Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 265: Rāmopākhyānam (8) Rāvaṇas zweite Werbung und Sītās Zurückweisung

Rāvaṇa nähert sich Sītā im Aśoka-Hain erneut, prahlt mit seiner Macht und seinem Reichtum und wirbt ein weiteres Mal um sie. Sītā weist ihn, einen Grashalm zwischen sich und ihn legend, mit scharfen Worten zurück und beruft sich auf ihre eheliche Treue sowie auf den Dharma, den er als Sohn eines brahmanischen Weisen verletze. Rāvaṇa zieht sich, ohne sie anzurühren, zurück.

mārkaṇḍeya uvāca tatas tāṃ bhartṛśokārtāṃ dīnāṃ malinavāsasam maṇiśeṣābhyalaṃkārāṃ rudatīṃ ca pativratām

Mārkaṇḍeya sprach: „Sie, vom Kummer um ihren Gatten gequält, elend, in schmutzigen Gewändern, nur mit einem Rest an Juwelenschmuck geschmückt, weinend, ihrem Gatten ergeben,

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca tatas tāṃ bhartṛśokārtāṃ dīnāṃ malinavāsasam maṇiśeṣābhyalaṃkārāṃ rudatīṃ ca pativratām
Mārkaṇḍeya sprach: „Sie, vom Kummer um ihren Gatten gequält, elend, in schmutzigen Gewändern, nur mit einem Rest an Juwelenschmuck geschmückt, weinend, ihrem Gatten ergeben,

rākṣasībhir upāsyantīṃ samāsīnāṃ śilātale rāvaṇaḥ kāmabāṇārto dadarśopasasarpa ca

sitzend auf einem Felsblock, von Rākṣasī-Frauen umgeben - sie erblickte Rāvaṇa, von den Pfeilen des Verlangens gequält, und näherte sich ihr.

Wort für Wort
rākṣasībhir upāsyantīṃ samāsīnāṃ śilātale rāvaṇaḥ kāmabāṇārto dadarśopasasarpa ca
sitzend auf einem Felsblock, von Rākṣasī-Frauen umgeben - sie erblickte Rāvaṇa, von den Pfeilen des Verlangens gequält, und näherte sich ihr.

devadānavagandharvayakṣakiṃpuruṣair yudhi ajito 'śokavanikāṃ yayau kandarpamohitaḥ

Er, der im Kampf von Göttern, Dānavas, Gandharvas, Yakṣas und Kiṃpuruṣas Unbesiegte, ging, von Kāma betört, zum Aśoka-Hain.

Wort für Wort
devadānavagandharvayakṣakiṃpuruṣair yudhi ajito 'śokavanikāṃ yayau kandarpamohitaḥ
Er, der im Kampf von Göttern, Dānavas, Gandharvas, Yakṣas und Kiṃpuruṣas Unbesiegte, ging, von Kāma betört, zum Aśoka-Hain.

divyāmbaradharaḥ śrīmān sumṛṣṭamaṇikuṇḍalaḥ vicitramālyamukuṭo vasanta iva mūrtimān

Göttliche Gewänder tragend, glanzvoll, mit blitzblank polierten Juwelen-Ohrringen, mit einer Krone aus bunten Girlanden, wie der Frühling selbst in Gestalt,

Wort für Wort
divyāmbaradharaḥ śrīmān sumṛṣṭamaṇikuṇḍalaḥ vicitramālyamukuṭo vasanta iva mūrtimān
Göttliche Gewänder tragend, glanzvoll, mit blitzblank polierten Juwelen-Ohrringen, mit einer Krone aus bunten Girlanden, wie der Frühling selbst in Gestalt,

sa kalpavṛkṣasadṛśo yatnād api vibhūṣitaḥ śmaśānacaityadrumavad bhūṣito 'pi bhayaṃkaraḥ

gleich einem Wunschbaum, mit Sorgfalt geschmückt, und doch, wie ein geschmückter Baum an einer Kremationsstätte, trotz des Schmuckes furchterregend,

Wort für Wort
sa kalpavṛkṣasadṛśo yatnād api vibhūṣitaḥ śmaśānacaityadrumavad bhūṣito 'pi bhayaṃkaraḥ
gleich einem Wunschbaum, mit Sorgfalt geschmückt, und doch, wie ein geschmückter Baum an einer Kremationsstätte, trotz des Schmuckes furchterregend,

sa tasyās tanumadhyāyāḥ samīpe rajanīcaraḥ dadṛśe rohiṇīm etya śanaiścara iva grahaḥ

erschien er, der Nachtwandler, in der Nähe jener Schlankleibigen, wie der Planet Śanaiścara, der sich der Rohiṇī nähert.

Wort für Wort
sa tasyās tanumadhyāyāḥ samīpe rajanīcaraḥ dadṛśe rohiṇīm etya śanaiścara iva grahaḥ
erschien er, der Nachtwandler, in der Nähe jener Schlankleibigen, wie der Planet Śanaiścara, der sich der Rohiṇī nähert.

sa tām āmantrya suśroṇīṃ puṣpaketuśarāhataḥ idam ity abravīd bālāṃ trastāṃ rauhīm ivābalām

Er, von den Pfeilen des Blumenbannerträgers [Kāma] getroffen, redete die Schönhüftige an und sprach dies zu der jungen Frau, die verängstigt war wie eine kraftlose Rohiṇī: ‚Sītā, dies genügt nun -

Wort für Wort
sa tām āmantrya suśroṇīṃ puṣpaketuśarāhataḥ idam ity abravīd bālāṃ trastāṃ rauhīm ivābalām
Er, von den Pfeilen des Blumenbannerträgers [Kāma] getroffen, redete die Schönhüftige an und sprach dies zu der jungen Frau, die verängstigt war wie eine kraftlose Rohiṇī: ‚Sītā, dies genügt nun -

sīte paryāptam etāvat kṛto bhartur anugrahaḥ prasādaṃ kuru tanvaṅgi kriyatāṃ parikarma te

die Gunst für deinen Gatten ist erwiesen; schenke mir deine Gnade, Schlankgliedrige, lass dich schmücken.

Wort für Wort
sīte paryāptam etāvat kṛto bhartur anugrahaḥ prasādaṃ kuru tanvaṅgi kriyatāṃ parikarma te
die Gunst für deinen Gatten ist erwiesen; schenke mir deine Gnade, Schlankgliedrige, lass dich schmücken.

bhajasva māṃ varārohe mahārhābharaṇāmbarā bhava me sarvanārīṇām uttamā varavarṇini

Liebe mich, Schönhüftige, mit kostbarem Schmuck und Gewand; werde mir die Vortrefflichste aller Frauen, du Schönfarbige.

Wort für Wort
bhajasva māṃ varārohe mahārhābharaṇāmbarā bhava me sarvanārīṇām uttamā varavarṇini
Liebe mich, Schönhüftige, mit kostbarem Schmuck und Gewand; werde mir die Vortrefflichste aller Frauen, du Schönfarbige.

santi me devakanyāś ca rājarṣīṇāṃ tathāṅganāḥ santi dānavakanyāś ca daityānāṃ cāpi yoṣitaḥ

Ich besitze Göttermädchen und ebenso Frauen von Königsweisen; ich besitze Töchter der Dānavas und auch Frauen der Daityas.

Wort für Wort
santi me devakanyāś ca rājarṣīṇāṃ tathāṅganāḥ santi dānavakanyāś ca daityānāṃ cāpi yoṣitaḥ
Ich besitze Göttermädchen und ebenso Frauen von Königsweisen; ich besitze Töchter der Dānavas und auch Frauen der Daityas.

caturdaśa piśācānāṃ koṭyo me vacane sthitāḥ dvis tāvat puruṣādānāṃ rakṣasāṃ bhīmakarmaṇām

Vierzehn Millionen Piśācas stehen zu meinem Befehl, zweimal so viele menschenfressende Rākṣasas von furchtbaren Taten.

Wort für Wort
caturdaśa piśācānāṃ koṭyo me vacane sthitāḥ dvis tāvat puruṣādānāṃ rakṣasāṃ bhīmakarmaṇām
Vierzehn Millionen Piśācas stehen zu meinem Befehl, zweimal so viele menschenfressende Rākṣasas von furchtbaren Taten.

tato me triguṇā yakṣā ye madvacanakāriṇaḥ ke cid eva dhanādhyakṣaṃ bhrātaraṃ me samāśritāḥ

Dreimal so viele Yakṣas gehorchen meinem Wort; nur einige wenige haben Zuflucht bei meinem Bruder, dem Herrn der Schätze, gesucht.

Wort für Wort
tato me triguṇā yakṣā ye madvacanakāriṇaḥ ke cid eva dhanādhyakṣaṃ bhrātaraṃ me samāśritāḥ
Dreimal so viele Yakṣas gehorchen meinem Wort; nur einige wenige haben Zuflucht bei meinem Bruder, dem Herrn der Schätze, gesucht.

gandharvāpsaraso bhadre mām āpānagataṃ sadā upatiṣṭhanti vāmoru yathaiva bhrātaraṃ mama

Gandharvas und Apsaras, Gute, bedienen mich stets bei meinen Trinkgelagen, Schönhüftige, ebenso wie sie meinen Bruder bedienen.

Wort für Wort
gandharvāpsaraso bhadre mām āpānagataṃ sadā upatiṣṭhanti vāmoru yathaiva bhrātaraṃ mama
Gandharvas und Apsaras, Gute, bedienen mich stets bei meinen Trinkgelagen, Schönhüftige, ebenso wie sie meinen Bruder bedienen.

putro 'ham api viprarṣeḥ sākṣād viśravaso muneḥ pañcamo lokapālānām iti me prathitaṃ yaśaḥ

Auch ich bin der Sohn des Weisen Viśravas selbst, der fünfte unter den Welthütern - so lautet mein berühmter Ruhm.

Wort für Wort
putro 'ham api viprarṣeḥ sākṣād viśravaso muneḥ pañcamo lokapālānām iti me prathitaṃ yaśaḥ
Auch ich bin der Sohn des Weisen Viśravas selbst, der fünfte unter den Welthütern - so lautet mein berühmter Ruhm.

divyāni bhakṣyabhojyāni pānāni vividhāni ca yathaiva tridaśeśasya tathaiva mama bhāmini

Göttliche Speisen und Leckerbissen, und mannigfache Getränke, wie sie dem Herrn der dreißig [Götter] zukommen, ebenso stehen sie mir zu, du Herrliche.

Wort für Wort
divyāni bhakṣyabhojyāni pānāni vividhāni ca yathaiva tridaśeśasya tathaiva mama bhāmini
Göttliche Speisen und Leckerbissen, und mannigfache Getränke, wie sie dem Herrn der dreißig [Götter] zukommen, ebenso stehen sie mir zu, du Herrliche.

kṣīyatāṃ duṣkṛtaṃ karma vanavāsakṛtaṃ tava bhāryā me bhava suśroṇi yathā mandodarī tathā

Möge deine böse Tat des Waldlebens ein Ende finden; werde meine Gattin, Schönhüftige, so wie es Mandodarī ist.‘

Wort für Wort
kṣīyatāṃ duṣkṛtaṃ karma vanavāsakṛtaṃ tava bhāryā me bhava suśroṇi yathā mandodarī tathā
Möge deine böse Tat des Waldlebens ein Ende finden; werde meine Gattin, Schönhüftige, so wie es Mandodarī ist.‘

ity uktā tena vaidehī parivṛtya śubhānanā tṛṇam antarataḥ kṛtvā tam uvāca niśācaram

So von ihm angesprochen, wandte sich die Tochter Videhas, die Schönantlitzige, ab, legte einen Grashalm zwischen sich und ihn und sprach zu dem Nachtwandler:

Wort für Wort
ity uktā tena vaidehī parivṛtya śubhānanā tṛṇam antarataḥ kṛtvā tam uvāca niśācaram
So von ihm angesprochen, wandte sich die Tochter Videhas, die Schönantlitzige, ab, legte einen Grashalm zwischen sich und ihn und sprach zu dem Nachtwandler:

Das Legen eines Grashalms zwischen sich und den Angesprochenen ist eine traditionelle Geste äußerster Verachtung, mit der Sītā jeden direkten Kontakt mit Rāvaṇa symbolisch verweigert.

aśivenātivāmorūr ajasraṃ netravāriṇā stanāv apatitau bālā sahitāv abhivarṣatī uvāca vākyaṃ taṃ kṣudraṃ vaidehī patidevatā

Mit unheilvollem, unaufhörlichem Tränenwasser aus den Augen beide Brüste zugleich benetzend, die Schönschenklige, die junge Frau, sprach die Tochter Videhas, ihrem Gatten wie einer Gottheit ergeben, zu jenem Niederträchtigen:

Wort für Wort
aśivenātivāmorūr ajasraṃ netravāriṇā stanāv apatitau bālā sahitāv abhivarṣatī uvāca vākyaṃ taṃ kṣudraṃ vaidehī patidevatā
Mit unheilvollem, unaufhörlichem Tränenwasser aus den Augen beide Brüste zugleich benetzend, die Schönschenklige, die junge Frau, sprach die Tochter Videhas, ihrem Gatten wie einer Gottheit ergeben, zu jenem Niederträchtigen:

asakṛd vadato vākyam īdṛśaṃ rākṣaseśvara viṣādayuktam etat te mayā śrutam abhāgyayā

‚Mehr als einmal hast du solch ein Wort gesprochen, Herrscher der Rākṣasas; dieses von Verzweiflung begleitete Ansinnen von dir habe ich, Unglückliche, vernommen.

Wort für Wort
asakṛd vadato vākyam īdṛśaṃ rākṣaseśvara viṣādayuktam etat te mayā śrutam abhāgyayā
‚Mehr als einmal hast du solch ein Wort gesprochen, Herrscher der Rākṣasas; dieses von Verzweiflung begleitete Ansinnen von dir habe ich, Unglückliche, vernommen.

tad bhadrasukha bhadraṃ te mānasaṃ vinivartyatām paradārāsmy alabhyā ca satataṃ ca pativratā

So, du im Glück Schwelgender - Heil dir - wende deinen Sinn davon ab; ich bin die Frau eines anderen, unerreichbar, und für immer meinem Gatten ergeben.

Wort für Wort
tad bhadrasukha bhadraṃ te mānasaṃ vinivartyatām paradārāsmy alabhyā ca satataṃ ca pativratā
So, du im Glück Schwelgender - Heil dir - wende deinen Sinn davon ab; ich bin die Frau eines anderen, unerreichbar, und für immer meinem Gatten ergeben.

na caivopayikī bhāryā mānuṣī kṛpaṇā tava vivaśāṃ dharṣayitvā ca kāṃ tvaṃ prītim avāpsyasi

Und eine elende menschliche Frau würde dir ohnehin nicht geziemen; und welche Freude würdest du erlangen, nachdem du eine Widerstrebende vergewaltigt hast?

Wort für Wort
na caivopayikī bhāryā mānuṣī kṛpaṇā tava vivaśāṃ dharṣayitvā ca kāṃ tvaṃ prītim avāpsyasi
Und eine elende menschliche Frau würde dir ohnehin nicht geziemen; und welche Freude würdest du erlangen, nachdem du eine Widerstrebende vergewaltigt hast?

prajāpatisamo vipro brahmayoniḥ pitā tava na ca pālayase dharmaṃ lokapālasamaḥ katham

Ein Prajāpati gleicher Brahmane, aus Brahmās eigenem Ursprung, ist dein Vater - und doch wahrst du den Dharma nicht; wie, da du doch einem Welthüter gleichst?

Wort für Wort
prajāpatisamo vipro brahmayoniḥ pitā tava na ca pālayase dharmaṃ lokapālasamaḥ katham
Ein Prajāpati gleicher Brahmane, aus Brahmās eigenem Ursprung, ist dein Vater - und doch wahrst du den Dharma nicht; wie, da du doch einem Welthüter gleichst?

bhrātaraṃ rājarājānaṃ maheśvarasakhaṃ prabhum dhaneśvaraṃ vyapadiśan kathaṃ tv iha na lajjase

Auf deinen Bruder verweisend, den König der Könige, den Freund Maheśvaras, den Herrn, den Herrn der Schätze - wie schämst du dich hierbei nicht?‘

Wort für Wort
bhrātaraṃ rājarājānaṃ maheśvarasakhaṃ prabhum dhaneśvaraṃ vyapadiśan kathaṃ tv iha na lajjase
Auf deinen Bruder verweisend, den König der Könige, den Freund Maheśvaras, den Herrn, den Herrn der Schätze - wie schämst du dich hierbei nicht?‘

ity uktvā prārudat sītā kampayantī payodharau śirodharāṃ ca tanvaṅgī mukhaṃ pracchādya vāsasā

Nachdem sie dies gesagt hatte, weinte Sītā, ihre Brüste erzitternd, und die Schlankgliedrige bedeckte ihr Gesicht und ihren Nacken mit ihrem Gewand.

Wort für Wort
ity uktvā prārudat sītā kampayantī payodharau śirodharāṃ ca tanvaṅgī mukhaṃ pracchādya vāsasā
Nachdem sie dies gesagt hatte, weinte Sītā, ihre Brüste erzitternd, und die Schlankgliedrige bedeckte ihr Gesicht und ihren Nacken mit ihrem Gewand.

tasyā rudatyā bhāminyā dīrghā veṇī susaṃyatā dadṛśe svasitā snigdhā kālī vyālīva mūrdhani

Bei ihr, der weinenden Schönen, sah man den langen, fest gebundenen Zopf, glänzend schwarz, wie eine schwarze Schlange auf ihrem Haupt.

Wort für Wort
tasyā rudatyā bhāminyā dīrghā veṇī susaṃyatā dadṛśe svasitā snigdhā kālī vyālīva mūrdhani
Bei ihr, der weinenden Schönen, sah man den langen, fest gebundenen Zopf, glänzend schwarz, wie eine schwarze Schlange auf ihrem Haupt.

tac chrutvā rāvaṇo vākyaṃ sītayoktaṃ suniṣṭhuram pratyākhyāto 'pi durmedhāḥ punar evābravīd vacaḥ

Nachdem er dieses von Sītā gesprochene, überaus harte Wort vernommen hatte, sprach Rāvaṇa, obwohl zurückgewiesen, der Dummköpfige, dennoch erneut dieses Wort:

Wort für Wort
tac chrutvā rāvaṇo vākyaṃ sītayoktaṃ suniṣṭhuram pratyākhyāto 'pi durmedhāḥ punar evābravīd vacaḥ
Nachdem er dieses von Sītā gesprochene, überaus harte Wort vernommen hatte, sprach Rāvaṇa, obwohl zurückgewiesen, der Dummköpfige, dennoch erneut dieses Wort:

kāmam aṅgāni me sīte dunotu makaradhvajaḥ na tvām akāmāṃ suśroṇīṃ sameṣye cāruhāsinīm

‚Mag der Makara-Bannerträger [Kāma] meine Glieder auch quälen, Sītā - dich, die Unwillige, Schönhüftige, mit dem lieblichen Lächeln, werde ich nicht antasten.

Wort für Wort
kāmam aṅgāni me sīte dunotu makaradhvajaḥ na tvām akāmāṃ suśroṇīṃ sameṣye cāruhāsinīm
‚Mag der Makara-Bannerträger [Kāma] meine Glieder auch quälen, Sītā - dich, die Unwillige, Schönhüftige, mit dem lieblichen Lächeln, werde ich nicht antasten.

kiṃ nu śakyaṃ mayā kartuṃ yat tvam adyāpi mānuṣam āhārabhūtam asmākaṃ rāmam evānurudhyase

Was kann ich denn tun, da du dich noch immer an Rāma klammerst, einen bloßen Menschen, der schon zu unserer Speise geworden ist?‘

Wort für Wort
kiṃ nu śakyaṃ mayā kartuṃ yat tvam adyāpi mānuṣam āhārabhūtam asmākaṃ rāmam evānurudhyase
Was kann ich denn tun, da du dich noch immer an Rāma klammerst, einen bloßen Menschen, der schon zu unserer Speise geworden ist?‘

ity uktvā tām anindyāṅgīṃ sa rākṣasagaṇeśvaraḥ tatraivāntarhito bhūtvā jagāmābhimatāṃ diśam

Nachdem er dies zu der Untadelig-Gliedrigen gesagt hatte, verschwand der Herrscher der Rākṣasa-Scharen auf der Stelle und zog in die von ihm gewünschte Richtung.

Wort für Wort
ity uktvā tām anindyāṅgīṃ sa rākṣasagaṇeśvaraḥ tatraivāntarhito bhūtvā jagāmābhimatāṃ diśam
Nachdem er dies zu der Untadelig-Gliedrigen gesagt hatte, verschwand der Herrscher der Rākṣasa-Scharen auf der Stelle und zog in die von ihm gewünschte Richtung.

rākṣasībhiḥ parivṛtā vaidehī śokakarśitā sevyamānā trijaṭayā tatraiva nyavasat tadā

Von Rākṣasī-Frauen umgeben, von Kummer abgezehrt, von Trijaṭā betreut, verweilte die Tochter Videhas dort weiterhin.“

Wort für Wort
rākṣasībhiḥ parivṛtā vaidehī śokakarśitā sevyamānā trijaṭayā tatraiva nyavasat tadā
Von Rākṣasī-Frauen umgeben, von Kummer abgezehrt, von Trijaṭā betreut, verweilte die Tochter Videhas dort weiterhin.“

Dieses Kapitel in der Leseansicht