Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 214: Skandajanma Die Geburt Skandas

Svāhā, die heimlich in Agni verliebt ist, nimmt nacheinander die Gestalt der Gattinnen von sechs der sieben Ṛṣis an (nur Arundhatī, geschützt durch ihre Askese und Gattentreue, kann sie nicht nachahmen) und verführt Agni auf diese Weise sechsmal; jedes Mal fängt sie seinen Samen in einer goldenen Schale auf, um einen Verdacht gegen die wirklichen Brahmanenfrauen zu vermeiden, und verwandelt sich zur Tarnung in einen Vogel. Aus dem so auf dem weißen Berg gesammelten, geronnenen (skanna) Samen wird Skanda geboren – ein wundersames, sechsköpfiges Kind, das binnen weniger Tage heranwächst, Śivas gewaltigen Bogen ergreift, mit gewaltigem Gebrüll die drei Welten erschüttert, Indras Elefanten Airāvata bezwingt, einen Berg mit seinem Speer durchbohrt und schließlich von der ganzen Schöpfung als Gottheit verehrt wird. Das Kapitel endet mit dem Hinweis auf das bis heute bestehende Fest zu seinen Ehren am fünften Tag der hellen Monatshälfte.

mārkaṇḍeya uvāca śivā bhāryā tv aṅgirasaḥ śīlarūpaguṇānvitā tasyāḥ sā prathamaṃ rūpaṃ kṛtvā devī janādhipa jagāma pāvakābhyāśaṃ taṃ covāca varāṅganā

Mārkaṇḍeya sprach: „Śivā, die Gattin des Aṅgiras, war mit Charakter, Schönheit und Tugenden begabt; deren Gestalt nahm die Göttin Svāhā zuerst an, o Herrscher der Menschen, ging zu Agni hin, und die schöne Frau sprach zu ihm:

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca śivā bhāryā tv aṅgirasaḥ śīlarūpaguṇānvitā tasyāḥ sā prathamaṃ rūpaṃ kṛtvā devī janādhipa jagāma pāvakābhyāśaṃ taṃ covāca varāṅganā
Mārkaṇḍeya sprach: „Śivā, die Gattin des Aṅgiras, war mit Charakter, Schönheit und Tugenden begabt; deren Gestalt nahm die Göttin Svāhā zuerst an, o Herrscher der Menschen, ging zu Agni hin, und die schöne Frau sprach zu ihm:

mām agne kāmasaṃtaptāṃ tvaṃ kāmayitum arhasi kariṣyasi na ced evaṃ mṛtāṃ mām upadhāraya

‚Mich, o Agni, von Begehren Verzehrte, solltest du begehren; tust du dies nicht, so betrachte mich als tot.

Wort für Wort
mām agne kāmasaṃtaptāṃ tvaṃ kāmayitum arhasi kariṣyasi na ced evaṃ mṛtāṃ mām upadhāraya
‚Mich, o Agni, von Begehren Verzehrte, solltest du begehren; tust du dies nicht, so betrachte mich als tot.

aham aṅgiraso bhāryā śivā nāma hutāśana sakhībhiḥ sahitā prāptā mantrayitvā viniścayam

Ich bin die Gattin des Aṅgiras, mit Namen Śivā, o Opferverzehrer; zusammen mit meinen Gefährtinnen bin ich gekommen, nachdem wir gemeinsam einen Entschluss beraten haben.‘

Wort für Wort
aham aṅgiraso bhāryā śivā nāma hutāśana sakhībhiḥ sahitā prāptā mantrayitvā viniścayam
Ich bin die Gattin des Aṅgiras, mit Namen Śivā, o Opferverzehrer; zusammen mit meinen Gefährtinnen bin ich gekommen, nachdem wir gemeinsam einen Entschluss beraten haben.‘

agnir uvāca kathaṃ māṃ tvaṃ vijānīṣe kāmārtam itarāḥ katham yās tvayā kīrtitāḥ sarvāḥ saptarṣīṇāṃ priyāḥ striyaḥ

Agni sprach: ‚Woher weißt du, dass ich von Begehren geplagt bin? Und woher kennst du die anderen, die du erwähnt hast, all die geliebten Frauen der sieben Ṛṣis?‘

Wort für Wort
agnir uvāca kathaṃ māṃ tvaṃ vijānīṣe kāmārtam itarāḥ katham yās tvayā kīrtitāḥ sarvāḥ saptarṣīṇāṃ priyāḥ striyaḥ
Agni sprach: ‚Woher weißt du, dass ich von Begehren geplagt bin? Und woher kennst du die anderen, die du erwähnt hast, all die geliebten Frauen der sieben Ṛṣis?‘

śivovāca asmākaṃ tvaṃ priyo nityaṃ bibhīmas tu vayaṃ tava tvaccittam iṅgitair jñātvā preṣitāsmi tavāntikam

Śivā sprach: ‚Du bist uns beständig lieb, doch wir fürchten dich; deinen Sinn habe ich an deinen Anzeichen erkannt und bin zu dir gesandt worden.

Wort für Wort
śivovāca asmākaṃ tvaṃ priyo nityaṃ bibhīmas tu vayaṃ tava tvaccittam iṅgitair jñātvā preṣitāsmi tavāntikam
Śivā sprach: ‚Du bist uns beständig lieb, doch wir fürchten dich; deinen Sinn habe ich an deinen Anzeichen erkannt und bin zu dir gesandt worden.

maithunāyeha saṃprāptā kāmaṃ prāptaṃ drutaṃ cara mātaro māṃ pratīkṣante gamiṣyāmi hutāśana

Zur Vereinigung bin ich hierher gekommen; erfülle rasch dein Begehren! Die Mütter erwarten mich, ich werde bald wieder gehen, o Opferverzehrer.‘

Wort für Wort
maithunāyeha saṃprāptā kāmaṃ prāptaṃ drutaṃ cara mātaro māṃ pratīkṣante gamiṣyāmi hutāśana
Zur Vereinigung bin ich hierher gekommen; erfülle rasch dein Begehren! Die Mütter erwarten mich, ich werde bald wieder gehen, o Opferverzehrer.‘

mārkaṇḍeya uvāca tato 'gnir upayeme tāṃ śivāṃ prītimudāyutaḥ prītyā devī ca saṃyuktā śukraṃ jagrāha pāṇinā

Da vereinigte sich Agni, von Freude erfüllt, mit jener vermeintlichen Śivā; und die Göttin, mit Freude vereint, empfing den Samen mit ihrer Hand.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca tato 'gnir upayeme tāṃ śivāṃ prītimudāyutaḥ prītyā devī ca saṃyuktā śukraṃ jagrāha pāṇinā
Da vereinigte sich Agni, von Freude erfüllt, mit jener vermeintlichen Śivā; und die Göttin, mit Freude vereint, empfing den Samen mit ihrer Hand.

acintayan mamedaṃ ye rūpaṃ drakṣyanti kānane te brāhmaṇīnām anṛtaṃ doṣaṃ vakṣyanti pāvake

Sie dachte: ‚Diejenigen, die diese meine Gestalt im Wald sehen werden, die werden Agni fälschlich der Schuld gegenüber den Brahmanenfrauen bezichtigen.

Wort für Wort
acintayan mamedaṃ ye rūpaṃ drakṣyanti kānane te brāhmaṇīnām anṛtaṃ doṣaṃ vakṣyanti pāvake
Sie dachte: ‚Diejenigen, die diese meine Gestalt im Wald sehen werden, die werden Agni fälschlich der Schuld gegenüber den Brahmanenfrauen bezichtigen.

tasmād etad rakṣyamāṇā garuḍī saṃbhavāmy aham vanān nirgamanaṃ caiva sukhaṃ mama bhaviṣyati

Deshalb werde ich, um dies zu vermeiden, zu einer Garuḍī, einer Vogelfrau, werden; so wird mir auch der Weg aus dem Wald leicht sein.‘

Wort für Wort
tasmād etad rakṣyamāṇā garuḍī saṃbhavāmy aham vanān nirgamanaṃ caiva sukhaṃ mama bhaviṣyati
Deshalb werde ich, um dies zu vermeiden, zu einer Garuḍī, einer Vogelfrau, werden; so wird mir auch der Weg aus dem Wald leicht sein.‘

suparṇī sā tadā bhūtvā nirjagāma mahāvanāt apaśyat parvataṃ śvetaṃ śarastambaiḥ susaṃvṛtam

Sie verwandelte sich sodann in einen Suparṇī-Vogel und verließ den großen Wald; sie erblickte den weißen Berg, dicht bewachsen mit Schilfbüscheln,

Wort für Wort
suparṇī sā tadā bhūtvā nirjagāma mahāvanāt apaśyat parvataṃ śvetaṃ śarastambaiḥ susaṃvṛtam
Sie verwandelte sich sodann in einen Suparṇī-Vogel und verließ den großen Wald; sie erblickte den weißen Berg, dicht bewachsen mit Schilfbüscheln,

dṛṣṭīviṣaiḥ saptaśīrṣair guptaṃ bhogibhir adbhutaiḥ rakṣobhiś ca piśācaiś ca raudrair bhūtagaṇais tathā rākṣasībhiś ca saṃpūrṇam anekaiś ca mṛgadvijaiḥ

bewacht von wunderbaren, siebenköpfigen, giftblick-tödlichen Schlangenwesen, erfüllt von Rakṣasas, Piśācas, furchtbaren Geisterscharen und Rākṣasīs sowie von zahllosen Tieren und Vögeln.

Wort für Wort
dṛṣṭīviṣaiḥ saptaśīrṣair guptaṃ bhogibhir adbhutaiḥ rakṣobhiś ca piśācaiś ca raudrair bhūtagaṇais tathā rākṣasībhiś ca saṃpūrṇam anekaiś ca mṛgadvijaiḥ
bewacht von wunderbaren, siebenköpfigen, giftblick-tödlichen Schlangenwesen, erfüllt von Rakṣasas, Piśācas, furchtbaren Geisterscharen und Rākṣasīs sowie von zahllosen Tieren und Vögeln.

sā tatra sahasā gatvā śailapṛṣṭhaṃ sudurgamam prākṣipat kāñcane kuṇḍe śukraṃ sā tvaritā satī

Dorthin eilend, auf den überaus unzugänglichen Bergrücken, warf sie eilends den Samen in eine goldene Schale.

Wort für Wort
sā tatra sahasā gatvā śailapṛṣṭhaṃ sudurgamam prākṣipat kāñcane kuṇḍe śukraṃ sā tvaritā satī
Dorthin eilend, auf den überaus unzugänglichen Bergrücken, warf sie eilends den Samen in eine goldene Schale.

śiṣṭānām api sā devī saptarṣīṇāṃ mahātmanām patnīsarūpatāṃ kṛtvā kāmayām āsa pāvakam

Die Göttin nahm auch die Gestalt der Gattinnen der übrigen sechs hochherzigen Ṛṣis an und verführte Agni auf gleiche Weise.

Wort für Wort
śiṣṭānām api sā devī saptarṣīṇāṃ mahātmanām patnīsarūpatāṃ kṛtvā kāmayām āsa pāvakam
Die Göttin nahm auch die Gestalt der Gattinnen der übrigen sechs hochherzigen Ṛṣis an und verführte Agni auf gleiche Weise.

divyarūpam arundhatyāḥ kartuṃ na śakitaṃ tayā tasyās tapaḥprabhāveṇa bhartṛśuśrūṣaṇena ca

Die göttliche Gestalt der Arundhatī jedoch konnte sie nicht annehmen, wegen deren Kraft der Askese und wegen ihres Dienstes am Gatten.

Wort für Wort
divyarūpam arundhatyāḥ kartuṃ na śakitaṃ tayā tasyās tapaḥprabhāveṇa bhartṛśuśrūṣaṇena ca
Die göttliche Gestalt der Arundhatī jedoch konnte sie nicht annehmen, wegen deren Kraft der Askese und wegen ihres Dienstes am Gatten.

ṣaṭkṛtvas tat tu nikṣiptam agne retaḥ kurūttama tasmin kuṇḍe pratipadi kāminyā svāhayā tadā

Sechsmal wurde jener Same Agnis, o bester der Kurus, von der begehrenden Svāhā, bei jeder Gestalt aufs Neue, in jene Schale geworfen.

Wort für Wort
ṣaṭkṛtvas tat tu nikṣiptam agne retaḥ kurūttama tasmin kuṇḍe pratipadi kāminyā svāhayā tadā
Sechsmal wurde jener Same Agnis, o bester der Kurus, von der begehrenden Svāhā, bei jeder Gestalt aufs Neue, in jene Schale geworfen.

tat skannaṃ tejasā tatra saṃbhṛtaṃ janayat sutam ṛṣibhiḥ pūjitaṃ skannam anayat skandatāṃ tataḥ

Jener Same, dort mit Glutkraft angesammelt, geronnen (skanna), zeugte einen Sohn; von den Sehern verehrt, führte das Geronnene ihn seither zum Namen Skanda.

Wort für Wort
tat skannaṃ tejasā tatra saṃbhṛtaṃ janayat sutam ṛṣibhiḥ pūjitaṃ skannam anayat skandatāṃ tataḥ
Jener Same, dort mit Glutkraft angesammelt, geronnen (skanna), zeugte einen Sohn; von den Sehern verehrt, führte das Geronnene ihn seither zum Namen Skanda.

ṣaṭśirā dviguṇaśrotro dvādaśākṣibhujakramaḥ ekagrīvas tv ekakāyaḥ kumāraḥ samapadyata

Sechsköpfig, mit doppelt so vielen Ohren, mit zwölf Augen und zwölf Armen der Reihe nach, doch mit einem einzigen Hals und einem einzigen Körper – so entstand der Knabe.

Wort für Wort
ṣaṭśirā dviguṇaśrotro dvādaśākṣibhujakramaḥ ekagrīvas tv ekakāyaḥ kumāraḥ samapadyata
Sechsköpfig, mit doppelt so vielen Ohren, mit zwölf Augen und zwölf Armen der Reihe nach, doch mit einem einzigen Hals und einem einzigen Körper – so entstand der Knabe.

dvitīyāyām abhivyaktas tṛtīyāyāṃ śiśur babhau aṅgapratyaṅgasaṃbhūtaś caturthyām abhavad guhaḥ

Am zweiten Tag wurde er sichtbar, am dritten erschien er als Kind; mit vollständig ausgebildeten Gliedern wurde er am vierten Tag zu Guha.

Wort für Wort
dvitīyāyām abhivyaktas tṛtīyāyāṃ śiśur babhau aṅgapratyaṅgasaṃbhūtaś caturthyām abhavad guhaḥ
Am zweiten Tag wurde er sichtbar, am dritten erschien er als Kind; mit vollständig ausgebildeten Gliedern wurde er am vierten Tag zu Guha.

lohitābhreṇa mahatā saṃvṛtaḥ saha vidyutā lohitābhre sumahati bhāti sūrya ivoditaḥ

Von einer großen, rötlichen Wolke umhüllt, zusammen mit dem Blitz, erstrahlte er in jener überaus großen, rötlichen Wolke wie die aufgehende Sonne.

Wort für Wort
lohitābhreṇa mahatā saṃvṛtaḥ saha vidyutā lohitābhre sumahati bhāti sūrya ivoditaḥ
Von einer großen, rötlichen Wolke umhüllt, zusammen mit dem Blitz, erstrahlte er in jener überaus großen, rötlichen Wolke wie die aufgehende Sonne.

gṛhītaṃ tu dhanus tena vipulaṃ lomaharṣaṇam nyastaṃ yat tripuraghnena surārivinikṛntanam

Er ergriff den gewaltigen, haarsträubenden Bogen, den der Zerstörer der Tripura niedergelegt hatte, den Vernichter der Götterfeinde.

Wort für Wort
gṛhītaṃ tu dhanus tena vipulaṃ lomaharṣaṇam nyastaṃ yat tripuraghnena surārivinikṛntanam
Er ergriff den gewaltigen, haarsträubenden Bogen, den der Zerstörer der Tripura niedergelegt hatte, den Vernichter der Götterfeinde.

tad gṛhītvā dhanuḥśreṣṭhaṃ nanāda balavāṃs tadā saṃmohayann ivemān sa trīṃl lokān sacarācarān

Nachdem er jenen besten der Bögen ergriffen hatte, brüllte der Mächtige laut auf, wie um die drei Welten mit allem Beweglichen und Unbeweglichen zu betäuben.

Wort für Wort
tad gṛhītvā dhanuḥśreṣṭhaṃ nanāda balavāṃs tadā saṃmohayann ivemān sa trīṃl lokān sacarācarān
Nachdem er jenen besten der Bögen ergriffen hatte, brüllte der Mächtige laut auf, wie um die drei Welten mit allem Beweglichen und Unbeweglichen zu betäuben.

tasya taṃ ninadaṃ śrutvā mahāmeghaughanisvanam utpetatur mahānāgau citraś cairāvataś ca ha

Als sie jenen Ruf hörten, gleich dem Getöse gewaltiger Wolkenmassen, sprangen die beiden großen Schlangen-Elefanten Citra und Airāvata auf.

Wort für Wort
tasya taṃ ninadaṃ śrutvā mahāmeghaughanisvanam utpetatur mahānāgau citraś cairāvataś ca ha
Als sie jenen Ruf hörten, gleich dem Getöse gewaltiger Wolkenmassen, sprangen die beiden großen Schlangen-Elefanten Citra und Airāvata auf.

tāv āpatantau saṃprekṣya sa bālārkasamadyutiḥ dvābhyāṃ gṛhītvā pāṇibhyāṃ śaktiṃ cānyena pāṇinā apareṇāgnidāyādas tāmracūḍaṃ bhujena saḥ

Als er, der wie die junge Morgensonne strahlte, sie heranstürmen sah, ergriff der Sohn Agnis mit zwei Händen sie beide, mit einer weiteren Hand den Speer, und mit einem weiteren Arm den Rotkämmigen.

Wort für Wort
tāv āpatantau saṃprekṣya sa bālārkasamadyutiḥ dvābhyāṃ gṛhītvā pāṇibhyāṃ śaktiṃ cānyena pāṇinā apareṇāgnidāyādas tāmracūḍaṃ bhujena saḥ
Als er, der wie die junge Morgensonne strahlte, sie heranstürmen sah, ergriff der Sohn Agnis mit zwei Händen sie beide, mit einer weiteren Hand den Speer, und mit einem weiteren Arm den Rotkämmigen.

mahākāyam upaśliṣṭaṃ kukkuṭaṃ balināṃ varam gṛhītvā vyanadad bhīmaṃ cikrīḍa ca mahābalaḥ

Nachdem er den großkörperigen, an ihn geschmiegten Hahn, den besten der Starken, ergriffen hatte, brüllte der Mächtige furchtbar und spielte.

Wort für Wort
mahākāyam upaśliṣṭaṃ kukkuṭaṃ balināṃ varam gṛhītvā vyanadad bhīmaṃ cikrīḍa ca mahābalaḥ
Nachdem er den großkörperigen, an ihn geschmiegten Hahn, den besten der Starken, ergriffen hatte, brüllte der Mächtige furchtbar und spielte.

dvābhyāṃ bhujābhyāṃ balavān gṛhītvā śaṅkham uttamam prādhmāpayata bhūtānāṃ trāsanaṃ balinām api

Mit zwei Armen ergriff der Mächtige die überragende Muschel und blies sie, zum Schrecken der Wesen, selbst der Mächtigen.

Wort für Wort
dvābhyāṃ bhujābhyāṃ balavān gṛhītvā śaṅkham uttamam prādhmāpayata bhūtānāṃ trāsanaṃ balinām api
Mit zwei Armen ergriff der Mächtige die überragende Muschel und blies sie, zum Schrecken der Wesen, selbst der Mächtigen.

dvābhyāṃ bhujābhyām ākāśaṃ bahuśo nijaghāna saḥ krīḍan bhāti mahāsenas trīṃl lokān vadanaiḥ piban parvatāgre 'prameyātmā raśmimān udaye yathā

Mit zwei Armen schlug er wiederholt in den Himmel; spielend erstrahlte der Großheer-Führer, die drei Welten gleichsam mit seinen Mündern verschlingend, auf dem Berggipfel, der Unermessliche, strahlend wie die aufgehende Sonne.

Wort für Wort
dvābhyāṃ bhujābhyām ākāśaṃ bahuśo nijaghāna saḥ krīḍan bhāti mahāsenas trīṃl lokān vadanaiḥ piban parvatāgre 'prameyātmā raśmimān udaye yathā
Mit zwei Armen schlug er wiederholt in den Himmel; spielend erstrahlte der Großheer-Führer, die drei Welten gleichsam mit seinen Mündern verschlingend, auf dem Berggipfel, der Unermessliche, strahlend wie die aufgehende Sonne.

sa tasya parvatasyāgre niṣaṇṇo 'dbhutavikramaḥ vyalokayad ameyātmā mukhair nānāvidhair diśaḥ sa paśyan vividhān bhāvāṃś cakāra ninadaṃ punaḥ

Auf dem Gipfel jenes Berges sitzend, von wunderbarer Kraft, blickte er, der Unermessliche, mit seinen mannigfaltigen Mündern in die Himmelsrichtungen; und während er die verschiedenen Erscheinungen betrachtete, stieß er abermals seinen Ruf aus.

Wort für Wort
sa tasya parvatasyāgre niṣaṇṇo 'dbhutavikramaḥ vyalokayad ameyātmā mukhair nānāvidhair diśaḥ sa paśyan vividhān bhāvāṃś cakāra ninadaṃ punaḥ
Auf dem Gipfel jenes Berges sitzend, von wunderbarer Kraft, blickte er, der Unermessliche, mit seinen mannigfaltigen Mündern in die Himmelsrichtungen; und während er die verschiedenen Erscheinungen betrachtete, stieß er abermals seinen Ruf aus.

tasya taṃ ninadaṃ śrutvā nyapatan bahudhā janāḥ bhītāś codvignamanasas tam eva śaraṇaṃ yayuḥ

Als sie jenen Ruf hörten, stürzten die Menschen vielfach zu Boden; erschrocken und aufgewühlten Sinnes, nahmen sie eben bei ihm Zuflucht.

Wort für Wort
tasya taṃ ninadaṃ śrutvā nyapatan bahudhā janāḥ bhītāś codvignamanasas tam eva śaraṇaṃ yayuḥ
Als sie jenen Ruf hörten, stürzten die Menschen vielfach zu Boden; erschrocken und aufgewühlten Sinnes, nahmen sie eben bei ihm Zuflucht.

ye tu taṃ saṃśritā devaṃ nānāvarṇās tadā janāḥ tān apy āhuḥ pāriṣadān brāhmaṇāḥ sumahābalān

Und jene Menschen verschiedenster Art, die damals bei diesem Gott Zuflucht suchten, die nannten die Brahmanen auch seine Gefolgsleute, von überaus großer Kraft.

Wort für Wort
ye tu taṃ saṃśritā devaṃ nānāvarṇās tadā janāḥ tān apy āhuḥ pāriṣadān brāhmaṇāḥ sumahābalān
Und jene Menschen verschiedenster Art, die damals bei diesem Gott Zuflucht suchten, die nannten die Brahmanen auch seine Gefolgsleute, von überaus großer Kraft.

sa tūtthāya mahābāhur upasāntvya ca tāñ janān dhanur vikṛṣya vyasṛjad bāṇāñ śvete mahāgirau

Er aber, der Starkarmige, erhob sich, beruhigte jene Menschen, spannte den Bogen und schoss Pfeile auf den großen weißen Berg.

Wort für Wort
sa tūtthāya mahābāhur upasāntvya ca tāñ janān dhanur vikṛṣya vyasṛjad bāṇāñ śvete mahāgirau
Er aber, der Starkarmige, erhob sich, beruhigte jene Menschen, spannte den Bogen und schoss Pfeile auf den großen weißen Berg.

bibheda sa śaraiḥ śailaṃ krauñcaṃ himavataḥ sutam tena haṃsāś ca gṛdhrāś ca meruṃ gacchanti parvatam

Mit seinen Pfeilen durchbohrte er den Berg Krauñca, den Sohn des Himavat; seitdem ziehen die Schwäne und Geier zum Berg Meru.

Wort für Wort
bibheda sa śaraiḥ śailaṃ krauñcaṃ himavataḥ sutam tena haṃsāś ca gṛdhrāś ca meruṃ gacchanti parvatam
Mit seinen Pfeilen durchbohrte er den Berg Krauñca, den Sohn des Himavat; seitdem ziehen die Schwäne und Geier zum Berg Meru.

sa viśīrṇo 'patac chailo bhṛśam ārtasvarān ruvan tasmin nipatite tv anye neduḥ śailā bhṛśaṃ bhayāt

Jener zerborstene Berg stürzte nieder, heftig schmerzvolle Laute ausstoßend; als er niederfiel, dröhnten die anderen Berge heftig vor Furcht.

Wort für Wort
sa viśīrṇo 'patac chailo bhṛśam ārtasvarān ruvan tasmin nipatite tv anye neduḥ śailā bhṛśaṃ bhayāt
Jener zerborstene Berg stürzte nieder, heftig schmerzvolle Laute ausstoßend; als er niederfiel, dröhnten die anderen Berge heftig vor Furcht.

sa taṃ nādaṃ bhṛśārtānāṃ śrutvāpi balināṃ varaḥ na prāvyathad ameyātmā śaktim udyamya cānadat

Als er jenen Laut der heftig Gequälten hörte, erschrak der beste der Mächtigen dennoch nicht, der Unermessliche; er erhob seinen Speer und brüllte.

Wort für Wort
sa taṃ nādaṃ bhṛśārtānāṃ śrutvāpi balināṃ varaḥ na prāvyathad ameyātmā śaktim udyamya cānadat
Als er jenen Laut der heftig Gequälten hörte, erschrak der beste der Mächtigen dennoch nicht, der Unermessliche; er erhob seinen Speer und brüllte.

sā tadā vipulā śaktiḥ kṣiptā tena mahātmanā bibheda śikharaṃ ghoraṃ śvetasya tarasā gireḥ

Jener gewaltige Speer, von dem Hochherzigen geschleudert, durchbohrte mit Wucht den furchtbaren Gipfel des weißen Berges.

Wort für Wort
sā tadā vipulā śaktiḥ kṣiptā tena mahātmanā bibheda śikharaṃ ghoraṃ śvetasya tarasā gireḥ
Jener gewaltige Speer, von dem Hochherzigen geschleudert, durchbohrte mit Wucht den furchtbaren Gipfel des weißen Berges.

sa tenābhihato dīno giriḥ śveto 'calaiḥ saha utpapāta mahīṃ tyaktvā bhītas tasmān mahātmanaḥ

Von ihm getroffen, erhob sich der elende weiße Berg samt den anderen Bergen und verließ die Erde, aus Furcht vor jenem Hochherzigen.

Wort für Wort
sa tenābhihato dīno giriḥ śveto 'calaiḥ saha utpapāta mahīṃ tyaktvā bhītas tasmān mahātmanaḥ
Von ihm getroffen, erhob sich der elende weiße Berg samt den anderen Bergen und verließ die Erde, aus Furcht vor jenem Hochherzigen.

tataḥ pravyathitā bhūmir vyaśīryata samantataḥ ārtā skandaṃ samāsādya punar balavatī babhau

Da erbebte die Erde ringsum und begann zu zerbersten; von Schmerz geplagt, doch nachdem sie sich Skanda genähert hatte, wurde sie wieder stark.

Wort für Wort
tataḥ pravyathitā bhūmir vyaśīryata samantataḥ ārtā skandaṃ samāsādya punar balavatī babhau
Da erbebte die Erde ringsum und begann zu zerbersten; von Schmerz geplagt, doch nachdem sie sich Skanda genähert hatte, wurde sie wieder stark.

parvatāś ca namaskṛtya tam eva pṛthivīṃ gatāḥ athāyam abhajal lokaḥ skandaṃ śuklasya pañcamīm

Und die Berge, nachdem sie ihm gehuldigt hatten, kehrten eben auf die Erde zurück; seitdem verehrt diese Welt Skanda am fünften Tag der hellen Monatshälfte.“

Wort für Wort
parvatāś ca namaskṛtya tam eva pṛthivīṃ gatāḥ athāyam abhajal lokaḥ skandaṃ śuklasya pañcamīm
Und die Berge, nachdem sie ihm gehuldigt hatten, kehrten eben auf die Erde zurück; seitdem verehrt diese Welt Skanda am fünften Tag der hellen Monatshälfte.“

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