Kapitel 146: Bhīmasenahanūmatsamāgamaḥ
Die Begegnung von Bhīmasena und Hanumān
Ein vom Wind herbeigetragener göttlicher Lotus (Saugandhika) entzückt Draupadī; sie bittet Bhīma, ihr mehr solcher Blüten zu bringen. Bhīma bricht allein auf, durchstreift kämpfend und tobend die wilden Höhen des Gandhamādana, besiegt Löwen, Tiger und Elefanten, badet in einem See und dringt schließlich, sein Muschelhorn blasend und brüllend, in einen Bananenwald vor, wo er den schlafenden Affen Hanumān mit seinem Löwenschrei weckt. Hanumān, zunächst verärgert und voller Geringschätzung, hält Bhīma mit einer eindringlichen Mahnung über Mitleid gegenüber den Geschöpfen zurück und warnt ihn, dass der Berg jenseits dieser Stelle ohne die Gangart der Siddhas unpassierbar sei; er bietet ihm nektargleiche Wurzeln und Früchte an und rät ihm zur Umkehr.
vaiśaṃpāyana uvāca tatra te puruṣavyāghrāḥ paramaṃ śaucam āsthitāḥ ṣaḍrātram avasan vīrā dhanaṃjayadidṛkṣayā tasmin viharamāṇāś ca ramamāṇāś ca pāṇḍavāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Dort verweilten jene Tiger unter den Männern, höchster Reinheit zugetan, sechs Nächte lang, die Helden, im Verlangen, Dhanaṃjaya zu sehen; die Pāṇḍavas ergingen sich dort und ergötzten sich,
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tatra te puruṣavyāghrāḥ paramaṃ śaucam āsthitāḥ ṣaḍrātram avasan vīrā dhanaṃjayadidṛkṣayā tasmin viharamāṇāś ca ramamāṇāś ca pāṇḍavāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Dort verweilten jene Tiger unter den Männern, höchster Reinheit zugetan, sechs Nächte lang, die Helden, im Verlangen, Dhanaṃjaya zu sehen; die Pāṇḍavas ergingen sich dort und ergötzten sich,
sarāṃsi ca vicitrāṇi prasannasalilāni ca kamalaiḥ sotpalais tatra bhrājamānāni sarvaśaḥ paśyantaś cārurūpāṇi remire tatra pāṇḍavāḥ
und mannigfaltige Seen mit klarem Wasser, dort überall mit Lotusblumen und blauen Seerosen erstrahlend, deren schöne Gestalt betrachtend, ergötzten sich die Pāṇḍavas dort.
Wort für Wort
sarāṃsi ca vicitrāṇi prasannasalilāni ca kamalaiḥ sotpalais tatra bhrājamānāni sarvaśaḥ paśyantaś cārurūpāṇi remire tatra pāṇḍavāḥ
und mannigfaltige Seen mit klarem Wasser, dort überall mit Lotusblumen und blauen Seerosen erstrahlend, deren schöne Gestalt betrachtend, ergötzten sich die Pāṇḍavas dort.
sa taṃ drumalatāgulmacchannaṃ nīlaśilātalam giriṃ cacārāriharaḥ kiṃnarācaritaṃ śubham
Er, der Feindebezwinger, durchstreifte jenen von Bäumen, Ranken und Sträuchern bedeckten Berg mit dunklem Felsengrund, den schönen, von Kiṃnaras durchwanderten,
Wort für Wort
sa taṃ drumalatāgulmacchannaṃ nīlaśilātalam giriṃ cacārāriharaḥ kiṃnarācaritaṃ śubham
Er, der Feindebezwinger, durchstreifte jenen von Bäumen, Ranken und Sträuchern bedeckten Berg mit dunklem Felsengrund, den schönen, von Kiṃnaras durchwanderten,
den ungestümen Duft der zu jeder Jahreszeit entstehenden Blüten einatmend, der von gewaltiger Glut Erfüllte, ungestüm, wie ein brünstiger Elefant im Wald,
den ungestümen Duft der zu jeder Jahreszeit entstehenden Blüten einatmend, der von gewaltiger Glut Erfüllte, ungestüm, wie ein brünstiger Elefant im Wald,
seine Müdigkeit von seinem Vater hinweggenommen, seine Körperhaare vor Freude gesträubt, durch die kühlende Berührung seines Vaters, den Wind des Gandhamādana,
seine Müdigkeit von seinem Vater hinweggenommen, seine Körperhaare vor Freude gesträubt, durch die kühlende Berührung seines Vaters, den Wind des Gandhamādana,
sa yakṣagandharvasurabrahmarṣigaṇasevitam viloḍayām āsa tadā puṣpahetor ariṃdamaḥ
durchwühlte da, der Feindebezwinger, um der Blumen willen, den Berg, der von Scharen der Yakṣas, Gandharvas, Götter und Brahmanenweisen aufgesucht wurde.
Wort für Wort
sa yakṣagandharvasurabrahmarṣigaṇasevitam viloḍayām āsa tadā puṣpahetor ariṃdamaḥ
durchwühlte da, der Feindebezwinger, um der Blumen willen, den Berg, der von Scharen der Yakṣas, Gandharvas, Götter und Brahmanenweisen aufgesucht wurde.
der wie tanzend, mit Flügeln versehen schien, durch die an seiner Flanke haftenden Wolken; wie mit Perlenschnüren geschmückt durch die herabfließenden Quellwasser,
der wie tanzend, mit Flügeln versehen schien, durch die an seiner Flanke haftenden Wolken; wie mit Perlenschnüren geschmückt durch die herabfließenden Quellwasser,
dessen Felsengrund von den Stoßzahnspitzen der Himmelsrichtungs-Elefanten gerieben war, wie mit herabgleitenden Gewändern versehen durch die unerschütterlich aus den Flüssen hervorbrechenden Wasser,
dessen Felsengrund von den Stoßzahnspitzen der Himmelsrichtungs-Elefanten gerieben war, wie mit herabgleitenden Gewändern versehen durch die unerschütterlich aus den Flüssen hervorbrechenden Wasser,
mit der Wucht seiner Schenkel vielfach die Netze der Ranken erschütternd, wie spielend, zog der glanzvolle Sohn der Kuntī, der Sohn des Windgottes, dahin.
mit der Wucht seiner Schenkel vielfach die Netze der Ranken erschütternd, wie spielend, zog der glanzvolle Sohn der Kuntī, der Sohn des Windgottes, dahin.
in seiner Tatkraft einem brünstigen Elefanten gleich, in seiner Geschwindigkeit einem brünstigen Elefanten gleich, mit rotbraunen Augen wie ein brünstiger Elefant, selbst ein Bezwinger brünstiger Elefanten,
in seiner Tatkraft einem brünstigen Elefanten gleich, in seiner Geschwindigkeit einem brünstigen Elefanten gleich, mit rotbraunen Augen wie ein brünstiger Elefant, selbst ein Bezwinger brünstiger Elefanten,
mit Wucht Schlingpflanzen und Ranken hinwegreißend, der Freudenbringer des Pāṇḍu, immer weiter den Berggipfel emporsteigend wie ein Elefant, heftig brüllend wie eine Gewitterwolke mit Blitz,
mit Wucht Schlingpflanzen und Ranken hinwegreißend, der Freudenbringer des Pāṇḍu, immer weiter den Berggipfel emporsteigend wie ein Elefant, heftig brüllend wie eine Gewitterwolke mit Blitz,
tato vāyusutaḥ krodhāt svabāhubalam āśritaḥ gajenāghnan gajaṃ bhīmaḥ siṃhaṃ siṃhena cābhibhūḥ talaprahārair anyāṃś ca vyahanat pāṇḍavo balī
Da erschlug der Sohn des Windgottes, aus Zorn auf seine eigene Armeskraft vertrauend, Bhīma, einen Elefanten mit einem Elefanten, und bezwang einen Löwen mit einem Löwen; und die anderen erschlug der starke Pāṇḍava mit Handflächenschlägen.
Wort für Wort
tato vāyusutaḥ krodhāt svabāhubalam āśritaḥ gajenāghnan gajaṃ bhīmaḥ siṃhaṃ siṃhena cābhibhūḥ talaprahārair anyāṃś ca vyahanat pāṇḍavo balī
Da erschlug der Sohn des Windgottes, aus Zorn auf seine eigene Armeskraft vertrauend, Bhīma, einen Elefanten mit einem Elefanten, und bezwang einen Löwen mit einem Löwen; und die anderen erschlug der starke Pāṇḍava mit Handflächenschlägen.
Nachdem er sie vertrieben hatte, drang der überaus starke, glanzvolle Sohn des Pāṇḍu rasch in den Wald ein, die Himmelsrichtungen mit seinem Laut erfüllend.
Nachdem er sie vertrieben hatte, drang der überaus starke, glanzvolle Sohn des Pāṇḍu rasch in den Wald ein, die Himmelsrichtungen mit seinem Laut erfüllend.
Als sie jenen plötzlichen Laut hörten, von dem zuvor Wild und Vögel aufgescheucht worden waren, erhoben sich Vögel mit wassernassen Flügeln zu Tausenden.
Als sie jenen plötzlichen Laut hörten, von dem zuvor Wild und Vögel aufgescheucht worden waren, erhoben sich Vögel mit wassernassen Flügeln zu Tausenden.
in jenen See, reich an Lotusblumen und Seerosen, stieg er rasch hinab, spielte kraftvoll wie ein ungestümer, gewaltiger Elefant, der Starke; nach langem Spiel darin stieg der von unermesslichem Glanz Erfüllte wieder heraus.
in jenen See, reich an Lotusblumen und Seerosen, stieg er rasch hinab, spielte kraftvoll wie ein ungestümer, gewaltiger Elefant, der Starke; nach langem Spiel darin stieg der von unermesslichem Glanz Erfüllte wieder heraus.
tasya śaṅkhasya śabdena bhīmasenaraveṇa ca bāhuśabdena cogreṇa nardantīva girer guhāḥ
Durch den Klang jenes Muschelhorns, und durch Bhīmasenas Gebrüll, und durch das gewaltige Klatschen seiner Arme, schienen die Berghöhlen widerzuhallen.
Wort für Wort
tasya śaṅkhasya śabdena bhīmasenaraveṇa ca bāhuśabdena cogreṇa nardantīva girer guhāḥ
Durch den Klang jenes Muschelhorns, und durch Bhīmasenas Gebrüll, und durch das gewaltige Klatschen seiner Arme, schienen die Berghöhlen widerzuhallen.
Als sie jenes heftige, dem Zerschmettern des Vajra gleichende Klatschen der Arme hörten, erklang von den in den Bergeshöhlen schlafenden Löwen ein gewaltiges Gebrüll,
Als sie jenes heftige, dem Zerschmettern des Vajra gleichende Klatschen der Arme hörten, erklang von den in den Bergeshöhlen schlafenden Löwen ein gewaltiges Gebrüll,
siṃhanādabhayatrastaiḥ kuñjarair api bhārata mukto virāvaḥ sumahān parvato yena pūritaḥ
und auch von den, durch das Löwengebrüll erschreckten Elefanten, o Bhārata, erklang ein überaus gewaltiges Geschrei, von dem der ganze Berg erfüllt wurde.
Wort für Wort
siṃhanādabhayatrastaiḥ kuñjarair api bhārata mukto virāvaḥ sumahān parvato yena pūritaḥ
und auch von den, durch das Löwengebrüll erschreckten Elefanten, o Bhārata, erklang ein überaus gewaltiges Geschrei, von dem der ganze Berg erfüllt wurde.
inmitten des Bananenhains, dem Schlaf hingegeben; gähnend schlug er seinen gewaltigen, wie Indras Fahnenmast aufgerichteten Schwanz auf, mit einem Laut gleich Indras Donnerkeil.
inmitten des Bananenhains, dem Schlaf hingegeben; gähnend schlug er seinen gewaltigen, wie Indras Fahnenmast aufgerichteten Schwanz auf, mit einem Laut gleich Indras Donnerkeil.
kaum anzuschauen wie eine Ballung von Blitzen, rotbraun wie eine Ballung von Blitzen, einer Ballung von Blitzen gleich, flackernd wie eine Ballung von Blitzen,
kaum anzuschauen wie eine Ballung von Blitzen, rotbraun wie eine Ballung von Blitzen, einer Ballung von Blitzen gleich, flackernd wie eine Ballung von Blitzen,
seinen kräftigen, kurzen Nacken zwischen gekreuzten Armen gebettet, mit schlanker Taille und Hüfte durch die überwiegend aus Schultern bestehende Gestalt,
seinen kräftigen, kurzen Nacken zwischen gekreuzten Armen gebettet, mit schlanker Taille und Hüfte durch die überwiegend aus Schultern bestehende Gestalt,
mit roten Lippen, kupferfarbener Zunge und Mund, roten Ohren, beweglichen Brauen, das Antlitz mit rundlichen Zahnspitzen, wie ein strahlenumkränzter Mond,
mit roten Lippen, kupferfarbener Zunge und Mund, roten Ohren, beweglichen Brauen, das Antlitz mit rundlichen Zahnspitzen, wie ein strahlenumkränzter Mond,
tena śabdena bhīmasya vitresur mṛgapakṣiṇaḥ hanūmāṃś ca mahāsattva īṣad unmīlya locane avaikṣad atha sāvajñaṃ locanair madhupiṅgalaiḥ
Durch jenen Laut Bhīmas erschraken Wild und Vögel; und Hanumān, das große Wesen, öffnete leicht seine Augen und blickte darauf mit seinen honigbraunen Augen voller Geringschätzung.
Wort für Wort
tena śabdena bhīmasya vitresur mṛgapakṣiṇaḥ hanūmāṃś ca mahāsattva īṣad unmīlya locane avaikṣad atha sāvajñaṃ locanair madhupiṅgalaiḥ
Durch jenen Laut Bhīmas erschraken Wild und Vögel; und Hanumān, das große Wesen, öffnete leicht seine Augen und blickte darauf mit seinen honigbraunen Augen voller Geringschätzung.
Solltest du, der du die Rechtschaffenheit kennst, nicht wahrlich Mitleid mit den Geschöpfen haben? Wir freilich kennen die Rechtschaffenheit nicht, da wir dem Tierdasein angehören.
Solltest du, der du die Rechtschaffenheit kennst, nicht wahrlich Mitleid mit den Geschöpfen haben? Wir freilich kennen die Rechtschaffenheit nicht, da wir dem Tierdasein angehören.
Menschen, mit Verstand ausgestattet, üben Mitleid gegenüber den Geschöpfen; wie können sich Verständige eures Schlages an grausamen Taten, die Körper, Rede und Geist beflecken, an rechtschaffenheitszerstörenden Handlungen ergötzen?
Menschen, mit Verstand ausgestattet, üben Mitleid gegenüber den Geschöpfen; wie können sich Verständige eures Schlages an grausamen Taten, die Körper, Rede und Geist beflecken, an rechtschaffenheitszerstörenden Handlungen ergötzen?