥ patim anveṣatīm ekāṃ kṛpaṇāṃ śokakarśitām āśvāsaya mṛgendreha yadi dṛṣṭas tvayā nalaḥ
die Gattin des Herrschers der Niṣadhas, Nalas, des Feindevernichters, die allein ihren Gemahl sucht, bemitleidenswert, vom Kummer abgezehrt - tröste mich, o Herr der Tiere, wenn du Nala gesehen hast.

atha vāraṇyanṛpate nalaṃ yadi na śaṃsasi mām adasva mṛgaśreṣṭha viśokāṃ kuru duḥkhitām

Wenn du aber, o Waldkönig, mir von Nala nichts berichten kannst, so verzehre mich, o Bester der Tiere - befreie die Betrübte von ihrem Kummer.“

Wort für Wort
atha vāraṇyanṛpate nalaṃ yadi na śaṃsasi mām adasva mṛgaśreṣṭha viśokāṃ kuru duḥkhitām
Wenn du aber, o Waldkönig, mir von Nala nichts berichten kannst, so verzehre mich, o Bester der Tiere - befreie die Betrübte von ihrem Kummer.“

śrutvāraṇye vilapitaṃ mamaiṣa mṛgarāṭ svayam yāty etāṃ mṛṣṭasalilām āpagāṃ sāgaraṃgamām

Nachdem er meine Klage im Wald gehört hat, geht dieser Herr der Tiere selbst zu jenem klarwasserigen, zum Meer fließenden Fluss.

Wort für Wort
śrutvāraṇye vilapitaṃ mamaiṣa mṛgarāṭ svayam yāty etāṃ mṛṣṭasalilām āpagāṃ sāgaraṃgamām
Nachdem er meine Klage im Wald gehört hat, geht dieser Herr der Tiere selbst zu jenem klarwasserigen, zum Meer fließenden Fluss.

imaṃ śiloccayaṃ puṇyaṃ śṛṅgair bahubhir ucchritaiḥ virājadbhir divaspṛgbhir naikavarṇair manoramaiḥ

Diesen heiligen Bergrücken mit seinen vielen erhabenen Gipfeln, strahlend, den Himmel berührend, vielfarbig, entzückend,

Wort für Wort
imaṃ śiloccayaṃ puṇyaṃ śṛṅgair bahubhir ucchritaiḥ virājadbhir divaspṛgbhir naikavarṇair manoramaiḥ
Diesen heiligen Bergrücken mit seinen vielen erhabenen Gipfeln, strahlend, den Himmel berührend, vielfarbig, entzückend,

nānādhātusamākīrṇaṃ vividhopalabhūṣitam asyāraṇyasya mahataḥ ketubhūtam ivocchritam

mit mancherlei Mineralien durchsetzt, mit vielfältigen Edelsteinen geschmückt, wie ein aufragendes Wahrzeichen dieses großen Waldes -

Wort für Wort
nānādhātusamākīrṇaṃ vividhopalabhūṣitam asyāraṇyasya mahataḥ ketubhūtam ivocchritam
mit mancherlei Mineralien durchsetzt, mit vielfältigen Edelsteinen geschmückt, wie ein aufragendes Wahrzeichen dieses großen Waldes -

siṃhaśārdūlamātaṅgavarāharkṣamṛgāyutam patatribhir bahuvidhaiḥ samantād anunāditam

von Löwen, Tigern, Elefanten, Ebern, Bären und Wild bevölkert, ringsum von mancherlei Vögeln durchtönt,

Wort für Wort
siṃhaśārdūlamātaṅgavarāharkṣamṛgāyutam patatribhir bahuvidhaiḥ samantād anunāditam
von Löwen, Tigern, Elefanten, Ebern, Bären und Wild bevölkert, ringsum von mancherlei Vögeln durchtönt,

kiṃśukāśokabakulapuṃnāgair upaśobhitam saridbhiḥ savihaṃgābhiḥ śikharaiś copaśobhitam girirājam imaṃ tāvat pṛcchāmi nṛpatiṃ prati

mit Kiṃśuka-, Aśoka-, Bakula- und Puṃnāga-Bäumen geschmückt, von Flüssen mit ihren Vögeln und von Gipfeln geschmückt - diesen Bergkönig will ich nun bezüglich des Königs befragen:

Wort für Wort
kiṃśukāśokabakulapuṃnāgair upaśobhitam saridbhiḥ savihaṃgābhiḥ śikharaiś copaśobhitam girirājam imaṃ tāvat pṛcchāmi nṛpatiṃ prati
mit Kiṃśuka-, Aśoka-, Bakula- und Puṃnāga-Bäumen geschmückt, von Flüssen mit ihren Vögeln und von Gipfeln geschmückt - diesen Bergkönig will ich nun bezüglich des Königs befragen:

bhagavann acalaśreṣṭha divyadarśana viśruta śaraṇya bahukalyāṇa namas te 'stu mahīdhara

„O Herr, Bester der Berge, von göttlichem Anblick, berühmt, Zuflucht Gewährender, reich an Segen - Verehrung sei dir, o Erdenträger.

Wort für Wort
bhagavann acalaśreṣṭha divyadarśana viśruta śaraṇya bahukalyāṇa namas te 'stu mahīdhara
„O Herr, Bester der Berge, von göttlichem Anblick, berühmt, Zuflucht Gewährender, reich an Segen - Verehrung sei dir, o Erdenträger.

praṇame tvābhigamyāhaṃ rājaputrīṃ nibodha mām rājñaḥ snuṣāṃ rājabhāryāṃ damayantīti viśrutām

Ich verneige mich vor dir, zu dir tretend; erkenne mich als Königstochter, als Schwiegertochter eines Königs, als Königsgattin, bekannt unter dem Namen Damayantī.

Wort für Wort
praṇame tvābhigamyāhaṃ rājaputrīṃ nibodha mām rājñaḥ snuṣāṃ rājabhāryāṃ damayantīti viśrutām
Ich verneige mich vor dir, zu dir tretend; erkenne mich als Königstochter, als Schwiegertochter eines Königs, als Königsgattin, bekannt unter dem Namen Damayantī.

rājā vidarbhādhipatiḥ pitā mama mahārathaḥ bhīmo nāma kṣitipatiś cāturvarṇyasya rakṣitā

Mein Vater ist ein König, der Herrscher von Vidarbha, ein großer Wagenkämpfer, mit Namen Bhīma, ein Erdenherrscher, Beschützer der vier Stände,

Wort für Wort
rājā vidarbhādhipatiḥ pitā mama mahārathaḥ bhīmo nāma kṣitipatiś cāturvarṇyasya rakṣitā
Mein Vater ist ein König, der Herrscher von Vidarbha, ein großer Wagenkämpfer, mit Namen Bhīma, ein Erdenherrscher, Beschützer der vier Stände,

rājasūyāśvamedhānāṃ kratūnāṃ dakṣiṇāvatām āhartā pārthivaśreṣṭhaḥ pṛthucārvañcitekṣaṇaḥ

Vollbringer der Opfer Rājasūya und Aśvamedha, reich an Priestergaben, der Beste der Könige, mit großen, schönen, geschwungenen Augen,

Wort für Wort
rājasūyāśvamedhānāṃ kratūnāṃ dakṣiṇāvatām āhartā pārthivaśreṣṭhaḥ pṛthucārvañcitekṣaṇaḥ
Vollbringer der Opfer Rājasūya und Aśvamedha, reich an Priestergaben, der Beste der Könige, mit großen, schönen, geschwungenen Augen,

brahmaṇyaḥ sādhuvṛttaś ca satyavāg anasūyakaḥ śīlavān susamācāraḥ pṛthuśrīr dharmavic chuciḥ

den Brahmanen zugetan, von gutem Wandel, wahrhaft redend, ohne Missgunst, von gutem Charakter, wohlerzogen, von großem Glanz, dharmakundig, rein,

Wort für Wort
brahmaṇyaḥ sādhuvṛttaś ca satyavāg anasūyakaḥ śīlavān susamācāraḥ pṛthuśrīr dharmavic chuciḥ
den Brahmanen zugetan, von gutem Wandel, wahrhaft redend, ohne Missgunst, von gutem Charakter, wohlerzogen, von großem Glanz, dharmakundig, rein,

samyag goptā vidarbhāṇāṃ nirjitārigaṇaḥ prabhuḥ tasya māṃ viddhi tanayāṃ bhagavaṃs tvām upasthitām

ein rechtschaffener Beschützer der Vidarbhas, ein Herrscher, der die Scharen seiner Feinde besiegt hat - wisse, o Herr, dass ich dessen Tochter bin, die zu dir gekommen ist.

Wort für Wort
samyag goptā vidarbhāṇāṃ nirjitārigaṇaḥ prabhuḥ tasya māṃ viddhi tanayāṃ bhagavaṃs tvām upasthitām
ein rechtschaffener Beschützer der Vidarbhas, ein Herrscher, der die Scharen seiner Feinde besiegt hat - wisse, o Herr, dass ich dessen Tochter bin, die zu dir gekommen ist.

niṣadheṣu mahāśaila śvaśuro me nṛpottamaḥ sugṛhītanāmā vikhyāto vīrasena iti sma ha

Im Land der Niṣadhas, o großer Berg, herrschte mein Schwiegervater, ein vortrefflicher König, dessen Name mit Ehrfurcht genannt wird, berühmt unter dem Namen Vīrasena.

Wort für Wort
niṣadheṣu mahāśaila śvaśuro me nṛpottamaḥ sugṛhītanāmā vikhyāto vīrasena iti sma ha
Im Land der Niṣadhas, o großer Berg, herrschte mein Schwiegervater, ein vortrefflicher König, dessen Name mit Ehrfurcht genannt wird, berühmt unter dem Namen Vīrasena.

tasya rājñaḥ suto vīraḥ śrīmān satyaparākramaḥ kramaprāptaṃ pituḥ svaṃ yo rājyaṃ samanuśāsti ha

Dieses Königs Sohn, ein Held, glanzvoll, von wahrhafter Kraft, der das ihm von seinem Vater der Reihe nach zugefallene eigene Königreich beherrscht -

Wort für Wort
tasya rājñaḥ suto vīraḥ śrīmān satyaparākramaḥ kramaprāptaṃ pituḥ svaṃ yo rājyaṃ samanuśāsti ha
Dieses Königs Sohn, ein Held, glanzvoll, von wahrhafter Kraft, der das ihm von seinem Vater der Reihe nach zugefallene eigene Königreich beherrscht -

nalo nāmāridamanaḥ puṇyaśloka iti śrutaḥ brahmaṇyo vedavid vāgmī puṇyakṛt somapo 'gnicit

mit Namen Nala, der Feindebezwinger, bekannt als der Ruhmreiche, den Brahmanen zugetan, der Veden kundig, redegewandt, tugendhaft handelnd, Soma-Trinker, Feueropferer,

Wort für Wort
nalo nāmāridamanaḥ puṇyaśloka iti śrutaḥ brahmaṇyo vedavid vāgmī puṇyakṛt somapo 'gnicit
mit Namen Nala, der Feindebezwinger, bekannt als der Ruhmreiche, den Brahmanen zugetan, der Veden kundig, redegewandt, tugendhaft handelnd, Soma-Trinker, Feueropferer,

yaṣṭā dātā ca yoddhā ca samyak caiva praśāsitā tasya mām acalaśreṣṭha viddhi bhāryām ihāgatām

ein Opferer, ein Freigebiger, ein Kämpfer und ein rechtschaffener Herrscher - dessen Gattin bin ich, wisse dies, o Bester der Berge, ich, die hierher gekommen ist,

Wort für Wort
yaṣṭā dātā ca yoddhā ca samyak caiva praśāsitā tasya mām acalaśreṣṭha viddhi bhāryām ihāgatām
ein Opferer, ein Freigebiger, ein Kämpfer und ein rechtschaffener Herrscher - dessen Gattin bin ich, wisse dies, o Bester der Berge, ich, die hierher gekommen ist,

tyaktaśriyaṃ bhartṛhīnām anāthāṃ vyasanānvitām anveṣamāṇāṃ bhartāraṃ taṃ vai naravarottamam

ihres Reichtums beraubt, ohne Gemahl, herrenlos, vom Unglück verfolgt, meinen Gemahl suchend, jenen Besten der Männer.

Wort für Wort
tyaktaśriyaṃ bhartṛhīnām anāthāṃ vyasanānvitām anveṣamāṇāṃ bhartāraṃ taṃ vai naravarottamam
ihres Reichtums beraubt, ohne Gemahl, herrenlos, vom Unglück verfolgt, meinen Gemahl suchend, jenen Besten der Männer.

kham ullikhadbhir etair hi tvayā śṛṅgaśatair nṛpaḥ kaccid dṛṣṭo 'calaśreṣṭha vane 'smin dāruṇe nalaḥ

Hast du mit diesen deinen hunderten von himmelkratzenden Gipfeln wohl den König Nala gesehen, o Bester der Berge, in diesem schrecklichen Wald?

Wort für Wort
kham ullikhadbhir etair hi tvayā śṛṅgaśatair nṛpaḥ kaccid dṛṣṭo 'calaśreṣṭha vane 'smin dāruṇe nalaḥ
Hast du mit diesen deinen hunderten von himmelkratzenden Gipfeln wohl den König Nala gesehen, o Bester der Berge, in diesem schrecklichen Wald?

gajendravikramo dhīmān dīrghabāhur amarṣaṇaḥ vikrāntaḥ satyavāg dhīro bhartā mama mahāyaśāḥ niṣadhānām adhipatiḥ kaccid dṛṣṭas tvayā nalaḥ

Hast du meinen hochberühmten Gemahl gesehen, den Herrscher der Niṣadhas, Nala, tapfer wie ein Elefantenfürst, klug, langarmig, unduldsam gegen Unrecht, heldenhaft, wahrhaft redend, standhaft?

Wort für Wort
gajendravikramo dhīmān dīrghabāhur amarṣaṇaḥ vikrāntaḥ satyavāg dhīro bhartā mama mahāyaśāḥ niṣadhānām adhipatiḥ kaccid dṛṣṭas tvayā nalaḥ
Hast du meinen hochberühmten Gemahl gesehen, den Herrscher der Niṣadhas, Nala, tapfer wie ein Elefantenfürst, klug, langarmig, unduldsam gegen Unrecht, heldenhaft, wahrhaft redend, standhaft?

kiṃ māṃ vilapatīm ekāṃ parvataśreṣṭha duḥkhitām girā nāśvāsayasy adya svāṃ sutām iva duḥkhitām

Warum tröstest du mich, die ich allein klage, betrübt, o Bester der Berge, heute nicht mit einem Wort, wie deine eigene betrübte Tochter?

Wort für Wort
kiṃ māṃ vilapatīm ekāṃ parvataśreṣṭha duḥkhitām girā nāśvāsayasy adya svāṃ sutām iva duḥkhitām
Warum tröstest du mich, die ich allein klage, betrübt, o Bester der Berge, heute nicht mit einem Wort, wie deine eigene betrübte Tochter?

vīra vikrānta dharmajña satyasaṃdha mahīpate yady asy asmin vane rājan darśayātmānam ātmanā

O Held, Tapferer, Dharmakundiger, Wahrhaft-Gelobender, Herrscher der Erde - wenn du in diesem Wald bist, o König, so zeige dich mir selbst.

Wort für Wort
vīra vikrānta dharmajña satyasaṃdha mahīpate yady asy asmin vane rājan darśayātmānam ātmanā
O Held, Tapferer, Dharmakundiger, Wahrhaft-Gelobender, Herrscher der Erde - wenn du in diesem Wald bist, o König, so zeige dich mir selbst.

kadā nu snigdhagambhīrāṃ jīmūtasvanasaṃnibhām śroṣyāmi naiṣadhasyāhaṃ vācaṃ tām amṛtopamām

Wann werde ich wohl die sanfte, tiefe, dem Donnern der Wolken gleichende, dem Nektar gleichende Stimme des Naiṣadha hören?

Wort für Wort
kadā nu snigdhagambhīrāṃ jīmūtasvanasaṃnibhām śroṣyāmi naiṣadhasyāhaṃ vācaṃ tām amṛtopamām
Wann werde ich wohl die sanfte, tiefe, dem Donnern der Wolken gleichende, dem Nektar gleichende Stimme des Naiṣadha hören?

vaidarbhīty eva kathitāṃ śubhāṃ rājño mahātmanaḥ āmnāyasāriṇīm ṛddhāṃ mama śokanibarhiṇīm

die 'Vaidarbhī' zu mir sagte, die holde Stimme des hochherzigen Königs, den heiligen Überlieferungen folgend, gedeihlich, meinen Kummer vertreibend?“

Wort für Wort
vaidarbhīty eva kathitāṃ śubhāṃ rājño mahātmanaḥ āmnāyasāriṇīm ṛddhāṃ mama śokanibarhiṇīm
die 'Vaidarbhī' zu mir sagte, die holde Stimme des hochherzigen Königs, den heiligen Überlieferungen folgend, gedeihlich, meinen Kummer vertreibend?“

iti sā taṃ giriśreṣṭham uktvā pārthivanandinī damayantī tato bhūyo jagāma diśam uttarām

Nachdem sie so zu jenem besten der Berge gesprochen hatte, die Königstochter Damayantī, ging sie danach weiter in nördliche Richtung.

Wort für Wort
iti sā taṃ giriśreṣṭham uktvā pārthivanandinī damayantī tato bhūyo jagāma diśam uttarām
Nachdem sie so zu jenem besten der Berge gesprochen hatte, die Königstochter Damayantī, ging sie danach weiter in nördliche Richtung.

sā gatvā trīn ahorātrān dadarśa paramāṅganā tāpasāraṇyam atulaṃ divyakānanadarśanam

Nachdem sie drei Tage und Nächte gegangen war, erblickte die vortreffliche Frau einen unvergleichlichen Asketenwald von göttlichem Anblick,

Wort für Wort
sā gatvā trīn ahorātrān dadarśa paramāṅganā tāpasāraṇyam atulaṃ divyakānanadarśanam
Nachdem sie drei Tage und Nächte gegangen war, erblickte die vortreffliche Frau einen unvergleichlichen Asketenwald von göttlichem Anblick,

vasiṣṭhabhṛgvatrisamais tāpasair upaśobhitam niyataiḥ saṃyatāhārair damaśaucasamanvitaiḥ

geschmückt von Asketen, Vasiṣṭha, Bhṛgu und Atri gleich, selbstbeherrscht, mit gezügelter Nahrung, mit Selbstzucht und Reinheit ausgestattet,

Wort für Wort
vasiṣṭhabhṛgvatrisamais tāpasair upaśobhitam niyataiḥ saṃyatāhārair damaśaucasamanvitaiḥ
geschmückt von Asketen, Vasiṣṭha, Bhṛgu und Atri gleich, selbstbeherrscht, mit gezügelter Nahrung, mit Selbstzucht und Reinheit ausgestattet,

abbhakṣair vāyubhakṣaiś ca patrāhārais tathaiva ca jitendriyair mahābhāgaiḥ svargamārgadidṛkṣubhiḥ

von manchen, die nur von Wasser lebten, von manchen, die nur von Luft lebten, und ebenso von manchen, die sich nur von Blättern nährten, die ihre Sinne bezwungen hatten, hochgesegnet, danach strebend, den Weg zum Himmel zu erblicken,

Wort für Wort
abbhakṣair vāyubhakṣaiś ca patrāhārais tathaiva ca jitendriyair mahābhāgaiḥ svargamārgadidṛkṣubhiḥ
von manchen, die nur von Wasser lebten, von manchen, die nur von Luft lebten, und ebenso von manchen, die sich nur von Blättern nährten, die ihre Sinne bezwungen hatten, hochgesegnet, danach strebend, den Weg zum Himmel zu erblicken,

valkalājinasaṃvītair munibhiḥ saṃyatendriyaiḥ tāpasādhyuṣitaṃ ramyaṃ dadarśāśramamaṇḍalam

mit Rindenkleidung und Fellen bekleideten Weisen mit gezügelten Sinnen bewohnt - sie erblickte das liebliche Rund der Einsiedelei, von Asketen bewohnt.

Wort für Wort
valkalājinasaṃvītair munibhiḥ saṃyatendriyaiḥ tāpasādhyuṣitaṃ ramyaṃ dadarśāśramamaṇḍalam
mit Rindenkleidung und Fellen bekleideten Weisen mit gezügelten Sinnen bewohnt - sie erblickte das liebliche Rund der Einsiedelei, von Asketen bewohnt.

sā dṛṣṭvaivāśramapadaṃ nānāmṛganiṣevitam śākhāmṛgagaṇaiś caiva tāpasaiś ca samanvitam

Als sie diese Einsiedeleistätte erblickte, von mancherlei Wild bewohnt, mit Affenscharen und Asketen versehen -

Wort für Wort
sā dṛṣṭvaivāśramapadaṃ nānāmṛganiṣevitam śākhāmṛgagaṇaiś caiva tāpasaiś ca samanvitam
Als sie diese Einsiedeleistätte erblickte, von mancherlei Wild bewohnt, mit Affenscharen und Asketen versehen -

subhrūḥ sukeśī suśroṇī sukucā sudvijānanā varcasvinī supratiṣṭhā svañcitodyatagāminī

sie, mit schönen Brauen, schönem Haar, schönen Hüften, schönem Busen, schönem Zahnreihen-Gesicht, glanzvoll, wohlgegründet, mit anmutig geschwungenem, erhobenem Gang -

Wort für Wort
subhrūḥ sukeśī suśroṇī sukucā sudvijānanā varcasvinī supratiṣṭhā svañcitodyatagāminī
sie, mit schönen Brauen, schönem Haar, schönen Hüften, schönem Busen, schönem Zahnreihen-Gesicht, glanzvoll, wohlgegründet, mit anmutig geschwungenem, erhobenem Gang -

sā viveśāśramapadaṃ vīrasenasutapriyā yoṣidratnaṃ mahābhāgā damayantī manasvinī

sie betrat die Einsiedeleistätte, die Geliebte des Sohnes Vīrasenas, das Juwel unter den Frauen, die hochgesegnete, willensstarke Damayantī.

Wort für Wort
sā viveśāśramapadaṃ vīrasenasutapriyā yoṣidratnaṃ mahābhāgā damayantī manasvinī
sie betrat die Einsiedeleistätte, die Geliebte des Sohnes Vīrasenas, das Juwel unter den Frauen, die hochgesegnete, willensstarke Damayantī.

sābhivādya tapovṛddhān vinayāvanatā sthitā svāgataṃ ta iti proktā taiḥ sarvais tāpasaiś ca sā

Nachdem sie die in Askese Ergrauten begrüßt hatte, stand sie demütig da, und sie wurde von all jenen Asketen mit „Willkommen“ angesprochen.

Wort für Wort
sābhivādya tapovṛddhān vinayāvanatā sthitā svāgataṃ ta iti proktā taiḥ sarvais tāpasaiś ca sā
Nachdem sie die in Askese Ergrauten begrüßt hatte, stand sie demütig da, und sie wurde von all jenen Asketen mit „Willkommen“ angesprochen.

pūjāṃ cāsyā yathānyāyaṃ kṛtvā tatra tapodhanāḥ āsyatām ity athocus te brūhi kiṃ karavāmahe

Und nachdem die Asketen ihr dort vorschriftsgemäß Ehre erwiesen hatten, sprachen sie: „Setz dich; sag uns, was wir für dich tun können.“

Wort für Wort
pūjāṃ cāsyā yathānyāyaṃ kṛtvā tatra tapodhanāḥ āsyatām ity athocus te brūhi kiṃ karavāmahe
Und nachdem die Asketen ihr dort vorschriftsgemäß Ehre erwiesen hatten, sprachen sie: „Setz dich; sag uns, was wir für dich tun können.“

tān uvāca varārohā kaccid bhagavatām iha tapasy agniṣu dharmeṣu mṛgapakṣiṣu cānaghāḥ kuśalaṃ vo mahābhāgāḥ svadharmacaraṇeṣu ca

Sie, die Schönhüftige, sprach zu ihnen: „Geht es euch, den Ehrwürdigen, wohl mit eurer Askese hier, mit den Feuern, den religiösen Pflichten, den Tieren und Vögeln, o Sündlose, und geht es euch, den Hochgesegneten, wohl bei der Ausübung eures eigenen Dharma?“

Wort für Wort
tān uvāca varārohā kaccid bhagavatām iha tapasy agniṣu dharmeṣu mṛgapakṣiṣu cānaghāḥ kuśalaṃ vo mahābhāgāḥ svadharmacaraṇeṣu ca
Sie, die Schönhüftige, sprach zu ihnen: „Geht es euch, den Ehrwürdigen, wohl mit eurer Askese hier, mit den Feuern, den religiösen Pflichten, den Tieren und Vögeln, o Sündlose, und geht es euch, den Hochgesegneten, wohl bei der Ausübung eures eigenen Dharma?“

tair uktā kuśalaṃ bhadre sarvatreti yaśasvinī brūhi sarvānavadyāṅgi kā tvaṃ kiṃ ca cikīrṣasi

Von ihnen wurde ihr, der Ruhmreichen, geantwortet: „Uns geht es überall wohl, o Gute; sag uns, o an allen Gliedern Makellose, wer du bist und was du vorhast.

Wort für Wort
tair uktā kuśalaṃ bhadre sarvatreti yaśasvinī brūhi sarvānavadyāṅgi kā tvaṃ kiṃ ca cikīrṣasi
Von ihnen wurde ihr, der Ruhmreichen, geantwortet: „Uns geht es überall wohl, o Gute; sag uns, o an allen Gliedern Makellose, wer du bist und was du vorhast.

dṛṣṭvaiva te paraṃ rūpaṃ dyutiṃ ca paramām iha vismayo naḥ samutpannaḥ samāśvasihi mā śucaḥ

Bei bloßem Anblick deiner überragenden Schönheit und deines höchsten Glanzes hier ist Staunen in uns entstanden; beruhige dich, gräme dich nicht.

Wort für Wort
dṛṣṭvaiva te paraṃ rūpaṃ dyutiṃ ca paramām iha vismayo naḥ samutpannaḥ samāśvasihi mā śucaḥ
Bei bloßem Anblick deiner überragenden Schönheit und deines höchsten Glanzes hier ist Staunen in uns entstanden; beruhige dich, gräme dich nicht.

asyāraṇyasya mahatī devatā vā mahībhṛtaḥ asyā nu nadyāḥ kalyāṇi vada satyam anindite

Bist du die große Gottheit dieses Waldes, oder dieses Berges, oder dieses Flusses, o Holde? Sag die Wahrheit, o Makellose.“

Wort für Wort
asyāraṇyasya mahatī devatā vā mahībhṛtaḥ asyā nu nadyāḥ kalyāṇi vada satyam anindite
Bist du die große Gottheit dieses Waldes, oder dieses Berges, oder dieses Flusses, o Holde? Sag die Wahrheit, o Makellose.“

sābravīt tān ṛṣīn nāham araṇyasyāsya devatā na cāpy asya girer viprā na nadyā devatāpy aham

Sie sprach zu jenen Weisen: „Ich bin nicht die Gottheit dieses Waldes, noch dieses Berges, o Brahmanen, noch auch die Gottheit dieses Flusses.

Wort für Wort
sābravīt tān ṛṣīn nāham araṇyasyāsya devatā na cāpy asya girer viprā na nadyā devatāpy aham
Sie sprach zu jenen Weisen: „Ich bin nicht die Gottheit dieses Waldes, noch dieses Berges, o Brahmanen, noch auch die Gottheit dieses Flusses.

mānuṣīṃ māṃ vijānīta yūyaṃ sarve tapodhanāḥ vistareṇābhidhāsyāmi tan me śṛṇuta sarvaśaḥ

Erkennt mich als Menschenfrau, ihr alle, Asketen; ich werde es ausführlich erzählen - hört mir vollständig zu.

Wort für Wort
mānuṣīṃ māṃ vijānīta yūyaṃ sarve tapodhanāḥ vistareṇābhidhāsyāmi tan me śṛṇuta sarvaśaḥ
Erkennt mich als Menschenfrau, ihr alle, Asketen; ich werde es ausführlich erzählen - hört mir vollständig zu.

vidarbheṣu mahīpālo bhīmo nāma mahādyutiḥ tasya māṃ tanayāṃ sarve jānīta dvijasattamāḥ

Im Land Vidarbha herrscht ein Erdenherrscher, mit Namen Bhīma, von großem Glanz; erkennt mich alle als dessen Tochter, o Beste der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
vidarbheṣu mahīpālo bhīmo nāma mahādyutiḥ tasya māṃ tanayāṃ sarve jānīta dvijasattamāḥ
Im Land Vidarbha herrscht ein Erdenherrscher, mit Namen Bhīma, von großem Glanz; erkennt mich alle als dessen Tochter, o Beste der Zweifachgeborenen.

niṣadhādhipatir dhīmān nalo nāma mahāyaśāḥ vīraḥ saṃgrāmajid vidvān mama bhartā viśāṃ patiḥ

Der kluge Herrscher der Niṣadhas, mit Namen Nala, hochberühmt, ein Held, siegreich im Kampf, gelehrt, ist mein Gemahl, der Herr der Völker,

Wort für Wort
niṣadhādhipatir dhīmān nalo nāma mahāyaśāḥ vīraḥ saṃgrāmajid vidvān mama bhartā viśāṃ patiḥ
Der kluge Herrscher der Niṣadhas, mit Namen Nala, hochberühmt, ein Held, siegreich im Kampf, gelehrt, ist mein Gemahl, der Herr der Völker,

devatābhyarcanaparo dvijātijanavatsalaḥ goptā niṣadhavaṃśasya mahābhāgo mahādyutiḥ

ganz der Verehrung der Götter hingegeben, den Zweifachgeborenen zugetan, Beschützer des Geschlechts der Niṣadhas, hochgesegnet, von großem Glanz,

Wort für Wort
devatābhyarcanaparo dvijātijanavatsalaḥ goptā niṣadhavaṃśasya mahābhāgo mahādyutiḥ
ganz der Verehrung der Götter hingegeben, den Zweifachgeborenen zugetan, Beschützer des Geschlechts der Niṣadhas, hochgesegnet, von großem Glanz,

satyavāg dharmavit prājñaḥ satyasaṃdho 'rimardanaḥ brahmaṇyo daivataparaḥ śrīmān parapuraṃjayaḥ

wahrhaft redend, dharmakundig, klug, wahrhaft gelobend, Feindevernichter, den Brahmanen zugetan, ganz den Göttern hingegeben, glanzvoll, Bezwinger feindlicher Städte,

Wort für Wort
satyavāg dharmavit prājñaḥ satyasaṃdho 'rimardanaḥ brahmaṇyo daivataparaḥ śrīmān parapuraṃjayaḥ
wahrhaft redend, dharmakundig, klug, wahrhaft gelobend, Feindevernichter, den Brahmanen zugetan, ganz den Göttern hingegeben, glanzvoll, Bezwinger feindlicher Städte,

nalo nāma nṛpaśreṣṭho devarājasamadyutiḥ mama bhartā viśālākṣaḥ pūrṇenduvadano 'rihā

mit Namen Nala, der Beste der Könige, an Glanz dem Götterkönig gleich - mein Gemahl, mit großen Augen, mit einem dem Vollmond gleichenden Gesicht, Feindevernichter,

Wort für Wort
nalo nāma nṛpaśreṣṭho devarājasamadyutiḥ mama bhartā viśālākṣaḥ pūrṇenduvadano 'rihā
mit Namen Nala, der Beste der Könige, an Glanz dem Götterkönig gleich - mein Gemahl, mit großen Augen, mit einem dem Vollmond gleichenden Gesicht, Feindevernichter,

āhartā kratumukhyānāṃ vedavedāṅgapāragaḥ sapatnānāṃ mṛdhe hantā ravisomasamaprabhaḥ

Vollbringer der vornehmsten Opfer, ein Meister der Veden und Vedāṅgas, ein Töter seiner Rivalen im Kampf, an Glanz Sonne und Mond gleich.

Wort für Wort
āhartā kratumukhyānāṃ vedavedāṅgapāragaḥ sapatnānāṃ mṛdhe hantā ravisomasamaprabhaḥ
Vollbringer der vornehmsten Opfer, ein Meister der Veden und Vedāṅgas, ein Töter seiner Rivalen im Kampf, an Glanz Sonne und Mond gleich.

sa kaiś cin nikṛtiprajñair akalyāṇair narādhamaiḥ āhūya pṛthivīpālaḥ satyadharmaparāyaṇaḥ devane kuśalair jihmair jito rājyaṃ vasūni ca

Er, der Erdenherrscher, ganz der Wahrheit und dem Dharma ergeben, wurde von einigen im Betrug erfahrenen, unheilvollen, niederträchtigen Menschen, im Würfelspiel geschickt und hinterlistig, herausgefordert und um sein Königreich und seinen Besitz gebracht.

Wort für Wort
sa kaiś cin nikṛtiprajñair akalyāṇair narādhamaiḥ āhūya pṛthivīpālaḥ satyadharmaparāyaṇaḥ devane kuśalair jihmair jito rājyaṃ vasūni ca
Er, der Erdenherrscher, ganz der Wahrheit und dem Dharma ergeben, wurde von einigen im Betrug erfahrenen, unheilvollen, niederträchtigen Menschen, im Würfelspiel geschickt und hinterlistig, herausgefordert und um sein Königreich und seinen Besitz gebracht.

tasya mām avagacchadhvaṃ bhāryāṃ rājarṣabhasya vai damayantīti vikhyātāṃ bhartṛdarśanalālasām

Erkennt mich als dessen Gattin, dieses Stiers unter den Königen, bekannt unter dem Namen Damayantī, die sich danach sehnt, ihren Gemahl zu sehen.

Wort für Wort
tasya mām avagacchadhvaṃ bhāryāṃ rājarṣabhasya vai damayantīti vikhyātāṃ bhartṛdarśanalālasām
Erkennt mich als dessen Gattin, dieses Stiers unter den Königen, bekannt unter dem Namen Damayantī, die sich danach sehnt, ihren Gemahl zu sehen.

sā vanāni girīṃś caiva sarāṃsi saritas tathā palvalāni ca ramyāṇi tathāraṇyāni sarvaśaḥ

Ich durchstreife die Wälder und Berge, die Seen und Flüsse, die lieblichen Tümpel und ebenso alle Wildnisse,

Wort für Wort
sā vanāni girīṃś caiva sarāṃsi saritas tathā palvalāni ca ramyāṇi tathāraṇyāni sarvaśaḥ
Ich durchstreife die Wälder und Berge, die Seen und Flüsse, die lieblichen Tümpel und ebenso alle Wildnisse,

anveṣamāṇā bhartāraṃ nalaṃ raṇaviśāradam mahātmānaṃ kṛtāstraṃ ca vicarāmīha duḥkhitā

meinen Gemahl suchend, Nala, kundig im Kampf, den Hochherzigen, den Waffenkundigen - ich wandere hier betrübt umher.

Wort für Wort
anveṣamāṇā bhartāraṃ nalaṃ raṇaviśāradam mahātmānaṃ kṛtāstraṃ ca vicarāmīha duḥkhitā
meinen Gemahl suchend, Nala, kundig im Kampf, den Hochherzigen, den Waffenkundigen - ich wandere hier betrübt umher.

kaccid bhagavatāṃ puṇyaṃ tapovanam idaṃ nṛpaḥ bhavet prāpto nalo nāma niṣadhānāṃ janādhipaḥ

Ist wohl zu diesem heiligen Büßerwald von euch, den Ehrwürdigen, ein König gelangt, mit Namen Nala, der Herrscher der Niṣadhas?

Wort für Wort
kaccid bhagavatāṃ puṇyaṃ tapovanam idaṃ nṛpaḥ bhavet prāpto nalo nāma niṣadhānāṃ janādhipaḥ
Ist wohl zu diesem heiligen Büßerwald von euch, den Ehrwürdigen, ein König gelangt, mit Namen Nala, der Herrscher der Niṣadhas?

yatkṛte 'ham idaṃ viprāḥ prapannā bhṛśadāruṇam vanaṃ pratibhayaṃ ghoraṃ śārdūlamṛgasevitam

Um dessentwillen ich, o Brahmanen, in diesen überaus schrecklichen, furchterregenden, grässlichen, von Tigern und Wild bewohnten Wald geraten bin -

Wort für Wort
yatkṛte 'ham idaṃ viprāḥ prapannā bhṛśadāruṇam vanaṃ pratibhayaṃ ghoraṃ śārdūlamṛgasevitam
Um dessentwillen ich, o Brahmanen, in diesen überaus schrecklichen, furchterregenden, grässlichen, von Tigern und Wild bewohnten Wald geraten bin -

yadi kaiś cid ahorātrair na drakṣyāmi nalaṃ nṛpam ātmānaṃ śreyasā yokṣye dehasyāsya vimocanāt

wenn ich innerhalb einiger Tage und Nächte König Nala nicht sehe, werde ich mich durch die Befreiung von diesem Körper dem Heil zuwenden.

Wort für Wort
yadi kaiś cid ahorātrair na drakṣyāmi nalaṃ nṛpam ātmānaṃ śreyasā yokṣye dehasyāsya vimocanāt
wenn ich innerhalb einiger Tage und Nächte König Nala nicht sehe, werde ich mich durch die Befreiung von diesem Körper dem Heil zuwenden.

ko nu me jīvitenārthas tam ṛte puruṣarṣabham kathaṃ bhaviṣyāmy adyāhaṃ bhartṛśokābhipīḍitā

Welchen Sinn hätte für mich das Leben ohne diesen Stier unter den Männern? Wie soll ich heute sein, vom Kummer um meinen Gemahl bedrängt?“

Wort für Wort
ko nu me jīvitenārthas tam ṛte puruṣarṣabham kathaṃ bhaviṣyāmy adyāhaṃ bhartṛśokābhipīḍitā
Welchen Sinn hätte für mich das Leben ohne diesen Stier unter den Männern? Wie soll ich heute sein, vom Kummer um meinen Gemahl bedrängt?“

evaṃ vilapatīm ekām araṇye bhīmanandinīm damayantīm athocus te tāpasāḥ satyavādinaḥ

Zu Damayantī, der Tochter Bhīmas, die so allein im Wald klagte, sprachen jene wahrhaft redenden Asketen:

Wort für Wort
evaṃ vilapatīm ekām araṇye bhīmanandinīm damayantīm athocus te tāpasāḥ satyavādinaḥ
Zu Damayantī, der Tochter Bhīmas, die so allein im Wald klagte, sprachen jene wahrhaft redenden Asketen:

udarkas tava kalyāṇi kalyāṇo bhavitā śubhe vayaṃ paśyāma tapasā kṣipraṃ drakṣyasi naiṣadham

„Deine Zukunft, o Holde, wird glücklich sein, o Gute; wir sehen es durch unsere Askese - bald wirst du den Naiṣadha wiedersehen.

Wort für Wort
udarkas tava kalyāṇi kalyāṇo bhavitā śubhe vayaṃ paśyāma tapasā kṣipraṃ drakṣyasi naiṣadham
„Deine Zukunft, o Holde, wird glücklich sein, o Gute; wir sehen es durch unsere Askese - bald wirst du den Naiṣadha wiedersehen.

niṣadhānām adhipatiṃ nalaṃ ripunighātinam bhaimi dharmabhṛtāṃ śreṣṭhaṃ drakṣyase vigatajvaram

Du wirst den Herrscher der Niṣadhas, Nala, den Feindevernichter, o Tochter Bhīmas, den Besten der Dharma-Wahrer, frei von Sorge wiedersehen,

Wort für Wort
niṣadhānām adhipatiṃ nalaṃ ripunighātinam bhaimi dharmabhṛtāṃ śreṣṭhaṃ drakṣyase vigatajvaram
Du wirst den Herrscher der Niṣadhas, Nala, den Feindevernichter, o Tochter Bhīmas, den Besten der Dharma-Wahrer, frei von Sorge wiedersehen,

vimuktaṃ sarvapāpebhyaḥ sarvaratnasamanvitam tad eva nagaraśreṣṭhaṃ praśāsantam ariṃdamam

befreit von aller Sünde, mit allen Juwelen ausgestattet, wie er eben jene vortreffliche Stadt beherrscht, den Feindebezwinger.

Wort für Wort
vimuktaṃ sarvapāpebhyaḥ sarvaratnasamanvitam tad eva nagaraśreṣṭhaṃ praśāsantam ariṃdamam
befreit von aller Sünde, mit allen Juwelen ausgestattet, wie er eben jene vortreffliche Stadt beherrscht, den Feindebezwinger.

dviṣatāṃ bhayakartāraṃ suhṛdāṃ śokanāśanam patiṃ drakṣyasi kalyāṇi kalyāṇābhijanaṃ nṛpam

Du wirst deinen Gemahl wiedersehen, o Holde, den Furchtbringer für seine Feinde, den Kummervertreiber für seine Freunde, den König von glücklicher Herkunft.“

Wort für Wort
dviṣatāṃ bhayakartāraṃ suhṛdāṃ śokanāśanam patiṃ drakṣyasi kalyāṇi kalyāṇābhijanaṃ nṛpam
Du wirst deinen Gemahl wiedersehen, o Holde, den Furchtbringer für seine Feinde, den Kummervertreiber für seine Freunde, den König von glücklicher Herkunft.“

evam uktvā nalasyeṣṭāṃ mahiṣīṃ pārthivātmajām antarhitās tāpasās te sāgnihotrāśramās tadā

Nachdem sie so zu Nalas geliebter Gemahlin, der Königstochter, gesprochen hatten, verschwanden jene Asketen da, samt ihren Einsiedeleien und Feueropfern.

Wort für Wort
evam uktvā nalasyeṣṭāṃ mahiṣīṃ pārthivātmajām antarhitās tāpasās te sāgnihotrāśramās tadā
Nachdem sie so zu Nalas geliebter Gemahlin, der Königstochter, gesprochen hatten, verschwanden jene Asketen da, samt ihren Einsiedeleien und Feueropfern.

sā dṛṣṭvā mahad āścaryaṃ vismitā abhavat tadā damayanty anavadyāṅgī vīrasenanṛpasnuṣā

Als sie dieses große Wunder sah, geriet Damayantī, die an allen Gliedern Makellose, die Schwiegertochter des Königs Vīrasena, in Staunen.

Wort für Wort
sā dṛṣṭvā mahad āścaryaṃ vismitā abhavat tadā damayanty anavadyāṅgī vīrasenanṛpasnuṣā
Als sie dieses große Wunder sah, geriet Damayantī, die an allen Gliedern Makellose, die Schwiegertochter des Königs Vīrasena, in Staunen.

kiṃ nu svapno mayā dṛṣṭaḥ ko 'yaṃ vidhir ihābhavat kva nu te tāpasāḥ sarve kva tad āśramamaṇḍalam

„Habe ich wohl einen Traum gesehen? Was für ein Geschehnis war dies hier? Wo sind nun all jene Asketen, wo ist jenes Rund der Einsiedelei?

Wort für Wort
kiṃ nu svapno mayā dṛṣṭaḥ ko 'yaṃ vidhir ihābhavat kva nu te tāpasāḥ sarve kva tad āśramamaṇḍalam
„Habe ich wohl einen Traum gesehen? Was für ein Geschehnis war dies hier? Wo sind nun all jene Asketen, wo ist jenes Rund der Einsiedelei?

kva sā puṇyajalā ramyā nānādvijaniṣevitā nadī te ca nagā hṛdyāḥ phalapuṣpopaśobhitāḥ

Wo ist jener liebliche Fluss mit heiligem Wasser, von mancherlei Vögeln bewohnt, und jene entzückenden, mit Früchten und Blüten geschmückten Bäume?“

Wort für Wort
kva sā puṇyajalā ramyā nānādvijaniṣevitā nadī te ca nagā hṛdyāḥ phalapuṣpopaśobhitāḥ
Wo ist jener liebliche Fluss mit heiligem Wasser, von mancherlei Vögeln bewohnt, und jene entzückenden, mit Früchten und Blüten geschmückten Bäume?“

dhyātvā ciraṃ bhīmasutā damayantī śucismitā bhartṛśokaparā dīnā vivarṇavadanābhavat

Nachdem die Tochter Bhīmas, Damayantī, die lieblich Lächelnde, lange nachgedacht hatte, ganz dem Kummer um ihren Gemahl hingegeben, wurde sie elend, mit verblasstem Gesicht.

Wort für Wort
dhyātvā ciraṃ bhīmasutā damayantī śucismitā bhartṛśokaparā dīnā vivarṇavadanābhavat
Nachdem die Tochter Bhīmas, Damayantī, die lieblich Lächelnde, lange nachgedacht hatte, ganz dem Kummer um ihren Gemahl hingegeben, wurde sie elend, mit verblasstem Gesicht.

sā gatvāthāparāṃ bhūmiṃ bāṣpasaṃdigdhayā girā vilalāpāśrupūrṇākṣī dṛṣṭvāśokataruṃ tataḥ

Nachdem sie zu einem anderen Ort gegangen war, klagte sie mit tränenerstickter Stimme, mit tränenerfüllten Augen, als sie dann einen Aśoka-Baum erblickte:

Wort für Wort
sā gatvāthāparāṃ bhūmiṃ bāṣpasaṃdigdhayā girā vilalāpāśrupūrṇākṣī dṛṣṭvāśokataruṃ tataḥ
Nachdem sie zu einem anderen Ort gegangen war, klagte sie mit tränenerstickter Stimme, mit tränenerfüllten Augen, als sie dann einen Aśoka-Baum erblickte:

upagamya taruśreṣṭham aśokaṃ puṣpitaṃ tadā pallavāpīḍitaṃ hṛdyaṃ vihaṃgair anunāditam

Sie näherte sich dem vortrefflichen Baum, dem blühenden Aśoka, mit Schösslingen geschmückt, lieblich, von Vögeln durchtönt,

Wort für Wort
upagamya taruśreṣṭham aśokaṃ puṣpitaṃ tadā pallavāpīḍitaṃ hṛdyaṃ vihaṃgair anunāditam
Sie näherte sich dem vortrefflichen Baum, dem blühenden Aśoka, mit Schösslingen geschmückt, lieblich, von Vögeln durchtönt,

aho batāyam agamaḥ śrīmān asmin vanāntare āpīḍair bahubhir bhāti śrīmān dramiḍarāḍ iva

„Ach, dieser prächtige Baum hier inmitten des Waldes erstrahlt mit seinen vielen Blütenkränzen prächtig, wie ein geschmückter Fürst der Draviḍas.

Wort für Wort
aho batāyam agamaḥ śrīmān asmin vanāntare āpīḍair bahubhir bhāti śrīmān dramiḍarāḍ iva
„Ach, dieser prächtige Baum hier inmitten des Waldes erstrahlt mit seinen vielen Blütenkränzen prächtig, wie ein geschmückter Fürst der Draviḍas.

viśokāṃ kuru māṃ kṣipram aśoka priyadarśana vītaśokabhayābādhaṃ kaccit tvaṃ dṛṣṭavān nṛpam

Mache mich schnell frei von Kummer, o Aśoka-Baum, lieblich anzusehen; hast du wohl den König gesehen, frei von Kummer, Furcht und Bedrängnis?

Wort für Wort
viśokāṃ kuru māṃ kṣipram aśoka priyadarśana vītaśokabhayābādhaṃ kaccit tvaṃ dṛṣṭavān nṛpam
Mache mich schnell frei von Kummer, o Aśoka-Baum, lieblich anzusehen; hast du wohl den König gesehen, frei von Kummer, Furcht und Bedrängnis?

nalaṃ nāmāridamanaṃ damayantyāḥ priyaṃ patim niṣadhānām adhipatiṃ dṛṣṭavān asi me priyam

Hast du wohl meinen geliebten Gemahl gesehen, mit Namen Nala, den Feindebezwinger, Damayantīs geliebten Gemahl, den Herrscher der Niṣadhas?

Wort für Wort
nalaṃ nāmāridamanaṃ damayantyāḥ priyaṃ patim niṣadhānām adhipatiṃ dṛṣṭavān asi me priyam
Hast du wohl meinen geliebten Gemahl gesehen, mit Namen Nala, den Feindebezwinger, Damayantīs geliebten Gemahl, den Herrscher der Niṣadhas?

ekavastrārdhasaṃvītaṃ sukumāratanutvacam vyasanenārditaṃ vīram araṇyam idam āgatam

meinen Gemahl, mit der Hälfte eines einzigen Gewandes bekleidet, mit zarter, feiner Haut, vom Unglück gequält, den Helden, der in diesen Wald gekommen ist?

Wort für Wort
ekavastrārdhasaṃvītaṃ sukumāratanutvacam vyasanenārditaṃ vīram araṇyam idam āgatam
meinen Gemahl, mit der Hälfte eines einzigen Gewandes bekleidet, mit zarter, feiner Haut, vom Unglück gequält, den Helden, der in diesen Wald gekommen ist?

yathā viśokā gaccheyam aśokanaga tat kuru satyanāmā bhavāśoka mama śokavināśanāt

Tu dies, o Aśoka-Baum, damit ich frei von Kummer werde; sei ein Aśoka mit wahrem Namen, indem du meinen Kummer vertreibst.“

Wort für Wort
yathā viśokā gaccheyam aśokanaga tat kuru satyanāmā bhavāśoka mama śokavināśanāt
Tu dies, o Aśoka-Baum, damit ich frei von Kummer werde; sei ein Aśoka mit wahrem Namen, indem du meinen Kummer vertreibst.“

evaṃ sāśokavṛkṣaṃ tam ārtā triḥ parigamya ha jagāma dāruṇataraṃ deśaṃ bhaimī varāṅganā

Nachdem sie, die Bedrängte, so den Aśoka-Baum dreimal umschritten hatte, ging die Tochter Bhīmas, die vortreffliche Frau, in eine noch schrecklichere Gegend.

Wort für Wort
evaṃ sāśokavṛkṣaṃ tam ārtā triḥ parigamya ha jagāma dāruṇataraṃ deśaṃ bhaimī varāṅganā
Nachdem sie, die Bedrängte, so den Aśoka-Baum dreimal umschritten hatte, ging die Tochter Bhīmas, die vortreffliche Frau, in eine noch schrecklichere Gegend.

sā dadarśa nagān naikān naikāś ca saritas tathā naikāṃś ca parvatān ramyān naikāṃś ca mṛgapakṣiṇaḥ

Sie sah viele Bäume und viele Flüsse, ebenso viele liebliche Berge und viel Wild und Vögel,

Wort für Wort
sā dadarśa nagān naikān naikāś ca saritas tathā naikāṃś ca parvatān ramyān naikāṃś ca mṛgapakṣiṇaḥ
Sie sah viele Bäume und viele Flüsse, ebenso viele liebliche Berge und viel Wild und Vögel,

kandarāṃś ca nitambāṃś ca nadāṃś cādbhutadarśanān dadarśa sā bhīmasutā patim anveṣatī tadā

Höhlen und Berghänge und Ströme von wunderbarem Anblick sah sie, die Tochter Bhīmas, während sie damals ihren Gemahl suchte.

Wort für Wort
kandarāṃś ca nitambāṃś ca nadāṃś cādbhutadarśanān dadarśa sā bhīmasutā patim anveṣatī tadā
Höhlen und Berghänge und Ströme von wunderbarem Anblick sah sie, die Tochter Bhīmas, während sie damals ihren Gemahl suchte.

gatvā prakṛṣṭam adhvānaṃ damayantī śucismitā dadarśātha mahāsārthaṃ hastyaśvarathasaṃkulam

Nachdem sie einen langen Weg gegangen war, erblickte Damayantī, die lieblich Lächelnde, dann eine große Karawane, voller Elefanten, Pferde und Wagen,

Wort für Wort
gatvā prakṛṣṭam adhvānaṃ damayantī śucismitā dadarśātha mahāsārthaṃ hastyaśvarathasaṃkulam
Nachdem sie einen langen Weg gegangen war, erblickte Damayantī, die lieblich Lächelnde, dann eine große Karawane, voller Elefanten, Pferde und Wagen,

uttarantaṃ nadīṃ ramyāṃ prasannasalilāṃ śubhām suśītatoyāṃ vistīrṇāṃ hradinīṃ vetasair vṛtām

die einen lieblichen Fluss überquerte, mit klarem Wasser, glückverheißend, mit sehr kühlem Wasser, breit, einen See, von Rohr umgeben,

Wort für Wort
uttarantaṃ nadīṃ ramyāṃ prasannasalilāṃ śubhām suśītatoyāṃ vistīrṇāṃ hradinīṃ vetasair vṛtām
die einen lieblichen Fluss überquerte, mit klarem Wasser, glückverheißend, mit sehr kühlem Wasser, breit, einen See, von Rohr umgeben,

prodghuṣṭāṃ krauñcakuraraiś cakravākopakūjitām kūrmagrāhajhaṣākīrṇāṃ pulinadvīpaśobhitām

von Krauñca- und Kurara-Vögeln durchtönt, von Cakravāka-Vögeln umgirrt, voll von Schildkröten, Krokodilen und Fischen, mit Sandbänken und Inseln geschmückt.

Wort für Wort
prodghuṣṭāṃ krauñcakuraraiś cakravākopakūjitām kūrmagrāhajhaṣākīrṇāṃ pulinadvīpaśobhitām
von Krauñca- und Kurara-Vögeln durchtönt, von Cakravāka-Vögeln umgirrt, voll von Schildkröten, Krokodilen und Fischen, mit Sandbänken und Inseln geschmückt.

sā dṛṣṭvaiva mahāsārthaṃ nalapatnī yaśasvinī upasarpya varārohā janamadhyaṃ viveśa ha

Bei bloßem Anblick dieser großen Karawane näherte sich Nalas Gattin, die Ruhmreiche, die Schönhüftige, und trat mitten unter die Menschen.

Wort für Wort
sā dṛṣṭvaiva mahāsārthaṃ nalapatnī yaśasvinī upasarpya varārohā janamadhyaṃ viveśa ha
Bei bloßem Anblick dieser großen Karawane näherte sich Nalas Gattin, die Ruhmreiche, die Schönhüftige, und trat mitten unter die Menschen.

unmattarūpā śokārtā tathā vastrārdhasaṃvṛtā kṛśā vivarṇā malinā pāṃsudhvastaśiroruhā

Wie von Sinnen, vom Kummer gequält, mit einem halben Gewand bekleidet, abgemagert, verblasst, schmutzig, mit staubbedecktem Haar -

Wort für Wort
unmattarūpā śokārtā tathā vastrārdhasaṃvṛtā kṛśā vivarṇā malinā pāṃsudhvastaśiroruhā
Wie von Sinnen, vom Kummer gequält, mit einem halben Gewand bekleidet, abgemagert, verblasst, schmutzig, mit staubbedecktem Haar -

tāṃ dṛṣṭvā tatra manujāḥ ke cid bhītāḥ pradudruvuḥ ke cic cintāparās tasthuḥ ke cit tatra vicukruśuḥ

als die Menschen sie dort sahen, liefen manche erschrocken davon, manche standen nachdenklich still, manche schrien dort auf,

Wort für Wort
tāṃ dṛṣṭvā tatra manujāḥ ke cid bhītāḥ pradudruvuḥ ke cic cintāparās tasthuḥ ke cit tatra vicukruśuḥ
als die Menschen sie dort sahen, liefen manche erschrocken davon, manche standen nachdenklich still, manche schrien dort auf,

prahasanti sma tāṃ ke cid abhyasūyanta cāpare cakrus tasyāṃ dayāṃ ke cit papracchuś cāpi bhārata

manche lachten über sie, andere wieder verunglimpften sie, manche empfanden Mitleid mit ihr, und manche fragten sie auch, o Bhārata:

Wort für Wort
prahasanti sma tāṃ ke cid abhyasūyanta cāpare cakrus tasyāṃ dayāṃ ke cit papracchuś cāpi bhārata
manche lachten über sie, andere wieder verunglimpften sie, manche empfanden Mitleid mit ihr, und manche fragten sie auch, o Bhārata:

kāsi kasyāsi kalyāṇi kiṃ vā mṛgayase vane tvāṃ dṛṣṭvā vyathitāḥ smeha kaccit tvam asi mānuṣī

„Wer bist du, wessen bist du, o Holde, und was suchst du im Wald? Bei deinem Anblick sind wir hier bestürzt - bist du wohl eine Menschenfrau?

Wort für Wort
kāsi kasyāsi kalyāṇi kiṃ vā mṛgayase vane tvāṃ dṛṣṭvā vyathitāḥ smeha kaccit tvam asi mānuṣī
„Wer bist du, wessen bist du, o Holde, und was suchst du im Wald? Bei deinem Anblick sind wir hier bestürzt - bist du wohl eine Menschenfrau?

vada satyaṃ vanasyāsya parvatasyātha vā diśaḥ devatā tvaṃ hi kalyāṇi tvāṃ vayaṃ śaraṇaṃ gatāḥ

Sag die Wahrheit: bist du die Gottheit dieses Waldes, oder dieses Berges, oder dieser Himmelsrichtung, o Holde? Wir nehmen unsere Zuflucht bei dir.

Wort für Wort
vada satyaṃ vanasyāsya parvatasyātha vā diśaḥ devatā tvaṃ hi kalyāṇi tvāṃ vayaṃ śaraṇaṃ gatāḥ
Sag die Wahrheit: bist du die Gottheit dieses Waldes, oder dieses Berges, oder dieser Himmelsrichtung, o Holde? Wir nehmen unsere Zuflucht bei dir.

yakṣī vā rākṣasī vā tvam utāho 'si varāṅganā sarvathā kuru naḥ svasti rakṣasvāsmān anindite

Bist du eine Yakṣī oder eine Rākṣasī, oder bist du eine vortreffliche Frau? Bereite uns auf jeden Fall Heil, beschütze uns, o Makellose.

Wort für Wort
yakṣī vā rākṣasī vā tvam utāho 'si varāṅganā sarvathā kuru naḥ svasti rakṣasvāsmān anindite
Bist du eine Yakṣī oder eine Rākṣasī, oder bist du eine vortreffliche Frau? Bereite uns auf jeden Fall Heil, beschütze uns, o Makellose.

yathāyaṃ sarvathā sārthaḥ kṣemī śīghram ito vrajet tathā vidhatsva kalyāṇi tvāṃ vayaṃ śaraṇaṃ gatāḥ

Sorge dafür, o Holde, dass diese Karawane auf jeden Fall wohlbehalten schnell von hier weiterziehen kann; wir nehmen unsere Zuflucht bei dir.“

Wort für Wort
yathāyaṃ sarvathā sārthaḥ kṣemī śīghram ito vrajet tathā vidhatsva kalyāṇi tvāṃ vayaṃ śaraṇaṃ gatāḥ
Sorge dafür, o Holde, dass diese Karawane auf jeden Fall wohlbehalten schnell von hier weiterziehen kann; wir nehmen unsere Zuflucht bei dir.“

tathoktā tena sārthena damayantī nṛpātmajā pratyuvāca tataḥ sādhvī bhartṛvyasanaduḥkhitā sārthavāhaṃ ca sārthaṃ ca janā ye cātra ke cana

So von jener Karawane angesprochen, erwiderte die Königstochter Damayantī, die Tugendhafte, vom Unglück ihres Gemahls betrübt, dem Karawanenführer, der Karawane und den Leuten, die dort waren:

Wort für Wort
tathoktā tena sārthena damayantī nṛpātmajā pratyuvāca tataḥ sādhvī bhartṛvyasanaduḥkhitā sārthavāhaṃ ca sārthaṃ ca janā ye cātra ke cana
So von jener Karawane angesprochen, erwiderte die Königstochter Damayantī, die Tugendhafte, vom Unglück ihres Gemahls betrübt, dem Karawanenführer, der Karawane und den Leuten, die dort waren:

yūnaḥ sthavirabālāś ca sārthasya ca purogamāḥ mānuṣīṃ māṃ vijānīta manujādhipateḥ sutām nṛpasnuṣāṃ rājabhāryāṃ bhartṛdarśanalālasām

„Ihr Jungen, Alten und Kinder, und ihr Anführer der Karawane - erkennt mich als Menschenfrau, als Tochter eines Herrschers der Menschen, als Schwiegertochter eines Königs, als Königsgattin, die sich danach sehnt, ihren Gemahl zu sehen.

Wort für Wort
yūnaḥ sthavirabālāś ca sārthasya ca purogamāḥ mānuṣīṃ māṃ vijānīta manujādhipateḥ sutām nṛpasnuṣāṃ rājabhāryāṃ bhartṛdarśanalālasām
„Ihr Jungen, Alten und Kinder, und ihr Anführer der Karawane - erkennt mich als Menschenfrau, als Tochter eines Herrschers der Menschen, als Schwiegertochter eines Königs, als Königsgattin, die sich danach sehnt, ihren Gemahl zu sehen.

vidarbharāṇ mama pitā bhartā rājā ca naiṣadhaḥ nalo nāma mahābhāgas taṃ mārgāmy aparājitam

Mein Vater ist der König von Vidarbha, und mein Gemahl ist der König der Niṣadhas, hochgesegnet, mit Namen Nala; ihn, den Unbesiegten, suche ich.

Wort für Wort
vidarbharāṇ mama pitā bhartā rājā ca naiṣadhaḥ nalo nāma mahābhāgas taṃ mārgāmy aparājitam
Mein Vater ist der König von Vidarbha, und mein Gemahl ist der König der Niṣadhas, hochgesegnet, mit Namen Nala; ihn, den Unbesiegten, suche ich.

yadi jānīta nṛpatiṃ kṣipraṃ śaṃsata me priyam nalaṃ pārthivaśārdūlam amitragaṇasūdanam

Wenn ihr von dem König wisst, so sagt mir schnell von meinem Geliebten, Nala, dem Tiger unter den Königen, dem Vernichter feindlicher Scharen.“

Wort für Wort
yadi jānīta nṛpatiṃ kṣipraṃ śaṃsata me priyam nalaṃ pārthivaśārdūlam amitragaṇasūdanam
Wenn ihr von dem König wisst, so sagt mir schnell von meinem Geliebten, Nala, dem Tiger unter den Königen, dem Vernichter feindlicher Scharen.“

tām uvācānavadyāṅgīṃ sārthasya mahataḥ prabhuḥ sārthavāhaḥ śucir nāma śṛṇu kalyāṇi madvacaḥ

Zu ihr, der an allen Gliedern Makellosen, sprach der Herr der großen Karawane, der Karawanenführer mit Namen Śuci: „Höre mein Wort, o Holde.

Wort für Wort
tām uvācānavadyāṅgīṃ sārthasya mahataḥ prabhuḥ sārthavāhaḥ śucir nāma śṛṇu kalyāṇi madvacaḥ
Zu ihr, der an allen Gliedern Makellosen, sprach der Herr der großen Karawane, der Karawanenführer mit Namen Śuci: „Höre mein Wort, o Holde.

ahaṃ sārthasya netā vai sārthavāhaḥ śucismite manuṣyaṃ nalanāmānaṃ na paśyāmi yaśasvini

Ich bin der Anführer der Karawane, der Karawanenführer, o lieblich Lächelnde; ich sehe keinen Menschen mit Namen Nala, o Ruhmreiche.

Wort für Wort
ahaṃ sārthasya netā vai sārthavāhaḥ śucismite manuṣyaṃ nalanāmānaṃ na paśyāmi yaśasvini
Ich bin der Anführer der Karawane, der Karawanenführer, o lieblich Lächelnde; ich sehe keinen Menschen mit Namen Nala, o Ruhmreiche.

kuñjaradvīpimahiṣaśārdūlarkṣamṛgān api paśyāmy asmin vane kaṣṭe amanuṣyaniṣevite tathā no yakṣarāḍ adya maṇibhadraḥ prasīdatu

Elefanten, Panther, Büffel, Tiger, Bären und Wild sehe ich zwar in diesem beschwerlichen, von Unmenschen bewohnten Wald; so möge uns heute der Yakṣa-König Maṇibhadra gnädig sein.“

Wort für Wort
kuñjaradvīpimahiṣaśārdūlarkṣamṛgān api paśyāmy asmin vane kaṣṭe amanuṣyaniṣevite tathā no yakṣarāḍ adya maṇibhadraḥ prasīdatu
Elefanten, Panther, Büffel, Tiger, Bären und Wild sehe ich zwar in diesem beschwerlichen, von Unmenschen bewohnten Wald; so möge uns heute der Yakṣa-König Maṇibhadra gnädig sein.“

sābravīd vaṇijaḥ sarvān sārthavāhaṃ ca taṃ tataḥ kva nu yāsyasi sārtho 'yam etad ākhyātum arhatha

Da sprach sie zu allen Kaufleuten und zu jenem Karawanenführer: „Wohin geht denn diese Karawane? Das solltet ihr mir sagen.“

Wort für Wort
sābravīd vaṇijaḥ sarvān sārthavāhaṃ ca taṃ tataḥ kva nu yāsyasi sārtho 'yam etad ākhyātum arhatha
Da sprach sie zu allen Kaufleuten und zu jenem Karawanenführer: „Wohin geht denn diese Karawane? Das solltet ihr mir sagen.“

sārthavāha uvāca sārtho 'yaṃ cedirājasya subāhoḥ satyavādinaḥ kṣipraṃ janapadaṃ gantā lābhāya manujātmaje

Der Karawanenführer sprach: „Diese Karawane wird schnell in das Land des Königs der Cedis gelangen, des Subāhu, des Wahrhaftigen, um Gewinn zu erzielen, o Königstochter.“

Wort für Wort
sārthavāha uvāca sārtho 'yaṃ cedirājasya subāhoḥ satyavādinaḥ kṣipraṃ janapadaṃ gantā lābhāya manujātmaje
Der Karawanenführer sprach: „Diese Karawane wird schnell in das Land des Königs der Cedis gelangen, des Subāhu, des Wahrhaftigen, um Gewinn zu erzielen, o Königstochter.“

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