Kapitel 101: Vṛtravadhopākhyānam - Agastyapraṇāmaḥ
Die Erzählung von Vṛtras Tötung: Die Bitte an Agastya
Lomaśas Rede (offen seit Kapitel 98) wird fortgesetzt: Viṣṇu erklärt den Göttern, dass nur Agastya das Meer austrocknen kann, in das sich die Kāleyas geflüchtet haben. Die Götter suchen Agastya in seiner Einsiedelei auf und erinnern ihn an seine früheren Heldentaten - die Vertreibung Nahuṣas aus der Götterherrschaft und das Aufhalten des wachsenden Berges Vindhya, der die Sonne zu verdecken drohte - bevor sie ihn um seine Hilfe bitten.
Die Götter sprachen: 'Durch deine Gabe bestehen alle Geschöpfe der vier Arten; diese, gehegt, hegen mit Opfergaben und Ahnenspeisen die Himmelsbewohner.
Die Götter sprachen: 'Durch deine Gabe bestehen alle Geschöpfe der vier Arten; diese, gehegt, hegen mit Opfergaben und Ahnenspeisen die Himmelsbewohner.
Und wenn die Brahmanen schwinden, wird die Erde dem Untergang zugehen; und wenn die Erde untergegangen ist, wird auch der dreifache Himmel dem Untergang zugehen.
Und wenn die Brahmanen schwinden, wird die Erde dem Untergang zugehen; und wenn die Erde untergegangen ist, wird auch der dreifache Himmel dem Untergang zugehen.
te praviśyodadhiṃ ghoraṃ nakragrāhasamākulam utsādanārthaṃ lokānāṃ rātrau ghnanti munīn iha
Sie, in den furchtbaren Ozean eingedrungen, der voller Krokodile und Meeresungeheuer ist, töten hier des Nachts die Weisen, um der Vernichtung der Welten willen.
Wort für Wort
te praviśyodadhiṃ ghoraṃ nakragrāhasamākulam utsādanārthaṃ lokānāṃ rātrau ghnanti munīn iha
Sie, in den furchtbaren Ozean eingedrungen, der voller Krokodile und Meeresungeheuer ist, töten hier des Nachts die Weisen, um der Vernichtung der Welten willen.
na tu śakyāḥ kṣayaṃ netuṃ samudrāśrayagā hi te samudrasya kṣaye buddhir bhavadbhiḥ saṃpradhāryatām agastyena vinā ko hi śakto 'nyo 'rṇavaśoṣaṇe
Doch sie können nicht dem Untergang zugeführt werden, da sie sich in den Ozean geflüchtet haben; euer Sinn möge sich auf die Austrocknung des Ozeans richten - denn wer außer Agastya wäre wohl fähig, das Meer auszutrocknen?'
Wort für Wort
na tu śakyāḥ kṣayaṃ netuṃ samudrāśrayagā hi te samudrasya kṣaye buddhir bhavadbhiḥ saṃpradhāryatām agastyena vinā ko hi śakto 'nyo 'rṇavaśoṣaṇe
Doch sie können nicht dem Untergang zugeführt werden, da sie sich in den Ozean geflüchtet haben; euer Sinn möge sich auf die Austrocknung des Ozeans richten - denn wer außer Agastya wäre wohl fähig, das Meer auszutrocknen?'
te 'bhigamya mahātmānaṃ maitrāvaruṇim acyutam āśramasthaṃ taporāśiṃ karmabhiḥ svair abhiṣṭuvan
Sie traten zu dem hochgesinnten Sohn von Mitra und Varuṇa, dem Unwandelbaren, der in seiner Einsiedelei weilte, ein Haufen von Buße, und priesen ihn mit seinen eigenen Taten:
Wort für Wort
te 'bhigamya mahātmānaṃ maitrāvaruṇim acyutam āśramasthaṃ taporāśiṃ karmabhiḥ svair abhiṣṭuvan
Sie traten zu dem hochgesinnten Sohn von Mitra und Varuṇa, dem Unwandelbaren, der in seiner Einsiedelei weilte, ein Haufen von Buße, und priesen ihn mit seinen eigenen Taten:
Die Götter sprachen: 'Du warst einst die Zuflucht der von Nahuṣa gequälten Welten, und du hast die Weltplage um der Welt willen aus der Götterherrschaft vertrieben.
Die Götter sprachen: 'Du warst einst die Zuflucht der von Nahuṣa gequälten Welten, und du hast die Weltplage um der Welt willen aus der Götterherrschaft vertrieben.
Aus Zorn plötzlich gewachsen, wollte der beste der Berge das Licht der Sonne verdecken; dein Wort nicht überschreitend, wächst der Berg Vindhya seitdem nicht mehr.
Aus Zorn plötzlich gewachsen, wollte der beste der Berge das Licht der Sonne verdecken; dein Wort nicht überschreitend, wächst der Berg Vindhya seitdem nicht mehr.
Als die Welt von Finsternis bedeckt war, gelangten die vom Tod gequälten Geschöpfe, nachdem sie eben dich als Zuflucht erlangt hatten, zu höchstem Frieden.
Als die Welt von Finsternis bedeckt war, gelangten die vom Tod gequälten Geschöpfe, nachdem sie eben dich als Zuflucht erlangt hatten, zu höchstem Frieden.
asmākaṃ bhayabhītānāṃ nityaśo bhagavān gatiḥ tatas tv ārtāḥ prayācāmas tvāṃ varaṃ varado hy asi
Für uns, von Furcht Erschreckte, bist du, Erhabener, beständig die Zuflucht; deshalb bitten wir dich, Bedrängte, um eine Gabe, denn du bist ein Gabenspender.'
Wort für Wort
asmākaṃ bhayabhītānāṃ nityaśo bhagavān gatiḥ tatas tv ārtāḥ prayācāmas tvāṃ varaṃ varado hy asi
Für uns, von Furcht Erschreckte, bist du, Erhabener, beständig die Zuflucht; deshalb bitten wir dich, Bedrängte, um eine Gabe, denn du bist ein Gabenspender.'