Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 180: Kṛṣṇāgamanam Mārkaṇḍeyāgamanam ca Kṛṣṇas Besuch und die Ankunft Mārkaṇḍeyas

Im Wald Kāmyaka angekommen, wird den Pāṇḍavas die baldige Ankunft Kṛṣṇas und des hochbetagten Weisen Mārkaṇḍeya angekündigt. Kṛṣṇa trifft mit Satyabhāmā ein, begrüßt alle herzlich und berichtet Draupadī von ihren in Dvārakā glücklich lebenden, von Pradyumna und Abhimanyu ausgebildeten Söhnen. Er bietet Yudhiṣṭhira die Streitkräfte der Vṛṣṇis an. Yudhiṣṭhira erwidert vertrauensvoll, dass nach Ablauf der zwölf Waldjahre und des Jahres im Verborgenen die Pāṇḍavas sich an Kṛṣṇa wenden werden. Danach trifft Mārkaṇḍeya ein, wird gebeten, alte, heilige Geschichten zu erzählen, und schließlich kommt auch der Götterweise Nārada hinzu.

vaiśaṃpāyana uvāca kāmyakaṃ prāpya kaunteyā yudhiṣṭhirapurogamāḥ kṛtātithyā munigaṇair niṣeduḥ saha kṛṣṇayā

Vaiśaṃpāyana sprach: Als sie Kāmyaka erreicht hatten, ließen sich die Söhne der Kuntī, angeführt von Yudhiṣṭhira, von den Scharen der Weisen gastlich aufgenommen, zusammen mit Kṛṣṇā nieder.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca kāmyakaṃ prāpya kaunteyā yudhiṣṭhirapurogamāḥ kṛtātithyā munigaṇair niṣeduḥ saha kṛṣṇayā
Vaiśaṃpāyana sprach: Als sie Kāmyaka erreicht hatten, ließen sich die Söhne der Kuntī, angeführt von Yudhiṣṭhira, von den Scharen der Weisen gastlich aufgenommen, zusammen mit Kṛṣṇā nieder.

tatas tān pariviśvastān vasataḥ pāṇḍunandanān brāhmaṇā bahavas tatra samantāt paryavārayan

Darauf umringten viele Brahmanen von allen Seiten die Söhne Pāṇḍus, während sie dort vertrauensvoll weilten.

Wort für Wort
tatas tān pariviśvastān vasataḥ pāṇḍunandanān brāhmaṇā bahavas tatra samantāt paryavārayan
Darauf umringten viele Brahmanen von allen Seiten die Söhne Pāṇḍus, während sie dort vertrauensvoll weilten.

athābravīd dvijaḥ kaś cid arjunasya priyaḥ sakhā eṣyatīha mahābāhur vaśī śaurir udāradhīḥ

Da sprach ein Brahmane, ein lieber Freund Arjunas: „Hierher wird der Starkarmige kommen, der Beherrschte, der Nachkomme Śūras, von erhabenem Verstand.

Wort für Wort
athābravīd dvijaḥ kaś cid arjunasya priyaḥ sakhā eṣyatīha mahābāhur vaśī śaurir udāradhīḥ
Da sprach ein Brahmane, ein lieber Freund Arjunas: „Hierher wird der Starkarmige kommen, der Beherrschte, der Nachkomme Śūras, von erhabenem Verstand.

viditā hi harer yūyam ihāyātāḥ kurūdvahāḥ sadā hi darśanākāṅkṣī śreyo 'nveṣī ca vo hariḥ

Denn Hari weiß, dass ihr, Stützen der Kurus, hierher gekommen seid; stets sehnt sich Hari danach, euch zu sehen, und sucht euer Wohl.

Wort für Wort
viditā hi harer yūyam ihāyātāḥ kurūdvahāḥ sadā hi darśanākāṅkṣī śreyo 'nveṣī ca vo hariḥ
Denn Hari weiß, dass ihr, Stützen der Kurus, hierher gekommen seid; stets sehnt sich Hari danach, euch zu sehen, und sucht euer Wohl.

bahuvatsarajīvī ca mārkaṇḍeyo mahātapāḥ svādhyāyatapasā yuktaḥ kṣipraṃ yuṣmān sameṣyati

Und Mārkaṇḍeya, der viele Jahre lebt, von großer Askese, dem Studium und Buße obliegt, wird sich euch bald zugesellen.“

Wort für Wort
bahuvatsarajīvī ca mārkaṇḍeyo mahātapāḥ svādhyāyatapasā yuktaḥ kṣipraṃ yuṣmān sameṣyati
Und Mārkaṇḍeya, der viele Jahre lebt, von großer Askese, dem Studium und Buße obliegt, wird sich euch bald zugesellen.“

tathaiva tasya bruvataḥ pratyadṛṣyata keśavaḥ sainyasugrīvayuktena rathena rathināṃ varaḥ

Während er noch so sprach, erschien Keśava, der Beste der Wagenlenker, auf einem Wagen, bespannt mit Sainya und Sugrīva.

Wort für Wort
tathaiva tasya bruvataḥ pratyadṛṣyata keśavaḥ sainyasugrīvayuktena rathena rathināṃ varaḥ
Während er noch so sprach, erschien Keśava, der Beste der Wagenlenker, auf einem Wagen, bespannt mit Sainya und Sugrīva.

maghavān iva paulomyā sahitaḥ satyabhāmayā upāyād devakīputro didṛkṣuḥ kurusattamān

Wie Maghavan mit Paulomī, so kam der Sohn der Devakī, begleitet von Satyabhāmā, herangefahren, begierig, die Besten der Kurus zu sehen.

Wort für Wort
maghavān iva paulomyā sahitaḥ satyabhāmayā upāyād devakīputro didṛkṣuḥ kurusattamān
Wie Maghavan mit Paulomī, so kam der Sohn der Devakī, begleitet von Satyabhāmā, herangefahren, begierig, die Besten der Kurus zu sehen.

avatīrya rathāt kṛṣṇo dharmarājaṃ yathāvidhi vavande mudito dhīmān bhīmaṃ ca balināṃ varam

Vom Wagen herabsteigend, verehrte Kṛṣṇa nach der Vorschrift den Dharmarāja, froh, der Weise, und ehrte Bhīma, den Besten der Starken.

Wort für Wort
avatīrya rathāt kṛṣṇo dharmarājaṃ yathāvidhi vavande mudito dhīmān bhīmaṃ ca balināṃ varam
Vom Wagen herabsteigend, verehrte Kṛṣṇa nach der Vorschrift den Dharmarāja, froh, der Weise, und ehrte Bhīma, den Besten der Starken.

pūjayām āsa dhaumyaṃ ca yamābhyām abhivāditaḥ pariṣvajya guḍākeśaṃ draupadīṃ paryasāntvayat

Er ehrte auch Dhaumya, wurde von den Zwillingen begrüßt, umarmte Guḍākeśa und tröstete Draupadī.

Wort für Wort
pūjayām āsa dhaumyaṃ ca yamābhyām abhivāditaḥ pariṣvajya guḍākeśaṃ draupadīṃ paryasāntvayat
Er ehrte auch Dhaumya, wurde von den Zwillingen begrüßt, umarmte Guḍākeśa und tröstete Draupadī.

sa dṛṣṭvā phalgunaṃ vīraṃ cirasya priyam āgatam paryaṣvajata dāśārhaḥ punaḥ punar ariṃdamam

Als er den Helden Phalguna erblickte, der nach langer Zeit als geliebter Freund zurückgekehrt war, umarmte ihn der Nachkomme Daśārhas, den Bezwinger der Feinde, immer wieder.

Wort für Wort
sa dṛṣṭvā phalgunaṃ vīraṃ cirasya priyam āgatam paryaṣvajata dāśārhaḥ punaḥ punar ariṃdamam
Als er den Helden Phalguna erblickte, der nach langer Zeit als geliebter Freund zurückgekehrt war, umarmte ihn der Nachkomme Daśārhas, den Bezwinger der Feinde, immer wieder.

tathaiva satyabhāmāpi draupadīṃ pariṣasvaje pāṇḍavānāṃ priyāṃ bhāryāṃ kṛṣṇasya mahiṣī priyā

Ebenso umarmte Satyabhāmā, die geliebte Hauptgemahlin Kṛṣṇas, Draupadī, die geliebte Gattin der Pāṇḍavas.

Wort für Wort
tathaiva satyabhāmāpi draupadīṃ pariṣasvaje pāṇḍavānāṃ priyāṃ bhāryāṃ kṛṣṇasya mahiṣī priyā
Ebenso umarmte Satyabhāmā, die geliebte Hauptgemahlin Kṛṣṇas, Draupadī, die geliebte Gattin der Pāṇḍavas.

tatas te pāṇḍavāḥ sarve sabhāryāḥ sapurohitāḥ ānarcuḥ puṇḍarīkākṣaṃ parivavruś ca sarvaśaḥ

Darauf verehrten alle die Pāṇḍavas, mit ihren Gattinnen und ihrem Hauspriester, den Lotosäugigen und umringten ihn von allen Seiten.

Wort für Wort
tatas te pāṇḍavāḥ sarve sabhāryāḥ sapurohitāḥ ānarcuḥ puṇḍarīkākṣaṃ parivavruś ca sarvaśaḥ
Darauf verehrten alle die Pāṇḍavas, mit ihren Gattinnen und ihrem Hauspriester, den Lotosäugigen und umringten ihn von allen Seiten.

kṛṣṇas tu pārthena sametya vidvān dhanaṃjayenāsuratarjanena babhau yathā bhūtapatir mahātmā sametya sākṣād bhagavān guhena

Kṛṣṇa aber, der Weise, mit dem Sohn der Pṛthā zusammengetroffen, mit Dhanaṃjaya, dem Schrecken der Asuras, erstrahlte, wie der hochgesinnte Herr der Wesen, der Erhabene, erstrahlt, wenn er selbst mit Guha zusammentrifft.

Wort für Wort
kṛṣṇas tu pārthena sametya vidvān dhanaṃjayenāsuratarjanena babhau yathā bhūtapatir mahātmā sametya sākṣād bhagavān guhena
Kṛṣṇa aber, der Weise, mit dem Sohn der Pṛthā zusammengetroffen, mit Dhanaṃjaya, dem Schrecken der Asuras, erstrahlte, wie der hochgesinnte Herr der Wesen, der Erhabene, erstrahlt, wenn er selbst mit Guha zusammentrifft.

tataḥ samastāni kirīṭamālī vaneṣu vṛttāni gadāgrajāya uktvā yathāvat punar anvapṛcchat kathaṃ subhadrā ca tathābhimanyuḥ

Da erzählte der Diademgeschmückte dem älteren Bruder Gadas alles, was sich im Wald zugetragen hatte, wie es sich gehörte, und fragte ihn wiederum aus, wie es um Subhadrā und ebenso um Abhimanyu stehe.

Wort für Wort
tataḥ samastāni kirīṭamālī vaneṣu vṛttāni gadāgrajāya uktvā yathāvat punar anvapṛcchat kathaṃ subhadrā ca tathābhimanyuḥ
Da erzählte der Diademgeschmückte dem älteren Bruder Gadas alles, was sich im Wald zugetragen hatte, wie es sich gehörte, und fragte ihn wiederum aus, wie es um Subhadrā und ebenso um Abhimanyu stehe.

sa pūjayitvā madhuhā yathāvat pārthāṃś ca kṛṣṇāṃ ca purohitaṃ ca uvāca rājānam abhipraśaṃsan yudhiṣṭhiraṃ tatra sahopaviśya

Nachdem er, der Madhu-Töter, die Söhne der Pṛthā, Kṛṣṇā und den Hauspriester nach Gebühr geehrt hatte, setzte er sich dort zusammen mit Yudhiṣṭhira nieder und sprach, den König lobend:

Wort für Wort
sa pūjayitvā madhuhā yathāvat pārthāṃś ca kṛṣṇāṃ ca purohitaṃ ca uvāca rājānam abhipraśaṃsan yudhiṣṭhiraṃ tatra sahopaviśya
Nachdem er, der Madhu-Töter, die Söhne der Pṛthā, Kṛṣṇā und den Hauspriester nach Gebühr geehrt hatte, setzte er sich dort zusammen mit Yudhiṣṭhira nieder und sprach, den König lobend:

dharmaḥ paraḥ pāṇḍava rājyalābhāt tasyārtham āhus tapa eva rājan satyārjavābhyāṃ caratā svadharmaṃ jitas tavāyaṃ ca paraś ca lokaḥ

„Höher als der Gewinn eines Königreichs ist die Rechtschaffenheit, o Pāṇḍava; um ihretwillen, sagen sie, dient allein die Buße, o König; indem du, deinem eigenen Dharma gemäß, in Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit wandelst, hast du diese und auch jene Welt bezwungen.

Wort für Wort
dharmaḥ paraḥ pāṇḍava rājyalābhāt tasyārtham āhus tapa eva rājan satyārjavābhyāṃ caratā svadharmaṃ jitas tavāyaṃ ca paraś ca lokaḥ
„Höher als der Gewinn eines Königreichs ist die Rechtschaffenheit, o Pāṇḍava; um ihretwillen, sagen sie, dient allein die Buße, o König; indem du, deinem eigenen Dharma gemäß, in Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit wandelst, hast du diese und auch jene Welt bezwungen.

adhītam agre caratā vratāni samyag dhanurvedam avāpya kṛtsnam kṣātreṇa dharmeṇa vasūni labdhvā sarve hy avāptāḥ kratavaḥ purāṇāḥ

Von Anfang an, der Gelübde übend, hast du die vollständige Bogenkunst vollkommen erlangt; durch den Dharma des Kriegerstandes hast du Güter erworben – alle uralten Opferwerke sind dir zuteilgeworden.

Wort für Wort
adhītam agre caratā vratāni samyag dhanurvedam avāpya kṛtsnam kṣātreṇa dharmeṇa vasūni labdhvā sarve hy avāptāḥ kratavaḥ purāṇāḥ
Von Anfang an, der Gelübde übend, hast du die vollständige Bogenkunst vollkommen erlangt; durch den Dharma des Kriegerstandes hast du Güter erworben – alle uralten Opferwerke sind dir zuteilgeworden.

na grāmyadharmeṣu ratis tavāsti kāmān na kiṃ cit kuruṣe narendra na cārthalobhāt prajahāsi dharmaṃ tasmāt svabhāvād asi dharmarājaḥ

Nicht hast du Gefallen an niederen, dörflichen Genüssen, nichts von Begierden tust du, o Herrscher der Menschen, und aus Gier nach Reichtum hast du den Dharma niemals aufgegeben; darum bist du von Natur aus der Dharmarāja.

Wort für Wort
na grāmyadharmeṣu ratis tavāsti kāmān na kiṃ cit kuruṣe narendra na cārthalobhāt prajahāsi dharmaṃ tasmāt svabhāvād asi dharmarājaḥ
Nicht hast du Gefallen an niederen, dörflichen Genüssen, nichts von Begierden tust du, o Herrscher der Menschen, und aus Gier nach Reichtum hast du den Dharma niemals aufgegeben; darum bist du von Natur aus der Dharmarāja.

dānaṃ ca satyaṃ ca tapaś ca rājañ śraddhā ca śāntiś ca dhṛtiḥ kṣamā ca avāpya rāṣṭrāṇi vasūni bhogān eṣā parā pārtha sadā ratis te

Geben und Wahrheit und Buße, o König, Vertrauen, Friedfertigkeit, Standhaftigkeit und Geduld – auch nachdem du Reiche, Güter und Genüsse erlangt hast, ist dies, o Sohn der Pṛthā, stets deine höchste Freude geblieben.

Wort für Wort
dānaṃ ca satyaṃ ca tapaś ca rājañ śraddhā ca śāntiś ca dhṛtiḥ kṣamā ca avāpya rāṣṭrāṇi vasūni bhogān eṣā parā pārtha sadā ratis te
Geben und Wahrheit und Buße, o König, Vertrauen, Friedfertigkeit, Standhaftigkeit und Geduld – auch nachdem du Reiche, Güter und Genüsse erlangt hast, ist dies, o Sohn der Pṛthā, stets deine höchste Freude geblieben.

yadā janaughaḥ kurujāṅgalānāṃ kṛṣṇāṃ sabhāyām avaśām apaśyat apetadharmavyavahāravṛttaṃ saheta tat pāṇḍava kas tvad anyaḥ

Als die Volksmenge der Kurujāṅgalas Kṛṣṇā in der Versammlungshalle in ihrer Hilflosigkeit erblickte, dieses vom rechten Wandel des Dharma abgewichene Geschehen – wer außer dir hätte dies ertragen können, o Pāṇḍava?

Wort für Wort
yadā janaughaḥ kurujāṅgalānāṃ kṛṣṇāṃ sabhāyām avaśām apaśyat apetadharmavyavahāravṛttaṃ saheta tat pāṇḍava kas tvad anyaḥ
Als die Volksmenge der Kurujāṅgalas Kṛṣṇā in der Versammlungshalle in ihrer Hilflosigkeit erblickte, dieses vom rechten Wandel des Dharma abgewichene Geschehen – wer außer dir hätte dies ertragen können, o Pāṇḍava?

asaṃśayaṃ sarvasamṛddhakāmaḥ kṣipraṃ prajāḥ pālayitāsi samyak ime vayaṃ nigrahaṇe kurūṇāṃ yadi pratijñā bhavataḥ samāptā

Ohne Zweifel wirst du, dessen Wünsche alle in Erfüllung gehen, das Volk bald recht und gerecht beschützen; wir hier werden bei der Bezwingung der Kurus sein, sobald dein Gelübde erfüllt ist.

Wort für Wort
asaṃśayaṃ sarvasamṛddhakāmaḥ kṣipraṃ prajāḥ pālayitāsi samyak ime vayaṃ nigrahaṇe kurūṇāṃ yadi pratijñā bhavataḥ samāptā
Ohne Zweifel wirst du, dessen Wünsche alle in Erfüllung gehen, das Volk bald recht und gerecht beschützen; wir hier werden bei der Bezwingung der Kurus sein, sobald dein Gelübde erfüllt ist.

dhaumyaṃ ca kṛṣṇāṃ ca yudhiṣṭhiraṃ ca yamau ca bhīmaṃ ca daśārhasiṃhaḥ uvāca diṣṭyā bhavatāṃ śivena prāptaḥ kirīṭī muditaḥ kṛtāstraḥ

Zu Dhaumya, zu Kṛṣṇā, zu Yudhiṣṭhira, zu den Zwillingen und zu Bhīma sprach der Löwe der Daśārhas weiter: Zum Glück ist, euch zum Heile, der Diademgeschmückte froh und mit den Waffen ausgerüstet zurückgekehrt.

Wort für Wort
dhaumyaṃ ca kṛṣṇāṃ ca yudhiṣṭhiraṃ ca yamau ca bhīmaṃ ca daśārhasiṃhaḥ uvāca diṣṭyā bhavatāṃ śivena prāptaḥ kirīṭī muditaḥ kṛtāstraḥ
Zu Dhaumya, zu Kṛṣṇā, zu Yudhiṣṭhira, zu den Zwillingen und zu Bhīma sprach der Löwe der Daśārhas weiter: Zum Glück ist, euch zum Heile, der Diademgeschmückte froh und mit den Waffen ausgerüstet zurückgekehrt.

provāca kṛṣṇām api yājñasenīṃ daśārhabhartā sahitaḥ suhṛdbhiḥ kṛṣṇe dhanurvedaratipradhānāḥ satyavratās te śiśavaḥ suśīlāḥ sadbhiḥ sadaivācaritaṃ samādhiṃ caranti putrās tava yājñaseni

Er wandte sich auch an Kṛṣṇā Yājñasenī und sprach, begleitet von seinen Freunden: Vorzüglich in der Freude an der Bogenkunst und wahrhaftig in ihren Gelübden sind deine Kinder, wohlgesittet, o Yājñasenī; stets üben sie die Sammlung, wie sie von den Guten immer geübt wird.

Wort für Wort
provāca kṛṣṇām api yājñasenīṃ daśārhabhartā sahitaḥ suhṛdbhiḥ kṛṣṇe dhanurvedaratipradhānāḥ satyavratās te śiśavaḥ suśīlāḥ sadbhiḥ sadaivācaritaṃ samādhiṃ caranti putrās tava yājñaseni
Er wandte sich auch an Kṛṣṇā Yājñasenī und sprach, begleitet von seinen Freunden: Vorzüglich in der Freude an der Bogenkunst und wahrhaftig in ihren Gelübden sind deine Kinder, wohlgesittet, o Yājñasenī; stets üben sie die Sammlung, wie sie von den Guten immer geübt wird.

rājyena rāṣṭraiś ca nimantryamāṇāḥ pitrā ca kṛṣṇe tava sodaraiś ca na yajñasenasya na mātulānāṃ gṛheṣu bālā ratim āpnuvanti

Obwohl von ihrem Vater und deinen Brüdern, o Kṛṣṇā, mit Reich und Ländern eingeladen, finden die Kinder weder in den Häusern Yajñasenas noch ihrer Onkel mütterlicherseits Gefallen.

Wort für Wort
rājyena rāṣṭraiś ca nimantryamāṇāḥ pitrā ca kṛṣṇe tava sodaraiś ca na yajñasenasya na mātulānāṃ gṛheṣu bālā ratim āpnuvanti
Obwohl von ihrem Vater und deinen Brüdern, o Kṛṣṇā, mit Reich und Ländern eingeladen, finden die Kinder weder in den Häusern Yajñasenas noch ihrer Onkel mütterlicherseits Gefallen.

ānartam evābhimukhāḥ śivena gatvā dhanurvedaratipradhānāḥ tavātmajā vṛṣṇipuraṃ praviśya na daivatebhyaḥ spṛhayanti kṛṣṇe

Nur nach Ānarta gewandt, dort in Sicherheit angelangt, vorzüglich in der Freude an der Bogenkunst, begehren deine Söhne, seit sie die Stadt der Vṛṣṇis betreten haben, o Kṛṣṇā, nicht einmal mehr nach den Göttern.

Wort für Wort
ānartam evābhimukhāḥ śivena gatvā dhanurvedaratipradhānāḥ tavātmajā vṛṣṇipuraṃ praviśya na daivatebhyaḥ spṛhayanti kṛṣṇe
Nur nach Ānarta gewandt, dort in Sicherheit angelangt, vorzüglich in der Freude an der Bogenkunst, begehren deine Söhne, seit sie die Stadt der Vṛṣṇis betreten haben, o Kṛṣṇā, nicht einmal mehr nach den Göttern.

yathā tvam evārhasi teṣu vṛttiṃ prayoktum āryā ca yathaiva kuntī teṣv apramādena sadā karoti tathā ca bhūyaś ca tathā subhadrā

Wie du selbst würdig bist, für sie Fürsorge zu üben, und wie die edle Kuntī dies für sie stets ohne Nachlässigkeit tut, so tut es immer wieder auch Subhadrā.

Wort für Wort
yathā tvam evārhasi teṣu vṛttiṃ prayoktum āryā ca yathaiva kuntī teṣv apramādena sadā karoti tathā ca bhūyaś ca tathā subhadrā
Wie du selbst würdig bist, für sie Fürsorge zu üben, und wie die edle Kuntī dies für sie stets ohne Nachlässigkeit tut, so tut es immer wieder auch Subhadrā.

yathāniruddhasya yathābhimanyor yathā sunīthasya yathaiva bhānoḥ tathā vinetā ca gatiś ca kṛṣṇe tavātmajānām api raukmiṇeyaḥ

Wie er es für Aniruddha ist, wie für Abhimanyu, wie für Sunītha, wie auch für Bhānu, so ist der Sohn der Rukmiṇī der Erzieher und die Zuflucht auch deiner Söhne, o Kṛṣṇā.

Wort für Wort
yathāniruddhasya yathābhimanyor yathā sunīthasya yathaiva bhānoḥ tathā vinetā ca gatiś ca kṛṣṇe tavātmajānām api raukmiṇeyaḥ
Wie er es für Aniruddha ist, wie für Abhimanyu, wie für Sunītha, wie auch für Bhānu, so ist der Sohn der Rukmiṇī der Erzieher und die Zuflucht auch deiner Söhne, o Kṛṣṇā.

gadāsicarmagrahaṇeṣu śūrān astreṣu śikṣāsu rathāśvayāne samyag vinetā vinayaty atandrīs tāṃś cābhimanyuḥ satataṃ kumāraḥ

Im Umgang mit Keule, Schwert und Schild, in den Waffen, in den Übungen, im Wagen- und Pferdelenken, unterweist sie der Unermüdliche recht als Lehrer, und auch der Jüngling Abhimanyu tut dies beständig.

Wort für Wort
gadāsicarmagrahaṇeṣu śūrān astreṣu śikṣāsu rathāśvayāne samyag vinetā vinayaty atandrīs tāṃś cābhimanyuḥ satataṃ kumāraḥ
Im Umgang mit Keule, Schwert und Schild, in den Waffen, in den Übungen, im Wagen- und Pferdelenken, unterweist sie der Unermüdliche recht als Lehrer, und auch der Jüngling Abhimanyu tut dies beständig.

sa cāpi samyak praṇidhāya śikṣām astrāṇi caiṣāṃ guruvat pradāya tavātmajānāṃ ca tathābhimanyoḥ parākramais tuṣyati raukmiṇeyaḥ

Und er, nachdem er ihnen die Unterweisung sorgfältig zuteilwerden ließ und wie ein Lehrer die Waffen übergeben hatte, freut sich, der Sohn der Rukmiṇī, an der Tapferkeit deiner Söhne und ebenso Abhimanyus.

Wort für Wort
sa cāpi samyak praṇidhāya śikṣām astrāṇi caiṣāṃ guruvat pradāya tavātmajānāṃ ca tathābhimanyoḥ parākramais tuṣyati raukmiṇeyaḥ
Und er, nachdem er ihnen die Unterweisung sorgfältig zuteilwerden ließ und wie ein Lehrer die Waffen übergeben hatte, freut sich, der Sohn der Rukmiṇī, an der Tapferkeit deiner Söhne und ebenso Abhimanyus.

yadā vihāraṃ prasamīkṣamāṇāḥ prayānti putrās tava yājñaseni ekaikam eṣām anuyānti tatra rathāś ca yānāni ca dantinaś ca

Wenn deine Söhne, o Yājñasenī, auf der Suche nach Zerstreuung ausziehen, folgen jedem einzelnen von ihnen dort Wagen, Fahrzeuge und Elefanten.

Wort für Wort
yadā vihāraṃ prasamīkṣamāṇāḥ prayānti putrās tava yājñaseni ekaikam eṣām anuyānti tatra rathāś ca yānāni ca dantinaś ca
Wenn deine Söhne, o Yājñasenī, auf der Suche nach Zerstreuung ausziehen, folgen jedem einzelnen von ihnen dort Wagen, Fahrzeuge und Elefanten.

athābravīd dharmarājaṃ tu kṛṣṇo daśārhayodhāḥ kukurāndhakāś ca ete nideśaṃ tava pālayanti tiṣṭhanti yatrecchasi tatra rājan

Dann sprach Kṛṣṇa weiter zum Dharmarāja: Die Krieger der Daśārhas, der Kukuras und der Andhakas befolgen deinen Befehl; sie stehen bereit, wo immer du es wünschst, o König.

Wort für Wort
athābravīd dharmarājaṃ tu kṛṣṇo daśārhayodhāḥ kukurāndhakāś ca ete nideśaṃ tava pālayanti tiṣṭhanti yatrecchasi tatra rājan
Dann sprach Kṛṣṇa weiter zum Dharmarāja: Die Krieger der Daśārhas, der Kukuras und der Andhakas befolgen deinen Befehl; sie stehen bereit, wo immer du es wünschst, o König.

āvartatāṃ kārmukavegavātā halāyudhapragrahaṇā madhūnām senā tavārtheṣu narendra yattā sasādipattyaśvarathā sanāgā

Es wende sich zu deinen Zwecken, o Herrscher der Menschen, das Heer der Madhus, dessen Bogenschwung dem Wind gleicht, von Halāyudha angeführt, bereitstehend mit Reitern, Fußvolk, Rossen, Wagen und Elefanten.

Wort für Wort
āvartatāṃ kārmukavegavātā halāyudhapragrahaṇā madhūnām senā tavārtheṣu narendra yattā sasādipattyaśvarathā sanāgā
Es wende sich zu deinen Zwecken, o Herrscher der Menschen, das Heer der Madhus, dessen Bogenschwung dem Wind gleicht, von Halāyudha angeführt, bereitstehend mit Reitern, Fußvolk, Rossen, Wagen und Elefanten.

prasthāpyatāṃ pāṇḍava dhārtarāṣṭraḥ suyodhanaḥ pāpakṛtāṃ variṣṭhaḥ sa sānubandhaḥ sasuhṛdgaṇaś ca saubhasya saubhādhipateś ca mārgam

Lass Suyodhana [?], den Sohn des Dhṛtarāṣṭra, den Schlimmsten der Übeltäter, aufbrechen, o Pāṇḍava, mitsamt seinem Anhang und seiner Freundesschar, auf den Weg gegen Saubha und den Herrn von Saubha.

Wort für Wort
prasthāpyatāṃ pāṇḍava dhārtarāṣṭraḥ suyodhanaḥ pāpakṛtāṃ variṣṭhaḥ sa sānubandhaḥ sasuhṛdgaṇaś ca saubhasya saubhādhipateś ca mārgam
Lass Suyodhana [?], den Sohn des Dhṛtarāṣṭra, den Schlimmsten der Übeltäter, aufbrechen, o Pāṇḍava, mitsamt seinem Anhang und seiner Freundesschar, auf den Weg gegen Saubha und den Herrn von Saubha.

Der genaue erzählerische Zusammenhang dieser Verse (eine offenbar in der Versammlungshalle getroffene Abmachung, die Suyodhana/Duryodhana und einen Feldzug gegen Saubha betrifft) bleibt im kritischen Text verdichtet und lässt sich nicht restlos aufklären; die Übersetzung folgt dem Wortlaut so eng wie möglich.

kāmaṃ tathā tiṣṭha narendra tasmin yathā kṛtas te samayaḥ sabhāyām dāśārhayodhais tu sasādiyodhaṃ pratīkṣatāṃ nāgapuraṃ bhavantam

Doch magst du, o Herrscher der Menschen, dort verweilen, wie es die von dir in der Versammlung getroffene Abmachung vorsieht; die Krieger der Daśārhas mögen mit ihrer Reiterei dich in Nāgapura erwarten.

Wort für Wort
kāmaṃ tathā tiṣṭha narendra tasmin yathā kṛtas te samayaḥ sabhāyām dāśārhayodhais tu sasādiyodhaṃ pratīkṣatāṃ nāgapuraṃ bhavantam
Doch magst du, o Herrscher der Menschen, dort verweilen, wie es die von dir in der Versammlung getroffene Abmachung vorsieht; die Krieger der Daśārhas mögen mit ihrer Reiterei dich in Nāgapura erwarten.

vyapetamanyur vyapanītapāpmā vihṛtya yatrecchasi tatra kāmam tataḥ samṛddhaṃ prathamaṃ viśokaḥ prapatsyase nāgapuraṃ sarāṣṭram

Frei von Zorn, gereinigt von allem Bösen, nachdem du nach Belieben verweilt hast, wo du willst, wirst du sodann, von Kummer befreit, als Erster das blühende Nāgapura samt seinem Reich erreichen.“

Wort für Wort
vyapetamanyur vyapanītapāpmā vihṛtya yatrecchasi tatra kāmam tataḥ samṛddhaṃ prathamaṃ viśokaḥ prapatsyase nāgapuraṃ sarāṣṭram
Frei von Zorn, gereinigt von allem Bösen, nachdem du nach Belieben verweilt hast, wo du willst, wirst du sodann, von Kummer befreit, als Erster das blühende Nāgapura samt seinem Reich erreichen.“

tatas tad ājñāya mataṃ mahātmā yathāvad uktaṃ puruṣottamena praśasya viprekṣya ca dharmarājaḥ kṛtāñjaliḥ keśavam ity uvāca

Darauf, nachdem er jene vom Besten der Männer gebührend geäußerte Ansicht vernommen, sie gelobt und erwogen hatte, sprach der hochgesinnte Dharmarāja mit gefalteten Händen zu Keśava:

Wort für Wort
tatas tad ājñāya mataṃ mahātmā yathāvad uktaṃ puruṣottamena praśasya viprekṣya ca dharmarājaḥ kṛtāñjaliḥ keśavam ity uvāca
Darauf, nachdem er jene vom Besten der Männer gebührend geäußerte Ansicht vernommen, sie gelobt und erwogen hatte, sprach der hochgesinnte Dharmarāja mit gefalteten Händen zu Keśava:

asaṃśayaṃ keśava pāṇḍavānāṃ bhavān gatis tvaccharaṇā hi pārthāḥ kālodaye tac ca tataś ca bhūyaḥ kartā bhavān karma na saṃśayo 'sti

„Ohne Zweifel, o Keśava, bist du die Zuflucht der Pāṇḍavas; bei dir suchen die Söhne der Pṛthā Schutz. Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du jene Tat und noch mehr vollbringen – daran besteht kein Zweifel.

Wort für Wort
asaṃśayaṃ keśava pāṇḍavānāṃ bhavān gatis tvaccharaṇā hi pārthāḥ kālodaye tac ca tataś ca bhūyaḥ kartā bhavān karma na saṃśayo 'sti
„Ohne Zweifel, o Keśava, bist du die Zuflucht der Pāṇḍavas; bei dir suchen die Söhne der Pṛthā Schutz. Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du jene Tat und noch mehr vollbringen – daran besteht kein Zweifel.

yathāpratijñaṃ vihṛtaś ca kālaḥ sarvāḥ samā dvādaśa nirjaneṣu ajñātacaryāṃ vidhivat samāpya bhavadgatāḥ keśava pāṇḍaveyāḥ

So wie gelobt, ist die Zeit verstrichen – all die zwölf Jahre in der Einöde; nachdem sie das Jahr des unerkannten Wandels vorschriftsmäßig vollendet haben, werden die Söhne Pāṇḍus zu dir kommen, o Keśava.“

Wort für Wort
yathāpratijñaṃ vihṛtaś ca kālaḥ sarvāḥ samā dvādaśa nirjaneṣu ajñātacaryāṃ vidhivat samāpya bhavadgatāḥ keśava pāṇḍaveyāḥ
So wie gelobt, ist die Zeit verstrichen – all die zwölf Jahre in der Einöde; nachdem sie das Jahr des unerkannten Wandels vorschriftsmäßig vollendet haben, werden die Söhne Pāṇḍus zu dir kommen, o Keśava.“

vaiśaṃpāyana uvāca tathā vadati vārṣṇeye dharmarāje ca bhārata atha paścāt tapovṛddho bahuvarṣasahasradhṛk pratyadṛṣyata dharmātmā mārkaṇḍeyo mahātapāḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: Während der Vārṣṇeya und der Dharmarāja so miteinander sprachen, o Bhārata, erschien danach der in der Askese Ergraute, viele tausend Jahre alt, der fromme, überaus büßende Mārkaṇḍeya.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tathā vadati vārṣṇeye dharmarāje ca bhārata atha paścāt tapovṛddho bahuvarṣasahasradhṛk pratyadṛṣyata dharmātmā mārkaṇḍeyo mahātapāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Während der Vārṣṇeya und der Dharmarāja so miteinander sprachen, o Bhārata, erschien danach der in der Askese Ergraute, viele tausend Jahre alt, der fromme, überaus büßende Mārkaṇḍeya.

tam āgatam ṛṣiṃ vṛddhaṃ bahuvarṣasahasriṇam ānarcur brāhmaṇāḥ sarve kṛṣṇaś ca saha pāṇḍavaiḥ

Den herangekommenen alten Weisen, viele tausend Jahre alt, verehrten alle Brahmanen und Kṛṣṇa zusammen mit den Pāṇḍavas.

Wort für Wort
tam āgatam ṛṣiṃ vṛddhaṃ bahuvarṣasahasriṇam ānarcur brāhmaṇāḥ sarve kṛṣṇaś ca saha pāṇḍavaiḥ
Den herangekommenen alten Weisen, viele tausend Jahre alt, verehrten alle Brahmanen und Kṛṣṇa zusammen mit den Pāṇḍavas.

tam arcitaṃ suviṣvastam āsīnam ṛṣisattamam brāhmaṇānāṃ matenāha pāṇḍavānāṃ ca keśavaḥ

Zu ihm, dem verehrten, wohlvertrauten, sitzenden Besten der Weisen, sprach Keśava im Sinne der Brahmanen und der Pāṇḍavas:

Wort für Wort
tam arcitaṃ suviṣvastam āsīnam ṛṣisattamam brāhmaṇānāṃ matenāha pāṇḍavānāṃ ca keśavaḥ
Zu ihm, dem verehrten, wohlvertrauten, sitzenden Besten der Weisen, sprach Keśava im Sinne der Brahmanen und der Pāṇḍavas:

śuśrūṣavaḥ pāṇḍavās te brāhmaṇāś ca samāgatāḥ draupadī satyabhāmā ca tathāhaṃ paramaṃ vacaḥ

„Hörbegierig sind diese Pāṇḍavas und die versammelten Brahmanen, Draupadī und Satyabhāmā, und ebenso ich selbst, nach deinem erhabenen Wort.

Wort für Wort
śuśrūṣavaḥ pāṇḍavās te brāhmaṇāś ca samāgatāḥ draupadī satyabhāmā ca tathāhaṃ paramaṃ vacaḥ
„Hörbegierig sind diese Pāṇḍavas und die versammelten Brahmanen, Draupadī und Satyabhāmā, und ebenso ich selbst, nach deinem erhabenen Wort.

purāvṛttāḥ kathāḥ puṇyāḥ sadācārāḥ sanātanāḥ rājñāṃ strīṇām ṛṣīṇāṃ ca mārkaṇḍeya vicakṣva naḥ

Die alten, heiligen Geschichten vom guten, ewigen Wandel der Könige, der Frauen und der Seher, o Mārkaṇḍeya, trage uns vor.“

Wort für Wort
purāvṛttāḥ kathāḥ puṇyāḥ sadācārāḥ sanātanāḥ rājñāṃ strīṇām ṛṣīṇāṃ ca mārkaṇḍeya vicakṣva naḥ
Die alten, heiligen Geschichten vom guten, ewigen Wandel der Könige, der Frauen und der Seher, o Mārkaṇḍeya, trage uns vor.“

teṣu tatropaviṣṭeṣu devarṣir api nāradaḥ ājagāma viśuddhātmā pāṇḍavān avalokakaḥ

Während sie dort so saßen, kam auch der Götterweise Nārada, reinen Sinnes, herbei, um die Pāṇḍavas zu betrachten.

Wort für Wort
teṣu tatropaviṣṭeṣu devarṣir api nāradaḥ ājagāma viśuddhātmā pāṇḍavān avalokakaḥ
Während sie dort so saßen, kam auch der Götterweise Nārada, reinen Sinnes, herbei, um die Pāṇḍavas zu betrachten.

tam apy atha mahātmānaṃ sarve tu puruṣarṣabhāḥ pādyārghyābhyāṃ yathānyāyam upatasthur manīṣiṇam

Auch ihn, den Hochgesinnten, empfingen alle die Stiere unter den Männern gebührend mit Fußwaschwasser und Ehrengabe, den Weisen.

Wort für Wort
tam apy atha mahātmānaṃ sarve tu puruṣarṣabhāḥ pādyārghyābhyāṃ yathānyāyam upatasthur manīṣiṇam
Auch ihn, den Hochgesinnten, empfingen alle die Stiere unter den Männern gebührend mit Fußwaschwasser und Ehrengabe, den Weisen.

nāradas tv atha devarṣir jñātvā tāṃs tu kṛtakṣaṇān mārkaṇḍeyasya vadatas tāṃ kathām anvamodata

Nārada aber, der Götterweise, erkannte, dass sie eine Weile innehielten, und billigte die Erzählung, die Mārkaṇḍeya vortrug.

Wort für Wort
nāradas tv atha devarṣir jñātvā tāṃs tu kṛtakṣaṇān mārkaṇḍeyasya vadatas tāṃ kathām anvamodata
Nārada aber, der Götterweise, erkannte, dass sie eine Weile innehielten, und billigte die Erzählung, die Mārkaṇḍeya vortrug.

uvāca cainaṃ kālajñaḥ smayann iva sa nāradaḥ brahmarṣe kathyatāṃ yat te pāṇḍaveṣu vivakṣitam

Da sprach zu ihm Nārada, der Zeitkundige, gleichsam lächelnd: „O Weiser unter den Brahmanen, sage, was du den Pāṇḍavas mitzuteilen wünschst.“

Wort für Wort
uvāca cainaṃ kālajñaḥ smayann iva sa nāradaḥ brahmarṣe kathyatāṃ yat te pāṇḍaveṣu vivakṣitam
Da sprach zu ihm Nārada, der Zeitkundige, gleichsam lächelnd: „O Weiser unter den Brahmanen, sage, was du den Pāṇḍavas mitzuteilen wünschst.“

evam uktaḥ pratyuvāca mārkaṇḍeyo mahātapāḥ kṣaṇaṃ kurudhvaṃ vipulam ākhyātavyaṃ bhaviṣyati

So angesprochen, erwiderte Mārkaṇḍeya, der große Asket: „Geduldet euch einen Augenblick – ausführlich wird es zu erzählen sein.“

Wort für Wort
evam uktaḥ pratyuvāca mārkaṇḍeyo mahātapāḥ kṣaṇaṃ kurudhvaṃ vipulam ākhyātavyaṃ bhaviṣyati
So angesprochen, erwiderte Mārkaṇḍeya, der große Asket: „Geduldet euch einen Augenblick – ausführlich wird es zu erzählen sein.“

evam uktāḥ kṣaṇaṃ cakruḥ pāṇḍavāḥ saha tair dvijaiḥ madhyaṃdine yathādityaṃ prekṣantas taṃ mahāmunim

So angewiesen, hielten die Pāṇḍavas zusammen mit jenen Brahmanen einen Augenblick inne, den großen Weisen betrachtend wie die Mittagssonne.

Wort für Wort
evam uktāḥ kṣaṇaṃ cakruḥ pāṇḍavāḥ saha tair dvijaiḥ madhyaṃdine yathādityaṃ prekṣantas taṃ mahāmunim
So angewiesen, hielten die Pāṇḍavas zusammen mit jenen Brahmanen einen Augenblick inne, den großen Weisen betrachtend wie die Mittagssonne.

Dieses Kapitel in der Leseansicht