Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 77: Nalasya Rājyapunarlābhaḥ Nala gewinnt sein Königreich zurück

Nala zieht mit kleinem Gefolge zu seinem Bruder Puṣkara und fordert ihn zu einem entscheidenden Würfelspiel um Königreich und Leben heraus. Trotz Puṣkaras hochmütiger Prahlerei, Damayantī als Siegespreis zu gewinnen, gewinnt Nala - nun im Besitz des von Ṛtuparṇa erlernten Würfelgeheimnisses - mit einem einzigen Wurf. Statt Rache zu üben, vergibt Nala seinem Bruder großmütig, erklärt ihm, dass allein Kali für die einstige Niederlage verantwortlich war, und entlässt ihn reich beschenkt und in Frieden. Nala kehrt triumphierend in seine Hauptstadt zurück.

bṛhadaśva uvāca sa māsam uṣya kaunteya bhīmam āmantrya naiṣadhaḥ purād alpaparīvāro jagāma niṣadhān prati

Bṛhadaśva sprach: Nachdem er einen Monat verweilt hatte, o Kaunteya, verabschiedete sich der Naiṣadha von Bhīma und zog mit geringem Gefolge von der Stadt aus in Richtung der Niṣadhas.

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca sa māsam uṣya kaunteya bhīmam āmantrya naiṣadhaḥ purād alpaparīvāro jagāma niṣadhān prati
Bṛhadaśva sprach: Nachdem er einen Monat verweilt hatte, o Kaunteya, verabschiedete sich der Naiṣadha von Bhīma und zog mit geringem Gefolge von der Stadt aus in Richtung der Niṣadhas.

rathenaikena śubhreṇa dantibhiḥ pariṣoḍaśaiḥ pañcāśadbhir hayaiś caiva ṣaṭśataiś ca padātibhiḥ

Mit einem einzigen prächtigen Wagen, sechzehn Elefanten, fünfzig Pferden und sechshundert Fußsoldaten,

Wort für Wort
rathenaikena śubhreṇa dantibhiḥ pariṣoḍaśaiḥ pañcāśadbhir hayaiś caiva ṣaṭśataiś ca padātibhiḥ
Mit einem einzigen prächtigen Wagen, sechzehn Elefanten, fünfzig Pferden und sechshundert Fußsoldaten,

sa kampayann iva mahīṃ tvaramāṇo mahīpatiḥ praviveśātisaṃrabdhas tarasaiva mahāmanāḥ

die Erde gleichsam erzittern lassend, eilte der Herrscher der Erde, mit äußerster Entschlossenheit, und der Hochgesinnte drang mit Wucht ein.

Wort für Wort
sa kampayann iva mahīṃ tvaramāṇo mahīpatiḥ praviveśātisaṃrabdhas tarasaiva mahāmanāḥ
die Erde gleichsam erzittern lassend, eilte der Herrscher der Erde, mit äußerster Entschlossenheit, und der Hochgesinnte drang mit Wucht ein.

tataḥ puṣkaram āsādya vīrasenasuto nalaḥ uvāca dīvyāva punar bahu vittaṃ mayārjitam

Da, vor Puṣkara getreten, sprach Nala, der Sohn des Vīrasena: „Lass uns abermals würfeln; viel Reichtum habe ich erworben,

Wort für Wort
tataḥ puṣkaram āsādya vīrasenasuto nalaḥ uvāca dīvyāva punar bahu vittaṃ mayārjitam
Da, vor Puṣkara getreten, sprach Nala, der Sohn des Vīrasena: „Lass uns abermals würfeln; viel Reichtum habe ich erworben,

damayantī ca yac cānyan mayā vasu samarjitam eṣa vai mama saṃnyāsas tava rājyaṃ tu puṣkara

und Damayantī, und was ich sonst noch an Besitz erworben habe - eben dies setze ich als meinen Einsatz; dein Königreich aber, Puṣkara,

Wort für Wort
damayantī ca yac cānyan mayā vasu samarjitam eṣa vai mama saṃnyāsas tava rājyaṃ tu puṣkara
und Damayantī, und was ich sonst noch an Besitz erworben habe - eben dies setze ich als meinen Einsatz; dein Königreich aber, Puṣkara,

punaḥ pravartatāṃ dyūtam iti me niścitā matiḥ ekapāṇena bhadraṃ te prāṇayoś ca paṇāvahe

soll wiederum in einem Würfelspiel eingesetzt werden - das ist mein fester Entschluss. Mit einem einzigen Wurf, Heil sei dir, wollen wir spielen, und auch unsere Leben setzen wir ein.

Wort für Wort
punaḥ pravartatāṃ dyūtam iti me niścitā matiḥ ekapāṇena bhadraṃ te prāṇayoś ca paṇāvahe
soll wiederum in einem Würfelspiel eingesetzt werden - das ist mein fester Entschluss. Mit einem einzigen Wurf, Heil sei dir, wollen wir spielen, und auch unsere Leben setzen wir ein.

jitvā parasvam āhṛtya rājyaṃ vā yadi vā vasu pratipāṇaḥ pradātavyaḥ paraṃ hi dhanam ucyate

Wer den Besitz des anderen gewinnt und an sich bringt, Königreich oder Reichtum, dem soll ein Gegeneinsatz gegeben werden; denn das gilt als höchster Reichtum.

Wort für Wort
jitvā parasvam āhṛtya rājyaṃ vā yadi vā vasu pratipāṇaḥ pradātavyaḥ paraṃ hi dhanam ucyate
Wer den Besitz des anderen gewinnt und an sich bringt, Königreich oder Reichtum, dem soll ein Gegeneinsatz gegeben werden; denn das gilt als höchster Reichtum.

na ced vāñchasi tad dyūtaṃ yuddhadyūtaṃ pravartatām dvairathenāstu vai śāntis tava vā mama vā nṛpa

Wenn du dieses Würfelspiel nicht wünschst, so soll das Würfelspiel des Kampfes stattfinden; im Zweikampf der Wagen soll Friede gestiftet werden, sei es zu deinen oder zu meinen Gunsten, o König.

Wort für Wort
na ced vāñchasi tad dyūtaṃ yuddhadyūtaṃ pravartatām dvairathenāstu vai śāntis tava vā mama vā nṛpa
Wenn du dieses Würfelspiel nicht wünschst, so soll das Würfelspiel des Kampfes stattfinden; im Zweikampf der Wagen soll Friede gestiftet werden, sei es zu deinen oder zu meinen Gunsten, o König.

vaṃśabhojyam idaṃ rājyaṃ mārgitavyaṃ yathā tathā yena tenāpy upāyena vṛddhānām iti śāsanam

Dieses Königreich, das dem Geschlecht zusteht, soll auf die eine oder andere Weise zurückgewonnen werden, mit welchem Mittel auch immer - so lautet die Lehre der Alten.

Wort für Wort
vaṃśabhojyam idaṃ rājyaṃ mārgitavyaṃ yathā tathā yena tenāpy upāyena vṛddhānām iti śāsanam
Dieses Königreich, das dem Geschlecht zusteht, soll auf die eine oder andere Weise zurückgewonnen werden, mit welchem Mittel auch immer - so lautet die Lehre der Alten.

dvayor ekatare buddhiḥ kriyatām adya puṣkara kaitavenākṣavatyāṃ vā yuddhe vā namyatāṃ dhanuḥ

Für eines von beiden entscheide dich heute, Puṣkara: entweder beim trügerischen Würfelspiel, oder im Kampf soll der Bogen gespannt werden.“

Wort für Wort
dvayor ekatare buddhiḥ kriyatām adya puṣkara kaitavenākṣavatyāṃ vā yuddhe vā namyatāṃ dhanuḥ
Für eines von beiden entscheide dich heute, Puṣkara: entweder beim trügerischen Würfelspiel, oder im Kampf soll der Bogen gespannt werden.“

naiṣadhenaivam uktas tu puṣkaraḥ prahasann iva dhruvam ātmajayaṃ matvā pratyāha pṛthivīpatim

Vom Naiṣadha so angesprochen, erwiderte Puṣkara, gleichsam lachend, im Glauben an seinen gewissen Sieg, dem Herrscher der Erde:

Wort für Wort
naiṣadhenaivam uktas tu puṣkaraḥ prahasann iva dhruvam ātmajayaṃ matvā pratyāha pṛthivīpatim
Vom Naiṣadha so angesprochen, erwiderte Puṣkara, gleichsam lachend, im Glauben an seinen gewissen Sieg, dem Herrscher der Erde:

diṣṭyā tvayārjitaṃ vittaṃ pratipāṇāya naiṣadha diṣṭyā ca duṣkṛtaṃ karma damayantyāḥ kṣayaṃ gatam diṣṭyā ca dhriyase rājan sadāro 'rinibarhaṇa

„Zum Glück hast du, Naiṣadha, Reichtum erworben, den du als Gegeneinsatz setzen kannst; zum Glück ist die üble Tat gegen Damayantī zunichtegeworden; zum Glück lebst du noch, o König, mit deiner Gattin, du Feindevernichter.

Wort für Wort
diṣṭyā tvayārjitaṃ vittaṃ pratipāṇāya naiṣadha diṣṭyā ca duṣkṛtaṃ karma damayantyāḥ kṣayaṃ gatam diṣṭyā ca dhriyase rājan sadāro 'rinibarhaṇa
„Zum Glück hast du, Naiṣadha, Reichtum erworben, den du als Gegeneinsatz setzen kannst; zum Glück ist die üble Tat gegen Damayantī zunichtegeworden; zum Glück lebst du noch, o König, mit deiner Gattin, du Feindevernichter.

dhanenānena vaidarbhī jitena samalaṃkṛtā mām upasthāsyati vyaktaṃ divi śakram ivāpsarāḥ

Mit diesem gewonnenen Reichtum geschmückt, wird die Vaidarbhī offenkundig mir zur Seite treten, wie eine Apsaras im Himmel dem Indra.

Wort für Wort
dhanenānena vaidarbhī jitena samalaṃkṛtā mām upasthāsyati vyaktaṃ divi śakram ivāpsarāḥ
Mit diesem gewonnenen Reichtum geschmückt, wird die Vaidarbhī offenkundig mir zur Seite treten, wie eine Apsaras im Himmel dem Indra.

nityaśo hi smarāmi tvāṃ pratīkṣāmi ca naiṣadha devane ca mama prītir na bhavaty asuhṛdgaṇaiḥ

Denn beständig denke ich an dich und warte auf dich, Naiṣadha; am Würfelspiel aber habe ich keine Freude ohne den Kreis meiner Lieben.

Wort für Wort
nityaśo hi smarāmi tvāṃ pratīkṣāmi ca naiṣadha devane ca mama prītir na bhavaty asuhṛdgaṇaiḥ
Denn beständig denke ich an dich und warte auf dich, Naiṣadha; am Würfelspiel aber habe ich keine Freude ohne den Kreis meiner Lieben.

jitvā tv adya varārohāṃ damayantīm aninditām kṛtakṛtyo bhaviṣyāmi sā hi me nityaśo hṛdi

Wenn ich heute die Schönhüftige, die makellose Damayantī gewinne, werde ich mein Ziel erreicht haben; ist sie doch beständig in meinem Herzen.“

Wort für Wort
jitvā tv adya varārohāṃ damayantīm aninditām kṛtakṛtyo bhaviṣyāmi sā hi me nityaśo hṛdi
Wenn ich heute die Schönhüftige, die makellose Damayantī gewinne, werde ich mein Ziel erreicht haben; ist sie doch beständig in meinem Herzen.“

śrutvā tu tasya tā vāco bahvabaddhapralāpinaḥ iyeṣa sa śiraś chettuṃ khaḍgena kupito nalaḥ

Als er aber jene Worte des viel und unbesonnen Redenden gehört hatte, wollte Nala, zornerfüllt, ihm mit dem Schwert das Haupt abschlagen.

Wort für Wort
śrutvā tu tasya tā vāco bahvabaddhapralāpinaḥ iyeṣa sa śiraś chettuṃ khaḍgena kupito nalaḥ
Als er aber jene Worte des viel und unbesonnen Redenden gehört hatte, wollte Nala, zornerfüllt, ihm mit dem Schwert das Haupt abschlagen.

smayaṃs tu roṣatāmrākṣas tam uvāca tato nṛpaḥ paṇāvaḥ kiṃ vyāharase jitvā vai vyāhariṣyasi

Doch lächelnd, mit vor Zorn geröteten Augen, sprach der König da zu ihm: „Was schwatzt du daher, ehe du gewonnen hast? Wenn du gewonnen hast, magst du reden.“

Wort für Wort
smayaṃs tu roṣatāmrākṣas tam uvāca tato nṛpaḥ paṇāvaḥ kiṃ vyāharase jitvā vai vyāhariṣyasi
Doch lächelnd, mit vor Zorn geröteten Augen, sprach der König da zu ihm: „Was schwatzt du daher, ehe du gewonnen hast? Wenn du gewonnen hast, magst du reden.“

tataḥ prāvartata dyūtaṃ puṣkarasya nalasya ca ekapāṇena bhadraṃ te nalena sa parājitaḥ saratnakośanicayaḥ prāṇena paṇito 'pi ca

Da begann das Würfelspiel zwischen Puṣkara und Nala; mit einem einzigen Wurf, Heil sei dir, wurde jener von Nala besiegt, samt seinem Schatz an Juwelen, obwohl auch das Leben mit eingesetzt war.

Wort für Wort
tataḥ prāvartata dyūtaṃ puṣkarasya nalasya ca ekapāṇena bhadraṃ te nalena sa parājitaḥ saratnakośanicayaḥ prāṇena paṇito 'pi ca
Da begann das Würfelspiel zwischen Puṣkara und Nala; mit einem einzigen Wurf, Heil sei dir, wurde jener von Nala besiegt, samt seinem Schatz an Juwelen, obwohl auch das Leben mit eingesetzt war.

jitvā ca puṣkaraṃ rājā prahasann idam abravīt mama sarvam idaṃ rājyam avyagraṃ hatakaṇṭakam

Nachdem er Puṣkara besiegt hatte, sprach der König lachend dies: „Mein ist nun dieses ganze Königreich, ungeteilt, seiner Dornen entledigt.

Wort für Wort
jitvā ca puṣkaraṃ rājā prahasann idam abravīt mama sarvam idaṃ rājyam avyagraṃ hatakaṇṭakam
Nachdem er Puṣkara besiegt hatte, sprach der König lachend dies: „Mein ist nun dieses ganze Königreich, ungeteilt, seiner Dornen entledigt.

vaidarbhī na tvayā śakyā rājāpasada vīkṣitum tasyās tvaṃ saparīvāro mūḍha dāsatvam āgataḥ

Die Vaidarbhī zu erblicken, wirst du, du Auswurf der Könige, nicht mehr imstande sein; du bist, du Tor, samt deinem Gefolge in die Knechtschaft geraten.

Wort für Wort
vaidarbhī na tvayā śakyā rājāpasada vīkṣitum tasyās tvaṃ saparīvāro mūḍha dāsatvam āgataḥ
Die Vaidarbhī zu erblicken, wirst du, du Auswurf der Könige, nicht mehr imstande sein; du bist, du Tor, samt deinem Gefolge in die Knechtschaft geraten.

na tat tvayā kṛtaṃ karma yenāhaṃ nirjitaḥ purā kalinā tat kṛtaṃ karma tvaṃ tu mūḍha na budhyase nāhaṃ parakṛtaṃ doṣaṃ tvayy ādhāsye kathaṃ cana

Nicht du hast jene Tat vollbracht, durch die ich einst besiegt wurde; Kalis Werk war jene Tat, doch du, Tor, begreifst es nicht. Ich werde dir keineswegs die von einem anderen begangene Schuld anlasten.

Wort für Wort
na tat tvayā kṛtaṃ karma yenāhaṃ nirjitaḥ purā kalinā tat kṛtaṃ karma tvaṃ tu mūḍha na budhyase nāhaṃ parakṛtaṃ doṣaṃ tvayy ādhāsye kathaṃ cana
Nicht du hast jene Tat vollbracht, durch die ich einst besiegt wurde; Kalis Werk war jene Tat, doch du, Tor, begreifst es nicht. Ich werde dir keineswegs die von einem anderen begangene Schuld anlasten.

yathāsukhaṃ tvaṃ jīvasva prāṇān abhyutsṛjāmi te tathaiva ca mama prītis tvayi vīra na saṃśayaḥ

Lebe, wie es dir beliebt; ich schenke dir das Leben; und ebenso bleibt meine Zuneigung zu dir, o Held, ohne Zweifel bestehen.

Wort für Wort
yathāsukhaṃ tvaṃ jīvasva prāṇān abhyutsṛjāmi te tathaiva ca mama prītis tvayi vīra na saṃśayaḥ
Lebe, wie es dir beliebt; ich schenke dir das Leben; und ebenso bleibt meine Zuneigung zu dir, o Held, ohne Zweifel bestehen.

saubhrātraṃ caiva me tvatto na kadā cit prahāsyati puṣkara tvaṃ hi me bhrātā saṃjīvasva śataṃ samāḥ

Und meine brüderliche Zuneigung zu dir wird niemals schwinden, Puṣkara; bist du doch mein Bruder - lebe hundert Jahre.“

Wort für Wort
saubhrātraṃ caiva me tvatto na kadā cit prahāsyati puṣkara tvaṃ hi me bhrātā saṃjīvasva śataṃ samāḥ
Und meine brüderliche Zuneigung zu dir wird niemals schwinden, Puṣkara; bist du doch mein Bruder - lebe hundert Jahre.“

evaṃ nalaḥ sāntvayitvā bhrātaraṃ satyavikramaḥ svapuraṃ preṣayām āsa pariṣvajya punaḥ punaḥ

So besänftigte Nala, von wahrhafter Tatkraft, seinen Bruder und sandte ihn, ihn immer wieder umarmend, in seine eigene Stadt.

Wort für Wort
evaṃ nalaḥ sāntvayitvā bhrātaraṃ satyavikramaḥ svapuraṃ preṣayām āsa pariṣvajya punaḥ punaḥ
So besänftigte Nala, von wahrhafter Tatkraft, seinen Bruder und sandte ihn, ihn immer wieder umarmend, in seine eigene Stadt.

sāntvito naiṣadhenaivaṃ puṣkaraḥ pratyuvāca tam puṇyaślokaṃ tadā rājann abhivādya kṛtāñjaliḥ

So vom Naiṣadha besänftigt, erwiderte Puṣkara ihm, dem von makellosem Ruhm, o König, nachdem er ihn mit gefalteten Händen ehrfurchtsvoll gegrüßt hatte:

Wort für Wort
sāntvito naiṣadhenaivaṃ puṣkaraḥ pratyuvāca tam puṇyaślokaṃ tadā rājann abhivādya kṛtāñjaliḥ
So vom Naiṣadha besänftigt, erwiderte Puṣkara ihm, dem von makellosem Ruhm, o König, nachdem er ihn mit gefalteten Händen ehrfurchtsvoll gegrüßt hatte:

kīrtir astu tavākṣayyā jīva varṣāyutaṃ sukhī yo me vitarasi prāṇān adhiṣṭhānaṃ ca pārthiva

„Unvergänglich sei dein Ruhm; lebe zehntausend Jahre glücklich, du, der du mir das Leben und meinen Herrschersitz schenkst, o König.“

Wort für Wort
kīrtir astu tavākṣayyā jīva varṣāyutaṃ sukhī yo me vitarasi prāṇān adhiṣṭhānaṃ ca pārthiva
„Unvergänglich sei dein Ruhm; lebe zehntausend Jahre glücklich, du, der du mir das Leben und meinen Herrschersitz schenkst, o König.“

sa tathā satkṛto rājñā māsam uṣya tadā nṛpaḥ prayayau svapuraṃ hṛṣṭaḥ puṣkaraḥ svajanāvṛtaḥ

So von dem König geehrt, verweilte jener Herrscher einen Monat, und zog dann, erfreut, von seinen eigenen Leuten umgeben, zu seiner eigenen Stadt,

Wort für Wort
sa tathā satkṛto rājñā māsam uṣya tadā nṛpaḥ prayayau svapuraṃ hṛṣṭaḥ puṣkaraḥ svajanāvṛtaḥ
So von dem König geehrt, verweilte jener Herrscher einen Monat, und zog dann, erfreut, von seinen eigenen Leuten umgeben, zu seiner eigenen Stadt,

mahatyā senayā rājan vinītaiḥ paricārakaiḥ bhrājamāna ivādityo vapuṣā puruṣarṣabha

mit einem großen Heer, o König, mit wohlerzogenen Dienern, an Gestalt strahlend wie die Sonne, o Stier unter den Männern.

Wort für Wort
mahatyā senayā rājan vinītaiḥ paricārakaiḥ bhrājamāna ivādityo vapuṣā puruṣarṣabha
mit einem großen Heer, o König, mit wohlerzogenen Dienern, an Gestalt strahlend wie die Sonne, o Stier unter den Männern.

prasthāpya puṣkaraṃ rājā vittavantam anāmayam praviveśa puraṃ śrīmān atyartham upaśobhitam praviśya sāntvayām āsa paurāṃś ca niṣadhādhipaḥ

Nachdem König Nala Puṣkara, reich beschenkt und wohlbehalten, entlassen hatte, betrat der Glanzvolle die überaus prächtig geschmückte Stadt; und nach seinem Einzug beruhigte der Herrscher der Niṣadhas auch die Stadtbewohner.

Wort für Wort
prasthāpya puṣkaraṃ rājā vittavantam anāmayam praviveśa puraṃ śrīmān atyartham upaśobhitam praviśya sāntvayām āsa paurāṃś ca niṣadhādhipaḥ
Nachdem König Nala Puṣkara, reich beschenkt und wohlbehalten, entlassen hatte, betrat der Glanzvolle die überaus prächtig geschmückte Stadt; und nach seinem Einzug beruhigte der Herrscher der Niṣadhas auch die Stadtbewohner.

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